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Todesengel
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27-02-2008, 15:15
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07-07-2010 12:41 von Adsartha.)
Beitrag #1
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Todesengel
Hier ein kleines Gedicht zu meiner KG
Todesengel
Stilldüstere Nacht, klamm und verloren, kriecht langsam heran. Sie trifft, begrüßt, umarmt, die Kälte in mir verschmilzt - untrennbar. Der letzte Hauch flieht aus mir. Ich vergehe - eine Spur aus Kupferrot. Du bleibst, von Blut beseelt und doch schon tot. Vielleicht werden wir langsam Teile fremder Biographien. (Meistens geht es um (...), Libertine) Da baumelt die kleine Spinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
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28-02-2008, 00:55
Beitrag #2
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RE: Todesengel
Hallo adsartha,
auch hier bist du nicht konsequent mit den Satzzeichen. Also ich persönlich finde: ganz oder gar nicht. Wäre schön, wenn du die fehlenden Punkte ergänzt (Ende Strophe 1 und Strophe 4). Sie trifft, begrüßt, umarmt, die Kälte in mir verschmilzt, untrennbar. Ich finde, wenn du "schmilzt" statt "verschmilzt" schreibst, liest es sich besser. Die letzte Wärme flieht aus mir. Würde das "aus mir" in die Zeile drüber rücken ... Ich vergehe eine Spur aus kupferrot Hier sollte ein Komma oder ein Gedankenstrich hinter das "vergehe" ... Man hätte auch gemerkt, dass es zur Kurzgeschichte gehört, wenn du es nicht dazu geschrieben hättest. Der Titel ist eindeutig, aber auch das Gedicht passt von der Stimmung her sehr gut zur Story. Man bringt das Gedicht sofort mit der Geschichte in Verbindung, wenn man sie kennt. Man könnte sich vorstellen, dass das Ich aus der Kurzgeschichte so vernarrt in den Todesengel ist, dass es abends verträumt bei Kerzenschein Gedichte schreibt ... altertümlich mit Pergament und Feder und tiefschwarzer Tinte. Obwohl, vielleicht auch blutrote? Vom Aufbau her gut, Wortwahl passt gut zum Thema, die Steigerung zum Ende hin - ich find's gelungen. Gefällt mir neben "Unendlichkeit" bisher am besten von dir ... Gruß - Zack “Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne) |
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28-02-2008, 13:40
Beitrag #3
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RE: Todesengel
Hi Zack,
danke für das Lob. Die Satzzeichen habe ich eingefügt, aber die Reihenfolge in der dritten Strophe lasse ich wie sie ist, weil sie mir so besser gefällt. Vielleicht werden wir langsam Teile fremder Biographien. (Meistens geht es um (...), Libertine) Da baumelt die kleine Spinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
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27-03-2008, 19:49
Beitrag #4
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RE: Todesengel
Hallo adsartha,
ein Vampir?, ist mein erster Gedanke zu deinem Gedicht. Mir ist beim Lesen vor allem die Geschwindigkeit aufgefallen. Du schaltest mit jeder Strophe einen Gang hoch, am Ende rast dann die Erkenntnis durchs Bild: Es war doch nicht die Nacht, es war ein Mensch, oder zumindest ein Wesen oder ein Gewesen, ein Vampir vielleicht. Zwischen der dritten und vierten Strophe findet ein Bruch statt, denn eigentlich lebt die Handlung in der Leerzeile. Gerade noch gestanden und jetzt vergangen, liegend, Leben weg. Die letzte Strophe gefällt mir am besten, weil sie am intensivsten ist und trotzdem natürlich bleibt. Am Anfang baust du sehr auf Bedrohung auf, die Nacht, die Kälte bringt, dann ein Treffen und doch kein Wärme, nur Wärmeverlust. Blut. Tod. In Lebenssaft getränkt und doch kein Leben beim Gegenüber. Bildlich eine schöne Komposition. In der zweiten und dritten Strophe baust du einen Kontrast zwischen "Kälte" und "Wärme" auf, da gefällt mir die Wärme nicht so gut. Sie verdeutlicht zwar, worum es geht. Da du aber vorher schon schreibst, dass alles in Kälte schmilzt, ist für den Leser die fehlende Wärme "nichts Neues" an sich mehr. Was mir spontan dazu einfällt wäre "Das letzte Leben flieht aus mir.", was allerdings sehr pathetisch klingt und zu eindeutig ist für die das schöne Blutkupferrot, das für den Aha-Effekt sorgt. Dann vielleicht etwas anderes, das auch mit "Leben" zu tun hat? Bewegung, Gefühl, Gedanke, ... Das letzte Gefühl flieht aus mir - vielleicht? Hat mir gut gefallen. Zwei Anmerkungen direkt am Text: Zitat:Sie trifft, begrüßt,Ich würde "untrennbar" weglassen. Zum einen ist dann die Strophe nicht mehr zwei Verse länger als jede andere. Zum anderen wirkt dann das "verschmilzen" stärker nach. Zitat:eine Spur aus kupferrot."Kupferrot" groß Liebe Grüße, Libertine ... dann schauen wir nach unserm Dachkräuterbeet, in die Dachrinne haben wir Schnittlauch gesät. (Gerhard Schöne) Avatar von Eddie Haspelmann |
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28-03-2008, 14:18
Beitrag #5
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RE: Todesengel
Hi Libertine,
das Kupferrot ist groß und die Wärme habe ich auch verändert. Auf das untrennbar kann ich aber nicht verzichten, weil es beschreibt, wie die äußere Kälte sich mit der inneren verbindet. Ansonsten, danke für deine hilfreiche Kritik und dein Lob. Es freut mich, dass dir das Gedicht gefallen hat. Vielleicht macht es dir ja Lust meine Kurzgeschichte zu lesen. LG adsartha PS:Sag mir, wie dir die neue Variante gefällt! Vielleicht werden wir langsam Teile fremder Biographien. (Meistens geht es um (...), Libertine) Da baumelt die kleine Spinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
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28-03-2008, 14:43
Beitrag #6
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RE: Todesengel
Hey adsartha,
ja, das mit dem Hauch klingt viel besser Welches Genre ist denn deine Geschichte und wo finde ich die? Am besten mit Link *g. Lieben Gruß, Libertine ... dann schauen wir nach unserm Dachkräuterbeet, in die Dachrinne haben wir Schnittlauch gesät. (Gerhard Schöne) Avatar von Eddie Haspelmann |
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28-03-2008, 15:00
Beitrag #7
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RE: Todesengel
Vielleicht werden wir langsam Teile fremder Biographien. (Meistens geht es um (...), Libertine) Da baumelt die kleine Spinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
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