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Normale Version: Verloren in Gedanken-Libertine gewidmet=) (Teil 2 von 2)
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Verloren in Gedanken-Libertine gewidmet (Teil 2 von 2)

„Hallo Mum“, rief sie beim Eintreten in den Flur, während hinter ihr die Haustüre ins Schloss fiel.
Sandra nahm ihren Rucksack von den Schultern und lehnte ihn neben der Kommode an die Wand. Statt der gewohnten Begrüßung ihrer Mutter, die stets bei ihrer Ankunft aus der Küche schallte, hüllte sie eine ungewohnte Stille ein.
Niemand, der ihr mit einem „Hallo, mein Schatz“ antwortete, keiner, der mit einem Lächeln in den Flur trat und sie über ihren Tag in der Schule aushorchte. Nur diese seltsame Ruhe. Vielleicht ist sie noch einkaufen, sagte sich Sandra und ging mit einem Schulterzucken ans Ende des Flures, wo nach rechts ein Durchgang in die Küche führte.
Doch statt eines freien Eingangs starrte sie auf eine Mauer aus Holz. Sie hatte noch nie bemerkt, dass es eine Tür im Eingang zur Küche gab, womöglich lag das daran, dass sie nie geschlossen wurde.
Es war, als verbanne sie dieses Stück Holz in den Flur und wollte sie dort festhalten.
Sie wollte nach der Türklinke greifen, als eine schwache Stimme erklang und sie inne halten ließ. Sandra hatte ihre Mutter bis zu diesem Augenblick noch nie so gehört, weinerlich, flehend und ein Hauch von Verzweiflung schwang in ihren Worten mit.
„Nehada … bitte. Ich will das nicht länger hören …“ und dann etwas leiser: "Du konntest mich noch nie leiden, auch damals nicht.“
Ein Schnaufen war wahrzunehmen und es war das erste Mal, da sie diesen Laut der Verachtung wahrnahm. Bis zu diesem Augenblick hatte sie ihre Tante noch nicht wirklich gekannt, sie war ihr einige Male auf verwandtschaftlichen Festen begegnet, hatte wenige Worte mit ihr gewechselt und sich später bei ihrer Mutter über den strengen Blick beklagt. Doch ihre Stimme erkannte sie jederzeit wieder, sie barg eine Kälte in sich, die das Mädchen noch nie bei einem anderen Menschen entdeckt hatte.
„Leiden? Was tut das schon zur Sache, Mary? Du kannst es mir nicht übel nehmen, nachdem du mit diesem Kerl abgehauen bist und mich im Stich gelassen hast.“
„Ich war schwanger, Mutter hätte das nie geduldet, ich hatte keine Wahl.“
Wieder ein Schnauben, gefolgt von Stille.
„Eine Wahl? Du hattest die Wahl mich mitzunehmen, aber im Grunde kann ich froh darüber sein, bei Mutter geblieben zu sein, so verdorben wie du bist, hättest du mich auch nur in den Ruin getrieben. Aber jetzt, jetzt ist es Zeit deine Tochter zu retten, Mary! Du machst ihr Leben kaputt, du bist nicht fähig, das Mädchen richtig zu erziehen. Schick sie ins Internat oder überlass jemand anderem die Erziehung. Es ist Zeit, dass deine Tochter etwas in ihrem Leben lernt und nicht Gefahr läuft, dem schlechten Beispiel ihrer Mutter zu folgen. Oder willst du das? Willst du dein Kind verlieren, willst du, dass Sandra schwanger wird und dich nachher sitzen lässt, ohne das Wissen, welchen Namen dein Enkel trägt?“
Sandra hielt die Luft an, für einen Moment glaubte sie, ihr Herz würde stillstehen. Ein tiefer Druck legte sich auf ihre Lunge. Sie presste ihr Ohr fester an die Türe und ballte ihre Hände zu Fäusten. Wie immer, wenn sie nervös wurde, kaute sie auf ihrer Unterlippe, bis sich ein matter Schmerz dort ausbreitete.
Was wollte Nehada? Auf ein Internat schicken? Verdorben?
Ehe sie weiter darüber nachdenken konnte, entgegnete ihre Mutter:
„Sandra wird nicht den gleichen Fehler begehen, wie ich damals … Was ist denn so schlecht an ihr? Ich weiß, sie hätte Besseres verdient und ist ein wenig im Rückstand in der Schule, aber das gibt sich, Nehada, glaub mir. Morgen habe ich auch ein Vorstellungsgespräch, dann kann ich wieder arbeiten und die Miete für die letzten Monate bezahlen.“
Mit jeder Silbe, die über ihre Lippe kam, klang sie panischer.
Am liebsten wäre Sandra in die Küche gestürmt, hätte sich an sie geklammert und ihr eingeredet, dass alles gut werden würde und sie sich keine Sorgen um sie machen musste.
Sie würde mehr lernen und bessere Noten in der Schule erzielen. In den letzten Wochen konnte sie nur noch schlecht dem Lernstoff folgen, da ihre Mutter zu mehreren Vorstellungsgesprächen vorgeladen war und sie sich um den Haushalt kümmern musste.
Aber sobald ihre Mutter eine Arbeit fand, würde alles wie von selbst geregelt werden. Wegen diesen Kleinigkeiten musste sie doch nicht in ein Internat.
Die Panik, die sie zuvor bei ihrer Mutter gehört hatte, machte sich in ihrem Kopf breit. Diesmal sprach Nehada:
„Meine Liebe, machen wir uns nichts vor, du wirst keine Stelle bekommen und wenn doch, dann verlierst du sie nach wenigen Wochen wieder, wie immer. Ich weiß ja, dass du dich bemühst, aber wem nützt das? Sandra nicht und dir auch nicht. Ich will dir doch nur helfen, Mary, dir eine Last von den Schultern nehmen. Wäre es denn nicht zur Abwechslung wieder einmal schön, sich nur um sich selbst kümmern zu müssen? Du brauchst dich doch nicht um Sandra sorgen. In einem Internat ist sie gut aufgehoben, ich werde für alle Kosten aufkommen.“
Plötzlich unterbrach ein Poltern Nehadas Worte. Sandra wusste, dass ihre Mutter einen Stuhl umgestoßen hatte und bei dem Klang ihres Schreies zuckte sie zitternd zusammen:
„Nein, nein, das kann ich nicht. Ich will Sandra nicht weggeben, sie ist meine Tochter und ich werde …“ Eine schneidend ruhige Stimme unterbrach sie:
„Dann werde ich das Jugendamt einschalten müssen, Mary. Bitte, erspar mir und auch dir diese Peinlichkeit. Wir wissen beide, dass sie dir Sandra wegnehmen würden. Das Kind ist stundenlang am Tag allein zu Hause, niemand kümmert sich um ihre Ausbildung, um ihre Bedürfnisse.“
Ihre Mutter begann wild zu schluchzen. Unter einem Schwall von Tränen sagte sie: „Ist das deine Rache, Nehada? Ist das die Rache dafür, dass ich damals gegangen bin und dich allein gelassen habe?“
Keine Antwort, dann: „Du musst endlich einmal an Sandra denken und nicht an dich. Lass nicht zu, dass sie wird wie du, sie soll einmal eine bessere Zukunft haben. Siehst du das denn nicht ein?“
Ihre Tante klang beinahe schon sanft, aber der Eindruck täuschte, denn unterschwellig nahm Sandra erneut einen Hauch von Kälte wahr.
Die Stille war betäubender und schmerzlicher als ein erneuter Aufschrei ihrer Mutter. Sie bedeutete, dass sie nachdachte, wirklich und tatsächlich über die schreckliche Vorstellung nachdachte, ihre Tochter wegzugeben.
Sandra drückte eine Hand auf ihrem Mund, um ihre eigenen Schluchzer zu unterdrücken. Tränen perlten über ihre Wangen und zeichneten eine feine Spur von Nässe auf ihre Wangen. „Nein“, flüsterte es immer wieder in ihrem Kopf, das kann nicht wahr sein. Hinter ihrer Stirn strömten die Gedanken in einem Kreis, aus dem es kein Entrinnen gab: Sie würde alles verlieren. Ihre Mutter war das einzige, was sie hatte. Ihr Vater hatte sie bereits nach der Geburt verlassen, sie hatte ihn nie kennen gelernt und auch nie das Bedürfnis danach verspürt. Sie schloss die Augen und Tränen zwängten sich unter ihren Lidern hindurch an die freie Luft.
Die Tür zur Küche schwang ohne Vorwarnung plötzlich in den Flur auf und sie reagierte gerade rechtzeitig, um ihre Hände schützend vor sich zu heben und die Tür daran zu hindern, ihr ins Gesicht zu schlagen.
Aus den Augenwinkeln nahm sie eine Gestalt wahr, die in den Flur hastete und auf die Haustüre zustrebte. Eine zweite Person trat aus der Küche hinaus und lief ihr schreiend nach: „Mary, lauf nicht wieder weg, lass uns in Ruhe darüber reden!!“
Sandra stand wie versteinert an der Wand hinter der Tür und lauschte der Stimme ihrer Mutter, die wohl auf dem Türabsatz stehen geblieben war:
„Ich will nicht zusehen müssen, wie sie mir Sandra wegnehmen, lieber gehe ich! Ich ertrage das nicht, ich will nicht in ihr Gesicht sehen, wenn sie es erfährt.“
„Also läufst du einfach wieder davon, ja? Und glaubst tatsächlich, das würde ihr helfen oder alles für sie leichter machen?“
Sie lauschte dem Schluchzen ihrer Mutter. „Ich … ich gehe jetzt! Sandra muss gleich von der Schule kommen, sag ihr, dass es mir Leid tut, Nehada, bitte!“
Doch ihre Tante gab keine Antwort und sie selbst hielt es hinter der Tür nicht länger aus. Sie wollte einfach nur noch ihre Mutter umarmen und ihr sagen, dass sie das schon schaffen würden, gemeinsam. Sie wollte sie daran hindern, sie zu verlassen und sie im Stich zu lassen.
Sandra stieß die Tür mit zittrigen Händen zurück und sah geradewegs an Nehada vorbei auf ihre Mutter, die sie entsetzt anstarrte.
Ihre Tante, die dem starren Blick ihrer Schwester folgte und sich umdrehte, musterte Sandra halb erschrocken, halb betreten, aber sie entdeckte auch Erleichterung in ihren Augen. Warum? Weil sie Sandra nun nicht mehr darüber aufklären musste, wie ihre weitere Zukunft aussah und warum ihre Mutter feige davonlaufen wollte?
Für einen Moment schien die Zeit still zu stehen, keiner rührte sich und sie erwiderte den verstörten Blick ihrer Mutter, die sie aus rot geränderten Augen betrachtete.
„Mum …“, flüsterte sie leise und trat einen Schritt auf sie zu, doch ihre Mutter hob ihre Hand und senkte die Lider.
„ Es tut mir so leid, Sandra …“
Sie sah mit einem Schleier von Tränen vor ihren blassblauen Augen auf.
„Ich wollte dir wirklich eine bessere Mutter sein … du hast viel mehr verdient … es ist besser so, verzeih mir …“ und sie drehte sich auf dem Absatz um, riss die Türe auf und stürmte nach draußen.
Sandra sah kurz zu ihrer Tante, die sie abschätzig musterte und lief ihrer Mutter nach draußen hinterher.
Danach geschah alles binnen weniger Sekunden, doch eben diese Sekunden waren es, die Sandra für den Rest ihres Lebens am schmerzhaftesten verfolgen sollten, die sie quälten und in ihre Träumen verfolgen würden. Sie kamen ihr ewig vor.
Sie sah ihre Mutter über die Straße hechten, als sie die Mitte erreicht hatte, gelangte sie gerade erst an den Bordstein.
Sie schrie ihr nach, rief immer wieder, dass sie nicht gehen sollte, dass sie sie brauchte und sie die beste Mutter war, die sie sich nur wünschen könnte.
Bei diesen Worten drehte sich ihre Mutter mitten auf der Straße um. Hatte sie den Entschluss gefasst zu sterben, mit der Gewissheit, dass ihre Tochter sie für eine gute Mutter hielt, statt Sandra zu verlieren und davonzulaufen?
Sie sollte es niemals erfahren, denn in eben diesem Moment schallte ein lautes Hupen durch das Verkehrsgetöse, ein Laster tauchte in Sandras Augenwinkeln auf, sie kreischte ihrer Mutter etwas zu, doch diese stand nur da, lächelte traurig und nickte, bevor das Fahrzeug ihren Körper packte und mit sich riss.

