<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
	<channel>
		<title><![CDATA[Literatopia - Alle Foren]]></title>
		<link>http://www.literatopia.de/forum/</link>
		<description><![CDATA[Literatopia - http://www.literatopia.de/forum]]></description>
		<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 16:11:00 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Was ich für dich sein möchte ...]]></title>
			<link>http://www.literatopia.de/forum/thread-4668.html</link>
			<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 02:31:49 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.literatopia.de/forum/thread-4668.html</guid>
			<description><![CDATA[... es wird mal wieder Zeit für etwas Altes. Ist mir gerade beim Stöbern in die Hände gefallen, ein Geburtstagsgeschenk für meine erste große Liebe - da waren wir aber schon wieder getrennt ^^ jaja, was tut frau nicht alles *seufzt*<br />
<br />
<hr />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Was ich für dich sein möchte</span><br />
<br />
Eine große Hoffnung,<br />
eine neue Chance,<br />
ein schönes Gefühl,<br />
ein guter Gedanke,<br />
eine echte Freundin,<br />
eine wahre Liebe.<br />
<br />
Viele schöne Erinnerungen,<br />
das Strahlen in deinen Augen,<br />
das Lächeln auf deinen Lippen,<br />
ein Tuch zum Trocknen deiner Tränen,<br />
ein auffangendes Netz, wenn du fällst,<br />
eine Stütze in schwierigen Situationen.<br />
<br />
Wärme in einer kalten Nacht,<br />
Schatten in brennender Sonne,<br />
Regen nach heißen Tagen,<br />
Licht in dunklen Zeiten,<br />
ein einzelner Stern am schwarzen Himmel,<br />
eine Blume inmitten einer Wüste.<br />
<br />
All dies und noch mehr,<br />
doch vor allem möchte ich<br />
dir Kraft geben,<br />
dir bei Niederschlägen aufhelfen<br />
und für dich da sein,<br />
wenn du mich brauchst.<br />
<br />
<span style="font-size: xx-small;"><span style="font-style: italic;">August 2005</span></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[... es wird mal wieder Zeit für etwas Altes. Ist mir gerade beim Stöbern in die Hände gefallen, ein Geburtstagsgeschenk für meine erste große Liebe - da waren wir aber schon wieder getrennt ^^ jaja, was tut frau nicht alles *seufzt*<br />
<br />
<hr />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Was ich für dich sein möchte</span><br />
<br />
Eine große Hoffnung,<br />
eine neue Chance,<br />
ein schönes Gefühl,<br />
ein guter Gedanke,<br />
eine echte Freundin,<br />
eine wahre Liebe.<br />
<br />
Viele schöne Erinnerungen,<br />
das Strahlen in deinen Augen,<br />
das Lächeln auf deinen Lippen,<br />
ein Tuch zum Trocknen deiner Tränen,<br />
ein auffangendes Netz, wenn du fällst,<br />
eine Stütze in schwierigen Situationen.<br />
<br />
Wärme in einer kalten Nacht,<br />
Schatten in brennender Sonne,<br />
Regen nach heißen Tagen,<br />
Licht in dunklen Zeiten,<br />
ein einzelner Stern am schwarzen Himmel,<br />
eine Blume inmitten einer Wüste.<br />
<br />
All dies und noch mehr,<br />
doch vor allem möchte ich<br />
dir Kraft geben,<br />
dir bei Niederschlägen aufhelfen<br />
und für dich da sein,<br />
wenn du mich brauchst.<br />
<br />
<span style="font-size: xx-small;"><span style="font-style: italic;">August 2005</span></span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[~ Ungeküsst ~]]></title>
			<link>http://www.literatopia.de/forum/thread-4667.html</link>
			<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 02:27:16 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.literatopia.de/forum/thread-4667.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="color: #FFDAB9;">.<br />
.</span><br />
<span style="color: #800080;"><span style="font-style: italic;">Was weißt Du schon von den Brandspuren<br />
Deiner ungeküssten Küsse?<br />
Was von meiner angesengten Haut<br />
an jenen Stellen, die Du ihres Rechtes beraubt?<br />
<br />
Nichts weißt Du.<br />
Nichts.<br />
<br />
Die Kälte ist Deine heimliche Geliebte<br />
gegen ihre blasse Schönheit<br />
ich Dich nur mit wunden Händen<br />
ungesehen anbetteln kann.<br />
<br />
Und was weißt Du schon von ihren nackten Füßen,<br />
die mein Haupthaar,<br />
als roten Hoheits-Teppich nutzen?<br />
<br />
Nichts weißt Du.<br />
Nichts.<br />
<br />
Das Glas, aus dem Du trankst,<br />
schaut leer auf mich zurück.<br />
So leer wie Deine Augen,<br />
die auf mir ruhn'.<br />
<br />
Hier knie ich nun<br />
gedemütigt von Deinen<br />
ungeküssten Küssen<br />
und presse sie ängstlich<br />
an mein Leib,<br />
denn sie sind alles, was ich<br />
noch hab'<br />
<br />
Doch was weißt Du schon?<br />
Nichts weißt Du.<br />
Nichts.<br />
<br />
________________<br />
Sherry, 16/11/2004</span></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="color: #FFDAB9;">.<br />
.</span><br />
<span style="color: #800080;"><span style="font-style: italic;">Was weißt Du schon von den Brandspuren<br />
Deiner ungeküssten Küsse?<br />
Was von meiner angesengten Haut<br />
an jenen Stellen, die Du ihres Rechtes beraubt?<br />
<br />
Nichts weißt Du.<br />
Nichts.<br />
<br />
Die Kälte ist Deine heimliche Geliebte<br />
gegen ihre blasse Schönheit<br />
ich Dich nur mit wunden Händen<br />
ungesehen anbetteln kann.<br />
<br />
Und was weißt Du schon von ihren nackten Füßen,<br />
die mein Haupthaar,<br />
als roten Hoheits-Teppich nutzen?<br />
<br />
Nichts weißt Du.<br />
Nichts.<br />
<br />
Das Glas, aus dem Du trankst,<br />
schaut leer auf mich zurück.<br />
So leer wie Deine Augen,<br />
die auf mir ruhn'.<br />
<br />
Hier knie ich nun<br />
gedemütigt von Deinen<br />
ungeküssten Küssen<br />
und presse sie ängstlich<br />
an mein Leib,<br />
denn sie sind alles, was ich<br />
noch hab'<br />
<br />
Doch was weißt Du schon?<br />
Nichts weißt Du.<br />
Nichts.<br />
<br />
________________<br />
Sherry, 16/11/2004</span></span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[~ Lass uns fort ~]]></title>
			<link>http://www.literatopia.de/forum/thread-4666.html</link>
			<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 02:19:51 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.literatopia.de/forum/thread-4666.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="color: #FFA500;">.<br />
.</span><br />
<span style="color: #8B4513;"><span style="font-style: italic;">Lebenskräfte schwinden<br />
Lass sie runtergleiten<br />
sich an jedem unserer Hälse winden<br />
und Leib und Seele fortgeleiten -<br />
Lass uns fort<br />
<br />
Augenlider fallen<br />
Schwarze wimpern ruhn’ auf Kissen<br />
Und ihre Sternenhäupter krallen<br />
sich noch verzweifelt an<br />
des Mondgesichtes kühlen Küssen -<br />
Lass uns fort<br />
<br />
Lebenswege scheiden<br />
Alle Bittgedanken schlafen<br />
Dunkle Gräber ruhen tief,<br />
während die Lebenden noch leiden<br />
Lass uns aneinander in die Schwärze laben<br />
Lass uns fort<br />
</span></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="color: #FFA500;">.<br />
.</span><br />
<span style="color: #8B4513;"><span style="font-style: italic;">Lebenskräfte schwinden<br />
Lass sie runtergleiten<br />
sich an jedem unserer Hälse winden<br />
und Leib und Seele fortgeleiten -<br />
Lass uns fort<br />
<br />
Augenlider fallen<br />
Schwarze wimpern ruhn’ auf Kissen<br />
Und ihre Sternenhäupter krallen<br />
sich noch verzweifelt an<br />
des Mondgesichtes kühlen Küssen -<br />
Lass uns fort<br />
<br />
Lebenswege scheiden<br />
Alle Bittgedanken schlafen<br />
Dunkle Gräber ruhen tief,<br />
während die Lebenden noch leiden<br />
Lass uns aneinander in die Schwärze laben<br />
Lass uns fort<br />
</span></span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die armen Kinder]]></title>
			<link>http://www.literatopia.de/forum/thread-4664.html</link>
			<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 16:38:07 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.literatopia.de/forum/thread-4664.html</guid>
			<description><![CDATA[Das ist entstanden, als ich das über Haiti gelesen habe. <br />
<br />
Siehst du die traurigen Augen? <br />
Wie sie den Lügen der Menschen glauben?<br />
Wie sie hoffen, dass jemand kommen wird? <br />
Und wie am nächsten Tag ein Kind stirbt? <br />
Hast du dir schon mal das angesehen?<br />
Kannst du das Leid dieser Kinder verstehen? <br />
Möchtest du ihnen nicht in dieser Not beistehen? <br />
Statt immer wieder wegzusehen? <br />
<br />
Nein, natürlich nicht.<br />
Was war ich doch für ein dummer Wicht.<br />
Wer ließt denn schon dieses Gesicht? <br />
Wer trauert denn schon um diese Kinder? <br />
Wer füttert denn schon ihre kleinen Münder? <br />
Wer eilt denn schon  zu ihnen, wenn sie Angst haben? <br />
Wer will denn schon um diese Kinder klagen? <br />
<br />
Wie dumm ich doch war,<br />
als ich gedacht, <br />
dass Menschen ein Herz haben.<br />
Das wäre doch gelacht,<br />
Denn sonst würden sie etwas dazu sagen. <br />
<br />
Sie würden sich erheben,<br />
zu den Kindern eilen,<br />
sie in ihren Armen legen<br />
und sich damit schnell beeilen.<br />
<br />
Doch die menschliche Rasse besitzt kein Herz,<br />
es weint und trauert nicht um der Kinder Schmerz.<br />
Es kümmert sich nicht um die kleinen Herzen,<br />
es würde höchstens darüber scherzen.<br />
<br />
Nun, ich denke dieses Gedicht hat niemand erreicht,<br />
ich hoffe die Kinder sind alle bereit.<br />
Ich hoffe, sie werden endlich verstehen, <br />
dass letztendlich keiner wird nach ihnen sehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Das ist entstanden, als ich das über Haiti gelesen habe. <br />
<br />
Siehst du die traurigen Augen? <br />
Wie sie den Lügen der Menschen glauben?<br />
Wie sie hoffen, dass jemand kommen wird? <br />
Und wie am nächsten Tag ein Kind stirbt? <br />
Hast du dir schon mal das angesehen?<br />
Kannst du das Leid dieser Kinder verstehen? <br />
Möchtest du ihnen nicht in dieser Not beistehen? <br />
Statt immer wieder wegzusehen? <br />
<br />
Nein, natürlich nicht.<br />
Was war ich doch für ein dummer Wicht.<br />
Wer ließt denn schon dieses Gesicht? <br />
Wer trauert denn schon um diese Kinder? <br />
Wer füttert denn schon ihre kleinen Münder? <br />
Wer eilt denn schon  zu ihnen, wenn sie Angst haben? <br />
Wer will denn schon um diese Kinder klagen? <br />
<br />
Wie dumm ich doch war,<br />
als ich gedacht, <br />
dass Menschen ein Herz haben.<br />
Das wäre doch gelacht,<br />
Denn sonst würden sie etwas dazu sagen. <br />
<br />
Sie würden sich erheben,<br />
zu den Kindern eilen,<br />
sie in ihren Armen legen<br />
und sich damit schnell beeilen.<br />
<br />
Doch die menschliche Rasse besitzt kein Herz,<br />
es weint und trauert nicht um der Kinder Schmerz.<br />
Es kümmert sich nicht um die kleinen Herzen,<br />
es würde höchstens darüber scherzen.<br />
<br />
Nun, ich denke dieses Gedicht hat niemand erreicht,<br />
ich hoffe die Kinder sind alle bereit.<br />
Ich hoffe, sie werden endlich verstehen, <br />
dass letztendlich keiner wird nach ihnen sehen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Plagegeister (3/3)]]></title>
			<link>http://www.literatopia.de/forum/thread-4663.html</link>
			<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 15:58:49 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.literatopia.de/forum/thread-4663.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-style: italic;">Und hier ist Teil 3 - viel Spaß!</span><br />
<hr />
<div style="text-align: center;"><a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4661-post-49604.html#pid49604" target="_blank">Teil 1</a> ~ <a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4662.html" target="_blank">Teil 2</a> ~ Teil 3</div>
<hr />
<br />
Der kleine Engel führte Athena zu dem reich verzierten Lichttor. Die Göttin sah sich hektisch in der prachtvollen Vorhalle um und wünschte verzweifelt, Rustaya wäre ebenfalls hier. Die schweigsamen Flatterwesen, die hier überall herumdienerten, spähten neugierig hinter ihr her, als sie mit zitternden Fingern vor den berühmt-berüchtigten Rat der Götter trat. Die runde Ratshalle war von dichten Wolken umgeben und um das komplizierte Mosaik in der Mitte saßen die fünfzehn Oberen. Ernste Gesichter von allen Seiten, Athena schluckte. Wie im Protokoll vorgesehen trat sie in die dunkle Fläche in der Mitte des Mosaiks und grüßte mit einem Handzeichen. Vor Nervosität fiel ihr kein Wort ein und das hastige Rascheln der antiken Schriftrolle in ihrem Mantel machte sie auch nicht ruhiger. Das älteste seltene Leben versuchte aus der Innentasche zu kommen, aber Athena hielt es fest. Kurzes Schweigen bedrückte die Göttin. Verdammt, das hatte sie davon, wenn sie Rustaya nachgab! Eine Vorladung!<br />
„Athena, Göttin der seltenen Leben“, ließ sich Isis die Wörter auf der Zunge zergehen. Die Obere stand langsam auf und ihre alte Aura glühte stolz auf. „Dein eingereichter Vorschlag ist ... interessant. Du meinst also, dass er besser funktionieren wird als das von uns beschlossene Katastrophen-Paket?“<br />
<span style="font-style: italic;">Es war nicht mein Vorschlag! Rustaya sollte hier stehen!</span> Aber die selbstbewusste Oppositionsführerin wäre sicher nicht einmal nervös. Athena war es – und wie!<br />
„Ja, ich halte es für möglich.“ <span style="font-style: italic;">Vielleicht.</span><br />
„Du willst also all deine Schützlinge aufgeben und zu den Menschen senden?“<br />
<span style="font-style: italic;">Nein!</span><br />
„Ja, Isis“, erwiderte Athena und starrte auf die goldene Aura. Vielleicht, wenn sie sich von nichts ablenken ließ, würde sie es schaffen.<br />
„So soll es sein.“ Avendas Stimme war sanft. Die Obere lächelte Athena an, die mit gemischten Gefühlen die schnelle Entscheidung aufnahm. Fünfzehnmal Nicken, fünfzehnmal hoffen. Rustaya hatte recht gehabt. Kato hob die Arme und dämpfte das Licht. Abend kam über die Menschenwelt und in der Halle herrschte nun ein feierliches Dämmerlicht. Athena schauderte – sie durfte sich nicht einmal verabschieden?<br />
„Mach!“<br />
Sie nickte ergeben und beschwor langsam ihre Macht. Die heilige Aura des Ortes kräftige sie und gab ihr den nötigen Nachdruck. Was sie nun auch befahl, die Leben würden es widerstandslos tun. Diese Macht, krasser Gegensatz zu ihrer sonstigen genervten Hilflosigkeit, beunruhigte Athena und sie wollte zögern. Katos Blick ruhte fordernd auf ihr. Attie musste gehorchen. <span style="font-style: italic;">Geht!</span>, befahl sie seufzend. <span style="font-style: italic;">Zerstreut euch, zeigt euch, lasst euch bemerken! Erkundet die Welt – die Welt der Menschen!</span><br />
Athena war noch nie so müde gewesen. Und so voller Sorge.<br />
<br />
Als sie zu Hause ankam, fühlte sich Athena leer. Die Leben waren gegangen und trieben ab heute die Menschen in den Wahnsinn und nicht mehr sie. Eigentlich hätte sie froh sein können, aber so einsam war sich die Göttin noch nie vorgekommen. Es fing damit an, dass sie ihren Mantel ins Leere hängte, weil die Garderobe starr und still stand. Überall in der Wohnung waren Gegenstände verstreut, leblos. Auf der Couch aber saß Rustaya und sah ihrer Freundin mitfühlend entgegen.<br />
„Es wird den Leben sicher gut tun“, tröstete Taya. „Und deine Aufgabe ist jetzt immer noch, auf sie Acht zu geben.“ Athena nickte schweigend und ließ sich von Rustaya in den Arm nehmen. Ihre Hände umklammerten die Schriftrolle.<br />
„Ich muss jetzt gehen.“ Rustaya strich ihr über die Wange. „Mach keinen Unsinn, ja, Attie?“<br />
Als Taya verschwunden war, saß Athena noch lange reglos auf dem Sofa. Obwohl der Mond die Straßen beschien und auch Licht durch das Fenster sandte, begann der Zweisitzer nicht zu brummen und die Polster hoben und senkten sich nicht mehr. Es war alles ruhig. Attie schloss die Augen. Das Piepsen stellte sie sich vor, das streitende Quieken, das Trippeln von kleinen Beinchen – auf der Sofalehne! Sie riss die Augen wieder auf. Ein regelmäßiges Blinken hob sich aus der Dunkelheit, als die Fernbedienung mühevoll neben sie kletterte. Das leise Piepsen, wunderbar real, erklang ganz nah und mit einem überglücklichen Lächeln strich Athena ihrem treuen Schützling über den unregelmäßigen Rücken.<br />
„Gleich morgen“, flüsterte sie liebevoll, „gehen wir zusammen nachsehen, wo die anderen geblieben sind.“ Das Leben quietschte erfreut und sprang ihr auf den Schoß. Athenas Laune hob sich – vielleicht machten die Leben den Alltag der Menschen so sehr zur Hölle, dass sie sie auch schon bald zurückholen durfte. Und bis dahin würde Athena den fehlenden Widerspruch der DVDs zu genießen versuchen.<br />
<br />
<span style="font-style: italic;">Ende</span><br />
<hr />
<span style="font-style: italic;">Für Kommentare bedanke ich mich Voraus <img src="http://www.literatopia.de/forum/images/smilies/icon_smile.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Icon_smile" title="Icon_smile" /></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-style: italic;">Und hier ist Teil 3 - viel Spaß!</span><br />
<hr />
<div style="text-align: center;"><a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4661-post-49604.html#pid49604" target="_blank">Teil 1</a> ~ <a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4662.html" target="_blank">Teil 2</a> ~ Teil 3</div>
<hr />
<br />
Der kleine Engel führte Athena zu dem reich verzierten Lichttor. Die Göttin sah sich hektisch in der prachtvollen Vorhalle um und wünschte verzweifelt, Rustaya wäre ebenfalls hier. Die schweigsamen Flatterwesen, die hier überall herumdienerten, spähten neugierig hinter ihr her, als sie mit zitternden Fingern vor den berühmt-berüchtigten Rat der Götter trat. Die runde Ratshalle war von dichten Wolken umgeben und um das komplizierte Mosaik in der Mitte saßen die fünfzehn Oberen. Ernste Gesichter von allen Seiten, Athena schluckte. Wie im Protokoll vorgesehen trat sie in die dunkle Fläche in der Mitte des Mosaiks und grüßte mit einem Handzeichen. Vor Nervosität fiel ihr kein Wort ein und das hastige Rascheln der antiken Schriftrolle in ihrem Mantel machte sie auch nicht ruhiger. Das älteste seltene Leben versuchte aus der Innentasche zu kommen, aber Athena hielt es fest. Kurzes Schweigen bedrückte die Göttin. Verdammt, das hatte sie davon, wenn sie Rustaya nachgab! Eine Vorladung!<br />
„Athena, Göttin der seltenen Leben“, ließ sich Isis die Wörter auf der Zunge zergehen. Die Obere stand langsam auf und ihre alte Aura glühte stolz auf. „Dein eingereichter Vorschlag ist ... interessant. Du meinst also, dass er besser funktionieren wird als das von uns beschlossene Katastrophen-Paket?“<br />
<span style="font-style: italic;">Es war nicht mein Vorschlag! Rustaya sollte hier stehen!</span> Aber die selbstbewusste Oppositionsführerin wäre sicher nicht einmal nervös. Athena war es – und wie!<br />
„Ja, ich halte es für möglich.“ <span style="font-style: italic;">Vielleicht.</span><br />
„Du willst also all deine Schützlinge aufgeben und zu den Menschen senden?“<br />
<span style="font-style: italic;">Nein!</span><br />
„Ja, Isis“, erwiderte Athena und starrte auf die goldene Aura. Vielleicht, wenn sie sich von nichts ablenken ließ, würde sie es schaffen.<br />
„So soll es sein.“ Avendas Stimme war sanft. Die Obere lächelte Athena an, die mit gemischten Gefühlen die schnelle Entscheidung aufnahm. Fünfzehnmal Nicken, fünfzehnmal hoffen. Rustaya hatte recht gehabt. Kato hob die Arme und dämpfte das Licht. Abend kam über die Menschenwelt und in der Halle herrschte nun ein feierliches Dämmerlicht. Athena schauderte – sie durfte sich nicht einmal verabschieden?<br />
„Mach!“<br />
Sie nickte ergeben und beschwor langsam ihre Macht. Die heilige Aura des Ortes kräftige sie und gab ihr den nötigen Nachdruck. Was sie nun auch befahl, die Leben würden es widerstandslos tun. Diese Macht, krasser Gegensatz zu ihrer sonstigen genervten Hilflosigkeit, beunruhigte Athena und sie wollte zögern. Katos Blick ruhte fordernd auf ihr. Attie musste gehorchen. <span style="font-style: italic;">Geht!</span>, befahl sie seufzend. <span style="font-style: italic;">Zerstreut euch, zeigt euch, lasst euch bemerken! Erkundet die Welt – die Welt der Menschen!</span><br />
Athena war noch nie so müde gewesen. Und so voller Sorge.<br />
<br />
Als sie zu Hause ankam, fühlte sich Athena leer. Die Leben waren gegangen und trieben ab heute die Menschen in den Wahnsinn und nicht mehr sie. Eigentlich hätte sie froh sein können, aber so einsam war sich die Göttin noch nie vorgekommen. Es fing damit an, dass sie ihren Mantel ins Leere hängte, weil die Garderobe starr und still stand. Überall in der Wohnung waren Gegenstände verstreut, leblos. Auf der Couch aber saß Rustaya und sah ihrer Freundin mitfühlend entgegen.<br />
