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Seelenschmerz - Der Seelenvampir - 17-09-2009 15:31 In einer Kneipe entstanden, nach einer sehr ungesunden Menge Alkohol. Ich führe es eigentlich nur der Vollständigkeit halber auf Süßer Schmerz durchzieht mich Bei jedem Gedanken an dich Jede Faser meines Körpers schmerzt Der sich noch immer nach dir verzehrt Tränen steigen unwillkürlich in meine Augen Die Jede Zuversicht aus mir saugen Jeder Gedankenfetzen richtet sich aus auf dich Jede Nervenzelle traktiert mich Ertränke diese Erinnerungen Im Alkohol, grausamst versunken In einen Albtraum, surrealistisch Denke ich noch immer an dich Das nächste Glas Wein Entscheidet - schon wieder - über mein Sein Abhängig, diese Melancholie zu ertränken Nur, um mich in eine and're zu versenken Ein Glas Met, um mich aufzuheitern Ein Vorhaben, bestimmt zum Scheitern Zart-süßer Geschmack in meinem Mund Ich weiß: zuviel davon ist ungesund Und doch trinke ich weiter Mal voll Trauer, mal heiter Kann meine Seele zwar nicht heilen Will doch in kurzer Freiheit verweilen Die Musik entführt mich auf eine Reise Voll Glück, mal laut, mal leise Tauche ein in eine parallele Welt In der die Zeit rasend vorüberschnellt Tauche ein in eine Welt der Fantasie Vertraue mich an der Welt der Poesie Schwarz, und doch voll Lebensfreude Richtet wieder auf mein Seelengebäude Vergesse fast vor lauter Euphorie Die eigen gewordene Melancholie Gebe mich him dem Tanze, dem rauen Bis hin zum fernen Morgengrauen Dann wird mich die Einsamkeit wieder umklammern Und die Seelenschmerzen von Stund zu Stund verschlimmern Bis zum nächsten Abend, der kurze Lind'rung bringt Bis ich dich - irgendwann Verdrängen, von dir lassen kann RE: Seelenschmerz - Dreadnoughts - 29-08-2010 22:52 Moin Seelenvampir. Zitat:In einer Kneipe entstanden, nach einer sehr ungesunden Menge Alkohol. Ich führe es eigentlich nur der Vollständigkeit halber aufErstens: es gibt eine Vielzahl von Künstlern, Dichtern und Schreibern, die dem Alkohol nicht abgeneigt waren. Und schweineberühmt dabei wurden. Zweitens: Heutzutage ist Alles ungesund. Mach Dir keinen Kopp. Drittens: Nur der Vollständigkeit halber? Also, nur lesen - aber nichts anfassen? Kein Kommentar? Keine Anmerkungen? Keine negative/positive Kritik? Ich glaube, das hat eine Menge potentieller 'Anmerker' verschreckt - mich nicht. Zitat:Süßer Schmerz durchzieht michEs fällt auf, dass Du (abgesehen von einigen anderen Malen bei anderen Strophen) keine Satzzeichen verwendest - und trotzdem beginnst Du mit Großbuchstaben. (Ich denke, es handelt sich um die automatisierte Rechtschreibprüfung von Word/OpenOffice?) Liest sich - in der Form - nicht so gut. (Okay, ich bin kein Lyriker, aber ... es wirkt kontraproduktiv.) Desweiteren habe ich mal die Silben gezählt, denn irgendwas hat mich (beim lauten Aufsagen) gestört: Sü-ßer Schmerz durch-zieht mich (6) Bei je-dem Ge-dan-ken an dich (8) Je-de Fa-ser mei-nes Kör-pers schmerzt (9) Der sich noch im-mer nach dir ver-zehrt (9) Durch die unterschildiche Anzahl der Silben kommt kein Rhythmus zustande. Die Länge der Zeilen varriiert dadurch sehr stark. Warum muss es denn so lang sein? Man kann es ja auch abgehackter machen - ohne, dass der Sinn verloren geht. Einige Mitglieder machen das ganz gerne mittels eines '/', um durch Zeilenbrüche auseinander gerissene Satzelemente voneinander abzugrenzen. Oder aber man schreibt/komponiert es kürzer. Also dichter. (Ich versuche es aber mit den Silben in Einklang zu bringen.) Süße Pein durchzieht mich - und alle Gedanken an dich. Jede Faser schmerzt - und sich nach dir verzehrt Ich hab das erste 'Schmerz' durch 'Pein' ersetzt. Ich weiß, es ist bei Weitem nicht optimal, aber ich wollte es mal etwas kürzen. Obwohl ich die Konstellation von 'Schmerzt/verzehrt' nicht wirklich als 'gut' empfinde. (Aber ich bin da zuwenig Lyriker, um eine angemessene Lösung liefern zu können.) Zitat:Tränen steigen unwillkürlich in meine AugenHier finde ich das markierte Wort zuviel. Ohne würde es sich besser lesen. Zudem möchte ich hier einmal die Sätze innerhalb der Zeilen verrücken: Tränen steigen unwillkürlich in meine Augen Die Jede Zuversicht aus mir saugen Jeder Gedankenfetzen richtet sich auf dich Jede Nervenzelle traktiert mich So würde es sich nicht mehr wie ein Prosatext lesen. Nur als Beispiel. (Wobei ich auch finde, dass das 'unwillkürlich' weg könnte, aber naja.) Zitat:Das nächste Glas Wein'Schon wieder' würde ich entweder kürzen zu 'wieder' - oder weglassen. Alleine von den Silben steigerst Du Dich von Strophe zu Strophe. Es wird immer länger. (Was normalerweise nicht schlimm ist. Wenn dies das Geschichtenatelier wäre. Zitat:Dann wird mich die Einsamkeit wieder umklammernBei der letzten Strophe kulminiert sich die Silbenanzahl dem Höhepunkt entgegen. Allerdings bestechend die letzten beiden Zeilen besonders. Genauso meinte ich es, wie eingangs erwähnt. Kurz, ein bisschen verschoben. Fazit: Ausufernde Gedanken, die ich durchaus nachvollziehen kann. Ich denke, an einem solchen Punkt waren schon (fast) alle Menschen. Auch wenn ich mich komischerweise (wegen dem Met) in einer Fantasy-Kneipe befand (also, gedanklich) - es war trotzdem klar. Das einzige, was mir ein bisschen gefehlt hat, war der Rauch der Pfeifen, der Gebrüll der anderen, das Singen von Bardamen oder ähnlichen Sachen. Der Fokus lag ganz klar auf dem lyrischen Ich. Rein als völliger Kunstbanause in fremden Gefilden meine ich: ver'dichte' es noch ein bisschen. Jedes Wort muss so bedeutungsschwanger wie möglich sein. Und das nächste Mal schreibste nicht wieder sowas wie: Zitat:Ich führe es eigentlich nur der Vollständigkeit halber auf Liebe Grüße D. |