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Wir haben doch nur noch uns beide
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23-05-2008, 17:44
Beitrag: #11
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RE: Wir haben doch nur noch uns beide
Hi Lady des Blauen Mondes,
sorry für die Verzögerung in der antwort, aber da bin ich absolut unschuldig. Zitat:anscheinend habe ich eine überarbeite version deines textes erwischt.Jepp. Es fehlt ein Satz und ein paar Wörter sind getauscht. Zitat:aber ich denke mal, dass ein "unvoreingenommener" eindruck bestimmt interessant ist.Ganz sicher. Vor allem weil du die Wirkung der paar fehlenden Wörter nicht kennst. Zitat:"schwarze bitternis" ist eine echt tolle beschreibungHey, danke. Insgesamt hab ich ewig dafür gebraucht, diese beiden bildhaften Wörter zu finden. Aber nach all dem Lob hat sich das gelohnt. Sollte wohl öfter länger nach den passenden Worten suchen. Zitat:ist gemein zu ihr, aber ich nehme an, eher auf der psychischechen ebene. ich denke mal, es ist dieses typische "auseinanderleben", er scheint sie nicht mehr großartig zu beachten, so wie er es jetzt schon die ganze zeit versucht. ich denke mal er würde jetzt viel líeber seine wolken betrachten, als mit ihr zu reden.Korrekt. Er ist weg aus der Realität und lebt in seiner eigenen, vom Leben enttäuschten Welt. Und da ist kein Platz für sie. Zitat:hier ist eine art wendepunkt. sie kam ja am anfang zu ihn mit dem festen entschluss zu gehen. ihm war es eher gleichgültig. aber ab hier bekam ich das gefühl, dass er sie geradezu rauswerfen will. ich denke, dass sie insgeheim gehofft hat, dass er sie zurückhalten würde. wenn er einen schritt in ihre richtung getan hätte, wäre sie vllt bei ihm geblieben. zumal sie ihn ja noch liebt.Sie hätte es nochmal versucht mit ihm, das sagen ja auch ihre späteren Worte, dass er sie holen soll. Er aber will sie endlich loswerden, will den letzten störenden Einfluss in seinem Leben eliminieren, um nur noch die Wolken zu betrachten und in Trübsal zu verfallen. Zitat:allein? warum sind sie allein? sie sind doch zusammenJa, sie sind zusammen und doch allein. Jeder für sich. Hat aber eine ganz andere Wirkung in der vorhergehenden Version. Zitat:die haben stahlboden in ihrer küche?Jepp. *Grmpf Hab vergessen den Stahl gegen Linoleum oder PVC zu tauschen. Mist. Zitat:wir scheinen uns in heim zu befinden. gut, dass kann einfach nur daran liegen, dass beide alt sind. interessanterweise kann es aber auch bedeuten, dass edgar irgendeine eine krankheit hat, die dazu führt, dass ihm alles egal ist. da gibts ja die kuriosesten dinge.Jepp, allein sind sie, aber krank isser nicht, aber trübsinnig und depressiv. Und danke, dass du mir eine kuriose Krankheit für meinen Edgar zugetraut hast. Zitat:hier kannst du ruhig mal nen punkt hinmachen *g*Ähm ... *flucht Zitat:hier hab ich mich mal kurz gefragt, ob es nicht doch heißen sollNein, er spürte ja früher viel mehr, nur jetzt spürt er nur noch dabei etwas. Das doch würde bedeuten, dass er abgeschlossen hat und jetzt aber doch etwas spürt, wie ein kleiner Hoffnungsschimmer. In meinen Geschichten gibt's leider nur selten Hoffnung. und schon gar keine, die sich erfüllt. *ggggg Zitat:zum stil: war, wie gewohnt, alles einfandfrei, schön flüssig zu lesen und ich bin schnell durchgekommen. du beschreibst alles ganz wunderbar, die wolken, clara wie sie da steht.Danke. *strahlt Zitat:da fällt mir auf, dass du auch ruhig auf edgars innenleben mehr hättest eingehen können. die leere in ihm und auch die wut in ihm, als er clara rauswirft, weil er allein sein will.Hmhm. Weiß. Ist eine meiner Problemzonen, an denen ich noch arbeiten muss und weswegen ich in Emo wenig schreib. Zitat:der inhalt: irgendwie fehlt mir, was besonderes. ich weiss nicht, so geschichten wo sich zwei einfach auseinandergelebt haben, gibts ja öfters. das die zwei sich nach so vielen jahren trennen ist schon ein bisschen ausergewöhnlich.Jepp. Stimme dir da zu. In dieser Version fehlt das gewisse etwas. Zitat:und es ist zwar eine kleine überraschung, dass sie beide in einem heim wohnen, aber damit, dass zu dem besonderem wird, hättest du da näher drauf eingehen müssen. z.b. in der art, das clara "nur" aus dem gemeinsamen zimmer auszieht und gleich darauf im nebenzimmer einzieht, oder in ein anderes