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Wir haben doch nur noch uns beide
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11-09-2009, 08:56
Beitrag: #21
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RE: Wir haben doch nur noch uns beide
Hallo Teja,
- kurze Rückmeldung meinerseits. Ähm, meinst du die ISS? Die ISS II gibt es eigentlich noch nicht. Derzeit ist gerade die ISS im All und ich brauchte etwas, das man kennt, aber wesentlich weiter entwickelt worden ist. Mit Schlafmodulen, Küchenmodulen, usw. Und das war für mich dann logischerweise die ISS II. Und ja, die Geschichte spielt in der Zukunft. => Okay, dann hab ich wohl nicht darauf geachtet, dass mir Googel statt ISS II die ISS ausgespuckt hat. So oder so, wir sind in der Zukunft. Und ja, die Logik kann ich nachvollziehen. Mach’s dir nicht selbst zu kompliziert. => Das kann ich gut, ne? Eigentlich dachte ich, dass das klarer rauskommt, dass ab dem Punkt ziemlich am Ende, nämlich als ich von dem Kometen schreibe, alles klar sei. Dem ist wohl nicht so, und das bedeutet für mich, dass ich da noch was dran tun muss. Klar. => Vielleicht bin ich einfach nur zu ... dumm, äh, ...kompliziert um es vollkommen richtig zu verstehen, was du geschrieben hast. Und trotzdem er der letzte Mensch außer ihr ist, hält sie es mit ihm nicht aus, zieht die ultimative Konsequenz und zieht aus, soweit das in einer engen Raumstation möglich ist. Hey, danke, freut mich, dass dir das handwerkliche gefällt, auch wenn dir der Sinn der Geschichte verschlossen blieb. => Der Sinn an sich ist mir nicht so verschlossen. Es geht um Emotion und die zeigt uns in der Geschichte, dass - selbst wenn man nur noch einen Menschen hat - auch dann noch bereit wäre die Einsamkeit vorzuziehen. Hab mich sehr über dein Kommi und deine neuen Einsichten und Eindrücke gefreut. Vielen Dank für die Mühe, die du dir gemacht hast. Und entschuldige bitte die verspätete Antwort. => Gerne doch, war mir eine Freude. - Und kein Problem wegen der Verspätung. Wirklich nicht! Liebe Grüße, Sternchen "Du siehst die leuchtende Sternschnuppe nur dann, wenn sie vergeht." - Friedrich Hebbel
"Vertrauen ist das Gefühl, einem Menschen sogar dann glauben zu können, wenn man weiß, daß man an seiner Stelle lügen würde." - Henry Louis Mencken - Himmelsreich - |
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27-12-2009, 21:25
Beitrag: #22
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RE: Wir haben doch nur noch uns beide
Moin Teja.
Natürlich möchte ich Dich nicht mit nur einem Kommentar in der Zwischenjahreszeit abspeißen und dachte mir, ich pick mir hier und da mal ein paar Geschichtchen raus ... ![]() Zitat:Sie sah aus wie seine Gedanken.Man spürt die Kluft zwischen den Beiden. Ein eindringlicher Satz. Zitat:Er holte verbal aus.Diese kurze Passage ist ebenfalls stilistisch und von der transportierten Botschaft sehr eindringlich. Und ich hoffe immer, dass das nur außerhalb meiner/unserer Ehe passieren möge. Im Gegensatz zu so manch anderen Vertretern unserer glohrreichen Gesellschaft glaube ich an die niemals endende Liebe. Ja, ich weiß - kitschig. Unter diesem Aspektpunkt kann ich ihn (Edgar) zwar nachvollziehen und die Bitterkeit in meinem Kopf spüren - aber es erschreckt mich immer wieder, wenn eine Liebe erlischt. Zitat:Ihr Duft, der einmal betörend und verlockend gewesen war, erinnerte ihn nur noch an Medikamente, käsige Ausdünstungen und Warzen im Gesicht.Auch hier - das Alter schlägt zurück. Gnadenlos, unbarmherzig. Ich persönlich weiß, dass solche Zeiten mal kommen werden, aber ich wappne mich dagegen. Sport, Kaffee und bewusstes Essen. Und bloß kein Raum für die 'Schocker-Nachrichten' der Welt, ... ach, die Welt, die mindestens einmal in der Woche in der B-Zeitung sowieso vor dem Aus steht. Naja, ich schweife ab. Ich glaube auch daran, dass man die Liebe zwischen dem gealterten Abbild spüren kann, auch wenn die Herzen langsamer schlagen. Zitat:„Ob ich mit dir oder ohne dich allein bin, wo ist der Unterschied?