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Das Herz des Dämons - Kapitel 1.7
15-04-2008, 14:25 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04-08-2010 11:27 von Saryn.)
Beitrag #1
Das Herz des Dämons - Kapitel 1.7
So, hier kommt der Abschluss des ersten Kapitels, in der Hoffnung, dass sich doch jemand nochmal die MÜhe macht, ein wenig von mir zu lesenIcon_wink
Das zweite Kapitel ist in Arbeit, sobald ich Donnerstag meine letzte Abi-Klausur hinter mir hab, wird wieder verstärkt geschrieben.
_____________

Im Wachhaus roch es nach Schweiß. Fliegen summten über einer stehen gelassenen Schüssel mit sämigem Eintopf. Fancott meinte, auch Schnaps riechen zu können, als er sich unter der niedrigen Zwischentür hindurchbückte. Zu jeder anderen Zeit wäre er dem Geruch nachgegangen und der Betreffende hätte sich auf einigen Ärger einstellen können, aber dieses Mal hatte er andere Dinge zu tun.
„Wo ist Nilan?“ fragte er zum zweiten Mal laut in den Raum. Nur wenige Wächter waren anwesend, noch weniger hoben die Köpfe.
Nach dem Gespräch mit Rotjan war er nicht sofort ins Wachhaus zurückgekehrt, sondern war einige Zeit ziellos durch die Straßen patrouilliert, den Kopf voller verworrener Gedanken. Es hatte einige Zeit gedauert, bevor er bemerkt hatte, wohin er unterwegs war. Erst, als er in eine Seitenstraße einbog, wo auf Kopfhöhe das verblichene Schild einer Taverne im Wind schwang, hatte er erkannt, dass er geradewegs zum Schauplatz des ersten Mordes zurückgekehrt war.
„Nilan ist bei den Pferden, Hauptmann“, antwortete ihm eine Stimmte aus der hinteren Ecke des Raumes. Ohne nachzusehen, wer der Sprecher war, machte Fancott kehrt. Er eilte zurück durch die Tür, hinaus in den Flur, der den Hauptraum des Wachhauses mit den Quartieren und der kleinen Kammer verband, die ihm als Schreibzimmer diente. Eine angelehnte Tür führte ihn auf den Hof.
Er fand Nilan vor dem Stall, wo er eingehend den Vorderhuf eines gescheckten Hengstes untersuchte. Unmut spiegelte sich in der Miene des jungen Mannes wider, sodass Fancott sicher sagen konnte, dass ihm nicht gefiel, was er sah.
Nilan musste seine Schritte gehört haben, denn er richtete sich auf, nicht ohne einen weiteren missbilligenden Blick auf den Huf zu werfen.
Mit finsterem Gesichtsausdruck wandte er sich Fancott zu.
„Hauptmann, ihr solltet den Stümper, der diese Pferde beschlagen hat, nie wieder seine Arbeit verrichten lassen“, sagte er und deutete mit einem Kopfnicken auf den Hengst, der mit einem Vorderhuf unruhig im Dreck scharrte. „Zusammen mit Jarle ist das schon das zweite Tier, dessen Eisen nicht richtig sitzen.“
Fancott unterbrach ihn, bevor er weiterreden konnte. „Dafür ist keine Zeit.“ Er war nicht hier um mit ihm über die Pferde zu reden, mochte ihr Zustand so gut oder schlecht sein, wie er wollte. Er reichte Nilan das zusammengerollte Pergament, das er bis dahin in der geballten Faust gehalten hatte.
„Dies ist eine Nachricht des Vogtes“, fuhr er fort und drückte Nilan das Schreiben in die Hand. „Nehmt euch ein Pferd und was ihr sonst noch braucht und bringt sie zum Ordenshaus der Keld-Palain.“
In Fancotts Bauch bildete sich ein seltsames Gefühl, als Nilan nickte. Was er tat, war gewagt, nachgerade leichtsinnig.
„Warum schickt der Vogt keinen seiner eigenen Boten?“, fragte Nilan, während er den Hengst losmachte und ihn in den Stall zurückführte.
Fancott zögerte für eine Sekunde, unschlüssig, was er sagen sollte, bis ihm bewusst wurde, dass Nilan aus Interesse gefragt hatte, nicht aus Misstrauen.
„Dies ist eine Angelegenheit der Wache“, erwiderte Fancott bestimmt.
Nilan nickte. Falls er ahnte, dass etwas nicht stimmte, verbarg er es gut. Fancott fragte sich, ob es richtig war, dem jungen Kurier diese Nachricht anzuvertrauen, aber er hatte in der Vergangenheit gute Dienste geleistet und Fancott hielt ihn für zuverlässig.
„Wann werdet ihr Amistan erreichen?“ fragte der Hauptmann, während er Nilan folgte.
„Wenn ich Velinn nehme, sollte ich am späten Nachmittag dort eintreffen. Sie ist ausgeruht und ihre Eisen sind in Ordnung“, fügte er mit einem überdeutlichen Seitenblick auf den Hengst hinzu. „Nur wenn das Wetter umschlägt und es Regen gibt, könnte es bis abends dauern.“
„Gut. Brecht auf, sobald ihr könnt. Es eilt.“
Nilan hatte den Hengst in sein Abteil geführt und trug bereits einen Sattel und seine Kuriertaschen zu seiner Stute hinüber. „Verlasst euch auf mich, Hauptmann.“
Einen Augenblick stand Fancott noch da, dann drehte er sich in einer ungewollt abrupten Bewegung um und verließ den Stall.
Seine Handlung war richtig, versicherte er sich abermals, als er ins Wachhaus zurückkehrte. Er tat dies zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger. Bei ihnen lagen seine Verpflichtungen – zuerst bei ihnen, dann erst bei Vogt und Fürst.
Und wäre es anders gewesen – jetzt war es ohnehin zu spät, die Meinung noch zu ändern.