heim verlegt wird, sowas in der art.Hm, das Besondere, das aber nicht als solches rüberkommt ist eigentlich, dass Clara tatsächlich geht. Sie bleibt nicht dumpf bei Edgar, lässt Tag um Tag verstreichen, nur weil es bequemer ist, sondern sie nimmt noch einmal ihr Leben in die eigene Hand, auch wenn ihre Möglichkeiten arg beschränkt sind. Mit neu anfangen, auswandern und so ist in dem Alter eigentlich nicht mehr viel. Damit das aber besonders wird, müsste ich es stärker betonen. Zitat:alles in allem, aber interessant. einfach dadurch, weil man solch "alten" menschen so eine trennung im allgemeinen nicht zutraut.Danke. Ich glaube es gibt viel zu wenig Geschichten über alte Menschen. Immer sind es die Jungen, die etwas zu Wege bringen. Bin mal gespannt, ob die Helden von Geschichten auch älter werden, wenn die Leses im Durchschnitt älter werden. So, danke fürs Lesen und deinen ausführlichen Kommentar. Insgesamt stimmt es, dass die Geschichte in dieser Version nichts besonderes hat. Und etwas besonderes reinzubringen müsste ich wahrscheinlich viel emotionaler werden und sie vielleicht auf gut Glück aus dem Altenheim ausziehen lassen. Die andere Version war zwar "betrügerisch", aber ich glaube besser und mit einem guten Effekt am Schluss. Also werde ich sie wieder umstylen und dann in der alten Version lassen. Ich danke Dir und allen Vorkommentatoren. Ich hab ne Menge gelernt durch euch. Lady, wenn du die andere Version kennenlernen willst, reicht es, den letzten Absatz noch einmal zu lesen. CU, Teja "Teja, die Geschichte lebt aus sich selbst, nicht durch nachträgliche Rechtfertigungsversuche des Autors. Hast du etwas zu sagen, musst du es gleich hinein schreiben!" Die Götter der Germanen auf Tejas hilflose Erklärungsversuche, was damals in der Geschichte der Ostgoten schief gegangen ist. |
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13-07-2008, 15:58
Beitrag: #12
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RE: Wir haben doch nur noch uns beide
Hallo Teja=),
Eine sehr schöne Geschichte. Zuerst denkt man, es handelt sich nur um ein Ehepaar, das sich irgendwie, vielleicht durch ein einscheinendes Ereignis, auseinander gelebt haben. Aber Stück für Stück gibst du dem Leser einen Grund für dieses Auseinanderleben, einen sehr traurigen Grund. Das Ende stimmt einen recht melancholisch. Besonders bei diesem Satz: Zitat:Er zwang sich, die Frau erneut anzusehen.wurde es richtig traurig. Denn dadurch, dass du nicht seine Frau sagst, sondern nur die Frau, klingen sie sich unendlich fremd und fern, und das,wo sie sich eigentlich so nah sein müssten. Ich frage mich gerade, wie denn überhaupt ihre Kinder leben Was ich aber am schrecklichsten an der Geschichte fand, war nicht unbedingt, dass sie da völlig einsam hocken und ihr Leben mehr abfristen, sondern dass sie sich wirklich anwidern, zumindest der Mann scheint von seiner Frau angewidert zu sein oder doch mehr von dem Alter Die Vorstellung, dass man das, was man einst geliebt hat, irgendwann wirklich abstoßend findet, ist seltsam. Du hast seine Gemeinheit wirklich sehr intensiv rübergebracht, auch seinen inneren Zwiespalt, eigentlich, irgendwo ganz tief in ihm, liebt er sie ja noch, aber die Liebe ist bereits unter einer so dicken Schicht von Hass und REsignation, vielleicht auch Verzweiflung, bedeckt, dass sie nicht mehr wahrgenommen wird. Traurig Eigentlich mag ich Science-Fiction nicht so, genauso wenig wie diese Weltuntergangsfilme *lach* ich meine, soll unsere Erde nun erfrieren, von Sandstürmen überlagert werden, überschwemmt sein oder vor Hitze verglühen? Schlägt nun ein Komet ein, verschwinden die BÄume, bis wir vor Sauerstoffnot ersticken? *lach* Zurück zu deiner Geschichte:Stilistisch sehr gelungen, hat mich mitgezogen und ergriffen auch sehr emotionsgeladen, prima :icon_thumbs1: Ich denke, vom Schreiben her war es ein sehr klarer und schöner Fall *lach* Sehr gerne gelesen, auch wenn das Ende traurig ist, aber dafür bleibt es einem um so intensiver in Erinnerung:D liebe grüße bianca "kein Mann ist so stark wie eine Frau, die schwach wird" (Hans Holt) Biancas kleine Werke |
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14-07-2008, 21:46
Beitrag: #13
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RE: Wir haben doch nur noch uns beide
Hi noch mal, Bianca!