„Es wird den Leben sicher gut tun“, tröstete Taya. „Und deine Aufgabe ist jetzt immer noch, auf sie Acht zu geben.“ Athena nickte schweigend und ließ sich von Rustaya in den Arm nehmen. Ihre Hände umklammerten die Schriftrolle.<br />
„Ich muss jetzt gehen.“ Rustaya strich ihr über die Wange. „Mach keinen Unsinn, ja, Attie?“<br />
Als Taya verschwunden war, saß Athena noch lange reglos auf dem Sofa. Obwohl der Mond die Straßen beschien und auch Licht durch das Fenster sandte, begann der Zweisitzer nicht zu brummen und die Polster hoben und senkten sich nicht mehr. Es war alles ruhig. Attie schloss die Augen. Das Piepsen stellte sie sich vor, das streitende Quieken, das Trippeln von kleinen Beinchen – auf der Sofalehne! Sie riss die Augen wieder auf. Ein regelmäßiges Blinken hob sich aus der Dunkelheit, als die Fernbedienung mühevoll neben sie kletterte. Das leise Piepsen, wunderbar real, erklang ganz nah und mit einem überglücklichen Lächeln strich Athena ihrem treuen Schützling über den unregelmäßigen Rücken.<br />
„Gleich morgen“, flüsterte sie liebevoll, „gehen wir zusammen nachsehen, wo die anderen geblieben sind.“ Das Leben quietschte erfreut und sprang ihr auf den Schoß. Athenas Laune hob sich – vielleicht machten die Leben den Alltag der Menschen so sehr zur Hölle, dass sie sie auch schon bald zurückholen durfte. Und bis dahin würde Athena den fehlenden Widerspruch der DVDs zu genießen versuchen.<br />
<br />
<span style="font-style: italic;">Ende</span><br />
<hr />
<span style="font-style: italic;">Für Kommentare bedanke ich mich Voraus <img src="http://www.literatopia.de/forum/images/smilies/icon_smile.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Icon_smile" title="Icon_smile" /></span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Plagegeister (2/3)]]></title>
			<link>http://www.literatopia.de/forum/thread-4662.html</link>
			<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 15:49:45 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.literatopia.de/forum/thread-4662.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-style: italic;">Hier kommt Teil zwei!</span><br />
<hr />
<div style="text-align: center;"><a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4661.html" target="_blank">Teil 1</a> ~ Teil 2 ~ <a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4663.html" target="_blank">Teil 3</a></div>
<hr />
<br />
„Meine Hilfe? Wozu?“<br />
„Um <span style="font-style: italic;">ihnen</span> zu zeigen, was sie gerade verlieren.“ Die Göttin der Haustiere seufzte und tätschelte ihre Nichtfrisur. „Es ist Zeit, um ein Zeichen zu setzen. Der Rat der Götter wird über eines abstimmen.“<br />
Athenas Blick huschte zum Fenster. Dort sah man gerade noch ein Stück des Bürgersteigs. Sie hatte so lange keine wichtige Entscheidung gefällt oder beeinflusst, die <span style="font-style: italic;">sie</span> betraf – obwohl sie unter <span style="font-style: italic;">ihnen</span> lebte! Der Rat der Götter ...<br />
„Das klingt ja alles hochdramatisch, Taya“, sagte Athena. „Aber was soll ich da? Weder du noch ich haben Rang genug, um zum Rat zu gehören, und die feinen Oberen interessieren sich doch eh nicht für die Vorschläge, die wir Untergottheiten machen dürfen.“<br />
„Wenn sie gut sind, dann schon.“ Rustaya strich etwas verlegen über ihren Rock. „Wenn ... tja, wenn beispielsweise du dem Rat vorschlagen würdest, deine Kräfte für ein besonders deutliches und langanhaltendes Zeichen zu verwenden, vielleicht würden sie dann ...“<br />
„... mich auslachen? Ziemlich wahrscheinlich!“, unterbrach Athena unwirsch. Mit einer ausladenden Geste zeigte sie im Raum herum, in dem sich während des Gesprächs beinahe alle Leben aus ihrem Haushalt eingefunden hatten. „Sieh dich um! Sie sind selten, sie sind exzentrisch – sie sind das Chaos!“ Ein schwacher Protest piepste vom Regal her auf sie ein, aber mit einem Blick gebot Athena dem Lexikon zu schweigen. Mit traurigem Blinken der kleinen LED kam die Fernbedienung angetrippelt, der Athena beruhigend über die Knöpfe strich.<br />
„Vielleicht mit ein paar Ausnahmen“, murmelte die Göttin.<br />
„Wir würden dir schon ordentlich den Rücken stärken, Attie“, versprach Rustaya und verfiel in einen halb aufmunternden, halb bettelnden Ton. Wie sie dies schaffte, wusste Athena seit dreitausend Jahren nicht zu entschlüsseln, aber eines wusste sie genau: Rustaya würde sie so lange beschwatzen, bis sie zu allem „Ja“ sagte.<br />
„Du und deine Organisation“, brummte Athena und überlegte, ob sie das Betteln, die Drohungen und stundenlanges Reden durch frühzeitige Kapitulation abkürzen sollte. „Götterpolitik gegen die Oberen, meine Liebe!“<br />
„Opposition“, korrigierte Rustaya entschieden. „Komm schon, Attie, bitte! Die Menschen haben doch fast alle von uns vergessen. Wir brauchen ein besonderes Zeichen.“<br />
„Hat das Programm der Oberen nicht angeschlagen?“, erkundigte sich Athena seufzend. Ob sie nun wollte oder nicht, sie würde sich damit auseinandersetzen müssen.<br />
„Das Katastrophen-Paket, ich bitte dich!“ In Rustayas Stimme kam ein tadelnder Ton, den ihre Freundin gut kannte. Die Haustiergöttin hatte schon etliche Male versucht, ihre Freundin für Politik zu interessieren – mit eher mäßigem Erfolg. Athena fand, mit all den anstrengenden Leben sei sie genug geschlagen. „Welcher Mensch von heute glaubt schon an eine Strafe der Götter, wenn es genauso gut eine zufällige Häufung von bekannten Phänomenen sein kann!“<br />
„So wie das Projekt Sintflut auch nur eine zufällige Häufung von Wasser war? Ach, Taya, das ist doch auch erst zwei- oder dreitausend Jahre her.“ Athena verdrehte die Augen und hoffte von der Tatsache abgelenkt zu haben, dass sie so gut wie nichts über den modernen Menschen wusste, obwohl sie nur vor die Haustür gehen bräuchte, um das zu ändern.<br />
„Menschen vergessen schnell, Attie“, beschwor sie Rustaya. „Die Oberen sind Anbetung gewöhnt und ich muss dir ja wohl nicht erzählen, womit unsere Nektarblumenfelder gedüngt werden. Jahwe und Allah sind beinahe die einzigen, die noch dort arbeiten können.“<br />
Athena wollte ihrer Freundin nicht in die Augen sehen. Jetzt hatte sie die Dringlichkeit eines Zeichens verstanden – aber was sollte sie schon tun? Die Leben machten ihr schon zu schaffen, wenn sie keine Aufgabe hatten. Und was sollten sie auch ausrichten? Das einzige, was Athenas Schützlinge konnten, war das Beleben von Dingen und dadurch Unruhe stiften. Was hatte Taya im Sinn, was ... Athena schob eine Augenbraue hoch. Das konnte nun wirklich nur ein Scherz sein!<br />
„Taya ...“, murmelte sie einigermaßen fassungslos.<br />
„Glaub mir, Liebes“, Rustaya lachte auf, „dieses Zeichen <span style="font-style: italic;">können</span> die Menschen gar nicht übersehen!“<br />
<span style="font-style: italic;"><br />
Fortsetzung folgt ...</span><br />
<br />
<hr />
<span style="font-style: italic;">Lieben Dank im Voraus für Kommentare!</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-style: italic;">Hier kommt Teil zwei!</span><br />
<hr />
<div style="text-align: center;"><a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4661.html" target="_blank">Teil 1</a> ~ Teil 2 ~ <a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4663.html" target="_blank">Teil 3</a></div>
<hr />
<br />
„Meine Hilfe? Wozu?“<br />
„Um <span style="font-style: italic;">ihnen</span> zu zeigen, was sie gerade verlieren.“ Die Göttin der Haustiere seufzte und tätschelte ihre Nichtfrisur. „Es ist Zeit, um ein Zeichen zu setzen. Der Rat der Götter wird über eines abstimmen.“<br />
Athenas Blick huschte zum Fenster. Dort sah man gerade noch ein Stück des Bürgersteigs. Sie hatte so lange keine wichtige Entscheidung gefällt oder beeinflusst, die <span style="font-style: italic;">sie</span> betraf – obwohl sie unter <span style="font-style: italic;">ihnen</span> lebte! Der Rat der Götter ...<br />
„Das klingt ja alles hochdramatisch, Taya“, sagte Athena. „Aber was soll ich da? Weder du noch ich haben Rang genug, um zum Rat zu gehören, und die feinen Oberen interessieren sich doch eh nicht für die Vorschläge, die wir Untergottheiten machen dürfen.“<br />
„Wenn sie gut sind, dann schon.“ Rustaya strich etwas verlegen über ihren Rock. „Wenn ... tja, wenn beispielsweise du dem Rat vorschlagen würdest, deine Kräfte für ein besonders deutliches und langanhaltendes Zeichen zu verwenden, vielleicht würden sie dann ...“<br />
„... mich auslachen? Ziemlich wahrscheinlich!“, unterbrach Athena unwirsch. Mit einer ausladenden Geste zeigte sie im Raum herum, in dem sich während des Gesprächs beinahe alle Leben aus ihrem Haushalt eingefunden hatten. „Sieh dich um! Sie sind selten, sie sind exzentrisch – sie sind das Chaos!“ Ein schwacher Protest piepste vom Regal her auf sie ein, aber mit einem Blick gebot Athena dem Lexikon zu schweigen. Mit traurigem Blinken der kleinen LED kam die Fernbedienung angetrippelt, der Athena beruhigend über die Knöpfe strich.<br />
„Vielleicht mit ein paar Ausnahmen“, murmelte die Göttin.<br />
„Wir würden dir schon ordentlich den Rücken stärken, Attie“, versprach Rustaya und verfiel in einen halb aufmunternden, halb bettelnden Ton. Wie sie dies schaffte, wusste Athena seit dreitausend Jahren nicht zu entschlüsseln, aber eines wusste sie genau: Rustaya würde sie so lange beschwatzen, bis sie zu allem „Ja“ sagte.<br />
„Du und deine Organisation“, brummte Athena und überlegte, ob sie das Betteln, die Drohungen und stundenlanges Reden durch frühzeitige Kapitulation abkürzen sollte. „Götterpolitik gegen die Oberen, meine Liebe!“<br />
„Opposition“, korrigierte Rustaya entschieden. „Komm schon, Attie, bitte! Die Menschen haben doch fast alle von uns vergessen. Wir brauchen ein besonderes Zeichen.“<br />
„Hat das Programm der Oberen nicht angeschlagen?“, erkundigte sich Athena seufzend. Ob sie nun wollte oder nicht, sie würde sich damit auseinandersetzen müssen.<br />
„Das Katastrophen-Paket, ich bitte dich!“ In Rustayas Stimme kam ein tadelnder Ton, den ihre Freundin gut kannte. Die Haustiergöttin hatte schon etliche Male versucht, ihre Freundin für Politik zu interessieren – mit eher mäßigem Erfolg. Athena fand, mit all den anstrengenden Leben sei sie genug geschlagen. „Welcher Mensch von heute glaubt schon an eine Strafe der Götter, wenn es genauso gut eine zufällige Häufung von bekannten Phänomenen sein kann!“<br />
„So wie das Projekt Sintflut auch nur eine zufällige Häufung von Wasser war? Ach, Taya, das ist doch auch erst zwei- oder dreitausend Jahre her.“ Athena verdrehte die Augen und hoffte von der Tatsache abgelenkt zu haben, dass sie so gut wie nichts über den modernen Menschen wusste, obwohl sie nur vor die Haustür gehen bräuchte, um das zu ändern.<br />
„Menschen vergessen schnell, Attie“, beschwor sie Rustaya. „Die Oberen sind Anbetung gewöhnt und ich muss dir ja wohl nicht erzählen, womit unsere Nektarblumenfelder gedüngt werden. Jahwe und Allah sind beinahe die einzigen, die noch dort arbeiten können.“<br />
Athena wollte ihrer Freundin nicht in die Augen sehen. Jetzt hatte sie die Dringlichkeit eines Zeichens verstanden – aber was sollte sie schon tun? Die Leben machten ihr schon zu schaffen, wenn sie keine Aufgabe hatten. Und was sollten sie auch ausrichten? Das einzige, was Athenas Schützlinge konnten, war das Beleben von Dingen und dadurch Unruhe stiften. Was hatte Taya im Sinn, was ... Athena schob eine Augenbraue hoch. Das konnte nun wirklich nur ein Scherz sein!<br />
„Taya ...“, murmelte sie einigermaßen fassungslos.<br />
„Glaub mir, Liebes“, Rustaya lachte auf, „dieses Zeichen <span style="font-style: italic;">können</span> die Menschen gar nicht übersehen!“<br />
<span style="font-style: italic;"><br />
Fortsetzung folgt ...</span><br />
<br />
<hr />
<span style="font-style: italic;">Lieben Dank im Voraus für Kommentare!</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Plagegeister (1/3)]]></title>
			<link>http://www.literatopia.de/forum/thread-4661.html</link>
			<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 15:43:41 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.literatopia.de/forum/thread-4661.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-style: italic;">Liebe LiteraTopianer und stumme Mitleser,<br />
<br />
ich bin mir überhaupt nicht sicher, wo ich diesen Text hätte einordnen sollen. Phantastik? Fantasy? Humor? Tja, bleibt noch Sonstiges. Diese Geschichte ist eine Ausnahme, da sie zwar im Vergleich zu meinen Momentaufnahmen lang, aber zu meinen anderen Texten kurz ist - und mehrteilig (Ich habe versucht, sie in möglichst gut verträgliche Häppchen zu schneiden), aber vollständig eingestellt wird.  Premieregedanken, anyone? Nun, ich habe versucht, ein bisschen Humor hineinzuflechten, die Phantastik ist recht offensichtlich - nur der Titel ist noch sehr provisorisch. Mir fiel nichts Besseres ein, so eine Schande. Mitunter deswegen seid ihr jetzt aber auch dran, ich präsentiere nun stolz meine ...</span><br />
<hr />
<div style="text-align: center;">Teil 1 ~ <a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4662.html" target="_blank">Teil 2</a> ~ <a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4663.html" target="_blank">Teil 3</a></div>
<hr />
<div style="text-align: center;"><span style="font-weight: bold;"><br />
Plagegeister</span></div>
<br />
Natürlich war Athena keine normale junge Frau. Nicht bei dem Namen und schon gar nicht, wenn sie sich jeden Abend mit ihren DVD-Hüllen um einen Film streiten musste.<br />
„Kein Thriller!“, rief sie in das Gepiepse der Streitenden. „Und kein Horror!“<br />
Sofort warfen ihr die Aussortierten missbilligende Blicke zu, aber wenigstens verstummten die meisten. Die grellrote Rückseite eines Komödiencovers rutschte ein Stück vor und lächelte gewinnend in der Gestalt einer darauf abgebildeten Schauspielerin. Athena runzelte die Stirn. Als sie daraufhin den bösen Blick bemerkte, war sie froh, dass die Hüllen keine Wörter aussprechen konnten. Schon das allabendliche Gepiepse trieb sie manchmal in den Wahnsinn und sie war kurz davor, den DVD-Schrank einfach zu schließen und ein Buch zu lesen – wenn sie sich dann nicht mit ihren blättrigen Gefährten auseinandersetzen müsste. <span style="font-style: italic;">Ich sollte eine Friedensgöttin sein</span>, dachte Athena entnervt. <span style="font-style: italic;">Das würde mir mehr bringen als das Fachgebiet 'Seltene Leben'</span>. Wie aber hätte Athena ahnen können, dass diese Leben sie so sehr suchte, dass es sich überall in ihrem Haushalt einbürgerte! Damals, in der Antike, war die krabbelnde Schriftrolle ja noch ganz witzig gewesen. Nun aber tratschte eben jene wie ein Waschweib mit den Sachbüchern über Technik! Es reichte einfach.<br />
„So!“, schnaubte sie und griff wahllos ins Regal. Aufgeregt drängelten die Hüllen, man hörte das hastige Klappern von Plastik auf Holz und schließlich ein einzelnes triumphierendes Summen, als Athena einen der Plastikrücken zu fassen bekam. Eine Dokumentation über vom Aussterben bedrohte Tierarten. <span style="font-style: italic;">Ironie des Schicksals</span>, dachte die Göttin. Trotzdem legte sie den Film ein und freute sich, wie wohlerzogen die Fernbedienung auf die Armlehne des grünen Zweisitzers sprang. Höfliches und dezentes seltenes Leben – das war der erste Punkt ihrer persönlichen 'Roten Liste'.<br />
Flimmerndes Licht füllte den Raum. Eine Tasse Ambrosia in der Hand entspannte sich Athena langsam und ließ es der DVD-Hülle durchgehen, dass sie auf Wanderschaft ging. Die kleinen Chitinbeinchen erzeugten auf den Dielen ein feines Klackern - so viel zur gewünschten Heimlichkeit. Athena schloss die Augen. Einmal nicht Herrin eines völlig verrückten Hauses sein, einmal nicht zuständig für ausgefallenes Leben, einmal nur einen Moment der Stille haben ... Augenblicke des Innehaltens hatte sie selten. Vielleicht waren die Menschen im Vorteil, durch das Gebet, das ihnen angeblich Frieden schenkte. Athena blinzelte, achtete kaum auf den Fernseher, der angestrengt im extra aufgestellten Spiegel das Programm verfolgte, und sah verstohlen zu den anderen, beleidigten DVD-Hüllen. Es wunderte Athena kein bisschen, dass sich die Zahl ihrer eigenen Anbeter wahrscheinlich auf Null belief.<br />
<br />
Die Türglocke läutete. Athena stöhnte auf – sie hatte noch keine Ahnung, wer draußen stand, aber sie wusste genau, wie all das Leben auf diesen Einfluss reagierte. Sofort bestätigte sich dieses Wissen wieder einmal durch sofortiges Einsetzen eines ohrenbetäubenden Quietsch- und Piepkonzerts. Athena hüpfte durch den Flur, hektisch bemüht, nicht auf eines der umherwuselnden Leben zu treten.<br />
„Oh, entschuldige!“, rief sie aus, als sie aus Versehen das Marmeladenglas via Fußtritt durch den halben Flur schubste. „Was macht ihr alle ausgerechnet <span style="font-style: italic;">jetzt</span> hier?“ Endlich erreichte sie die Tür und schob die Kette aus der Halterung. Der Blick durch den Spion war hastig und Athena sah nur einen blonden Strubbelkopf, aber das reichte ihr. Vor dem Eingang in das kleine Haus stand eine Dame mittleren Alters, deren wilde Frisur kaum zu dem eleganten, grauen Dress passen wollte.<br />
„Hi!“, grüßte die Besucherin strahlend und setzte zu Küsschen links, Küsschen rechts an. Athena trat reflexartig einen Schritt zurück und gab so auch den Eingang frei. Mit einem Achselzucken folgte die andere Göttin hinein. Sie schälte sich aus ihrer feinen Jacke und zuckte kaum, als der Garderobenhaken sich höflich vorstreckte, damit sie einen Bügel nehmen konnte.<br />
„Huch“, lachte sie. „Ich erinnere mich nicht daran, dass deine Leben so nett sind.“<br />
„Sind sie auch nicht.“ Athena schloss die Tür sorgfältig und legte wieder die Kette vor, damit ja nur kein Leben sich aus dem Staub machen und Unruhe stiften konnte. „Jedenfalls nicht zu mir.“<br />
„Sag mir, wenn ich mich irre, Schätzchen“, Athenas Besucherin legte ihr die Hand auf die Schulter, „Aber bist du nicht ihre Göttin? Erziehe sie doch! Mit meinen Schützlingen geht es doch auch.“<br />
„Rustaya!“ Athena folgte entrüstet ihrer Freundin, die ins Wohnzimmer schritt. Die forschen Bewegungen erinnerten eher an eine Staranwältin als eine Göttin für domestizierte Tiere. Ihre selbstbewusste Aura ließ die Leben dezent neugierig erscheinen. Athena seufzte ein bisschen neidisch.<br />
„Du bist nicht nur hier, um nach meinem Kaffee- und Kuchenvorrat zu sehen, stimmt's?“, fragte sie und ließ sich misstrauisch neben Rustaya auf dem Sofa nieder, das nachtaktiv war und daher nur kurz im Schlaf brummte. Rustayas wachsamer Blick ruhte unverändert auf ihrer alten Freundin. Athena wurde leicht mulmig. Von einem Götterkrieg bis zu einem ausgedehnten Shoppingbummel konnte dieser Blick jedes Unheil verkünden.<br />
„Wir brauchen deine Hilfe“, antwortete Rustaya schließlich ernst.<br />
<span style="font-style: italic;"><br />
Fortsetzung folgt ...</span><br />
<br />
<hr />
<span style="font-style: italic;">Auf geht es! Lest und hinterlasst mir eure Meinung - war es blöd oder annehmbar? Witzig oder flach? Tausendmal wiedergekäut oder ein bisschen frisch wenigstens? *vorsorglich deckung such*</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-style: italic;">Liebe LiteraTopianer und stumme Mitleser,<br />
<br />
ich bin mir überhaupt nicht sicher, wo ich diesen Text hätte einordnen sollen. Phantastik? Fantasy? Humor? Tja, bleibt noch Sonstiges. Diese Geschichte ist eine Ausnahme, da sie zwar im Vergleich zu meinen Momentaufnahmen lang, aber zu meinen anderen Texten kurz ist - und mehrteilig (Ich habe versucht, sie in möglichst gut verträgliche Häppchen zu schneiden), aber vollständig eingestellt wird.  Premieregedanken, anyone? Nun, ich habe versucht, ein bisschen Humor hineinzuflechten, die Phantastik ist recht offensichtlich - nur der Titel ist noch sehr provisorisch. Mir fiel nichts Besseres ein, so eine Schande. Mitunter deswegen seid ihr jetzt aber auch dran, ich präsentiere nun stolz meine ...</span><br />
<hr />
<div style="text-align: center;">Teil 1 ~ <a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4662.html" target="_blank">Teil 2</a> ~ <a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4663.html" target="_blank">Teil 3</a></div>
<hr />
<div style="text-align: center;"><span style="font-weight: bold;"><br />
Plagegeister</span></div>
<br />
