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#1 Crush - Kapitel 19
02-06-2008, 20:05 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02-06-2008 21:25 von Lilly.)
Beitrag: #1
#1 Crush - Kapitel 19
Kapitel 19

Stück um Stück erkämpfte sich Taffy einen Meter nach dem anderen nach oben aus dem Meer des Schlafes, während sie, kaum bei Bewusstsein, dahinter zu kommen versuchte, wo das seltsame Schnarren herrührte, das an ihre Ohren drang und sie nervte. „Was zum Teu…”, murmelte sie schlaftrunken.

„Pscht ... Der Wecker. Ich muss arbeiten.”

Sie zwang sich, wenigstens eines ihrer Augen zu öffnen, um zu beobachten, wie John, ohne sich ganz von ihr zu lösen, über sie griff und dem Wecker einen unsanften Stoß verpasste, so dass dieser prompt umkippte. „Ha!”, konnte sich Taffy nicht verkneifen und der Teil von ihr, der besonders sauer über die Unterbrechung ihres viel zu kurzen Schlafes war - die Sonne ging gerade erst auf -, wünschte sich voller Inbrunst, dass es dem blöden Ding endgültig und für immer die schnarrende Sprache verschlagen hatte.

John legte sich wieder hin und für einen kurzen Augenblick spürte Taffy seine Lippen auf ihrer Schulter. Noch immer nicht ganz bei sich fühlte sie ein versonnenes Lächeln in sich aufsteigen. Sie streckte sich genüsslich in seinen Armen. John drückte ihr einen weiteren Kuss auf die Haut, dieses Mal traf er ihre Halsbeuge. Taffy seufzte. „Nicht aufhören ...”, bat sie, sich zu ihm drehend.

Sofort spürte sie wieder Johns Lippen auf ihrem Hals. Sie fuhren über ihre Haut, erforschten sie und verursachten ihr eine Gänsehaut, die es in sich hatte. Wieder seufzte sie und schmiegte sich dichter an ihn, wurde von seinen Händen empfangen, die sich einen Weg ihren Körper entlang bahnten. Seine Lippen suchten nach ihren, trafen sie für einen innigen Kuss.
Seine Küsse … Sie konnte nicht genug von ihnen bekommen. Und er dachte nicht daran, aufzuhören. Ihre Leidenschaft wuchs in dem Maße, in dem sie alles andere um sich herum ausblendeten. Taffy hörte, wie Johns Atmung außer Kontrolle geriet, spürte, wie es ihr selbst nicht besser erging. Die Müdigkeit war vergessen, es gab nur noch den Augenblick. Von draußen schien das Licht des Morgens ins Zimmer und drinnen trafen sich zwei Seelen auf dem Weg in eine hellere Realität.

Ewigkeiten später, wieder in seinen Armen liegend, fühlte Taffy sich schwach und schwindlig, doch es war ihr lange nicht mehr so gut gegangen. John und sie küssten einander noch einmal und er war so zärtlich zu ihr, dass ein Teil tief in ihrem Innern fest von seinen Gefühlen für sie überzeugt war. Zumindest hatte er sie, die lebendig vergraben gewesen war in Schuld und Verzweiflung, in Trauer und Schmerz, ins Leben zurückgeholt. Er hatte dafür gesorgt, dass sie sich ihrer wirklichen Probleme bewusst wurde. So weh es auch getan hatte und immer noch tat - Taffy spürte, dass es ihr auf lange Sicht helfen würde, die Stunden in Oslo erlebt zu haben. Selbst wenn das Leben anders weiterging, als sie es sich erhoffte. Getrennt, jedes ihrer Leben für sich.

Sie erinnerte sich an den Beginn des Morgens. „Hast du nicht gesagt, du müsstest arbeiten gehen?”, fragte sie mit Blick nach oben.

Er nickte. „Ich ruf gleich an und melde mich krank. Immerhin ist heute …” Er ließ den Satz unausgesprochen und Taffy war froh darüber. „Heute” war auch so schon bedrohlich nahe.

„Was arbeitest du denn?”, erkundigte sie sich stattdessen, bemüht, nicht daran zu denken. Er fuhr mit dem Zeigefinger sanft ihre Halsbeuge entlang.

