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Das zweite Innere - Kapitel 2
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03-05-2010, 15:30
Beitrag #11
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RE: Das zweite Innere - Kapitel 2
Hallo weltenwanderer, dann will ich mal sehen was du so geschrieben hast:
Zitat:Das wirft aber eine andere Frage auf: warum müssen Glasphiolen denn unter der Hand in einem Wirtshaus gehandelt werden. Dass sie schwer zu beschaffen sind, sehe ich ohne weiteres ein, aber dann fände ich es naheliegender, man geht zu einem Händler und bestellt sie da, um dann ein paar Wochen warten zu müssen. Denn illegal sind die Phiolen doch nicht? Oder sind die Methoden, mit denen der Kontakt an die Behältnisse heran kommt nicht ganz lauter? Muss er sie bei irgendwelchen Alchimisten der Stadt klauen, um sie dann weiter verticken zu können? Der Aspekt ist natürlich vollkommen richtig. Ich habe das auch schon vorgemerkt und in der Überarbeitung wird es eher um die Substanzen IN den Phiolen gehen, dann macht das Ganze mehr Sinn Zitat:Hm ... Totenauge? Eine Art "tötlicher Blick"? Und Terell war nicht der einzige, bis er seine Fähigkeiten verloren hat. Warum hat wohl diese erlesene Gruppe ihre Kräfte eingebüßt? Was war das große Scheitern? Und was ist Terell? Da hab ich etwas in den Raum geworfen was ich noch weiter ausführen müsste (das mit dem Spitznamen), obwohl ich gerade mit mir hadere, ob ich den Satz nicht wieder herausnehme. Schließlich schafft der Spitzname gerade nur Arbeit ohne wirklich viel mit der Handlung zu tun zu haben... Zitat:g* diese Formulierung erscheint mir etwas seltsam. Vielleicht eine Anlehnung an Steven Kings "die Welt hat sich weiter gedreht"? Diese Formulierung hatte eigentlich eher zufällig mit dem Satz Kings zu tun, obwohl ich die Saga auch gelesen hab. Ist aber vorgemerkt, da hapert es wirklich mit der Formulierung Zitat:An dieser Stelle ist es eigentlich in Ordnung, uns die Infos so vorzuwerfen (sind ja nicht viele), aber noch besser wäre es, du könntest sie irgendwie einfließen lassen. Z. B. könnte Topos Terell mit seinen gelben Zähnen angrinsen. Gute Idee! Zitat:Hm ... ich frage mich gerade, ob ich irgendetwas falsch verstanden habe? Ist vielleicht etwas in den Phiolen drin was verboten ist? Irgendwie bin ich die ganze Zeit von leeren Glasgefäßen ausgegangen. Vielleicht hast du das am Anfang nicht deutlich genug gemacht? Oder ich hab's einfach überlesen. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass um leere Phiolen so ein Aufsehen gemacht wird. Du hast auch hier Recht und wie shcon angemerkt: Ich werde den INHALT der Phiolen stärker herausstellen... Zitat:Ihnen. Icon_wink Klingt recht modern. Mehr Fantasyflair würde "Euch" verbreiten. *Zustimm* Zitat:Der zweite Halbsatz ist unnötig. Dem Leser ist klar, bei was Lorak Terell beobachtet hat. Wirkt ein bisschen sperrig deshalb beim Lesen. Ich schau noch einmal drüber Zitat:Du möchtest wahrscheinlich darstellen, dass Lorak sehr beeindruckt von der Erscheinung der Soldaten ist, aber die Adjektive, die du verwendest wirken zwar durchaus kindlich, aber nicht unbedingt beeindruckend. Icon_wink "toll" und "groß" du hast hier die Chance dem Leser ein genaueres Bild von den Uniformen und den Waffen der Krieger zu liefern. Nutze sie. Icon_smile Hier könnte ich wirklich noch etwas Atmosphäre hineinpacken, danke für die Anmerkung! Zitat:mit dem "gerade" meinst du hier "sich aufrecht hinsetzen" Ich hab ganz übersehen dass man das auch so deuten kann Zitat:"zwischen den Tischreihen ... zu ihm (hin)durch" Auch das ist eine gute Idee Zitat:Die Anrede "Hey Kleiner" erwarte ich eher bei Kindern. Aber Terell ist doch kein Kind und sieht auch nicht so aus, oder? Zumindest hatten wir bisher noch keine Anhaltspunkte dafür. Worauf ich hier eigentlich hinaus will ist die eher herablassende Haltung der Wachen, aber das könnte ich mit etwas Umformulieren wahrscheinlich besser deutlich machen... Zitat:Wirkt recht übertrieben. Vermutlich rechnet die Stadtwache nicht damit, dass er jetzt "aufmuckt", aber sie sind zu zweit, schwer gerüstet (so ein Kettenhemd ist nicht leicht), haben ihre Hände auf so auf seinen Schultern, dass sie Terell runter drücken konnten und sollten eigentlich trainiert sein, schließlich sind sie zur Verbrechensbekämpfung ausgestattet. Entweder hat Terell übermenschliche Kärfte, oder er kommt mit maximalen einem der Stadtwachen auf einmal