Natürlich war Athena keine normale junge Frau. Nicht bei dem Namen und schon gar nicht, wenn sie sich jeden Abend mit ihren DVD-Hüllen um einen Film streiten musste.<br />
„Kein Thriller!“, rief sie in das Gepiepse der Streitenden. „Und kein Horror!“<br />
Sofort warfen ihr die Aussortierten missbilligende Blicke zu, aber wenigstens verstummten die meisten. Die grellrote Rückseite eines Komödiencovers rutschte ein Stück vor und lächelte gewinnend in der Gestalt einer darauf abgebildeten Schauspielerin. Athena runzelte die Stirn. Als sie daraufhin den bösen Blick bemerkte, war sie froh, dass die Hüllen keine Wörter aussprechen konnten. Schon das allabendliche Gepiepse trieb sie manchmal in den Wahnsinn und sie war kurz davor, den DVD-Schrank einfach zu schließen und ein Buch zu lesen – wenn sie sich dann nicht mit ihren blättrigen Gefährten auseinandersetzen müsste. <span style="font-style: italic;">Ich sollte eine Friedensgöttin sein</span>, dachte Athena entnervt. <span style="font-style: italic;">Das würde mir mehr bringen als das Fachgebiet 'Seltene Leben'</span>. Wie aber hätte Athena ahnen können, dass diese Leben sie so sehr suchte, dass es sich überall in ihrem Haushalt einbürgerte! Damals, in der Antike, war die krabbelnde Schriftrolle ja noch ganz witzig gewesen. Nun aber tratschte eben jene wie ein Waschweib mit den Sachbüchern über Technik! Es reichte einfach.<br />
„So!“, schnaubte sie und griff wahllos ins Regal. Aufgeregt drängelten die Hüllen, man hörte das hastige Klappern von Plastik auf Holz und schließlich ein einzelnes triumphierendes Summen, als Athena einen der Plastikrücken zu fassen bekam. Eine Dokumentation über vom Aussterben bedrohte Tierarten. <span style="font-style: italic;">Ironie des Schicksals</span>, dachte die Göttin. Trotzdem legte sie den Film ein und freute sich, wie wohlerzogen die Fernbedienung auf die Armlehne des grünen Zweisitzers sprang. Höfliches und dezentes seltenes Leben – das war der erste Punkt ihrer persönlichen 'Roten Liste'.<br />
Flimmerndes Licht füllte den Raum. Eine Tasse Ambrosia in der Hand entspannte sich Athena langsam und ließ es der DVD-Hülle durchgehen, dass sie auf Wanderschaft ging. Die kleinen Chitinbeinchen erzeugten auf den Dielen ein feines Klackern - so viel zur gewünschten Heimlichkeit. Athena schloss die Augen. Einmal nicht Herrin eines völlig verrückten Hauses sein, einmal nicht zuständig für ausgefallenes Leben, einmal nur einen Moment der Stille haben ... Augenblicke des Innehaltens hatte sie selten. Vielleicht waren die Menschen im Vorteil, durch das Gebet, das ihnen angeblich Frieden schenkte. Athena blinzelte, achtete kaum auf den Fernseher, der angestrengt im extra aufgestellten Spiegel das Programm verfolgte, und sah verstohlen zu den anderen, beleidigten DVD-Hüllen. Es wunderte Athena kein bisschen, dass sich die Zahl ihrer eigenen Anbeter wahrscheinlich auf Null belief.<br />
<br />
Die Türglocke läutete. Athena stöhnte auf – sie hatte noch keine Ahnung, wer draußen stand, aber sie wusste genau, wie all das Leben auf diesen Einfluss reagierte. Sofort bestätigte sich dieses Wissen wieder einmal durch sofortiges Einsetzen eines ohrenbetäubenden Quietsch- und Piepkonzerts. Athena hüpfte durch den Flur, hektisch bemüht, nicht auf eines der umherwuselnden Leben zu treten.<br />
„Oh, entschuldige!“, rief sie aus, als sie aus Versehen das Marmeladenglas via Fußtritt durch den halben Flur schubste. „Was macht ihr alle ausgerechnet <span style="font-style: italic;">jetzt</span> hier?“ Endlich erreichte sie die Tür und schob die Kette aus der Halterung. Der Blick durch den Spion war hastig und Athena sah nur einen blonden Strubbelkopf, aber das reichte ihr. Vor dem Eingang in das kleine Haus stand eine Dame mittleren Alters, deren wilde Frisur kaum zu dem eleganten, grauen Dress passen wollte.<br />
„Hi!“, grüßte die Besucherin strahlend und setzte zu Küsschen links, Küsschen rechts an. Athena trat reflexartig einen Schritt zurück und gab so auch den Eingang frei. Mit einem Achselzucken folgte die andere Göttin hinein. Sie schälte sich aus ihrer feinen Jacke und zuckte kaum, als der Garderobenhaken sich höflich vorstreckte, damit sie einen Bügel nehmen konnte.<br />
„Huch“, lachte sie. „Ich erinnere mich nicht daran, dass deine Leben so nett sind.“<br />
„Sind sie auch nicht.“ Athena schloss die Tür sorgfältig und legte wieder die Kette vor, damit ja nur kein Leben sich aus dem Staub machen und Unruhe stiften konnte. „Jedenfalls nicht zu mir.“<br />
„Sag mir, wenn ich mich irre, Schätzchen“, Athenas Besucherin legte ihr die Hand auf die Schulter, „Aber bist du nicht ihre Göttin? Erziehe sie doch! Mit meinen Schützlingen geht es doch auch.“<br />
„Rustaya!“ Athena folgte entrüstet ihrer Freundin, die ins Wohnzimmer schritt. Die forschen Bewegungen erinnerten eher an eine Staranwältin als eine Göttin für domestizierte Tiere. Ihre selbstbewusste Aura ließ die Leben dezent neugierig erscheinen. Athena seufzte ein bisschen neidisch.<br />
„Du bist nicht nur hier, um nach meinem Kaffee- und Kuchenvorrat zu sehen, stimmt's?“, fragte sie und ließ sich misstrauisch neben Rustaya auf dem Sofa nieder, das nachtaktiv war und daher nur kurz im Schlaf brummte. Rustayas wachsamer Blick ruhte unverändert auf ihrer alten Freundin. Athena wurde leicht mulmig. Von einem Götterkrieg bis zu einem ausgedehnten Shoppingbummel konnte dieser Blick jedes Unheil verkünden.<br />
„Wir brauchen deine Hilfe“, antwortete Rustaya schließlich ernst.<br />
<span style="font-style: italic;"><br />
Fortsetzung folgt ...</span><br />
<br />
<hr />
<span style="font-style: italic;">Auf geht es! Lest und hinterlasst mir eure Meinung - war es blöd oder annehmbar? Witzig oder flach? Tausendmal wiedergekäut oder ein bisschen frisch wenigstens? *vorsorglich deckung such*</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Liliths diabolisches Imperium]]></title>
			<link>http://www.literatopia.de/forum/thread-4660.html</link>
			<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 15:39:17 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.literatopia.de/forum/thread-4660.html</guid>
			<description><![CDATA[Hallo alle zusammen,<br />
<br />
da sich von mir hier nun auch schon ein paar Werke angesammelt haben, möchte ich diese mal zur besseren Übersicht auflisten.<br />
<br />
Ich schreibe seit knapp 3 Jahren. Sehr selten Kurzgeschichten - hauptsächlich Romane, da meine Ideen meist solch gigantische Ausmaße erreichen, dass sie den Rahmen von Kurzgeschichten sprengen. <br />
Meine Gedichte sind (oft) etwas eigenwillig und dienen mir in erster Linie dazu, meine überschüssigen Gedanken loszuwerden. Manchmal verarbeite ich darin aber auch Dinge, die ich anderweitig einfach nicht verbalisieren kann.<br />
<br />
<span style="font-style: italic;">Nun noch ein wenig mehr über mich in Kurzform:</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Interessiert</span> (vorwiegend) an allem Übernatürlichen, Dunklen und Geheimnisvollen.   <br />
<span style="font-weight: bold;">Fasziniert</span> und oft schockiert von den Abgründen der menschlichen Seele.<br />
<span style="font-weight: bold;">Inspiriert</span> hauptsächlich von guter Musik und allem, was mir aktuell interessant erscheint.<br />
<span style="font-weight: bold;">Indigniert</span> aber meist eher amüsiert von unserer oberflächlichen, genormten Gesellschaft. <br />
<br />
<br />
<span style="color: #800000;"><span style="font-weight: bold;"><span style="font-size: large;">Übersicht Geschichten</span></span></span><br />
<br />
<span style="color: #483D8B;"><span style="font-weight: bold;">Humor</span></span><br />
<br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4368.html" target="_blank">Ein höllischer Tag im Winter</a><br />
<span style="font-style: italic;">Ein Tag aus dem Leben von Spooky Spicker – Menschenfeind und Winterhasser.</span><br />
<br />
<span style="color: #483D8B;"><span style="font-weight: bold;">Horror</span></span><br />
<br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4628.html" target="_blank">Die Frau aus dem Jenseits</a><br />
<span style="font-style: italic;">Hier geht es um die Frage, was uns bei einer Nahtoderfahrung wirklich erwartet.</span><br />
 <br />
<br />
<span style="color: #800000;"><span style="font-weight: bold;"><span style="font-size: large;">Übersicht Lyrik</span></span></span><br />
<br />
<span style="color: #483D8B;"><span style="font-weight: bold;">Melancholie</span></span><br />
<br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4269.html" target="_blank">Schmerz für Schmerz</a><br />
<br />
<span style="color: #483D8B;"><span style="font-weight: bold;">Humor</span></span><br />
<br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4235.html" target="_blank">Von der Klippe gesprungen</a><br />
<br />
<span style="color: #483D8B;"><span style="font-weight: bold;">Surrealismus/Phantastik</span></span><br />
<br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4149.html" target="_blank">Der schwarze Pfad</a><br />
<br />
<span style="color: #483D8B;"><span style="font-weight: bold;">Kurzlyrik</span></span><br />
<br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4153.html" target="_blank">Verblassen</a><br />
<br />
<span style="color: #483D8B;"><span style="font-weight: bold;">Sonstiges</span></span><br />
<br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4485.html" target="_blank">Blutende Herzen</a><br />
<br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4401.html" target="_blank">Wahnsinn</a><br />
<br />
Fortsetzung folgt ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Hallo alle zusammen,<br />
<br />
da sich von mir hier nun auch schon ein paar Werke angesammelt haben, möchte ich diese mal zur besseren Übersicht auflisten.<br />
<br />
Ich schreibe seit knapp 3 Jahren. Sehr selten Kurzgeschichten - hauptsächlich Romane, da meine Ideen meist solch gigantische Ausmaße erreichen, dass sie den Rahmen von Kurzgeschichten sprengen. <br />
Meine Gedichte sind (oft) etwas eigenwillig und dienen mir in erster Linie dazu, meine überschüssigen Gedanken loszuwerden. Manchmal verarbeite ich darin aber auch Dinge, die ich anderweitig einfach nicht verbalisieren kann.<br />
<br />
<span style="font-style: italic;">Nun noch ein wenig mehr über mich in Kurzform:</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Interessiert</span> (vorwiegend) an allem Übernatürlichen, Dunklen und Geheimnisvollen.   <br />
<span style="font-weight: bold;">Fasziniert</span> und oft schockiert von den Abgründen der menschlichen Seele.<br />
<span style="font-weight: bold;">Inspiriert</span> hauptsächlich von guter Musik und allem, was mir aktuell interessant erscheint.<br />
<span style="font-weight: bold;">Indigniert</span> aber meist eher amüsiert von unserer oberflächlichen, genormten Gesellschaft. <br />
<br />
<br />
<span style="color: #800000;"><span style="font-weight: bold;"><span style="font-size: large;">Übersicht Geschichten</span></span></span><br />
<br />
<span style="color: #483D8B;"><span style="font-weight: bold;">Humor</span></span><br />
<br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4368.html" target="_blank">Ein höllischer Tag im Winter</a><br />
<span style="font-style: italic;">Ein Tag aus dem Leben von Spooky Spicker – Menschenfeind und Winterhasser.</span><br />
<br />
<span style="color: #483D8B;"><span style="font-weight: bold;">Horror</span></span><br />
<br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4628.html" target="_blank">Die Frau aus dem Jenseits</a><br />
<span style="font-style: italic;">Hier geht es um die Frage, was uns bei einer Nahtoderfahrung wirklich erwartet.</span><br />
 <br />
<br />
<span style="color: #800000;"><span style="font-weight: bold;"><span style="font-size: large;">Übersicht Lyrik</span></span></span><br />
<br />
<span style="color: #483D8B;"><span style="font-weight: bold;">Melancholie</span></span><br />
<br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4269.html" target="_blank">Schmerz für Schmerz</a><br />
<br />
<span style="color: #483D8B;"><span style="font-weight: bold;">Humor</span></span><br />
<br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4235.html" target="_blank">Von der Klippe gesprungen</a><br />
<br />
<span style="color: #483D8B;"><span style="font-weight: bold;">Surrealismus/Phantastik</span></span><br />
<br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4149.html" target="_blank">Der schwarze Pfad</a><br />
<br />
<span style="color: #483D8B;"><span style="font-weight: bold;">Kurzlyrik</span></span><br />
<br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4153.html" target="_blank">Verblassen</a><br />
<br />
<span style="color: #483D8B;"><span style="font-weight: bold;">Sonstiges</span></span><br />
<br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4485.html" target="_blank">Blutende Herzen</a><br />
<br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4401.html" target="_blank">Wahnsinn</a><br />
<br />
Fortsetzung folgt ...]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Haempes offene Briefe]]></title>
			<link>http://www.literatopia.de/forum/thread-4659.html</link>
			<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 11:24:59 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.literatopia.de/forum/thread-4659.html</guid>
			<description><![CDATA[Liebe LeserInnen,<br />
<br />
wie vielleicht der/die ein oder andere schon mitbekommen habt, gibt es etwas Neues, herzlich Ironisches auf Literatopia:<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Haempes offene Briefe</span><br />
<br />
In diesen widmet sich <span style="font-weight: bold;">Thor Haempe</span> den Problemen unseres gegenwärtlichen Literaturbetriebs und nutzt dafür das Mittel der unverblümten Briefes, um seine Meinung mit kräftigem Augenzwinkern gut zu tun. Natürlich ohne dabei den gewissen Ernst zu verlieren! Damit auch jeder seinen Spaß daran haben kann, erscheinen diese amüsanten Briefe derzeit auf unserer Mainpage.<br />
<br />
Die ersten beiden Briefe findet ihr hier:<br />
<br />
<a href="http://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=3875:haempes-offener-brief-an-ullstein&amp;catid=1:aktuelle-nachrichten&amp;Itemid=84" target="_blank"><span style="font-weight: bold;">Haempes offener Brief an Ullstein</span></a><br />
<br />
<a href="http://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=4324:haempes-offener-brief-an-perry-rhodan&amp;catid=1:aktuelle-nachrichten&amp;Itemid=84" target="_blank"><span style="font-weight: bold;">Haempes offener Brief an Perry Rhodan</span></a><br />
<br />
Sobald sich mehr Briefe angesammelt haben, wird es wohl auch eine eigene Rubrik für den lieben Thor Haempe geben - vielleicht ist ihm ja der/die ein oder andere schon einmal in unserem Forum über den Weg gelaufen! <img src="http://www.literatopia.de/forum/images/smilies/icon_wink.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Icon_wink" title="Icon_wink" /><br />
<br />
Viele Grüße<br />
<br />
- Zack]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Liebe LeserInnen,<br />
<br />
wie vielleicht der/die ein oder andere schon mitbekommen habt, gibt es etwas Neues, herzlich Ironisches auf Literatopia:<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Haempes offene Briefe</span><br />
<br />
In diesen widmet sich <span style="font-weight: bold;">Thor Haempe</span> den Problemen unseres gegenwärtlichen Literaturbetriebs und nutzt dafür das Mittel der unverblümten Briefes, um seine Meinung mit kräftigem Augenzwinkern gut zu tun. Natürlich ohne dabei den gewissen Ernst zu verlieren! Damit auch jeder seinen Spaß daran haben kann, erscheinen diese amüsanten Briefe derzeit auf unserer Mainpage.<br />
<br />
Die ersten beiden Briefe findet ihr hier:<br />
<br />
<a href="http://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=3875:haempes-offener-brief-an-ullstein&amp;catid=1:aktuelle-nachrichten&amp;Itemid=84" target="_blank"><span style="font-weight: bold;">Haempes offener Brief an Ullstein</span></a><br />
<br />
<a href="http://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=4324:haempes-offener-brief-an-perry-rhodan&amp;catid=1:aktuelle-nachrichten&amp;Itemid=84" target="_blank"><span style="font-weight: bold;">Haempes offener Brief an Perry Rhodan</span></a><br />
<br />
Sobald sich mehr Briefe angesammelt haben, wird es wohl auch eine eigene Rubrik für den lieben Thor Haempe geben - vielleicht ist ihm ja der/die ein oder andere schon einmal in unserem Forum über den Weg gelaufen! <img src="http://www.literatopia.de/forum/images/smilies/icon_wink.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Icon_wink" title="Icon_wink" /><br />
<br />
Viele Grüße<br />
<br />
- Zack]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Nichts hat sich geändert]]></title>
			<link>http://www.literatopia.de/forum/thread-4657.html</link>
			<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 20:14:13 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.literatopia.de/forum/thread-4657.html</guid>
			<description><![CDATA[<ul><ul><span style="color: #800000;"><span style="font-style: italic;">Es gibt nichts Neues hier zu sagen.<br />
Noch immer kommen sie.<br />
Gehen sie.<br />
Und gehen dann<br />
in Särgen.<br />
<br />
Nichts hat sich geändert.<br />
Die Maus sitzt noch immer in der Falle.<br />
Ihr Nacken ist gebrochen.<br />
Doch noch immer zappelt sie<br />
Und hofft auf die Gnade einer<br />
Kralle.<br />
<br />
Es gibt nichts Neues hier zu sagen.<br />
Noch immer gehen sie.<br />
Kommen nicht mehr zurück.<br />
Doch vorher zerreißen sie Dich<br />
und Dein Leben<br />
in Stück’.<br />
<br />
Nichts hat sich sich geändert.<br />
Der alte Mann ist noch immer blind.<br />
Als er hoffte, er würde endlich Farben sehen,<br />
war er noch ein Kind.<br />
<br />
Es gibt nichts Neues hier zu sagen.<br />
Noch immer beten sie.<br />
Gehen aus dem Glauben in die Hölle.<br />
Kommen zurück als leere Hülle.<br />
<br />
Nichts hat sich geändert.<br />
Das Kind schreit noch immer nach der Mutter.<br />
Als es Schritte hört und inne hält und lachen will,<br />
waren es doch nur die Soldaten.<br />
<br />
Es gibt nichts Neues hier zu sagen.</span></span></li></ul>
</li></ul>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul><ul><span style="color: #800000;"><span style="font-style: italic;">Es gibt nichts Neues hier zu sagen.<br />
Noch immer kommen sie.<br />
Gehen sie.<br />
Und gehen dann<br />
in Särgen.<br />
<br />
Nichts hat sich geändert.<br />
Die Maus sitzt noch immer in der Falle.<br />
Ihr Nacken ist gebrochen.<br />
Doch noch immer zappelt sie<br />
Und hofft auf die Gnade einer<br />
Kralle.<br />
<br />
Es gibt nichts Neues hier zu sagen.<br />
Noch immer gehen sie.<br />
Kommen nicht mehr zurück.<br />
Doch vorher zerreißen sie Dich<br />
und Dein Leben<br />
in Stück’.<br />
<br />
Nichts hat sich sich geändert.<br />
Der alte Mann ist noch immer blind.<br />
Als er hoffte, er würde endlich Farben sehen,<br />
war er noch ein Kind.<br />
<br />
Es gibt nichts Neues hier zu sagen.<br />
Noch immer beten sie.<br />
Gehen aus dem Glauben in die Hölle.<br />
Kommen zurück als leere Hülle.<br />
<br />
Nichts hat sich geändert.<br />
Das Kind schreit noch immer nach der Mutter.<br />
Als es Schritte hört und inne hält und lachen will,<br />
waren es doch nur die Soldaten.<br />
<br />
Es gibt nichts Neues hier zu sagen.</span></span></li></ul>
</li></ul>
]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kleine Blicke]]></title>
			<link>http://www.literatopia.de/forum/thread-4656.html</link>
			<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 18:01:22 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.literatopia.de/forum/thread-4656.html</guid>
			<description><![CDATA[<ul>Hallo zusammen, <br />
<br />
da ich nun einen kleinen Blick hiereingeworfen habe, dachte ich mir, auch Euch einen kleinen Blick auf mich zu ermöglichen - zumindest jenen, die es interessiert.<br />
<br />
Man nennt mich Sherry. Zumindest meine Freunde oder jene, die meinen richtigen Namen nicht aussprechen können. Ich bin gebürtige Iranerin (manche sagen auch "Perserin" dazu), bin 28 Jahre alt und studiere Psychologie.<br />
<br />