Alte, vergangene Schreie hallten in ihrem Kopf nach, Sandra vergrub ihr Gesicht in den Händen und als sie ihn wieder hob, schweifte ihr Blick durch die halbdurchsichtigen Vorhänge hinaus aus dem Fenster.
Ihre Augen fanden den veilchenblauen, klaren Himmel und verloren sich in seiner Unendlichkeit.
Bist du jetzt dort?, fragte sie sich und seufzte, als sich hinter ihr die Türe ohne Anklopfen öffnete.
Ihr Onkel schob seinen leicht aufgedunsenen Körper in ihr Zimmer und heftete seinen strengen Blick auf sie.
„Du weißt, was ich dir sagen werde?“, fragte er kühl und Sandra nickte.
„Es tut mir Leid, Onkel Severine, ich habe einfach nicht daran gedacht…“ „…dass du jemanden beleidigen würdest“, beendete er ihren Satz und sie senkte ihren Kopf, zupfte traurig an einem Faden, der sich aus der Naht ihres T-Shirts gelöst hatte.
Wäre sie nicht so niedergeschlagen gewesen, sie hätte ihr Gesicht gehoben und seinem festen Blick standgehalten, aber das hieße, ihm die Tränen in ihren Augen zu offenbaren. Er würde sich in dem Glauben wähnen, dass sie ihm galten und Triumph fühlen, diese Gelegenheit wollte sie ihm nicht bieten, lieber wandte sie ihr Gesicht ab.
„Das wird nicht noch einmal vorkommen und im Übrigen könntest du deine Ferien besser nutzen, als in einen Wald zu gehen und dort deine Zeit zu vertrödeln. Ich erwarte von dir, dass du deiner Tante zur Hand gehst, hast du verstanden?“
Sie sah auf und nickte mit zusammen gepressten Lippen.
„Ich möchte eine Antwort hören“, fügte ihr Onkel scharf hinzu.
Sandra unterdrückte ein wütendes Schnaufen und sagte klar: „Ja, Onkel, ich habe dich verstanden.“
Severine betrachtete sie abwägend. Vielleicht dachte er darüber nach, ob er ihre kühle Antwort als frech werten und sich weiter mit ihr auseinander setzen sollte. Anscheinend hatte er aber nicht länger die Muße und Geduld dazu, denn er wandte sich wortlos ab und verschwand aus ihrem Zimmer.

