Es ist: 10-09-2010, 13:35
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In den letzten sieben Tagen
12-10-2008, 13:29 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16-10-2008 13:49 von Lilly.)
Beitrag: #1
In den letzten sieben Tagen
In den letzten sieben Tagen

Freundschaft ist eine Seele in zwei Körpern.
(Aristoteles)


Heute habe ich erfahren, dass es noch sieben Tage sind, bis du wiederkommst. Deine Mutter rief mich an, um es mir zu sagen. Es ist, als hätte ich ewig auf diesen Anruf warten müssen. Nun, da ich ihn erhalten habe, stelle ich fest, dass sieben Tage viel kürzer sind, als ich dachte.
Der siebte Tag, und ich gehe in unsere Küche, um die letzte der vielen Postkarten, die du mir geschickt hast, von der Pinnwand zu nehmen. Ich setze mich an unseren Küchentisch, wo ich mir wieder einmal die herrliche Landschaft anschaue, die auf der Karte abgebildet ist. Ein tiefblaues Meer, gekrönt von weißem Schaum. Eine Bergkette und Klippen an der Seite. Sonnenschein über der Szenerie. Der reinste Kitsch, aber ein Ort zum Träumen.

Liebste Leah, so deine Worte, es dauert jetzt nicht mehr lange, bis wir uns wiedersehen, und auch wenn mir das Ende dieses fantastischen Abenteuers einen Kloß im Hals bereitet, so freue ich mich doch so sehr darauf, dich endlich wieder in meine Arme zu schließen! Ich wünschte wie so oft, du hättest bei mir sein können in der wunderschönen Zeit, die hinter mir liegt. Gerade heute wage ich wieder etwas! Deine Kleine wird auf einen echten Berg klettern und die Welt von oben sehen! Das Meer in einer ganz neuen Perspektive - hättest du das von mir gedacht?!
Liebste Leah, wir hätten schon vor einer Minute starten sollen, und so wird das nur ein kurzer Gruß. Ich zähle die Tage bis zu unserem Wiedersehen und bin auf ewig deine

Janna.


Vom häufigen Lesen ist die Postkarte schon ganz zerknittert und zerknickt. Mit dem Daumen versuche ich, die Falten glatt zu streichen, doch es gelingt mir nicht und ich überlege, ob ich sie einrahmen sollte, damit sie nicht noch mehr beschädigt wird. So, wie ich es mit den anderen Postkarten von dir gemacht habe.
Wie überrascht ich war, als ich von deinem Wunsch erfuhr, eine Freundin auf eine Reise um die Welt zu begleiten! Eigentlich hätte ich wissen müssen, dass dich ein Abenteuer wie dieses reizen würde. Schon immer hat dich die Sehnsucht nach Neuem getrieben, schon immer wolltest du mehr sehen, als ein einziges Land dir bieten konnte.
Hätte ich den gleichen Wunsch gehegt wie du, wäre ich mit dir gegangen. Doch Vögel soll man fliegen lassen; je freier sie sich fühlen, desto freudiger kehren sie zurück.
Unser ganzes Leben haben wir miteinander verbracht, du die Jüngere, ich drei Jahre älter. Im Laufe der Jahre sind wir mehr als Freundinnen geworden, ja, Schwestern, glaube ich fast. Kaum sieben Jahre alt warst du damals, dein kleiner Körper steckte in einer roten Latzhose und dein blondes Haar war zu Rattenschwänzen hochgesteckt.
Wenn ich an unsere Kinderzeit denke, kann ich kaum fassen, wie viele Jahre seitdem ins Land gegangen sind.
Seelenschwestern.

Am sechsten Tag regnet es. Wie kleine Geschosse knallen die Tropfen gegen die Fensterscheiben und ich ziehe die Jalousien zu, damit ich den Regen nicht sehen muss. Du magst Regen, hast dich schon immer an ihm erfreut. Wie oft musste ich bei Wind und Wetter mit dir nach draußen gehen. Einem Kugelblitz gleich bist du durch die Wiesen geflitzt, und ich habe mit dir Höhlen in Büschen gebaut und schlammige Tümpel erkundet.
Später hat dich der Regen inspiriert. Wenn es zu nass war, um nach draußen zu gehen, saßen wir in deinem Zimmer auf dem Sofa; ich mit einem Buch, du mit einem Block im Schoß, in den du Gedichte über Sehnsucht und Liebe geschrieben hast. Gedichte über ferne Länder, unerfüllte Gefühle, über das Sein und das Werden. Ich war so stolz auf dich und oft genug hast du deine Werke mir gewidmet. Ich konnte mit niemandem solch friedliche Stunden besser verbringen.
Freundschaft.