“Das hier ist meiner Meinung nach der ... schrecklichste/härteste Satz in Deiner Geschichte. Ich habe lange über eine Antwort nachgedacht, was man wohl darauf antworten könnte. Stattdessen küsste mich die Muse, aber das ist eine andere 'Geschichte'. ![]() Zitat:Edgar schloss die Tür und ging zum Fenster zurück.Kleine Anmerkung: wirklich eine Tür? Oder ein Schott? Oder eine Schott-Tür? Eine Luke? Mal ehrlich, im letzten Drittel nach dem 'Modul der Russen' kannste das ruhig schreiben. ![]() Ja, die Geschichte - ich machs kurz - gehört für mich auf meine persönliche Top 10 aller jemals gelesenen Science-Fiction-Geschichten. Man braucht keine epischen Schlachten, das Zwischenmenschliche in anderen Situationen/fernen Zeiten ist es, was uns auffordern sollte, über uns alle mal nachzudenken. Und ich bin ganz ehrlich: ich habe selten ein Ehepaar im Weltraum gelesen. (Okay, zwischenzeitlich habe ich mich gewundert, wo die ISS II geblieben ist, aber als 'normale' Geschichte hätte es nicht so gut funktioniert, wie mit diesen Rahmenbedingungen.) Ich glaube, solche Science-Fiction-Geschichten wie die Deine, reihen sich nahtlos in die Faszination ein, die auch Star Trek mit den Serien teilweise erzeugte. Normaler Alltag - aber im All. Andere Zeit, gleiche Fragen, andere Antworten? Ich schwafel wieder, zurück zur Geschichte. Auch wenn der Text an sich recht kurz ist, hast Du doch den beiden Darstellern viel Leben eingehaucht - zwar weniger durch üppige Beschreibungen, sondern eher durch ihre 'Sprache'. Edgar: kurz angebunden, kurze Sätze, bitter. Sie: lange Sätze, erregt, flehentlich, endgültig resignierend noch nicht. Ich sag es ganz deutlich: Ich bin berührt. Saubere Arbeit. LG D. Wir glauben, wir machen Erfahrungen - aber Erfahrungen machen uns. ... and dread noughts |
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30-12-2009, 13:22
Beitrag: #23
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RE: Wir haben doch nur noch uns beide
Hi Dreadnoughts,
willkommen auf der ISS 2, auch wenn sie verschwunden ist. Zitat:Natürlich möchte ich Dich nicht mit nur einem Kommentar in der Zwischenjahreszeit abspeißen und dachte mir, ich pick mir hier und da mal ein paar Geschichtchen raus ...Aaaargh! Alte Sünden holen einen immer wieder ein ... Zitat:Diese kurze Passage ist ebenfalls stilistisch und von der transportierten Botschaft sehr eindringlich. Und ich hoffe immer, dass das nur außerhalb meiner/unserer Ehe passieren möge. Im Gegensatz zu so manch anderen Vertretern unserer glohrreichen Gesellschaft glaube ich an die niemals endende Liebe. Ja, ich weiß - kitschig.Danke. Ich drück dir die Daumen. Und: Ein bisschen Kitsch braucht jeder. Sonst geht er ein, weil es nichts gibt, an dem man sich aufrichten kann. Zitat:Auch hier - das Alter schlägt zurück. Gnadenlos, unbarmherzig. Ich persönlich weiß, dass solche Zeiten mal kommen werden, aber ich wappne mich dagegen. Sport, Kaffee und bewusstes Essen. Und bloß kein Raum für die 'Schocker-Nachrichten' der Welt, ... ach, die Welt, die