Der Tag befand sich im Übergang von der grauen Dämmerung hin zu einem ebenso grauen Morgen, beherrscht von weitläufigen Wolkenfeldern. Es schien, Himmel und Erde seien auf die Entfernung weniger Ellen zusammengerückt. Lediglich nahe dem Horizont war für einen kurzen Augenblick ein schmaler Sonnenstrahl zu sehen, der aus aufgerissenen Wolken hinab stach und suchend wanderte bevor er wieder verschwand.
Das lange Gras der Heide raschelte unter Serdes Stiefeln und feuchtete sie mit Tauwasser an.
Empée und er waren schnell gewandert. Sie hatten von der Lichtung zum Waldrand weniger Zeit benötigt, als zuvor auf entgegen gesetztem Weg. Drehte er sich um, konnte Serde hinter sich die endlos erscheinenden Reihen sehen, die der Wald entlang der Bergflanken bildete. Sie befanden sich hier im südlicheren Teil Noervkhusts. Wälder wie dieser, die sich meilenweit in alle vier Himmelsrichtungen erstreckten, beherrschten die Landschaft.
Die großen Städte lagen alle viel weiter nördlich, mehrere Tagesreisen teils, die alle durch die großen Waldgebiete hindurch führten. Nur entlang der westlich gelegenen Küste gab es eine befestigte Straße, ansonsten konnte ein Reisender sich bereits glücklich schätzen, wenn er einen ausgetretenen Wildpfad oder einen echten Weg fand.
Dieser Teil der Nordlande war beherrscht von kleinen Dörfern mit ihren Feldern, von unberührten Wäldern und schroffen Gebirgszügen. Mit Weißbruch und Fermansport gab es nur im Westen Städte, die diese Bezeichnung auch nur verdienten, weil sie die Wildnis mit Wällen aussperrten. Der Status von Fermansport leitete sich zudem von Weißbruch ab, wurde der abgebaute Marmor doch von dort entlang der Küste nach Grosshaven verschifft, anstatt über den Landweg dorthin geschickt zu werden.
Serde war bereits mehrmals stehen geblieben, die Augen mit der Hand beschirmend, und hatte über den Baumwipfeln nach der Rauchfahne Ausschau gehalten, ohne sie jedoch entdecken zu können.
Der Wind hatte in der vergangenen Stunde genug Zeit gehabt, die dunkle Säule zu verwehen. Vielleicht war aber auch das Feuer zu früh ausgegangen, grübelte Serde für einen Moment, ohne dem Gedanken recht Glauben zu schenken. Es war kaum mehr als eine Laune seines ohnehin angegriffenen Gemüts – der Schatten eines Zweifels, angestachelt von den Ereignissen dieses Morgens.
Empée und er hatten gewissenhaft darauf geachtet, möglichst trockenes Holz zu sammeln, bevor sie den Scheiterhaufen mit geradezu religiöser Sorgfalt errichtet hatten. Wie auf einen stummen Beschluss hin hatten sie dann dagestanden, zugesehen, bis sie sicher sein konnten, dass die mühsam entfachten Flammen auf den Kadaver des Wolfhundes übergriffen. Im Nachhinein schien es ihm ganz so, als hätten sie unter Zwang gestanden, ein Gedanke der weniger abergläubisch klang, je länger er sich mit ihm beschäftigte. Ihre Handlungen hatten eine ganz eigene Sprache gehabt, hatten gar nicht anders ablaufen können – ein Zwang ganz sicher, aber kein Geist, der Besitz von ihnen ergriffen hatte, kein dunkler Zauber, sondern viel mehr ein inneres Drängen, dem sie hatten nachgeben müssen – der Angst weit ähnlicher, als jeder anderen Form von Magie.
Was ihnen begegnet war, war nicht bloß unheimlich und abschreckend, sondern schlicht unmöglich gewesen. Indem sie zusahen, wie das hungrige Feuer die Überreste der Kreatur vernichtete, verlor das Gesehene an Schrecken, gerade so viel, dass Serde nicht weiter das Gefühl hatte, mit ausgebreiteten Armen am Grat des Wahnsinns entlang zu balancieren.
Dennoch, ein Teil seiner Selbst, hatte er mit Erschrecken festgestellt, während er blicklos in die prasselnden Flammen starrte, weigerte sich beharrlich, zu akzeptieren, was er gesehen hatte.
Wiedergänger sollte es nicht geben, es konnte sie nicht geben.
Daheim, wenn die Männer seines Dorfes des Abends gemeinsam am Feuer saßen, solange die Wintertage noch fern waren und der Frühling immer mehr zu einer Erinnerung an Grün und Blau wurde, hatte manche Geschichte von Geisterwesen und Spukgestalten die Runde gemacht. Die Männer gaben sie zum Besten um die zahlreichen Kinder der Gemeinschaft zu unterhalten, die anderen Männer zu belustigen, ihre Frauen oder die, die es einmal werden sollten zu beeindrucken oder bloß weil schon ihre Väter einst am gleichen Platz im Schein der Flammen gesessen und von dramatischen Gesten unterstrichen erzählt hatten.
Serde erinnerte sich daran, wie er als kleiner Junge mit großen Augen gemeinsam mit den anderen Kindern auf dem Boden kauernd den fantastischen Schilderungen gelauscht hatte – ebenso, wie er sich erinnerte, im Laufe der Jahre gelernt zu haben, Wahrheiten und Unwahrheiten in den Erzählungen voneinander zu trennen.
Aus seiner Erinnerung tauchte ein runzliges Gesicht auf. Es gehörte Vater Iven, dem Priester, der sich im Dorf niedergelassen hatte, als Serde kaum älter als ein Jahr gewesen war. Mit ihm hatten die Wege der Kirche Einzug in die Dorfgemeinschaft erhalten. Zu Serdes ersten, verschwommenen Erinnerungen gehörte, wie der Priester die Paare des Dorfes traute, darunter auch Serdes Vater und Mutter.
Damals waren die alten Götter gegen die Himmlischen getauscht worden, Aberglaube gegen die Wahrheit.
Oft hatte Vater Iven am Rande des Feuers gesessen, von wo aus er den Erzählungen mal mit starrer, mal mit verächtlicher Miene lauschte. Nicht selten packte er ein vorbeitollendes Kind am Arm – mehrmals war es Serde gewesen, aber ebenso oft jemand anderes – um ihm eine Stelle aus der Heiligen Schrift zu zitieren und ihm zu sagen, es solle dem heidnischen Geschwätz der Männer keinen Glauben schenken. Das war sein Name für die alte Tradition des Geschichtenerzählens gewesen – heidnisches Geschwätz.
„Erzählt was euch gefällt, wenn ihr denn müsst, “ hatte er gesagt, „solange ihr nie vergesst, dass die Wahrheit geschrieben steht.“
Auch wenn Vater Iven nicht unbeliebt oder gar verhasst gewesen war, hatten doch derlei Äußerungen dazu geführt, dass niemand eine Träne an seinem Grab vergoss, als sein Tag schließlich gekommen war.
Serde konnte nicht mit Gewissheit sagen, wie viele Jahre vergangen waren seit die Dorfleute den Priester nahe seiner Hütte bestattet hatten, aber als ihm jetzt ein Zitat Vater Ivens einfiel, kam es ihm vor, als erschiene ihm ein Geist aus seiner Vergangenheit.
Er hatte diese Worte in den vergangenen Jahren immer wieder gehört und sie schließlich – als er es konnte – ebenso viele Male gelesen – als Tinte auf Pergament oder in Stein gehauen. Dennoch erinnerte er sich, dass es der verstorbene Dorfpriester gewesen war, der sie zum allerersten Mal gebraucht hatte, auf der Bank vor seiner Hütte sitzend, von wo aus er seine Predigten zu halten pflegte;
Als der Funke in den Schoß der Welt drang, entsprangen diesem zweierlei Ding, und nichts dazwischen. Das eine Ding das Leben, das andere der Tod, in dem sich Geist und Leib voneinander spalten, auf das der Geist ewig sei.
Ein kühler Schauer überlief ihn, als er sich an gelbe, dann nebelgraue Augen erinnerte – fast war es, als erklänge eine Stimme in seinem Hinterkopf, die ihn warnte, diesen Gedanken weiter zu verfolgen. Beinahe hätte er geglaubt, dass es Vater Ivens Stimme war, bevor er dieses alberne Hirngespinst beiseite schob, wie auch das vorangegangene. Er wusste nicht einmal mehr genau, wie Vater Iven ausgesehen hatte, geschweige denn, wie seine Stimme geklungen hatte.
Dennoch konnte er nicht verhindern, dass sich ein nagendes Gefühl zwischen seinen Schläfen niederließ.
Mit einem ausgreifenden Schritt setzte er über einen schmalen Wasserlauf hinweg, der sich gewunden durch die Heide schlängelte, bevor sie zu einer mit zähen, hüfthohen Sträuchern bewachsenen Erhebung anstieg.
Über das Rauschen des Windes in den dürren Zweigen der Büsche war das Bellen eines Hundes zu hören, gefolgt vom Geräusch einer Tür.
Serde vernahm die Stimme eines Mannes, konnte aber außer einer gewissen Schärfe im Tonfall nichts verstehen. Das Tier verstummte.
Er beschleunigte seine Schritte und setzte an, die Erhebung zu überqueren, als Empée ihn an der Schulter ergriff und fast schon mit Gewalt zu sich umdrehte. In den Augen seines Freundes lag neben einer großen Dringlichkeit ein Ausdruck, der Serde tief im Inneren erschrecken ließ. Seit sie sich auf den Rückweg gemacht hatten, wirkte Empée bedrückt, abwesend, als trüge er eine große Last. Er hatte nicht mehr als ein oder zwei Worte gesprochen, kaum mehr als einsilbige Antworten auf Fragen, die Serde im Versuch gestellt hatte, das unheimliche Schweigen zu brechen.
„Denk daran, worauf wir uns geeinigt haben“, sagte er, die Stimme ein Flüstern, so als fürchtete er heimliche Lauscher. Sein Tonfall hingegen verhieß Nachdruck, während er Serde mit einem eindringlichen, fast manischen Blick starr in die Augen sah. Serde konnte gar nicht übersehen, wie aufgewühlt Empée war. Wäre dieser Augenblick nicht der falsche für ein Gespräch gewesen – die geschlossene Wolkendecke kündete von möglichem Regen und schien gleichzeitig weiteres Unheil in Aussicht zu stellen – hätte er es zur Sprache gebracht.
„Ich habe es nicht vergessen“, versicherte er ihm, während er seine Hand auf Empées legte und sie ruhig von seiner Schulter nahm. „Kein Wort von dem was geschehen ist zum Priester.“
Empée nickte. Die Unrast in seinem Blick verblasste, verschwand jedoch nicht. Dennoch wirkte er mit einem Mal ein wenig entspannter. Seltsamerweise beunruhigte dies Serde umso mehr. Er sah den Kontrast, den diese Gemütsregungen bildeten und das weckte...
...was?
Angst?
Er zwang sich nicht weiter darauf einzugehen. Er täte gut daran, seinen eigenen Worten Glauben zu schenken – dies war kein guter Ort um zu verharren. Die Gelegenheit um diese Dinge zu klären, würde sich daheim noch bieten.
„Daheim wird es genug Gelegenheit geben, alles zu bereden“, setzte Empée hinzu, so als hätte er Serdes Gedanken gelesen und spräche sie nun aus. „Dort wird man uns zuhören, Maßnahmen treffen. Es ist nicht die Aufgabe eines Dorfpriesters, hierüber ein Urteil zu fällen.“ Er zögerte für einen Augenblick. „Das darf es gar nicht sein.“
Serde nickte zustimmend, während sich ein Teil von ihm fragte, welchen Eindruck ihre Geschichte daheim wohl erzielen würde. Er hätte es nicht einmal erahnen können.
Mit einem Nicken und einem zögerlichen Lächeln bedeutete Empée ihm weiterzugehen. Die Geste wirkte wieder so natürlich, wie Serde es gewohnt war. Innerlich schalt er sich für seine düsteren Gedanken einen Narren.
Nebeneinander überquerten sie den Hügelkamm. Ihr Blick fiel auf eine strohgedeckte Rundhütte aus Stein. Ein schulterhoher Holzpfahl ragte auf der ausgetretenen Fläche davor aus der Erde. Die Kette eines graubraunen Hundes war daran befestigt. Als sie zum ersten Mal hier gewesen waren, hatte Serde das Tier noch für den größten Hund gehalten, den er je gesehen hatte.
Nun, jetzt nicht mehr, dachte er trocken. Der Hund besaß die spitzen Ohren und den kurzen Schwanz der hiesigen Hirtenhunde und auch die Schulterhöhe war dieselbe, aber Fell und schiere Körpermasse passten nicht ins Bild. Das Tier war offensichtlich ein Bastard und vor Stunden hätte Serde gerne den unbekannten Elternteil gesehen. Jetzt jagte ihm dieser Gedanken einen Schauer über den Rücken.
Der Priester kniete vor dem Tier und tätschelte ihm beruhigend Hals und Seite, wobei sich das Tier wie ein Welpe gebärdete und den Kopf hechelnd an der grauen Kutte seines Herren rieb. Als der Hund die Neuankömmlinge bemerkte, ließ er von seinem Spiel ab und stieß ein deutliches Knurren aus. Der Laut ließ den Priester den Kopf drehen. Langsam stand er aus seiner unbequemen Haltung auf und warf dem Hund einen letzten fragenden Blick zu.
Bei jeder Bewegung schwang ein Anhänger vor seiner Brust umher. Im Gegensatz zu den Anhängern, die Serde und Empée trugen, war dieser versilbert und beinahe faustgroß.
Ein Ring als äußerste Begrenzung umfasste einen Bereich, welcher durch einen senkrechten und einen waagerechten Balken in vier gleichgroße Teile unterteilt war, die jeweils ein Stück gefärbtes Glas enthielten. Jedes stand für eine der Himmlischen. Serde hatte auch schon Anhänger gesehen, die statt des Glases filigrane Symbole enthielten. Die Bedeutung aber änderte sich mit der Form nicht:
Ein Abschnitt für jeden der Himmlischen Schutzherren – sodass sich aus Fiadh, Caelig, Skat und Emin ein großes Ganzes ergab, die Vierfaltigkeit der Keld-Palain.
„Die Himmlischen sein gepriesen“, rief der Priester ihnen freudig entgegen, während er ihnen entgegen kam. „Ich muss gestehen, dass ich mich bereits sorgte. Aber“, - und dabei breitete er die Arme aus, so als wollte er Serde und Empée mit eine väterlichen Umarmung empfangen – „wie ich sehe war meine Sorge ohne Grund. Ihr seid wohlbehalten zurück.“ Nachdem er sie einen Moment in Augenschein genommen hatte, blieb sein Blick schließlich an ihren Speeren hängen. Noch immer klebte etwas Blut an den spitzen Klingen der Waffen. Das feuchte Gras hatte nicht genügt, sie zu entfernen.
„Und ich sehe, dass ihr erfolgreich wart“, fügte der Priester hinzu und Serde nickte, bevor er die Linke zum Gruß hob.
„Seid gegrüßt, Bruder Wilk.“ Er zwang sich zu einem Lächeln, von dem er selbst spürte, dass es ihm nicht besonders gut gelang. In seinen Armen und Beinen breitete sich eine bleierne Schwere aus, die mit dünnen Fingern auch nach seinem Bewusstsein tastete. Wenig überraschend holte ihn die Anstrengung der Jagd nun endlich ein.
Empée war auch näher gekommen, aber sein Gruß – gerade mit genug Elan erbracht, dass er nicht übersehen werden konnte – ließ das Lächeln des Priesters verblassen.
Serde sah kurz einen Hauch von Missbilligung über Empées unangemessene Begrüßung in Bruder Wilks Gesicht aufflackern. Er erwartete eine Schelte zu hören, aber zu seiner Überraschung blieb sie aus, als der Hund abermals los bellte. Trotzdem stand dem Geistlichen ins Gesicht geschrieben, dass Empées Verhalten ihn nicht gerade begeisterte.
Der Hund zerrte an seiner Kette und Serde war sich sicher, dass er sich auf sie gestürzt hätte, wäre er nicht angebunden gewesen. Muskeln spannten sich wie Seile als das Tier die Pfoten in den Boden stemmte.
„Ist er keine Fremden gewohnt? “ fragte Serde.
Der Priester wirkte einen Moment, als wolle er noch einmal versuchen den Hund zu beruhigen, entschied sich aber dann mit einem geradezu bäuerlichen Schulterzucken dagegen. „Für gewöhnlich ist er das. Irgendwas scheint ihn zu beunruhigen. So ist er nur, wenn er etwas wittert, vielleicht...“ Er unterbrach sich. Auf seinem Gesicht spiegelte sich plötzliche Erkenntnis. „Sicher doch. Er muss das Blut an euren Speeren gewittert haben. Das ist es, was ihn nervös macht.“
Serde nickte bestätigend. Im Grunde war ihm dies alles egal.
„Verzeiht“, setzte er an, „wenn ich unhöflich erscheine, aber mein Begleiter und ich sind von der Jagd erschöpfter, als wir selbst gedacht hätten.“
Bruder Wilk entgegnete ein verstehendes Nicken.
„Ihr wollt mich bitten, Euch nicht länger aufzuhalten.“ Abwehrend hob er die Hände, als Serde zu einer entschuldigenden Entgegnung ansetzte. „Ich weiß, das war nicht, was ihr sagen wolltet“, fügte er mit einem Lächeln hinzu, das Serdes Eindruck von ihm ein Stück relativierte und ihn sympathischer wirken ließ. „Oder wenigstens nicht die Art, wie ihr es ausgedrückt hättet. Aber ihr habt alles Recht zu dieser Forderung. Eure Aufgabe hier ist beendet, damit will ich euch gerne entlassen.“ Er legte erst Serde, dann Empée die Hand auf die Schulter.
„Euch sei gedankt.“ Er sah ihnen beiden nacheinander tief in die Augen, bevor er vor jedem mit aneinander gelegtem Zeige- und Mittelfinger einen Kreis schlug und sie segnete.
„Richtet dem Abt aus, dass ihr eure Aufgabe mit Bravour erfüllt habt. Nun werden diese Wälder wieder ein wenig sicherer sein. Er kann ebenso stolz auf euch sein, wie ich es bin.
Ihr sagtet, ihr habt eure Pferde im Dorf gelassen“, stellte er dann fest, mehr als dass er tatsächlich fragte. „Ihr hättet doch wohl nichts dagegen einzuwenden, wenn ich euch bis dahin noch begleite? Es gibt noch Angelegenheiten um die ich mich dort kümmern muss.
Und in Gemeinschaft reist es sich doch angenehmer und sicherer als allein. So sagt es schon die Heilige Schrift, nicht wahr, Adepten?“