Fünf Tage sind es noch, ehe du wiederkommst. Fünf Tage und ich weiß nicht, was ich anziehen soll, wenn das Warten ein Ende hat.
Lange stehe ich vor meinem geöffneten Kleiderschrank und betrachte seinen Inhalt. Und überlege, welche Wahl die dir gebührendste wäre.

Am vierten Tag liege ich stundenlang auf meinem Bett und male unsichtbare Kreise in die Zimmerdecke. Das Telefon klingelt und klingelt, doch ich bin nicht da, bin für niemanden da. Ich liege ganz still, reglos, atme kaum und denke nur das Nötigste. Tag, geh zu Ende. Geh doch endlich vorbei.

Am dritten Tag überkommt mich eine Euphorie, mit der ich nicht gerechnet habe. Ich jage durch unsere Wohnung, in der die leuchtenden Farben, die wir beide so lieben, ihren Glanz und ihre Frische verloren haben, seitdem du gegangen bist. Vorbei an den Möbeln, die wie unnütze Requisiten eines abgesetzten Theaterstückes herum stehen. Vorbei an allem, was ganz laut nach dir zu rufen scheint. Ich wasche die roten Vorhänge aus Organza, die wir zusammen geschneidert haben. Überall in der Wohnung verteile ich deine Lieblingsblumen. Draußen ist es sonnig und ich lasse das Licht herein, öffne alle Fenster, lasse mir den Wind um die Nase wehen. Es ist Frühling, Janna!
Ich wische den Staub von deinen Regalen und vergesse nicht, auch auf deinen Nachttisch eine Vase zu stellen. Ich mag deine selbst gemalten Bilder vom Meer; ruhig im Schein einer untergehenden Sonne oder als stürmische See mit verlorenen Segelschiffen in den Wellen. Gedichte und Bilder sind die Dinge, an denen du deine Kreativität, dein Vorstellungsvermögen ausleben kannst, so wie ich beim Dekorieren und Gestalten. Wir haben uns immer so gut ergänzt.
Am Ende des Tages erstrahlt unsere Wohnung in neuem Glanz. Ob es dir gefällt? Ob du es magst?
Ich wünsche es mir.

Alle, alle sollen wissen, dass du zurück kommst, und so rufe ich am zweiten Tag jeden an, dessen Nummer ich finden kann, all deine Freunde und unsere gemeinsamen dazu. Schließlich soll dir ein gebührender Empfang bereitet werden. Ich bitte die Leute am Telefon, auch denen Bescheid zu sagen, die ich nicht erreichen kann. Nun dauert es nicht mehr lange. Deine Mutter hat meine Hilfe dankend abgelehnt, doch ich tue, was ich kann. Du warst vier Monate weg! Sie sollen alle in deiner Nähe sein. Und wenn jemand sich herausreden will, bekommt er es mit mir zu tun! Übermorgen gehört nur dir allein.

Ich sitze auf meinem Fensterbrett, von jeher mein Lieblingsort in meinem Zimmer, weil es breit ist und in die Wand eingelassen, so dass man sich richtig darin verkriechen kann; habe es mit einem weichen Polster ausgestattet und lese manchmal stundenlang in meinen Büchern oder höre Musik.
Heute Nacht habe ich das Fenster weit geöffnet und während meine Kopfhörer mir ganz laut dein Lieblingslied in die Ohren schallen, wandert mein Blick zum wolkenlosen Himmel, und ich suche die Wega aus dem Sternbild der Leier. So wie es die Freunde in einem unserer Kinderbücher von damals getan haben, wenn sie aneinander dachten.
Wusstest du, wie es der Legende nach heißt? Jeder Stern am Himmel ist die Seele eines Menschen und sie leuchten zu uns herunter, um uns den Weg zu zeigen, den zu gehen wir bestimmt sind.
Verirren wir uns deshalb, wenn der Himmel dunkel ist; wenn der Mond nicht scheint und die Sterne schweigen? Haben wir Angst, unseren Weg zu verlieren, wenn die Seelen von oben uns nicht unterstützen? Nein, ich brauche kein Sternenlicht, um meinen Weg zu sehen. Mein Weg führt mich zu dir.
Die raue Stimme in meinen Ohren singt von der Ewigkeit. Da! Dort ist er, unser Stern, unsere Wega. Ich denke an dich, merkst du es? Ich denke an dich und bin ganz nahe bei dir. Ich werde immer bei dir sein.
Mitternacht. Es ist morgen, die Uhr der Kirche gegenüber unseres Hauses hat ihre Zeiger zur Kerze geschmiedet. Das Licht, das aus dem Glockenturm scheint, ist ihre Flamme, die einen hellen Schein in die Nacht schickt. Irgendwo dort oben bist du jetzt.

