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Unendlichkeit (überarbeitet)
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02-07-2008, 14:23
Beitrag: #11
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RE: Unendlichkeit (überarbeitet)
Hallo Lady,
der Titel deiner kleinen Geschichte hat mich magnetisch angezogen, bis ich gar nicht anders konnte, als drüber zu stolpern. Hm, irgendwie lande ich in letzter Zeit häufiger in der Emotions-Sparte. Seltsam. Aber nun zu deinen Text. Inhaltlich finde ich ihn ganz interessant, ein geistig verwirrter Mann?, der bei Ebbe zum Meer wandert und sich dort in diesen stillen Momenten an den schlimmsten Tag seines Lebens erinnert. Allerdings gelingt es dir irgendwie nicht, mich richtig zu fesseln. Ich finde, dass du an einigen stellen zu viele unnötige Adjektive verwendest und im Mittelteil, dort wo es eigentlich spannend werden sollte, passiert dir das, was ich schon auf der Spielewiese bemerkt habe: du rast durch die Handlung, ohne den Leser mitzuziehen. Es liest sich alles sehr "hohl", Emotionen kommen irgendwie keine rüber. Mir fehlt die Verzweiflung des Vaters, die Todesangst des Jungen und an Anfang und Ende die tiefe Trauer über den Verlust. Zitat:Nebelverhangen liegt das Watt vor ihm. Das Meer hat sich zurückgezogen, zeigt der Welt ein Mosaik aus Wasser und Matsch. Die Gezeiten haben ihre Abdrücke im Sand hinterlassen, Muster auf den Meeresboden gemalt. - die beiden unterstrichenen Teile finde ich irgendwie überflüssig, da du damit die schönen Formulierungen des nebelverhangenen Watts und den Mustern darin durch lapidar klingende Sätze realtivierst. Nebelverhangen liegt das Watt vor ihm - ein Mosaik aus Wasser aus Sand, dessen Muster durch das ewige Auf und ab der Gezeiten ständig neu gemalt werden. Zitat:Er sitzt am grünen Strand, lauscht dem Plätschern der letzten Wellen und schmeckt den salzigen Wind auf seinen Lippen. Im Priel paddeln, Seite an Seite, ein paar Enten und über ihm kreischt eine weiße Möwe. - Hier hast du mir zum Beispiel zu viele nichtssagende Adjektive drin. Zum einen irritiert mich das Wort grün im Zusammenhang mit Strand, dann dürfte es bei Watt eigentlich keine Wellen geben, außer, du meinst die des Priels, wobei du dir "Letzten" dann sparen kannst, und das Möwen weiß sind musst du auch nicht erwähnen, da zumindest jeder Deutsche bei dem Wort "Möwe" das Bild eines weißen Vogels vor Augen hat. - wegen dem "er": ich würde hier den Namen besser finden, da du ihn ja später des Öfteren verwendest. Zitat:Er genießt diesen friedlichen Augenblick der Ruhe, doch dann gibt der Nebel den Blick auf die Vergangenheit frei und mit der Erinnerung kommt auch das Meer zurück.- hier würde ich dir empfehlen, der erste "friedlich" zu streichen. Durch die Sätze vorher hast du schon eine passende Stimmung vermittelt, darum brauchst du es hier nicht mehr. Für einen kurzen Moment genießt Ole die Ruhe um sich herum, atmet den salzigen Duft des Meeres und lässt seine Finger durch den Sand kreisen. Doch dann gibt der Nebel, gibt den Blick auf die Vergangenheit frei (...) Zitat:Auf dem Wasser fährt ein kleines Boot mit weißem Segel. An Bord sind Vater und