_____________

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13-07-2008, 23:07
Beitrag #2
RE: Das Herz des Dämons - Kapitel 1.7
Hallo Saryn,


ich sehe gerade - schon zu Ende, was du gepostet hast?
Aber verständlich, deine Geschichte hat ja lang kaum bis keine Kommis bekommen ... *schlechtes Gewissen hab*
Weiterlesen würde ich nämlich schon gern, nur um's mal anzumerken. Icon_wink
Aber wie auch immer, dann widme ich mich dem, was noch verblieben ist. Und tu mir den Gefallen, deine Bemerkung vorher vom eigentlichen Kapitel abzugrenzen :D

=> ... dass es schien, Himmel und Erde sein auf die Entfernung weniger Ellen zusammengerückt
seien

=> Vom Tauwasser glänzte das Leder Feucht
"feucht" klein

=> Fermansport gab es nur im Westen zwei Städte, die diese Bezeichnung nur verdienten
Wortwiederholung - vielleicht "... die diese Bezeichnung höchstens deshalb verdienten ..."

=> angestachelt, von den Ereignissen dieses Morgens
Komma weg

=> der Angst weit ähnlicher, als jeder anderen Form von Magie
Komma weg - und: Ist Angst denn eine Form von Magie? Interessanter Gedanke *g* ...

=> sondern nichts anderes, als unmöglich gewesen
Komma weg

=> mit ausgebreiteten Armen am einem Grat des Wahnsinns entlang
"einem" streichen (oder "an")

=> ebenso, wie er sich erinnerte, im Laufe der Jahre Wahrheiten und Unwahrheiten in den Erzählungen voneinander zu trennen gelernt hatte
... sich erinnerte, dass er im Laufe der Jahre ...