Gerade habe ich den Anruf erhalten. Dein Flugzeug ist gelandet. Es wird Zeit für mich.
Ein herrlicher Frühlingstag Anfang Mai erwartet mich draußen und sie könnte mich überwältigen, die schlichte Schönheit, die in allem steckt. In Momenten wie diesen kann man sich nur schwer vorstellen, dass auch Böses auf der Welt existiert; dass es so viel Kummer und Leid gibt, so viel Schmerz. Ich fühle mich friedlich. Beinahe schon frei.

Ganz allein - deine Mutter hat meinem Wunsch nachgegeben und von den anderen ist noch niemand da - betrete ich den Raum, in dem ich dir gleich so nahe sein werde wie das letzte Mal vor vier Monaten. Mein Gang ist aufrecht, weder langsam noch schnell. Mein Herz schlägt ruhig, mein Atem ist gleichmäßig. Festen Schrittes gehe ich den Gang entlang, vorbei an den Reihen der Holzstühle, vorbei an den Blumenkrügen. Der dicke Teppich auf dem Weg zu dir verschluckt das Geräusch meiner Schritte und so nähere ich mich dir lautlos, als wäre ich ein Geist, der schwebt, anstatt zu gehen.

Sie haben euch weiße Särge ausgesucht, denn in Asien, wo ihr von der Klippe gestürzt seid, ist Weiß die Farbe der Trauer. Sie sind geschlossen, weil ein Sturz aus dieser Höhe nicht viel von euch übrig gelassen hat. Außerdem hat die Überführung eine Weile gedauert - zu lange, um eure körperliche Hülle unbeschadet zu lassen. Aufgebahrt und umringt von Kränzen und Blumen, um die sich das Bestattungsinstitut gekümmert hat, steht euer letztes Bett vor mir.
Meine Janna, du hast das Abenteuer gewagt, auch wenn dir sicher mulmig dabei zumute war. Hast dich in den erfahrenen Händen eines Bergführers sicher geglaubt und dich für zu jung gehalten, das Risiko nicht einzugehen. Warst mutig und voller Vorfreude. Du bist glücklich gestorben, daran glaube ich fest. Ganz, ganz fest.

Ich trete an deinen Sarg heran und lege die Arme um das kühle Holz. Lasse meinen Kopf auf den Deckel sinken, drücke meine Wange dagegen und schließe die Augen. Du liegst da, unter mir, beinahe in meinen Armen und doch so weit entfernt. Nein, ich weine nicht. Ich habe keine Träne mehr in mir, keine einzige, habe sie alle verbraucht, seitdem ich erfahren habe, dass du auf der Reise, die dich so weit von mir entfernt hat, tödlich verunglückt bist. Habe geweint ob des Gedankens an ein Leben ohne dich. Habe geweint, weil ich verzweifelt war und gebrannt habe. Jede Träne hat das Feuer noch angefacht, so lange, bis ich es zu lieben gelernt habe. Außer dem Schmerz ist mir nichts mehr geblieben. Nichts, seitdem du mein Leben verlassen hast. Da ist nichts mehr.
Ich würde gern an Geister glauben, doch wie auch schon Papa ein paar Jahre zuvor bist du nicht hier. Kein geheimnisvoller Luftzug, der an meinem Ohr entlang streicht. Keine unsichtbaren Arme, die mich umfangen und festhalten. Keine wispernden Worte, die mir Trost spenden. Wo immer du bist, nicht du kannst mich finden, sondern ich muss dich suchen.

Dein Tod hat mich sterben lassen. Alles, was ich hier bin, ist nur noch Kopie. Ich bin wie die leere Welt der Zeitfresser. Ich bin die Mahlzeit, die schon gegessen wurde. Der Treibstoff, der keine Energie mehr liefert. Der Boden, auf dem der letzte Schritt verklungen ist. Was aber das Wichtigste ist: Ich fürchte mich nicht mehr. Ich weiß genau, was zu tun ist und ich habe keine Angst davor. Ohne dich ist mein Leben nicht sinnlos - ohne dich ist mein Leben kein Leben. Und einer Sache, die nicht ist, muss man nicht nachtrauern. Ich sehe nach vorn. Ich sehe zu dir.
Warte auf mich, hörst du? Ich komme.
Und wenn es eine Ewigkeit dauert, kleine Schwester ...

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Frage: Wenn die Intelligenz einer Person mit 'Bohnenstroh' verglichen wird, ist die Person dann dumm oder klug?
Antwort Kandidat Alexander: Klug.