Sohn - beide werden sie getrieben von der Sehnsucht nach dem Meer. - Ich fände es schöner, wenn du die Erinnerungen aus Sicht des Vaters schreibst. Er befindet sich wieder auf seinem kleinen Boot, über ihm das Knattern des Segels und um ihm herum nichts als Blau. Die Augen seines Sohnes strahlen mit den Lichtreflexen auf dem Wasser um die Wette und seine Wangen leuchten in einem sanften Rot. ... Zitat:Yannik und Ole erwachen und sehen die Welt um sich herum untergehen. - das ist mir etwas zu schwach formuliert. Die Spannung wäre größer, wenn du sie einschlafen lässt, einen Absatz machst und dann durch einen Ruck gegen das Bott aufwachen lässt. Erst dann sollten sie zusammen mit dem Leser das Unwetter sehen. Im Moment greifst du dir selbst vorraus, indem du das Unwetter in ihrem Schlaf heraufziehen lässt. Du verrätst dem Leser bereits, was geschehen wird, das solltest du ändern. Zitat:Yannik und Ole erwachen und sehen die Welt um sich herum untergehen. Bedrohlich türmen sich dunkle Wolken am Himmel, dicke Regentropfen fallen hinab. Der Sturm braust ihnen schneidend ins Gesicht und bringt feine salzige Wassertropfen mit sich, die ihnen die Sicht nehmen. Das Boot wird zum Spielzeug der tosenden Gewalten, wird hin und her geworfen, knarrt und ächzt unter der Last des Wassers.- hier sollten die Emotionen stehen: Überraschung, Schrecken, Angst, Panik etc. Stattdessen beschreibst du nur das Wetter. Zitat:Seine beiden Passagiere geben schnell auf, ihm ihren Willen aufzwingen zu wollen. - hier fände ich einen Kampf mit den Tauen des Schiffes und dem Ruder schöner. Zitat:Ole und Yannik ringen mit den Elementen um ihr Leben. Das Kind hält sich mit klammen Fingern am eisernen Schiffsgeländer fest, doch seine Kräfte reichen nicht aus. Sein Vater versucht ihn zu erreichen, kämpft mit langsamen Schritten gegen den Sturm an, doch er findet kaum halt auf den rutschigen Planken.- hm, sagtest du nicht, es wäre ein kleines Boot? Da finde ich es etwas komisch, dass er ihn nicht errreicht. Zudem haben sie doch nebeneinander geschlafen, wie wurden sie da getrennt? - Mich stört auch dieses häufige "Ole und Yannik" - das wirkt so, als wären sie gleichwertig, was sie nicht sind. Dies ist eine Erinnerugn von Yannik, daher solltest du alles aus seiner Sicht erklären, wie er sich festklammert, seine Kräfte nachlassen, seine angst, dann wie der den Schrei seines Sohne vernimmt und panisch wird etc. - warum tragen die eigentlich keine Schutzwesten? Zitat:Plötzlich greift sich eine Woge, wie eine kalte, eiserne Faust den kleinen Jungen und zieht ihn mit sich. Er fällt in die stürmische, unbarmherzige See, paddelt mit seinen dünnen Armen um sein Leben, schreit nach seinem Vater, doch die Göttin des Meeres hatte beschlossen, ihn zu sich zu holen. - hier wieder zu allgemein für eine Erinnerung. Ole sieht, wie wie eine Woge nach seinem Sohn greift, er wollte schreien, ihn warnen, doch es war bereits zu spät. Mit Entsetzen musste ermit ansehen, wie Yannik fortgerissen wurde. .... Zitat:Immer wieder taucht Yiannik auf, kann Luft holen, doch schon im nächsten Moment zerrt ihn die nächste Woge mit sich. Einen Atemzug später ist er endgültig in der dunklen Unendlichkeit versunken.