Zitat:Eine sehr schöne Geschichte. Zuerst denkt man, es handelt sich nur um ein Ehepaar, das sich irgendwie, vielleicht durch ein einscheinendes Ereignis, auseinander gelebt haben. Aber Stück für Stück gibst du dem Leser einen Grund für dieses Auseinanderleben, einen sehr traurigen Grund. Das Ende stimmt einen recht melancholisch. Danke. Das Rüberbringen des langsamen Auseinanderlebens war das Ziel. Schön, dass mir das gelungen ist. Der traurige Grund und das Ende: Hm, damit hadere ich noch ein bisschen, weil ich es in der ganzen Geschichte nicht ankündige. Zitat:Zitat:Ha, danke. Ist einer der entscheidenden Sätze. Freut mich, dass er so rüber kommt. *strahlt Zitat:Ich frage mich gerade, wie denn überhaupt ihre Kinder lebenÄhm … die sind alle tot. Zitat:Gott, deine Geschichte erzählt da wirklich von einer grausigen Einsamkeit *schauder* Ich glaube, ich würde wie Lilly auch mit dem Gedanken an Selbstmord spielen. Ich meine, nicht, solange ich nicht völlig alleine wäre.Ich glaube so eine Einsamkeit ist nicht vorstellbar. Wenn es so gar niemanden um einen herum gibt, meine ich. Total ohne Hoffnung. Robinson Crusoe hatte wenigstens noch die Hoffnung auf Rettung. Aber wenn es nichts, wirklich nichts, mehr gibt? Wer will da einschätzen können, wie er sich verhalten würde? Zitat:Doch dadurch, dass sich die beiden am Ende mehr hassen, als lieben, wird es noch grausamer.Ja, das denke ich auch. Zitat:Die Vorstellung, dass man das, was man einst geliebt hat, irgendwann wirklich abstoßend findet, ist seltsam.Hm, eigentlich kann man das öffentlich jeden Tag in den Nachrichten sehen. So seltsam finde ich das nicht. Außer natürlich unter diesen Umständen. Da ist es grausig. Zitat:Eigentlich mag ich Science-Fiction nicht so, genauso wenig wie diese Weltuntergangsfilme *lach**ggggg Zitat:ich meine, soll unsere Erde nun erfrieren, von Sandstürmen überlagert werden, überschwemmt sein oder vor Hitze verglühen? Schlägt nun ein Komet ein, verschwinden die BÄume, bis wir vor Sauerstoffnot ersticken? *lach* Tja, kann man nicht einfach das Leben zwar mit Vorsicht auf die Zukunft genießen?Es gibt viele Wege, die Erde und ihre Bewohner sterben zu lassen. Aber das heißt ja nicht, dass man jeden Tag in Panik verbingen muss. *gggggg Zitat:Du hast seine Gemeinheit wirklich sehr intensiv rübergebracht, auch seinen inneren Zwiespalt, eigentlich, irgendwo ganz tief in ihm, liebt er sie ja noch, aber die Liebe ist bereits unter einer so dicken Schicht von Hass und REsignation, vielleicht auch Verzweiflung, bedeckt, dass sie nicht mehr wahrgenommen wird. Traurig *schluchz*Hey, danke! *Freu und Taschentuch reicht. Zitat:Stilistisch sehr gelungen, hat mich mitgezogen und ergriffen auch sehr emotionsgeladen, prima Ich denke, vom Schreiben her war es ein sehr klarer und schöner Fall *lach* Sehr gerne gelesen, auch wenn das Ende traurig ist, aber dafür bleibt es einem um so intensiver in ErinnerungNochmal danke. Freut mich, dass dir das kleine Stück gefallen hat. Hab mich sehr über dein Kommi, dein Lob und deine Meinung gefreut. CU, Teja "Teja, die Geschichte lebt aus sich selbst, nicht durch nachträgliche Rechtfertigungsversuche des Autors. Hast du etwas zu sagen, musst du es gleich hinein schreiben!" Die Götter der Germanen auf Tejas hilflose Erklärungsversuche, was damals in der Geschichte der Ostgoten schief gegangen ist. |
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10-08-2008, 18:05
Beitrag: #14
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RE: Wir haben doch nur noch uns beide
Hallo Teja,
es hat mich überrascht, eine Emotionsgeschichte von dir zu finden, wo du diese Ecke schreiberisch ja eher meidest Clara und Edgar waren also das erste Ehepaar im All und wie es klingt, ist ein Komet auf der Erde eingeschlagen, als sie sich gerade im All befanden - direkt über ihrer Heimat? Oder ist die ganze Welt zerstört und es leben nur noch Menschen, die zu diesem Zeitpunkt im All waren? Du hast viele Andeutungen und Beschreibungen im Text, die mir für sich stehend seltsam vorkamen, aber vor dem Hintergrund des Weltallaufenthalts Sinn ergeben. Nur ist mir nicht klar geworden, ob sie sich noch immer dort oben befinden, Clara geht "auf das Modul der Russen" zu - heißt das, sie leben dort oben, in einer Weltraumstadt? Wie die ersten Menschen - oder welche der ersten, haben Kinder groß gezogen, die auf irgendeine Art und Weise zusehen müssen, dass es weitergeht? Oder befinden sie sich zwar auf der Erde, aber nicht auf dem Boden? Schließlich ziehen die schwarzen Wolken unter ihnen her. Du betonst sehr oft, dass sie gemeinsam allein sind - also wirklich die einzigen Menschen? Zitat:Ich würde dich verlassen, auch wenn du der letzte Mann auf Erden wärst. Mir gefällt die Idee dieser Geschichte, aufgebaut als Beziehungsende nach fünfzig Jahren. Sie scheinen schon ewig "allein" zu sein, man könnte sagen "sie haben sich auseinander gelebt". Was mir sehr gefallen hat, ist die Beschreibung ihres Verfalls. Wie das Strahlen aus ihr und ihrem Körper verschwunden ist. Allerdings finde ich, dass er zu kurz kommt. Natürlich - die Geschichte ist aus seiner Sicht geschrieben, aber man merkt ihm nicht an, dass er ebenfalls schon um die siebzig Jahre zählt. Er wirkt mehr wie ein trotziger Junge. Wirklich erklären, an welcher Stelle mir hier auch ein bisschen mehr Gefühl gefehlt hat, kann ich dir leider nicht. Aber es wirkte im Dialog auf mich, als würde Clara nicht mit Edgar, sondern mit dem Leser reden - nicht ihrem Mann, sondern dem "Zuschauer" erklären, was das Problem