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Die Assassine [1 von vorerst 2] - Druckversion

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Seiten: 1 2


Die Assassine [1 von vorerst 2] - Soulcall - 22-08-2011 19:54

Etwas brannte in ihrer Nase. Unwirsch wischte sie sich darüber, öffnete die Augen. Jemand rüttelte sie an der Schulter. Sie brauchte einige Momente, ehe sie ihre Zofe Imra erkannte. Kreidebleich, mit wirrem Haar stand diese vor Alenias Bett.
„Herrin, rasch! Etwas stimmt nicht!“

Jetzt erst wurde ihr bewusst, dass das Brennen, welches sie gespürt hatte, von der rauchgeschwängerten Luft herrührte. Schreie und Waffengeklirr hallten irgendwo im Schloss wider. Mit einem Schlag war die Fürstentochter hellwach und sprang aus ihrem Bett. Mit zittrigen Fingern knotete sie einen Morgenmantel über ihr Nachtgewand, ehe sie und Imra
leise zur Tür huschten. Vorsichtig öffneten sie diese. Dunkelgraue Rauchwolken wogten durch die Flure, rechts von ihnen waren schemenhafte Gestalten im Rauch zu erkennen. Alenia schloss die Tür, atmete tief durch und sah ihre verstörte und vor Angst zitternde Zofe an. Nicht, das sie nicht genau dieselbe Angst empfand – nein, im Gegenteil. Sie hatte panische Angst. Aber ihre Eltern hatten sie von klein auf gelehrt, das sie auf die Untertanen zu achten und ihnen Befehle zu geben hatte. Imra machte da keine Ausnahme. „Geh rasch an meinen Schrank. Unter den Leibchen liegt ein Dolch, bring ihn her!“
Das zitternde Mädchen gehorchte. Sie war älter als Alenia, dennoch hatte sie den Befehlen der Fürstentochter Folge zu leisten.

Alenia sah ihre Zofe ernst an und flüsterte leise: „Schrei nicht. Egal was passiert, schrei niemals auf. Du musst ganz leise sein.“
Sie nahm den Dolch entgegen und öffnete erneut die Tür. Die Hand ihrer Zofe packend, zerrte sie das Mädchen von dem schemenhaften Gestalten und dem Rauch weg. Ihr Herz hämmerte ihr gegen die Brust, sie hatte das Gefühl, als wollte es gleich ihren Brustkorb sprengen und davon hüpfen.
Sie gelangten auf einen kleinen Balkon und huschten hinaus.
Erschrocken keuchte Alenia bei dem Anblick, der sich ihnen bot, auf. Geistesgegenwärtig presste sie eine Hand auf die Lippen Imras. Die Zofe bebte am ganzen Leib.
Unter ihnen stand Siebenberg in Flammen. Adelshäuser wie auch die umliegenden Bauernhöfe gleichermaßen brannten, dichte, schwarze Rauchsäulen erzeugend, die gen Himmel zogen.
Eines der großen Erntesilos war fast bis auf die Grundmauern heruntergebrannt und schwelte in rötlichem Licht vor sich hin. Überall kämpften Gardisten um ihr Leben mit schwarzhäutigen Elfen, die wie Todesdämonen alles niedermetzelten, das es wagte, sich ihnen in den Weg zu stellen.
Der Burghof unter ihnen schien intakt, die Wachmannschaften am Tor waren verdreifacht. Doch offenbar waren die Dämonenelfen nicht von außen in die Stadt eingedrungen, denn just in diesem Moment schlug das hölzerne Burgtor mit ohrenbetäubendem Krachen zu Boden. Eine dicke Staubwolke wirbelte auf und machte für einen kurzen Augenblick die Sicht auf das Geschehen unmöglich, während dem die Kämpfer in den Hof stürmten. Die Wachmannschaften vom Tor wurden sofort in die Kämpfe hineingezogen.
Es war ein Abschlachten. Selbst die kriegserfahrenen Veteranen der Garde hatten ihre Mühe, sich der agilen Dunklen zu erwehren. Mit einem todesmutigen Schrei stürmte nun eine in ein Gestalt auf den Hof. Ihr Vater hatte nur Zeit gehabt, sich eines der Kettenhemden mit Wappenüberwurf anzulegen, anstatt seiner schweren Rüstung.
Sie vernahm Worte in einer Sprache, die sie nicht kannte, ehe die Dunklen ihre verbliebenen Gegner einkesselten – einschließlich ihres Vaters.
Eine schlanke, hochgewachsene Frau sah zu einem Mann neben sich, der zwei Schwerter mit tödlicher Präzision führte. Mit einem Handwink scheuchte sie ihn auf Alenias Vater, während die restlichen dunklen Krieger die verbliebene Handvoll Gardisten in ihre Gewalt brachte.

Starr vor Schock und Angst stand Alenia auf dem Balkon, unfähig sich zu rühren, unfähig zu schreien.
Und auf dem Burghof begann der tödliche Tanz zwischen Fürst Fayé und dem dunklen Elfenkrieger.
Die gezackten Klingen des Elfen wirkten martialisch. Schneller als man ihnen mit dem Auge folgen konnten, schlugen sie zu. Beinahe wie in einem makaberen Tanz bewegte sich der Dunkelelf um ihren Vater herum, täuschte an, schlug zu. Und mehr als einmal vermochte Fayé seine schwere Klinge nicht rechtzeitig in Position zu bringen, um die Schläge zu parieren. Bei jedem Treffer zuckte Alenia zusammen, musste sie ihre Zofe fester halten und deren Mund mit ihrer Hand bedecken, um einen Aufschrei zu unterbinden.
Blut tränkte die groben Pflastersteine im Hof, sickerte in die Ritzen dazwischen und färbte den Sand, mit dem diese aufgefüllt waren rot.
Urplötzlich verschwand der Assassine vor den Augen der heimlichen Beobachterinnen. Alenia suchte den Hof ab. Wie konnte das sein? Magie? Panik machte sich in ihr breit. Ihr Vater wirbelte mal hierhin, mal dorthin, doch auch er konnte seinen Widersacher nicht mehr sehen.

Noch ehe ihr ganz klar wurde, was geschah, erschien schattenhaft der Assassine hinter ihrem Vater. Seine Klingen schlugen zu, der Fürst ahnte die Gefahr nicht, die hinter ihm so plötzlich wieder aufgetaucht war. Es kam Alenia vor, als wäre urplötzlich die Zeit unendlich viel langsamer geworden. Sie streckte ihre Hände nach vorne, genau in dem Moment, in dem die beiden gezackten Klingen ihren Vater trafen – die Rechte durchbohrte ihn von hinten, die Linke schnitt ihm mit Schwung in die Seite. Alenia keuchte auf, verlor einen Moment ihre Konzentration auf Imra – und die Zofe schrie laut und gellend auf, als der Körper des Fürsten von der blutigen Klinge des Assassinen stürzte und in zwei blutige Teile zerfiel.
Sofort war die Aufmerksamkeit der Dunkelelfen auf den Balkon gerichtet. Alenia fluchte wüst, während sie angstvoll kehrt machte, Imra stehen ließ und ins Schloß zurückrannte, in der Hoffnung, den Mördern ihres Vaters zu entgehen. Ihr Herz schlug schmerzvoll gegen ihre Rippen, Tränen verschleierten ihre Sicht und machten es ihr schwer, zu erkennen, welchen Weg sie nahm. Hinter sich im Hof hörte sie noch, wie die Dunkelelfen etwas in ihrer fremdartigen Sprache riefen. Egal – sie musste weg, wollte nur noch fort aus diesem Alptraum, der so unerwartet über die Bewohner des Schlosses gekommen war.