- hier ebenfalls. Zitat:Die Wogen peitschen in sein Gesicht, Salz brennt in seinen Augen, sodass er nur blind umherschwimmen kann.- genauso müsste der Rest aussehen. Zitat:Also rief er abermals den Namen seines Sohnes in die offene See hinaus, lies seine Stimme vom Wind davontragen und hoffte, dass er erhört werden würde.- viel zu poetisch. - Stundenlang lief er an der Reling entlang, brüllte verzweifelt den Namen seines Sohnes in den tosenden Sturm, bis ihm schließlich seine Stimme versagte. Zitat:Dann wartet er. Versucht zwischen den tosenden Wellen etwas zu erkennen, doch vergeblich. Er sieht nichts, nur das stetig wogende Meer und er hört nichts, bis auf den unbarmherzig tosenden Sturm. Zitat:Stundenlang steht er an der Reling und wartet, hält Ausschau.- der gesamte Abschnitt ist etwas zu lang geraten. Wenn du alles aus seiner Warte schreibst, fallen viele der allgemeinen Formulierungen weg und auch der Part nachdem der Sohn nun weggespült worden ist, kann kürzer. Würde das ganz knapp halten, seinen Sprung ins Wasser, dann die Schreie auf dem Boot und letztendlich seinen Zusammenbruch. Zitat:Und wie aus dem Nichts tauchen die Fragen in seinem Kopf auf.- finde ich seltsam formuliert. Würde ihn hier wimmernd zusammenbrechen lassen, und dann die Fragen. Zitat:War er schuld daran, dass Yannik fort war? Hätte er besser auf ihn aufpassen sollen? War er ein schlechter Vater? - Ja, ja und nochmal ja. Unverantwortungslos der Typ. Zitat:Als er erwacht, ist der Sturm vorbei. Das Meer schaukelt das Boot liebevoll hin und her. Er öffnet die Augen, sieht in den blauen Himmel und erkennt, dass er allein ist. Allein umgeben von Blau. Der Farbe der Unendlichkeit. Unendlich ist der Himmel über ihm, unendlich breitet sich die Weite des Meeres vor ihm aus. Und unendlich ist seine Trauer.- den Teil mit dem Erwachen brauchst du nicht mehr, da es eine Erinnerung ist, würde ich nach dem Zusammenbruch abbrechen, ihn zurückkehren lassen an den Strand. Er könne versuchen, die Erinnerungen abzuschütteln oder wird durch Tränen, die im Jetzt über seine Wangen laufen zurückgeholt, oder er fällt in seinen Nebel zurück. So etwas in der Art halt. Zitat:Nach einer Nacht kehrt er alleine nach Hause zurück. An einem Tag, an dem die Welt im Nebel versinkt. Sie ist grau, genau wie seine Seele.- den Teil verstehe ich nicht ganz. Erst ist es Nacht, dann Tag? Oder meinst du: Nach einer Nacht auf See kehrt er schließlich alleine nach Hause zurück. Es ist ein grauer Tag, nebeldurchtränkt, genau wie seine Seele.? Zitat:Manchmal sitzt er alleine am Strand, aber nur dann, wenn sich die Wellen in die Unendlichkeit zurückgezogen haben und das Watt nebelverhangen vor ihm liegt.- den Schluss würde ich etwas ändern, um mehr trauer rübeerzubringen. Irgendwie so: Seit diesem Tag geht er jeden Tag hinunter zum Strand, schaut hinaus, suchend. (Aber nur dann, wenn sie die Wellen die die Unendlichkeit zurückgezogen haben.) Ich hoffe, du konntest mit meinen Anmerkungen etwas anfangen. LG Addi If I save time, when do I get it back? (Escape Van, NZ) Da baumelt die kleine Spinne in ihrem Netz und träumt von ihren Silberfäden ...