Sandra saß auf dem Schreibtisch vor ihrem Fenster, verschränkte ihre Beine untereinander und starrte hinaus in ein nachtschwarzes Firmament, das von glimmenden Sternen besprenkelt war. In der Ferne, prall und silbrig schimmernd, erhob sich der Mond über einem Pulk von Wolken, die langsam an ihm vorbeizogen.
Wie lange sie hier saß und in die Ferne starrte, wusste sie nicht mehr, sie sah nur noch ihre Gedanken, ihre Erinnerung, lauschte den gesagten Worten ihrer Tante: „Meine Liebe, machen wir uns nichts vor, du wirst keine Stelle bekommen und wenn doch, dann verlierst du sie nach wenigen Wochen wieder, wie immer. Ich weiß ja, dass du dich bemühst, aber wem nützt das? Sandra nicht und dir auch nicht. Ich will dir doch nur helfen, Mary, dir eine Last von den Schultern nehmen. Wäre es denn nicht zur Abwechslung wieder einmal schön, sich nur um sich selbst kümmern zu müssen? Du brauchst dich doch nicht um Sandra sorgen. In einem Internat ist sie gut aufgehoben, ich werde für alle Kosten aufkommen.“
Sie spürte ein vertrautes Ziehen in ihrem Magen, das sich über ihre Blutbahnen bis zu ihrem Kopf schlich und dort den Gedanken an Hass verbreitete, wie ein Gift, das so dickflüssig war, dass es alle anderen Gefühle überlagerte.
Sie kannte dieses Gefühl, sie hatte es oft genug gespürt und versucht zu unterdrücken.
Immer wieder rang sie mit ihrem Hass, sie gewann den Kampf gegen ihn, aber der Sieg hinterließ einen bitteren Geschmack.
Sie wollte wieder lachen können, aber es schien, dass sie nur glücklich sein konnte, wenn sie nicht in der Nähe von Nehada und Severine war, wenn sie außerhalb ihrer Gegenwart die Erinnerungen und den Wunsch nach Rache vergessen konnte.
Sie wollte ihrer Tante nicht die Schuld an dem Tod ihrer Mutter geben, im Grunde wusste sie, dass niemand diese Schuld tragen konnte, selbst der LKW-Fahrer nicht. Ihre Mutter hatte damals entschieden zu gehen und diese Entscheidung durfte ihre Tochter nicht in Frage stellen, indem sie jemand anderem die Schuld an ihrem Tod gab.
Aber dennoch: War es nicht Nehada gewesen, die sie wegschicken wollte, die ihre Mutter zur Verzweiflung gedrängt hatte?
Sandra schüttelte matt den Kopf und drängte die Tränen zurück.
Ihr Blick zog die Rundung des Mondes nach, bestaunte die Schönheit seines Glanzes und wunderte sich darüber, wie nah er wirkte, obwohl er für sie immer unerreichbar sein würde. Unerreichbar…das Wort zerschmolz auf ihrer Zunge.
Was war nicht alles unerreichbar für sie geworden?
Sie schloss die Augen und lauschte dem Verkehr auf der Straße, die sich unter ihrem Fenster durch die Stadt zog.
Als sie ihre Lider wieder hob, breitete sich ein einziger Gedanke in ihr aus, ein Wunsch, den sie schon lange unausgesprochen auf den Lippen führte: Ich muss hier weg!
Sie konnte nicht länger hier leben, nicht bei den zwei Personen, die sie am meisten hasste.
Und sie wollte nicht hassen.
Sandra stand auf, schaute ein letztes Mal in den Himmel und ein melancholischer Ausdruck breitete sich in ihrem Gesicht aus. Er zeugte von Hoffnung, dem Willen zu leben und mit sich selber wieder eins zu werden.

Irgendwo auf einer Wiese, fernab der Stadt, streifte eine kleine Gestalt durch die Grashalme, eingehüllt in einen Mantel der Dunkelheit, mit einem Lächeln auf den Lippen. Nicht weit vor ihr rauschten die Wipfel der Bäume, ihre Zweige reckten sich der Gestalt entgegen und wisperten tröstende Worte, die ihr den Weg wiesen und in Geborgenheit führten.
Hallo bianca

Zitat:Es war Frühling.
Mann, isses ja auch eigentlich, aber hier regnets grad. Sonnigste gegend ganz deutschlands *pff* nur regen in heidelberg. Sorry, ich schweif ab, aber des is ehrlich, ehrlich DOOF! So. Jetzt aber zu deiner Geschichte

Zitat:esen lag ein süßlicher Duft von Tannenwäldern und warmer Sonne, der Wind durchstreifte die Halme, träufelte sein Pfeifen in die Luft un
ein Duft, aber der Duft von Tannenwäldern
träufelte sein Pfeifen ... hm. Pfeifen ist ein geräusch, ich bin mir nicht sicher, ob das bild 100%ig passt. flüsterte sein Pfeifen ... oder einfach .. wisperte in die Luft ... hmm...

Zitat:tten eines Laubwaldes sitzend und
ich würde aus sitzend ein sitzen machen, funktioniert so auch, muss halt nur glaubich noch a komma rein.

Zitat:te besuchen wollte. Zwei Hände beim Kuchenbacken hätte ich gut gebrauchen k
*gg* aber die tante hat doch schon zwei hände. Also entweder vier Hände, oder zwei weietre Hände ...

Zitat:ngenehme Wärme und einen bronzefarbenen Glanz auf den Parkettboden.
bronzefarbener Glanz *g* des magst du, oder?

Zitat:meine Nicht lieber zeichnen geht und das auch noch in einem Wald, statt ihre Zeit in unserer Gesellschaft
meine Nichte

Zitat:severine wird mit dir
entweder mit oder ohne e Icon_smile

Zitat:hen richtig zu erziehen. Schick sie ins Internat oder überlass jemand anderem die Erziehung. Es ist Zeit, dass deine Tochter etwas in ihrem Leben lernt und nicht Gefahr läuft, dem schlechten Beispiel ihrer Mutter zu folgen. Oder willst du das? Willst du de
Also ... das ist schon sehr anmaßend, ich finde fast unrealistisch. dass man zu seiner schwester geht, mit der man gar keinen Kontakt hatte, so lange nicht, und dann auf einmal kommt ma hin und fordert sie auf, die erziehung seiner nicht eabzugeben ...

Zitat:welchen Namen dein Ekel trägt?“
uiuiui --- die gute Frau ist mir ja unsympathisch, aber für so schlimm halte ich sie dann doch nicht, dass sie absichtlich das n verschlucken würde Mrgreen

Zitat:wunderte die Schönheit seines Glanzes und wunderte sich darüber, wie nah er wirkte, obwohl er für sie immer unerreichbar sein würde. Unerreichbar…
am meisten

Zitat:en Lippen führte: Ich muss hier weg!
Ich kann nicht länger hier leben, nicht bei den zwei Personen, die ich am Meisten hasse.
Hier ein Bruch. Vorher lässt du sie immer nur indirekt denken, bis auf ganz am Anfang, aber da ist es auch anders ausgedrückt.
das ist nicht ein einziger Gedanke *gg* sondern zwei.

Deine Geschichte hat mir gefallen. Du zeigst den wendepunkt im leben eines mädchens, sandra, wie sie entschliesst von ihrer onkel und ihrer tante - die harrypotterlike sind - wegzugehen. Dabei machst du ein happy end, wo sie dorthin geht, wo sie sich Gut und geborgen fühlt. In wirklichkeit eigentlich kein happy end, denn wie es dann weitergehen wird ist eigentlich schon vorgezeichnet - sie wird aufgegriffen werden, kommt in ein heim oder wieder zurück.
Da hätte sie sich gar nciht so viel Mühe geben müssne bei ihrem onkel und ihrer tante, immer gefasst und nicht giftig zu werden, damit sie nicht weggeschickt wird.
Stilistisch ist mir der Anfang ins auge gestochen, die Sätze fand ich teilweise da etwas ... umständlich, vielleicht zu viel beschreibung auch, der sonnenstrahl, der ihrem Haar kupferfarbenen glanz gibt - war das das bild?
Denn es ist ja wirklich sehr genau beschrieben.
Die Idee mit dem Wind am Anfang fand ich sehr schön, wie du dann die Geschichte auf ihr Gesicht bringst, aber auch die Überleitung fand ich etwas holprig.
Zitat:hiedenen Geschäften tummelten.
Ein Gesicht jedoch fand er nicht unter jenen, die sich dem Vergnügen der Stadt hingaben.
Er fand es, einsam und verlassen, in den Schatten eines Laubwaldes sitzend und mit einem Block weißer Papiere auf den Knien.
Das schmale Gesicht gehörte einem jungen Mädchen mit blassen Zügen, dunklen Auge
zweimal fand und zweimal gesicht hintereinander, und sucht es der wind denn überhaupt?
Er fand es ... dieser abschnitt klingt einfach noch nicht so ganz rund. Wenn der Wind das Geishct des Mädchens findet, dann würd ich dem Wind persönlichkeit geben, dass er es sucht - oder du lässt das mit dem Gesicht einfach weg und lässt ihn das ganze Mädchen suchen.
Ab der Mitte, wo du dann das wohnzimmer beschrieben hast, fand ich den Stil besser.
Das Innenleben von Sandra wird schön beschrieben, das bringst du gut rüber, was mir auch voll gefällt ist das Wohnzimmer, das is so kahl und alles, was Sandra nicht mag. Voll die gute Idee Icon_smile Auch dass die Tante nicht nur böse ist, sondern dass die beiden - natzürlich - eine fürchterliche Mutter hatten, und sandras mutter hat ihre schwester dann einfach allein da gelassen.
Komisch von der Mutter, einfach davon auszugehen, dass ihr das Kind weggenommen wird. Und dann noch wegzurennen. Total labil und .. dumm. Fast schon unrealistisch.
Aber du zeichnest die mutter schon hinreichend labil, dass ich ihr das etwas abkaufe.
Insgesamt doch eine wirklich schöne Geschichte, und ich bin trotz allem froh, dass sandra da weg ist.
LG
senf
Hey Senfglas,