RE: Die Assassine [1 von vorerst 2] - Sternchen - 25-08-2011 16:02

Hallo Soulcall,

und jetzt wird der Helm aufgesetzt, die Schultern werden gestraft, die Elbogen gespitzt und das glänzende Rüstzeug angelegt, denn da bin ich! Mit nagelfester Kritik gehts zu meinem Fachgebiet: Fantasy! Bin grenzgespannt und motiviert. Nun denn:

Eingebettet in ein Tal, umgeben von herrlichen grünen Wäldern und zahlreichen Flussläufen lag das Fürstentum Siebenberg für viele Jahre in Frieden.
Hauptsächlich bestand das Fürstentum Siebenberg aus hübschen kleinen Dörfern. Bauern waren von Wichtigkeit, denn das fruchtbare Land zu bearbeiten, oblag ihnen. Kein Dorf war wirklich von Armut gezeichnet, in jedem fand sich ein gewisser Wohlstand.
Dies hatten die Dörfer ihrem Fürsten und dessen Gemahlin zu verdanken. Die Siebenberger liebten ihr Fürstenpaar, denn zu jeder Zeit sprachen jene gerecht und von Weisheit geleitet.

=> Okay, ich mach mich jetzt furchtbar unbeliebt bei dir, fürchte ich: nach dieser Einleitung musste ich mich erst einmal erinnern wie alt du bist, um abzuleiten, wie viel Kritik, bzw. Feinarbeit ich dir und mir zumuten möchte. Antwort: mit zweiunddreißig Jahren verträgst du was und daher werd ich jetzt nicht unbedingt kuscheln. Du veröffenlichst im Kleinen, wie es scheint; magst auch ein Buch rausbringen? Umso mehr bringt micht das dazu auf Kleinigkeiten zu schauen. Und dieser Anfang, lässt ein ganz großes Fragezeichen zurück. Denn zum Ersten: das ist eine glatte Erzählung (Erzählungen interessieren meist nicht, bzw. anders herum, liest du gern sehr erzählende Texte?), zum Zweiten: wenn schon, denn schon mit etwas mehr Detail (meist bleibst du wunderhübsch oberflächlich damit "herrliche Wälder", "Wohlstand" - aber was genau bedeutet zum Beispiel letzteres? Wann ist ein Bauer wohlhabend? Und in welcher Märchenwelt sind wir, dass es fast alle sind?), zum Dritten: Wordwiederholungen, die solltest du dir richtig doll sparen. Wenn du schon erzählst, dann am Besten ohne und vielleicht ein fitzelchen flüssiger: Friedlich, von herrlichen grünen Wiesen, Wälder und zahlreichen Flüssen umgeben, lag das Fürstentum Siebenberg im weitläufigen Tal zweier Berge. Das fruchtbare Land, bearbeitet von Bauern und schlichten Krämerseelen, bot eine munteres Plätzlichen zum Leben und schmückte sich mit so manch anmutigen Dorf. Kleine, doch robuste Häuser, einladende Schänken und dichte Dächer: Fürst sowie Fürtin Siebenberg kümmerten sich gut um ihre Untertanen und beide wurden sie vom Volk verehrt. Fast geliebt - selbst vom Adel und den Händlern Siebenbergs, in der Hauptstadt des Fürstentums höchstselbst.
~ Ich hoffe du erkennst den Unterschied ein bisschen. Ich bin nicht viel mehr ins Detail gegangen, hab nur manch Offensichtliches weggelassen und mich versucht auf ein bisschen Stimmung zu konzentrieren, bzw. langsam dort hinzukommen, wo du wolltest: zum Fürstentum. Anhand meiner Kritik fahr ich mal so weiter ...

Die Hauptstadt Siebenberg, von welcher das Fürstentum seinen Namen erhalten hatte, war wohlhabend, eine Stadt voller Händler und Adliger.
=> das fett markierte ist Sonnenklar, so etwas solltest du nicht extra nochmal formulieren, außer du traust deinem Leser gar nichts zu. Und das solltest du, immer. Wohlhabend ist unnötig. Wenn die Bauern es sind, ist es die Stadt erst recht. Also das, was hier überleibt und wichtig ist: Händler und Adeliger wohnen in der Stadt. Und so hab ich dieses Detail oben einfließen lassen. Jetzt kommt meine Empfehlung, auch für Erzählungen wie diese: kürzen, kürzen, kürzen. Niemals wiederholen und niemals das überdeutliche aufmalen, als wäre es besonders. Damit verscheucht man potenzielle Leser ganz schnell.

Beinahe jedes Haus wies in irgendeiner Art Verzierungen und Statussymbole auf. Da waren Holzsäulen mit kunstvollen Mustern, welche Vordächer stützten, mit Gold überzogene Muster an den Hauswänden, feine Silberstatuen in Hauswände eingelassen und sehr oft auch Statuen von Göttern und Göttinnen, welche die Stadt beschützen sollten – An Brückenpfeilern, in Nischen in den Hausmauern eingelassen, in kleinen Kapellen, welche überall in der Stadt verteilt standen.
=> Erster Satz kommt gleich in die Tonne. Brauchst du nicht, du hast ja die Details danach und für die wird kein Aufhänger benötigt. Die lässt man am besten, fließend in den Text gleiten: Friedlich, von herrlichen grünen Wiesen, Wälder und zahlreichen Flüssen umgeben, lag das Fürstentum Siebenberg im weitläufigen Tal zweier Berge. Das fruchtbare Land, bearbeitet von Bauern und schlichten Krämerseelen, bot eine munteres Plätzlichen zum Leben und schmückte sich mit so manch anmutigen Dorf. Kleine, doch robuste Häuser, einladende Schänken und dichte Dächer: Fürst sowie Fürtin Siebenberg kümmerten sich gut um ihre Untertanen und beide wurden sie vom Volk verehrt. Fast geliebt - selbst vom Adel und den Händlern Siebenbergs, in der Hauptstadt des Fürstentums höchstselbst. Manch Fremder war wie geblendet von der Schönheit dieses Machtzentrums. Holzsäulen mit kunstvollen Mustern, welche Vordächer stützten, gab es ebenso zu bestauenen wie mit Gold überzogene Muster an Hauswänden, feine Silberstatuen in Mauern eingelassen und Abbilder von schützenden Göttern und Göttinnen. Der große Tempel und die weitläufigen Parkanlagen inmitten der Stadt, stellten jedoch jeden anderen Prunk in den Schatten..
~ So und jetzt vergleich bitte einmal, wenn du so lieb bist. Mehr als das würd ich dir nicht empfehlen anzusprechen, nicht zu genau darauf eingehen, wie die letzten zwei Sätze, die wiederkauen. Völlig umsonst. Du hast nämlich schöne Bilder und Beschreibungen drin. Dann und erst dann würde für mich der erste Absatz (Absätze lassen auch den Lesefluss stocken - sind Stilmittel) kommen.

Fürst Fayé und seine Gemahlin Sharyee führten viele Jahre eine kinderlose Ehe. Doch endlich ward dem Paar eine Tochter geboren.
Das gesamte Fürstentum feierte und ein jeder, sogar die ärmeren Bauern, sandte ein Geschenk zu Ehren des Kindes.
Es waren glückliche Jahre, in denen Alenia Feliane von Siebenberg das Leben ihrer Eltern bereicherte, obgleich ein weiteres Kind dem Fürstenpaar verwehrt blieb.
Doch während Alenia zur Frau heranwuchs, sah niemand die finsteren Wolken, welche sich am Firmament aufzutürmen begannen.