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02-07-2008, 15:15
Beitrag: #12
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RE: Unendlichkeit
hallo addi,
vielen dank für deinen langen kommentar, du hast dir ja echt viel mühe mit meiner kleinen geschichte geben. dann will ich mir jetzt auch mühe geben entsprechend darauf zu antworten. Zitat:dort wo es eigentlich spannend werden sollte, passiert dir das, was ich schon auf der Spielewiese bemerkt habe: du rast durch die Handlung, ohne den Leser mitzuziehen. ich weiss. -.- ich versuche mich zu bessern. Zitat:Mir fehlt die Verzweiflung des Vaters, die Todesangst des Jungen und an Anfang und Ende die tiefe Trauer über den Verlust. gerade bei anfang und ende sollte auch nicht so viel emotion erkennbar sein. eher eine art melancholie, gleichgültigkeit. hier sollte die umgebung im vordergrund stehen. bei der verzweiflung des vaters und der angst des jungen geb ich dir allerdings recht. Zitat:Zitat:Er sitzt am grünen Strand, lauscht dem Plätschern der letzten Wellen und schmeckt den salzigen Wind auf seinen Lippen. Im Priel paddeln, Seite an Seite, ein paar Enten und über ihm kreischt eine weiße Möwe. es gibt wirklich grüne strände. dort wo es keinen sand gibt und der deich mit gras bewachsen ist, dann kommt nur noch ein schmaler teerweg und dann direkt schon das meer. wenn du jetzt also deinen strandkorb auf dem deich stehen hast ist der strand grün. (ich weiss das, ich war schon dort ja, ich meine das plätschern im priel, so ganz hundertprozentig trocken wird das watt eh nicht. wegen dem namen: den anfang und das ende hab ich bewusst ohne namen geschrieben. Zitat:Ich fände es schöner, wenn du die Erinnerungen aus Sicht des Vaters schreibst. da könntest du evtl. recht haben. durch meine "erzählerische" schreibweise, hab ich mir selbst die möglichkeit genommen emotionen richtig rüberbringen zu können. Zitat:hier sollten die Emotionen stehen: Überraschung, Schrecken, Angst, Panik etc. Stattdessen beschreibst du nur das Wetter. irgendwo muss ich ja die szene beschreiben. bedrohlichkeit durch das wetter aufbauen, aber ich geb dir recht zwischendrin sollten die emotionen kommen. Zitat:hm, sagtest du nicht, es wäre ein kleines Boot? Da finde ich es etwas komisch, dass er ihn nicht errreicht. Zudem haben sie doch nebeneinander geschlafen, wie wurden sie da getrennt? ja, es ist ein kleines boot. sie stehen ja auch nicht sehr weit auseinander. aber, wenn das boot so sehr schwankt, dass er sich kaum auf den beinen halten kann, sich zudem noch irgendwo festhalten muss, dann kann er nicht mehr vorwärtsgehen. wie sie getrennt wurden, kann ich dir echt nicht sagen. Zitat:warum tragen die eigentlich keine Schutzwesten? Das ist doch Vorschrift. die haben sie vergessen in ihrer euphorie, ausserdem war das wetter zunächst ja gut. und sie haben "die realität an land zurückgelassen" somit auch jedes vorschriftsmäßiges denken. Zitat:auch der Part nachdem der Sohn nun weggespült worden ist, kann kürzer. Würde das ganz knapp halten, seinen Sprung ins Wasser, dann die Schreie auf dem Boot und letztendlich seinen Zusammenbruch. den kann ich nicht kürzen. das ist was ganz entscheidendes, wie er immernoch versucht ihn zu finden. dann das aufgeben der suche und der zusammenbruch sind mMn ganz entscheidend. genau in diesen phasen entwickelt sich doch seine spätere melancholie. Zitat:Zitat:Nach einer Nacht kehrt er alleine nach Hause zurück. An einem Tag, an dem die Welt im Nebel versinkt. Sie ist grau, genau wie seine Seele.- den Teil verstehe ich nicht ganz. Erst ist es Nacht, dann Tag? ja, er kehrt nach einer nacht auf see zurück. an einem grauen, nebligen tag. über deine anderen anmerkungen werde ich mir auf alle fälle gedanken machen. aber wie gesagt, ich denke gerade bei dieser geschichte steht mir meine erzählperspektive im weg und ich müsste sie eigentlich komplett neu schreiben, damit die emotionen besser rüber kommen. ich weiss noch nicht ob ich mich das traue. aber ich danke dir nochmal für die mühe die du dir gemacht hast und ich werde deine vorschläge berücksichtigen. vllt nicht in dieser geschichte aber in den kommenden. lg Lady Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci- Wörterwelten |
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20-08-2008, 20:18
Beitrag: #13
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RE: Unendlichkeit (überarbeitet)
Hey Lady =) auch dir will ich mal ein Komi hinterlassen.