klar. *eine Lanze für die gequälten Stadtwachen der Fantasywelt bricht* Natürlich, so eine Aktion sieht ganz cool aus, wirkt auf mich aber eher unrealistisch (vor allem auch, weil ich mal Judo trainiert hab). Eigentlich haben die Soldaten Zeit um zumindest irgendwie zu reagieren und dann wird das mit dem Arme auf den Rücken drehen nichts (sie könnten sich z. B. einfach mitdrehen). Naja was heißt recht übertrieben: Wie du shon vorher bemerkt hattest, handelt es sich bei Terell nicht um einen normalen Menschen (mehr kommt dazu in den folgenden Kapiteln noch), so dass er mit den drei Wachen eigentlich keine Probleme hatte. Dennoch könnte ich es vielleicht etwas mehr herausstellen, dass es ihm aufgrund gewisser Fähigkeiten leichter fällt als anderen. Und wegen dem kompetenz- und ehrlos: Naja einer muss den Buh-Mann spielen Zitat:Inhaltlich hab ich in deiner Geschichte diesmal die ein oder andere Unsauberkeit bemerkt. (Siehe die Textstellen^^) Sprachlich legst du weiterhin einen sauberen Stil vor, der sich gut lesen lässt. Allerdings könntest du an einigen Stellen über die "Standart"-Adjektive hinausgehen. Wenn du Gegenstände einführst, die Adjektive mit auf den Weg bekommen, dann ist das die richtige Gelegenheit um uns etwas von der Atmosphäre, dem Äußeren deiner Welt zu vermitteln. Das fehlt mir (momentan) noch. Bisher ist es sozusagen nur ein zwei- und kein dreiD Bild. *lacht* Danke für deine Anmerkungen, einige Sachen bedürfen wirklich noch eines genaueren Blickes. Dass der Text Fragen inhaltlicher (und nicht vom Verständnis her, die werde ich noch ausbügeln) Art aufwirft freut mich, weil es zeigt dass ich immerhin neugierig mache. Deine Mühe möchte ich hiermit noch mal mit einem ganz dicken DANKE belohnen LG Bomb3rman There's a time when the operation of the machine becomes so odious, makes you so sick at heart, that you can't take part! You can't even passively take part! And you've got to put your bodies upon the gears and upon the wheels, upon the levers, upon all the apparatus, and you've got to make it stop!
And you've got to indicate to the people who run it, to the people who own it, that unless you're free, the machine will be prevented from working at all! Mario Savio, 2. Dezember 1964 |
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27-06-2010, 14:14
Beitrag #12
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RE: Das zweite Innere - Kapitel 2
Hiho Bomberman,
ein Kapitel schaff ich dieses Wochenende noch – allerdings kann es sein, dass ich etwas unaufmerksam bin, weil ich nicht geschlafen habe Zitat: Er saß zurückgelehnt in seinem Stuhl in der äußersten Ecke des Raumes, und kein Komma zwischen »Raumes und«; die »äußerste Ecke« liest sich mMn etwas merkwürdig, weil eine Ecke ja eigentlich immer am äußersten Rand eines Raumes liegt und nicht mitten drin. Vielleicht eher: »in einer (dunklen) Ecke des Raumes« Zitat: einer gewöhnlicher als der Andere. »andere« Zitat: aber Terell war leider auf ihn angewiesen und musste ausharren. Die Phiolen, die er Dank des kleinen Desasters in seiner Hütte hatte zu Bruch gehen lassen, ließen sich nur schwer beschaffen. Auch wenn ihm größere Menschenmengen zuwider waren, hatte er leider keine andere Wahl. »dank« (klein geschrieben); die beiden »leider«s würde ich rausschmeißen, sie schwächen Terells Wut mMn ab, statt sie zu verstärken. »leider« klingt eher nach Enttäuschung oder nach »ist halt ärgerlich, aber nicht so schlimm« Zitat: Das waren zwei Argumente, die ausreichend waren, um sich in dieses kleine verschlafene Nest namens Hefflot zu wagen. »sein« zählt ja grundsätzlich zu den schwachen Verben, weil es eigentlich nichts aktives aussagt und auf statische Beschreibung hinausläuft. Das sollte man, soweit möglich, durch stärkere Verben ersetzen. Hier im Satz könnte das so aussehen: »Zwei Argumente, die ausreichten, um sich ...« oder »Diese beiden Argumente reichten aus, um ...