Lange bin ich orientierungslos rumgelaufen und wusste nicht, was aus mir denn jetzt werden soll. Von Lesen und Schreiben kann man später keine Familie ernähren, außer man ist ein Ausnahmetalent (was ich nicht bin) - und vom Träumen schon gar nicht. Ich habe mich niemals als Schriftstellerin empfunden, sondern als Hobbyschreiberin. Ich habe es nie gewagt, mich mit Menschen zu vergleichen, die ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben. Viel mehr war das Schreiben für mich nur ein Instrument, das mir ermöglichte, meine manchmal sehr explosive, verwirrende, ja - mich zum Teil niederdrückende- und schmetternde Emotionalität und Gedankenwelt in eine Kohärenz und Sinnhaftigkeit zu ordnen. Das Schreiben entstand also aus einer Not heraus, nicht nur aus einer Lust heraus. Vielleicht ist das bei vielen so, aber mir ist es richtig bewusst.<br />
<br />
Zu Euch gestoßen bin ich über die <a href="http://schattengedanken.wordpress.com/" target="_blank">Schattenkämpferin</a>. Sie hat mein <a href="http://iranique.de" target="_blank">Blog</a> entdeckt und es in ihrem empfohlen. Beim Stöbern bin ich dann auf diese hübsche Community gestoßen, die sie ganz liebevoll ihr zweites Zuhause nennt. <br />
<br />
Ich freue mich jedenfalls auf Euch und hoffe, dass ich es trotz Arbeits- und Lernstress schaffe, öfter hierein zu schauen und mich Eurer Talente zu erfreuen. <img src="http://www.literatopia.de/forum/images/smilies/icon_smile.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Icon_smile" title="Icon_smile" /></li></ul>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>Hallo zusammen, <br />
<br />
da ich nun einen kleinen Blick hiereingeworfen habe, dachte ich mir, auch Euch einen kleinen Blick auf mich zu ermöglichen - zumindest jenen, die es interessiert.<br />
<br />
Man nennt mich Sherry. Zumindest meine Freunde oder jene, die meinen richtigen Namen nicht aussprechen können. Ich bin gebürtige Iranerin (manche sagen auch "Perserin" dazu), bin 28 Jahre alt und studiere Psychologie.<br />
<br />
Lange bin ich orientierungslos rumgelaufen und wusste nicht, was aus mir denn jetzt werden soll. Von Lesen und Schreiben kann man später keine Familie ernähren, außer man ist ein Ausnahmetalent (was ich nicht bin) - und vom Träumen schon gar nicht. Ich habe mich niemals als Schriftstellerin empfunden, sondern als Hobbyschreiberin. Ich habe es nie gewagt, mich mit Menschen zu vergleichen, die ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben. Viel mehr war das Schreiben für mich nur ein Instrument, das mir ermöglichte, meine manchmal sehr explosive, verwirrende, ja - mich zum Teil niederdrückende- und schmetternde Emotionalität und Gedankenwelt in eine Kohärenz und Sinnhaftigkeit zu ordnen. Das Schreiben entstand also aus einer Not heraus, nicht nur aus einer Lust heraus. Vielleicht ist das bei vielen so, aber mir ist es richtig bewusst.<br />
<br />
Zu Euch gestoßen bin ich über die <a href="http://schattengedanken.wordpress.com/" target="_blank">Schattenkämpferin</a>. Sie hat mein <a href="http://iranique.de" target="_blank">Blog</a> entdeckt und es in ihrem empfohlen. Beim Stöbern bin ich dann auf diese hübsche Community gestoßen, die sie ganz liebevoll ihr zweites Zuhause nennt. <br />
<br />
Ich freue mich jedenfalls auf Euch und hoffe, dass ich es trotz Arbeits- und Lernstress schaffe, öfter hierein zu schauen und mich Eurer Talente zu erfreuen. <img src="http://www.literatopia.de/forum/images/smilies/icon_smile.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Icon_smile" title="Icon_smile" /></li></ul>
]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Deutsche sind TV-Junkies]]></title>
			<link>http://www.literatopia.de/forum/thread-4655.html</link>
			<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 13:12:07 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.literatopia.de/forum/thread-4655.html</guid>
			<description><![CDATA[Hallo zusammen,<br />
<br />
mal wieder bin ich beim Mails-Checken über einen interesanten, aber auch erschreckenden Artikel gestolpert.<br />
<br />
<blockquote><cite>Zitat:</cite><span style="font-weight: bold;">Beim Fernsehen liegen die Deutschen europaweit an der Spitze: Im Schnitt sehen sie täglich drei Stunden und 32 Minuten fern.</span> <br />
<br />
Die Fernsehzuschauer im Nachbarland Frankreich schauen allerdings durchschnittlich nur sieben Minuten weniger in die Röhre, wie eine Studie des bei Paris ansässigen Instituts Eurodata TV Worldwide ergab. Das Institut misst weltweit Einschaltquoten und wertet Programme aus.<br />
<br />
Nach Angaben von Eurodata TV Worldwide wurden im vergangenen Jahr weltweit im Schnitt drei Stunden und 12 Minuten pro Tag ferngesehen. Das ist eine Zunahme um drei Minuten im Vergleich zum Vorjahr. Die meiste Zeit verbringen die Menschen der Studie zufolge in Nordamerika vor dem Fernseher - vier Stunden und 40 Minuten täglich.<br />
<br />
Eurodata TV Worldwide verglich die Fernsehgewohnheiten in 89 Ländern mit insgesamt 2000 Sendern und drei Milliarden potenziellen Fernsehzuschauern. Erstmals dabei waren unter anderem Indien, der Irak und Vietnam. Der afrikanische Kontinent blieb in der Studie hingegen weitestgehend außen vor.<br />
<br />
Quelle: <a href="http://portal.gmx.net/de/themen/lifestyle/leben/10078648-Deutsche-sind-Fernseh-Junkies.html#.00000002" target="_blank">gmx.de</a></blockquote>
<br />
Wird das künftige Bild der Deutschen nun ein Lederhosen tragender Glatzkopf mit Springerstiefeln sein, der Weißwürste, Sauerkraut und Brezeln essend und Bier trinkend vor der Glotze hockt?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Hallo zusammen,<br />
<br />
mal wieder bin ich beim Mails-Checken über einen interesanten, aber auch erschreckenden Artikel gestolpert.<br />
<br />
<blockquote><cite>Zitat:</cite><span style="font-weight: bold;">Beim Fernsehen liegen die Deutschen europaweit an der Spitze: Im Schnitt sehen sie täglich drei Stunden und 32 Minuten fern.</span> <br />
<br />
Die Fernsehzuschauer im Nachbarland Frankreich schauen allerdings durchschnittlich nur sieben Minuten weniger in die Röhre, wie eine Studie des bei Paris ansässigen Instituts Eurodata TV Worldwide ergab. Das Institut misst weltweit Einschaltquoten und wertet Programme aus.<br />
<br />
Nach Angaben von Eurodata TV Worldwide wurden im vergangenen Jahr weltweit im Schnitt drei Stunden und 12 Minuten pro Tag ferngesehen. Das ist eine Zunahme um drei Minuten im Vergleich zum Vorjahr. Die meiste Zeit verbringen die Menschen der Studie zufolge in Nordamerika vor dem Fernseher - vier Stunden und 40 Minuten täglich.<br />
<br />
Eurodata TV Worldwide verglich die Fernsehgewohnheiten in 89 Ländern mit insgesamt 2000 Sendern und drei Milliarden potenziellen Fernsehzuschauern. Erstmals dabei waren unter anderem Indien, der Irak und Vietnam. Der afrikanische Kontinent blieb in der Studie hingegen weitestgehend außen vor.<br />
<br />
Quelle: <a href="http://portal.gmx.net/de/themen/lifestyle/leben/10078648-Deutsche-sind-Fernseh-Junkies.html#.00000002" target="_blank">gmx.de</a></blockquote>
<br />
Wird das künftige Bild der Deutschen nun ein Lederhosen tragender Glatzkopf mit Springerstiefeln sein, der Weißwürste, Sauerkraut und Brezeln essend und Bier trinkend vor der Glotze hockt?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Hy Vong - Eine andere Welt 1/3 (korrigiert)]]></title>
			<link>http://www.literatopia.de/forum/thread-4654.html</link>
			<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 08:08:09 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.literatopia.de/forum/thread-4654.html</guid>
			<description><![CDATA[Meinenen Roman kennen bereits wenige. Aufgrund meiner supervielen Fehler und diesen langen Texten werde ich sie jetzt nur noch in kleinen Abschnitten herein stellen. Ich hoffe, dass störrt niemanden. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;"><span style="font-size: large;">Der Anfang</span></span><br />
<br />
Müde schlug ich die Augen auf. Dabei blendete mich die gleißende Mittagssonne, die mich zwang, mich an ihr Licht zu gewöhnen. Die Luft war in Hy Vong ungewöhnlich kühl, obwohl es einer der heißesten Tage in Súc manh war. Zu dieser Zeit suchten die Menschen die Schatten auf, vor denen sie sich sonst so fürchten. Denn Menschen fürchteten sich vor dem Unbekannten und die Schatten waren das Unbekannteste überhaupt. Dort lauerten gruselige Tierchen, schimmliger Deck und bösartige Wesen, von denen erst gar nicht jemand sprach. Und genau dies war es, warum die Schatten so unbekannt waren. Wie konnte man auch etwas über die Schatten erfahren, wenn sich niemand traute, darüber zu reden oder sich erst gar niemand dorthin wagte? <br />
Vor allem in der Nacht, wo die Dunkelheit zum Leben erwachte, fürchteten sich die Menschen. Doch den Sternen vertrauten die Menschen Wünsche und Hoffnungen an. Das war zwar dumm, doch es half unglaublich viel in verzweifelten oder misslichen Lagen.  <br />
Ich lag auf dem frischen und kühlen Gras, das mich am Nacken kitzelte und meine Temperatur minderte. Das Gras war wie eine schöne Decke aus vielen weichen Daunenfedern. Zwar grünen, aber weichen Federn. <br />
Grimmig setzte ich mich in den Schatten einer Gold glänzenden Weide, denn die Mittagssonne hatte mich wieder getroffen. Und dieses Mal direkt ins Gesicht. Dass meine Haare schwarz waren, half auch nicht gerade viel weiter. <br />
Etwas grob schob ich die achtlos liegengelassenen Bücher weg. Ich war oft hier und liebte das Lesen. Vor allem, wenn es um die Gärten von Hy Vong ging. Die Bücher hatte ich von Freunden geschenkt bekommen. Die Hälfte der schönen Bücher mit den prächtigen Illustrationen waren vom Bibliothekar meiner Familie. Und da meine Eltern mich lieber lernen sehen würden, haben sie mich damit gezwungen geheim zu lesen. Und Hy Vong war eben der einzige Ort, wo sie nicht nach mir suchen würden. <br />
Dann spürte ich das dünne Buch in meiner Hand und schaute es an. Es war ein wenig abgenutzt und besaß einen roten Einband. Ich legte mich neugierig ins Gras, schob die Rot schimmernden schwarzen Haare hinters Ohr und hob das Büchlein vor mir. Es besaß kein Titel und  ich versuchte  mich zu erinnern, wieso ich es in der Hand gehalten hatte, doch ich hatte noch nie ein gutes Gedächtnis gehabt und schlug wieder mal seufzend das Buch auf. <br />
Es war ein Buch über die Gärten von Hy Vong und im Gegensatz zu den anderen Büchern, die ich bereits gelesen hatte, das Dickste. Denn wer war denn schon so blöd und traute sich in die Gärten von Hy Vong rein, nur um das Wissen der Menschheit zu erweitern? Menschen waren wirklich dumm und ich war leider damit eingeschlossen.<br />
Ich schlug das Büchlein auf und las mir die ersten Seiten durch.<br />
<br />
„Die Gärten von Hy Vong liegen im Königreich Súc manh in der Nähe des Palastes Gia đình und sind ungefähr 1000m² groß. Die genaue Größe ist leider unbekannt, weil die Messung durch Wilden unterbrochen worden war. “<br />
Ich schnaubte verärgert auf. Von wegen „Wilden“! In Súc manh gab es keine Wilden, nur Bewohner. Und die waren allesamt friedlich. Was für eine Ausrede für die Angst vor den Gärten von Hy Vong! <br />
„Erschaffen wurden die Gärten von Jerodes Morphen Elaezar, um laut ihm seine Gegenspieler und Feinden seine Macht zu repräsentieren. Die Gärten von Hy Vong sind von hohen Hecken umgeben, so dass kein Einblick gewährt worden konnte. Nur der Eingang zeigte einen Blick in die Gärten. <br />
Die Namensgebung stammte vom Aufbau. Laut Jerodes soll es wie ein schöner großer Garten erscheinen, der aus vielen kleinen besteht. Die Besichtigung selbst war zu gefährlich, denn dort hausten gefährliche Wesen um und Pflanzen, die gefährlicher waren, als Wölfe. Sie erkannten, wenn einer gute oder schlechte Absichten hatten und waren dazu da, ein Juwel im Zentrum der Gärten zu beschützen, das die Gärten am Leben hielt. Aus diesem Juwel, das ebenfalls Hy Vong hieß, kam die ganze Macht. Angeblich soll es die Kraft besitzen ein Heer aus 100.000 Mann zu besiegen. Da keiner der Macht widerstehen konnte, kamen die Kreaturen blitzschnell angerannt und töteten diese, als hätten sie nur darauf gewartet, dass sie einen kurzen Moment an das Juwel dachten. Es gibt eine obere Schicht, in der es ungefährlich und angenehm war. In der zweiten Schicht lauerten Wölfe und normale Tiere, vor denen man sich auch außerhalb der Gärten fürchten muss, nur das diese meterhoch waren. Doch nach dieser Schicht kam das schreckliche Grauen. Monster, im Maß von 2 oder sogar 3m, Pflanzen, die sich perfekt tarnten und Landschaften, die höchst gefährlich waren, doch trotz dieser Gefahren blieb der Garten laut Jerodes immer noch schön. “]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Meinenen Roman kennen bereits wenige. Aufgrund meiner supervielen Fehler und diesen langen Texten werde ich sie jetzt nur noch in kleinen Abschnitten herein stellen. Ich hoffe, dass störrt niemanden. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;"><span style="font-size: large;">Der Anfang</span></span><br />
<br />
Müde schlug ich die Augen auf. Dabei blendete mich die gleißende Mittagssonne, die mich zwang, mich an ihr Licht zu gewöhnen. Die Luft war in Hy Vong ungewöhnlich kühl, obwohl es einer der heißesten Tage in Súc manh war. Zu dieser Zeit suchten die Menschen die Schatten auf, vor denen sie sich sonst so fürchten. Denn Menschen fürchteten sich vor dem Unbekannten und die Schatten waren das Unbekannteste überhaupt. Dort lauerten gruselige Tierchen, schimmliger Deck und bösartige Wesen, von denen erst gar nicht jemand sprach. Und genau dies war es, warum die Schatten so unbekannt waren. Wie konnte man auch etwas über die Schatten erfahren, wenn sich niemand traute, darüber zu reden oder sich erst gar niemand dorthin wagte? <br />
Vor allem in der Nacht, wo die Dunkelheit zum Leben erwachte, fürchteten sich die Menschen. Doch den Sternen vertrauten die Menschen Wünsche und Hoffnungen an. Das war zwar dumm, doch es half unglaublich viel in verzweifelten oder misslichen Lagen.  <br />
Ich lag auf dem frischen und kühlen Gras, das mich am Nacken kitzelte und meine Temperatur minderte. Das Gras war wie eine schöne Decke aus vielen weichen Daunenfedern. Zwar grünen, aber weichen Federn. <br />
Grimmig setzte ich mich in den Schatten einer Gold glänzenden Weide, denn die Mittagssonne hatte mich wieder getroffen. Und dieses Mal direkt ins Gesicht. Dass meine Haare schwarz waren, half auch nicht gerade viel weiter. <br />
Etwas grob schob ich die achtlos liegengelassenen Bücher weg. Ich war oft hier und liebte das Lesen. Vor allem, wenn es um die Gärten von Hy Vong ging. Die Bücher hatte ich von Freunden geschenkt bekommen. Die Hälfte der schönen Bücher mit den prächtigen Illustrationen waren vom Bibliothekar meiner Familie. Und da meine Eltern mich lieber lernen sehen würden, haben sie mich damit gezwungen geheim zu lesen. Und Hy Vong war eben der einzige Ort, wo sie nicht nach mir suchen würden. <br />
Dann spürte ich das dünne Buch in meiner Hand und schaute es an. Es war ein wenig abgenutzt und besaß einen roten Einband. Ich legte mich neugierig ins Gras, schob die Rot schimmernden schwarzen Haare hinters Ohr und hob das Büchlein vor mir. Es besaß kein Titel und  ich versuchte  mich zu erinnern, wieso ich es in der Hand gehalten hatte, doch ich hatte noch nie ein gutes Gedächtnis gehabt und schlug wieder mal seufzend das Buch auf. <br />
Es war ein Buch über die Gärten von Hy Vong und im Gegensatz zu den anderen Büchern, die ich bereits gelesen hatte, das Dickste. Denn wer war denn schon so blöd und traute sich in die Gärten von Hy Vong rein, nur um das Wissen der Menschheit zu erweitern? Menschen waren wirklich dumm und ich war leider damit eingeschlossen.<br />
Ich schlug das Büchlein auf und las mir die ersten Seiten durch.<br />
<br />
„Die Gärten von Hy Vong liegen im Königreich Súc manh in der Nähe des Palastes Gia đình und sind ungefähr 1000m² groß. Die genaue Größe ist leider unbekannt, weil die Messung durch Wilden unterbrochen worden war. “<br />
Ich schnaubte verärgert auf. Von wegen „Wilden“! In Súc manh gab es keine Wilden, nur Bewohner. Und die waren allesamt friedlich. Was für eine Ausrede für die Angst vor den Gärten von Hy Vong! <br />
„Erschaffen wurden die Gärten von Jerodes Morphen Elaezar, um laut ihm seine Gegenspieler und Feinden seine Macht zu repräsentieren. Die Gärten von Hy Vong sind von hohen Hecken umgeben, so dass kein Einblick gewährt worden konnte. Nur der Eingang zeigte einen Blick in die Gärten. <br />
Die Namensgebung stammte vom Aufbau. Laut Jerodes soll es wie ein schöner großer Garten erscheinen, der aus vielen kleinen besteht. Die Besichtigung selbst war zu gefährlich, denn dort hausten gefährliche Wesen um und Pflanzen, die gefährlicher waren, als Wölfe. Sie erkannten, wenn einer gute oder schlechte Absichten hatten und waren dazu da, ein Juwel im Zentrum der Gärten zu beschützen, das die Gärten am Leben hielt. Aus diesem Juwel, das ebenfalls Hy Vong hieß, kam die ganze Macht. Angeblich soll es die Kraft besitzen ein Heer aus 100.000 Mann zu besiegen. Da keiner der Macht widerstehen konnte, kamen die Kreaturen blitzschnell angerannt und töteten diese, als hätten sie nur darauf gewartet, dass sie einen kurzen Moment an das Juwel dachten. Es gibt eine obere Schicht, in der es ungefährlich und angenehm war. In der zweiten Schicht lauerten Wölfe und normale Tiere, vor denen man sich auch außerhalb der Gärten fürchten muss, nur das diese meterhoch waren. Doch nach dieser Schicht kam das schreckliche Grauen. Monster, im Maß von 2 oder sogar 3m, Pflanzen, die sich perfekt tarnten und Landschaften, die höchst gefährlich waren, doch trotz dieser Gefahren blieb der Garten laut Jerodes immer noch schön. “]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Meffrid - Prolog]]></title>
			<link>http://www.literatopia.de/forum/thread-4652.html</link>
			<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 21:11:46 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.literatopia.de/forum/thread-4652.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small;"><span style="color: #FF0000;">Habe endlich mal wieder etwas zu Papier gebracht, was eine Geschichte darstellt und nichts anderes. Könnte sogar etwas längeres werden, deswegen stellte ich es mal hier ein. Ich hoffe es gefällt.</span></span><br />
<br />
<span style="font-style: italic;">Wenn ich zurückblicke, so sehe ich Zeiten des Schmerzes und der Gewalt. <br />
Die der Hoffnung und des Glückes sind ausgelöscht von einem Schlund des Blutes, der über meine Welt hinwegrollte und alles fraß, was mir einst lieb und teuer war. Mein Land, mein Heim, meine Familie, meine Schwester. All das verzehrte er in einer einzigen Nacht.<br />
Mein Vater sah es kommen und schickte mich deshalb in die Stadt, damit ich Unterschlupf fände bei einem alten Getreuen und so wurden meine Schwester und ich verschont von den gedungenen Mördern, die meinen Vater in Stücke hackten, wie es mir später berichtet wurde.<br />
Ich hatte daraufhin keine Wahl und schloss mich den Rittern des Königs an. Wir zogen los in der Zuversicht im Namen der Götter zu handeln und dieser Überzeugung bin ich immer noch. Doch manchmal lassen sie uns seltsame Wege beschreiten und treiben ihre Scherze mit uns, deren Komik sich unseres Verstandes entzieht. Über uns sitzen sie dann und lachen, ob unserer Fährnisse, egal wie schrecklich sie für uns sein mögen. <br />
Mittlerweile lache ich mit ihnen. Alles ist ein großer böser Scherz und ich befinde mich in einem zynischen Albtraum, der mir vielleicht bietet, dass zu finden, was ich suche: Rache!<br />
Mein Leben, das einst vor mir lag, ist nun vergangen und doch breitet sich vor mir die Zukunft aus. Eine Zukunft, die mit Blut und Qualen angefüllt sein wird. Von mir und meinen Feinden. Und sollte am Ende des Tages die Welt in Asche liegen, so ist es mir recht, solange ich meine Rache bekommen habe.</span><br />
<br />
Eine einsame Gestalt beschritt den Pfad hoch zu einem Felsen der über der Ebene aufragte und den Blick auf eine im Dunkeln hell erleuchtete Stadt frei gab. Trotz der späten Stunde standen die Tore noch offen und Menschenmassen wälzten sich zu Fuß oder zu Pferde durch die Tore.<br />