Zitat:mit der Erinnerung kommt auch das Meer zurück. schön Zitat:Sorgenfrei und ohne Gedanken an Gefahren schlafen die Segler ein. Dieser Satz der schreit förmlich heraus was gleich passieren wird, ich weiß es ist emotion aber damit nihmst du ein Teil der spannung weg. Hm... naja habe nun zuende gelesen und genau das bekommen was ich erwartet habe. Allein diese Sache mit dem Nebel hat es ein bisschen angehoben, fand das als metapher sehr passend. Für mich kammen die gefühle nicht so ganz an, vielleicht weil ich auch genau wusste was kommt, das dieser Junge stirbt. Trotzdem war es nicht schlecht aber auch nicht herrausragend. Vielleicht hättest ein bisschen mehr spannung einbauen können und vielleicht durch einen wietern rückblick der verhälniss der beiden beschreiben können damit man mehr mitfühlen kann. cya |
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21-08-2008, 10:03
Beitrag: #14
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RE: Unendlichkeit
hi mindfreak,
schön, dass ich einen deiner kommentare abbekommen habe. Zitat:Zitat:mit der Erinnerung kommt auch das Meer zurück.schön danke! okay, dir fehlt die spannung. aber wie du ja auch schon erkannt hast, geht es ja eher um die emotionen und es ist weniger auf spannung ausgelegt. im mittelteil soll es nur ein bisschen dramatisch sein. Zitat:vielleicht durch einen wietern rückblick der verhälniss der beiden beschreiben können damit man mehr mitfühlen kann. ja, das wäre eine möglichkeit. ich dachte die sache mit dem versprochenen geburtstagsgeschenke wäre da ausreichend, aber ich werde mal über deine idee nachdenken. Zitat:Trotzdem war es nicht schlecht aber auch nicht herrausragend. ich bin mit einem "nicht schlecht" völlig zufrieden, bis meine geschichten mal "herausragend" werden, muss ich wohl noch eine weile üben. also vielen dank für deinen kommentar und dafür das du die geschichte gelesen hast. lg Lady Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci- Wörterwelten |
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20-10-2008, 08:56
Beitrag: #15
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RE: Unendlichkeit (überarbeitet)
Hallo Mondfrau,
neue Geschichte, neues Glück. Mal sehen, ob du mich hiermit mehr überzeugen kannst. Der Titel ist auf jeden Fall schon mal echt toll, nur ein Wort und doch so viele Interpretationsmöglichkeiten. Ich bin gespannt, was du daraus gemacht hast. Wie immer, du kennst das ja schon, erst einige Anmerkungen und, wenn vorhanden, Fehlerchen. Zitat:Im Priel paddeln, …Was ist ein Priel? Zitat:… doch er findet kaum halt auf den rutschigen Planken.„Halt“ groß. Zitat:Plötzlich greift sich eine Woge, wie eine kalte, eiserne Faust den kleinen Jungen …Das Komma nach Woge“ weg oder nach „Faust“ noch eines. Zitat:Doch er ist den Kräften der Fluten nicht gewachsen. Verzweifelt ruft er immer wieder den Namen seines Sohnes, doch der Wind trägt die Worte mit sich fort.Die Doppelung von „doch“ liest sich nicht so schön. Zitat:…, lies seine Stimme vom Wind davontragen und hoffte, …„ließ“ von lassen. Zitat:Ole schrie solange bis sein Hals rau und kaum noch ein Laut aus seiner Kehle zu hören war.Komma nach „solange“, und das muss, glaube ich, auseinander geschrieben werden. Zitat:Er sieht nichts, nur das stetig wogende Meer und er hört nichts, …Komma nach „Meer“, um den eingeschobenen Teilsatz zu beenden. Zitat:Dann verlassen ihn seine Kräfte und bricht er unter der Last der Trauer wie tot auf den Planken zusammen.Ich würde vom Klang her beide Worte tauschen. Zitat:Manchmal sitzt er alleine am Strand, aber nur dann, wenn sich die Wellen in die Unendlichkeit zurückgezogen haben und das Watt nebelverhangen vor ihm liegt.Finde ich nicht in die Geschichte passend und