« das »kleine« ist absolut überflüssig aus drei Gründen: - Der Leser weiß schon aus dem Vorkapitel, dass Hefflot klein ist - ein »Nest« ist automatisch immer klein, vor allem, wenn es noch mit dem Adjektiv »verschlafen« beschrieben wird - im nächsten Satz verwendest du noch »Örtchen«, was ebenfalls auf eine sehr kleine Siedlung hindeutet. Hab etwas mehr vertrauen zu dem was du schreibst *zwinker* Viele Wörter sind aussagekräftig genug, dass sie ohne Adjektiv auskommen. Allerdings kenn ich das Problem, bei mir tauchen auch öfter mal die »ersten Strahlen der Morgensonne« auf, »billiger Tand« oder ein »leises Flüstern«. Da muss man einfach beim Korrekturlesen drauf achten und sich bei den Adjektiven die simple Frage stellen: Brauche ich es wirklich? Wie ja schon erwähnt, bin ich nicht der Meinung, dass Adjektive immer und überhaupt überflüssig und böse sind, aber sie sollten schon etwas Wichtiges zu dem Bild beitragen, das du dem Leser zeigen möchtest. Zitat: Wehmütig dacht er an die alten Zeiten. »dachte« Zitat: Damals, als er mit Tanaan und den anderen durch die Lande gestreift war, immer nur das eine Ziel vor Augen: Jagen und vernichten. »jagen« (nach einem Doppelpunkt wird nur groß weitergeschrieben, wenn ein vollständiger Satz folgt) Hier an der Stelle klingt es, als wäre Terell schon ziemlich alt. Also älter als normal. Durch die Essenz habe ich natürlich die Vermutung, dass dem tatsächlich so ist und ich nicht einfach nur was falsch interpretiere. Sollte Terell tatsächlich bereits ein paar Jahrzehnte – oder gar Jahrhunderte! - alt sein, könntest du da eine erste Andeutung im Prolog einfügen, wo du kurz auf seine schon länger zurückliegende Kindheit eingehst. Da klang es nämlich noch so, als wäre Terell halt einfach schon ein paar Jahre über seine Jugend hinausgewachsen. Falls er allerdings ein »normales« Alter hat, ist dieser Abschnitt mit dem »vor dem großen Scheitern« und »damals« stark missverständlich. Zitat: Zu jener Zeit waren alle anderen Sorgen belanglos gewesen, nichts hatte ihn abgelenkt, und nichts hatte ihn zweifeln lassen. Doch diese Zeiten waren lange schon vergangen, und seine Kräfte, die ihm zu jener Zeit zu seinem Spitznamen Neben der Wiederholung von »Zeit« ist hier der Bezug genau genommen sogar auf zwei unterschiedliche Zeiten aufgeteilt: einmal jene Zeit und einmal diese Zeit. »Zu jener Zeit waren alle anderen Sorgen belanglos gewesen, nichts hatte ihn abgelenkt [kein Komma] und nichts hatte ihn zweifeln lassen. Doch das lag schon lange zurück [so umgehst du ein »waren«], und seine Kräfte, die ihm zu seinem Spitznamen ... [Der Leser bezieht die Kräfte automatisch auf »jene Zeit«, weil sie ja offenbar nicht mehr aktuell sind und die einzige Vergangenheit, von der gesprochen wird, diese hier ist]« Zitat: Es fiel ihm auch jetzt noch schwer, sich an den Gedanken zu gewöhnen Ich für meinen Teil würde mich freuen, hier schon zu erfahren, wie alt Terell ist, bzw. wie lange diese Zeit zurückliegt – bzw. wie lange er nun schon ein »normaler« Mensch ist (altert er dann auch normal oder bezieht es sich nur auf »Superkräfte«?) - allerdings ist das Geschmackssache Zitat: und immerhin hatte dieser Ort auch was Gutes: würde »etwas« empfehlen, zwecks Umgangssprachenaustilgung *lach* Zitat: Mit einem Satz ließ sich ein Mann in den Stuhl fallen, Terell sitzt da und plötzlich springt ein Mann heran, hüpft aus dem Stand von hinten über den Stuhl und landet mit dem Hintern genau auf dem Sitz *lach* goldig – aber nicht besonders zwielichtig ![]() Das Problem: der »Satz« ist für mich Teil einer sprungartigen Bewegung. Wenn man einen »Satz nach vorne« macht, hat das so was Hopser-artiges an sicht. Demnach habe ich Hüpfbewegung mit fallen lassen kombiniert. Vielleicht eher: »Mit Schwung ließ sich ein Mann in den Stuhl fallen ...« ? Zitat: der gegenüber von Terell an dem kleinen Holztisch stand. »klein« ist dein Lieblingswort, oder? Ist unwichtig und nichtssagend. In meinem Wohnzimmer ist zum Beispiel der Esstisch mit einem knappen Quadratmeter Fläche groß und mein Blumentischchen mit den Maßen 30cm x 30cm klein ... in einer Taverne wäre 30x30 allerdings schon Mini und ein Quadratmeter eher normal bis mittelgroß. Falls du eine genauere Beschreibung des Tisches unbedingt drin haben willst, könnte ich empfehlen: »wacklig«, »schäbig«, »gebrechlich«, »morsch« (ich merke grade, dass ich ein total versifftes Bild vom Inneren deiner Taverne vor Augen habe ... das liegt daran, dass zwielichtige Gestalten in dunklen Ecken für mich IMMER in versifften Schankräumen rumhängen. Sollte es also eine edlere Taverne sein, würde ich da auf jeden Fall noch ein oder zwei Sätze Beschreibung einflechten.) Zitat: Der Mann war hager, fettiges Haar klebte an seiner Stirn und seine Zähne schimmerten in einem ungesunden Gelb. Damit man ihn auch gleich als zwielichtigen Gesellen erkennt! Ich gebe zu, für Nebenpersonen benutze ich auch hin und wieder eher klischeehafte Beschreibungen, aber