Oben angekommen, kniete die Gestalt nieder, eine blonde Haarsträhne fiel aus dem Schatten ihrer Kapuze, aber das schien sie nicht zu stören. Sie griff mit ihrer narbenübersäten Hand ins lockere Erdreich, nahm etwas davon und berührte kurz Stirn und Brust, wobei Erde an den Stellen zurückblieb. Erst dann hob sie den Blick und betrachtete die Stadt unter ihr. Das Gesicht eines jungen Mannes kam zum Vorschein nicht älter als zwanzig Sommer, seine Haut war noch unberührt und doch, seine Augen schienen einen um Jahre älteren Mann zu gehören. Keine Wärme war in ihnen zu finden, sie wirkten, wie die Augen eines Kriegers, der schon lange Zeit gestorben war und sich nur weigerte es zu akzeptieren. Als der Mann hinab auf den vor ihm liegenden Ort hinabstarrte, verengten sich seine Seelentüren zu Schlitzen, nichts würde unter ihnen Gnade finden. Er begann am ganzen Körper zu zittern, seine Schwerthand fuhr zum Griff seiner Klinge und klammerte sich daran fest. Erst dann schaffte er es sich wieder zu beruhigen. Ein kurzes Schnaufen. Er erhob sich. Sein langer Mantel floß seine Schultern hinab.<br />
„Ich habe auf euch gewartet!“ Kühl, sachlich ohne Emotionen hatte er die Worte gesprochen und drehte sich nun um.<br />
„Ach, hast du das, Meffrid?“ Ein grobschlächtiger Kerl stand vor dem Krieger. Ein schiefes Grinsen im Gesicht und ein altes schartiges Schwert in der Hand.<br />
„Bist du immer noch der Handlager deines Herrn, Fenrur? Wirst du es nicht überdrüssig, immer nur die Drecksarbeit zu machen?“ Verachtung schwang mit.<br />
„Warum nicht, mir geht es gut und ich darf tun, was ich am Besten kann! Klingt für mich perfekt. - Können wir es jetzt zuende bringen?“<br />
Meffrid nickte.<br />
„Na, gut. Du hast den ersten Schlag.“<br />
Fenrur lachte auf und stürzte sich unmittelbar auf seinen Widersacher, der keine Anstalten macht irgendetwas zu tun.<br />
Er holte aus, schlug zu und stolperte nach vorne, da sein Gegner schon längst nicht mehr dort stand.<br />
Er spürte einen Tritt in seine Kniekehle, bevor sich ihm ein Arm um den Hals schlang.<br />
Mit einem Zischen vernahm Fenrur die letzen Worte seines Lebens.<br />
„Du Stück Dreck wirst nie wieder Hand an einen Unschuldigen legen! Ebenso dein Herr nicht, dafür sorge ich. Und Wenn du ihn im Abgrund siehst, bestell ihm einen schönen Gruß von mir. Irgendwann werde auch ich dort landen. Mit dem Tod sind eure Qualen längst noch nicht vorbei. Wir sehen uns!“<br />
Der Arm verschwand. Zunächst wollte Fenrur erleichtert aufatmen, aber als er schlucken wollte, konnte er es nicht. Brennender Schmerz durchfuhr ihn. Langsam fasste er zu seinem Hals. Entsetzen erfasst ihn, als er sein Blut durch seine Finger strömen fühlte. Mit einem Röcheln kippte er zur Seite und starb.<br />
<br />
Meffrid blieb solange, bis Fenrur verblutet war. Dann warf er einen Blick auf die Stadt. Die Stadt seiner Geburt, seiner Kindheitserinnerungen. Die Stadt, in der sich sein Schicksal erfüllen würde. Mit einem Tuch säuberte er dabei die Klinge seines schlanken Dolches. Eine hervorragende Arbeit von den Schmieden aus dem Süden. Dünn aber stark, flexibel und vor allem so scharf, dass man einen Schnitt mit ihm nicht sofort spürte. An der Leiche vorbei ging er auf den Pfad zu, der ihn hierher gebracht hatte. Eine krächzende Stimme erhob sich aus einem Busch neben dem Weg.<br />
„Du hättest ihn nicht so sterben lassen sollen. Es ist Verschwendung!“<br />
Meffrid wandte sich um.<br />
„Dann geh doch hin und labe dich am Rest. Aber sein Blut ist es nicht wert.“<br />
Ohne ein weiteres Wort ging er fort.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: x-small;"><span style="color: #FF0000;">Habe endlich mal wieder etwas zu Papier gebracht, was eine Geschichte darstellt und nichts anderes. Könnte sogar etwas längeres werden, deswegen stellte ich es mal hier ein. Ich hoffe es gefällt.</span></span><br />
<br />
<span style="font-style: italic;">Wenn ich zurückblicke, so sehe ich Zeiten des Schmerzes und der Gewalt. <br />
Die der Hoffnung und des Glückes sind ausgelöscht von einem Schlund des Blutes, der über meine Welt hinwegrollte und alles fraß, was mir einst lieb und teuer war. Mein Land, mein Heim, meine Familie, meine Schwester. All das verzehrte er in einer einzigen Nacht.<br />
Mein Vater sah es kommen und schickte mich deshalb in die Stadt, damit ich Unterschlupf fände bei einem alten Getreuen und so wurden meine Schwester und ich verschont von den gedungenen Mördern, die meinen Vater in Stücke hackten, wie es mir später berichtet wurde.<br />
Ich hatte daraufhin keine Wahl und schloss mich den Rittern des Königs an. Wir zogen los in der Zuversicht im Namen der Götter zu handeln und dieser Überzeugung bin ich immer noch. Doch manchmal lassen sie uns seltsame Wege beschreiten und treiben ihre Scherze mit uns, deren Komik sich unseres Verstandes entzieht. Über uns sitzen sie dann und lachen, ob unserer Fährnisse, egal wie schrecklich sie für uns sein mögen. <br />
Mittlerweile lache ich mit ihnen. Alles ist ein großer böser Scherz und ich befinde mich in einem zynischen Albtraum, der mir vielleicht bietet, dass zu finden, was ich suche: Rache!<br />
Mein Leben, das einst vor mir lag, ist nun vergangen und doch breitet sich vor mir die Zukunft aus. Eine Zukunft, die mit Blut und Qualen angefüllt sein wird. Von mir und meinen Feinden. Und sollte am Ende des Tages die Welt in Asche liegen, so ist es mir recht, solange ich meine Rache bekommen habe.</span><br />
<br />
Eine einsame Gestalt beschritt den Pfad hoch zu einem Felsen der über der Ebene aufragte und den Blick auf eine im Dunkeln hell erleuchtete Stadt frei gab. Trotz der späten Stunde standen die Tore noch offen und Menschenmassen wälzten sich zu Fuß oder zu Pferde durch die Tore.<br />
Oben angekommen, kniete die Gestalt nieder, eine blonde Haarsträhne fiel aus dem Schatten ihrer Kapuze, aber das schien sie nicht zu stören. Sie griff mit ihrer narbenübersäten Hand ins lockere Erdreich, nahm etwas davon und berührte kurz Stirn und Brust, wobei Erde an den Stellen zurückblieb. Erst dann hob sie den Blick und betrachtete die Stadt unter ihr. Das Gesicht eines jungen Mannes kam zum Vorschein nicht älter als zwanzig Sommer, seine Haut war noch unberührt und doch, seine Augen schienen einen um Jahre älteren Mann zu gehören. Keine Wärme war in ihnen zu finden, sie wirkten, wie die Augen eines Kriegers, der schon lange Zeit gestorben war und sich nur weigerte es zu akzeptieren. Als der Mann hinab auf den vor ihm liegenden Ort hinabstarrte, verengten sich seine Seelentüren zu Schlitzen, nichts würde unter ihnen Gnade finden. Er begann am ganzen Körper zu zittern, seine Schwerthand fuhr zum Griff seiner Klinge und klammerte sich daran fest. Erst dann schaffte er es sich wieder zu beruhigen. Ein kurzes Schnaufen. Er erhob sich. Sein langer Mantel floß seine Schultern hinab.<br />
„Ich habe auf euch gewartet!“ Kühl, sachlich ohne Emotionen hatte er die Worte gesprochen und drehte sich nun um.<br />
„Ach, hast du das, Meffrid?“ Ein grobschlächtiger Kerl stand vor dem Krieger. Ein schiefes Grinsen im Gesicht und ein altes schartiges Schwert in der Hand.<br />
„Bist du immer noch der Handlager deines Herrn, Fenrur? Wirst du es nicht überdrüssig, immer nur die Drecksarbeit zu machen?“ Verachtung schwang mit.<br />
„Warum nicht, mir geht es gut und ich darf tun, was ich am Besten kann! Klingt für mich perfekt. - Können wir es jetzt zuende bringen?“<br />
Meffrid nickte.<br />
„Na, gut. Du hast den ersten Schlag.“<br />
Fenrur lachte auf und stürzte sich unmittelbar auf seinen Widersacher, der keine Anstalten macht irgendetwas zu tun.<br />
Er holte aus, schlug zu und stolperte nach vorne, da sein Gegner schon längst nicht mehr dort stand.<br />
Er spürte einen Tritt in seine Kniekehle, bevor sich ihm ein Arm um den Hals schlang.<br />
Mit einem Zischen vernahm Fenrur die letzen Worte seines Lebens.<br />
„Du Stück Dreck wirst nie wieder Hand an einen Unschuldigen legen! Ebenso dein Herr nicht, dafür sorge ich. Und Wenn du ihn im Abgrund siehst, bestell ihm einen schönen Gruß von mir. Irgendwann werde auch ich dort landen. Mit dem Tod sind eure Qualen längst noch nicht vorbei. Wir sehen uns!“<br />
Der Arm verschwand. Zunächst wollte Fenrur erleichtert aufatmen, aber als er schlucken wollte, konnte er es nicht. Brennender Schmerz durchfuhr ihn. Langsam fasste er zu seinem Hals. Entsetzen erfasst ihn, als er sein Blut durch seine Finger strömen fühlte. Mit einem Röcheln kippte er zur Seite und starb.<br />
<br />
Meffrid blieb solange, bis Fenrur verblutet war. Dann warf er einen Blick auf die Stadt. Die Stadt seiner Geburt, seiner Kindheitserinnerungen. Die Stadt, in der sich sein Schicksal erfüllen würde. Mit einem Tuch säuberte er dabei die Klinge seines schlanken Dolches. Eine hervorragende Arbeit von den Schmieden aus dem Süden. Dünn aber stark, flexibel und vor allem so scharf, dass man einen Schnitt mit ihm nicht sofort spürte. An der Leiche vorbei ging er auf den Pfad zu, der ihn hierher gebracht hatte. Eine krächzende Stimme erhob sich aus einem Busch neben dem Weg.<br />
„Du hättest ihn nicht so sterben lassen sollen. Es ist Verschwendung!“<br />
Meffrid wandte sich um.<br />
„Dann geh doch hin und labe dich am Rest. Aber sein Blut ist es nicht wert.“<br />
Ohne ein weiteres Wort ging er fort.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Captain Future]]></title>
			<link>http://www.literatopia.de/forum/thread-4651.html</link>
			<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 18:14:38 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.literatopia.de/forum/thread-4651.html</guid>
			<description><![CDATA[Für alle Fans:<br />
<br />
<a href="http://www.fuenf-filmfreunde.de/2010/03/18/christian-alvart-pandorum-antikorper-verfilmt-captain-future/" target="_blank">Christian Alvart (Pandorum, Antikörper) verfilmt Captain Future</a><br />
<br />
Freude, Skepsis, Unverständnis?<br />
<br />
Viele Grüße vom Wanderer]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Für alle Fans:<br />
<br />
<a href="http://www.fuenf-filmfreunde.de/2010/03/18/christian-alvart-pandorum-antikorper-verfilmt-captain-future/" target="_blank">Christian Alvart (Pandorum, Antikörper) verfilmt Captain Future</a><br />
<br />
Freude, Skepsis, Unverständnis?<br />
<br />
Viele Grüße vom Wanderer]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[frühsommerlicher Lesekreis: Buchauswahl]]></title>
			<link>http://www.literatopia.de/forum/thread-4650.html</link>
			<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 13:58:03 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.literatopia.de/forum/thread-4650.html</guid>
			<description><![CDATA[Hallo zusammen,<br />
<br />
es ist mal wieder soweit. Das Vorschlägesammeln ist vorbei. - <span style="font-weight: bold;"><span style="color: #1E90FF;">Jetzt wird abgestimmt.</span></span><br />
Um aus den vorgeschlagenen Büchern, eines auszuwählen könnt ihr hier abstimmen. Es sind Mehrfachantworten möglich und durchaus erwünscht - das erlaubt ein Stimmrecht für jedes Buch, das ihr gerne im Lesekreis lesen und besprechen würdet. Das Buch mit den meisten Stimmen wird den Mittelpunkt unseres frühsommerlichen Lesekreises und den damit verbundenen Diskussionen bilden.<br />
Die Anmeldung erfolgt mit der Teilnahme an der Umfrage und ist bis <span style="color: #1E90FF;"><span style="font-weight: bold;">Montag, den 26.04.</span></span> möglich. Bis dahin sollten sich alle, die teilnehmen wollen, entschieden haben.<br />
<br />
<span style="color: #1E90FF;"><span style="font-weight: bold;">Zur Auswahl stehen:</span></span><br />
<br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4431-post-48213.html#pid48213" target="_blank">"Cry Baby" von Gillian Flynn</a><br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4431-post-48213.html#pid48213" target="_blank">"Mädchenmörder" von Thea Dorn</a><br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4431-post-48213.html#pid48213" target="_blank">"Tote Mädchen lügen nicht" von Jay Asher</a><br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4431-post-48203.html#pid48203" target="_blank">"Axolotl Roadkill" von Helene Hegemann</a><br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4431-post-48206.html#pid48206" target="_blank">"Klassische deutsche Kurzgeschichten"</a><br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4431-post-48250.html#pid48250" target="_blank">"Die Päpstin" von Donna W. Cross</a><br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4431-post-48269.html#pid48269" target="_blank">"Sunset" von Stephen King</a><br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4431-post-48269.html#pid48269" target="_blank">"Kalte Asche" von Simon Beckett</a><br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4431-post-48493.html#pid48493" target="_blank">"Als es noch Menschen gab" von Clifford D. Simak</a><br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4431-post-48496.html#pid48496" target="_blank">"House of Leaves" von Mark Z. Danielewski</a><br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4431-post-48694.html#pid48694" target="_blank">"Splitterherz" von Bettina Belitz</a><br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4431-post-49330.html#pid49330" target="_blank">"Reise im Mondlicht" von Antal Szerb</a><br />
<br />
Liebe Grüße,<br />
euer Lesekreis-Team <br />
<span style="font-style: italic;">(das sich diesmal über zahlreiche Vorschläge freuen durfte)</span><br />
<img src="http://www.greensmilies.com/smile/smiley_emoticons_hurra_fruehling6.gif" border="0" alt="[Bild: smiley_emoticons_hurra_fruehling6.gif&#93;" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Hallo zusammen,<br />
<br />
es ist mal wieder soweit. Das Vorschlägesammeln ist vorbei. - <span style="font-weight: bold;"><span style="color: #1E90FF;">Jetzt wird abgestimmt.</span></span><br />
Um aus den vorgeschlagenen Büchern, eines auszuwählen könnt ihr hier abstimmen. Es sind Mehrfachantworten möglich und durchaus erwünscht - das erlaubt ein Stimmrecht für jedes Buch, das ihr gerne im Lesekreis lesen und besprechen würdet. Das Buch mit den meisten Stimmen wird den Mittelpunkt unseres frühsommerlichen Lesekreises und den damit verbundenen Diskussionen bilden.<br />
Die Anmeldung erfolgt mit der Teilnahme an der Umfrage und ist bis <span style="color: #1E90FF;"><span style="font-weight: bold;">Montag, den 26.04.</span></span> möglich. Bis dahin sollten sich alle, die teilnehmen wollen, entschieden haben.<br />
<br />
<span style="color: #1E90FF;"><span style="font-weight: bold;">Zur Auswahl stehen:</span></span><br />
<br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4431-post-48213.html#pid48213" target="_blank">"Cry Baby" von Gillian Flynn</a><br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4431-post-48213.html#pid48213" target="_blank">"Mädchenmörder" von Thea Dorn</a><br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4431-post-48213.html#pid48213" target="_blank">"Tote Mädchen lügen nicht" von Jay Asher</a><br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4431-post-48203.html#pid48203" target="_blank">"Axolotl Roadkill" von Helene Hegemann</a><br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4431-post-48206.html#pid48206" target="_blank">"Klassische deutsche Kurzgeschichten"</a><br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4431-post-48250.html#pid48250" target="_blank">"Die Päpstin" von Donna W. Cross</a><br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4431-post-48269.html#pid48269" target="_blank">"Sunset" von Stephen King</a><br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4431-post-48269.html#pid48269" target="_blank">"Kalte Asche" von Simon Beckett</a><br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4431-post-48493.html#pid48493" target="_blank">"Als es noch Menschen gab" von Clifford D. Simak</a><br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4431-post-48496.html#pid48496" target="_blank">"House of Leaves" von Mark Z. Danielewski</a><br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4431-post-48694.html#pid48694" target="_blank">"Splitterherz" von Bettina Belitz</a><br />
<a href="http://www.literatopia.de/forum/thread-4431-post-49330.html#pid49330" target="_blank">"Reise im Mondlicht" von Antal Szerb</a><br />
<br />
Liebe Grüße,<br />
euer Lesekreis-Team <br />
<span style="font-style: italic;">(das sich diesmal über zahlreiche Vorschläge freuen durfte)</span><br />
<img src="http://www.greensmilies.com/smile/smiley_emoticons_hurra_fruehling6.gif" border="0" alt="[Bild: smiley_emoticons_hurra_fruehling6.gif]" />]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Fliegende Bücher !]]></title>
			<link>http://www.literatopia.de/forum/thread-4649.html</link>
			<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 14:33:57 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.literatopia.de/forum/thread-4649.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="text-decoration: underline;">Fliegende Bücher</span><br />
<br />
Eine Bedrohung aus der Luft, <br />
achte auf den Frühlingsduft, <br />
völlig außer Kontrolle, <br />
es sind bestimmt anspruchsvolle.<br />
<br />
Sie kreisen über Köpfe, <br />
es sind eigene Geschöpfe, <br />
die Bücher fliegen geschwind, <br />
wie ein liebes Engelskind. <br />
<br />
Sie wollen ihr Wissen verkünden, <br />
damit muss sich jeder abfinden, <br />
es ist wie Magie, <br />
eine völlige Eigenregie. <br />
<br />
Einige Bücher fallen runter, <br />
jetzt wir das Leben noch bunter, <br />
den Inhalt verschlingst du schnell, <br />
alles ist einfach originell.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="text-decoration: underline;">Fliegende Bücher</span><br />
<br />
Eine Bedrohung aus der Luft, <br />
achte auf den Frühlingsduft, <br />
völlig außer Kontrolle, <br />
es sind bestimmt anspruchsvolle.<br />
<br />
Sie kreisen über Köpfe, <br />
es sind eigene Geschöpfe, <br />
die Bücher fliegen geschwind, <br />
wie ein liebes Engelskind. <br />
<br />
Sie wollen ihr Wissen verkünden, <br />
damit muss sich jeder abfinden, <br />
es ist wie Magie, <br />
eine völlige Eigenregie. <br />
<br />
Einige Bücher fallen runter, <br />
jetzt wir das Leben noch bunter, <br />
den Inhalt verschlingst du schnell, <br />
alles ist einfach originell.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Opfer der Medien - überraschende Schlagzeilen]]></title>
			<link>http://www.literatopia.de/forum/thread-4648.html</link>
			<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 13:18:26 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.literatopia.de/forum/thread-4648.html</guid>
			<description><![CDATA[Hallo Schreiberlinge,<br />
<br />
ich bin auf <a href="http://www.nicht-jugendfrei-online.de/index.php?&amp;s=aktuell&amp;artikel=5480" target="_blank">diesen Link</a> aufmerksam gemacht worden und bin immer noch recht fassungslos.<br />
Man könnte jetzt sagen "Hm, Bild halt", aber trotzdem finde ich das heftig.<br />
Zwar waren das Mädchen und ihre Familie naiv, was das angeht - aber wer weiß, wie man in einem solchen Fall handeln muss?<br />
<br />
Ich wüsste gerne eure Meinung hierzu!<br />
<br />
Liebe Grüße,<br />
Trinity]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Hallo Schreiberlinge,<br />
<br />
ich bin auf <a href="http://www.nicht-jugendfrei-online.de/index.php?&amp;s=aktuell&amp;artikel=5480" target="_blank">diesen Link</a> aufmerksam gemacht worden und bin immer noch recht fassungslos.<br />
Man könnte jetzt sagen "Hm, Bild halt", aber trotzdem finde ich das heftig.<br />
Zwar waren das Mädchen und ihre Familie naiv, was das angeht - aber wer weiß, wie man in einem solchen Fall handeln muss?<br />
<br />
Ich wüsste gerne eure Meinung hierzu!<br />
<br />
Liebe Grüße,<br />
Trinity]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Phanta-Ausschreibung zum Thema "Stellvertreter" (bis 31. Juli 2010)]]></title>
			<link>http://www.literatopia.de/forum/thread-4639.html</link>
			<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 21:56:36 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.literatopia.de/forum/thread-4639.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-style: italic;">Ausschreibung zum Wettbewerb:</span><br />
<br />
Name: Phanta-Ausschreibung<br />
Kategorie: Kurzgeschichten des Genres Phantastik (Science Fiction, Fantasy, Utopie, Horror, Grusel, phantastische Reise- u. Abenteuerliteratur, Märchen, Sagen/Mythen, auch Crossover, keine Fanfiction!)<br />
zum Thema „Stellvertreter“ (unveröffentlicht)<br />
<br />
Originaltext: <a href="http://schreiblaune.wordpress.com/" target="_blank">http://schreiblaune.wordpress.com/</a><br />
<br />
Gewünscht sind Kurzgeschichten zum Thema „Stellvertreter“ unterschiedlichster Art. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf, welche Art/en von Stellvertreter/n es gibt und was der/die jeweilige/n Stellvertreter alles tun kann/können. Wir möchten das Thema absichtlich nicht weiter begrenzen. Die Texte sollten bereits eine erste Korrektur durchlaufen haben und nicht in Art eines Schüleraufsatzes geschrieben sein. Sie müssen zwar noch nicht veröffentlicht haben, um Ihren Text einzureichen, doch wünschen wir uns weder Rechtschreib- noch Tempora-Fehler.<br />