=> als Serde kaum älter als ein Jahr gewesen sein musste
... gewesen sein konnte

=> „Erzählt was euch gefällt, wenn ihr denn müsst, “ hatte er an manch anderer Gelegenheit gesagt
Das Komma muss außerhalb der direkten Rede hin - und "zu manch anderer Gelegenheit"

=> wie viele Jahre vergangen waren seit die Dorfleute ...
Komma nach "waren"

=> von wo aus er seine Predigten zu halten pflegte;
Doppelpunkt, nicht Semikolon

=> auf das der Geist ewig sei
auf dass

=> Er sah den Kontrast, den diese Gemütsregungen bildeten und das weckte...
...was?

Leerzeichen zwischen die drei Punkte und die Worte

=> Er zwang sich nicht weiter darauf einzugehen.
Komma nach "sich"

=> Die Gelegenheit um diese Dinge zu klären, würde sich daheim noch bieten.
Komma nach "Gelegenheit"

=> Aber jetzt...?
Leerzeichen zwischen Wort und Punkten

=> Mit einem Nicken und einem zögerlichen Lächeln bedeutete Empée ihm weiterzugehen.
Komma nach "ihm"

=> aber als der Hund die Neuankömmlinge bemerkte, ließ der Hund von seinem Spiel ab
... ließ er ...

=> bis er Serde und Empée erkannte, und seine Bewegungen umso gelassener wurden
Komma weg

=> zu der Stelle, an der er unter seinem Wams eine ähnliche, aber kleinere Kette trug;
Punkt, nicht Semikolon

=> Ein Abschnitt für jeden der Himmlischen Schutzherren – sodass sich aus Fiadh, Caelig, Skat und Emin ein großes Ganzes ergab, die Vierfaltigkeit der Keld-Palain.
Schöne Idee. Bloß ... dass alle vier Schutzherren sind, gibt mir zu denken. Es ist zwar erst das erste Kapitel, aber Frauen sind definitiv unterrepresentiert, wenn man von dem Wegschrein absieht. Icon_wink
Na, mal sehen Icon_ugly ... Mrgreen

=> „Die Himmlischen sein gepriesen“
seien

=> „Ich habe mich schon gefragt, wann die Anstrengungen der Jagd mich einholen würden“, dachte er.
Hoppla, wieder Gedanken im direkte-Rede-Modus Icon_wink

=> Unter dem Fell spannten sich Muskeln wie Seile als das Tier
Komma nach "Seile"

=> „Ist er keine Fremden gewohnt? “ fragte Serde.
Ein Leerzeichen zuviel - und Komma nach der direkten Rede

=> So ist er nur, wenn er etwas wittert, vielleicht...
Leerzeichen

=> „Ihr wollt mich bitten, Euch nicht länger aufzuhalten.“
Hoppla, ich dachte, sie duzen sich. *g* Wenn nicht, dann die Anrede bitte überall groß. (Nachher auch - ich such's jetzt nicht jedesmal raus.)

=> Es gibt noch Angelegenheiten um die ich mich dort kümmern muss.
Komma nach "Angelegenheiten"

Adepten? Doch nicht etwa ... von dem Orden, der um Hilfe gebeten werden soll? Das wäre überraschend. Vor allem, da Empée eine regelrechte Abneigung gegen diese Religion und Priester zu haben scheint. Andererseits ließe es erahnen, welche Rolle die beiden möglicherweise spielen werden ...
Schon wieder ein Teilkapitel, das Fragen aufwirft und neugierig macht. *g*

Übrigens an dieser Stelle einmal ein Lob für die Namen der Dörfer und Städte und für die Religion, das ist wieder etwas, das die Welt bodenständig und real wirken lässt. Das ist eine Welt mit Menschen - nicht schwarz und weiß, sondern ein Priester kann einmal die Erzählungen der Dorfbewohner als heidnische Blasphemie beschimpfen und ein anderes mal sympathisch und verständnisvoll sein usw. Das gefällt mir. Ich mag es, wie du den Menschen ihre eigenen Ziele, Wünsche, Ängste usw. gibst, sie lebendig machst - nicht zu Übermenschen.
Besonders gelingt dir das bei Rotjan und Fancott - Serde und Empée kann ich noch nicht so recht einschätzen. Serde scheint eher zurückhaltend und beobachtend zu sein, vielleicht deshalb? Empée hingegen ist für mich noch sehr ein unbeschriebenes Blatt, wenn man von seiner Abneigung gegen Religion absieht.

Insgesamt wieder gerne gelesen; mir scheint (subjektiv), dass du sicherer schreibst im Laufe der Geschichte.
Bin gespannt auf mehr. Icon_smile


Mira

Ich bin ein Fragezeichen
kein Punkt
- Rose Ausländer -

Avatar von Zwielichtstochter
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17-07-2008, 16:13
Beitrag #3
RE: Das Herz des Dämons - Kapitel 1.7
Hallo erstmal.

Ich hab mir gedacht, ich gebe - stellvertretend für deine Kommentare der anderen Teilkapitel - mal hier im letzten Teil eine umfassendere Antwort^^

Deine Fehlerkorrekturen aus den anderen Threads übernehme ich unkommentiert Icon_wink

Erstmal freut es mich, dass dir das Lesen Spaß gemacht hat, das ist schließlich die Hauptsache.
Was die kleinen (?) Schwächen angeht, denke ich, dass es nciht ist, was man nicht überarbeiten kann, gerade, was die Wiederholungen betrifft. Beim Schreiben selbst fallen sie mir leider sehr selten auf, aber das hier wird ja eh alles nochmal schönschreibkorrekturgelesenIcon_wink
Zeichensetzung ist und bleibt leider meine absolute Achillesferse, da - und das klingt unglaublich, ich weiß - wir das in der Schule nie gemacht haben (ein Armutszeugnis für mein Gymnasium).
Ich werd mir jedenfalls deine Anmerkungen zu Herzen nehmen und versuche in Zukunft daran zu denken, es wird ja letztlich eine Sache der Übung sein.

Eine ganz große Macke am ersten Kapitel habe ich allerdings selbst entdeckt:
Zitat:Adepten? Doch nicht etwa ... von dem Orden, der um Hilfe gebeten werden soll? Das wäre überraschend. Vor allem, da Empée eine regelrechte Abneigung gegen diese Religion und Priester zu haben scheint. Andererseits ließe es erahnen, welche Rolle die beiden möglicherweise spielen werden ...
Schon wieder ein Teilkapitel, das Fragen aufwirft und neugierig macht. *g*
Es stimmt, Empée hat eine Abneigung gegen den Glauben, der durch den Schrein seinen Auftritt bekommt, es ist allerdings ein anderer, älterer, als der des Ordens.
Dass das nicht rübergekommen ist, ist insofern schon blöd, weil die Unterscheidung der beiden Religionen ein wiederkehrendes Thema werden soll...

Naja, ich werd mir was einfallen lassen, so wie ich das sehe, sollte es aber möglich sein, durch ein, zwei Zusätze die Trennung dieser zwei Glaubensrichtungen herauszustellen^^

Zitat:Übrigens an dieser Stelle einmal ein Lob für die Namen der Dörfer und Städte und für die Religion, das ist wieder etwas, das die Welt bodenständig und real wirken lässt. Das ist eine Welt mit Menschen - nicht schwarz und weiß, sondern ein Priester kann einmal die Erzählungen der Dorfbewohner als heidnische Blasphemie beschimpfen und ein anderes mal sympathisch und verständnisvoll sein usw. Das gefällt mir. Ich mag es, wie du den Menschen ihre eigenen Ziele, Wünsche, Ängste usw. gibst, sie lebendig machst - nicht zu Übermenschen.
Nochmal einen herzlichen Dank, das geht runter wie Öl Icon_wink
Nein, im Ernst, ich freue mich, dass es dir gefällt, das bedeutet nämlich, dass diese Welt die lange Reise von ihren Anfängen bis hierhin nicht umsonst zurückgelegt hat.
In den (gar nicht so viel) älteren Fassungen wärst du sicher auf deutlich ... tolkieneskere Ansätze gestoßen Icon_wink

Soviel von mir, ich hoffe, dich auch für Kapitel 2 als Leser gewonnen zu haben Icon_smile

Bis bald,
Griesgram

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06-10-2008, 09:38
Beitrag #4
RE: Das Herz des Dämons - Kapitel 1.7
So, damit sind jetzt alle Abschnitte des ersten Kapitels (wieder einmal) fehleroptimiert^^

Ich habe übrigens nciht die Lust verloren, das zweite Kapitel ist fertig, es muss nur noch abschließend überarbeitet werden.
Sobald ich jetzt meine freien Tage habe, wird dann weitergearbeitet. Kapitel 3, 4 und 5 sind bereits in Kurzform ausgearbeitet.