eigentlich ist es keine große Mühe, sie zu vermeiden. Warum müssen Schurken immer so grottenhässlich aussehen, während der Rest der Welt mit weißen Zahnen und gewaschenen Haaren herumläuft? Denn dadurch, dass man die fettigen Haare und die gelben Zähne bei EINER Person beschreibt, wird es zur Ausnahme, weil man sonst bei ALLEN Personen diese Merkmale hätte beschreiben müssen. Es ist jetzt natürlich eine ziemlich mickrige Nebensächlichkeit (außer natürlich, dieses Erscheinungsbild wird später noch eine wichtige Rolle spielen *zwinker*), aber das sind so Sachen, die merke ich aus Prinzip immer an. Früher waren bei mir zum Beispiel Wirte grundsätzlich dick und behäbig und rot im Gesicht – so sah JEDER Wirt beim Rollenspiel aus, deshalb hat sich das lange in meinen Geschichten gehalten. Heute habe ich kleine Wirte, große Wirte, dünne Wirte, kräftige Wirte, alte Wirte, weibliche Wirte, geschwätzige und schweigsame, gefährliche und gutgläubige. Eine stereotype oder gar klischeehafte Nebenfigur weckt beim Leser (bei mir zumindest) sofort den Modus: Ach, nur eine Randfigur, die sowieso nicht wichtig sein wird und nur aktuell die Handlung weitertreiben soll. Falls du später genau damit brechen willst oder dieses Klischee nutzt, um den Leser zu überraschen, hab ich natürlich nix gesagt. Aber ich als Leser finde es schöner, wenn ich unwichtigen Randfiguren ihre Unwichtigkeit nicht direkt an einer lieblosen Beschreibung anmerken, sondern bei jeder auftauchenden Figur erstmal davon ausgehen kann, dass sie noch wichtig werden könnte. Auch wenn sie dann nach drei Absätzen wieder verschwindet – in diesen drei Absätzen war sie ein lebendiges Element, mit dem die eigentliche Hauptperson interagieren konnte. Nicht nur ein Abziehbild, das die Handlung in eine bestimmte Richtung lenken soll. (das klingt jetzt dramatischer als es eigentlich ist – ich hab nur so ein paar *Fantasy soll schöner werden*-Prinzipien, die erklär ich gerne lange und breit und versuche, sie unter die Leute zu bringen )Zitat: "Hey hey mein Guter, Komma zwischen »hey, mein« Hm ... ich überlege grade, ob ich es anmerken soll oder nicht ... ich mach es einfach mal: »Hey« klingt sehr modern, dadurch dass es englisch ausgesprochen wird. Natürlich kann man das bei einem Ausruf nicht so direkt sagen, und ich hab es früher auch genutzt – inzwischen bin ich zum »He« übergegangen. Außerdem musste ich bei diesem Doppel »Hey hey« sofort an den Film Hot Fuzz denken, wo der Reporter immer »Hi hi« sagt und das passte dann natürlich so gar nicht *lach* Ist aber auch Geschmackssache Zitat: „Uih, was sind wir heute wieder gut drauf!“, gluckste sein Gegenüber. »Ui« oder »Hui« Gott, ich hätte dem Kerl schon nach diesen zwei Sätzen in die Fresse geschlagen Zitat: ich benehm‘ mich ja Da ist das Apostroph wieder verkehrt herum [ ’ ] Zitat: Unter seinem zerlumpten Mantel kramte er einen Beutel hervor, der seinem Besitzer beängstigend ähnlich sah: Alt, dreckig und verschlissen. Die Beschreibung find ich total cool, allerdings wird das »alt« klein geschrieben und ich würde sogar dazu tendieren, es wegzulassen. Denn »alt« kommt Tapos nicht rüber – würde da nur »dreckig und verschlissen« schreiben, das passt schon super Zitat: Mit einem leichten Ruck warf er ihn auf den Tisch. kann weg *radikal sei* vielleicht sogar schreiben: »Ruckartig warf er ihn auf den Tisch«? Wobei werfen an sich ja sowieso keine gemächliche Bewegung ist und immer mit einem »Ruck« verbunden. Der Beutel wird schließlich abrupt von der Tischplatte gebremst. Vorschlag: »Achtlos warf er ihn auf den Tisch«? Zitat: „Sachte, das gute Zeug ist zerbrechlich“ sprach er und nahm den Beutel an sich. nach der wörtlichen Rede fehlt ein Komma; »sprach« ist ja noch schlimmer als »sagte« *schauder* (ähm, großes Achtung, totale Geschmackssache!): »sagte« finde ich schon ganz schrecklich, auch wenn es in vielen Büchern und Geschichten zu lesen steht. Aber »sprach er« ist quasi das »sagte er« in abgehobener Sprache. Das klingt so ... Propheten-like: »Folgt mir«, sprach er zu seinen Jüngern Durch solche Verben kannst du hervorragend die Laune des Protagonisten transportieren – Terell hier ist aktuell eher wütend, genervt, mürrisch. Da würde sich anbieten: »knurrte er«, »fauchte er«, »wies er Tapos zurecht«, »grollte er«, oder sowas. Je nach Tonlage von Terell eben Zitat: Er mochte ein Säufer und Trottel sein, wenn es ums Geld ging, war er hochkonzentriert. inhaltlich fehlt da defintiv ein »aber« vor dem »wenn«, aber ich denke, dass du es beim Wortwiederholungseliminieren (hab ich heute tolle Wörter drauf *lach*) gestrichen hast? Das Problem im Moment ist, dass der Leser zuerst liest: »Er mochte ein Säufer und Trottel sein, wenn es ums Geld ging« erst dann bemerkt er den Satz, auf den der Nebensatz sich eigentlich bezieht und muss nochmal umdenken. Am schönsten fände ich eine kleine Veränderung vom Satzzeichen: »Er mochte ein Säufer und Trottel sein – wenn es ums Geld ging, war er hochkonzentriert.