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Immer nur ihn 3 (2. Teil)
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10-01-2010, 16:18
Beitrag: #1
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Immer nur ihn 3 (2. Teil)
Kapitel 3 (2. Teil)
„Mario! Hier wäre die Pizza!“, weckte Tristan ihn und brachte die runde Scheibe zu meinem Vater. Ich folgte ihm, meine Mutter hatte sich nicht zu beschweren, Tristan bezahlte die Pizza immer aus eigener Tasche. Ich setzte mich zu meinem Vater und sortierte die Pizzen. „Na hast du dir schon was ausgesucht?“, fragte mein Vater und sah Tristan mit leuchtenden Augen an. Tristan lächelte, anscheinend wusste er von was er sprach und ich verstand mal wieder nur Bahnhof, aber mir sollte es Recht sein. Ich holte mir meinen Block aus der Küche und einen Bleistift. Aber immer mit einem Ohr mit dabei am Gespräch. Vielleicht schnappte ich noch etwas auf, was ich später vielleicht wissen müsste. „Den TVR Sagaris“, war Tristans Antwort und ich konnte nur die Augen verdrehen. Es ging nur um Autos, den lieben langen Tag. „Jedes Einzelteil muss doch angeliefert werden? Nicht wahr? Das wird sicher ein Schmuckstück“, erwiderte mein Vater und ich war froh, dass er so aufging. Mit der Zeit war auch ich keine richtige Unterhaltung mehr für ihn. Ich bin eben nun mal eine Tochter und nicht Tristan. Obwohl ich mich frage, ob er mich ein paar Mal nicht gerne ausgetauscht hätte. Denn manchmal bekam ich nur einen komischen Blick, wenn ich was Falsches dazu gesagt habe und seither liess ich lieber ganz ab vom Gespräch. Ich widmete mich meinem Block, ich hatte einige Kleidungsdesigns wieder auf Blattpapier gebracht. „Wollt ihr eigentlich nicht mal in die Stadt gehen?“, wechselte mein Vater plötzlich das Thema. Eigentlich war es gar keine schlechte Idee, aber Tristan dachte wohl das Gleiche wie ich, dass wir Dad nicht allein lassen konnten und Mom wahrscheinlich auch nicht so bald wieder Nachhause kommen würde. „Ich habe eine viel bessere Idee“, und ich war mir sicher dass Tristan ebenfalls mitspielen würde. „Ihr wollt gleich auswandern? Tut euch keinen Zwang an“, machte Dad Scherze und lehnte sich zurück in die Couch und strich sich zufrieden über den Bauch. Er hatte einmal wieder zugeschlagen und komischerweise hatte er von Pizza immer noch nicht die Nase voll. „Nein, noch viel besser“, versuchte ich ihn neugierig zu machen und stand auf. Kurz zwinkerte ich Tristan zu und er schien begriffen zu haben, denn er grinste wie ein Honigkuchenpferd. „Ihr wollt nach Las Vegas durchbrennen? Meinen Segen habt ihr“, das verstand er unter einer guten Idee? Manchmal wusste ich wirklich nicht, wer Kind und wer Vater war. „Es wäre kein richtiges Durchbrennen, wenn du vorher Bescheid wüsstest“, antwortete Tristan und liess sich auf ein dummes Gespräch ein. Ich ging also in die Küche und holte einen Wagenschlüssel. Tristan hat lange daran gearbeitet und es war nicht einfach, das alles vor ihm und meiner Mutter Geheim zu halten. Ich konnte noch ein Gelächter vernehmen, und hatte also noch Zeit Dads Jacke und Sonnenbrille zu holen. Er würde bestimmt Freude daran haben und wir mussten es ausnutzen, dass Mom nicht da war. *** Kate begleitete Damian noch zurück in sein Büro. Es war eine bedrückte Stimmung. Selbst sie konnte diesmal nicht so tun als wäre nichts gewesen. Damian gab ihr rasch einen Kuss und setzte sich gleich wieder an seine Arbeit. Doch Kate verharrte noch einen Augenblick bei ihm am Tisch. „Wirst du es deinem Grossvater erzählen?“, wollte Kate noch wissen. Damian überlegte kurz. Er konnte nicht einschätzen wie sein Grossvater darauf reagieren würde. Mario war der Sohn von Richards Mentor an der Uni und standen sich so nahe wie Brüder… nun sogar bessere Brüder, wenn er sich mit Tristan verglich… Jedoch führte dies dazu, dass die beiden Familien sehr eng befreundet waren. Sein Vater würde riesigen Ärger kriegen, wenn Richard irgendetwas mit bekäme. Nur war er wahrscheinlich dann auch noch mitschuldig, weil er davon wusste. Sein Grossvater kannte ihn gut genug um zu wissen, dass etwas im Busch war. Daher vermied er bis auf weiteres, in das Büro seines Grossvaters zu gehen. Er fand immer einen Grund, warum er nicht bei seinem Grossvater auftauchen musste. „Und…?“, fragte Kate ungeduldig. Sie hasste es wenn Damian sich unsicher war, das kam zwar selten vor, aber wenn doch dann dauerte es immer eine halbe Ewigkeit bis sich Damian äusserte. „Ich weiss es nicht… es würde sehr viele… Probleme verursachen“, meinte Damian dazu und seufzte. An Richard hatte er dabei nicht gedacht, der erste Gedanke war, dass Alexia es erfahren könnte wenn er nicht aufpasste. Aber das Übel hätte seinen Lauf genommen, wenn sein Grossvater von der Affäre seines Vaters wusste. „Das hast du dir nicht zuzuschreiben, wenn du reinen Tisch machst… dein Vater und Eleanor haben das alles selbst zu verantworten, dass sie nicht mit offenen Karten spielen. Ich weiss nicht, ob das Dummheit war, oder einfach nur Ignoranz um sich so in der Öffentlichkeit zu zeigen“, regte Kate sich auf. Sie wusste wie die beiden Familien zueinander standen, dass sie zwar momentan ein angespanntes Verhältnis pflegten, aber dennoch, dies konnte nicht gut gehen, egal wie man es drehte und wendete. Damian verstand ihre Aufregung, er war eigentlich ganz froh, dass sie für ihn solche Emotionen zeigte. Er selbst konnte sich noch nicht entscheiden, ob er einfach stinkwütend auf seinen Vater sein soll, oder ob er einfach mit den Schultern zucken sollte. Es war nichts neues, dass sich sein Vater eine Liebhaberin hält. Immerhin war er schon drei Mal verheiratet und zwei Ehen gingen in Scheidung auseinander. Auch sein Grossvater hat aufgehört zu zählen… vielleicht fand er einfach seine Ruhe nicht. Aber warum ausgerechnet Eleanor? Alexias Mutter? Das sind Fragen die ihn beschäftigten. |
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