=> hier sind meiner Meinung nach immer noch zu viele Absätze drin. Alle raus, meiner Meinung nach. Die lockern den Text nicht auf. Sprachlich gefällt mir dieser Abschnitt hier schon etwas besser, bzw. konnt ich mich in dein Erzählen schon ein bisschen einleben.

Das Unheil brach ohne Vorwarnung über Siebenberg herein.
Angeführt von der grausamen und machthungrigen Mirshann d'Oloth fielen Dunkelelfen in das Land ein.

=> Das allergrößte Klischee. Und nun lass dir was sagen: Wenn du erzählst, kannst du dir den Mund meist fusslig reden, in einer Handlung erreichst du beinahe immer mehr. Sie ist direkter, anziehender und all deine schöne Details hier und weiter oben, lassen sich auch in einen Handlungsfluss einbauen, der mehr zum Lesen einlädt. Du verschleuderst hier deine Ideen, deinen Hintergrund, meiner Meinung nach und dabei seh ich noch nicht einmal nen Grund.

Fayé traf im Mittelpunkt der brennenden Stadt, am eingestürzten Tempel auf den dunkelelfischen Assassinen Kel'valis, die rechte Hand Mirshanns. Der Kampf war von Beginn an ungleich. Mit tödlicher Präzision und schneller als man ihnen mit dem Auge folgen konnte, wirbelten Kel'valis gezackte Klingen umher und fügten dem Fürsten in den ersten paar Minuten schwere Wunden zu, während Kel'valis selbst beinahe tänzerisch einfach und ohne einen Laut zu verursachen den Hieben von Fayés schwererer Klinge auswich.
=> Ohja das ist schon was anderes. Hier bist du ganz kurz genau da, wo ich dich sehen will.

Und dann war der Assassine verschwunden. Fayé wirbelte herum. Er vernahm keinen Laut, außer dem Knacken der Flammen. Und dann verspürte er einen sengenden Schmerz, als beide Klingen des Dunkelelfen gleichzeitig trafen. Eine zog einen sauberen Schnitt über seine Kehle, die zweite Klinge bohrte sich von hinten direkt in das Herz Fayés.
Noch ehe er begreifen konnte, dass es sein Blut war, welches heiß über sein Rüstzeug rann, noch ehe er zu begreifen vermochte, was geschehen war, sank der Fürst zu Boden.

=> *Freudentanz* Also doch noch! Sehr gut. Passt auch sprachlich, selbst wenn ein wenig hochgestochen. Aber immerhin: wir sind in der Handlung angekommen. Da es aber ein kurzer Prolog ist, reißt du den Leser sicherlich gleich wieder raus ...

Das sie jenes unter Qualen und Schmerzen einem der Soldaten ins Gesicht spie, war ein Fehler.
=> Was "jenes" da komme ich so gar nicht mit ...

Man schleppte Alenia in das Gemach ihrer Mutter und vor den Augen jener verging sich einer der Soldaten an dem jungen Mädchen.
Alenia wehrte sich, doch sie hatte keine Chance. Nach jener grausamen Tat riss Fürstin Sharyee sich los, im Bestreben dem Dunkelelfen zu töten, welcher ihre Tochter geschändet hatte.
Die Klinge des Dunkelelfen fand ihr Ziel, noch ehe Sharyee ihm nah kam. Tödlich getroffen sackte die Fürstin vor Alenias Augen zu Boden.

=> Ich will mich nicht wirklich beschweren, denn wir sind mitten in einer Handlung. Aber ganz ehrlich, wie packender könnte es sein, das direkter miterleben: "Die groben, dunklen Finger um ihren Arm, ließen Alenia schluchzen, als sie in das Gemach ihrer Mutter gebracht wurde. Dunkelheit schlug ihr entgegen, dann laues Kerzenlicht und die blasse Gestalt ihrer Mutter. Fürstin Sharyees Augen waren von Schatten umgeben, ihr weidwunder Blick irrte in den Räumlichkeiten herum, bis sie ihre Tochter erkannte. Und schrie. Einem Feuer gleich eroberte die Wut das Leben und den Trotz in ihrem Herzen zurück.
"Lasst sie los!", forderte sie die Gestalt auf, die Alenia bereits auf die weiche Tagesdecke des Himmelbettes presste. Doch all ihre Autorität, ihre darauffolgende Verzweiflung und ihr Flehen verklang ungehört. Ungesehen und nur durch einen Schlag kommentiert, der sie zu boten schickte, während einer dieser Bastarde sich an ihrem Liebsten verging."

~ versteh mich nicht falsch, ich will nicht alles besser wissen, wirklich nicht, aber ich empfinde meinen Versuch, mit an deinem Inhalt auszutoben, etwas intensiver und ich glaube auch, dass es dir möglich wäre, dich packender auszudrücken. Nur versteckst du das erst hinter einem Berg von Erzählungen und dann hinter einer verständlichen Distanz, die aber nicht so stark sein muss. Etwas mehr Zoom kannst du dir, auch bei diesem heiklen Thema, meiner Meinung nach erlauben.

So und nun bin ich durch und versuch mich erst einmal zu sortieren. Also der Knackpunkt deiner Geschichte - die inhaltich doch noch sehr interessant geworden ist - ist die Übernahme einer wunderbaren Stadt, eines wunderschönen Fürstentums, durch die Hand der grausamen Dunkelelben. Warum du nun daraus einen Prolog gemacht hast, kann ich nur erahnen, aber ich ich schätze, du wolltest hier die Wandlung zeigen, um später mit einem anderen Charakter, vielleicht auch einer älteren Alenia fortzufahren. Ein Kind aus gutem, gütigen Haus - festgehalten und vergewaltigt von diesen Wesen, die keine Gnade kennen. Packend, ja. Aber eigentlich, wäre es doch viel packender gewesen, direkt ins Geschehen einzusteigen. In den Dialog, in das grausame, das passiert, aus Alenias Sicht vielleicht, die sich im Gedanken - um ihren Widerstand am Leben zu erhalten - Stück für Stück und Tag für Tag versucht zu erinnern. An das früher so schöne. Damit könntest du auch den erzählenden Anfang verwerten. Den Leser emotionaler mitbluten lassen, wenn du verstehst, was ich versuche zu sagen.

Stilisch hat mir besonders der Anfang so überhaupt und gar nicht gefallen. Dein Erzählen, deine Wortwiederholungen, deine dem Leser vorenthaltenen Details. Rückblickend betrachtet merkt man, dass du nur einen Rahmen entworfen hast, um dem Ende die notwendige Dramatik zu verleihen. Als du das nicht mehr notwendig gehabt hast, wurde es plötzlich um ein vielfaches flüssiger und nur noch die Nähe hat gefehlt. Alles andere ließ dann einen gewissen, eingelebten Stil von dir erkennen, der zwar nicht meine Leidenschaft weckt, da ein bisschen hochgestochen und entfernt, dennoch aber leserlich ist und an den man sich gewöhnen kann. Ob viel auch einfach an deiner möglichen Scheu vor einem näheren Hinsehen gelegen hat, kann ich nicht sagen. Tust du dir schwer beim Schildern von Gewalt? Wenn ja, solltest du um solche schmutzigen Handlungen einen Bogen machen, wenn aber nein und du so etwas schreiben möchtest - möchtest du, sonst würde ich das hier nicht gelesen haben - dann leg die Angst (sofern vorhanden) mal beiseite und lass dich etwas mehr in die Situation fallen. Die Vergewaltigung musst du nicht beschreiben, keine Sorge. Näher kommst du auch anders und das hab ich zumindest versucht zu demonstrieren. Keine Ahnung ob gut und keine Ahnung, obs dir letzendlich etwas bringt. Wie vorhin in der ShoBo gesagt: das musst am Ende du entscheiden. Denn wie immer: das ist mein Senf. Dieses Mal war er wahrlich härter, als für mich üblich, aber dennoch sind es Anregungen. Anregungen, die du für dich sortieren musst und solltest du Hilfe brauchen, hab ich gerne ein Ohr für dich.