« Oder man könnte den Satz bissl umbauen: »Wenn es um Geld ging, war dieser Säufer und Trottel (überraschenderweise) hochkonzentriert« Zitat: „Du bist teurer geworden, mein Guter“, bemerkte Terell leicht gereizt. »leicht« streichen: Terell ist total angepisst (sorry) von der Situation, hat keinen Bock auf die dämliche Stadt, die dämlichen Menschen, diesen dämlichen Kerl da, der fast seine Phiolen kaputt gemacht hat und jetzt auch noch mehr Geld als sonst dafür verlangt! Der ist nicht nur »leicht« gereizt, der ist stinkesauer! Das zumindest stelle ich mir vor, nachdem ich diese Szene da gelesen habe. Sollte er das ganze Gespräch eher gelassen sehen, müsstest du mMn die Dramatik am Anfang (»Er hasste diesen Ort.«, »größere Menschenmengen zuwider waren«, »so ein Ort nicht mal in seinen Landkarten eingezeichnet gewesen!«, »Was war nur aus ihm geworden, dass er auf solche Leute angewiesen war?«) etwas zurückschrauben. Entweder Terell findet die Stadt einfach nur scheiße (nochmal sorry *grins*) und will so schnell wie möglich weg und ist demnach einfach nur richtig übel gelaunt (dazu passen die Beschreibungen am Anfang, aber sein eher ruhiges Verhalten im Gespräch nicht), oder er sieht das ganze als notwendiges Übel, das er aber eher mit einem Achselzucken abtut, weil es halt sein muss und ist nicht weiter schlimm (dazu passt das Gespräch eher, aber die Beschreibungen am Anfang dann gar nicht) Zitat: „Ja, ich weiß, aber es wird immer schwieriger, das Zeug an den Kontrollen vorbei zu schleusen. Der Graf lässt seit einiger Zeit die Ein- und Ausfuhr von Waren stärker kontrollieren, was meine Arbeit nicht einfacher macht. Ich habe wesentlich mehr Aufwand, um meine Güter ungesehen in die Stadt zu kriegen, und mein berufliches Risiko wird dadurch auch nicht gerade kleiner…“. Du behauptest, Tapos ist betrunken. Das kaufe ich dir bei seinem ersten Auftritt auch noch voll ab, dadurch dass er gluckst und so total überdreht wirkt. Allerdings ist diese Erklärung hier viel zu zusammenhängend und logisch durchdacht, dafür, dass sie aus dem Mund von einem Betrunkenen kommen könnten. Tob dich da einfach mal wild aus, schreib unzusammenhängendes Gebrabbel, wie ein Besoffener es von sich geben würde, und versuch das dann, ein bisschen strukturiert zu vermitteln. Sonst klingt es nach Informationen für den Leser, die möglichst klar verständlich rüber kommen sollen, damit auch jeder sie versteht Mit Besoffenen kenn ich mich nicht so gut aus – wenn meine Charaktere mal dicht sind, dann nuscheln sie nur noch und kriegen keinen zusammenhängenden Satz auf die Reihe. Aber ich versuchs mal so halb: »Ich weiß, ich weiß [er wiederholt das ›Hey hey‹ und auch das ›schon gut, schon gut‹, deshalb wäre das hier eine konsequente Fortsetzung dieser Spracheigenschaft], aber wirklich, du weiß ja gar nicht, wie schwer das geworden ist. Das Zeug an den ganzen Kontrollen und so ... [kleinere Pausen erzeugen ein Stocken, eine Stelle, wo Tapos selbst nachdenken muss, was er eigentlich sagen wollte] also da vorbei. Das macht meine Arbeit nicht leichter! Und erst das Risiko. Das ist mein Risiko und mit den ganzen Kontrollen [er brabbelt halt ein bisschen und wiederholt sich auch mal – das ist in wörtlicher Rede von nem Betrunkenen absolut okee] ist es nicht grad leichter. Ich mein, das Zeug in die Stadt zu schaffen.