*freu* über die ersten Kommentare freut man sich doch immer am meisten:D

Fehlerchen habe ich alle korrigiert (hoffe, dass ich keine vergessen habe=)) und einige vorschläge habe ich wie immer übernommen, andere nicht *g*, weil die Fehler, oder das was du angemerkt hast, einfach zu mir gehört. Icon_smile

Zitat:uiuiui --- die gute Frau ist mir ja unsympathisch, aber für so schlimm halte ich sie dann doch nicht, dass sie absichtlich das n verschlucken würde Mr. Green
Icon_lachtot jetzt musste ich doch lachen, ähm, ja Enkel meinte ich, aber Ekel passt irgendwie auch=)

Zitat:Also ... das ist schon sehr anmaßend, ich finde fast unrealistisch. dass man zu seiner schwester geht, mit der man gar keinen Kontakt hatte, so lange nicht, und dann auf einmal kommt ma hin und fordert sie auf, die erziehung seiner nicht eabzugeben ...
Aber so ist sie halt, die böse Tante und du hast tatsächlich recht, sie sind irgendwie harrypotterlike...ist mir noch gar nicht aufgefallenMrgreen
Zitat:bronzefarbener Glanz *g* des magst du, oder?
ja! *gg*

Zitat:*gg* aber die tante hat doch schon zwei hände. Also entweder vier Hände, oder zwei weietre Hände ...
*räusper* was du nicht alles merkst *lach*
Zitat:Mann, isses ja auch eigentlich, aber hier regnets grad. Sonnigste gegend ganz deutschlands *pff* nur regen in heidelberg. Sorry, ich schweif ab, aber des is ehrlich, ehrlich DOOF! So. Jetzt aber zu deiner Geschichte
Ich verstehe dich schon, hier regnet es auch *seufz* Ist wirklich doof=(

Zitat:Stilistisch ist mir der Anfang ins auge gestochen, die Sätze fand ich teilweise da etwas ... umständlich, vielleicht zu viel beschreibung auch, der sonnenstrahl, der ihrem Haar kupferfarbenen glanz gibt - war das das bild?
*nick* ja, eigentlich schon, ich mein, die beschreibung trifft nicht ganz auf das bild zu, aber es kommt diesem moment, wo sie den Kopf hebt, in Ruhe und so zusagen mit sich in Eintracht ist am nächsten Icon_smile

Du hast Recht, das Ende wirkt sehr positiv und es soll auch so wirken, obwohl es tatsächlich nicht sehr positiv ausgeht, immerhin ist sie obdachlos und allein, aber frei und das ist der Auslöser des GEfühls, dass das Ende gut ist, schön, wenn ich das erreicht habe, dann hat man sie wohl ein wenig verstanden=) Naja, ich weiß ich beschreibe sehr viel und genau, aber das lässt sich einfach nicht wegstreichen oder unterdrücken, das muss bei mir manchmal sein, ich hoffe es hält sich in MaßenMrgreen Die mutter wollte ich auch so labil hinstellen, sie muss ein wenig "durch den Wind und crazy" wirken, ein wenig verwirrt halt. Gut, wenn du mir das abgenommen hast *g* Und das Wohnzimmer mag ich auch, bzw. mag ich nicht, denn das ist auch eine Einstellung, die ich in meine Protagonistin reingepackt habe: Ich hasse steril wirkende Räume, ich brauche Licht und ein gewisses Maß an Gemütlichkeit *lach*

So, jetzt danke ich dir hier mal ganz herzlich für deinen tollen Kommentar, der sehr ausführlich war :icon_danke_ATDE: , das freut mich immer wieder=)

liebe grüße
bianca
Hallo Bianca!

Woah! Zuerst war ich ziemlich erschlagen von der Menge an Text und habe auch ziemlich lange gebraucht, um da durch zu kommen. Gestern Nacht habe ich eine kleine Pause einlegen müssen, dann heute den Rest gelesen. Ich denke, es wäre vielleicht sinnvoll, das Ganze in zwei oder drei Teile aufzuteilen und unter Fortsetzungen zu stellen, dann erschreckt man sich nicht so über die Länge. Es bleibt natürlich genau so lang *gg* -> nur eben bei Fortsetzungen rechnet man gleich damit.
Aber ich hab's ja geschafft:D.

Eigentlich mochte ich die Geschichte ganz gerne, nur das Ende hat mir dann überhaupt nicht gefallen. Ich weiß nicht, irgendwie habe ich das nicht ganz verstanden, keine Ahnung, was damit gemeint war. Dass Sandra da weg will kann ich gut nachvollziehen, ihr Leben ist die Hölle für sie und ich würde an ihrer Stelle nicht anders denken. Aber wer ist diese kleine Gestalt? Sie fällt vollkommen aus dem ganzen Text raus, ich denke jetzt mal, es ist wirklich Sandra, die abgehauen ist. Aber wo will sie da draußen Geborgenheit finden? Klar, es ist gut, dass sie weg ist, sie kann ein neues Leben anfangen, eins, das ihr besser gefällt. Aber auf mich wirkt sie noch relativ jung und ich bin mir sicher, es dauert ein wenig, ein neues zu Hause zu finden. Auch wenn sie Tante und Onkel hinter sich gelassen hat - ein Leben auf der Straße ist nicht gerade das, was man sich unter Geborgenheit vorstellt. Außerdem klingt es so, als wäre die Gestalt jemand ganz anderes - es passt meiner Meinung nach einfach überhaupt nicht zum Text. Ich denke, du hättest diesen letzten Abschnitt auch gut weglassen können, er hätte mir nicht gefehlt.

Zu dem Rest muss ich sagen, dass er am Anfang zwar ein bisschen schleppend angelaufen ist, schnell aber interessant wurde. Deine Schreibweise ist relativ einfach und leicht zu lesen und zu verstehen. Die genauen Beschreibungen lassen mitfühlen und vermitteln gleichzeitig ein genaues Bild von den Beziehungen und den Orten, an denen Sandra sich befindet. Der Wald zum Beispiel vermittelt gleich eine harmonische Stimmung, während das Haus der Stiefeltern sofort abweisend und steril wirkt - so als wären da keine Leute zu Hause. Für Sandra ist es auf keinen Fall ein zu Hause. Sie fühlt sich zu Recht wie eine Gefangene, ich finde die Einrichtung auch ziemlich beschissen, da kann man sich ja einfach nicht wohl fühlen. Sie passt überhaupt nicht in ihre Umgebung und die Tatasache, dass ihre "Familie" noch nicht einmal ihre richtigen Eltern sind, macht die Sache nur noch viel schlimmer. Zum einen, weil sie ihre Mutter so sehr vermisst und auch, weil Onkel und Tante sich in die Erziehung einmischen, sie fertig machen und sie muss auf sie hören, obwohl sie sich nicht zugehörig fühlt. Die Situation an sich ist einfach ziemlich schlimm und man kann sehr gut nachvollziehen, dass sie traurig und wütend sind. Sie hat kein leichtes Leben - micht wundert es, dass sie nicht schon viel früher auf die Idee gekommen ist, einfach abzuhauen.