<br />
Teilnahmebedingungen:<br />
•  Formale Vorgaben:<br />
Normseite (60 Anschläge mal 30 Zeilen), Schriftart: Times New Roman, Schriftgröße: 12 Pt., Zeilenabstand: 1,5<br />
maximal 20.000 Zeichen (inklusive Leerzeichen)<br />
•  Jeder kann mitmachen. <br />
•  Jeder Teilnehmer darf bis zu zwei Kurzgeschichten (keine Gedichte) einreichen. Die Texte müssen noch unveröffentlicht sein (auch Internetpublikationen zählen hier als Veröffentlichung).<br />
•  Texteinsendungen ausschließlich per Mail als .doc- oder .rtf-Datei an ausschreibung (at) oconnellnet.de (hierbei bitte das (at) durch @ ersetzen)<br />
•  Die Geschichten müssen in deutscher Sprache geschrieben sein <br />
•  Mit der Teilnahme bestätigen die Autoren und Autorinnen, alleinige/r Urheber/in des/der gesendeten Werke/s zu sein und keine Rechte Dritter zu verletzen. Die Teilnehmer geben ihr Einverständnis zur kostenlosen Veröffentlichung der Beiträge in einer Anthologie sowie im Internet und zur redaktionellen Bearbeitung. Auch Lesungen unter Nennung der jeweiligen Verfassernamen sollen erlaubt sein.<br />
•  Der Titel sollte nicht nur das Thema der Ausschreibung wiedergeben.<br />
•  Jeder Text sollte mit dem Namen des/der Autors/Autorin versehen sein.<br />
•  Eine Auswahl der besten Beiträge soll im Herbst/Winter 2010 in einer Anthologie veröffentlicht werden. Geplant ist eine Lesung im öffentlichen Rahmen. Der Termin wird noch bekannt gegeben.<br />
•  Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. <br />
<br />
Einsendeschluss: <span style="font-weight: bold;">31.07.2010</span><br />
<br />
Jede/r veröffentlichte Autor/in erhält ein Freiexemplar der Anthologie. Darüber hinaus wird kein Honorar gezahlt.<br />
<br />
<hr />
Quelle: Mailkontakt zum Mainpage-Team]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-style: italic;">Ausschreibung zum Wettbewerb:</span><br />
<br />
Name: Phanta-Ausschreibung<br />
Kategorie: Kurzgeschichten des Genres Phantastik (Science Fiction, Fantasy, Utopie, Horror, Grusel, phantastische Reise- u. Abenteuerliteratur, Märchen, Sagen/Mythen, auch Crossover, keine Fanfiction!)<br />
zum Thema „Stellvertreter“ (unveröffentlicht)<br />
<br />
Originaltext: <a href="http://schreiblaune.wordpress.com/" target="_blank">http://schreiblaune.wordpress.com/</a><br />
<br />
Gewünscht sind Kurzgeschichten zum Thema „Stellvertreter“ unterschiedlichster Art. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf, welche Art/en von Stellvertreter/n es gibt und was der/die jeweilige/n Stellvertreter alles tun kann/können. Wir möchten das Thema absichtlich nicht weiter begrenzen. Die Texte sollten bereits eine erste Korrektur durchlaufen haben und nicht in Art eines Schüleraufsatzes geschrieben sein. Sie müssen zwar noch nicht veröffentlicht haben, um Ihren Text einzureichen, doch wünschen wir uns weder Rechtschreib- noch Tempora-Fehler.<br />
<br />
Teilnahmebedingungen:<br />
•  Formale Vorgaben:<br />
Normseite (60 Anschläge mal 30 Zeilen), Schriftart: Times New Roman, Schriftgröße: 12 Pt., Zeilenabstand: 1,5<br />
maximal 20.000 Zeichen (inklusive Leerzeichen)<br />
•  Jeder kann mitmachen. <br />
•  Jeder Teilnehmer darf bis zu zwei Kurzgeschichten (keine Gedichte) einreichen. Die Texte müssen noch unveröffentlicht sein (auch Internetpublikationen zählen hier als Veröffentlichung).<br />
•  Texteinsendungen ausschließlich per Mail als .doc- oder .rtf-Datei an ausschreibung (at) oconnellnet.de (hierbei bitte das (at) durch @ ersetzen)<br />
•  Die Geschichten müssen in deutscher Sprache geschrieben sein <br />
•  Mit der Teilnahme bestätigen die Autoren und Autorinnen, alleinige/r Urheber/in des/der gesendeten Werke/s zu sein und keine Rechte Dritter zu verletzen. Die Teilnehmer geben ihr Einverständnis zur kostenlosen Veröffentlichung der Beiträge in einer Anthologie sowie im Internet und zur redaktionellen Bearbeitung. Auch Lesungen unter Nennung der jeweiligen Verfassernamen sollen erlaubt sein.<br />
•  Der Titel sollte nicht nur das Thema der Ausschreibung wiedergeben.<br />
•  Jeder Text sollte mit dem Namen des/der Autors/Autorin versehen sein.<br />
•  Eine Auswahl der besten Beiträge soll im Herbst/Winter 2010 in einer Anthologie veröffentlicht werden. Geplant ist eine Lesung im öffentlichen Rahmen. Der Termin wird noch bekannt gegeben.<br />
•  Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. <br />
<br />
Einsendeschluss: <span style="font-weight: bold;">31.07.2010</span><br />
<br />
Jede/r veröffentlichte Autor/in erhält ein Freiexemplar der Anthologie. Darüber hinaus wird kein Honorar gezahlt.<br />
<br />
<hr />
Quelle: Mailkontakt zum Mainpage-Team]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Fantasy for Elephants - Flammenstreit]]></title>
			<link>http://www.literatopia.de/forum/thread-4638.html</link>
			<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 20:56:58 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.literatopia.de/forum/thread-4638.html</guid>
			<description><![CDATA[Aloha ihr Freunde der Fantasy, der Magie und der Drachen.<br />
Ich hoff ich bin im richtigen Foren-Bereich gelandet.. ?<br />
<br />
Ich würde euch gerne mein Baby vorstellen: Mein erster Roman "Flammenstreit" ist seit einem Monat erschienen. (ISBN: 978-3-85028-495-0)<br />
Ich kann nur sagen, dass das Schreiben eine wunderschöne, bereichernde und aufregender Erfahrung war, und ich noch viele Ideen für Fortsetzungen habe, wenn "Flammenstreit" gut ankommt (wobei, eigentlich ist es mir auch egal wie sich das verkauft, weitergeschrieben wird aus der Lust am Schreiben *g*)<br />
<br />
Das Buch ist eine Mischung aus Fantasy &amp; Abenteuer und hat auch einige spirituelle Elemente. Elfen, Orks, Zwerge und Vampire dürfen nicht mitspielen und es gibt weder monumentale Schlachten noch strahlende Helden. Meine Charaktere sind menschlich und tiefgründig (bis auf Luresh, den Drachen, der ist drachig, weitsichtig, mystisch und... wundervoll). Ich habe mich bemüht dem Ganzen eine subtile Art der Spannung zu verpassen und meine Charaktere stimmig und nachvollziehbar zu gestalten, ob es mir gelungen ist, müsst ihr meine Leser fragen oder selbst lesen :-)<br />
<br />
Auf meiner HP: <a href="http://www.flammenstreit.npage.de" target="_blank">http://www.flammenstreit.npage.de</a> gibt es Infos zu allem und mehr, sowie mehr Leseproben. Mit einem Drittel meines Erlöses unterstütze ich das Austrian-Sri-Lankan-Elephant-Research &amp; Conservation-Projekt des Wiener Zoos: <a href="http://www.aserc.org" target="_blank">http://www.aserc.org</a><br />
<br />
Um euch einen kleinen Einblick zu geben, hier eine Kurzbeschreibung:<br />
<br />
<span style="font-style: italic;">Eine fremde Welt, der unseren nicht ganz unähnlich: Es geschehen merkwürdige Dinge. Eigentlich wollen die Bewohner Karhunas einen mächtigen Gott beschwören. Doch stattdessen erhalten sie zwei junge, überraschte Frauen als Antwort auf ihre Gebete. Für Ginger und Tess, zwei durchaus ungewöhnliche Mädchen, beginnt ein neues und aufregendes Leben in der mystischen Welt der Hüter. Sie begleiten die freundlichen, menschenartigen Wesen in die Stadt Karassa und nutzen die Chance, um ihr altes, bitteres Leben endgültig hinter sich zu lassen. Alles scheint perfekt zu sein, die idyllische Stadt bietet ihnen ein Heim und die Möglichkeit, wahre Magie zu lernen. In der Familie der kindlichen Seherin Haisha werden sie liebevoll aufgenommen und fassen wieder Mut. Nur die regelmäßigen Angriffe eines wütenden Drachen trüben das Glück ...<br />
Als schließlich mysteriöse Dinge in der Stadt geschehen und Ginger das Drachengelege unweit der Stadt entdeckt, werfen die Geschehnisse tiefe moralische Fragen auf. Hin und her gerissen zwischen Dankbarkeit und Wut müssen sie sich entscheiden, ob sie dem Land und ihren neuen Freunden in einem drohenden Krieg beistehen werden, denn nur ihre ungewöhnliche Verbindung zu einander kann das unnötige Blutvergießen verhindern.<br />
Sollten sie sich entschließen zu helfen, wird es eine gefährliche Gratwanderung für Ginger, die sich immer mehr den magischen Künsten hingibt und nicht merkt, wie nahe sie schon am Abgrund steht …</span><br />
<br />
Im Anschluss zwei Leseproben, ich kann mich immer nicht entscheiden welche ich nehmen soll.. *g* Ich hoffe sie sind nicht zu lang...<hr />
Neue Freunde<br />
<br />
<br />
Sie waren einige Stunden gewandert und hatten sich angeregt unterhalten, als sich vor ihnen eine riesige Kraterlandschaft ausbreitete. Die Rauch- und Dunstwolken hatten sie schon seit einer Weile gesehen, ihnen aber keine besondere Bedeutung beigemessen. Je näher sie kamen, desto klarer sahen sie, dass sie sich einer riesigen Schlucht näherten. Als sie am Rande des Canyons angelangt waren, stockte Ginger der Atem. Die steile Felswand fiel senkrecht vor ihnen ab und der Boden lag einige hundert Meter unter ihren Füßen. Die Ausmaße waren geradezu schwindelerregend und die Beiden wagten sich nicht näher als drei Schritte an die Kante heran.<br />
<br />
Weit unter ihren Füßen erstreckte sich die verdorrte, rote Erde zu beiden Seiten, soweit das Auge reichte. Verbrannte und verkrüppelte Bäume und Sträucher waren das einzige Zeichen von ehemaligem Leben inmitten dieser düsteren Einöde, die trotz allem eine bizarre Faszination auf Ginger ausübte. Dankbar nahmen sie den ledernen Wasserschlauch entgegen, den Kiron ihnen reichte. Sie tranken das offenbar mit Früchten gesüßte, kalte Wasser und betrachteten überwältigt die Landschaft vor ihnen.<br />
<br />
Vereinzelte Gischtfontänen stoben aus kleinen Kratern und die Erde war aufgeworfen und von den Naturgewalten zerfurcht. Direkt neben ihnen, nur durch die tiefe Schlucht getrennt, erhoben sich die Überreste eines riesigen Berges, dessen Spitze wohl eine gewaltige Eruption zerrissen hatte. Knapp über ihren Köpfen hörte die Steilwand abrupt auf und ein kreisförmiger Krater hatte sich tief in das Innere des Berges gefressen. Ein Vulkan wie aus dem Bilderbuch. Die massiven Felswände erstrahlten wie magisch im zerfließenden, roten Licht des geschmolzenen Gesteins.<br />
<br />
„Und da sollen wir rüber?“, platzte es aus Ginger heraus. Sie stand neben Kiron und starrte diese Mondlandschaft aus weit aufgerissenen Augen an. Die Hitze, die der offene Krater vor ihnen verströmte, war enorm. Tess musste ein paar Mal die aufsteigenden Tränen wegblinzeln, um überhaupt klar sehen zu können. Kiron lächelte nur verschwörerisch und drehte sich zu Majra und Haisha auf Roku um. Mit einer fließenden Bewegung hob er Haisha von Rokus Rücken und stellte sie neben sich ab. Alle traten einen Schritt zurück, so taten es die Mädchen ihnen gleich. Haisha hob die Arme zum Himmel.<br />
<br />
Der Anblick verschlug ihnen die Sprache: Der zarte Mädchenkörper vor dieser grotesken Landschaft, in unschuldiges Weiß gehüllt und die Haare vom plötzlich aufkommenden Wind zerzaust, als hätte sie alle Macht, die Naturgewalten zu beherrschen. Nach ein paar Sekunden, in denen Ginger und Tess nur staunend und wie angewurzelt dastanden und alles Mögliche erwarteten, senkte sie die Arme wieder. Dann fingerte sie eine schmale, silbrig glänzende Kette aus ihrem Kleid hervor. Daran hing etwas, das aussah wie eine filigrane, lang gezogene Muschel, perlmuttfarben und beinahe transparent.<br />
<br />
Haisha hob das zerbrechlich wirkende Gebilde an ihre schmalen Lippen und blies kräftig hinein. Ein überraschend melodischer, hoher Ton erklang. Er war nicht sehr laut, aber er ging den Mädchen durch Mark und Bein und schien jede Faser ihres Körpers zu durchdringen und etwas völlig Fremdes in ihnen anzurühren. Zurück blieb ein vages Kribbeln, das noch anhielt, lange nachdem der Ton mit dem Wind davongetragen worden war.<br />
<br />
In der erwartungsvollen Stille danach schien zunächst gar nichts zu passieren. Gespannt warteten die Mädchen und blickten sich nach allen Seiten um. Erst als sie beobachteten, wie sich die Blicke ihrer Begleiter auf einen Punkt über ihren Köpfen richteten, wurden sie sich der nahenden Gestalten bewusst. Zuerst war es nur ein vages Gefühl, so als hätte die Luft eine andere Qualität bekommen. Sie wirkte plötzlich zäher und von einem kaum definierbaren, bedächtigen Gefühl erfüllt. Ehrfürchtig und erwartungsvoll starrten beide in die Luft. Dann glaubten sie, die Gestalten zu erkennen. Doch jedes Mal, wenn sie versuchten, diese wirklich zu fokussieren, schienen die Wesen sofort wieder mit den Dunstschleiern über dem brodelnden Krater zu verschwimmen. Erst, als sie begannen, sie nur aus den Augenwinkeln zu betrachten, konnten sie die Umrisse klarer erkennen.<br />
<br />
Die durchscheinenden Wesen waren etwas kleiner und zierlicher als Menschen und erstrahlten in einem sanften, hellgrünen Licht, das tief aus ihrem Innersten zu kommen schien. Sie bewegten sich mit kaum sichtbaren Flügeln durch die Luft, die mehr aus dünnen, schimmernden Fäden als aus klaren Strukturen zu bestehen schienen. Und es waren Hunderte, die aus der glühenden Öffnung des Kraters aufstiegen. Schließlich war das ganze Sichtfeld der Gruppe von ihnen ausgefüllt. Sie schwebten herab und ordneten sich vor ihnen in einer Reihe an, die bis an das andere Ende der Kraterlandschaft führte und beinahe aus ihrem Blickfeld verschwand. Ehrfürchtig und verunsichert versuchten Ginger und Tess, einen klaren Blick auf die fremdartigen Wesen zu erhaschen. Nur hin und wieder schienen auf einem der beinahe unsichtbaren Gesichter Züge zu erscheinen. Diese Augenblicke wirkten kostbar und bewegend, denn die Gesichter wirkten so gelöst, friedlich und in vollkommener Ruhe, dass die Beiden von einer undefinierbaren Sehnsucht ergriffen wurden. Obwohl die Wesen kleiner waren als die Mädchen, fühlten sie sich plötzlich unbedeutend und winzig in Anbetracht dieser ätherischen, engelsgleichen Gestalten. Sie fassten sich sprachlos bei den Händen und trauten ihren Augen nicht. Majra und Kiron wirkten belustigt über die staunenden Mädchen und Majra bedeutete ihnen mit einem ermutigenden Lächeln, dass dies nichts Besonderes sei.<br />
<br />
Nachdem sich die Reihe der durchscheinenden Gestalten bis an die gegenüberliegende Seite fortgesetzt hatte, schienen sie plötzlich ineinander zu fließen, wie der Rauch erlöschender Kerzen. Die Formen verschwammen und aus den wirbelnden Schwaden bildeten sich die Umrisse einer Brücke. Ginger und Tess hatten Schwierigkeiten, sie klar zu erkennen. Aus den Augenwinkeln wirkte sie wie ein massives Gebilde aus hellgrünem Glas. Doch wenn die Beiden direkt darauf blickten, sahen sie nur die trostlose Landschaft in der Tiefe. Erschrocken blickten die beiden sich an. Darauf sollten sie ihre Füße setzen? Das musste ein Scherz sein ...<br />
<br />
Zu ihrer Überraschung zögerte Roku keine Sekunde, als Majra ihn auf die schemenhafte Brücke lenkte und dabei mit spielerischer Leichtigkeit Haisha vor sich auf den breiten Rücken des Pferdes hob, das Tess mit einem Blick an die richtigen Stellen als Hengst erkannt hatte. Auch die anderen folgten ihnen ohne innezuhalten.<br />
<br />
Tess sog scharf die Luft ein, tastete blind nach Gingers Hand und erstarrte. Als auch der letzte ihrer Begleiter den festen Boden verlassen hatte und zielstrebig durch die Luft marschierte, näherte Ginger sich zögerlich dem Abgrund. Die Gruppe machte keinerlei Anstalten, auf sie zu warten. Tess, die sich noch immer nicht bewegte, hielt sie weiterhin fest an der Hand und hatte die Augen fest zusammengepresst. Ginger holte tief Luft, schloss ebenfalls die Augen und setzte zögerlich den ersten Fuß auf das unwirkliche Gebilde.<br />
<br />
Es schien sie zu tragen, also zog sie den anderen Fuß nach. Dann erst öffnete sie vorsichtig die Augen wieder. Beim Blick nach unten stockte ihr der Atem, denn sie sah nichts als den bodenlosen Abgrund unter sich, der ihr plötzlich doppelt so tief vorkam. Rasch hob sie den Blick und schielte vorsichtig mit klopfendem Herzen von oben herab auf die Brücke. Jetzt nahm sie diese wieder umrisshaft wahr. Sie atmete ein paar Mal tief ein und blickte suchend nach vorne, um nach Kiron und den anderen zu sehen. Diese waren schon ein gutes Stück weit gewandert und blickten sich nicht einmal um.<br />
<br />
„Na gut, wenn dieses Ding das Monstrum von Pferd aushält, wird es schon nicht unter uns zerbrechen“, raunte sie zu sich selbst. Sie brauchte gar nichts zu Tess zu sagen. Als diese spürte, dass Ginger bereits auf der Brücke stand, öffnete sie die Augen. Sie vermied es, das Lichtgebilde direkt anzusehen und schob sich zögerlich an Ginger heran.<br />
<br />
Nach einer prüfenden Sekunde, in der sie beide sich versicherten, dass sie nicht in die Tiefe stürzten, wagten sie die ersten Schritte. Hand in Hand überquerten sie die Brücke aus Licht und ließen damit ihr altes Leben und ihre alte Realität weit hinter sich …<hr />
Leben im Fels<br />
<br />
Keuchend versuchte Karim, zu Atem zu kommen. Der Aufprall hatte ihm fast die Sinne geraubt und vor seinen Augen tanzten blitzende Lichter. Ginger lag mit dem Gesicht nach oben unter ihm und bewegte sich nicht. Seine Hände ruhten in etwas Warmem, Glitschigem. Panisch rappelte er sich auf und starrte fassungslos im fahlen Licht auf seine Arme: Sie waren von ihrem Blut getränkt. Eine rote, schmierige Pfütze breitete sich langsam unter ihr aus. Fassungslos zog er sich vor ihr zurück und betrachtete sie entgeistert.<br />
<br />
„Das, das darf doch nicht wahr sein ... Das wollte ich nicht! Oh bei allen Hütern!“ Er schlug die Hände vor die Augen und sank in sich zusammen. Dann drang jedoch ein vertrautes Geräusch an seine Ohren: Sie atmete. Sofort war er bei ihr und tastete nach ihrem Puls. Er fühlte sich kräftig und schnell an. Verunsichert versuchte er, im Dämmer-icht etwas zu erkennen. Da bewegte sie sich und schlug die Augen auf.<br />
<br />
„Autsch. Musste das sein? Oh ... Was … Wo sind wir? Was ist denn passiert?“<br />
<br />
„Nicht bewegen! Hörst du, du bist verletzt, du blutest. Bleib ruhig. Hast du Schmerzen?“<br />
<br />
„Eigentlich, nein, nicht wirklich, wo blute ich denn?“<br />
<br />
Sie blickte suchend an sich hinunter. Als sie die immer größer werden Lache unter ihrem Rücken entdeckte, stieß sie einen spitzen Schrei aus und sprang auf. Karim griff beherzt zu, um sie aufzufangen, falls sie stürzen sollte. Doch sie stand sicher und blickte ihn aus großen Augen an. Er drehte sie vorsichtig mit dem Rücken zu der einzigen Lichtquelle, dem Loch etwa zwei Meter über ihnen. Ihre Kleidung war blutbesudelt, aber unversehrt. Er suchte verwirrt nach einer Wunde, wurde aber von Ginger unterbrochen, die wortlos an seinem Arm zupfte und mit weit aufgerissenen Augen auf den Boden starrte. Langsam drehte er sich um und folgte ihrer ausgestreckten Hand mit dem Blick. In der widerlichen Pfütze bewegte sich etwas. Vorsichtig knieten die beiden auf dem Boden nieder. Was sie bei genauerem Hinsehen entdeckten, raubte ihnen den Atem. Die Flüssigkeit stammte aus keiner Wunde. Dort, wo sie gelandet waren, lagen zerdrückte Schalen im blutgetränkten Dreck. Eierschalen. Und inmitten der Verwüstung wand sich ein kleiner Körper, kaum größer als eine Katze …<br />
<br />
Sie erkannten vier Beine, einen schrumpeligen Körper, einen langen Schwanz und verrunzelte Flügel. Die Augen auf dem winzigen Drachenkopf waren noch von einer durchsichtigen Schicht überwachsen, die Schuppen nur andeutungsweise vorhanden. Auf den unproportional großen Füßen waren die ersten, weichen Ansätze für die Krallen zu sehen. Der Eizahn auf der Schnauze sah weich und unvollkommen aus. Ebenso die Flügel. Ginger stiegen die Tränen in die Augen. Dieses Drachenkind war noch nicht einmal vollständig entwickelt, da hatten sie es getötet. Seine Bewegungen wurden langsamer, es konnte ja noch nicht einmal richtig atmen. Vorsichtig streckte sie den Arm aus und strich mit bebenden Händen über das feuchte Köpfchen. Einer unbewussten Reaktion folgend versuchte dieses winzige Leben, den Kopf der Berührung entgegenzustrecken. Dann lief ein Zittern durch den zerbrochenen Körper und es lag still. Sie hörte Karim neben sich schwer schlucken und konnte den Blick nicht von der kleinen Kreatur wenden. Obwohl es blutverschmiert und unvollkommen war, fand sie es märchenhaft schön.<br />
<br />