« Ist schwierig zu erklären, warum ich das gerade so schreiben würde ... Wobei das hier schon eine Stufe besoffener klingt als der Anfang vom Gespräch ... Aber ich würde die wörtliche Rede auf jeden Fall etwas »verzerren«, kleine Stocker oder sogar einen Grammatikschnitzer reinbauen. Auf sowas achten Betrunkene ja nun nicht so sehr *lach* An solchen Stellen kannst du ruhig viel stärker mit der Sprache spielen und einfach mal ausprobieren, sowas macht den Text lebendig Zitat: „Ist ja schon gut, ich hab keinen Nerv um mit dir zu feilschen, hier nimm dein Geld und verzieh dich“ Komma zwischen »Nerv, um«; hier würde ich nach »feilschen« einen Punkt machen. In wörtlicher Rede neigt man eher zu kurzen Sätzen als zu langen, weil man zum Atmen eine Pause einlegt. Lange Kommaaufzählungen lesen sich deshalb mMn eher »unecht« (außer natürlich es ist beabsichtigt, dass die Person einen wahren Redeschwall von sich gibt, aber Terell scheint mir eher der wortkarge und abgehackte Typ zu sein, weniger die Plaudertante *lach*) Ich weiß natürlich nicht, wie du das jetzt im Fortlauf der Geschichte handhabst, aber ich könnte mir zum Beispiel bei Terell sehr gut vorstellen, dass er immer sehr knapp und wirklich nur das nötigste spricht. Dadurch, dass er so eine »Ihr seid mir alle scheiß egal und ihr seid eh alle doof«-Einstellung an den Tag legt, wird ja wahrscheinlich auch keinen Wert auf gepflegte Konversation legen. Allerdings auch hier wieder ein Hinweis auf meine persönlichen Vorlieben: Ich experimentiere unheimlich gerne mit gesprochener Sprache in meinen Geschichten und lese es auch gerne, wenn man eine Person schon allein daran erkennt, wie sie etwas sagt – ohne dass der Autor immer dazu schreiben muss, wer grade was gesagt hat. Zitat: Je weniger er sich hier mit Tapos herumärgern musste, desto besser war es. Gute Gelegenheit, um konkret zu werden! »desto schneller konnte er seine Experimente fortführen«? »desto eher konnte er die Stadt wieder verlassen«? Zitat: „Immer wieder eine Freude, mit ihnen Geschäfte zu machen“, gluckerte Tapos, »Ihnen« groß, weil es – wenn auch nur aus Spaß – die Höflichkeitsanrede ist. Wobei ich in Fantasy ja immer zu »Euch« tendiere und niemals »Sie« verwende. Aber Geschmackssache Zitat: Mit diesen Worten verließ er Terell und das Gasthaus. Terell befestigte »Mit diesen Worten verließ er das Gasthaus.« Dass er dadurch auch automatisch Terell verlässt, ist ja klar und du sparst dir eine Namenswiederholung *lach* Zitat: auch wenn er nicht danach aus sah. »aussah« Zitat: Außerdem wäre es seiner Gesundheit nicht gerade zuträglich, wenn er es nicht tun würde. Ist zwar so ne Standard-*Habt Angst vor mir denn ich bin super böse*-Aussage, aber ich find sie trotzdem cool Zitat: Und das wussten beide. Terells Augen hefteten sich an einen Jungen Whoops, der Übergang ist aber sehr abrupt. Also auf jeden Fall einen Absatz nach »beide«, vielleicht sogar noch irgendwie einen Satz einfügen, dass Terell seinen Blick nochmal durch den Schankraum schweifen lässt (vielleicht um sicherzugehen, dass niemand sie bei der Abwicklung ihres Geschäftes beobachtet hat?) und dann auf den Jungen (Lorak?) aufmerksam wird. Zitat: Der schwarzhaarige Junge erschrak, als ihm klar wurde, dass der Kapuzenträger ihn bemerkt hatte. Hm ... kann man zwar noch als Terells Perspektive auffassen, für mich ist es aber schon zu sehr auf Distanz (Geschmacksache). Vorschlag (mal aus dem Gefühl raus, wie ich Terell bisher einschätze), das »schwarzhaarig würde ich in den Satz drüber packen, bei der ersten Erwähnung des »Jungen«: »Der Bengel zuckte zusammen, als ihre Blicke sich begegneten – obwohl Terells Augen im Schatten seiner Kapuze lagen.« Zitat: Zeiten ungesund für Andere, »andere« Zitat: Unsicher, aber gleichzeitig mit heller Begeisterung im Gesicht, schaute er mit offenem Mund um sich. Als Autor finde ich es immer total spannend, das Zusammentreffen von zwei Perspektivenfiguren zu beschreiben, weil man bei beiden darauf achten muss, dass ihr Handeln nicht aus der Rolle tanzt. Trifft ein Perspektivenperson (PP) auf eine Nicht-Perspektiven-Person (NPP), muss man sich nicht großartig Gedanken um die Gedanken der NPP machen, sie sollte nur halbwegs konsequent rüberkommen. Aber bei zwei PP muss man die Szene ständig aus zwei Blickwinkeln im Auge behalten. Hier den ersten Eindruck von Lorak hast du auf jeden Fall stimmig hinbekommen, genau so hätte ich ihn mir auch aus seiner Perspektive vorgestellt. Zitat: , als die Schankmaid wieder auf seinen Tisch zugesteuert kam. meistens reicht ein Verb Zitat: „Ich nehm‘ noch einen Krug“, antwortete er auf ihre Frage hin. falschrumes (ich weiß, das Wort gibt es nicht *grins*) Apostroph; So »menschenscheu« (xenophob Vorschlag: »Ich nehm’ noch einen Krug«, ließ er sie wissen, noch bevor sie ihn ansprach. Oder sowas in der Art vielleicht? Falls ich dir übrigens zu krass in Terells Charakter einquatsche, ignorier das einfach. Ich schreib nur auf, was mir so zu den Personen einfällt und wie ich sie mir