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12-10-2008, 19:09 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12-10-2008 19:10 von Aliesa.)
Beitrag: #2
RE: In den letzten sieben Tagen
Hallo Lilly,

deine Geschichte habe ich schon vorhin gelesen, komme aber erst jetzt dazu, sie auch zum kommentieren. Wirkliche Kritik habe ich keine, das hier ist fast ausschließlich ein Lobkommentar. (Ist doch auch mal ganz nett für Autoren. Icon_wink )

Ich fange mal mit dem allgemeinen an: Du hast mit In den letzten sieben Tagen eine sehr schöne Geschichte geschrieben, die meinen Geschmack trifft und mich als Leserin sehr berührt hat. Die Atmosphäre, die du vermittelst, finde ich wunderschön getroffen und auch dein Titel sagt mir zu. Auch das Zitat am Anfang passt sehr gut, genauso wie der Einsatz der kursiven Schrift.
Insgesamt gefällt mir dein Stil wirklich, ebenso deine Wortwahl - und beim ersten Lesen war ich so gefangen, das ich den kritischen Blick ganz und gar vergessen haben.
Außerdem gefällt mir dein Aufbau der Geschichte. Alles in allem waren alle Gefühle und Gedanken so ... lebendig, so echt, das mir nirgends ein Verbesserungsvorschlag zur Verbesserung einfällt. Vileicht bin ich ja im Moment wirklich blind, aber mir fällt wirklich nichts auf, der Text und deine Ausdrucksweise ist wirklich stark. Und der Schluss: Einfach nur: "Wow".

So, und nun komme ich zum einzigen Kritikpunkt, den ich habe.

Zitat:Lange stehe ich vor meinem geöffneten Kleiderschrank und betrachte seinen Inhalt. Soll ich die Kleidung wählen, die ich einst für Papa trug? Ja, ich lasse dir die gleiche Ehre zukommen.

Die Falsche Fährte, auf die du den Leser lockst, hat hier einen kleinen Abbruch. Das ist jetzt ein wenig kleinlich, aber ich fände es besser, wenn wirklich bis zur offensichtlichen Stelle der Tod nicht angedeutet wird. Die Überraschung wäre größer. Das Leahs Vater tot war, war mir klar, nicht aber, warum sie das auch bei Leahs Ankunft tragen will. Du siehst, ein ganz kleiner, sehr subjektiver Punkt, den ich anmerken wollte.

Wobei ich die geschickt eingestreuten Hinweise von dir sehr bewundere. Zum Beispiel das hier:

Zitat:Mitternacht. Es ist morgen, die Uhr der Kirche gegenüber unseres Hauses hat ihre Zeiger zur Kerze geschmiedet. Das Licht, das aus dem Glockenturm scheint, ist ihre Flamme, die einen hellen Schein in die Nacht schickt. Irgendwo dort oben bist du jetzt.

Irgendwo dort oben bist du jetzt. Ja.. was soll ich sagen? Perfekt, wie doppeldeutig man das auffassen kann: Als Flugzeug und als Himmel. Ah, außerdem fällt mir jetzt doch ein kleiner Umformulierungsvorschlag ein: "Irgendwo dort oben bist jetzt du." klänge für mich von der Melodik her schöner, wahrscheinlich, weil es gewohnter ist.

Alles in allem: Icon_cuinlove


Liebe Grüße,

eine begeisterte Aliesa.
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12-10-2008, 23:12
Beitrag: #3
RE: In den letzten sieben Tagen
Du kannst wirklich gut schreiben. Es ist einfach schön, den Text zu lesen, die Worte, die du wählst klingen so, als gäbe es keine anderen, die man verwenden könnte. Da übergehe ich auch die kursiven Einschübe, die aussehen, als stammten sie aus der Lyrik, von der ich kein Fan bin, und berwerte sie einfach als Teil des Textes, der nicht fehlen darf.
Es gibt nur eines, das mich stört. Viele der Autoren, die hier Kurzgeschichten veröffentlichen, müssen immer auf eine krasse, unerwartete Wendung hinarbeiten, die die anfängliche Geschichte umkrempelt. Dein Text war aber nicht so überraschend. Für mich schwang von Anfang mit, dass gleich der Coup kommt und dass er bestimmt mit Tod zu tun hat. (Obwohl ich dachte, Janna würde kurz vor ihrer Rückkehr sterben.)
Ich bin also begeistert von deiner Art zu schreiben, aber nicht so sehr von der Highlightsucht vieler Autoren.