Ich kann ihren Hass und die Melancholie vielleicht besser nachvollziehen, wie du im ersten Augenblick denken magst, weil ich diese Form zu Leben sehr gut kenne. Ich denke, es gibt viele Menschen, die sich so verhalten wie Sandras Stiefeltern. In so einer Scheinrealität, sie regen sich über so viele Dinge auf, die sie "schlecht" nennen, weil sie sie nicht genau kennen, das einzige, was zählt sind Prestige, Leistung und ein Leben nach den Regeln der Gesellschaft. Alles andere wird totgeschwiegen oder verachtet. Sie verbiegen die Wahrheit so, dass sie ihr Leben rechtfertigen können, auch wenn sie Fehler machen. Wenn man sie auf diese Fehler hinweist, ignorieren sie es oder bezeichnen es als Lüge. Ich finde es furchtbar schwer, mit solchen Menschen zu leben, meine Eltern sind ziemlich ähnlich. Mit 14 bin ich freiwillig auf ein Internat gegangen, um da rauszukommen. Damals wusste ich leider nicht, wie beschissen Internate sind. Aber ich denke, egal wie doof das ist - ein Internat wäre für Sandra auch die bessere Alternative gewesen. Wenigstens muss sie da nicht die ganze Zeit den Streit und die Anschuldigungen dieser beiden Menschen ertragen.
Meine Eltern haben die Kurve gekriegt, nachdem sie zwei von drei Kindern verloren haben - meine Pflegeschwester ist mit einem Jungen durchgebrannt und ich bin in der Psychiatrie gelandet. Sie haben sich wirklich bemüht, sich zu verändern und schaffen das auch, wenn nicht sind sie wenigstens fähig, Kritik anzunehmen.
Aber davon sind Onkel und Tante hier weit entfernt. Ich konnte sie einfach nicht leiden, die ganze Zeit nicht. Wie kann man ein Kind denn permanent so fertig machen? Und dann auch noch mit den Gedanken, nur das Beste für es zu wollen?? Einfach total daneben! Ich kann gut verstehen, dass Sandra sie hasst, selbst ohne das Wissen über den Tod ihrer Mutter.

Dass die Mutter so gestorben ist, macht natürlich alles nur noch viel schlimmer. Zum einen wäre da die Trauer, dazu kommen noch die Gedanken bezüglich der Tante, ich denke schon, dass sie ein wenig Schuld ist an diesem Tod. Ohne sie wäre die Mutter ja nie auf die Straße gelaufen. Auch wenn die Verhältnisse, in denen Sandra groß geworden ist, nicht wirklich die besten waren und viele Probleme vorhanden waren, sie war sich wenigstens der Liebe ihrer Mutter sicher. Sie hatte dort ihr zu Hause, ein Gefühl der Geborgenheit. Es lief vielleicht nicht immer toll, aber ich bin der Überzeugung, dass es trotzdem hundert mal besser war als dieses eingesperrt sein in dem Haus von Onkel und Tante! Liebe und Nähe machen vieles wieder wett, was die Armut wegnimmt.

Im großen und ganzen fand ich es gut, dass du solche Verhältnisse realitätsnah beschreibst, ich denke, über so etwas spricht man ziemlich selten, weil es kaum in der Gesellschaft auffällt. Diese Boshaftigkeit gegenüber des eigenen Kindes dringt ja nicht nach außen, die Probleme werden von Außenstehenden kaum bemerkt, weil das Kind sich ja den Erwartungen entsprechend zu verhalten hat und das auch meist aus Angst vor Strafe tut. Ich denke, es gibt sicher viele solcher Familien, aber niemand weiß was da wirklich abgeht. Das macht es auch sehr schwierig, solchen Kindern zu helfen.
Die einzige Möglichkeit, hier etwas zu unternehmen besteht, wenn die Kinder vor lauter Angst, Einsamkeit und Hass wahnsinnig werden und somit auffällig werden oder wenn sie so fertig sind, dass sie mit irgend jemandem darüber sprechen - und der dann Hilfe organisiert.

Das offene Ende gefällt mir auch, so kann man sich selber aussuchen, ob man Sandra glücklich werden lässt oder ob es schief geht. Ich tippe einfach mal auf's glücklich sein. Ihr ging es so lange schlecht - sie hat einfach ein bisschen Glück verdient!

Zum Abschluss noch ein paar Fehlerchen, die mir aufgefallen sind:
Zitat:Kannst du dir vorstellen, wie peinlich es für mich war, ihr später erklären zu müssen, dass meine Nicht lieber zeichnen geht und das auch noch in einem Wald, statt ihre Zeit in unserer Gesellschaft zu verbringen
Nichte...
Zitat:Während er sprach und Nehade ihm aufmerksam lauschte, hänge Sandra das Tuch an einem Hacken neben den Kühlschrank und sortierte die Schüssel in einer der metallenen Schubladen ein.
"hängte" und "Haken"...
Zitat:Bis zu diesem Augenblick hatte sie ihre Tante noch nicht wirklich gekannt, sie war ihr einige Male auf verwandtschaftlichen Festen begegnet, hatte wenige Worte mit ihr gewechselt und sich später bei ihrer Mutter über den strengen Blicke beklagt.
Blick...
Zitat:Willst du dein Kind verlieren, willst du, dass Sandra schwanger wird und dich nachher sitzen lässt, ohne das Wissen, welchen Namen dein Ekel trägt?“
Enkel...
Zitat:Ich muss hier weg! Ich kann nicht länger hier leben, nicht bei den zwei Personen, die ich am Meisten hasse.
Und sie wollte nicht hassen.
"meisten" klein schreiben...

Außerdem hast du die Namen von Tante und Onkel oft falsch geschrieben, deswegen sagte ich auch immer nur "Tante und Onkel". Ich hab keine Ahnung, wie sie nun richtig heißen. Die Tante jetzt Nehada oder Nahada oder Nehade und der Onkel Severin oder Severine... einfach nochmal danach gucken und dich bitte für eine Version entscheiden.

Liebe Grüße,
Lain
hallo bianca,

Zitat:Über den saftig grünen Wiesen lag der süßlicher Duft von

süßliche

Zitat:der Wind durchstreifte die Halme, träufelte sein Pfeifen in die Luft

"träufeln" scheint mir hier nicht das richtige wort zu sein, denn damit verbinde ich doch eher tropfende flüssigkeit, als wind. vllt wäre "wehte" oder "blies" eine alternative.

Zitat:Hier fand sie die Ruhe und die Eintracht, die sie in der Stadt nie finden konnte.

ich würde irgendwie versuchen hier die wiederholung von fand/finden zu vermeiden. vllt: "die es in der Stadt nicht gab" aber so arg schlimm ist das mit der wiederholung nun auch wieder nicht. Icon_wink

Zitat:dann würde sie den Hass in der Stimme ihrer Tante nicht länger ertragen und sie wollte

mein sprachgefühl behauptet gerade, dass es "ertragen können" heißen müsste

Zitat:Dann war es wie ein Taxieren, ein Prüfen der Ausdauer und der Macht des anderen.

mMn liest es sich schöner, wenn du das "dann" weglässt und "Es war ..." schreibst

Zitat:Während er sprach und Nehade ihm aufmerksam lauschte, hänge Sandra das Tuch an einem Hacken

ich glaub hier stimmt mit dem namen der tante was nicht. außerdem: hängte

Lain schrieb:Außerdem hast du die Namen von Tante und Onkel oft falsch geschrieben, deswegen sagte ich auch immer nur "Tante und Onkel". Ich hab keine Ahnung, wie sie nun richtig heißen. Die Tante jetzt Nehada oder Nahada oder Nehade und der Onkel Severin oder Severine... einfach nochmal danach gucken und dich bitte für eine Version entscheiden.

hier hat lain genau das geschrieben, was ich auch gedacht habe. Icon_smile

so. ganz schön viel text, ich wünschte ich könnte auch mal wieder soviel zusammenhängenden text aufs papier bringen.
also alles in allem hat es mir gut gefallen, ganz besonders die szene am anfang als sandra da im wald sitzt, fand ich sehr schön beschrieben.
dann kommt sandra nach hause. ich hatte mir zwar schon gedacht, dass sie kein schönes zu hause hat, weil du ja schon ihre negativen gedanken erwähnt hast. aber das sie in solch einer kälte leben muss hätte ich gedacht. bei "tante" muss ich immer an urige, gediegene holzmöbel denken und nicht an solch moderne wie von dir beschrieben. aber genau diese möbel sind es die auch die genau die passende, kalte kulisse für deine geschichte bilden. ihre tante und ihr onkel sind richtig fies zu ihr, nichts mit liebevollem verständis und so, dass wird schon deutlich.
als nächstes beschreibst du vergangenheit. sandras mutter hast du zwar schon erwähnt, aber ich hätte nicht gedacht, dass sie so stirbt. von ihrer eigenen schwester ins unglück getrieben. ich kann gar nicht nachvollziehen wie nahanda überhaupt dazu kommt, sich so in die angelegenheiten marys einzumischen, zumal du ja auch noch erwähnt hast, dass sie weiter eigentlich keinen kontakt haben. warum sie glaubt das mary keine gute mutter ist, versteh ich auch nicht. ich denke da kommt einiges an hass und rache an gefühlen in nahanda zusammen. ich kann mir vorstellen das sie eifersüchtig ist, weil sie selbst anscheinend keine kinder hat. aber um nahanda richtig zu verstehen, müsste man mehr informationen haben.
am ende entschließt sich sandra dann wegzulaufen. okay, immerhin besser als sich umzubringen. wie sie so allein in der welt überleben will, weiss ich nicht (weiss sie wahrscheinlich noch nicht mal selbst) aber ich hoffe jetzt einfach mal, dass sie jetzt, weg von onkel und tante endlich mal ein bisschen glück haben wird.