vorstelle. Sind natürlich deine und solche Anmerkungen natürlich pure Geschmackssache Zitat: Wenn er schon einmal hier war, konnte er sich auch noch ein Bier genehmigen. Hm ... die Stelle wirkt auf mich, als würde der Autor versuchen, einen Kontakt zwischen Terell und Lorak herzustellen. Warum? Ich habe noch im Hinterkopf, dass Loraks Vater mich mit seinem ersten Grund, die Taverne zu betreten (einen Happen Essen) nich überzeugen konnte und erst der zweite (Bierchen zur Feuer des Geschäftes) akzeptabel war. Bei Terell hab ich das gleiche Problem, nämlich dass ich es nicht logisch finde, dass er freiwillig da in dieser Taverne bleibt. Er hasst die Stadt, er verabscheut die Menschen, er erregt unerwünschtes Aufsehen (sagte er im Prolog, dadurch, dass die Leute in ihm einen Fremden sehen) und dürfte sich folglich in dieser Stadt und unter den Menschen nicht wohlfühlen. Sie sind im zuwider. Trotzdem will er dort ein paar Entspannunsbierchen kippen? Warum? Ich an seiner Stelle würde mir ein Fass kaufen und das daheim saufen, wo mich niemand stört. Das einzige, was mir da so ganz spontan einfällt, wäre so eine Begründung in der Richtung, dass er noch auf einen anderen Händler warten muss oder dass Tapos nur einen Teil der Lieferung dabei hatte oder sowas, so dass er gezwungener Maßen noch in der Stadt bleiben muss und deshalb die Zeit mit Saufen überbrücken will. Bei seiner bisherigen Vorstellung finde ich dieses freiwillige Dasitzen, weil es ihn entspannt vollkommen unglaubwürdig. Zitat: konnte er eh nicht konzentriert arbeiten. »eh« ist noch so ein Umganggsprachenwort, besser wäre »ohnehin« oder vielleicht noch »sowieso« Zitat: Loraks Herz schlug ihm bis zum Hals. Er hatte diesen Mann an dem Tisch beobachtet, wie dieser anscheinend einen Handel mit jemandem abgeschlossen hatte. Hm ... wieder was Persönliches: Warum findet Lorak es so aufregend, einen Handel zu beobachten? Da sitzen zwei Kerle und einer kauft einen Beutel von einem anderen. Ja und ? *schulterzuck* Sein Vater hat doch auch Holz gegen Geld getauscht, und auf dem Markt wurden, denke ich, auch einige Geschäfte abgeschlossen. Warum sollte es etwas schlimmes sein, wenn zwei Kerle ihren Handeln in ner Taverne tätigen? Mein Problem ist: Loraks Unbehagen setzt voraus, dass er weiß oder zumindest vermutet, dass da etwas Verbotenes von Statten gegangen ist. Aber wie sollte er zu dieser Annahme kommen? Ist es Gesetz in der Stadt, dass an Tavernentischen nicht gehandelt werden darf? Da wären dann aber die Wirt aufgeschmissen Zumal Lorak ja sowieso keine Ahnung hat, wie es in der Stadt so zugeht, weil er so selten da ist. Da müsste etwas konkreteres sein, dass seine Angst weckt, nicht nur der harmlose Tausch eines Beutels gegen Geld. Klar, du als Autor weißt natürlich, dass das finstere Geschäfte sind, aber wie kommt Lorak (der naive, verträumte, weltfremde Bauernjunge) auf diese Idee? Zitat: Irgendetwas an diesem Kerl war seltsam, und in dem Moment, als der Fremde aufgeblickt hatte, fühlte sich Lorak vollkommen nackt. Dieser Blick, der ihn gestreift hatte, war irgendwie fremdartig, und er hatte sich absolut schutzlos und offen gefühlt, fast als könnte dieser Mann direkt in seinen Kopf schauen. Da ist viel Blabla und wenig Fleisch. Klingt hart, ist aber vor allem beim Erschaffen von »geheimnisvoller« Atmosphäre sehr wichtig, weil man schnell ins Bla abdriftet. »Irgendwas an diesem Kerl war seltsam« ... das hat keinen Beschreibungsgehalt: »Irgendwas« und »seltsam« sagen absolut nichts aus, weil sie alles bedeuten könnten und keinerlei Hinweis darauf geben, was Lorak genau fühlt und denkt. Der »irgendwie fremdartige Blick« ist genau das gleiche. »Irgendwie« sagt nix, »fremdartig« kann alles sein. Die konkrete Beschreibung im Absatz erzeugt das Bild, aber im Grunde wiederholst du genau einen Fakt mit drei verschiedenen Beschreibungen. Lorak fühlt sich entblößt – das ist es, was der Blick auslöst und das ist es, was Lorak Angst macht. »fühlte sich vollkommen nackt« »absolut schutzlos und offen« »direkt in seinen Kopf schauen« Ich behaupte mal, in der gekürzten Version geht keinerlei Information verloren – nur eine ganze Menge leerer Wörter: »Doch jetzt wollte er es gar nicht mehr wissen. In dem Moment, als der Fremde aufgeblickt hatte, war Lorak sich vollkommen aufgeliefert / entblößt / nackt / schutzlos gefühlt, als hätte der Mann direkt in seinen Kopf geschaut. Auch wenn es hier noch so interessant