ist. Auch ihn fand ich im Dialog merkwürdig, er hat etwas so Egales an sich, dass es keinen Spaß gemacht hat, ihm zuzusehen. Ein bisschen hat mich seine Art auch gelangweilt, weil er kein Anzeichen macht, doch noch einmal von seiner Spur abzukommen. Vielleicht ist dieser Mensch so, muss so sein, und mein Problem war, dass ich mich mit keinem der beiden identifizieren konnte - es keine Bezugsperson gab, keinen, zu dem ich "halten" konnte. Weil es dann letztendlich vllt doch mehr darauf ankam, dass die beiden im Weltall waren, als der Komet einschlug, als darauf, wie und wohin sie nun auseinander gehen. Und ich würde gern auch wissen, ob sie nun wirklich die letzten sind, und wo ihre Kinder stecken. Was gibt es da noch? Anmerkungen: Zitat:die trotz ihrer Bemühungen unruhig geklungen hatte.Du schreibst am Anfang sehr viel im Plusquamperfekt, da denke ich mir immer: Warum fängst du nicht zwei Minuten früher an und erzählst in normaler Vergangenheit? Hier könntest du, weil ich für den Anfang keinen Vorschlag habe *g, "unruhig klang" schreiben" z.B. Zitat:Er erwartete diesen Moment schon Monate, vielleicht Jahre, und war vorbereitet.und hier dann aber: "Er hatte diesen Moment ... erwartet und war vorbereitet." Zitat:Sie sah aus wie seine Gedanken.Schön! Zitat:mit mir zusammenzuleben als ob nichts geschehen sei....leben, als ... Zitat:„Wir bedeutet dir wirklich nichts mehr, oder?“bedeuten Zitat:er hatte sich auch darum viele Jahre bemüht, sie zum Strahlen zu bringen, ihr Freude auf das Gesicht zu zaubern, egal wie schlecht ihre persönliche Situation gerade war.Hm, ihre persönliche Situation - ja, klar, sonst bräuchte er sich ja nicht zu bemühen, wenn sie von alleine strahlte. Hier dachte ich, es würde eher passen "egal wie schlecht seine persönliche Situation gerade war", wobei die Situation der beiden, wenn sie allein sind, ja ziemlich identisch sind, oder? Ich meine, welche Unterschiede gibt es zwischen Menschen und ihren Problemen, wenn sie nur zwei sind? Sie haben wohl gleich viel verloren, sind gleich einsam, ... Liebe Grüße, Libertine PS: Ich les grad durch die Anmerkungen: Zitat:Ja, aber nicht in der fernen Zukunft, nur ein paar Jahre.Ich dachte, sie spielt weit in der Zukunft, denn du vergleichst mit einer Navi-Stimme, und mir kam es vor, als wären die beiden schon seit Ewigkeiten da oben. Oder sind sie da erst vor ein paar Jahren hingekommen? Wäre schlimm genug. Äh. Leben die Kinder gar nicht mehr?! ... dann schauen wir nach unserm Dachkräuterbeet, in die Dachrinne haben wir Schnittlauch gesät. (Gerhard Schöne) Avatar von Eddie Haspelmann |
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13-08-2008, 21:03
Beitrag: #15
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RE: Wir haben doch nur noch uns beide
Hi Libertine,
schön dein Kommi hier zu finden. Zitat:es hat mich überrascht, eine Emotionsgeschichte von dir zu finden, wo du diese Ecke schreiberisch ja eher meidestNachdem du die Geschichte jetzt kennst, weißt du auch warum, ne? *ggg Zitat:Oder ist die ganze Welt zerstört und es leben nur noch Menschen, die zu diesem Zeitpunkt im All waren? Zitat:Du betonst sehr oft, dass sie gemeinsam allein sind - also wirklich die einzigen Menschen?Jepp, die zwei im All, der Rest ist komplett hinüber. Deswegen haben sie auch nur noch sich beide. Zitat:Du hast viele Andeutungen und Beschreibungen im Text, die mir für sich stehend seltsam vorkamen, aber vor dem Hintergrund des Weltallaufenthalts Sinn ergeben.Oha. Das hat noch keiner gesagt, glaube ich. Danke, das ist schön. Zitat:Mir gefällt die Idee dieser Geschichte, aufgebaut als Beziehungsende nach fünfzig Jahren. Sie scheinen schon ewig "allein" zu sein, man könnte sagen "sie haben sich auseinander gelebt".So war’s gedacht. Was macht man, wenn da nichts mehr kommt? Nichts mehr kommen kann? Ist ne vorsichtige Annäherung meinerseits an dieses Thema. Zitat:Allerdings finde ich, dass er zu kurz kommt. Natürlich - die Geschichte ist aus seiner Sicht geschrieben, aber man merkt ihm nicht an, dass er ebenfalls schon um die siebzig Jahre zählt. Er wirkt mehr wie ein trotziger Junge.Hm, was passiert, wenn jemandem so etwas passiert, mit ihm? Hadert er mit dem Schicksal? Wird er verrückt? Bringt er sich um? Ich hatte mich damals dafür entschieden, dass er verbittert wird und denkt, dass er das Schicksal nicht verdient hat. Wenn er rüberkommt wie ein trotziger Junge, dann passt das dazu, weil er sich auf Verhaltensweisen zurückzieht, die er kennt. Zitat:Wirklich erklären, an welcher Stelle mir hier auch ein bisschen mehr Gefühl gefehlt hat, kann ich dir leider nicht.Hm, schade. Ich glaube da fehlt noch sehr viel Gefühl. Aber ich eigne mich jetzt nicht unbedingt, das reinzubringen. Zitat:Aber es wirkte im Dialog auf mich, als würde Clara nicht mit Edgar, sondern mit dem Leser reden - nicht ihrem Mann, sondern dem "Zuschauer" erklären, was das Problem ist.Oha, das ist nicht gut. Das muss ich mir noch mal anschauen. Zitat:Auch ihn fand ich im Dialog merkwürdig, er hat etwas so Egales an sich, dass es keinen Spaß gemacht hat, ihm zuzusehen. Ein bisschen hat mich seine Art auch gelangweilt, weil er kein Anzeichen macht, doch noch einmal von seiner Spur abzukommen.Hm, das ist schlecht. Klar hat er etwas egales an sich, weil ihm alles egal ist. Und er sieht jetzt auch keinen Grund, seine egale Haltung aufzugeben. Von daher passt das schon. Sie bemüht sich, scheitert aber an ihm und seiner Interpretation der Umstände. Zitat:Vielleicht ist dieser Mensch so, muss so sein, und mein