lg

Lady
Hallo lain=),

Ich habe es jetzt in zwei Teile aufgeteil, Lilly hat mich auch noch einmal drauf angesprochen, ich hoffe jetzt macht es einen "leichteren" Eindruck. *lach* Aber danke schon einmal dafür, dass du dir die Mühe gemacht hast, dich durch einen so langen Text durchzuwühlen und WOW, so einen langen kommi hatte ich, so weit ich weiß, noch nicht, den müsste man ja glatt auch noch einmal teilenMrgreen

Fehler sind korrigiert, ich hoffe jetzt habe ich auch die Namen des Onkels und der Tante auf eine Version gebracht :D

Das Ende habe ich mit Absicht ein wenig distanziert von dem Rest der Geschichte geschrieben, der Leser sollte irgendwie auf sie zurückblicken, ein letztes Bild von ihr haben, wie sie in eine ungewisse Zukunft geht. Naja, ich mochte das eben *lach* Ich hoffe ich habe dich nicht allzusehr damit verwirrt.
Zitat:viel früher auf die Idee gekommen ist, einfach abzuhauen.
Angst, eine Entscheidung zu treffen oder sich der Entscheidung zu stellen, wäre doch ein Grund dafür :D

Zitat:ch denke, es gibt viele Menschen, die sich so verhalten wie Sandras Stiefeltern. In so einer Scheinrealität, sie regen sich über so viele Dinge auf, die sie "schlecht" nennen, weil sie sie nicht genau kennen, das einzige, was zählt sind Prestige, Leistung und ein Leben nach den Regeln der Gesellschaft.
Da stimme ich dir auch zu.

Zitat:Ich finde es furchtbar schwer, mit solchen Menschen zu leben, meine Eltern sind ziemlich ähnlich. Mit 14 bin ich freiwillig auf ein Internat gegangen, um da rauszukommen. Damals wusste ich leider nicht, wie beschissen Internate sind. Aber ich denke, egal wie doof das ist - ein Internat wäre für Sandra auch die bessere Alternative gewesen. Wenigstens muss sie da nicht die ganze Zeit den Streit und die Anschuldigungen dieser beiden Menschen ertragen.
Meine Eltern haben die Kurve gekriegt, nachdem sie zwei von drei Kindern verloren haben - meine Pflegeschwester ist mit einem Jungen durchgebrannt und ich bin in der Psychiatrie gelandet. Sie haben sich wirklich bemüht, sich zu verändern und schaffen das auch, wenn nicht sind sie wenigstens fähig, Kritik anzunehmen.
Es scheint, dass deine Jugend nicht gerade rosig war. In meiner Familie ist so etwas ähnliches geschehen, naja, oder ist eher gesagt noch immer da, weil sich so Ereignisse nicht einfach wegdrängen lassen, da hat man noch lange dran zu knabbern, selbst wenn alles wieder im Reinen ist. Ich hoffe bei dir wird das auch irgendwann der Fall sein, wenn er nicht schon eingeterten ist.Icon_smile

Zitat:Ich denke, es gibt sicher viele solcher Familien, aber niemand weiß was da wirklich abgeht. Das macht es auch sehr schwierig, solchen Kindern zu helfen.
Auch hier stimme ich dir zu. Nur selten kann man helfen, wenn einem auffällt, was in solchen Familien los ist und eingreift.

Danke für deine lieben Worte, Lain und deinen langen Kommentar *gg*, es freut mich auch, dass dich meine geschichte irgendwie berrührt hat.

liebe grüße
bianca
Hallo ladyIcon_smile,

Zitat:so. ganz schön viel text, ich wünschte ich könnte auch mal wieder soviel zusammenhängenden text aufs papier bringen.
Ach, das kommt schon wieder, da bin ich mir sicher=)
Zitat:also alles in allem hat es mir gut gefallen, ganz besonders die szene am anfang als sandra da im wald sitzt, fand ich sehr schön beschrieben.
*freu* danke:D

Zitat:ich denke da kommt einiges an hass und rache an gefühlen in nahanda zusammen
Das denke ich auchIcon_wink
Zitat:aber um nahanda richtig zu verstehen, müsste man mehr informationen haben.
da hast du Recht, aber dann ist sie dem Leser fürchte ich schon zu vertraut, sodass er mit ihr leiden würde. An einer Stelle zum Beispiel, schreit Nehada Sandras Mutter nach "Lauf nicht wieder weg"...oder so, da habe ich mir gedacht dieses "auch" bezieht sich auf Nehadas Vergangenheit, in der Sandras Mutter sie allein gelassen hat, sozusagen ein zweiter, verzweifelter Ruf nicht wieder verlassen zu werden. Aber wenn ich das genauer erklären würde, dann käme sie natürlich wieder mitleidsvoll rüber, das wollte ich auch nicht *lach* ...Diese Konflikte Mrgreen

Auch dir ein ganz liebes Danke für deine schönen Interpretationen, die Korrektur und natürlich deine netten Worte=) :icon_danke_ATDE:

liebe grüße
bianca
Hey bia,

den zweiten Teil startest du also mit der Erinnerungs-Sequenz, die am Ende des ersten Teils angekündigt wurde. Diesen Punkt hast du für die Teilung gut gewählt, glaube ich. Mal schauen, welches dunkle Geheimnis der zweite Teil nun aufdeckt. Irgendwas muss ja mit Sandras Eltern passiert sein, wenn sie bei Onkel und Tante … wohnt. Leben ist etwas anderes, wage ich zu behaupten.

Du kennst das ja schon, zuerst die Fehlerchen:
Zitat:Statt der gewohnten Begrüßung von ihrer Mutter, die stets bei ihrer Ankunft aus der Küche schallte, hüllte sie eine ungewohnte Stille ein.
Das „von“ kannste weglassen.
Zitat:… keiner, der mit einem Lächeln in den Flur trat und sie nach ihrem Tag in der Schule aushorchte.
Ich glaube, es muss „über … aushorchte“ heißen.
Zitat:Vielleicht ist sie noch Einkaufen, sagte sich Sandra …
„einkaufen“ klein.
Zitat:Doch statt eines freien Eingang starrte sie auf eine Mauer aus Holz.
„Eingangs“. Diesen Satz solltest du eh noch mal überarbeiten, der wirkt so irgendwie falsch. Vielleicht besser „statt auf einen freien Eingang …“ oder „statt eines freien Eingangs entdeckt sie …“.
Zitat:Sie wollte nach dem Griff greifen, als eine schwache Stimme erklang und sie inne halten ließ.
Liest sich unschön, vielleicht lieber „Türklinke“ oder nur „Klinke“.
Zitat: „Nehada…bitte, ich will das nicht länger hören…“ und dann etwas leiser: „…du konntest mich noch nie leiden, auch damals nicht.“
Leerzeichen vor und nach drei Punkten, das hast du im Verlauf des Textes noch öfter.
Zitat:„Eine Wahl? Du hattest die Wahl mich mitzunehmen, aber im Grunde kann ich froh darüber sein, bei Mutter geblieben zu sein, so verdorben wie du bist, hättest du mich auch nur in den Ruin getrieben. Aber jetzt, jetzt ist es Zeit deine Tochter zu retten, Mary! Du machst ihr Leben kaputt, du bist nicht fähig, das Mädchen richtig zu erziehen. Schick sie ins Internat oder überlass jemand anderem die Erziehung. Es ist Zeit, dass deine Tochter etwas in ihrem Leben lernt und nicht Gefahr läuft, dem schlechten Beispiel ihrer Mutter zu folgen. Oder willst du das? Willst du dein Kind verlieren, willst du, dass Sandra schwanger wird und dich nachher sitzen lässt, ohne das Wissen, welchen Namen dein Enkel trägt?“
Huch, die Tante setzt sich für Sandra ein? Ausgerechnet die? Was ist da nur vorgefallen?
Zitat:Ich weiß, sie hätte besseres verdient und ist ein wenig im Rückstand in der Schule, …
„Besseres“ groß.
Zitat:Am Liebsten wäre Sandra in die Küche gestürmt, …
„liebsten“ klein.
Zitat:… bei dem Klang ihres Schrei zuckte sie zitternd zusammen:
„Schreies“.
Zitat:Das Kind ist Stunden lang am Tag allein zu Hause, niemand kümmert sich um ihre Ausbildung, um ihre Bedürfnisse.
„stundenlang“.
Zitat:Keine Antwort, dann.
Doppelpunkt.
Zitat:Die Stille war betäubender und schmerzlicher, als ein erneuter Aufschrei ihrer Mutter.
Komma weg.
Zitat:Und glaubst tatsächlich, dass würde ihr helfen oder alles für sie leichter machen?
„das“.
Zitat:Für einen Moment schien die Zeit still zu stehen, keiner rührte sich und sie erwiderte den verstörten Blick ihrer Mutter, der sie aus rot geränderten Augen betrachtete.
Entweder „der sie traf“, dann bezieht es sich auf den Blick, oder aber „die sie betrachtete“, dann bezieht es sich auf Mutter.
Zitat:Danach geschah alles binnen weniger Sekunden, doch eben diese Sekunden waren es, die Sandra für den Rest ihres Lebens am Längsten verfolgen sollten, die sie quälten und in ihre Träumen verfolgen würden.
Das kannst du weglassen, oder änder es um. So ist es doppelt, denn was ist länger als der Rest ihres Lebens? Vielleicht „am schmerzhaftesten“ oder was in der Richtung.
Zitat:Sie sollte es niemals erfahren, denn in eben diesem Moment schallte ein lautes Hupen durch das Verkehrsgetöse, ein Laster tauchte in Sandras Augenwinkeln auf, sie kreischte ihrer Mutter etwas zu, doch diese stand nur da, lächelte traurig und nickte, bevor das Fahrzeug ihren Körper packte und mit sich riss.