Lass dich nicht abschrecken. Bevor das passiert, denkt dir liebe einen gewissen Teil über mich und mach weiter im Text. Auch das ist ab und an notwendig, wenn man schreibt. Ehrlich. Also Kopf hoch, Augen geradeaus auf dem Bildschirm, Tee geschlürft und weiter gehts. Falls du mich willst, würd ich mich freuen eine mögliche Überarbeitung zu lesen.

Dir einen schönen, schönen Abend!
- Sternchen


RE: Die Assassine [1 von vorerst 2] - Soulcall - 25-08-2011 16:19

Hallo Sternchen, erstmal nur eine kurze Antwort da ich grad im Zug sitze und nur vom Smartphone aus gelesen hab. Deine Kritik ist sehr gut, sehr ausgefeilt und sehr hilfreich. Vielen lieben Dank dafür. Ich hatte tatsächlich gewisse Bedenken ob das Szenario so nicht zu hart ist. Allerdings werd ich mich wohl dann beizeiten an eine Überarbeitung machen... Mal sehen was dabei rauskommt. Mehr dann wenn ich zuhause bin. LG Soulcall


RE: Die Assassine [1 von vorerst 2] - Soulcall - 26-08-2011 09:16

Mal ein überarbeiteter Versuch...

Die Assassine

Prolog

Alenia trat mit leisen Schritten auf den von der Morgensonne erleuchteten Balkon.
Sie ließ den Blick über das schweifen, was sich ihr darbot und ein erfreutes Lächeln glitt über ihre Züge. Vor sich sah sie ihre Heimat und die Hauptstadt, in der sie lebte.
Siebenberg lag eingebettet in ein weitläufiges Tal zwischen zwei Bergen, umgeben von saftigen grünen Wiesen, herrlich grünen Wäldern und zahlreichen Flüssen. Es war schon immer so gewesen, seit ihrer Geburt herrschte Frieden in dem kleinen Fürstentum.
Das fruchtbare Land, bearbeitet von Bauern und schlichten Krämerseelen, bot ein munteres Plätzchen zum Leben und schmückte sich mit so manch anmutigen Dorf. Kleine, doch robuste Häuser, einladende Schänken und dichte Dächer: Das Fürstenpaar von Siebenberg kümmerte sich gut um ihre Untertanen und beide wurden sie vom Volk verehrt. Fast geliebt - selbst vom Adel und den Händlern Siebenbergs, in der Hauptstadt des Fürstentums höchst selbst.
Manch Fremder war wie geblendet von der Schönheit dieses Machtzentrums. Holzsäulen mit kunstvollen Mustern, welche Vordächer stützten, gab es ebenso zu bestauenen wie mit Gold überzogene Muster an Hauswänden, feine Silberstatuen in Mauern eingelassen und Abbilder von schützenden Göttern und Göttinnen. Der große Tempel und die weitläufigen Parkanlagen inmitten der Stadt, stellten jedoch jeden anderen Prunk in den Schatten.

Fürst Fayé und seine Gemahlin Sharyee führten viele Jahre eine kinderlose Ehe. Doch endlich ward dem Paar eine Tochter geboren. Das gesamte Fürstentum feierte und ein jeder, sogar die ärmeren Bauern, sandte ein Geschenk zu Ehren des Kindes. Es waren glückliche Jahre, in denen Alenia Feliane von Siebenberg das Leben ihrer Eltern bereicherte, obgleich ein weiteres Kind dem Fürstenpaar verwehrt blieb. Doch während Alenia zur Frau heranwuchs, sah niemand die finsteren Wolken, welche sich am Firmament aufzutürmen begannen.

Es war Nacht, als die Menschen von den Alarmglocken der Wache geweckt wurden. Vereinzelte Schreie hallten durch die Straßen, Gardeangehörige liefen in hektischem Eifer gen der Tore. Befehle wurden gebrüllt. Menschen traten aus ihren Häusern, um den Grund für das Geschrei zu erfahren. Ein alter Händler trat über seine Schwelle und ließ den Blick über die von Fackeln hell erleuchtete Straße gleiten. Im Augenwinkel nahm er eine Bewegung wahr, doch just in dem Moment durchfuhr ihn ein mörderischer Schmerz in seinen Eingeweiden. Sein Blick senkte sich herab auf die Klinge, die aus seinem Leib ragte, ehe er jene mit einem Ruck zurückgezogen wurde. Im Fallen begriffen starrte er fassungslos in das Gesicht des boshaften Wesens, das ihn getötet hatte. Es war eine wunderschöne Frau, deren rote Augen kalt auf ihn herabsahen. Ihre Haut war schwarz wie polierter Obsidian und das lange, weiße Haar schimmerte silbern im Mondlicht.
Überall in Siebenberg erlitten andere ein ähnliches Schicksal.
Angeführt von der grausamen und machthungrigen Mirshann d'Oloth fielen Dunkelelfen in das Land ein.
Trotz all ihrer Kampferfahrung hatte die Siebenberger Garde den verteufelt schnellen, oft beidhändig bewaffneten Dunkelelfenkriegern am Ende nichts entgegen zu setzen. In verzweifeltem Aufbegehren griff der Fürst höchst selbst mit dem verbliebenen Rest der Garde in den Kampf ein. Fayé traf im Mittelpunkt der brennenden Stadt, am eingestürzten Tempel auf den dunkelelfischen Assassinen Zar'ril, die rechte Hand Mirshanns. Der Kampf war von Beginn an ungleich. Mit tödlicher Präzision und schneller als man ihnen mit dem Auge folgen konnte, wirbelten Zar'rils gezackte Klingen umher und fügten dem Fürsten in den ersten paar Minuten schwere Wunden zu, während Zar'ril selbst beinahe tänzerisch einfach und ohne einen Laut zu verursachen den Hieben von Fayés schwererer Klinge auswich.
Und dann war der Assassine verschwunden. Fayé wirbelte herum. Er vernahm keinen Laut, außer dem Knacken der Flammen. Und dann verspürte er einen sengenden Schmerz, als beide Klingen des Dunkelelfen gleichzeitig trafen. Eine zog einen sauberen Schnitt über seine Kehle, die zweite Klinge bohrte sich von hinten direkt in das Herz Fayés.
Noch ehe er begreifen konnte, dass es sein Blut war, welches heiß über sein Rüstzeug rann, noch ehe er zu begreifen vermochte, was geschehen war, sank der Fürst zu Boden. Er starb, ehe er auf den Boden traf.
Zar'ril war bereits in den Schatten entschwunden.