Ich hoffe ich behalte euch als Leser und finde noch ein paar neue Icon_smile

Grüße,
Saryn

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24-10-2009, 11:30
Beitrag #5
RE: Das Herz des Dämons - Kapitel 1.7
So, da bin ich auch schon wieder! Immerhin geht’s mit Fancott weiter *freufreu*
Ohne großes Vorgelaber meine 2 Cent:

Zitat: „„Wo ist Nilan?“ fragte er zum zweiten Mal laut in den Raum.“
*komma-sammel-sack vom letzten Mal auspack und munter verteil* eins nach der wörtlichen Rede

Zitat: „antwortete ihm eine Stimmte aus der hinteren Ecke des Raumes.“
„Stimme“ ; ich erinner mich doch richtig, dass Fancott sich so für seine Männer eingesetzt hat? Scheint mir aber kein besonders ... motivierter Haufen *lach*

Zitat: „Hauptmann, ihr solltet den Stümper,“
„Ihr“ groß

Zitat: „Nehmt euch ein Pferd und was ihr sonst noch braucht“
Und nehmt auch gleich einen Sack Großbuchstaben mit[I] (werd ich nicht weiter anmerken, findet man ja relativ leicht, diese Euch/Ihr/Euer Sachen in wörtlicher Rede)

Zitat: [i]„Ordenshaus der Keld-Palain“

Icon_cuinlove schöner Name!

Zitat: „Was er tat, war gewagt, nachgerade leichtsinnig.“
nachgerade? Ist das sowas wie vorgerade? *grins* das einzig sinnvolle, was mir hier grad einfällt, wäre „nahezu“

Zitat: „„Dies ist eine Angelegenheit der Wache“, erwiderte Fancott bestimmt.“
Jenau! Und der doofe Vogt, den finden wir voll doof! *auf Fancotts Seite sei*

Zitat: „Fancott fragte sich, ob es richtig war, dem jungen Kurier diese Nachricht anzuvertrauen“
Ist ein Kurier nicht genau dafür da? Also, zum Nachrichten übermitteln und so? *zwinker*

Zitat: „„Wann werdet ihr Amistan erreichen?“ fragte der Hauptmann, während er Nilan folgte.“
Aha! *Sherlock Lanna findet erste Zusammenhänge* *mysteriöse Musik*
Und bei der Gelegenheit gleich noch ein Komma ausm Sack geworfen, nach der wörtlichen Rede. Übrigens wird hier viel ge“fragt“, Synonyme wären „wollte bla wissen“, „erkundigte bla sich“ oder eben einfach mal das „fragen“ weglassen.

Zitat: „Seine Handlung war richtig, versicherte er sich abermals“
Hätte ich gefühlsmäßig eher „Sein Handeln“ geschrieben, eine Handlung ist ja schon richtig, sobald man sie fehlerfrei durchgeführt hat, weniger moralisch gesehen als mehr mechanisch


Serde und Empée. Ich bin verwirrt Icon_confused
Ist dir hier allgemein was mit den Kapiteln durcheinandergeraten? Naja, ich lese trotzdem mal *lach*

Zitat: „Der Tag befand sich im Übergang von der grauen Dämmerung hin zu einem ebenso grauen Morgen“
Huh? Tag -> Dämmerung -> Morgen? Ich hätte entweder gesagt, der Tag geht in den Abend über, oder aber die Nacht geht in den Morgen über. Also mit Dämmerung dazwischen. Aber dass der Tag in den Morgen übergeht, finde ich merkwürdig

Zitat: „suchend wanderte bevor er wieder verschwand.“
Komma zwischen „wanderte, bevor“

Zitat: „Sie hatten von der Lichtung zum Waldrand weniger Zeit benötigt hatten, als zuvor auf entgegen gesetztem Weg.“
zweite „hatten“ ist zuviel und ich glaube auch das Komma vor „als“ kann weg

Zitat: „Mit Weißbruch und Fermansport gab es nur im Westen Städte, die diese Bezeichnung auch nur verdienten, weil sie die Wildnis mit Wällen aussperrten.
das unterstrichene ist ne lustige Definition für eine Stadt *lach* (positiv gemeint)
bei dem „nur“ könnte man eins durch „lediglich“ ersetzen

Zitat: „ein Gedanke der weniger abergläubisch klang“
Komma zwischen „Gedanke, der“

Zitat: „dass Serde nicht weiter das Gefühl hatte, mit ausgebreiteten Armen am Grat des Wahnsinns entlang zu balancieren.“
*beide Daumen hoch!*

Zitat: „Die Männer gaben sie zum Besten um die zahlreichen Kinder [...] die es einmal werden sollten zu beeindrucken“
Komma zwischen „Besten, um“ und „sollten, zu“

Zitat: „Mit ihm hatten die Wege der Kirche Einzug in die Dorfgemeinschaft erhalten.“
hätte ich eher „gehalten“ geschrieben

Zitat: „wie der Priester die Paare des Dorfes traute, darunter auch Serdes Vater und Mutter.“
Uh, ein uneheliches Kind! *schockiert sei* das hätte ich nicht von Serde gedacht *grins*

Zitat: „wie viele Jahre vergangen waren seit die Dorfleute den Priester“
Komma zwischen „waren, seit“

Zitat: „wo aus er seine Predigten zu halten pflegte;“
Doppelpunkt statt Semikolon und dann das Zitierte eventuell kursiv

Zitat: „auf das der Geist ewig sei.“
„dass“

Schön, schön, endlich gibt es mal was aus der Vergangenheit! Hat Serde Empée da schon gekannt? Dann könnten ja eventuell beide am Feuer gesessen haben oder so.

Zitat: „sagte er, die Stimme ein Flüstern, so als fürchtete er heimliche Lauscher.“
Vorschlag: „flüsterte er, so als ...“

Zitat: „Kein Wort von dem was geschehen ist zum Priester.“
Komma zwischen „dem, was“ und „ist, zum“

Zitat: „weckte...
...was?“

Leerzeichen zwischen die Wörter und ihre Auslassungspunkte

Zitat: „Er zwang sich nicht weiter darauf einzugehen“
Komma zwischen „sich, nicht“

Zitat: „Das Tier war offensichtlich ein Bastard und vor Stunden hätte Serde gerne den unbekannten Elternteil gesehen. “
vielleicht. „und gestern noch hätte Serde“? Weil einen Tag lang sind sie ja schon weg

Zitat: „rief der Priester ihnen freudig entgegen, während er ihnen entgegen kam.“
Vorschlag: „rief der Priester ihnen freudig zu ...“ oder „... während er auf sie zu kam“?

Lebt der Priester da ganz allein mitten in der Heide? Da es ein Dorfpriester ist, vermisse ich irgendwie das Dorf *lach*

Zitat: „„Ist er keine Fremden gewohnt? “ fragte Serde.“
Nach dem Fragezeichen ist ein Leerzeichen zuviel und nach der wörtlichen Rede ein Komma zu wenig

Zitat: „entschied sich aber dann mit einem geradezu bäuerlichen Schulterzucken dagegen.“
Icon_lachtot

Zitat: „Eure Aufgabe hier ist beendet, damit will ich euch gerne entlassen“
Entweder ist er ein sehr gutgläubiger Mensch, dass er nicht einmal einen Beweis für den Tod von Wolfhund fordert, oder er weiß etwas über Serde und Empée, dass dieses Vertrauen rechtfertigt.

Zitat: „Richtet dem Abt aus, dass ihr eure Aufgabe mit Bravour erfüllt habt.“
Okidoki, da haben wir unsere beiden Keld-Palain-Helden, die heldenhaft Fancott zu Hilfe eilen und Rotjan das Leben schwermachen werden *froifroi*

Zitat: „Es gibt noch Angelegenheiten um die ich mich dort kümmern muss.“
Komma zwischen „Angelegenheiten, um“

In wörtlicher Rede benutzt man üblicherweise keine Absätze, überleg mal, ob du dich von denen trennen könntest *lach*

Größere Kritik hab ich ja jetzt keine gehabt, so formulierungs- oder verständnistechnisch, das ist toll! Zwischendrin, wo die am Anfang die Landschaft so ein bisschen „erklärt“ wird war es mir einen Tick zu ausführlich, aber seit dem Herrn der Ringe hab ich sowieso eine Landschafts-Beschreibungs-Phobie *grins*; ist aber schön, mal was über Serde zu erfahren! Er und Empée sind also Adepten der Himmlischen – gute Einführung der Religion übrigens. Der Priester ist mir etwas ... suspekt. Keine Ahnung warum, ich mag ihn nicht so wirklich. Wohnt da mitten in der Heide und mag Empée nicht, nur weil der ihm nicht freudig lachend in die Arme fällt *doofer Priester!*
Ich mag Empée immer mehr. Obwohl man eigentlich immer noch nicht allzuviel über ihn und Serde weiß, scheint er ganz anders zu sein als Serde. Serde ist mehr so der „ich muss einen kühlen Kopf bewahren, verdrängen, logisch erklären“ und Empée scheint da emotionaler zu sein, weniger kontrolliert. Ein bisschen wie bei Mulder und Scully Icon_lol (keine Sorge, der Vergleich kam jetzt ganz spontan, deine Geschichte weckt keine Akte-X-Assoziationen bei mir)

Ach, jetzt hätte ich meinen Fancott glatt vergessen. Bin gar nicht gewohnt, die alle auf einen Haufen zu kommentieren *seufz*
Also Fancott festigt seine Position als mein Liebling immer mehr. Scheiß drauf, was der Vogt sagt, die Geistlichen müssen her! Mir gefällt sein ... Trotz, seine Sturheit, wie er das Richtige tut, einfach weil er glaubt, dass es das Richtige ist. Immerhin ist er der Hauptmann der Wache, er weiß bestimmt besser, was da in der Stadt abgeht als so ein Adliger, der strafversetzt wurde!