„Ich helfe in einer Autowerkstatt. Mechaniker. Vielleicht mache ich die Ausbildung zu Ende, die ich vor einigen Jahren abbrechen musste.” Seine Stimme verriet fast keine Emotion, doch Taffy erinnerte sich. Bevor die Dinge in Kiel aus dem Ruder gelaufen waren, war John in der Ausbildung zum Kfz-Mechaniker gewesen. Die Tat Annas und Philipps hatte ihn so aus der Bahn geworfen, dass er sie abgebrochen hatte. Fast zeitgleich hatte er seine Freundin verloren, seine Familie und seinen Glauben an das Gute im Menschen.

Plötzlich wurde Taffy die Tragweite der Chance bewusst, die ihre Familie John mit Norwegen ermöglicht hatte. Sein eines Leben hatten sie zerstört. Ein anderes hatten sie ihm möglich gemacht.

„Ich will, dass du glücklich wirst”, rutschte es ihr heraus. John hielt inne. Sie sah zu ihm auf.

„Ich will, dass du glücklich wirst”, wiederholte sie. Und fügte hinzu: „Selbst wenn glücklich sein für dich bedeutet, ohne uns zu sein. Ich verstehe es jetzt. Dein altes Leben hat keinen Platz mehr in deinem neuen Leben. Das kann es auch nicht. Es darf dein jetziges Leben nicht versauen. Du hattest so ein Glück mit dieser zweiten Chance. Das darf nicht zerstört werden.”

Widerstandslos ließ sie zu, dass John sie nach oben in seine Arme zog und sie so fest an sich drückte, dass sie kaum noch Luft bekam. Nach einem Moment ließ sein Griff auf ein erträgliches Maß nach und sie schmiegte sich an ihn. „Aber dich wollte und will ich wiedersehen”, vernahm sie seine fast unhörbare Stimme an ihrem Ohr.

„Ehrlich?” Sie wisperte und wusste, wie ungläubig sie klang. Anstelle einer Antwort küsste John sie.

Zärtlich.

Taffy ließ sich ganz in das Erlebnis fallen und fühlte sich plötzlich so geborgen, dass sie es selbst kaum fassen konnte. Geborgen bei John. Geborgen - und glücklich. Solange sie nicht ans Morgen dachte - ans Heute -, konnte sie glücklich sein.

Als sie voneinander ließen, beide nicht bereit, aufzustehen und die Nähe zwischen ihnen zu unterbrechen, kam Taffy die Frage in den Sinn, ob John, seitdem er in Norwegen lebte, wohl wieder eine Beziehung eingegangen war. Irgendwie bezweifelte sie es. Wenn er jemanden kennen gelernt hatte, dann war sicher nichts Ernsthaftes dabei herausgekommen. Zwar war Katrins Tod inzwischen beinahe drei Jahre her, doch sie hielt es für unwahrscheinlich, dass John schon wieder bereit für eine dauerhafte emotionale Bindung war. Sich selbst zählte sie gar nicht erst mit. John war so klar wie ihr, dass ihre Beziehung mit dem Eintreffen der anderen enden würde. Sie stand sozusagen außer Konkurrenz. Das machte es jedoch nicht weniger wertvoll.

Sie holte tief Luft. Noch hatte sie die Chance, Antworten zu bekommen. Doch vielleicht ließ man manches besser ruhen. Vielleicht schmerzten manche Dinge so sehr, dass sie besser im Verborgenen blieben.

„Was ist los?” Er schien ihre Unschlüssigkeit zu spüren. Sie zögerte.

„Ich will dir nicht wehtun …”

„Das kannst du gar nicht.” Wie zur Bestätigung hauchte er ihr einen Kuss aufs Haar. Sie seufzte leise. Doch es war zu spät. Sie würde ihn fragen.

„Warum haben die Chabowskis Katrin damals umgebracht …?”

An ihn geschmiegt wagte sie nicht, den Kopf zu heben und ihn anzusehen. Sie spürte, wie der Rhythmus seines vorher gleichmäßigen Atems ins Stocken geriet. Kurzerhand legte sie ihm einen Arm um die Taille und hielt ihn fest. Gerade wollte sie sich entschuldigen und ihm sagen, dass er nicht antworten musste, da begann er zu reden. Taffy hörte, wie er sich um Sachlichkeit in der Stimme bemühte. Sie ließ ihn nicht los.