Noch am Morgen, auf dem Balkon, war Alenias Welt in Ordnung gewesen. Die Menschen hatten sich ihres Lebens gefreut, sie selbst war mit ihren Eltern ausgeritten und hatte später ein wunderbares Mahl vorgesetzt bekommen. Der Lärm der Alarmglocken und die Schreie rissen sie aus ihrem Traum. Noch ehe sie die Chance hatte, richtig zu erwachen, fühlte sie, wie harte Finger ihren Oberarm griffen und man sie aus dem Bett zerrte. Beinahe stürzte sie, doch eine zweite Hand griff ihren anderen Arm nicht minder hart. Stimmen erklangen in einer ihr fremden, gleichzeitig melodisch und doch von harten Akzenten geprägten Sprache. Ihr hüftlanges rotes Haar hing ihr wirr und ungekämmt ins Gesicht, mit der vornehm blassen Haut konkurrierend. Langsam wagte sie einen Blick zu jenen, welche sie mit sich schleiften, über den Flur in Richtung des Gemachs ihrer Mutter, deren gequälte Schreie bis zu ihr zu hören waren.
Blut sprenkelte die Wände, der jungen Fürstin wurde speiübel, als sie einige ihrer loyalsten Wachen dahingemetzelt am Boden sah, die Augen vor Entsetzen aufgerissen, leer und tot gen Decke starrend.
Das Bild, das sich ihr bot, als man sie durch die Türen führte, brannte sich unauslöschlich in Alenias Gedächtnis.
Ihre Mutter lag auf dem Bett, festgehalten von zwei schwarzhäutigen Elfen, während ein Dritter zwischen den Beinen der Fürstin kniete. Was er dort tat, war für die junge Frau all zu offensichtlich. Keuchend erbrach sie sich auf den Boden, was zur Folge hatte, das einer der Beiden, die sie festhielten, ihr ins Haar griff und ihren Kopf zurückriss. Eine schallende Ohrfeige schleuderte ihren Kopf zur Seite und sie schrie auf.
Der Dunkelelf der sich an ihrer Mutter vergangen hatte, lächelte boshaft, als sein Blick auf den jungen Körper Alenias fiel, welcher durch das halb durchsichtige Nachthemd durchaus gut zu erkennen war.
Der Dunkle stand vom Bett auf, nackt wie er war und trat auf sie zu. Seine Hand strich sanft über Alenias Wange hin zu ihren Lippen. Sie biss so fest zu, wie sie konnte. Er schrie auf, knurrte erbost und schlug ihr ins Gesicht.
„Deine Mutter hier war so nett uns zu verraten, das sie ein kleines, unverbrauchtes, reines Töchterchen hat.“ erklang seine Stimme mit dem harten Akzent seiner eigenen Sprache. Die Angst ballte sich in Alenias Magen zu einer eiskalten Faust zusammen, welche sie erstarren ließ.
„Ich bin Zar’ril.“
„Das ist mir vollkommen gleich.“ würgte die junge Frau hervor, was ihm nur ein Lächeln entlockte. Ehe sie sich versah, schnellte seine Hand vor und zerriss mit einem Ruck ihr Nachtgewand, ehe er sie an den Haaren packte und sie neben ihrer Mutter aufs Bett warf. Sharyee wollte nach ihr greifen, doch die zwei Dunklen, welche ihre Mutter festhielten, zerrten sie auf den Teppich neben dem Bett. Ohne Umschweife kniete einer der Beiden sich dann zwischen die Schenkel ihrer Mutter und begann von neuem, was Zar’ril vorher bereits tat. Ihre Mutter wimmerte leise. Ein Schlag ins Gesicht brachte Alenias Aufmerksamkeit wieder zu Zar’ril zurück.
Der Dunkle kniete sich auf das Bett und zog Alenia an sich heran.
Alles verlor seine Bedeutung, als er ihr trotz ihrer Gegenwehr nahm, was sie für ihren späteren Ehemann aufgespart hatte. Es schien Ewigkeiten zu dauern, ehe er sich endlich zurückzog.
Alenias Körper schmerzte, sie fühlte eine tiefe Scham ob der Demütigung in sich. Ihre Mutter riss sich mit einem wütenden Aufschrei los und rannte auf Zar’ril zu, welcher sich gerade von dem Blute der Jungfräulichkeit reinigte, die er sich genommen hatte. Der Dunkelelf streckte nur eine Hand aus, erhielt ein Schwert und holte scheinbar mühelos aus. Gerade als Sharyee ihn erreichte, beschrieb seine Klinge einen Halbkreis und schnitt sich in das Fleisch der Fürstin. Deren gellender Schmerzensschrei vereinigte sich mit dem zeitgleich von Alenia ausgestoßenen Schrei des Entsetzens. Blut rann über die makellose Haut Sharyees, als sie auf den Teppich fiel, unfähig, ihre Rache zu vollenden.
Ungeachtet der Gefahr durch die Dunklen rannte Alenia, so unbekleidet wie sie war, zu der Sterbenden. Weinend nahm sie ihre Mutter in die Arme, als das Leuchten aus deren Augen bereits wich.
Ein unmenschlicher Schrei entkam der jungen Frau. Ungeachtet der Gefahr durch die Soldaten, nahm Alenia ihre Mutter in die Arme.
Unsanft riss Zar’ril sie hoch, warf sie bäuchlings auf das Bett und überließ sie seinen beiden Soldaten, während er den Raum verließ. Zu Alenias Glück verlor sie nur kurz darauf die Besinnung.
Fortan sollte Alenia der Anführerin der schwarzhäutigen Elfen, Mirshann sowie deren pervertiertem Hofstaat, in jeglicher Hinsicht zu Diensten sein.. Unterschwellig gärte der Widerstand der jungen Fürstin, hielt sie die Augen offen nach einer Möglichkeit, ihre Heimat wieder zurück zu bekommen und sich an denen zu rächen, die ihr alles genommen hatten was sie liebte.

Mirshann begann, aus Siebenberg eine oberirdische Dunkelelfenstadt zu bauen. Vergessen war der einstige Glanz Siebenbergs... das Fürstentum lag in Trümmern und die wenigen Überlebenden waren versklavt.


RE: Die Assassine [1 von vorerst 2] - Sternchen - 26-08-2011 09:58

Guten Morgen Soulcall,

wow, das ging ja schnell. Warst scheinbar richtig motiviert - freut mich sehr! Nun gut, hier aber die Bitte: Überarbeitungen nie als Antwort posten, sondern am Besten direkt oben in den Beitrag editieren, gern auch als Ersatz des alten. Viele Leser gucken nicht auf die Kommentare weiter unten und verpassen dann vielleicht die neue Version. Ob alles ein bisl besser geworden ist, schau ich mir beizeiten gerne mal an - vorher verdienen noch ein paar meiner Kommentatoren Aufmerksamkeit, die ich so und so schon zu lange vorenthalten hab.

Was die Fehlerchen betrifft: wenn du das Gefühl hast, da sind so viel, dann solltest du bisl überarbeiten. Um ganz ehrlich zu sein bin ich niemals froh, wenn ich mich mit Kleinzeug rumschlagen muss, dass eigentlich der Schreiberling selbst größtenteils hätte ausmerzen können. Dir wirds beim Kommentieren ähnlich gehen. Icon_wink

Ganz liebe Grüße,
- Sternchen


RE: Die Assassine [1 von vorerst 2] - Soulcall - 26-08-2011 10:57

Danke schonmal, freue mich auf deine weitere Meinung.. ich hab im Prinzip den Anfang etwas um- und mehr in die Handlung einzubauen versucht..