Zu meckern hab ich eigentlich zu keinem der beiden Teile was. Vielleicht hab ich bei Serde und Empée einfach ein bisschen gebraucht zum Warmwerden. Und wenn sie mit Rotjan und Fancott zusammentreffen, gibts ja bestimmt auch tolle Gespräche! Und Streit *hrhr*

Jo, dann wartet wohl Kapitel 2 auf mich. Ich bin gespannt!

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.«
(Alistair, Dragon Age)

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24-10-2009, 17:52
Beitrag #6
RE: Das Herz des Dämons - Kapitel 1.7
So, Endspurt in Kapitel 1 (du wirst btw den ersten Kommentar zu Kap2 schreiben, das nur am Rande Icon_wink )
Zeichenfehler u.ä. wie immer anstandslos korrigiert.

Zitat:ich erinner mich doch richtig, dass Fancott sich so für seine Männer eingesetzt hat? Scheint mir aber kein besonders ... motivierter Haufen *lach*
Sie machen ihre Arbeit...
meistens Icon_wink
Außerdem:
es gab ja immerhin ne Antwort Icon_wink

Zitat:Und nehmt auch gleich einen Sack Großbuchstaben mit[I] (werd ich nicht weiter anmerken, findet man ja relativ leicht, diese Euch/Ihr/Euer Sachen in wörtlicher Rede)
:D
Ich hab mich weggeschmissen, als ich das gelesen habe^^
Ist okay, ich achte in Zukunft verstärkt selbst darauf.
Muss die nächsten Kaps. dann mal auf sowas hin kontrollieren, kann also sein, dass sich trotzdem noch ein paar Macken einschleichen.

Zitat:Icon_cuinlove schöner Name!
Merci Icon_wink
ich red ja gerne über meine Welt, deshalb hier mal eine Randinfo:
wenn man "Der Silberne Marsch" gelesen hat, weiß man, woher der Name stammt, bzw von welchem Begriff er abstammt. Icon_smile

Zitat:nachgerade? Ist das sowas wie vorgerade? *grins* das einzig sinnvolle, was mir hier grad einfällt, wäre „nahezu“
ich kenns als Synonym von "geradezu"

Zitat:Jenau! Und der doofe Vogt, den finden wir voll doof! *auf Fancotts Seite sei*
:D

Zitat:Ist ein Kurier nicht genau dafür da? Also, zum Nachrichten übermitteln und so? *zwinker*
Aus dem folgenden Satz dürfte ja klar werden, was gemeint war Icon_wink

Zitat:Aha! *Sherlock Lanna findet erste Zusammenhänge* *mysteriöse Musik*
tadaaa Icon_wink
Tja, Amistan = Ordenshaus der Keld-palain.
Frag mich nciht, warum ich aus kleinen sachen solche mysterien mache, ich hab einfach Spaß daran Icon_wink

Zitat:Übrigens wird hier viel ge“fragt“, Synonyme wären „wollte bla wissen“, „erkundigte bla sich“ oder eben einfach mal das „fragen“ weglassen.
Ich nehm den orangen Stift^^

Zitat:Hätte ich gefühlsmäßig eher „Sein Handeln“ geschrieben, eine Handlung ist ja schon richtig, sobald man sie fehlerfrei durchgeführt hat, weniger moralisch gesehen als mehr mechanisch
Du hast Recht. Wird korrigiert^^

Zitat:Serde und Empée. Ich bin verwirrt Icon_confused
Ist dir hier allgemein was mit den Kapiteln durcheinandergeraten? Naja, ich lese trotzdem mal *lach*
Also das mit Rotjans Teil ist korrigiert. Was meinst du mit S&E?

Zitat:Huh? Tag -> Dämmerung -> Morgen? Ich hätte entweder gesagt, der Tag geht in den Abend über, oder aber die Nacht geht in den Morgen über. Also mit Dämmerung dazwischen. Aber dass der Tag in den Morgen übergeht, finde ich merkwürdig
Naja, es ist Umständlich-Sprak für "es dämmert". Menno, ich mag den Satz^^

Zitat:das unterstrichene ist ne lustige Definition für eine Stadt *lach* (positiv gemeint)
^^
tja, der Süden von Noervkhust ist soooo entwickelt nicht^^

Zitat:*beide Daumen hoch!*
merci Icon_smile

Zitat:Uh, ein uneheliches Kind! *schockiert sei* das hätte ich nicht von Serde gedacht *grins*
:D
Nicht immer all zu christlich denken, ja? Icon_wink
Wer sagt, dass sie nciht verheiratet waren? Der Priester hat sie ja lediglich gemäß der Konventionen der Kirche getraut.
Ich seh schon, das wird nicht deutlich^^
Ich schau mir das nochmal an.
*zwischen Kaffeetassen nach Gedankenstift such*

Zitat:Schön, schön, endlich gibt es mal was aus der Vergangenheit! Hat Serde Empée da schon gekannt? Dann könnten ja eventuell beide am Feuer gesessen haben oder so.
Ja, die Vergangenheit erhält von nun an vermehrt Einzug^^
Aber nein, die beiden kannten sich noch nciht.
Ich sehen, auch hier wird evtl ein Einschub im Laufe des zweiten Kapitels notwendig.

Zitat:vielleicht. „und gestern noch hätte Serde“? Weil einen Tag lang sind sie ja schon weg
Nö.
Sind sie nciht.
Sie kommen früh morgens in der Dunkleheit an, jagen das Tier bis zur Dämmerung und kommen dann zum Priester zurück.

Zitat:Vorschlag: „rief der Priester ihnen freudig zu ...“ oder „... während er auf sie zu kam“?
Wird nachgebessert^^

Zitat:Lebt der Priester da ganz allein mitten in der Heide? Da es ein Dorfpriester ist, vermisse ich irgendwie das Dorf *lach*
Seine Hütte liegt etwas außerhalb des Dorfes. Das wird ja schn zu Anfang gesagt (wo du dein Kinderopfer vermutet hast Icon_wink ). Das Dorf liegt praktisch nebenan ^^
Vllt sollte ich den Begriff "Dorfpriester" ersetzen oder so^^
Ich schau mal...

Zitat:Entweder ist er ein sehr gutgläubiger Mensch, dass er nicht einmal einen Beweis für den Tod von Wolfhund fordert, oder er weiß etwas über Serde und Empée, dass dieses Vertrauen rechtfertigt.
Ich hoffe das ist gegen Ende klar geworden^^
Er hat keinen Grund ihnen zu misstrauen. Außerdem würde er es sicher mitbekommen, wenn sie gelogen haben und Struppi weiter umgeht Icon_wink

Zitat:Okidoki, da haben wir unsere beiden Keld-Palain-Helden, die heldenhaft Fancott zu Hilfe eilen und Rotjan das Leben schwermachen werden *froifroi*
tadaa!
s.o. Icon_wink
Ja, der Kreis schließt sich, auch wenn es etwas gedauert hat^^

Zitat:Größere Kritik hab ich ja jetzt keine gehabt, so formulierungs- oder verständnistechnisch, das ist toll!
Find ich auch :D

Zitat:Zwischendrin, wo die am Anfang die Landschaft so ein bisschen „erklärt“ wird war es mir einen Tick zu ausführlich, aber seit dem Herrn der Ringe hab ich sowieso eine Landschafts-Beschreibungs-Phobie *grins*;
Hmnja, ich mach sowas noch zu ausufernd, aber ich arbeite dran^^

Zitat:ist aber schön, mal was über Serde zu erfahren! Er und Empée sind also Adepten der Himmlischen – gute Einführung der Religion übrigens.
Uff, jetzt fällt mir ein Stein vom Herzen^^
Ich hab immer befürchtet, das käme alles viel zu spät und überhaupt viel zu wenig eindeutig...
Danke^^

Zitat:Der Priester ist mir etwas ... suspekt. Keine Ahnung warum, ich mag ihn nicht so wirklich.
Na, da hast du ja mal gar keinen Grund zu *hüstel* Icon_wink

Zitat:Wohnt da mitten in der Heide und mag Empée nicht, nur weil der ihm nicht freudig lachend in die Arme fällt *doofer Priester!*
Du bist zu parteiisch, eigentlich macht der gute Wilk nix falsch, sondern Empée Icon_wink
Aber schön, wenn meine Beschreibungen so funktionieren, wie sie
sollen^^
*unschuldig pfeif und von dannen zieh*

Zitat:Ich mag Empée immer mehr. Obwohl man eigentlich immer noch nicht allzuviel über ihn und Serde weiß, scheint er ganz anders zu sein als Serde. Serde ist mehr so der „ich muss einen kühlen Kopf bewahren, verdrängen, logisch erklären“ und Empée scheint da emotionaler zu sein, weniger kontrolliert.
Das triffts ziemlich gut. Die beiden sind enge Freunde, aber - wie Serde schon sagte - haben ihre Differenzen und Unterschiede.