Werkeverzeichnis

Ich bin ein trauriger Mensch

Der Mensch ist des Menschen Wolf.
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12-10-2008, 23:26 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12-10-2008 23:40 von Lilly.)
Beitrag: #4
RE: In den letzten sieben Tagen
Hallo Alisea,

ein erster Kommentar! *freufreu*
Und dann auch noch ein so lobender ... da wird man ja beinahe rot. Smiley_emoticons_blush

Ich danke dir auf jeden Fall für deine Zeit und intensive Mühe! So wünscht man sich den Feierabend. Mrgreen

Zitat:Insgesamt gefällt mir dein Stil wirklich, ebenso deine Wortwahl - und beim ersten Lesen war ich so gefangen, das ich den kritischen Blick ganz und gar vergessen haben.
Ja, das habe ich mir gewünscht. Anfangs war meine Sorge, dass die Geschichte auf Dauer vielleicht langweilig werden könnte - sie ist so still, ganz ohne wörtliche Rede und so ... aber ich habe gehofft, dass die Atmosphäre das gut ausgleichen würde - und deine Worte bestätigen mich da.
Danke!

Zitat:Und der Schluss: Einfach nur: "Wow".
Ich wiederhole mich, aber ich möchte auch hier herzlich danke sagen. Icon_smile

Zitat:Zitat:
Lange stehe ich vor meinem geöffneten Kleiderschrank und betrachte seinen Inhalt. Soll ich die Kleidung wählen, die ich einst für Papa trug? Ja, ich lasse dir die gleiche Ehre zukommen.


Die Falsche Fährte, auf die du den Leser lockst, hat hier einen kleinen Abbruch. Das ist jetzt ein wenig kleinlich, aber ich fände es besser, wenn wirklich bis zur offensichtlichen Stelle der Tod nicht angedeutet wird. Die Überraschung wäre größer. Das Leahs Vater tot war, war mir klar, nicht aber, warum sie das auch bei Leahs Ankunft tragen will. Du siehst, ein ganz kleiner, sehr subjektiver Punkt, den ich anmerken wollte.
Über diesen Punkt sind schon viele gestolpert (ich habe die Geschichte mal in einem anderen Forum veröffentlicht, in dem ich aber nicht mehr Mitglied bin) und ich hab die Sätze schon "entschärft". Ich gebe dir aber Recht - es wäre besser, wenn die Stelle ganz draußen wäre. Fast alle wussten von da an, worauf es hinauslaufen würde.

Zitat:Ah, außerdem fällt mir jetzt doch ein kleiner Umformulierungsvorschlag ein: "Irgendwo dort oben bist jetzt du." klänge für mich von der Melodik her schöner, wahrscheinlich, weil es gewohnter ist.
Das ist gewohnter? So kann es gehen - mir ist meine Version geläufiger. Icon_wink
Ich werde über deinen Vorschlag nachdenken, aber eigentlich bin ich zufrieden mit der Satzstellung.

Ich wünsche dir einen schönen Abend - und wir lesen uns,

Lilly


Hallo erst mal, Chuzzlewit,

du bist mir dazwischengerutscht, als ich Aliseas Kommentar beantwortet habe. Icon_smile

Auch dir möchte ich herzlich danken (ich finde es manchmal schwierig, auf Lob zu reagieren - Kritik kann man diskutieren, bei Lob gibt es nicht viele Möglichkeiten ... *g*), nicht nur für die lobenden Worte, sondern auch für die Zeit, die du dir genommen hast.

Zitat:Es ist einfach schön, den Text zu lesen, die Worte, die du wählst klingen so, als gäbe es keine anderen, die man verwenden könnte.
Ich glaube, das ist mit das am schönsten formulierte Kompliment, das ich überhaupt je bekommen habe. Vielen, lieben Dank ...

Zitat:Es gibt nur eines, das mich stört. Viele der Autoren, die hier Kurzgeschichten veröffentlichen, müssen immer auf eine krasse, unerwartete Wendung hinarbeiten, die die anfängliche Geschichte umkrempelt.
Ich hab die Geschichte zu einer Zeit geschrieben, in der ich einen großen Schritt in meiner Entwicklung gemacht habe, und wollte etwas Neues ausprobieren. Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis. Icon_smile
Es ist - wenn ich jetzt richtig überlege - die einzige Geschichte, die ich mit einer solchen Wendung geschrieben habe. (Das heißt aber nicht, dass nicht noch welche kommen könnten. *g*)
Ich persönlich mag es, so etwas zu lesen - sofern es denn gelungen ist. Ich kann aber auch verstehen, dass es einem Leser zu viel wird, wenn er solche Geschichten zuhauf findet.