Problem war, dass ich mich mit keinem der beiden identifizieren konnte - es keine Bezugsperson gab, keinen, zu dem ich "halten" konnte. Weil es dann letztendlich vllt doch mehr darauf ankam, dass die beiden im Weltall waren, als der Komet einschlug, als darauf, wie und wohin sie nun auseinander gehen.Klar ist es wichtiger, dass sie im All sind, weil das ihren Bewegungsspielraum und ihre Lebensgestaltungsmöglichkeiten ziemlich einschränkt. Und eigentlich ist es ja auch nicht wichtig, was die beiden machen, denn es gibt niemanden außer ihnen, den das interessieren könnte. Die Einsamkeit im Quadrat sozusagen. Zitat:Und ich würde gern auch wissen, ob sie nun wirklich die letzten sind, und wo ihre Kinder stecken. Was gibt es da noch?Was es da noch gibt? Nichts, rein gar nichts. Eine zerstörte Erde, ansonsten gar nichts. Zitat:Du schreibst am Anfang sehr viel im Plusquamperfekt,Ähm, … *im Gedächtnis kramt * Ich schau mir das noch mal an. Zitat:Zitat:Danke! *strahl Zitat:Ich dachte, sie spielt weit in der Zukunft, denn du vergleichst mit einer Navi-Stimme, und mir kam es vor, als wären die beiden schon seit Ewigkeiten da oben. Oder sind sie da erst vor ein paar Jahren hingekommen? Wäre schlimm genug. Äh. Leben die Kinder gar nicht mehr?!Weit in der Zukunft nicht, nur ein paar Jahre. Wer weiß, vielleicht starten die beiden schon morgen in die ISS? *gg Und Ewigkeiten sind sie schon oben, jeder nutzlose, sinnlose, langweilige 24-Stunden-Zyklus eine Ewigkeit. Dass da außer den beiden gar nichts mehr sein soll, beschäftigt dich schon ganz schön, oder? *strahlt Die Anmerkungen setze ich um, so wie ich dazu komme, sei aber nicht böse, wenn das noch ein wenig länger dauert. Auf jeden Fall vielen Dank für deine Mühe. Hab mich sehr gefreut, mal wieder von dir zu hören. CU, Teja P.S.: Außer den beiden ist da ehrlich nichts mehr
"Teja, die Geschichte lebt aus sich selbst, nicht durch nachträgliche Rechtfertigungsversuche des Autors. Hast du etwas zu sagen, musst du es gleich hinein schreiben!" Die Götter der Germanen auf Tejas hilflose Erklärungsversuche, was damals in der Geschichte der Ostgoten schief gegangen ist. |
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22-04-2009, 21:11
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22-04-2009 21:12 von Der Weltenwanderer.)
Beitrag: #16
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RE: Wir haben doch nur noch uns beide
Hi Teja!
Ich bin auf diese Geschichte über das Forenquiz gekommen, die Zusammenfassung (bzw. eher der Satz Zitat:Groß, den Kopf erhoben, die Hände vor dem Morgenmantel gefaltetSie verlässt ihn im Morgenmantel? Seltsamer Gedanke Zitat:wie sie es als Teenager, der vor Schönheit, Kraft und Ideen strotzte, auch getan hatte.Wow, die sind ja schon sehr lange zusammen. Und jetzt, so spät, will sie es beenden? Ich bin gespannt was die Begründung ist. Kleine Anmerkung: Die beiden "Illusionen" ( Zitat:Sie sah aus wie seine Gedanken.Meinst du den Satz wirklich so? Also haben seine Gedanken einen verbitterten Zug um den Mund? Zitat:Heute glänzten sie vielleicht ein letztes Mal seinetwegen.Schön! Zitat:und nur annähernd melodisch wie die künstliche Stimme eines Navigationsgeräts.Interessanter Vergleich. Zitat:„Ich habe dich so oft gebeten, deine Verbitterung nicht an mir auszulassen, mit mir zusammenzuleben als ob nichts geschehen sei. Aber es ist nur schlimmer geworden.Ah, jetzt geht es mehr in die Tiefe. Was wohl vorgefallen ist? Zitat:„Dann geh doch endlich. Bitte.“Wie grausam! Und wie verbittert. Zitat:wie jeden einzelnen Tag in den Jahren, die wir schon allein sind?“Sie sind alleine? Das: Zitat:die ihn ans Ende der Welt und darüber hinaus gebracht hatten.bekommt jetzt eine ganz neue Bedeutung. Ist die Welt "untergegangen"? Zitat:Ich würde dich verlassen, auch wenn du der letzte Mann auf Erden wärst.Wenn meine Vermutung stimmt, ist das bittere Ironie Er muss sie sehr gequält haben, denn sie will ihn nicht verlassen. Ihre gefühle sind gut nachvollziehbar für mich. Zitat:Ja, und? Was machte das jetzt noch aus? Es war ihm egal. Sie war ihm egal. Er selbst war sich egal.Da bin ich mir nicht so sicher. Zitat:Endlich drehte sich Clara um und ging auf das Modul der Russen zu.Ah ok, ich nehme an, sie sind nicht völlig allein? Klingt nach einer Raumstation? Zitat:Sie waren das erste Ehepaar im All gewesen und die alleinige Besatzung der ISS II, als der Komet einschlug.In Ordnung, die Welt ist untergegangen. Sind sie jetzt wirklich allein, oder haben sich noch andere Astronauten auf die Raumstation retten können? Ihre Kinder, haben sie die noch auf der Erde, oder schon auf der Station aufgezogen? Wenn zweiteres, wo sind sie dann? Jedenfalls erscheinen mir die beiden sehr einsam. Viel zu einsam, als das es da noch jemanden geben könnte. Claras Gefühle sind gut nachvollziehbar. Sie berühren, wie ich finde. Der Prot dagegen bleibt in seiner Bitternis gefangen. Er sieht keinen Sinn darin, ein "normales" Leben zu führen. Doch was bleibt ihm noch? Nun ist er endgültig allein und zerstört das Leben des einzigen Menschen, dem er noch wichtig ist. Ein sehr trauriges, bedrückendes Ende. Am liebsten will man den "Mann" anschreien. Aber was bleibt ist nachdenkliches Schweigen. Hat mir sehr gut gefallen! Gruß vom Wanderer ... ihr seid ja nur neidisch, dass ihr die Stimmen nicht hört! Wanderer zwischen den Welten und der Weltenknoten |
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16-05-2009, 15:55
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16-05-2009 15:56 von Glory.)