würde es rauslassen. Diese Geschichte hältst du sehr kurz und knapp, und obwohl sie in Emotionen steht, hast du nur wenige in den Text gepackt – jedenfalls soweit ich sie entdecken konnte und sie mich erreicht haben. Möglicherweise sind auch einfach mein persönliches Empfinden und die Katastrophengeilheit so ausgeprägt, dass ich immer mehr und mehr „Schlechtes“ will. Jedenfalls war es mir wieder zu wenig an Gefühl. Anders als der Maskentanz hat mich diese Geschichte aber fesseln können, ich hatte nur irgendwie das Gefühl, du wolltest den Leser nicht unbedingt mehr an den Seelenqualen und der inneren Fragerei von Ole teilhaben lassen. Schön fand ich deine Beschreibungen des Meeres und des nebelverhangenen Wattes. Ich habe ja eine Weile am Meer und eigentlich schon Zeit meines Lebens in der Nähe von Wasser gelebt, daher konnte ich mir das so richtig schön bildlich vorstellen und mich praktisch neben Ole in den feuchten Sand setzen und das Meer anstarren. Nur an den Erinnerungen konnte ich nicht wirklich teilnehmen, aus oben genannten Gründen. Insgesamt wieder eine solide Arbeit, aber auch wieder die Anmerkung, dass ich schon bessere Sachen von dir gelesen habe. Lieben Gruß, Angel :o) Der Sprung über den eigenen Schatten gelingt leichter, wenn wir ihn für jemanden wagen, der Licht in unser Leben bringt. (unbekannt) Eine Schattengestalt und ihre Schattengedanken
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20-10-2008, 13:16
Beitrag: #16
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RE: Unendlichkeit (überarbeitet)
hallo angel,
mal schauen, was du von dieser geschichte hälst. Zitat:Der Titel ist auf jeden Fall schon mal echt toll, nur ein Wort und doch so viele Interpretationsmöglichkeiten. danke! auf den bin auch besonders stolz. war eigentlich ganz einfach den zu finden. ein blick auf das meer, an den horizont und schon war er da. Zitat:Was ist ein Priel? das ist der weg den das wasser nimmt, wenn die flut steigt, bzw. den es nimmt, wenn es wieder abfliest. so eine art "flussbett" im meer. Zitat:Zitat:Dann verlassen ihn seine Kräfte und bricht er unter der Last der Trauer wie tot auf den Planken zusammen.Ich würde vom Klang her beide Worte tauschen. der klang hat da schon recht. die sind wohl beim überarbeiten durcheinader gekommen. vielen dank für das raussuchen der fehlerchen, die werden natürlich sobald wie möglich verbessert. Zitat:Jedenfalls war es mir wieder zu wenig an Gefühl. Anders als der Maskentanz hat mich diese Geschichte aber fesseln können, ich hatte nur irgendwie das Gefühl, du wolltest den Leser nicht unbedingt mehr an den Seelenqualen und der inneren Fragerei von Ole teilhaben lassen. das schwierige daran ist ja, dass das jeder anders empfindet. *seufz* aber dein eindruck stimmt schon. mir ging es beim schreiben eher um die "stimmung" im allgemeinen, also das meer,die landschaft. oles seelenqualen sind ja im beschriebenen moment auch noch nicht so arg, sind erstmal vom nebel erstickt. da dir beschreibung des meeres und des wattes gefallen haben und dir das gut vorstellen konntest, hab ich mein ziel erreicht. also vielen dank für deinen "durchwachsenen" kommentar. ich merke, dass mit den gefühlen ist echt eine schwierige sache. lg Lady Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci- Wörterwelten |
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07-11-2008, 23:25
Beitrag: #17
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RE: Unendlichkeit (überarbeitet)
So ich habe mir die Geschichte auch durchgelesen. Ich werde hier nur kurz und knapp schreiben, wie sie auf mich gewirkt hat. Verbesserungen und Korrekturen erspare ich mir, da sich andere damit schon genug auseinandergesetzt haben, so ist jedenfalls mein Eindruck.