Ich wünsche auch dir einen schönen Abend und grüße lieb,

Lilly

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Lillys Werke
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15-10-2008, 10:43
Beitrag: #5
RE: In den letzten sieben Tagen
Liebe Lilly,

schon lange nichts gelesen, was mich so berührt hat. Du lockst den Leser fürs Erste auf eine falsche Fährte, man erwartet eine sentimentale "Homecoming" Story. Doch nach und nach wird einem die Endgültigkeit der Worte Leahs mehr und mehr bewußt.

Der einzige Kritikpunkt, den ich habe: die Absätze sind mir teilweise zu "zerfetzt", das kann man komprimieren und sollte man, der Lesbarkeit zuliebe, vielleicht auch.

Und das Ende, das stört mich ein wenig - es klingt so, als wolle Leah selbst ihrem Leben ein Ende setzen, weil sie ohne Janna keinen Sinn mehr darin sieht. Ich weiß nicht... jeder reagiert anders, aber aus meiner persönlichen Geschichte heraus wage ich zu behaupten, daß - gerade, wenn so ein lebensfroher, junger Mensch gehen muß - nach der ersten Verzweiflung sich eine Hoffnung einstellt und das Bestreben, das Leben weiterzuleben, so wie der/die Verstorbene es auch gemacht hätte. "Sie hätte es so gewollt". Naja - nur eine Anmerkung, sieh es bitte nicht als Kritikpunkt.

Mehr möchte ich gar nicht sagen, Lilly. Eine Geschichte wie diese soll man nicht zerreden, sie ist zum Innehalten gedacht und dazu, seinen eigenen "Sternen" einen lieben Gedanken zu schicken...

Gerne gelesen!
t.

Ich bin absolut dafür, daß man Narren von gefährlichen Waffen fernhält. Beginnen wir mit Schreibmaschinen. (Frank Lloyd Wright)

Prinzessin von Kagran
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15-10-2008, 13:15
Beitrag: #6
RE: In den letzten sieben Tagen
Hallo talblick,

woah, was für ein wunderschöner Kommentar. Icon_smile Vielen Dank dafür! Ich freue mich immer, wenn ich Lesern Emotionen vermitteln kann - das ist für mich immer die größte Herausforderung und ich nehme sie sehr gern an.

Was die Absätze betrifft: Dafür habe ich schon so einige Male "Ärger" bekommen. *g* Es ist eben eine Geschmackssache. Ich mag sie und arbeite gern damit. Deshalb werde ich sie auch lassen.

Der Schluss ... ja. Das haben auch schon einige gesagt und inzwischen bin ich geneigt, ihnen (und damit auch dir) zuzustimmen. Wahrscheinlich würde sich Leah nicht umbringen, sondern nach dem Motto, das du genannt hast, weiterleben.
Ich werde das Ende trotzdem so lassen. Es ist ja offen. Und auch wenn Leah zu dem Zeitpunkt, an dem die Geschichte gerade endet, darüber nachdenkt, Janna in den Tod zu folgen, heißt das ja nicht, dass sie es wirklich tun wird.

Vielleicht werde ich aber eines Tages über ein "besseres" Ende nachdenken.

Ich danke dir auf jeden Fall sehr für deinen Kommentar und freue mich, dass ich dich mit dieser Geschichte überzeugen konnte. Sie ist mir persönlich sehr wichtig.

Ich wünsche dir einen schönen Tag,

Lilly

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15-10-2008, 22:36
Beitrag: #7
RE: In den letzten sieben Tagen
Hallo Lilly,

von Living Life mal abgesehen, ist das mein persönlicher Lieblingstext von dir.

Ich mag diese Doppeldeutigkeit am Anfang, wo man noch denkt, dass Leah Janna, ihre Freundin, Seelenschwester, nach langer Zweit wieder lebendig und wohlbehalten in die Arme schließen kann. Die Vorfreue darauf ist richtig spürbar. Dass Janna ihr von der Reise erzählt, sie fragt, wie es Leah in der Zwischenzeit ergangen ist und doch merkt man langsam, wie es sich dreht. Kleine Andeutungen, dass es in eine andere Richtung gehen könne. Es hat mir wieder nach und nach das Schlucken erschwert. Und irgendwann kommt der Punkt an dem man die Gewissheit hat, dass Janna wieder kommt, aber nicht lebend.

Was mir auch gut gefällt ist diese „trockene“ Trauer, eine Gefasstheit, wie sie nur schwer nachzuvollziehen ist. Leah hat zwar geweint, aber ich bin mir noch etwas unschlüssig in wieweit sie den Verlust wirklich wahr nimmt, was ich sehr gefährlich finde.

Ein sehr gelungener Text mir einer überraschenden Wendung.