Wie kann er sie denn einfach umfahren? Er hat sie doch gesehen! Tempo drosseln statt nur zu hupen, herrje. Saß sicher ein Mann am Steuer.

Okay, kurzes Zwischen-Gedankensammeln.
Die Tante, bei der Sandra jetzt wohnt, ist also die Schwester ihrer Mutter. Diese wiederum ließ sich „überzeugen“, ihre eigene Tochter wegzugeben, um ihr ein angeblich besseres Leben zu bieten. Ich glaube, Sandra war bis dato mit ihrem Leben ganz zufrieden … sie hätte nichts ändern wollen, vielleicht auch, weil sie einfach nichts anderes kannte.
Die Tante scheint schon immer sehr dominant gewesen zu sein, Sandras Mutter war nicht stark genug, um gegen ihre Schwester anzukommen. Stattdessen rennt sie weg, überlässt ihre Tochter einfach ihrem Schicksal und lässt sich absichtlich umfahren. Ganz schön feige und nicht unbedingt ein gutes Vorbild für Sandra, die ja jetzt auch nicht in der Lage ist, sich gegen ihre Tante und deren Mann zu behaupten.
Und was ich nicht verstehe, ist die Sache, dass Nehada doch ein Internat vorgeschlagen hat und Sandra jetzt trotzdem bei ihr und dem Onkel wohnt. Irgendwas stimmt doch da nicht, es ist auch nicht die Zeit für irgendwelche Ferien.
Ich mach mal weiter …
Zitat:Bist du jetzt dort? , fragte sie sich und seufzte, als sich hinter ihr die Türe ohne Anklopfen öffnete.
Gedanken kennzeichnen und Leerzeichen vor dem Komma weg.
Zitat:Ihre Mutter hatte damals entschieden zu gehen und diese Entscheidung durfte ihre Tochter nicht in Frage ziehen, indem sie jemand anderem die Schuld an ihrem Tod gab.
„in Frage stellen“.
Zitat:Irgendwo auf einer Wiese, fernab der Stadt, streifte eine kleine Gestalt durch die Grashalme, eingehüllt in einen Mantel der Dunkelheit, mit einem Lächeln auf den Lippen. Nicht weit vor ihr rauschten die Wipfel der Bäume, ihre Zweige reckten sich der Gestalt entgegen und wisperten tröstende Worte, die ihr den Weg wiesen und in eine Geborgenheit führten.
Textlich gefällt mir dieser Abschluss sehr gut, ein schönes Bild.

Sie entscheidet sich also, dieses Gefängnis zu verlassen. Und sie geht auch. Und dann ist plötzlich Schluss?
Welchen Zweck hat deine Geschichte? Ist sie Teil einer größeren Sache? Die Aussage scheint mir klar zu sein, aber der Sinn erschließt sich mir nicht so wirklich. Du erzählst soviel über Sandra, und als es dann endlich wirklich spannend wird, machst du Schluss und erzählst einfach nicht weiter. Das geht so nicht! Los, schreib sofort noch eine Geschichte! Wir müssen doch wissen, wie es ihr auf ihrer „Flucht“ ergeht, wo sie überhaupt hin will, ob sie irgendwann bereut, wie sie mit der Idee umgeht, vielleicht doch umzudrehen und zurückzugehen, alles so was. Du kannst hier nicht einfach aufhören, das funktioniert nicht *Arme verschränkt*

Tja, was soll ich dir sagen?
Sprachlich solide und ausbaufähig. Die Geschichte hat sich gut weggelesen, ich bin nur selten ins Stocken geraten. Inhaltlich siehe oben. Insgesamt gibt’s einen Daumen – verdien dir den zweiten mit einer guten Fortsetzung Icon_wink

Angel
Nochmal hallo Angel=),

Zitat:Diesen Punkt hast du für die Teilung gut gewählt, glaube ich
Icon_jump Gott sei Dank *g*

Zitat:Saß sicher ein Mann am Steuer.
Setsamerweise hatte ich auch einen Mann am Steuer vor Augen. Warum bloß? *schmunzel*
Zitat:Und was ich nicht verstehe, ist die Sache, dass Nehada doch ein Internat vorgeschlagen hat und Sandra jetzt trotzdem bei ihr und dem Onkel wohnt. Irgendwas stimmt doch da nicht, es ist auch nicht die Zeit für irgendwelche Ferien.
Eigentlich hatte ich mir vorgestellt, dass sie auf einem Internat ist, aber momentan Ferien hat. Ich habe Bekannte, die sind auf einem Internat und haben schon früher Ferien=) Naja, aber eigentlich soll es dem Leser freigestellt sein, ob er sie auf einem Internat sehen will Icon_smile

Zitat:Textlich gefällt mir dieser Abschluss sehr gut, ein schönes Bild.
*lach* so unterschiedlich sind die Geschmäcker. Die einen mögens, die anderen nicht=) Ich mag den Schluss auch, wie auch nicht, wenn man es sich selbst so ausgesucht hat Mrgreen

Zitat:Das geht so nicht! Los, schreib sofort noch eine Geschichte! Wir müssen doch wissen, wie es ihr auf ihrer „Flucht“ ergeht, wo sie überhaupt hin will, ob sie irgendwann bereut, wie sie mit der Idee umgeht, vielleicht doch umzudrehen und zurückzugehen, alles so was. Du kannst hier nicht einfach aufhören, das funktioniert nicht *Arme verschränkt*
Icon_lachtot wie süß. Schön, wenn ich dich mit dem abrupten Ende zum protestieren bringe, dann hat sie dich wenigstens ein wenig "gefesselt"=)
Eigentlich hatte ich überlegt, noch an der Story weiterzuschreiben. Naja, meine Gedanken gehen beim Schreiben immer über den Schluss hinaus. Ich hätte da noch ein paar Ideen, was ich mit Sandra anfangen könnte, mal sehen, vielleicht=)
Zitat:Insgesamt gibt’s einen Daumen – verdien dir den zweiten mit einer guten Fortsetzung Wink
Juchu, ich habe einen Daumen *freu, spring, hopps* Lalala, Danke. Irgendwann kriege ich ja eventuell den zweiten.
Wieder ein Danke für die Korrektur. Ich habe wohl doch noch einige Fehlerchen *hust*...naja, ein bisschen mehr als wenig ist es ja doch.