Hm ja.. und ein paar Wortlaute von deinem Vorschlag übernommen weil ich die klasse fand.
Viel Spass beim Kommentieren deiner Kommentatoren erstmal.. ich warte brav hier, die Geschichte steht hier, die rennt nicht fort ^^

LG Soulcall


RE: Die Assassine [1 von vorerst 2] - Saryn - 02-09-2011 12:15

Hallo Soulcall,

wir haben uns ja noch nicht über den Weg gelesen. Das will ich mal ändern Icon_wink

Da du ja schon eine überarbeitete Fassung gepostet hast, werde ich mich direkt mal an die halten und die ursprüngliche Version gar nicht erst lesen.

Zitat: Vor sich sah sie ihre Heimat und die Hauptstadt, in der sie lebte.
Minimäkelei:
Da die Hauptstadt ihre Heimat ist, finde ich relativ überflüssig zu erwähnen, dass sie auch dort wohnt Icon_wink

Zitat:Siebenberg lag eingebettet in ein weitläufiges Tal zwischen zwei Bergen
Zwei Berge? Da möchte ich mich doch fragen, wieso die Stadt Siebenberg heißt^^
Ernsthaft, bin neugierig. Gibs eine In-Universe-Erklärung dafür?^^

Zitat:von Bauern und schlichten Krämerseelen
Hm, hier scheiden sich vermutlich die Geister, aber rein vom Wort her würde ich sagen, dass ein Krämer niemals irgendwelches Land bearbeitet. Wie wäre es mit etwas wie:
„bearbeitet von Bauern und bewohnt von schlichten Krämerseelen“?
Ist nicht perfekt, aber …

Zitat:manch anmutigen Dorf.
„so manch anmutigem
Außerdem, wie kann ein Dorf "anmutig" sein? Ist anmutig nicht eher an Bewegung gebunden?

Zitat:Das fruchtbare Land, bearbeitet von Bauern und schlichten Krämerseelen, bot ein munteres Plätzchen zum Leben und schmückte sich mit so manch anmutigen Dorf. Kleine, doch robuste Häuser, einladende Schänken und dichte Dächer: Das Fürstenpaar von Siebenberg kümmerte sich gut um ihre Untertanen und beide wurden sie vom Volk verehrt. Fast geliebt - selbst vom Adel und den Händlern Siebenbergs, in der Hauptstadt des Fürstentums höchst selbst.
Manch Fremder war wie geblendet von der Schönheit dieses Machtzentrums. Holzsäulen mit kunstvollen Mustern, welche Vordächer stützten, gab es ebenso zu bestauenen wie mit Gold überzogene Muster an Hauswänden, feine Silberstatuen in Mauern eingelassen und Abbilder von schützenden Göttern und Göttinnen. Der große Tempel und die weitläufigen Parkanlagen inmitten der Stadt, stellten jedoch jeden anderen Prunk in den Schatten.

Fürst Fayé und seine Gemahlin Sharyee führten viele Jahre eine kinderlose Ehe. Doch endlich ward dem Paar eine Tochter geboren. Das gesamte Fürstentum feierte und ein jeder, sogar die ärmeren Bauern, sandte ein Geschenk zu Ehren des Kindes. Es waren glückliche Jahre, in denen Alenia Feliane von Siebenberg das Leben ihrer Eltern bereicherte, obgleich ein weiteres Kind dem Fürstenpaar verwehrt blieb. Doch während Alenia zur Frau heranwuchs, sah niemand die finsteren Wolken, welche sich am Firmament aufzutürmen begannen.
Ich weiß, in einer Kurzgeschichte hast du das Problem, dass Informationen entweder nur andeutungsweise erklärt werden können, du aber gleichzeitig ein paar Grundlagen irgendwie einbringen musst. Die Frage ist nur, ist alles für die Handlung relevant, was du uns hier präsentierst? Rein vom Schriftlichen ist der Absatz nämlich weder gut, noch schlecht, aber stilistisch alles andere als schön, da es sich um einen reinen Infodump handelt, also Fakten wie von einer höheren Instanz einfach dargelegt und nicht in die Handlung eingebunden werden.
Du solltest dich fragen:
a) wieviel muss der Leser von all dem für meine zweiteilige Geschichte wissen?
b) wie kann ich das notwendige Wissen mit der Handlung kombinieren? (z.B.: Charaktere unterhalten sich, jemand geht durch die Straßen und sieht den Wohlstand und die Feste, etc.)
Noch zwei Kleinigkeiten von persönlicher Seite:
momentan ist mir alles ein wenig zu quietschbunt, oder besser gesagt, zu schwarz-weiß. In Siebenberg ist alles perfekt und alle sind glücklich, was unglaubwürdig wirkt, zumindest auf mich. Natürlich kann das der Wahrnehmung deiner Protagonistin entsprechen, aber dann muss du (s.o.) die Informationen in die Handlung einbinden und klarmachen, dass Alenia so über ihre Heimat denkt.
Darüber hinaus finde ich Foreshadowing, à la „dunkle Wolken am Horizont“, wie du es hier machst, nicht besonders schön. Andeutungen wie diese sollten subtiler eingebracht oder ganz weggelassen werden. Gerade in einer Kurzgeschichte.

Zitat:hektischem Eifer gen der Tore.
Spricht ja nicht gerade für die Garde, dass sie in Hektik verfällt. Hauptsächlich habe ich den Satz aber markiert, weil „gen der Tore“ mMn falsch ist. „zu den Toren“ oder „in Richtung der Tore“ ist die klassische, sichere Variante. Kann aber auch sein, dass ich mich hier irre, also korrigiere mich, falls das der Fall ist^^

Zitat: Ihre Haut war schwarz wie polierter Obsidian und das lange, weiße Haar schimmerte silbern im Mondlicht.
Drow ick hör dir trapsen?

Zitat:in den ersten paar Minuten schwere Wunden zu
Hast du eine Vorstellung, wie lange ein Duell so ungleicher Gegner dauern kann? „In den ersten paar Minuten“ impliziert ja beinahe, dass die beiden sich da eine halbe Stunde lang kloppen, aber wenn der Dunkelelf wirklich so tödlich ist, dürfte das eher „in den ersten paar Sekunden“ geschehen.

Zitat:die zweite Klinge bohrte sich von hinten direkt in das Herz Fayés.
Trägt der Gute keine Rüstung? Den Schnitt durch die Kehle schenk ich dir, da gibt’s nicht wirklich was zu beanstanden, aber weißt du wieviel Kraft es braucht um durch eine Rüstung zu stechen (noch dazu mit einer gezahnten Klinge)? Und dann sind da auch noch die Rippen im Weg, die Wirbelsäule etc, gerade wenn man von hinten zusticht. Oder ist da Magie im Spiel? Damit kann man in der Fantasy so viel erklären.
Schneide ihm doch einfach die Kehle durch und lass es dabei gut sein Icon_wink

Zitat: Ihr hüftlanges rotes Haar hing ihr wirr und ungekämmt ins Gesicht, mit der vornehm blassen Haut konkurrierend.
Ich bin irritiert. Sie wird aus dem Bett gezerrt, wahrscheinlich entführt, aber alles was sie tut, ist über ihren Teint nachzudenken?

Zitat:Ihre Mutter lag auf dem Bett, festgehalten von zwei schwarzhäutigen Elfen, während ein Dritter zwischen den Beinen der Fürstin kniete.
Hallelujah. Mord und Vergewaltigung? Das kontrastiert ganz schön hart mit dem knuddeligen Siebenberg vom Anfang der Geschichte.