Liebe Grüße

Shaddowlino

Sei wie du bist und nicht so wie andere dich haben wollen.
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16-10-2008, 12:48
Beitrag: #8
RE: In den letzten sieben Tagen
Noch eine kleine Nachbemerkung von mir:

Absätze sind so eine Sache - solche wie Du sie setzt, Lilly, gehen auf Taschenbuchseiten über mehrere Zeilen, hier am Bildschirm und auf normalem A4-Papier nur über eine, zwei, und das macht es schwer lesbar. Du solltest also - wenn Du Deine Absätze so beibehalten möchtest - Deinen Lesern zuliebe schleunigst im Taschenbuchformat Deine Geschichten herausgeben Icon_wink

(15-10-2008 22:36)Shaddowlino schrieb:  Was mir auch gut gefällt ist diese „trockene“ Trauer, eine Gefasstheit, wie sie nur schwer nachzuvollziehen ist. Leah hat zwar geweint, aber ich bin mir noch etwas unschlüssig in wieweit sie den Verlust wirklich wahr nimmt, was ich sehr gefährlich finde.
Ich verstehe Deinen Einwand, Shaddowlino... Aber die ersten paar Sätze: Heute habe ich erfahren, dass es noch sieben Tage sind, bis du wiederkommst. Deine Mutter rief mich an, um es mir zu sagen. Es ist, als hätte ich ewig auf diesen Anruf warten müssen. verrät mir, daß es wohl länger gedauert hat vom Zeitpunkt des Todes bis zur Überführung. Natürlich, Asien, Behörden, das geht auch hier in Österreich/Deutschland nicht so zackig, von dem Zeitpunkt des Todes zur Beerdigung vergeht leicht eine Woche, bei einer "absonderlichen" Todesart, die erst noch überprüft werden muß, noch länger. Ich kann mir gut vorstellen, daß Leah geweint, geheult und geschrien hat, als sie die Todesnachricht erhalten hat, und inzwischen einfach keine Tränen mehr hat... Außerdem hat sie ja schon einmal einen Todesfall verarbeiten müssen (ihren Vater), sodaß sie wohl schon mit den "Abläufen der Trauer" vertraut ist. Das geht nicht alles auf einmal, das geht in Phasen, Wellen...

Noch eine Kleinigkeit gibt es, die mir immer mehr auffällt, je öfter ich es lese: die letzten Worte, Ewigkeit, Schwester. Anfangs hat's mich gar nicht so gestört, doch inzwischen wirkt es wie eine dahingesagte "Gangsta-Bitch-Floskel" wenn Du weißt was ich meine?
Bis in alle Ewigkeit, kleine Schwester. oder ähnliches würde meiner Meinung nach nicht nur besser passend, sondern auch persönlicher und emotionaler rüberkommen.

So, das war's auch schon wieder von mir. Bis bald!
t.

Ich bin absolut dafür, daß man Narren von gefährlichen Waffen fernhält. Beginnen wir mit Schreibmaschinen. (Frank Lloyd Wright)

Prinzessin von Kagran
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16-10-2008, 13:47
Beitrag: #9
RE: In den letzten sieben Tagen
Hallo ihr beiden,

hab ja gar nicht gemerkt, dass du mich kommentiert hast, mein Shaddow ... Icon_rolleyes Ich werd auch immer blinder ...

Echt, einer deiner Lieblingstexte? *freu*
Talblick hat übrigens recht - es ist tatsächlich eine ganze Weile vergangen, seitdem Leah die Todesnachricht erhalten hat. Sie sagt ja auch, dass sie so viel geweint hat, dass jetzt keine Tränen mehr übrig sind - sich vollkommen leer geweint hat.
Gefährlich finde ich es trotzdem. Es ist ja nicht so, dass Leah "Frieden" mit der Sache geschlossen hätte, jedenfalls nicht in dem Sinne, dass sie weitermachen kann/will.

Das mit dem letzten Satz ... Wo du das jetzt sagst, talblick, lese ich es auch in einem solchen Ton. Ich werde deinen Vorschlag annehmen und das Ganze ein bisschen emotionaler machen.

Und die Absätze bzw. das Veröffentlichen: Schön wär's. Mrgreen

Ich danke euch beiden; dir, Shaddowlein, dass du den Text noch mal gelesen und kommentiert hast - dir, talblick, für deine Rückmeldung.

Wünsch euch was!

Lilly

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20-11-2008, 18:23
Beitrag: #10
RE: In den letzten sieben Tagen
hallo lilly,

ich habe beschlossen mal wieder was von dir zu lesen, deshalb bin ich hier gelandet.