„Leute wie die Chabowskis sollte man nicht verarschen. Und schon gar nicht hintergehen. Ich habe beides getan und sie unterschätzt. - Oder nein”, er unterbrach sich. „Eigentlich wusste ich, was ich tat, als ich Philipp, Anna und den anderen in der Auseinandersetzung mit ihnen zur Seite stand. Mir war klar, dass mein Seitenwechsel Konsequenzen haben würde, aber ich war es so leid, den Typen weiter zu helfen. Irgendwann ist das Maß voll - und ich konnte einfach nicht so weiterleben. Deshalb hab ich damit Schluss gemacht. Ich wusste nur nicht, was sie sich überlegen würden, um mich für den Verrat zu bestrafen …”

Seine Stimme verklang. „Ich hätte Katrin gar nicht erst mit nach Kiel bringen dürfen. Es war ein Fehler, der sie das Leben gekostet hat”, schloss er nach einem Moment leise.

Sie schwiegen beide eine ganze Weile. Taffy dachte darüber nach, dass John für seinen Meinungsumschwung teuer hatte bezahlen müssen. Die Chabowskis hatten Annas und Philipps Leben zur Hölle gemacht, seitdem Anna Sergej Chabowski das Leben genommen hatte. Taffy ahnte nur, was es für schwere Jahre gewesen sein mussten, in denen sich niemand an Außenstehende oder die Polizei hatte wenden können, weil sie alle selbst viel zu tief mit drin steckten. Dass John, selbst voller Hass, sich auf die Seite der Widersacher geschlagen hatte, hatte die Lage nur noch verschlimmert. Wie ein Fehler immer wieder neue nach sich ziehen konnte, stellte eine beängstigende Vorstellung dar, die im Falle der Henrich-Schmidt-Familie zur bitteren Realität geworden war. Taffy bemühte sich, nicht wieder in die gefährliche Spirale der Überlegungen zu geraten, was hätte getan werden können, um die Kettenreaktion aufzuhalten. Doch eine Frage drängte sich ihr noch auf.

„Also stimmt es nicht, oder?” Nun hob sie doch den Kopf, um John anzusehen. Er erwiderte ihren Blick fragend.

„Was meinst du?”

„Es stimmt nicht, dass du nichts bereust und über alles hinweg bist.”

Er schwieg. Sah zu ihr hinunter. Sanft legte sie ihm eine Hand auf die Wange und nickte.

„Du kannst es nicht sagen, ich weiß. Es würde vollkommen deiner Natur widersprechen, wenn du es tun würdest. Das ist okay ...”

„Du kennst die Antwort doch auch so.” Er schloss die Augen, wich damit ihrem Blick aus.

Sie rutschte zu ihm hinauf und gab ihm einen sachten Kuss auf die Wange. „Ja”, flüsterte sie.

Plötzlich drohte der Gedanke, ihn in wenigen Stunden verlassen zu müssen, ihr den Atem zu rauben. Ein scharfer Stich fuhr ihr durch die Brust, so heftig, dass sie sich beinahe zusammengekrümmt hätte.

Wie sollte sie das schaffen? Wie konnte sie auf seine Nähe verzichten, wo sie diese doch gerade erst für sich gewonnen hatte?

„Was hast du?” John öffnete die Augen. Doch Taffy schüttelte nur den Kopf. Und weil er nicht der Typ war, der auf Antworten drang, nahm er sie einfach in den Arm und drückte sie an sich.

Ein neuerliches Seufzen stieg in ihr auf, während sie sich an ihn schmiegte und die Wärme seines Körpers genoss. Wie konnte man sich nur gleichzeitig so gut und so elend fühlen ...

Sie kam nicht mehr dazu, sich eine Antwort auf ihre ungestellte Frage zu überlegen. Gerade als Johns Lippen wieder nach ihrem Mund suchten, klingelte es an der Tür.


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Frage: Wenn die Intelligenz einer Person mit 'Bohnenstroh' verglichen wird, ist die Person dann dumm oder klug?
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06-06-2008, 23:16
Beitrag: #2
RE: #1 Crush - Kapitel 19
Hallo, meine Lilly,

die letzten 4 und ich bin schon etwas traurig, so wie ich immer traurig bin, wenn sich ein gutes Buch dem Ende neigt.