Mir hat die Geschichte von der Gesamtstimmung einfach nicht genug hergegeben. Es kommt zwar die Umgebungsatmosphäre sehr gut zum Ausdruck, aber leider fehlen mir die Emotionen. Die Angst des Jungen und sein Kampf ums Überleben wären mir noch mehr Zeilen wert gewesen. Sicherlich hättest du aus der Geschichte noch mehr rausholen können, da die Idee sehr viel Potenzial hat. Alles in allem eine sehr solide Leistung, auch wenn mir noch das gewisse Etwas fehlt. Der Stil gefällt mir auch sehr gut. Freue mich, noch mehr von dir zu lesen. Lieben Gruß Alantir Reden ist Silber, Schweigen ist Gold! Aber wenn Reden dir hilft, den einen Menschen, den du suchst, zu finden bzw. kennenzulernen, dann ist es eine Million mal wertvoller als jede Sekunde Wortesstille! |
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08-11-2008, 17:40
Beitrag: #18
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RE: Unendlichkeit (überarbeitet)
hallo alantir,
ich freu mich, mal wieder einen kommentar unter einer meiner geschichten zu finden. Zitat:Mir hat die Geschichte von der Gesamtstimmung einfach nicht genug hergegeben. Es kommt zwar die Umgebungsatmosphäre sehr gut zum Ausdruck, aber leider fehlen mir die Emotionen. Die Angst des Jungen und sein Kampf ums Überleben wären mir noch mehr Zeilen wert gewesen. Sicherlich hättest du aus der Geschichte noch mehr rausholen können, da die Idee sehr viel Potenzial hat. beim schreiben ging es mir auch ehrlich gesagt eher um die amtmosphäre, darauf hatte ich am meisten wert gelegt. du hast recht, dass dabei die emotionen etwas zu kurz kommen. die angst yanniks zu beschreiben ist etwas schwierig, weil es ja aus der sicht des vaters geschrieben ist. Zitat:Alles in allem eine sehr solide Leistung, auch wenn mir noch das gewisse Etwas fehlt. Der Stil gefällt mir auch sehr gut. Freue mich, noch mehr von dir zu lesen. freut mich, dass du es zumindest für "solide" hälst und das dir der stil gefällt. das "gewisse etwas" sollte eigentlich die atmosphäre sein, aber das empfindet ja jeder anders. aber schön, dass du noch mehr von mir lesen möchtest. also vielen dank für deinen kommentar. das mit den emotionen ist echt schwierig, ich bin da noch am üben. lg Lady Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci- Wörterwelten |
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11-11-2008, 09:24
Beitrag: #19
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RE: Unendlichkeit (überarbeitet)
Der Inhalt ist leider nicht so erfreulich wie meine Gedanken. Eine lustige Bootsfahrt dauert für Vater und Sohn, vor allem für den Sohn. Er findet zu seinem Tod in einem Sturm in den Wellen, denn der Vater kann nicht mehr helfen ihm.
Auto-Raum Platz |
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13-11-2008, 11:38
Beitrag: #20
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RE: Unendlichkeit (überarbeitet)
hallo crunchyrocks,
dein kommentar wäre mir aber wesentlich hilfreicher, wenn du erwähnt hättest was du gut oder schlecht fandest. trotzdem: schön, dass du meine geschichte gelesen hast, vielen dank dafür! lg Lady Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci- Wörterwelten |
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