Beitrag: #17
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RE: Wir haben doch nur noch uns beide
Zitat:„Wohin willst du?“ Boah, wie fies! Zitat:Sie waren das erste Ehepaar im All gewesen und die alleinige Besatzung der ISS II, als der Komet einschlug. Okay, bis hierhin habe ich gedacht, es wäre eine ganz normale Story über Eheprobleme. Traurig, aber was solls, passiert öfter als man denkt. Aber der letzte Satz haut echt rein. Die Geschichte an sich war am Anfang ganz okay, aber nicht so, dass sie mich wirklich vom Hocker gerissen hätte. Aber dann soooooo tragisch. Ich weiß gar nicht, wie ich die beiden beurteilen kann. Einerseits, was Edgar angeht Und genau das ist das traurige. Er hat nur noch einen Menschen bei sich und dieser Mensch verlässt ihn. Ich muss ja sagen, dass ich deinen Titel erst furchtbar kitschig fand. Hatte irgendwas von Rosamunde Pilcher, Aber jetzt, wo ich die Geschichte gelesen habe... Wahrscheinlich komme ich für den Rest des Tages nicht darüber hinweg, also zwei Daumen nach oben. LG Glory "Es ist traurig, eine Ausnahme zu sein, aber noch trauriger ist es, keine zu sein." -Peter Altenberger- |
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12-08-2009, 10:54
Beitrag: #18
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RE: Wir haben doch nur noch uns beide
Hi ihr zwei,
ich mach gleich an die Antwort und sabbel nicht lange rum. Gewartet habt ihr ja bis jetzt lange genug. Und wie es sich gehört, Ladies first. Hi Glory, schön, dass du dich zu dieser kleinen Geschichte verirrt hast. Ich fang gleich an. Zitat:Zitat:„Wohin willst du?“Ja, so bin ich. Meine Figuren habens nicht leicht. Zitat:Zitat:Sie waren das erste Ehepaar im All gewesen und die alleinige Besatzung der ISS II, als der Komet einschlug.Das ist schön und so sollte es sein. Richtig normal anfangen und im Weltraum mit einer komplett zerstörten Erde aufhören. Zitat:Ich weiß gar nicht, wie ich die beiden beurteilen kann. Einerseits, was Edgar angeht man wirft nicht einfach nach fünfzig Jahren seine Ehe hin. Aber auf der anderen Seite, wer will es ihm verübeln? Nach der ganzen Zeit allein im All ist man bestimt früher oder später genervt, wenn man nur noch eine einzige Person um sich hat.So leicht wirft man eine so lange Ehe nicht hin. Aber was, wenn es nichts mehr gibt, was einem wichtig ist, wenn alles, Erinnerungen, Gefühle, einfach alles, bedeutungslos geworden ist? Lebt man dann weiter wie bisher? Zitat:Und genau das ist das traurige. Er hat nur noch einen Menschen bei sich und dieser Mensch verlässt ihn.Jepp. Aber es interessiert ihn nicht. Er will allein sein, will sich ganz seinem Selbstmitleid hingeben. Zitat:Ich muss ja sagen, dass ich deinen Titel erst furchtbar kitschig fand. Hatte irgendwas von Rosamunde Pilcher, Aber jetzt, wo ich die Geschichte gelesen habe...Na danke. Auf diesen Vergleich bin ich jetzt aber nicht sooo stolz … *ggg Zitat:Wahrscheinlich komme ich für den Rest des Tages nicht darüber hinweg, also zwei Daumen nach oben.*lacht Herzlichen Dank für die beiden Daumen und die Mühe, die du dir mit dem Kommi gemacht hast. Hat mich sehr gefreut deine Meinung kennen zu lernen. Liebe Grüße, Teja Hallo Wanderer, Zitat:Wow, die sind ja schon sehr lange zusammen. Und jetzt, so spät, will sie es beenden? Ich bin gespannt was die Begründung ist.Die Frage, die ich mir gestellt habe war: Wird sich ein Paar trennen, wenn es keine andere Möglichkeit hat? Ich glaub ja. Zitat:Zitat:Sie sah aus wie seine Gedanken.Ich meinte, sie sah aus wie seine Gedanken, verbittert. Edgar ist verbittert, hadert mit der Welt. Bei Überlebenden eines Unglücks gibt es manchmal den Effekt, dass sie sich fragen „Warum hab ich überlebt?“ Edgar stellt sich die Frage auch und verbittert daran. Zitat:Zitat:Heute glänzten sie vielleicht ein letztes Mal seinetwegen.Danke. Zitat:Zitat:„Ich habe dich so oft gebeten, deine Verbitterung nicht an mir auszulassen, mit mir zusammenzuleben als ob nichts geschehen sei. Aber es ist nur schlimmer geworden.Hm, ja, irgendwas wird wohl passiert sein … *ggg Zitat:Zitat:wie jeden einzelnen Tag in den Jahren, die wir schon allein sind?