:icon_danke_ATDE: fürs Lesen, fürs Kommentieren, fürs Verbessern.
So, jetzt hoppse ich glücklich davon.

liebe grüße
bianca
Hallo bianca,

so und jetzt gleich zum zweiten Teil. Ein wenig Zeit hab ich heute noch und da du mir so fleißige Kommis geschrieben hast, komme ich vor Dankbarkeit ja gar nicht mehr drum herum. *grins* Natürlich auch vor Neugierde, denn wie gesagt, ich bin gespannt was dir als Hintergrund eingefallen ist.

Zitat:Sie hatte noch nie bemerkt, dass es eine Tür im Eingang zur Küche gab, womöglich lag das daran, dass sie nie geschlossen wurde.
Das ist auch ein sehr schönes Detail. Gibt dem ganzen eine warmem Vergangenheit und dem Jetzt, eine Bedrohung. Sehr gut!

Zitat:Sandra hatte ihre Mutter bis zu diesem Augenblick noch nie so gehört, weinerlich, flehend und ein Hauch von Verzweiflung schwang in ihren Worten mit:
Doppelpunkte sind für mich ein rotes Tuch. *grins* Darauf könnte man mich Tag für Tag ansetzen und mir wäre es nicht zu blöd, über diese Dinger zu lästern. Ich finde du brauchst den hier gar nicht. Ein normaler Punkt würde es auch tun und der Leser versteht genauso, wer da jetzt spricht. Aber gut, .... *wirr am Sessel hin und her rutscht*

Zitat: „Nehada…bitte, ich will das nicht länger hören…“ und dann etwas leiser: „…du konntest mich noch nie leiden, auch damals nicht.“
"Nehade, bitte! Ich will das nicht länger hören." Ihre Stimme wurde leiser. "Du konntest mich noch nie leiden, auch damals nicht.
- Das Rufzeichen würde nach Bitte glaub ich ihr Flehen noch ein wenig unterstreichen. Die Punkte finde ich überflüssig, denn es sind zwei getrennte Sätze - jedenfalls klingt es so. Ich würde sie nur verwenden, wenn der Satz in der Mitte stoppt und später endet.

Zitat:Sie sollte es niemals erfahren, denn in eben diesem Moment schallte ein lautes Hupen durch das Verkehrsgetöse, ein Laster tauchte in Sandras Augenwinkeln auf, sie kreischte ihrer Mutter etwas zu, doch diese stand nur da, lächelte traurig und nickte, bevor das Fahrzeug ihren Körper packte und mit sich riss.
Oh Gott, ... die Arme. Sandra und Mary - beide sind Arm.

Zitat:Schönheit seines Glanzes und wunderte sich darüber, wie nah er wirkte, obwohl er für sie immer unerreichbar sein würde. Unerreichbar…das Wort zerschmolz auf ihrer Zunge.
Wunderschöner Moment!

Zitat:Irgendwo auf einer Wiese, fernab der Stadt, streifte eine kleine Gestalt durch die Grashalme, eingehüllt in einen Mantel der Dunkelheit, mit einem Lächeln auf den Lippen. Nicht weit vor ihr rauschten die Wipfel der Bäume, ihre Zweige reckten sich der Gestalt entgegen und wisperten tröstende Worte, die ihr den Weg wiesen und in eine Geborgenheit führten.
Und ein wunderschönes Ende.

So und leider ist hier der Weg vorbei. Ich hätte gerne noch mehr lesen können. Nun aber zu dem Vorhandenen Inhalt, den du sehr schön umgesetzt hast.
Handwerklich möchte ich sagen, dass es wirklich für mich eine deiner schönsten Geschichten ist. Du hast so tolle Momente, so schön und glänzend beschrieben, dass man sich fragt, warum nicht alles Alltägliche, so wunderschön sein kann. Hat man den Blick dafür verloren? Wie gesagt, teilweise lädt diese doch traurige Geschichte in bestimmten Momenten schon sehr zum träumen ein. Das verdankt sie deinen Beschreibungen und deinem Stil, der sehr zu dieser Geschichte passt. Die Kleinigkeiten wirken hier noch mehr, gerade weil alles drum herum kalt ist und Sandra warm. Somit passen wärmende Beschreibungen sehr schön, zu denen du glaub ich gerne neigst.

Der Inhalt ist sehr traurig und eigentlich nichts Besonderes. So oder so, wir haben diese Mädchen schon öfters verfolgt, die zurückbleiben und nicht ein, noch aus wissen. Das schöne daran ist, dass ich immer wieder entdecke, wie aus abgestandenen Themen, etwas wirklich tolles werden kann. Deine Umsetzung überläuft jede Kritik in Richtung: "Stopp! Aus! Cut! - Hatten wir alles schon mal wo gehört." *grins* Also hast du aus einer "hatten wir schon mal" Geschichte, durch das Handwerkliche etwas einzigartiges gemacht. - Hört sich so schmalzig an, mein Lob heute. Aber genau das gefällt mir. Etwas einfaches, dass genauso schön glänzen kann,wie die Überraschung eines neuen Themas.

So und nun zu meinem Aber. Ja, das soll es auch geben. Nur ein kleines, aber doch vorhanden. Das Manko deiner Geschichte war die Glaubhaftigkeit. Insgesamt ist sie dir gut gelungen, allerdings nur bis zu einem Gewissen Stück. Bis zu dem, an welchen sich Sandra plötzlich gewandelt hat. Im letzten Kapitel tat sie unterwürfig. - Es schien so, als wäre sie es gewohnt. Das du ausgleichend ihren inneren Trotz geschildert hast, war gut. Es hat zum Verständnis ihrer Sinneswandlung beigetragen, mich aber nicht völlig überzeugt.
Sandra ist also unterwürfig, weil sie nicht fortgeschickt werden möchte. - Du schilderst alltäglich.
Dann die Erinnerung an ihre Mutter - mir kam es vor, als würde sie sich öfters erinnern, an diesen Tag. Somit war beides, die Erinnerung und ihre Unterwürfigkeit schon auf eine Art normal. Beides hat nebeneinander her gelebt, doch plötzlich kommt im zweiten Teil ihre Flucht. Warum? Wenn sie schon mit ihrer Erinnerung und der demütigenden Situation gelebt hat. - Verstehst du, da fehlt mir der plötzlich Anstoß, den sie dazu bringt, denn im ersten Kapitel wollte sie trotz allem nicht fort. Nicht weggeschickt werden. Um das zu umgehen, würde ich Sandra dieses Geschehen verdrängen lassen, also erwähnen, wie lange sie sich schon nicht mehr erinnert hatte. Es könnten Jahre sein. Es kann sein, dass sie sich so gut ablenken konnte. Dann kommt die Erinnerung und mit ihr auf einmal dieser Hass. Auf einmal das Wissen, sich so lange abgelenkt zu haben und den Wunsch, egal was auch immer dort draußen auf sie warten würde, diesen sicheren, doch kalten Hafen zu verlassen.
Verstehst du was ich meine?

Ich will nicht sagen, du hast es nicht gut gemacht. Es ist dir sogar sehr gut gelungen, aber da ist eben noch dieser eine Punkt, der wirklich klein ist, denn es fällt nicht halb so ins Gewicht, wie es jetzt vielleicht geklungen hat. Es fehlt nur zur Perfektion. Icon_smile
Also mein Tipp, bauen den Strudel von Gefühlen ein, den sie plötzlich nach der Erinnerung empfindet. Sie hat so lange ihre Emotionen unterdrückt und nichts gesagt, nun kannst du sie explodieren lassen. - Das würde dann ihr Verlassen, glaubhaft machen.

So, dass soll es gewesen sein. Eine schönes Geschichte. Sehr toll gemacht und wirklich gut umgesetzt. In dem Fall ist es fast schade, dass es kein Punktesystem gibt. *grins*
*Sternchen flüstert: 9 von 10 - ein kleiner Abzug, wegen der Anmerkung, ansonsten richtig gelungen.* Sprachlich ein "Hingucker, wegen der schönen Beschreibungen, die merzen jedes Manko in meinen Augen aus *zwinker*".

So, genug gelobt, sonst bekommst du Flügel. Icon_bussi
Liebe Grüße,
Sternchen
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