Nach einigen endlos erscheinenden Minuten ergriff Karim wortlos ihre Hand und zog sie mit sich in die Höhe. Beide blickten sich suchend um. Im kargen Lichtkegel erkannten sie das restliche Gelege. Ungläubig zählte Ginger die rauen, kalkweißen Eier, die in der endlosen Zeit, die sie hier wohl schon lagen, mit allerlei Flechten und braunen Algen überwuchert waren. Sie waren kaum vom bewachsenen Fels zu unterscheiden. Sie entdeckte 19 Eier. Staunend brachten beide kein Wort heraus, ein ehrfürchtiges und respektvolles Gefühl den Eiern gegenüber breitete sich in ihnen aus. Die Magie, die sie ausströmten, war beinahe mit den Händen greifbar.<br />
<br />
Die Höhle war nicht besonders groß. Etwa zehn Schritte breit und fünfzehn lang. Zögerlich machten sie sich auf die Suche nach einem Ausgang. Karim fand einen verwitterten Stock und entzündete eine Fackel mit seinem Feuerstein. Sie hatten versucht, Licht mit Magie erscheinen zu lassen, es war ihnen beiden nicht gelungen. Diese Höhle hatte ihre eigene Magie. Die hektisch flackernde Flamme tauchte die Felsen in gespenstisches Licht und hinterließ tanzende Schatten auf ihren Gesichtern.<br />
<br />
„Jetzt wissen wir zumindest, warum Luresh gerade uns heimsucht. Seine ... Moment, ihre Jungen werden bald schlüpfen. Es war so winzig. Ich kann nicht glauben, dass wir es getötet haben“, hauchte Karim. „Ich wüsste gerne, wie sie die Eier hier überhaupt hineinlegen konnte.“<br />
<br />
„Vielleicht hat sie die Eier dort vergraben, also von oben hineingelegt. Wie eine Schildkröte oder so.“<br />
<br />
Ginger seufzte laut auf und blickte Karim beschämt an.<br />
<br />
„Was ist überhaupt passiert? Ich erinnere mich nur daran, dass wir geübt haben.“<br />
<br />
Er schilderte ihr ihren unheimlichen Zustand und ihren Sturz in die Höhle.<br />
<br />
„Irgendetwas stimmt mit deiner Magie nicht. Du hast sie zu wenig in der Hand und scheinbar kann sie die Kontrolle über dich übernehmen. Das ist ungewöhnlich. Ich weiß nicht, was es bedeutet, vielleicht kommt es auch nur daher, dass du dich in deinem Alter erst damit beschäftigst, während wir bereits als Kinder damit auf-wachsen. Aber ich weiß, dass es gefährlich ist, du solltest wirklich vorsichtig sein!“, sagte er in eindringlichem Tonfall.<br />
<br />
Sie nickte wortlos. Im unruhigen Schein der Fackel sah ihr Gesicht seltsam verzerrt aus. Nebeneinander tasteten sie sich vor-sichtig Schritt um Schritt vorwärts. Da die Höhle nicht sehr groß war, fanden sie bald einen Weg nach draußen. Gebückt schlichen sie hintereinander den schmalen Spalt im Fels entlang.<br />
<br />
Das unverkennbare Rauschen eines Baches ließ sie zuversichtlich schneller gehen. Schließlich erreichten sie in der Schlucht, die Ginger bereits bei ihrem ersten Ausflug in den Wald entdeckt hatte, das Tageslicht. Erleichtert richteten sie sich auf und blinzelten dankbar ins grelle Sonnenlicht. Der Spalt war von dieser Seite kaum im zerklüfteten Felsen erkennbar. Karim seufzte hörbar auf. Dann verdüsterte sich seine Miene.<br />
<br />
„Und nun? Was sollen wir tun? Ich habe keine Vorstellung davon, was sie mit den Eiern machen werden, wenn wir es in der Stadt erzählen. Ich weiß nicht mal, was ich mir für die Eier wünsche. Einerseits denke ich, es wäre das Beste, die Mutter mit ihren Jungen zu vereinen, da sie dann wohl die Stadt in Ruhe lässt. Aber wie sollen wir das anstellen? Andererseits können wir nicht zulassen, dass sie schlüpfen. Stell dir vor was passiert, wenn sich hier wieder junge Drachen ansiedeln? Setoira und Morheba werden das niemals zulassen, es muss geradezu zu einem Krieg führen.“<br />
<br />
Ginger wusste keine Antwort. Mit gesenktem Blick stand sie neben ihm und grübelte verzweifelt. Dann machten sie sich auf den Weg nach Hause. In Gedanken versunken gingen sie den Bach entlang.<br />
<br />
„Wir sollten abwarten. Es dauert mit Sicherheit noch einige Zeit, bis die Jungen wirklich schlüpfen. Und nach dem letzten Angriff ist der Oktran sicher noch aufmerksamer. Ich würde gerne erst mal herausfinden, wie Redorin und die anderen den Drachen insgesamt gegenüberstehen. Im Moment weiß ich einfach gar nicht, was wir tun sollten. Ich bin selber noch ganz durcheinander. Ich meine, von den Eiern geht eine gewaltige Gefahr aus, aber ich kann den Gedanken nicht ertragen, sie einfach so zu erschlagen, bevor sie eine Chance auf das Leben haben. Es fühlt sich einfach von Grund auf falsch an, verstehst du was ich meine? Außerdem würde Luresh vermutlich vollkommen ausrasten, wenn wir das tun“, machte Ginger ihren Überlegungen Luft.<br />
<br />
Dann wurden ihre Augen groß: „Ohje, was wenn sie gespürt hat, dass wir eines ihrer Jungen getötet haben?“<br />
<br />
Karim zuckte nur hilflos mit den Achseln. Langsam näherten sie sich dem Ausgang der Schlucht.<br />
<br />
Gerade hatten sie den Waldweg erreicht, als das Horn erklang. Wie vom Blitz getroffen fuhren beide herum und suchten erschrocken den Himmel ab.<br />
<br />
„Verdammt! Ich wusste es, zurück in die Höhle, sofort!“, zischte Ginger.<br />
<br />
Sie drehte sich um und rannte los. Karim folgte dicht hinter ihr. Plötzlich kam ihr der Weg doppelt so lang vor.<br />
<br />
Sie wagten nicht, sich umzusehen und konzentrierten sich ganz darauf, auf dem felsigen Untergrund nicht zu stürzen. Loses Geröll rollte polternd zur Seite und Kieselsteine spritzten unter ihren Tritten in alle Richtungen davon. Endlich sahen sie die Felskante, hinter der sich der Eingang verbarg. Ginger beschleunigte ihren Lauf noch ein bisschen, beflügelt von der fast greifbaren Sicherheit, und hob einen Moment den Blick vom Boden. Eine Sekunde später verfluchte sie ihre Unaufmerksamkeit, als sie umknickte und einen stechenden Schmerz in ihrem Knöchel verspürte. Sie konnte sich gerade noch abfangen und wäre beinahe gestürzt. Mit schmerzverzerrtem Blick griff sie an ihren Fuß. Karim war sofort an ihrer Seite. Wortlos griff er unter ihre Achsel und zerrte sie in die Höhe. Er legte ihren Arm um seine Schulter und schleifte sie vorwärts. Ginger biss die Zähne zusammen und lief, so gut es ging, neben ihm her. Dann machte sie den Fehler und blickte sich um. Luresh war bereits über den Bäumen und raste auf sie zu. Eine Aura aus Zorn umgab sie, die Ginger bis in ihr Innerstes erschütterte. Dieser Drache wusste genau, was passiert war. Vor Schreck stolperte sie erneut und riss Karim beinahe zu Boden.<br />
<br />
Nur mit Mühe fing er sie auf und schleppte sie weiter. Gingers Herz raste und sie spürte Karims hämmernden Puls an ihrer Seite. Er ignorierte das markerschütternde, wütende Fauchen und lief noch schneller. In der Sekunde, in der das tödliche, lodernde Geräusch hinter ihnen erklang, erreichten sie die Felskante. Karim schubste Ginger unsanft in den Eingang und drängte sie tiefer hinein. Ein Schwall glühend heißer Luft fegte über sie hinweg. Instinktiv kauerten sie sich auf den Boden und zogen die Köpfe ein. Mit geschlossenen Augen krochen sie weiter und gaben keinen Laut von sich. Ihre Lungen brannten und ihre Ohren dröhnten. Hustend schoben sie sich vorwärts. Sie hörten die krachenden Geräusche von splitterndem Stein, als Luresh wie ein Berserker vor der Höhle tobte. Das Fauchen und Brüllen drang ihnen durch Mark und Bein. Ginger zitterte am ganzen Leib und hatte Mühe, nicht in Panik zu geraten. Immer wieder sahen sie das Lodern der Flammen, die jedoch das Innere der Höhle nicht erreichten. Ginger dachte angsterfüllt daran, dass sie verloren wären, wenn Luresh ihre Flammen nur einmal wirklich in den Eingang der Höhle speien würde. Sie betete, dass der wütende Drache nicht so weit gehen würde, sein eigenes Gelege zu gefährden.<br />
<br />
Endlich erreichten sie das Innere der Höhle und richteten sich zögerlich wieder auf. Sie tauschten schockierte und gleichzeitig erleichterte Blicke aus.<br />
<br />
„Alles in Ordnung bei dir?“, fragte sie Karim atemlos.<br />
<br />
„Bei mir schon, was ist mit deinem Fuß?“<br />
<br />
Ginger hüpfte auf einem Bein zu einem Felsen und setzte sich darauf. Langsam kam sie wieder zu Atem. Feine Ascheflocken wirbelten durch die Luft und von draußen hörten sie immer noch das Wüten von Luresh. Im Moment fühlten sie sich jedoch sicher in der Höhle. Kurz versicherte sie Tess, die ängstlich an ihrer Aufmerksamkeit zerrte, dass es ihnen gut ging. Vorsichtig krempelte sie ihre Hose hoch und schlüpfte aus dem Stiefel. Ihr Knöchel war blau und angeschwollen. Mit zusammengebissenen Zähnen betastete sie die Stelle und sog scharf die Luft ein, als ein stechender Schmerz sie durchfuhr. Karim entzündete einen Stock und klemmte die Fackel zwischen zwei Steine, um besser sehen zu können. Dann ging er vor ihr in die Hocke.<br />
<br />
„Zeig mal her“, sagte er und hob ihr Bein vorsichtig hoch, um es auf sein Knie zu legen. Er betastete sehr vorsichtig den dicken Knöchel. Aufmerksam musterte sie dabei sein Gesicht. Er wirkte überraschend ruhig und gewissenhaft, beinahe liebevoll. Ein warmes Kribbeln flutete plötzlich durch ihre Brust und sie hatte das Bedürfnis, ihre Hand nach ihm auszustrecken. Nervös ballte sie die Hände zu Fäusten, um sich von diesen Gedanken abzubringen.<br />
<br />
„Versuch dich zu entspannen, so kannst du nicht weiterlaufen. Ich glaube, du hast dir ein Band gerissen, aber das kriegen wir hin.“<br />
<br />
Er griff nach ihrer Hand und legte sie seitlich an ihren Fuß. Seine warmen Hände umfassten fest ihren Knöchel. Dann schloss er die Augen und konzentrierte sich. Es dauerte eine Weile, bis Ginger es schaffte, ihren Atem seinem ruhigen Rhythmus anzupassen. Immer wieder schreckte sie hoch, wenn sie von draußen Geräusche hörte. Langsam wurde es jedoch still und sie sank immer tiefer in die rotglühende Trance, die warm ihren Körper durchflutete und die Energie in ihre Hände schickte. Ein vages Bild von ausgefransten Bändern, die sich neu zusammenfügten, tauchte vor ihrem inneren Auge auf. Ihr Knöchel wurde langsam heiß, pulsierte und kribbelte wie ihre Hände. Die Zeit dehnte sich und wurde zu einer warmen, fließenden Ewigkeit, in der ihre Energie sich mit Karims vereinte und sich zerstörte Strukturen wieder ordneten. Endlich öffnete sie vorsichtig die Augen und schüttelte sich kurz, um wieder ganz zu sich zu kommen. Karim lockerte seinen Griff und öffnete ebenfalls die Augen. Ein sorgenvolles Lächeln breitete sich auf seinem müden Gesicht aus.<br />
<br />
„Und? Wie fühlt es sich an?“<br />
<br />
Ginger betastete zaghaft die geschwollene Stelle, die immer noch blau war.<br />
<br />
„Naja, irgendwie dumpf ...“, sie setzte den Fuß probeweise auf den Boden und stand auf, „Aber es geht, ich kann drauf stehen. Danke, wow, ich weiß gar nicht was ich sagen soll“, murmelte sie verlegen. Am liebsten wäre sie ihm um den Hals gefallen.<br />
<br />
„Sagen wir einfach, wir sind quitt. Was hältst du davon?“, antwortete er.<br />
<br />
Sie nickte eifrig und hatte Mühe, das Grinsen zu unterdrücken, das sich auf ihrem Gesicht breit machte. Nach einem kurzen Moment der Stille sagte sie mit einem lauten Seufzer:<br />
<br />
„Verdammt, das war ganz schön knapp. Danke, dass du mir geholfen hast, alleine hätte sie mich erwischt. Jetzt wissen wir wenigstens, dass es wirklich um die Eier geht, sie weiß genau, was mit ihnen passiert, und dass sie wohl bald schlüpfen werden. Wahrscheinlich will sie sie nur beschützen und sieht die Stadt als Bedrohung an. Was ich gut verstehen kann ...“<br />
<br />
„Hm. Vermutlich hast du Recht. Trotzdem habe ich keine Ahnung, was wir machen sollen. Spätestens wenn die Jungen schlüpfen, bricht hier das Chaos los“, antwortete Karim.<br />
<br />
„Lass uns erstmal sehen, dass wir hier rauskommen. Ich glaube sie ist weg.“ Ginger lauschte angestrengt nach draußen.<br />
<br />
Vorsichtig schlichen sie durch den Felsspalt. Der Stein war stellenweise verkohlt und strömte immer noch eine enorme Hitze aus. Sie wagten kaum, die Wände zu berühren. Ginger war überrascht, wie normal sie ihren Fuß bereits wieder belasten konnte. Kurz vor dem Ausgang bedeutete Karim ihr zurückzubleiben. Wachsam schob er sich näher an den Ausgang heran und lauschte lange, bevor er endlich den Kopf hinausstreckte und sich aufmerksam umsah. Nach einer Weile, die Ginger wie eine Ewigkeit vorkam, schlüpfte er endgültig aus dem Spalt und nickte ihr zu. Die Asche unter ihren Füßen knirschte leise, als sie heraustrat und in die tief stehende Sonne blinzelte. Erschüttert sah sie sich um. Luresh hatte Felsen zertrümmert und den Boden und die Wände versengt. Kein Grasbüschel wuchs mehr im näheren Umkreis des Höhleneingangs. Ginger schluckte hart. Sie fühlte sich schrecklich, den Tod des kleinen Drachen verschuldet zu haben. Sie konnte es Luresh nicht verdenken, dass sie so zornig gewesen war, auch wenn sie es beinahe mit dem Leben bezahlt hatten. Beide warteten eine Weile, lauschten angestrengt und beobachteten den Himmel. Endlich wandten sie sich um und gingen langsam auf den Ausgang der Schlucht zu.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Aloha ihr Freunde der Fantasy, der Magie und der Drachen.<br />
Ich hoff ich bin im richtigen Foren-Bereich gelandet.. ?<br />
<br />
Ich würde euch gerne mein Baby vorstellen: Mein erster Roman "Flammenstreit" ist seit einem Monat erschienen. (ISBN: 978-3-85028-495-0)<br />
Ich kann nur sagen, dass das Schreiben eine wunderschöne, bereichernde und aufregender Erfahrung war, und ich noch viele Ideen für Fortsetzungen habe, wenn "Flammenstreit" gut ankommt (wobei, eigentlich ist es mir auch egal wie sich das verkauft, weitergeschrieben wird aus der Lust am Schreiben *g*)<br />
<br />
Das Buch ist eine Mischung aus Fantasy &amp; Abenteuer und hat auch einige spirituelle Elemente. Elfen, Orks, Zwerge und Vampire dürfen nicht mitspielen und es gibt weder monumentale Schlachten noch strahlende Helden. Meine Charaktere sind menschlich und tiefgründig (bis auf Luresh, den Drachen, der ist drachig, weitsichtig, mystisch und... wundervoll). Ich habe mich bemüht dem Ganzen eine subtile Art der Spannung zu verpassen und meine Charaktere stimmig und nachvollziehbar zu gestalten, ob es mir gelungen ist, müsst ihr meine Leser fragen oder selbst lesen :-)<br />
<br />
Auf meiner HP: <a href="http://www.flammenstreit.npage.de" target="_blank">http://www.flammenstreit.npage.de</a> gibt es Infos zu allem und mehr, sowie mehr Leseproben. Mit einem Drittel meines Erlöses unterstütze ich das Austrian-Sri-Lankan-Elephant-Research &amp; Conservation-Projekt des Wiener Zoos: <a href="http://www.aserc.org" target="_blank">http://www.aserc.org</a><br />
<br />
Um euch einen kleinen Einblick zu geben, hier eine Kurzbeschreibung:<br />
<br />
<span style="font-style: italic;">Eine fremde Welt, der unseren nicht ganz unähnlich: Es geschehen merkwürdige Dinge. Eigentlich wollen die Bewohner Karhunas einen mächtigen Gott beschwören. Doch stattdessen erhalten sie zwei junge, überraschte Frauen als Antwort auf ihre Gebete. Für Ginger und Tess, zwei durchaus ungewöhnliche Mädchen, beginnt ein neues und aufregendes Leben in der mystischen Welt der Hüter. Sie begleiten die freundlichen, menschenartigen Wesen in die Stadt Karassa und nutzen die Chance, um ihr altes, bitteres Leben endgültig hinter sich zu lassen. Alles scheint perfekt zu sein, die idyllische Stadt bietet ihnen ein Heim und die Möglichkeit, wahre Magie zu lernen. In der Familie der kindlichen Seherin Haisha werden sie liebevoll aufgenommen und fassen wieder Mut. Nur die regelmäßigen Angriffe eines wütenden Drachen trüben das Glück ...<br />
Als schließlich mysteriöse Dinge in der Stadt geschehen und Ginger das Drachengelege unweit der Stadt entdeckt, werfen die Geschehnisse tiefe moralische Fragen auf. Hin und her gerissen zwischen Dankbarkeit und Wut müssen sie sich entscheiden, ob sie dem Land und ihren neuen Freunden in einem drohenden Krieg beistehen werden, denn nur ihre ungewöhnliche Verbindung zu einander kann das unnötige Blutvergießen verhindern.<br />
Sollten sie sich entschließen zu helfen, wird es eine gefährliche Gratwanderung für Ginger, die sich immer mehr den magischen Künsten hingibt und nicht merkt, wie nahe sie schon am Abgrund steht …</span><br />
<br />
Im Anschluss zwei Leseproben, ich kann mich immer nicht entscheiden welche ich nehmen soll.. *g* Ich hoffe sie sind nicht zu lang...<hr />
Neue Freunde<br />
<br />
<br />
Sie waren einige Stunden gewandert und hatten sich angeregt unterhalten, als sich vor ihnen eine riesige Kraterlandschaft ausbreitete. Die Rauch- und Dunstwolken hatten sie schon seit einer Weile gesehen, ihnen aber keine besondere Bedeutung beigemessen. Je näher sie kamen, desto klarer sahen sie, dass sie sich einer riesigen Schlucht näherten. Als sie am Rande des Canyons angelangt waren, stockte Ginger der Atem. Die steile Felswand fiel senkrecht vor ihnen ab und der Boden lag einige hundert Meter unter ihren Füßen. Die Ausmaße waren geradezu schwindelerregend und die Beiden wagten sich nicht näher als drei Schritte an die Kante heran.<br />
<br />
Weit unter ihren Füßen erstreckte sich die verdorrte, rote Erde zu beiden Seiten, soweit das Auge reichte. Verbrannte und verkrüppelte Bäume und Sträucher waren das einzige Zeichen von ehemaligem Leben inmitten dieser düsteren Einöde, die trotz allem eine bizarre Faszination auf Ginger ausübte. Dankbar nahmen sie den ledernen Wasserschlauch entgegen, den Kiron ihnen reichte. Sie tranken das offenbar mit Früchten gesüßte, kalte Wasser und betrachteten überwältigt die Landschaft vor ihnen.<br />
<br />
Vereinzelte Gischtfontänen stoben aus kleinen Kratern und die Erde war aufgeworfen und von den Naturgewalten zerfurcht. Direkt neben ihnen, nur durch die tiefe Schlucht getrennt, erhoben sich die Überreste eines riesigen Berges, dessen Spitze wohl eine gewaltige Eruption zerrissen hatte. Knapp über ihren Köpfen hörte die Steilwand abrupt auf und ein kreisförmiger Krater hatte sich tief in das Innere des Berges gefressen. Ein Vulkan wie aus dem Bilderbuch. Die massiven Felswände erstrahlten wie magisch im zerfließenden, roten Licht des geschmolzenen Gesteins.<br />
<br />
„Und da sollen wir rüber?“, platzte es aus Ginger heraus. Sie stand neben Kiron und starrte diese Mondlandschaft aus weit aufgerissenen Augen an. Die Hitze, die der offene Krater vor ihnen verströmte, war enorm. Tess musste ein paar Mal die aufsteigenden Tränen wegblinzeln, um überhaupt klar sehen zu können. Kiron lächelte nur verschwörerisch und drehte sich zu Majra und Haisha auf Roku um. Mit einer fließenden Bewegung hob er Haisha von Rokus Rücken und stellte sie neben sich ab. Alle traten einen Schritt zurück, so taten es die Mädchen ihnen gleich. Haisha hob die Arme zum Himmel.<br />
<br />
Der Anblick verschlug ihnen die Sprache: Der zarte Mädchenkörper vor dieser grotesken Landschaft, in unschuldiges Weiß gehüllt und die Haare vom plötzlich aufkommenden Wind zerzaust, als hätte sie alle Macht, die Naturgewalten zu beherrschen. Nach ein paar Sekunden, in denen Ginger und Tess nur staunend und wie angewurzelt dastanden und alles Mögliche erwarteten, senkte sie die Arme wieder. Dann fingerte sie eine schmale, silbrig glänzende Kette aus ihrem Kleid hervor. Daran hing etwas, das aussah wie eine filigrane, lang gezogene Muschel, perlmuttfarben und beinahe transparent.<br />
<br />
Haisha hob das zerbrechlich wirkende Gebilde an ihre schmalen Lippen und blies kräftig hinein. Ein überraschend melodischer, hoher Ton erklang. Er war nicht sehr laut, aber er ging den Mädchen durch Mark und Bein und schien jede Faser ihres Körpers zu durchdringen und etwas völlig Fremdes in ihnen anzurühren. Zurück blieb ein vages Kribbeln, das noch anhielt, lange nachdem der Ton mit dem Wind davongetragen worden war.<br />
<br />
In der erwartungsvollen Stille danach schien zunächst gar nichts zu passieren. Gespannt warteten die Mädchen und blickten sich nach allen Seiten um. Erst als sie beobachteten, wie sich die Blicke ihrer Begleiter auf einen Punkt über ihren Köpfen richteten, wurden sie sich der nahenden Gestalten bewusst. Zuerst war es nur ein vages Gefühl, so als hätte die Luft eine andere Qualität bekommen. Sie wirkte plötzlich zäher und von einem kaum definierbaren, bedächtigen Gefühl erfüllt. Ehrfürchtig und erwartungsvoll starrten beide in die Luft. Dann glaubten sie, die Gestalten zu erkennen. Doch jedes Mal, wenn sie versuchten, diese wirklich zu fokussieren, schienen die Wesen sofort wieder mit den Dunstschleiern über dem brodelnden Krater zu verschwimmen. Erst, als sie begannen, sie nur aus den Augenwinkeln zu betrachten, konnten sie die Umrisse klarer erkennen.<br />
<br />