“Jepp, das ist die Vorwegnahme des Endes, die sogenannte angekündigte Überraschung. Zitat:Zitat:Ich würde dich verlassen, auch wenn du der letzte Mann auf Erden wärst.Jepp. *ggggggggggg Zitat:Zitat:Endlich drehte sich Clara um und ging auf das Modul der Russen zu.Zu diesem Zeitpunkt liegst du absolut richtig. Zitat:Zitat:Sie waren das erste Ehepaar im All gewesen und die alleinige Besatzung der ISS II, als der Komet einschlug.Sie sind allein, ganz allein. Alles was übrig ist von der Menschheit sozusagen. Und jetzt warten sie auf den Tod. Ziemlich trostlose Situation. . Zitat:Claras Gefühle sind gut nachvollziehbar. Sie berühren, wie ich finde. Der Prot dagegen bleibt in seiner Bitternis gefangen. Er sieht keinen Sinn darin, ein "normales" Leben zu führen. Doch was bleibt ihm noch? Nun ist er endgültig allein und zerstört das Leben des einzigen Menschen, dem er noch wichtig ist.Hach, das ist so richtig schön. In den paar Zeilen hast du zusammengefasst, was ich in der Geschichte erzählen wollte. Ist also angekommen. Das freut mich ungemein. Schön. Zitat:Ein sehr trauriges, bedrückendes Ende. Am liebsten will man den "Mann" anschreien. Aber was bleibt ist nachdenkliches Schweigen.Danke. Sowohl für das Lob als auch für deine Einschätzung. Hab mich sehr über dein Kommi gefreut. Und noch mehr, dass alles bei dir angekommen ist. Danke für deine Mühe. Ich wünsch dir was. CU, Teja "Teja, die Geschichte lebt aus sich selbst, nicht durch nachträgliche Rechtfertigungsversuche des Autors. Hast du etwas zu sagen, musst du es gleich hinein schreiben!" Die Götter der Germanen auf Tejas hilflose Erklärungsversuche, was damals in der Geschichte der Ostgoten schief gegangen ist. |
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18-08-2009, 10:56
Beitrag: #19
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RE: Wir haben doch nur noch uns beide
Hallo Teja,
so und da habe ich doch tatsächlich eine Geschichte hier entdeckt, die gleich gelesen werden will. Da ich mich ja langsam fast schon zu deinen Fans zählen darf, mag ich es mir nicht nehmen lassen, nachzuholen was hier wohl schon längst überfällig ist. Ihre Worte ließen ihn widerwillig aufstehen und sich umdrehen. Er erwartete diesen Moment schon Monate, vielleicht Jahre, und war vorbereitet. => Hola hola, ... Jahre? Na da liegt wohl schon länger der Hund drinn, oder der werte Herr (?) ist paranoid. „Wen interessiert das schon.“ Er kicherte. „Wenn du dich frisierst, findest du vielleicht noch jemanden, der bei dir bleiben will.“ => boah ... - was für ein Arschl.... Er wollte die Luke schon schließen, ließ es aber. Warum wusste er nicht. => hmm, ... wieso Luke? *überlegt* Endlich drehte sich Clara um und ging auf das Modul der Russen zu. => Modul der Russen ............ *noch mehr überlegt* Er begann am Anfang: Sie waren das erste Ehepaar im All gewesen und die alleinige Besatzung der ISS II, als der Komet einschlug. => hmmmm, .... .... jetzt bin ich am Glateis angekommen. Also die ISS II ist nicht erfunden, die gab es, so viel hab ich rausgefunden, allerdings hab ich keinen deiner Namen gefunden. Demnach hast du wohl die Zukunft gewählt? Erstes Ehepaar - Weltuntergang, oder haben die im All geheiratet? Na die Kinder, die nicht da sind lassen ersteres vermuten, passen allerdings auch zu zweiteres. Im All geheiratet, hier Kinder großgezogen und die sind dann zur Erde? Na vermutlich nicht, sonst hätte er sie ja auch gefragt, ob sie nicht nur zur Mutter ins Grab, sonder vielleicht zu den Kindern will. Also alles in allem finde ich deine Geschichte, bzw. deinen Hintergrund verdammt verwirrend und blick nicht ganz durch. Schlimmer vermutet: Weltuntergang, alle oder viele leben auf der ISS II die übrig geblieben ist. Dort gibts Module wie Länderzugehörigkeiten und sie verlässt ihn und zieht in ein anderes Modul. Nicht auf die Erde. Ansatzweise richtig? - Ich finde, ein wenig klarer hätte es schön sein können ... ich fühl mich nämlich ganz schön in der Luft. Was für meine Weltuntergangstheorie stehen würde wäre, dass er sich eben so gleichgültig verhält. Vielleicht kommt es ja davon, ... oder er ist traumatisiert. Ansonst ist dir der Ehezwist von Edgar und Clara gut gelungen. Nachvollziehbar fand ich auch den Ekel, anscheinend mitentwickelt von seinem Frust, von seiner Gleichgültigkeit zu sich, zu ihr und allen anderen. Hast du gut dargestellt und war lesenswert rührend. Stilisch natürlich wieder Top. Mir gefällt deine sprachlichen Gewohnheiten. Sehr gern gelesen, Sternchen "Du siehst die leuchtende Sternschnuppe nur dann, wenn sie vergeht." - Friedrich Hebbel