über das ende war ich ja total entsetzt. aber jetzt werd ich den text zum zweiten mal lesen und schauen, ob ich ein paar anmerkungen machen kann. Icon_wink

Zitat:Deine Mutter rief mich an, um es mir zu sagen. Es ist, als hätte ich ewig auf diesen Anruf warten müssen.

nun, beim ersten lesen des satzes dachte ich noch: "weiss die nicht, wann sie nach hause kommt? seltsame reise." dann las ich das es eine weltreise ist und hab mich nicht mehr weiter gewundert. aber, wenn man das ende kennt, ist es noch logischer.

Zitat:und ich überlege, ob ich sie einrahmen sollte, damit sie nicht noch mehr beschädigt wird. So, wie ich es mit den anderen Postkarten von dir gemacht habe

hier ist es ähnlich. das kam mir beim ersten lesen auch seltsam vor, aber ich hab mir gedacht, dass sie postkarten nunmal gerne hat, soll es ja alles geben. ich heb postkarten, die ich bekommen habe, auch gerne auf. jetzt beim zweiten lesen, bekommt das natürlich eine ganz andere bedeutung. sie möchte die erinnerungen aufbewahren.

Zitat:Am dritten Tag überkommt mich eine Euphorie, mit der ich nicht gerechnet habe.

der dritte tag. als ich den das erste mal las, wurde ich richtig fröhlich ob der euphorie, hab mich mit leah auf janna gefreut, war guter stimmung. jetzt ist die stimmung bei mir jedoch total umgeschlagen, jetzt wo ich weiss, dass janna diese liebevollen vorbereitungen nicht mehr sehen kann, ihre liebgewonnen bilder nicht mehr wiedersieht, ist das ganze schön traurig. solche stellen find ich ja immer genial, diese kleinigkeiten, die der tote zurückgelassen hat, die den lebenden aber dann in die totale trauer stürzen.

Zitat:Deine Mutter hat meine Hilfe dankend abgelehnt, doch ich tue, was ich kann.

über die stelle bin ich das erste mal gestolpert. hilfe? wobei? ich dachte an eine art willkommenfeier. auch das hat sich mit dem ende geklärt.

Zitat:Gerade habe ich den Anruf erhalten. Dein Flugzeug ist gelandet.

genau das ist sie. die stelle bei der ich es geahnt hatte, dass da was nicht stimmt. schlimme nachrichten kündigen sich immer mit diesem telefonsatz an. Icon_smile zuerst hab ich an einen flugzeugabsturz gedacht. aber dann verflog mein gefühlt wieder, weil das flugzeug ja gelandet ist. und das alles mit zwei sätzen. Icon_panik

Zitat:Festen Schrittes gehe ich den Gang entlang, vorbei an den Reihen der Holzstühle, vorbei an den Blumenkrügen. Der dicke Teppich auf dem Weg zu dir verschluckt das Geräusch

hier wurde ich dann wieder stutzig. komischerweise aber erst bei dem teppich. weil ich die ganze zeit dachte leah würde sie am flughafen abholen.

Zitat:Sie haben euch weiße Särge ausgesucht, denn in Asien, wo ihr von der Klippe gestürzt seid, ist Weiß die Farbe der Trauer.

hier war es dann endgültig vorbei, da dachte ich nur noch: :icon_gucker: das hätte ich niemals erwartet.

Zitat:Nichts, seitdem du mein Leben verlassen hast. Da ist nichts mehr.

die einzige stilistische kritik: der zweite satz wirkt wie eine wiederholung. ich würde die sätze miteinander verbinden: "Nichts, seitdem du mein Leben verlassen hast, ist da ist mehr."

Zitat:Warte auf mich, hörst du? Ich komme.
Und wenn es eine Ewigkeit dauert, kleine Schwester ...

die letzten sätze. man kann natürlich vermuten, dass sie sich nun umbringt, aber das mit der ewigkeit, kann auch das gegenteil bedeuten. man kann nachvollziehen, dass sie in dem moment, wo sie vor dem sarg steht über selbstmord nachdenkt, egal wie lange sie schon von jannas tod weiss. aber sie kann genauso gut in ihr eigenes leben zurückfinden. die euphorie mit der sie die wohnung geputzt hat lässt darauf schließen. Icon_smile

wie du merkst hab ich gar nichts negatives anzumerken, deshalb hab ich die wirkung deiner geschichte mal stück für stück aufgeschrieben, damit mein kommentar wenigstens ein bisschen sinnvoll ist. Icon_wink

ich muss sagen, das ende hat mich wirklich total überrascht. die wenigen andeutungen wirken beim ersten lesen vllt "seltsam" lassen sich aber doch irgendwie erklären und ich hab da einfach drüber gelesen.

daher hast du mich voll und ganz mit dem ende "erwischt".

lg

Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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