Zitat:Ungeachtet der Gefahr durch die Dunklen rannte Alenia, so unbekleidet wie sie war, zu der Sterbenden. Weinend nahm sie ihre Mutter in die Arme, als das Leuchten aus deren Augen bereits wich.
Ein unmenschlicher Schrei entkam der jungen Frau. Ungeachtet der Gefahr durch die Soldaten, nahm Alenia ihre Mutter in die Arme.
Hier wiederholst du dich etwas zu stark, wie ich finde.


Also, dann mal zum Fazit.

Soweit ich das sehen kann ist das Schriftbild in Ordnung, die Fehler halten sich in Grenzen.

Leider sagt mir die Art deiner Erzählung nicht wirklich zu. Dein Erzähler hängt über der gesamten Szenerie wie ein Zeppelin, berichtet nur was geschieht, ist aber nicht Teil der Handlung. Alenia und Fayé sind für den Leser nur Namen, keine Personen, zu denen er eine irgendwie geartete Verbindung aufbaut. Das macht leider auch den Überfall der Dunkelelfen alles andere als mitreißend. Ich weiß natürlich noch nicht, wohin deine Geschichte noch führen soll, aber du tätest gut daran, zuerst ein wenig die Charaktere einzuführen. Lass Alenia nicht auf den Balkon gehen und dann den Erzähler übernehmen, sondern gib ihr Gelegenheit, Dinge zu erleben. Schleicht sie sich raus um in den Straßen umherzuwandern? Unterhält sie sich mit einer Zofe oder Dienerin?
Als reiner Name funktioniert nämlich auch die Schlussszene nicht, insbesondere die Vergewaltigung. Solche Szenen sind mir zwar unangenehm zu lesen, aber in diesem Fall hätte es noch effektiver sein können, wenn du uns Alenia erst einmal näher gebracht hättest um ihr dann etwas anzutun. (das klingt jetzt alles extrem kalt und herzlos^^ Ich versuche aber nur vom Gesichtspunkt der Geschichte aus zu argumentieren^^)
Im Grunde wiederhole ich ja nur, was Sternchen schon bemängelt hat.

Auch dein Bösewicht bleibt leider sehr blass. Klar, (ich wiederhole mich), eine Kurzgeschichte ist nun mal durch ihren begrenzten Rahmen gekennzeichnet, deshalb müssen viele Erklärungen und ausführlichere Charakterisierungen auf der Strecke bleiben. Aber du hast ja z.B. die Kampfszene mit Fayé. Warum erzählst du sie nicht aus Zar`rils Perspektive? Lass ihn denken, Genuss am Töten verspüren, solche sachen. Dadurch würde er sicherlich mehr Persönlichkeit entwickeln.

Dein Stil ist soweit in Ordnung, weil er einheitlich ist, „eingelebt“, wie meine Vorkommentatorin schon sagte, aber leider nicht sonderlich aufregend. Aber Schreiben ist ja ein Prozess der sich durch Übung verbessert.
Deshalb hoffe ich auch, dich jetzt nicht verschreckt zu haben und warte mal ein wenig auf den zweiten Teil^^

Beste Grüße,
Saryn


RE: Die Assassine [1 von vorerst 2] - Soulcall - 02-09-2011 12:56

Hallo Saryn,
erstmal eine kurze Antwort voom Handy aus. Ich wollt das erstmal nicht unkommentiert lassen. Ausführlicher dann wenn ich zuhause bin. Alles in allem sollte das hier nie eine Kurzgeschichte werden. Es steht deshalb 1 von VORERST 2da, weil es schlicht noch nicht mehr gibt als Prolog und Kapitel eins. Deswegen auch der etwas längere Beginn. Das ganze sollte mal was Größeres werden. Ich möchte nur meine Energie auch gern in etwas stecken, das Chancen hat. Und der eher negative Klang der bisherigen Rezensionen sagt mir hslt eher das es wenig Chancen hat je grösser zu werden.


RE: Die Assassine [1 von vorerst 2] - LadydesBlauenMondes - 17-09-2011 11:10

Hallo Soulcall,

gerade habe ich gelesen, dass du ausgerechnet an unserem Kommentier-Samstag krank geworden bist. Das tut mir Leid, deshalb schreib ich dir jetzt einen Kommi das hilft bestimmt. Icon_smile
Zitat: lag das Fürstentum Siebenberg für viele Jahre in Frieden.
Hauptsächlich bestand das Fürstentum Siebenberg aus hübschen kleinen Dörfern.

Auch wenn es zwei Sätze sind, ist „Siebenberg“ für mich eine Wortwiederholung. Der Anfang erinnert mich übrigens an ein Märchen, ich bin gespannt …

Zitat: welche die Stadt beschützen sollten – An Brückenpfeilern, in

Meines Wissens nach, schreibst man nach dem Spiegelstrich klein weiter, aber ich bin das keine Expertin.

Zitat: Der große Tempel, in der Stadtmitte gelegen, stellte jedoch mit seinem Prunk jedes andere Gebäude in den Schatten.
Auch die schön angelegten Parks und Gärten waren eine Augenweide.
Fürst Fayé und seine Gemahlin Sharyee führten viele Jahre eine kinderlose Ehe.

Diese drei Sätze wirken zueinander so zusammenhanglos. Am Anfang hattest du so eine Art „Kamerzoom“ du hast mit der Umgebung angefangen und hast dich immerweiter in die Stadtmitte geschrieben, aber hier wirken die Infos einfach nur aufgezählt. Von dem Furstenpaar war weiter oben schonmal die Rede, vielleicht solltest du diese Infos nur an einer Stelle zusammenpacken? Ich bin da im Moment noch ein bisschen Ratlos, vielleicht fällt mir später noch was ein. Icon_wink

Zitat: sogar die ärmeren Bauern, sandte ein Geschenk zu Ehren des Kindes.

Mal ehrlich: Das find ich albern. Wenn man nix hat, dann verschenkt man auch nix, auch wenn man das Fürstenpaar toll findet. Außerdem dachte ich, dass es in diesem tollen Fürstentum eh keine armen Leute gibt? Icon_confused

Zitat: Und dann war der Assassine verschwunden. Fayé wirbelte herum.

Wenn man schwer verletzt ist, kann man dann noch „wirbeln“? Oder dreht er sich nicht eher schwerfällig um?

Zitat: Er vernahm keinen Laut, außer dem Knacken der Flammen.

Wo kommen den jetzt die Flammen her? Icon_confused

Zitat: welches heiß über sein Rüstzeug rann,

Spürt er durch die Rüstung das es heiß ist? Wie geht denn das?

Zitat: sank der Fürst zu Boden. Er starb, ehe er auf den Boden traf.

Dopplung von „Boden“

Zitat:war der einstige Glanz Siebenbergs... das Fürstentum lag in Trümmern und die wenigen Überlebenden waren versklavt...

Vor den drei Auslassungspunkten muss ein Leerzeichen hin, weil du ja hier kein Wort unterbrichst.

So, also ich finde deine Geschichte, bzw. den Anfang sehr extrem. Zu beginn extrem „Kitschig“, weil in diesem Fürstentum irgendwie alles super ist, alle sind glücklich, alle sind reich, alles ist prima. Ich hab nur drauf gewartet das was schlimmes passiert. Als das dann wirklich kam, war auch das extrem. Mirshann ist extrem böse, ihre Handlager ebenso und auch noch extrem geschickt. „Schlecht“ würde ich das aber nicht nennen, sondern im Moment einfach nur vorhersehbar.
Aber das hier ist ja nur der Anfang, der Prolog, der ja auch unabhängig vom Rest der Geschichte stehen kann. Wenn du dieses „Märchen“ nutzt, um das Fürstentum und seine Geschichte darzustellen ist das völlig in Ordnung.