Das Kapitel gehört auch definitiv zu meinen Lieblingskapiteln. Die Atmosphäre ist schön. Ich mag die Vertrautheit und die Nähe zwischen den beiden. Die viel unausgesprochenen Sachen, die sich anders zeigen. Wie war das früher bei ihnen? (Ich weiß, ich bin ungeduldig und nervig, weil ich alles wissen und verstehen will, aber so bin ich halt Icon_wink Musst mich trotzdem noch gerne haben Icon_wink Das ist aber bei Büchern auch so, nur habe ich da keinen zum Fragen und muss mich gedulden Icon_wink )

Ich mag Johns liebevolle, zärtliche Seite. Ich mag Taffy, die ab hier etwas erwachsener scheint. Ach, ich wünsche mir so sehr, dass sie zusammen bleiben können .... aber ich weiß ja wie es ausgeht und wie gemein du mit den beiden bist.

Zitat:Stück um Stück erkämpfte sich Taffy einen Meter nach dem anderen nach oben aus dem Meer des Schlafes, während sie, kaum bei Bewusstsein, dahinter zu kommen versuchte, wo das seltsame Schnarren herrührte, das an ihre Ohren drang und sie nervte. „Was zum Teu…”, murmelte sie schlaftrunken.
An sich gefällt mir die Stelle richtig gut, aber ist das am Anfang nicht etwas doppelt:
Stück um Stück = ein Meter nach dem anderen?
Zitat:Plötzlich wurde Taffy die Tragweite der Chance bewusst, die ihre Familie John mit Norwegen ermöglicht hatte. Sein eines Leben hatten sie zerstört. Ein anderes hatten sie ihm möglich gemacht.

Ich frage mich aber wie viel so ein Leben wert ist. Die Vergangenheit bleibt, die Verluste bleiben. Zerstört bleibt immer zerstört, auch wenn man das gleiche Haus auf das Halte baut, was abgebrannt ist. Es wird nie das gleiche werden.
Zitat:„Ich will, dass du glücklich wirst”, wiederholte sie. Und fügte hinzu: „Selbst wenn glücklich sein für dich bedeutet, ohne uns zu sein. Ich verstehe es jetzt. Dein altes Leben hat keinen Platz mehr in deinem neuen Leben. Das kann es auch nicht. Es darf dein jetziges Leben nicht versauen. Du hattest so ein Glück mit dieser zweiten Chance. Das darf nicht zerstört werden.”

Kann John wirklich glücklich werden? Zufrieden vielleicht, aber glücklich. Aber der Wunsch ehrt Taffy.

Zitat:„Aber dich wollte und will ich wiedersehen”, vernahm sie seine fast unhörbare Stimme an ihrem Ohr.

Ist das schön ... *schmelz* Wenn er sie doch nur festhalten und nie mehr loslassen würde.

Zitat:„Leute wie die Chabowskis sollte man nicht verarschen. Und schon gar nicht hintergehen. Ich habe beides getan und sie unterschätzt. - Oder nein”, er unterbrach sich. „Eigentlich wusste ich, was ich tat, als ich Philipp, Anna und den anderen in der Auseinandersetzung mit ihnen zur Seite stand. Mir war klar, dass mein Seitenwechsel Konsequenzen haben würde, aber ich war es so leid, den Typen weiter zu helfen. Irgendwann ist das Maß voll - und ich konnte einfach nicht so weiterleben. Deshalb hab ich damit Schluss gemacht. Ich wusste nur nicht, was sie sich überlegen würden, um mich für den Verrat zu bestrafen …”

Ist das auch einer der Gründe, warum Anna und John so ihre Elefantenprobleme miteinander haben? Dass John erst auf Seite der Chabowskis war?

Zitat:Die Chabowskis hatten Annas und Philipps Leben zur Hölle gemacht, seitdem Anna Sergej Chabowski das Leben genommen hatte.

Also hat ihn Anna ja doch umgebracht .. die Frage ist nur: Wie?

Zitat:„Es stimmt nicht, dass du nichts bereust und über alles hinweg bist.”

Er schwieg. Sah zu ihr hinunter. Sanft legte sie ihm eine Hand auf die Wange und nickte.