mindestens einmal in der Woche in der B-Zeitung sowieso vor dem Aus steht. Naja, ich schweife ab.Ja, das Alter schlägt zurück. Wahrscheinlich eftiger, als wir uns das alle vorstellen können. Ich wappne mich auch dagegen. Drei Kinder, von denen sich hoffentlich eins um uns kümmert, wenn wir nicht mehr können. Und ich sage nein zur Verdummung, damit wenigstens der Kopf klar bleibt, auch wenn der Rest dann nicht mehr so gut funktioniert. In meinem Bekannten/Verwandtenkreis gibt es einige alte Paare, die ich immer wieder bewundere. Ich find es eine große Leistung, auch nach fünfzig oder mehr Jahren noch zusammen zu sein. Vor allem wenn man bedenkt, dass man im Alter nicht unbedingt toleranter und reifer wird. Ab einem gewissen Punkt tritt wohl eher das Gegenteil ein. Zitat:Das hier ist meiner Meinung nach der ... schrecklichste/härteste Satz in Deiner Geschichte. Ich habe lange über eine Antwort nachgedacht, was man wohl darauf antworten könnte. Stattdessen küsste mich die Muse, aber das ist eine andere 'Geschichte'.Hey, find ich gut, dass die Muse bei dir war. Lass es gut werden ... ... und schick sie mir vorbei. Klaro. Muss Schott heißen. Sollte vielleicht nochmal durchgehen und die Bezeichnungen angleichen. Zitat:Ja, die Geschichte - ich machs kurz - gehört für mich auf meine persönliche Top 10 aller jemals gelesenen Science-Fiction-Geschichten.Upps! Ähm, ... Zitat:Man braucht keine epischen Schlachten, das Zwischenmenschliche in anderen Situationen/fernen Zeiten ist es, was uns auffordern sollte, über uns alle mal nachzudenken. Und ich bin ganz ehrlich: ich habe selten ein Ehepaar im Weltraum gelesen.Eine Eigenart der SF: Es wird über alles mögliche und unmögliche erzählt, aber das Alter, Kinder kriegen und aufziehen, heiraten, verheiratet sein, usw. kommt nicht vor. In der Fantasy auch nicht, glaub ich. Achja, epische Schlachten: da glaub ich sowieso nicht dran, genausowenig wie an die bemannte Raumfahrt. Aber ich lese gerne darüber. Zitat:Ich glaube, solche Science-Fiction-Geschichten wie die Deine, reihen sich nahtlos in die Faszination ein, die auch Star Trek mit den Serien teilweise erzeugte. Normaler Alltag - aber im All. Andere Zeit, gleiche Fragen, andere Antworten?Hm, das sind die SF-Geschichten, bei denen der Mensch und nicht die SF im Mittelpunkt steht. Sind meistens Geschichten von bleibendem Eindruck, weil es sich eben um Menschen dreht. Hab aber schon gehört, das wäre keine SF. Ts ts ts. Zitat:Auch wenn der Text an sich recht kurz ist, hast Du doch den beiden Darstellern viel Leben eingehaucht - zwar weniger durch üppige Beschreibungen, sondern eher durch ihre 'Sprache'. Edgar: kurz angebunden, kurze Sätze, bitter. Sie: lange Sätze, erregt, flehentlich, endgültig resignierend noch nicht.Oh, gut. Die Art zu reden ist ein zentraler Bestandteil der Geschichte. Wollt das damaöls auch mal ausprobieren. Und weil ich das mit den Emotionen nicht so richtig kann. Wenn ich sowas schreibe, kommt es mir immer kitschig vor. Und längere Sachen schreib ich zur Zeit ncht gerne. Da verheddere ich mich immer. Dann lieber kurz und leichte Kost. Zitat:Ich sag es ganz deutlich: Danke für deine Meinung und Mühe. CU, Teja "Teja, die Geschichte lebt aus sich selbst, nicht durch nachträgliche Rechtfertigungsversuche des Autors. Hast du etwas zu sagen, musst du es gleich hinein schreiben!" Die Götter der Germanen auf Tejas hilflose Erklärungsversuche, was damals in der Geschichte der Ostgoten schief gegangen ist. |
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