Soviel zum Inhalt. Zum Handwerklichen brauch ich nicht viel sagen, es lies sich recht flüssig lesen. Auch wenn du manchmal etwas zu „pathetisch“ geschrieben hast, ein kleines bisschen zu bemüht „gehoben“. Aber das fand ich nicht schlimm, das hat zum Märchenhaftenglanz gepasst, der hier überall glitzert.

Ich bin wirklich gespannt, wie es weitergeht, denn mit der nun versklavten Alenia hast du eine interessante Figur geschaffen auf deren Geschichte ich gespannt bin.

Liebe Grüße,
Lady


RE: Die Assassine [1 von vorerst 2] - Sternchen - 17-09-2011 11:55

Hallo Soulcall,

nun denn, ich wollte mir ja nochmals deine Geschichte ansehen. Erster Eindruck: nicht mit ganz so vielen Absätzen bespickt und allein optisch schon mal ansprechender. Nur nochmals mein Hinweis: editiere lieber die neue Fassung oben rein. Sonst bekommst irgendwann nen Kommentar zur ersten und das wäre für dich ärgerliche, genauso wie für den Kommentatoren. So, aber jetzt auf!

Alenia trat mit leisen Schritten auf den von der Morgensonne erleuchteten Balkon.
Sie ließ den Blick über das schweifen, was sich ihr darbot und ein erfreutes Lächeln glitt über ihre Züge. Vor sich sah sie ihre Heimat und die Hauptstadt, in der sie lebte.

=> Hier schon mal bitte keinen Absatz. Das macht keinen Sinn. Nach Alenia hast du übrigens ein Leerzeichen zu viel drin. Flüssiger fände ich es, wenn du die Sätze hier ein bisschen verbinden würdest: "Alenia trat mit leisen Schritten auf den von der Morgensonne erleuchteten Balkon und ließ den Blick über ihre Heimat schweifen und über die Hauptstadt, die sich unter ihr erstreckte." "was sich ihr darbot" liest sich, als würdest du dich ungeschickt davor drücken, alles näher zu beschreiben. "in der sie lebte" find ich überflüssig, denn mit der "Heimat" ist es fast schon klar.

Siebenberg lag eingebettet in ein weitläufiges Tal zwischen zwei Bergen, umgeben von saftigen grünen Wiesen, herrlich grünen Wäldern und zahlreichen Flüssen.
=> Würd ich nicht doppeln und mir noch ein anderes Synonym einfallen lassen.

Fürst Fayé und seine Gemahlin Sharyee führten viele Jahre eine kinderlose Ehe. Doch endlich ward dem Paar eine Tochter geboren. Das gesamte Fürstentum feierte und ein jeder, sogar die ärmeren Bauern, sandte ein Geschenk zu Ehren des Kindes. Es waren glückliche Jahre, in denen Alenia Feliane von Siebenberg das Leben ihrer Eltern bereicherte, obgleich ein weiteres Kind dem Fürstenpaar verwehrt blieb. Doch während Alenia zur Frau heranwuchs, sah niemand die finsteren Wolken, welche sich am Firmament aufzutürmen begannen.

Sein Blick senkte sich herab auf die Klinge, die aus seinem Leib ragte, ehe er jene mit einem Ruck zurückgezogen wurde. Im Fallen begriffen starrte er fassungslos in das Gesicht des boshaften Wesens, das ihn getötet hatte. Es war eine wunderschöne Frau, deren rote Augen kalt auf ihn herabsahen. Ihre Haut war schwarz wie polierter Obsidian und das lange, weiße Haar schimmerte silbern im Mondlicht.
=> hmm, also ingesamt zwar immer noch sehr erzählend aber bis hierhin schon mal viel, viel flüssiger zu lesen. Gefällt mir gut!

Blut sprenkelte die Wände, der jungen Fürstin wurde speiübel, als sie einige ihrer loyalsten Wachen dahingemetzelt am Boden sah, die Augen vor Entsetzen aufgerissen, leer und tot gen Decke starrend.
=> Jop, besser, viel besser. Immer noch! Icon_smile

„Deine Mutter hier war so nett uns zu verraten, das sie ein kleines, unverbrauchtes, reines Töchterchen hat.“ erklang seine Stimme mit dem harten Akzent seiner eigenen Sprache.
=> Kein Punkt nach "hat" und ein Komma nach den Anführungszeichen.

„Das ist mir vollkommen gleich.“ würgte die junge Frau hervor, was ihm nur ein Lächeln entlockte.
=> dito.

Ohne Umschweife kniete einer der Beiden sich dann zwischen die Schenkel ihrer Mutter und begann von neuem, was Zar’ril vorher bereits tat.
=> "vorher bereits getan hatte."

Ihre Mutter wimmerte leise. Ein Schlag ins Gesicht brachte Alenias Aufmerksamkeit wieder zu Zar’ril zurück.
=> eher "weiterer" Schlag, weil du das oben schon gehabt hast.

Alles verlor seine Bedeutung, als er ihr trotz ihrer Gegenwehr nahm, was sie für ihren späteren Ehemann aufgespart hatte.
=> "Alles verlor seine Bedeutung, als er ihr - trotz ihrer Gegenwehr - nahm, was sie für ... ." Ich würds so lösen, oder halt mit zusätzlichen Kommas. Ohne liest es sich zu holprig.

Ungeachtet der Gefahr durch die Dunklen rannte Alenia, so unbekleidet wie sie war, zu der Sterbenden. Weinend nahm sie ihre Mutter in die Arme, als das Leuchten aus deren Augen bereits wich.
Ein unmenschlicher Schrei entkam der jungen Frau. Ungeachtet der Gefahr durch die Soldaten, nahm Alenia ihre Mutter in die Arme.

=> was zum ausmerzen.

Fortan sollte Alenia der Anführerin der schwarzhäutigen Elfen, Mirshann sowie deren pervertiertem Hofstaat, in jeglicher Hinsicht zu Diensten sein..
=> Ein Punkt reicht völlig.

Mirshann begann, aus Siebenberg eine oberirdische Dunkelelfenstadt zu bauen. Vergessen war der einstige Glanz Siebenbergs... das Fürstentum lag in Trümmern und die wenigen Überlebenden waren versklavt.
=> dito.

So, also ich finde sehe zur Erstversion schon sehr stark eine Verbesserung und zum Ende hin stellt sich auch das notwendige "Prolog-Gefühl" ein, dass ich anfangs vermisst hab. Der Text liest sich jetzt um einiges flüssiger, auch wenn ich von der Erzählung an sich, der du dich bedienst, immer noch nicht begeistert bin. Aber es scheint zum Teil dein Stil zu sein und der ist alles andere als schlecht. Jetzt, wos überarbeitet ist, lässt sich da durchaus mehr erkennen und auch ab und an sprachlich eine kleine Perle. Die Verbindung zwischen Mutter und Tochter hat nun mehr Raum, mehr Berührbarkeit und du hast die Vergewaltigungen durchaus so geschrieben, dass es nicht zu viel und nicht zu angedeutet ist. Gefällt mir wesentlich besser, als nur auf etwas hinzudeuten und dann ganz schnell weiter hasten zu wollen. Also: Operation geglückt würd ich sagen - ich freu mich daher, wie Lady, auf den nächsten Teil!

Liebe Grüße,
Sternchen