„Du kannst es nicht sagen, ich weiß. Es würde vollkommen deiner Natur widersprechen, wenn du es tun würdest. Das ist okay ...”
Das würde seine Schutzmauer völlig zum einstürzen bringen und das wäre nicht gut.

Zitat:Gerade als Johns Lippen wieder nach ihrem Mund suchten, klingelte es an der Tür.

Warum konnten die nicht noch etwas warten ... ein paar Minuten, Stunden, Tage ... Aber ich glaube, dass es egal war, wie lange sie noch gewartet hätten. Die Zeit wäre immer zu kurz gewesen.

Liebe Grüße bis zum nächsten Teil

Shaddowlino

Sei wie du bist und nicht so wie andere dich haben wollen.
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11-06-2008, 11:04
Beitrag: #3
RE: #1 Crush - Kapitel 19
Hallo Shaddowlino,

wenigstens einen Kommentar will ich beantworten, ehe ich wieder los muss ... Und auch den Dank natürlich nicht vergessen, aber du weißt ja, wie lieb ich dich dafür habe, dass du so eine treue Seele bist. *gg*

Zitat:Die viel unausgesprochenen Sachen, die sich anders zeigen. Wie war das früher bei ihnen? (Ich weiß, ich bin ungeduldig und nervig, weil ich alles wissen und verstehen will, aber so bin ich halt

Es war auf jeden Fall anders als zwischen John und den anderen. Zwar war er auch bei Taffy immer etwas distanziert und hat sich bemüht, ihr nicht zu viele Emotionen zu offenbaren, aber da war auch etwas.

Zitat:aber ich weiß ja wie es ausgeht und wie gemein du mit den beiden bist.

Ach, gemein ... Dafür dass sie keine Zukunft miteinander haben, war ich doch noch human ... Icon_wink

Zitat:Zitat:
Stück um Stück erkämpfte sich Taffy einen Meter nach dem anderen nach oben aus dem Meer des Schlafes, während sie, kaum bei Bewusstsein, dahinter zu kommen versuchte, wo das seltsame Schnarren herrührte, das an ihre Ohren drang und sie nervte. „Was zum Teu…”, murmelte sie schlaftrunken.
An sich gefällt mir die Stelle richtig gut, aber ist das am Anfang nicht etwas doppelt:
Stück um Stück = ein Meter nach dem anderen?
Ja, das ist doppelt gemoppelt und ich werde es korrigieren.

Zitat:
„Leute wie die Chabowskis sollte man nicht verarschen. Und schon gar nicht hintergehen. Ich habe beides getan und sie unterschätzt. - Oder nein”, er unterbrach sich. „Eigentlich wusste ich, was ich tat, als ich Philipp, Anna und den anderen in der Auseinandersetzung mit ihnen zur Seite stand. Mir war klar, dass mein Seitenwechsel Konsequenzen haben würde, aber ich war es so leid, den Typen weiter zu helfen. Irgendwann ist das Maß voll - und ich konnte einfach nicht so weiterleben. Deshalb hab ich damit Schluss gemacht. Ich wusste nur nicht, was sie sich überlegen würden, um mich für den Verrat zu bestrafen …”

Zitat:Ist das auch einer der Gründe, warum Anna und John so ihre Elefantenprobleme miteinander haben? Dass John erst auf Seite der Chabowskis war?
JA. Großes, großes Ja.

Zitat:Zitat:
Die Chabowskis hatten Annas und Philipps Leben zur Hölle gemacht, seitdem Anna Sergej Chabowski das Leben genommen hatte.

Also hat ihn Anna ja doch umgebracht .. die Frage ist nur: Wie?
Das sagt der Nachrichtensprecher in Blutsbande. Wie und wo - nur das Warum, das hab ich bisher nur angerissen.

Ich wünsch dir was!

Lilly

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29-06-2008, 02:08 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29-06-2008 02:12 von Dreadnoughts.)
Beitrag: #4
RE: #1 Crush - Kapitel 19
Nummer 19. *Kaffee holen geht*

Hallo Lilly.