Zitat:Immerhin ist er der Hauptmann der Wache, er weiß bestimmt besser, was da in der Stadt abgeht als so ein Adliger, der strafversetzt wurde!
Das denkt er sich auch^^
Und er hat ja auch Recht.
Aber ich muss gestehen:
ich hab Rotjan auch lieb gewonnen, was mir vllt noch zum Nachteil ausgelegt werden wird :D

Zitat:Zu meckern hab ich eigentlich zu keinem der beiden Teile was. Vielleicht hab ich bei Serde und Empée einfach ein bisschen gebraucht zum Warmwerden. Und wenn sie mit Rotjan und Fancott zusammentreffen, gibts ja bestimmt auch tolle Gespräche! Und Streit *hrhr*
Da kämen wir jetzt in einen Bereich, über den ich lieber schweige^^
Nur soviel:
ich hab die folgenden 2 Kap stark überarbeitet und hoffe, deinen Ansprüchen inzwischen zu genügen^^
Vorher waren die nämlich beide ziemlich Sch... nciht so gut. Fand ich. Aber hey, lies selbst, ich brabbel schon wieder vor mich hin^^

Zitat:Jo, dann wartet wohl Kapitel 2 auf mich. Ich bin gespannt!

Liebe Grüße
Lanna
ich auch^^

Grüße zurück,
Saryn

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24-10-2009, 20:58
Beitrag #7
RE: Das Herz des Dämons - Kapitel 1.7
Hiho Saryn,

zusammengefasst mal noch Vermerke zu Kapitel 1.5 - 1.7

Kapitel 1.5

Zitat: „Passiert dir sowas eigentlich öfters?“
Wat soll dat denn biddeschön heißen? Icon_aufsmaul
Aber wenn ich ehrlich bin ... Ja *grins* Seit ich meinen Computer wiederhabe, aber inzwischen dran gewöhnt bin, auch mal abends beim Fernsehn aufm Laptop was zu schreiben, habe ich kein System mehr in meinem Chaos *seufz* Und noch dazu ist meine Festplatte im Moment so halb aufgeräumt, da gibt es fünfmillionendrilliaden „Zeugs“, „Krams“ und „Notizen“ Ordner, wo überall was tolles drin sein könnte *lach*

Zitat: „wie alt schätzt du die beiden? Ich fürche das muss ich nämlich noch einbauen^^“
Gleich vorweg: Ich bin nicht gut im Alter-Einschätzen. Hätte auf irgendwas zwischen zwanzig und fünfundzwanzig getippt, weil sie ja schon eine gewisse Routine in der Jagd drin haben, aber jetzt auch nicht wie zwei Veteranen wirken. Je nachdem, wann ihre „Ausbildung“ angefangen hat vielleicht auch ein oder zwei Jahre jünger.

Zitat: „Naja ich muss nur einfließen lassen, dass es das Kaiserreich nciht mehr gibt. Ist nicht unwichtig für den Hintergrund der Geschichte^^“
Das bekommt man in 1.6 gut mit, da is Rotjan über irgendwie sowas am Nachdenken (weiß grad den Wortlaut nimmer, aber er denkt daran, dass das Kaiserreich was altes ist, das es nicht mehr gibt)

1.6

Zitat: „Ich könnte jetzt zickig sein und das missverstehen“
*muharhar* trau dich nur! Ich hab zwei Schwestern und einen Schwager, ich bin gegen jede Zickerei gefeit *irres grinsen aufsetz*

Zitat: „ich geb zu, das ist ungeschickt formuliert :D
Noch nie was von mittelalterlichen Fertigbauhäusern gehört?“

Dabei war das ausnahmsweise mal gar keine Kritik *lach* Mit dem Sommerschlussverkauf meinte ich die Kommata, weil da schon wieder eins zuviel war. Die Häuser da hatte ich gar nicht zu bemäkeln *grins*

Zitat: „Alle im Text geäußerten Gedanken sind Eigentum der Charaktere, ich hab damit nix zu tun“
Jaja, gib’s doch zu, du Frauenhasser! *grins* Nein, keine Sorge, ich kann Autor von Charakter trennen; war eher so gemeint, dass es ja auch das allgemeine Frauenbild in dieser Geschichte / Gegend sein könnte, nicht nur Rotjans ganz eigenes privates

Zitat: „ich habs schlciht vergessen, wieder kursiv zu setzen, nachdem ich den Text aus Word kopiert habe. Passiert leider öfter :-[ “
Jo, damit quäl ich mich auch jedes Mal rum *seufz*

Zitat: „Huppala, hab ich da vergessen zu erwähnen, in welchem Fürstentum die Handlung eigentlich spielt?“
Entweder das, oder ich hab es überlesen *lach*

Zitat: „Bin ja ohnehin überglücklich, dass hier mal wieder jemand reinschaut^^“
Also ich bin total froh, mit dem Dämonenherz angefangen zu haben! Ich mag die Chars, die Welt, und noch dazu gibts immer so nette Antworten auf meine Kritik! Wat will man mehr? Icon_smile

1.7

Zitat: „du wirst btw den ersten Kommentar zu Kap2 schreiben, das nur am Rande“
Hab ich dann ne Waschmaschine gewonnen? *grins* Hab heut sogar schon ins Kapitel reingeguckt aber es war mir dann zu lang, um es zwischenrein zu schieben. Eventuell morgen

Zitat: „Ist okay, ich achte in Zukunft verstärkt selbst darauf.
Muss die nächsten Kaps. dann mal auf sowas hin kontrollieren, kann also sein, dass sich trotzdem noch ein paar Macken einschleichen.“

Ich kanns auch jedes Mal anmerken, wenn ich über so ein Teil stolper, falls du das möchtest. Musst es nur sagen, weil wenn ich nicht extra drauf achte, fällt mir das nicht ins Auge.

Zitat: „ich red ja gerne über meine Welt, deshalb hier mal eine Randinfo:“
Hey, immer her mit den Randinfos *selbst begeisterter eigene-Welt-Beweihräucher sei* Mrgreen Ich finds immer spannend, auch was zum Hintergrund zu erfahren. An den Silbernen Marsch mach ich mich übrigens dann auch demnächst mal *droh*

Zitat: „ich kenns als Synonym von "geradezu"“
steht tatsächlich so im Duden. Hab das echt nicht gekannt, aber nun bin ich ein bisschen schlauer!

Zitat: „Frag mich nciht, warum ich aus kleinen sachen solche mysterien mache, ich hab einfach Spaß daran“
Yay *love it* Müsterien sind immer gut! Wär ja fad, wenn immer alles von Anfang an klar wäre.

Zitat: „Also das mit Rotjans Teil ist korrigiert. Was meinst du mit S&E?“
Mich hatte an der Stelle nur verwirrt, dass innerhalb dieses Kapitelabschnitts sowohl F&J als auch S&E vorkommen. In den anderen Teilen war es immer so, dass nur ein Pärchen aufgetaucht ist. Also nix schlimmes *lach*

Zitat: „Naja, es ist Umständlich-Sprak für "es dämmert". Menno, ich mag den Satz^^“
Gegen den Satz hab ich ja nix. Nur im Moment verwandelt sich da der Tag in den Morgen, und in der Welt, in der ich lebe, ist das falschrum. Also da müsste sich entweder der Morgen in den Tag verwandeln oder der Tag in den Abend. Vom zeitlichen Ablauf her. Versteht man mich? Aber ich hab glaub ich eh den Zeitüberblick verloren. Ich rekapituliere mal:
S&E sind morgens/vormittags im Kapitel 1.1 unterwegs, um Wolfhund zu verfolgen. Sie finden/stellen ihn dann gegen Nachmittag und kommen noch vor dem Abend wieder im Dorf an? Das heißt, zum Zeitpunkt deines Dämmer-Satzes ist es also Abend. Das wiederum heißt ... hm ... Nein, ich bin echt überfordert *lach*
„Der Tag befand sich im Übergang von der grauen Dämmerung hin zu einem ebenso grauen Morgen“
*überleg* Ach, dass dann zwischen grauer Dämmerung und grauem Morgen noch die Nacht ist? Dann klingt es allerdings so, dass es halt Abends in der Dämmerung grau wird, und bis zum Morgen dann auch grau bleibt, also gar keine richtig dustere Nacht vorhanden ist?
Mensch, ich hab das bei Trinitiy auch schon, dass ich nix raff Icon_lol Also dass es dämmert, ist mir aus dem Satz klargeworden (immerhin), aber ich bin verwirrt bezüglich der Frage ob Abend- oder Morgendämmerung und weil da eben was von „Morgen“ steht, dachte ich, dass sie halt dann wohl die Nacht durch gewandert sein müssen