Die durchscheinenden Wesen waren etwas kleiner und zierlicher als Menschen und erstrahlten in einem sanften, hellgrünen Licht, das tief aus ihrem Innersten zu kommen schien. Sie bewegten sich mit kaum sichtbaren Flügeln durch die Luft, die mehr aus dünnen, schimmernden Fäden als aus klaren Strukturen zu bestehen schienen. Und es waren Hunderte, die aus der glühenden Öffnung des Kraters aufstiegen. Schließlich war das ganze Sichtfeld der Gruppe von ihnen ausgefüllt. Sie schwebten herab und ordneten sich vor ihnen in einer Reihe an, die bis an das andere Ende der Kraterlandschaft führte und beinahe aus ihrem Blickfeld verschwand. Ehrfürchtig und verunsichert versuchten Ginger und Tess, einen klaren Blick auf die fremdartigen Wesen zu erhaschen. Nur hin und wieder schienen auf einem der beinahe unsichtbaren Gesichter Züge zu erscheinen. Diese Augenblicke wirkten kostbar und bewegend, denn die Gesichter wirkten so gelöst, friedlich und in vollkommener Ruhe, dass die Beiden von einer undefinierbaren Sehnsucht ergriffen wurden. Obwohl die Wesen kleiner waren als die Mädchen, fühlten sie sich plötzlich unbedeutend und winzig in Anbetracht dieser ätherischen, engelsgleichen Gestalten. Sie fassten sich sprachlos bei den Händen und trauten ihren Augen nicht. Majra und Kiron wirkten belustigt über die staunenden Mädchen und Majra bedeutete ihnen mit einem ermutigenden Lächeln, dass dies nichts Besonderes sei.<br />
<br />
Nachdem sich die Reihe der durchscheinenden Gestalten bis an die gegenüberliegende Seite fortgesetzt hatte, schienen sie plötzlich ineinander zu fließen, wie der Rauch erlöschender Kerzen. Die Formen verschwammen und aus den wirbelnden Schwaden bildeten sich die Umrisse einer Brücke. Ginger und Tess hatten Schwierigkeiten, sie klar zu erkennen. Aus den Augenwinkeln wirkte sie wie ein massives Gebilde aus hellgrünem Glas. Doch wenn die Beiden direkt darauf blickten, sahen sie nur die trostlose Landschaft in der Tiefe. Erschrocken blickten die beiden sich an. Darauf sollten sie ihre Füße setzen? Das musste ein Scherz sein ...<br />
<br />
Zu ihrer Überraschung zögerte Roku keine Sekunde, als Majra ihn auf die schemenhafte Brücke lenkte und dabei mit spielerischer Leichtigkeit Haisha vor sich auf den breiten Rücken des Pferdes hob, das Tess mit einem Blick an die richtigen Stellen als Hengst erkannt hatte. Auch die anderen folgten ihnen ohne innezuhalten.<br />
<br />
Tess sog scharf die Luft ein, tastete blind nach Gingers Hand und erstarrte. Als auch der letzte ihrer Begleiter den festen Boden verlassen hatte und zielstrebig durch die Luft marschierte, näherte Ginger sich zögerlich dem Abgrund. Die Gruppe machte keinerlei Anstalten, auf sie zu warten. Tess, die sich noch immer nicht bewegte, hielt sie weiterhin fest an der Hand und hatte die Augen fest zusammengepresst. Ginger holte tief Luft, schloss ebenfalls die Augen und setzte zögerlich den ersten Fuß auf das unwirkliche Gebilde.<br />
<br />
Es schien sie zu tragen, also zog sie den anderen Fuß nach. Dann erst öffnete sie vorsichtig die Augen wieder. Beim Blick nach unten stockte ihr der Atem, denn sie sah nichts als den bodenlosen Abgrund unter sich, der ihr plötzlich doppelt so tief vorkam. Rasch hob sie den Blick und schielte vorsichtig mit klopfendem Herzen von oben herab auf die Brücke. Jetzt nahm sie diese wieder umrisshaft wahr. Sie atmete ein paar Mal tief ein und blickte suchend nach vorne, um nach Kiron und den anderen zu sehen. Diese waren schon ein gutes Stück weit gewandert und blickten sich nicht einmal um.<br />
<br />
„Na gut, wenn dieses Ding das Monstrum von Pferd aushält, wird es schon nicht unter uns zerbrechen“, raunte sie zu sich selbst. Sie brauchte gar nichts zu Tess zu sagen. Als diese spürte, dass Ginger bereits auf der Brücke stand, öffnete sie die Augen. Sie vermied es, das Lichtgebilde direkt anzusehen und schob sich zögerlich an Ginger heran.<br />
<br />
Nach einer prüfenden Sekunde, in der sie beide sich versicherten, dass sie nicht in die Tiefe stürzten, wagten sie die ersten Schritte. Hand in Hand überquerten sie die Brücke aus Licht und ließen damit ihr altes Leben und ihre alte Realität weit hinter sich …<hr />
Leben im Fels<br />
<br />
Keuchend versuchte Karim, zu Atem zu kommen. Der Aufprall hatte ihm fast die Sinne geraubt und vor seinen Augen tanzten blitzende Lichter. Ginger lag mit dem Gesicht nach oben unter ihm und bewegte sich nicht. Seine Hände ruhten in etwas Warmem, Glitschigem. Panisch rappelte er sich auf und starrte fassungslos im fahlen Licht auf seine Arme: Sie waren von ihrem Blut getränkt. Eine rote, schmierige Pfütze breitete sich langsam unter ihr aus. Fassungslos zog er sich vor ihr zurück und betrachtete sie entgeistert.<br />
<br />
„Das, das darf doch nicht wahr sein ... Das wollte ich nicht! Oh bei allen Hütern!“ Er schlug die Hände vor die Augen und sank in sich zusammen. Dann drang jedoch ein vertrautes Geräusch an seine Ohren: Sie atmete. Sofort war er bei ihr und tastete nach ihrem Puls. Er fühlte sich kräftig und schnell an. Verunsichert versuchte er, im Dämmer-icht etwas zu erkennen. Da bewegte sie sich und schlug die Augen auf.<br />
<br />
„Autsch. Musste das sein? Oh ... Was … Wo sind wir? Was ist denn passiert?“<br />
<br />
„Nicht bewegen! Hörst du, du bist verletzt, du blutest. Bleib ruhig. Hast du Schmerzen?“<br />
<br />
„Eigentlich, nein, nicht wirklich, wo blute ich denn?“<br />
<br />
Sie blickte suchend an sich hinunter. Als sie die immer größer werden Lache unter ihrem Rücken entdeckte, stieß sie einen spitzen Schrei aus und sprang auf. Karim griff beherzt zu, um sie aufzufangen, falls sie stürzen sollte. Doch sie stand sicher und blickte ihn aus großen Augen an. Er drehte sie vorsichtig mit dem Rücken zu der einzigen Lichtquelle, dem Loch etwa zwei Meter über ihnen. Ihre Kleidung war blutbesudelt, aber unversehrt. Er suchte verwirrt nach einer Wunde, wurde aber von Ginger unterbrochen, die wortlos an seinem Arm zupfte und mit weit aufgerissenen Augen auf den Boden starrte. Langsam drehte er sich um und folgte ihrer ausgestreckten Hand mit dem Blick. In der widerlichen Pfütze bewegte sich etwas. Vorsichtig knieten die beiden auf dem Boden nieder. Was sie bei genauerem Hinsehen entdeckten, raubte ihnen den Atem. Die Flüssigkeit stammte aus keiner Wunde. Dort, wo sie gelandet waren, lagen zerdrückte Schalen im blutgetränkten Dreck. Eierschalen. Und inmitten der Verwüstung wand sich ein kleiner Körper, kaum größer als eine Katze …<br />
<br />
Sie erkannten vier Beine, einen schrumpeligen Körper, einen langen Schwanz und verrunzelte Flügel. Die Augen auf dem winzigen Drachenkopf waren noch von einer durchsichtigen Schicht überwachsen, die Schuppen nur andeutungsweise vorhanden. Auf den unproportional großen Füßen waren die ersten, weichen Ansätze für die Krallen zu sehen. Der Eizahn auf der Schnauze sah weich und unvollkommen aus. Ebenso die Flügel. Ginger stiegen die Tränen in die Augen. Dieses Drachenkind war noch nicht einmal vollständig entwickelt, da hatten sie es getötet. Seine Bewegungen wurden langsamer, es konnte ja noch nicht einmal richtig atmen. Vorsichtig streckte sie den Arm aus und strich mit bebenden Händen über das feuchte Köpfchen. Einer unbewussten Reaktion folgend versuchte dieses winzige Leben, den Kopf der Berührung entgegenzustrecken. Dann lief ein Zittern durch den zerbrochenen Körper und es lag still. Sie hörte Karim neben sich schwer schlucken und konnte den Blick nicht von der kleinen Kreatur wenden. Obwohl es blutverschmiert und unvollkommen war, fand sie es märchenhaft schön.<br />
<br />
Nach einigen endlos erscheinenden Minuten ergriff Karim wortlos ihre Hand und zog sie mit sich in die Höhe. Beide blickten sich suchend um. Im kargen Lichtkegel erkannten sie das restliche Gelege. Ungläubig zählte Ginger die rauen, kalkweißen Eier, die in der endlosen Zeit, die sie hier wohl schon lagen, mit allerlei Flechten und braunen Algen überwuchert waren. Sie waren kaum vom bewachsenen Fels zu unterscheiden. Sie entdeckte 19 Eier. Staunend brachten beide kein Wort heraus, ein ehrfürchtiges und respektvolles Gefühl den Eiern gegenüber breitete sich in ihnen aus. Die Magie, die sie ausströmten, war beinahe mit den Händen greifbar.<br />
<br />
Die Höhle war nicht besonders groß. Etwa zehn Schritte breit und fünfzehn lang. Zögerlich machten sie sich auf die Suche nach einem Ausgang. Karim fand einen verwitterten Stock und entzündete eine Fackel mit seinem Feuerstein. Sie hatten versucht, Licht mit Magie erscheinen zu lassen, es war ihnen beiden nicht gelungen. Diese Höhle hatte ihre eigene Magie. Die hektisch flackernde Flamme tauchte die Felsen in gespenstisches Licht und hinterließ tanzende Schatten auf ihren Gesichtern.<br />
<br />
„Jetzt wissen wir zumindest, warum Luresh gerade uns heimsucht. Seine ... Moment, ihre Jungen werden bald schlüpfen. Es war so winzig. Ich kann nicht glauben, dass wir es getötet haben“, hauchte Karim. „Ich wüsste gerne, wie sie die Eier hier überhaupt hineinlegen konnte.“<br />
<br />
„Vielleicht hat sie die Eier dort vergraben, also von oben hineingelegt. Wie eine Schildkröte oder so.“<br />
<br />
Ginger seufzte laut auf und blickte Karim beschämt an.<br />
<br />
„Was ist überhaupt passiert? Ich erinnere mich nur daran, dass wir geübt haben.“<br />
<br />
Er schilderte ihr ihren unheimlichen Zustand und ihren Sturz in die Höhle.<br />
<br />
„Irgendetwas stimmt mit deiner Magie nicht. Du hast sie zu wenig in der Hand und scheinbar kann sie die Kontrolle über dich übernehmen. Das ist ungewöhnlich. Ich weiß nicht, was es bedeutet, vielleicht kommt es auch nur daher, dass du dich in deinem Alter erst damit beschäftigst, während wir bereits als Kinder damit auf-wachsen. Aber ich weiß, dass es gefährlich ist, du solltest wirklich vorsichtig sein!“, sagte er in eindringlichem Tonfall.<br />
<br />
Sie nickte wortlos. Im unruhigen Schein der Fackel sah ihr Gesicht seltsam verzerrt aus. Nebeneinander tasteten sie sich vor-sichtig Schritt um Schritt vorwärts. Da die Höhle nicht sehr groß war, fanden sie bald einen Weg nach draußen. Gebückt schlichen sie hintereinander den schmalen Spalt im Fels entlang.<br />
<br />
Das unverkennbare Rauschen eines Baches ließ sie zuversichtlich schneller gehen. Schließlich erreichten sie in der Schlucht, die Ginger bereits bei ihrem ersten Ausflug in den Wald entdeckt hatte, das Tageslicht. Erleichtert richteten sie sich auf und blinzelten dankbar ins grelle Sonnenlicht. Der Spalt war von dieser Seite kaum im zerklüfteten Felsen erkennbar. Karim seufzte hörbar auf. Dann verdüsterte sich seine Miene.<br />
<br />
„Und nun? Was sollen wir tun? Ich habe keine Vorstellung davon, was sie mit den Eiern machen werden, wenn wir es in der Stadt erzählen. Ich weiß nicht mal, was ich mir für die Eier wünsche. Einerseits denke ich, es wäre das Beste, die Mutter mit ihren Jungen zu vereinen, da sie dann wohl die Stadt in Ruhe lässt. Aber wie sollen wir das anstellen? Andererseits können wir nicht zulassen, dass sie schlüpfen. Stell dir vor was passiert, wenn sich hier wieder junge Drachen ansiedeln? Setoira und Morheba werden das niemals zulassen, es muss geradezu zu einem Krieg führen.“<br />
<br />
Ginger wusste keine Antwort. Mit gesenktem Blick stand sie neben ihm und grübelte verzweifelt. Dann machten sie sich auf den Weg nach Hause. In Gedanken versunken gingen sie den Bach entlang.<br />
<br />
„Wir sollten abwarten. Es dauert mit Sicherheit noch einige Zeit, bis die Jungen wirklich schlüpfen. Und nach dem letzten Angriff ist der Oktran sicher noch aufmerksamer. Ich würde gerne erst mal herausfinden, wie Redorin und die anderen den Drachen insgesamt gegenüberstehen. Im Moment weiß ich einfach gar nicht, was wir tun sollten. Ich bin selber noch ganz durcheinander. Ich meine, von den Eiern geht eine gewaltige Gefahr aus, aber ich kann den Gedanken nicht ertragen, sie einfach so zu erschlagen, bevor sie eine Chance auf das Leben haben. Es fühlt sich einfach von Grund auf falsch an, verstehst du was ich meine? Außerdem würde Luresh vermutlich vollkommen ausrasten, wenn wir das tun“, machte Ginger ihren Überlegungen Luft.<br />
<br />
Dann wurden ihre Augen groß: „Ohje, was wenn sie gespürt hat, dass wir eines ihrer Jungen getötet haben?“<br />
<br />
Karim zuckte nur hilflos mit den Achseln. Langsam näherten sie sich dem Ausgang der Schlucht.<br />
<br />
Gerade hatten sie den Waldweg erreicht, als das Horn erklang. Wie vom Blitz getroffen fuhren beide herum und suchten erschrocken den Himmel ab.<br />
<br />
„Verdammt! Ich wusste es, zurück in die Höhle, sofort!“, zischte Ginger.<br />
<br />
Sie drehte sich um und rannte los. Karim folgte dicht hinter ihr. Plötzlich kam ihr der Weg doppelt so lang vor.<br />
<br />
Sie wagten nicht, sich umzusehen und konzentrierten sich ganz darauf, auf dem felsigen Untergrund nicht zu stürzen. Loses Geröll rollte polternd zur Seite und Kieselsteine spritzten unter ihren Tritten in alle Richtungen davon. Endlich sahen sie die Felskante, hinter der sich der Eingang verbarg. Ginger beschleunigte ihren Lauf noch ein bisschen, beflügelt von der fast greifbaren Sicherheit, und hob einen Moment den Blick vom Boden. Eine Sekunde später verfluchte sie ihre Unaufmerksamkeit, als sie umknickte und einen stechenden Schmerz in ihrem Knöchel verspürte. Sie konnte sich gerade noch abfangen und wäre beinahe gestürzt. Mit schmerzverzerrtem Blick griff sie an ihren Fuß. Karim war sofort an ihrer Seite. Wortlos griff er unter ihre Achsel und zerrte sie in die Höhe. Er legte ihren Arm um seine Schulter und schleifte sie vorwärts. Ginger biss die Zähne zusammen und lief, so gut es ging, neben ihm her. Dann machte sie den Fehler und blickte sich um. Luresh war bereits über den Bäumen und raste auf sie zu. Eine Aura aus Zorn umgab sie, die Ginger bis in ihr Innerstes erschütterte. Dieser Drache wusste genau, was passiert war. Vor Schreck stolperte sie erneut und riss Karim beinahe zu Boden.<br />
<br />
Nur mit Mühe fing er sie auf und schleppte sie weiter. Gingers Herz raste und sie spürte Karims hämmernden Puls an ihrer Seite. Er ignorierte das markerschütternde, wütende Fauchen und lief noch schneller. In der Sekunde, in der das tödliche, lodernde Geräusch hinter ihnen erklang, erreichten sie die Felskante. Karim schubste Ginger unsanft in den Eingang und drängte sie tiefer hinein. Ein Schwall glühend heißer Luft fegte über sie hinweg. Instinktiv kauerten sie sich auf den Boden und zogen die Köpfe ein. Mit geschlossenen Augen krochen sie weiter und gaben keinen Laut von sich. Ihre Lungen brannten und ihre Ohren dröhnten. Hustend schoben sie sich vorwärts. Sie hörten die krachenden Geräusche von splitterndem Stein, als Luresh wie ein Berserker vor der Höhle tobte. Das Fauchen und Brüllen drang ihnen durch Mark und Bein. Ginger zitterte am ganzen Leib und hatte Mühe, nicht in Panik zu geraten. Immer wieder sahen sie das Lodern der Flammen, die jedoch das Innere der Höhle nicht erreichten. Ginger dachte angsterfüllt daran, dass sie verloren wären, wenn Luresh ihre Flammen nur einmal wirklich in den Eingang der Höhle speien würde. Sie betete, dass der wütende Drache nicht so weit gehen würde, sein eigenes Gelege zu gefährden.<br />
<br />
Endlich erreichten sie das Innere der Höhle und richteten sich zögerlich wieder auf. Sie tauschten schockierte und gleichzeitig erleichterte Blicke aus.<br />
<br />
„Alles in Ordnung bei dir?“, fragte sie Karim atemlos.<br />
<br />
„Bei mir schon, was ist mit deinem Fuß?“<br />
<br />
Ginger hüpfte auf einem Bein zu einem Felsen und setzte sich darauf. Langsam kam sie wieder zu Atem. Feine Ascheflocken wirbelten durch die Luft und von draußen hörten sie immer noch das Wüten von Luresh. Im Moment fühlten sie sich jedoch sicher in der Höhle. Kurz versicherte sie Tess, die ängstlich an ihrer Aufmerksamkeit zerrte, dass es ihnen gut ging. Vorsichtig krempelte sie ihre Hose hoch und schlüpfte aus dem Stiefel. Ihr Knöchel war blau und angeschwollen. Mit zusammengebissenen Zähnen betastete sie die Stelle und sog scharf die Luft ein, als ein stechender Schmerz sie durchfuhr. Karim entzündete einen Stock und klemmte die Fackel zwischen zwei Steine, um besser sehen zu können. Dann ging er vor ihr in die Hocke.<br />
<br />
„Zeig mal her“, sagte er und hob ihr Bein vorsichtig hoch, um es auf sein Knie zu legen. Er betastete sehr vorsichtig den dicken Knöchel. Aufmerksam musterte sie dabei sein Gesicht. Er wirkte überraschend ruhig und gewissenhaft, beinahe liebevoll. Ein warmes Kribbeln flutete plötzlich durch ihre Brust und sie hatte das Bedürfnis, ihre Hand nach ihm auszustrecken. Nervös ballte sie die Hände zu Fäusten, um sich von diesen Gedanken abzubringen.<br />
<br />
„Versuch dich zu entspannen, so kannst du nicht weiterlaufen. Ich glaube, du hast dir ein Band gerissen, aber das kriegen wir hin.“<br />
<br />
Er griff nach ihrer Hand und legte sie seitlich an ihren Fuß. Seine warmen Hände umfassten fest ihren Knöchel. Dann schloss er die Augen und konzentrierte sich. Es dauerte eine Weile, bis Ginger es schaffte, ihren Atem seinem ruhigen Rhythmus anzupassen. Immer wieder schreckte sie hoch, wenn sie von draußen Geräusche hörte. Langsam wurde es jedoch still und sie sank immer tiefer in die rotglühende Trance, die warm ihren Körper durchflutete und die Energie in ihre Hände schickte. Ein vages Bild von ausgefransten Bändern, die sich neu zusammenfügten, tauchte vor ihrem inneren Auge auf. Ihr Knöchel wurde langsam heiß, pulsierte und kribbelte wie ihre Hände. Die Zeit dehnte sich und wurde zu einer warmen, fließenden Ewigkeit, in der ihre Energie sich mit Karims vereinte und sich zerstörte Strukturen wieder ordneten. Endlich öffnete sie vorsichtig die Augen und schüttelte sich kurz, um wieder ganz zu sich zu kommen. Karim lockerte seinen Griff und öffnete ebenfalls die Augen. Ein sorgenvolles Lächeln breitete sich auf seinem müden Gesicht aus.<br />
<br />
„Und? Wie fühlt es sich an?“<br />
<br />
Ginger betastete zaghaft die geschwollene Stelle, die immer noch blau war.<br />
<br />
„Naja, irgendwie dumpf ...“, sie setzte den Fuß probeweise auf den Boden und stand auf, „Aber es geht, ich kann drauf stehen. Danke, wow, ich weiß gar nicht was ich sagen soll“, murmelte sie verlegen. Am liebsten wäre sie ihm um den Hals gefallen.<br />
<br />
„Sagen wir einfach, wir sind quitt. Was hältst du davon?“, antwortete er.<br />
<br />
Sie nickte eifrig und hatte Mühe, das Grinsen zu unterdrücken, das sich auf ihrem Gesicht breit machte. Nach einem kurzen Moment der Stille sagte sie mit einem lauten Seufzer:<br />
<br />
„Verdammt, das war ganz schön knapp. Danke, dass du mir geholfen hast, alleine hätte sie mich erwischt. Jetzt wissen wir wenigstens, dass es wirklich um die Eier geht, sie weiß genau, was mit ihnen passiert, und dass sie wohl bald schlüpfen werden. Wahrscheinlich will sie sie nur beschützen und sieht die Stadt als Bedrohung an. Was ich gut verstehen kann ...“<br />
<br />
„Hm. Vermutlich hast du Recht. Trotzdem habe ich keine Ahnung, was wir machen sollen. Spätestens wenn die Jungen schlüpfen, bricht hier das Chaos los“, antwortete Karim.<br />
<br />
„Lass uns erstmal sehen, dass wir hier rauskommen. Ich glaube sie ist weg.“ Ginger lauschte angestrengt nach draußen.<br />
<br />
Vorsichtig schlichen sie durch den Felsspalt. Der Stein war stellenweise verkohlt und strömte immer noch eine enorme Hitze aus. Sie wagten kaum, die Wände zu berühren. Ginger war überrascht, wie normal sie ihren Fuß bereits wieder belasten konnte. Kurz vor dem Ausgang bedeutete Karim ihr zurückzubleiben. Wachsam schob er sich näher an den Ausgang heran und lauschte lange, bevor er endlich den Kopf hinausstreckte und sich aufmerksam umsah. Nach einer Weile, die Ginger wie eine Ewigkeit vorkam, schlüpfte er endgültig aus dem Spalt und nickte ihr zu. Die Asche unter ihren Füßen knirschte leise, als sie heraustrat und in die tief stehende Sonne blinzelte. Erschüttert sah sie sich um. Luresh hatte Felsen zertrümmert und den Boden und die Wände versengt. Kein Grasbüschel wuchs mehr im näheren Umkreis des Höhleneingangs. Ginger schluckte hart. Sie fühlte sich schrecklich, den Tod des kleinen Drachen verschuldet zu haben. Sie konnte es Luresh nicht verdenken, dass sie so zornig gewesen war, auch wenn sie es beinahe mit dem Leben bezahlt hatten. Beide warteten eine Weile, lauschten angestrengt und beobachteten den Himmel. Endlich wandten sie sich um und gingen langsam auf den Ausgang der Schlucht zu.]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
</rss>