Zitat:Von draußen schien das Licht des Morgens ins Zimmer und drinnen trafen sich zwei Seelen auf dem Weg in eine hellere Realität.
Wer malt hier eigentlich Bilder? Icon_wink

Dieses Kapitel ist nicht ganz so lang. Es beginnt im Bett und endet mit der Klingel, die unangenehmes ankündigt. Und doch, nur vereinzelt wird hier noch mehr mit einer Taschenlampe die Vergangenheit beleuchtet. Das Schöne daran ist: Damals (beim ersten Mal) war es vielleicht ein wenig viel mit den ganzen Charakteren und Geschichten - aber mit der Zeit kann man alles nach und nach nochmal lesen. Und vieles kann man (mit dem nötigen Hintergrund besser verstehen). Mit anderen Worten: Noch keine "Verbindungsfehler" gefunden - passt alles.

Auf zu neuen Gefilden - Nummer 20 naht. *g*

LG
D.

Wir glauben, wir machen Erfahrungen - aber Erfahrungen machen uns.
... and dread noughts
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08-07-2008, 11:24
Beitrag: #5
RE: #1 Crush - Kapitel 19
Hallo Dread,

jetzt sind wir ja fast durch - 22 Kapitel, meine Fresse. Was hab ich mir nur dabei gedacht? *gg*

Zitat:Zitat:
Von draußen schien das Licht des Morgens ins Zimmer und drinnen trafen sich zwei Seelen auf dem Weg in eine hellere Realität.
Wer malt hier eigentlich Bilder?
Na icke. *gg*
Ja, manchmal geht nicht ohne, nicht?

Zitat:Das Schöne daran ist: Damals (beim ersten Mal) war es vielleicht ein wenig viel mit den ganzen Charakteren und Geschichten - aber mit der Zeit kann man alles nach und nach nochmal lesen. Und vieles kann man (mit dem nötigen Hintergrund besser verstehen). Mit anderen Worten: Noch keine "Verbindungsfehler" gefunden - passt alles.
Ich bitte dich. Klar passt alles. Ich habe es doch selbst erlebt. *gg*
Ja, das ist für mich auch immer toll, wenn die Leser dann schlussendlich durchsteigen und die Aha-Effekte erleben. Icon_smile

Bis gleich und danke wieder,

Lilly

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26-10-2008, 21:16
Beitrag: #6
RE: #1 Crush - Kapitel 19
Hi Lil,
auf zum letzten Marathon. Anschnallen und los im Sauseschritt.

Zitat:Stück um Stück erkämpfte sich Taffy einen Meter nach dem anderen nach oben aus dem Meer des Schlafes, während sie, kaum bei Bewusstsein, dahinter zu kommen versuchte, wo das seltsame Schnarren herrührte, das an ihre Ohren drang und sie nervte.
- den Teil find ich zu viel, denn "Stück für Stück" hast du ja bereits am Anfang. Ist also das selbe auf zwei verschiedene Weisen gesagt. Icon_wink

Zitat:„Ehrlich?” Sie wisperte und wusste, wie ungläubig sie klang. Anstelle einer Antwort küsste John sie.

Zärtlich.

Taffy ließ sich ganz in das Erlebnis fallen und fühlte sich plötzlich so geborgen, dass sie es selbst kaum fassen konnte. Geborgen bei John. Geborgen - und glücklich. Solange sie nicht ans Morgen dachte - ans Heute -, konnte sie glücklich sein.
- ich glaub, wenn ich hier fertig bin muss ich erstmal duschen gehen. Schmalz überall. Und erst dieser Kitsch! Icon_wink

Na, wenigstens kommen die anderen, bevor es noch weiter aussarten kann. Icon_fies

*g*
Addi

Vielleicht werden wir ganz langsam Teile fremder Biographien.(Meistens geht es um (...), Libertine)

Da baumelt die kleine Spinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]
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30-10-2008, 15:56
Beitrag: #7
RE: #1 Crush - Kapitel 19
Hallo Adsartha,

ja, die Wiederholungen, den verfalle ich öfter mal. Kann mich dann immer nicht für eins entscheiden und nehme beides.

Und was den Kitsch betrifft: Icon_rolleyes Icon_irre Icon_aufsmaul Icon_ugly
Bin ich nicht. Nur emotional. :-p
Man muss es ja auch immer den Umständen anpassen. Und diese hier erforden etwas davon.

Ansonsten danke und bis gleich,

Lilly

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Antwort Kandidat Alexander: Klug.

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