Zitat: „Seine Hütte liegt etwas außerhalb des Dorfes. Das wird ja schn zu Anfang gesagt (wo du dein Kinderopfer vermutet hast“
moah, denkst du, dadran erinner ich mich noch? *gedächtnis wie ein ... hm ... wie war noch gleich das wort?* Mrgreen Das Kinderopfer ist mir im Kopf geblieben, aber nicht die Lage der Hütte des Priesters *lach*

Zitat: „Ich hoffe das ist gegen Ende klar geworden^^ “
Jojo, hat sich geklärt

Zitat: „Uff, jetzt fällt mir ein Stein vom Herzen^^
Ich hab immer befürchtet, das käme alles viel zu spät und überhaupt viel zu wenig eindeutig... “

Hm ... also für mich nicht. Klar fragt man sich als Leser am Anfang, was es denn nun mit den beiden auf sich hat, aber wenn der Autor gleich zu Beginn alle Fragen beantworten würde, bräuchte man ja nicht weiterlesen *lach* Erst steht die Jagd im Mittelpunkt und nun können S&E zu ihrem Alltag zurück und wir erfahren ein bisschen was über sie. Finde den Zeitpunkt gut.

Zitat: „Du bist zu parteiisch, eigentlich macht der gute Wilk nix falsch, sondern Empée“
Ich? Parteiisch? Niemals nicht! *heftig protestier* Ich bin total objektiv und neutral und ... naja gut, du hast mich erwischt *grins* Aber sieh es als Lob, denn zu Chars, die mir egal sind, entwickel ich keine Beziehung und schlag mich dann auch nicht auf ihre Seite *lach* Sieh solche Kommentare einfach immer mit einem Augenzwinkern meinerseits

Zitat: „ich hab die folgenden 2 Kap stark überarbeitet und hoffe, deinen Ansprüchen inzwischen zu genügen^^
Vorher waren die nämlich beide ziemlich Sch... nciht so gut. Fand ich. Aber hey, lies selbst, ich brabbel schon wieder vor mich hin^^“

na, da bin ich aber gespannt *autoren-selbstachtung-vernichtungs-maschine aktivier* Icon_fies ich will doch nur dein Bestes *bisschen irre in der gegend rumguck*
*mitbrabbel* Icon_ugly


Ja, ich hoffe ich schwall dich hier nicht zuviel zu, ansonsten ... naja ... da gibt es leider noch kein wirkungsvolles Mittel gegen, außer vielleicht:
Icon_aufsmaulIcon_aufsmaulIcon_aufsmaul Icon_ugly

Ganz liebe Grüße
Lanna

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03-08-2010, 22:53
Beitrag #8
RE: Das Herz des Dämons - Kapitel 1.7
Mich packt die Rastlosigkeit ...

Ich erspar mir mal jedweden Kommentar den Pluralis Majestatis betreffend Icon_wink
Zitat:Es schien, Himmel und Erde seien auf die Entfernung weniger Ellen zusammengerückt.
Mir fehlt bei dem Satz das "ob". Ich weiß nicht, ob er auch so richtig wäre, aber es klingt unvollständig.
Zitat:Sie hatten von der Lichtung zum Waldrand weniger Zeit benötigt hatten
Das ist definitiv ein "hatten" zu viel drin Icon_wink
Zitat:Mit ihm hatten die Wege der Kirche Einzug in die Dorfgemeinschaft erhalten.
"Einzug gehalten", oder?
Zitat:Zu Serdes ersten, verschwommenen Erinnerungen gehörte, wie der Priester die Paare des Dorfes traute, darunter auch Serdes Vater und Mutter.
Serde erinnert sich an die Hochzeit seiner Eltern? Er ist ein uneheliches Kind?
Zitat:der sich gewunden durch die Heide schlängelte,
Ich bin mal pingelig: Wenn er sich schlängelt, dann ist es klar, dass er gewunden ist Icon_wink
Zitat:„Die Himmlischen sein gepriesen“,
"seien"
Zitat: rief der Priester ihnen freudig entgegen, während er ihnen entgegen kam
Unschöne Wiederholung von "entgegen". Vorschlag: "rief ihnen der Priester zu"
Zitat:wie Seile als das Tier die Flanken in den Boden stemmte.
Als das Tier was tat? Wie macht er das denn? Er kann sicherlich die Pfoten in den Boden stemmen, aber die Flanken?

So ... Serde und Empée sind also von diesem Geistlichen entsandt worden. Hab ich das richtig verstanden, sind die beiden auch Männer der Kirche? Immerhin nennt der Priester sie Adepten. Dann sind die Geistlichen deiner Kirche vielleicht doch nicht so wenig schlagkräftig, wie ich dachte, geb ich zu Icon_wink
Momentane Frage für mich: Wie kriegst du die beiden Fäden der GEschichte zusammen? Klar, ich mutmaße, und vermutlich sind meine Vermutungen nicht eben gewagt, aber trotzdem bin ich gespannt, wie du das machst ^^

Liebe Grüße
Naira

Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.
(Erasmus von Rotterdam)
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04-08-2010, 11:30
Beitrag #9
RE: Das Herz des Dämons - Kapitel 1.7
Ich fang einfach mal ohne Umschweife an^^

Hab mich auch über diesen Kommentar sehr gefreut, zumal die kleine "Enthüllung" ja immer noch ganz gut klappt Icon_wink

Zitat:Ich erspar mir mal jedweden Kommentar den Pluralis Majestatis betreffend Icon_wink
Ist nur fair, denke ich^^
Wie gesagt, ich weiß um das Problem und momentan denke ich beim Schreiben sogar dran.
Es ist meist beim handschriftlichen Arbeiten, dass ich versäume drauf zu achten.

Zitat:Mir fehlt bei dem Satz das "ob". Ich weiß nicht, ob er auch so richtig wäre, aber es klingt unvollständig.
An sich ist der Satz auch so richtig. Ich streich es mir mal an, aber ich finde selbst eigentlich, dass er sich recht vollständig liest.

Zitat:Das ist definitiv ein "hatten" zu viel drin Icon_wink
Wie, so bildet man die Vorvergangenheit nicht? Smiley_emoticons_blush
*korrigier*^^

Zitat:"Einzug gehalten", oder?
Hm, ich bin mir selbst nicht so sicher, deine Variante klingt aber irgendwie richtiger^^

Zitat:Serde erinnert sich an die Hochzeit seiner Eltern? Er ist ein uneheliches Kind?
Jein.
Seine Eltern waren nur nicht nach Keld-Palain-Kirchenrecht getraut.

Zitat:Ich bin mal pingelig: Wenn er sich schlängelt, dann ist es klar, dass er gewunden ist Icon_wink
Deal.
Das ist eine gute Gelegenheit, ein Adverb (es müsste doch eins sein, oder? Oder ist es ein Partizip?^^) zu killen.

Zitat:"seien"
Aye

Zitat:Unschöne Wiederholung von "entgegen". Vorschlag: "rief ihnen der Priester zu"
Das klingt um Längen besser, stimmt

Zitat:Als das Tier was tat? Wie macht er das denn? Er kann sicherlich die Pfoten in den Boden stemmen, aber die Flanken?
Du hast völlig recht - und bist auch nciht die erste, die das anmerkt.^^

Zitat:So ... Serde und Empée sind also von diesem Geistlichen entsandt worden. Hab ich das richtig verstanden, sind die beiden auch Männer der Kirche? Immerhin nennt der Priester sie Adepten. Dann sind die Geistlichen deiner Kirche vielleicht doch nicht so wenig schlagkräftig, wie ich dachte, geb ich zu Icon_wink
Du hast es richtig verstanden Icon_wink
Du siehst, die Geistlichen der Keld-Palain (insbesondere die Caeligs-Jünger), sind keine gemüsebauenden, stubenhockenden, krummrückigen alten Männer mit lächerlichen Frisuren Icon_wink

Zitat:Momentane Frage für mich: Wie kriegst du die beiden Fäden der GEschichte zusammen? Klar, ich mutmaße, und vermutlich sind meine Vermutungen nicht eben gewagt, aber trotzdem bin ich gespannt, wie du das machst ^^
Naja, das ist eigentlich eher ein kleiner Schritt - für den ich etwas mehr Zeit brauche, als es mir an sich lieb ist - aber, Hey!
Ich bin jedenfalls sehr froh, dass ich dein Interesse scheinbar geweckt habe und freu mich darauf, noch mehr Kommentare von dir zu lesen Icon_smile

In dem Sinne:
Bis bald,
Saryn

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