"Vertrauen ist das Gefühl, einem Menschen sogar dann glauben zu können, wenn man weiß, daß man an seiner Stelle lügen würde." - Henry Louis Mencken - Himmelsreich - |
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10-09-2009, 15:14
Beitrag: #20
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RE: Wir haben doch nur noch uns beide
Hi Sternchen,
Der erste Abschnitt haut mich ja fast aus den Socken: Zitat:Da ich mich ja langsam fast schon zu deinen Fans zählen darf, mag ich es mir nicht nehmen lassen, nachzuholen was hier wohl schon längst überfällig ist.Dich fast schon zu meinen Fans zählen zu dürfen freut mich ungemein. *strahl Zitat:=> Hola hola, ... Jahre? Na da liegt wohl schon länger der Hund drinn, oder der werte Herr (?) ist paranoid.Nee, stimmt schon, sind wirklich Jahre. Das kommt später noch besser raus. Zitat:„Wen interessiert das schon.“ Er kicherte. „Wenn du dich frisierst, findest du vielleicht noch jemanden, der bei dir bleiben will.“*schluckt Danke, so war’s auch gemeint. Und noch viel schlimmer. *grins Zitat:Er wollte die Luke schon schließen, ließ es aber. Warum wusste er nicht.Jepp, eine Stelle, an der die Entwicklung der Geschichte, das Ende, sich ankündigt. Zitat:Endlich drehte sich Clara um und ging auf das Modul der Russen zu.*Nickt Hier auch … Zitat:Er begann am Anfang: Sie waren das erste Ehepaar im All gewesen und die alleinige Besatzung der ISS II, als der Komet einschlug.Ähm, meinst du die ISS? Die ISS II gibt es eigentlich noch nicht. Derzeit ist gerade die ISS im All und ich brauchte etwas, das man kennt, aber wesentlich weiter entwickelt worden ist. Mit Schlafmodulen, Küchenmodulen, usw. Und das war für mich dann logischerweise die ISS II. Und ja, die Geschichte spielt in der Zukunft. Zitat:Erstes Ehepaar - Weltuntergang, oder haben die im All geheiratet? Na die Kinder, die nicht da sind lassen ersteres vermuten, passen allerdings auch zu zweiteres. Im All geheiratet, hier Kinder großgezogen und die sind dann zur Erde? Na vermutlich nicht, sonst hätte er sie ja auch gefragt, ob sie nicht nur zur Mutter ins Grab, sonder vielleicht zu den Kindern will.Mach’s dir nicht selbst zu kompliziert. Komm, wir treten einen Schritt zurück und betrachten die Geschichte mit etwas Abstand. Ein Ehepaar im All, ein Komet, der auf der Erde eingeschlagen ist, von der aus dem All seit Jahren nur noch graue Wolken zu sehen sind (=dort unten sind alle tot). Die beiden auf einer Raumstation, die von mehreren Nationen betrieben wird (deshalb die Nationszugehörigkeiten der Module). Sie sind allein, ganz allein, und er ist der letzte Mann auf Erden, sie die letzte Frau, der Abschluss der Menschheit. Eigentlich dachte ich, dass das klarer rauskommt, dass ab dem Punkt ziemlich am Ende, nämlich als ich von dem Kometen schreibe, alles klar sei. Dem ist wohl nicht so, und das bedeutet für mich, dass ich da noch was dran tun muss. Klar. Zitat:Was für meine Weltuntergangstheorie stehen würde wäre, dass er sich eben so gleichgültig verhält. Vielleicht kommt es ja davon, ... oder er ist traumatisiert.Genau richtig. Er ist verbittert, weil ihm alles genommen wurde – außer seiner Frau. Sie hat sich mit dem Schicksal abgefunden und wartet eigentlich nur auf den Tod. Und trotzdem er der letzte Mensch außer ihr ist, hält sie es mit ihm nicht aus, zieht die ultimative Konsequenz und zieht aus, soweit das in einer engen Raumstation möglich ist. Zitat:Ansonst ist dir der Ehezwist von Edgar und Clara gut gelungen. Nachvollziehbar fand ich auch den Ekel, anscheinend mitentwickelt von seinem Frust, von seiner Gleichgültigkeit zu sich, zu ihr und allen anderen. Hast du gut dargestellt und war lesenswert rührend. Stilisch natürlich wieder Top. Mir gefällt deine sprachlichen Gewohnheiten.Hey, danke, freut mich, dass dir das handwerkliche gefällt, auch wenn dir der Sinn der Geschichte verschlossen blieb. Hab mich sehr über dein Kommi und deine neuen Einsichten und Eindrücke gefreut. Vielen Dank für die Mühe, die du dir gemacht hast. Und entschuldige bitte die verspätete Antwort. LG Teja "Teja, die Geschichte lebt aus sich selbst, nicht durch nachträgliche Rechtfertigungsversuche des Autors. Hast du etwas zu sagen, musst du es gleich hinein schreiben!" Die Götter der Germanen auf Tejas hilflose Erklärungsversuche, was damals in der Geschichte der Ostgoten schief gegangen ist. |
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