war, er wollte schleunigst weg« Wenn du Loraks Empfinden ausführlicher beschreiben möchtest, würde ich raten, dazu auch seine körperliche Reaktion zu nutzen. Fängt er an zu schwitzen, läuft ihm der klassische Schauer über den Rücken, »versteckt« er sich vielleicht auf der anderen Seite von seinem Vater, dreht sich weg, zuckt zusammen, schüttelt sich, versucht an etwas anderes zu denken? Vermutlich zum Großteil auch Geschmackssache, aber von »irgendwas/wie/wo« und »seltsam/unheimlich/fremd/merkwürdig« würde ich abraten, damit kann man kein konkretes Gefühl oder Bild beim Leser erzeugen, weil es mit die unkonkretesten Wörter sind, die es gibt Zitat: Die dunklen, schmierigen Fester ließen nur wenig Licht herein »dunkel« streichen, »schmierig« ist viel stärker und durch das »wenig Licht« ist das dunkel sowieso schon abgedeckt Zitat: Es war jetzt Mittag Es war schon Mittag, als sie die Stadt erreicht haben *klugscheiß* und danach sind sie noch Achtelmeilen und Minuten und über den Markt gefahren, haben ausgeladen und verkauft und gehandelt (zweimal) und sind über den Markt zurück gefahren ... jetzt ist mindestens schon Nachmittag ![]() Zitat: Fremden schienen alle Gäste Händler oder Stadtbewohner zu sein Warum ist der seltsame Fremde kein Stadtbewohner? Also warum schließt Lorak das aus? Nur weil er einen Kapuzenmantel trägt? Ich würd ihn da nicht gesondert rausnehmen, das überspannt die Betonung arg, so in der Art *Leser! Guck hier, der ist wichtig!* Zitat: und was zu trinken gönnen wollten. umgangssprachlich, »etwas« Zitat: Du musst hier wirklich aufpassen, was du kaufst Sie sind doch sowieso nicht in der Stadt, um was zu kaufen (freies Zitat, Loraks Vater) Zitat: dem Lorak eh nur halb zugehört hatte. streichen oder »ohnehin« Zitat: auf die tollen Uniformen und die großen Schwerter, die diese Männer trugen. ich weiß, ich bin ne Meckertante ... »toll« und »groß« sind sehr kindliche Adjektive, weil sie etwas Positives ausdrücken, ohne es konkretisieren zu können. Lorak, mit seinen fünfzehn Jahren, kann aber bestimmt genauer sagen, was ihn so an den Waffen/Rüstungen begeistert: »die prachtvollen / farbsatten / edlen / kostbaren / pompösen / protzigen Uniformen« und »die (silbern) glänzenden / prunkvollen / eindrucksvollen / imposanten / fast zwei Meter langen Schwerter« Zitat: als er Loraks interessiertem Blick bemerkt hatte, »interessierten« Zitat: und blies kleine Rauchringe in die Luft originell wären hier »konzentrische Rauchringe« zum Beispiel ![]() Zitat: Er würde vielleicht freie Hände brauchen. Wobei es stilvoller wäre, wenn er mit Pfeife im Mund kämpften täte Aber was ich eigentlich sagen wollte: »Er würde vielleicht beide Hände brauchen«, klänge für mich runder. So wie der Satz im Moment da steht, klingt es so, als müssten es nicht unbedingt seine eigenen Hände sein, sondern einfach nur freie. Kann ich mich verständlich machen? *lach* Zitat: „Hey Kleiner, danke fürs Tisch-frei-halten, aber jetzt sitzen wir hier. Komma zwischen »Hey, Kleiner« Kleiner? Ich hatte Terell eher als durchschnittlich bis groß im Kopf und so einen Kapuzenmensch als »Kleiner« anzureden, ohne auch nur einen Hinweis auf sein Alter zu haben, finde ich sehr merkwüdig. Und noch eine kleine Anti-Klischee-Bemerkung im Sinne meiner Anti-Klischee-Kampagne: Warum müssen Stadtwachen immer die Arschlöcher (sorry) vom Dienst sein? »Tisch-frei-halten« sind übrigens sehr hässlich aus, wenn du es so drin behalten willst, muss das »Halten« glaub ich groß, weil es das Verb ist, das eigenlich substantiviert wird, aber ich würde eher eine kleine Umstellung empfehlen: »Hey, Kleiner! Danke dass du uns den Tisch freigehalten hast, aber jetzt sitzen wir hier.« Zitat: Mit einem Krachen ließ sich der korpulente Soldat in den ersten Stuhl fallen. Sein aufgedunsenes Gesicht war mit Schweißflecken übersät, und er schnaufte schwer. Auch unsympathische Leute können mal gut aussehen – das macht sie nicht weniger unsympathisch, wenn sie richtig dargestellt sind. Zitat: „Ui, scheint ja warm zu sein unter deinem Ringelpanzer »Ui« benutzt du relativ oft – oft dafür, dass ich eigentlich prinzipiell drauf verzichten würde. Solche »Laute« tragen normalerweise nichts zur wörtlichen Rede bei, so wie man in der geschriebenen Sprache ja auch Fülllaute wie »ähm« oder »öh« nicht hinter jeden Satz knallt, so wie viele Menschen eigentlich sprechen. Es hat so einen Hauch von Comicsprache, nimmt dem Text ein wenig seiner Ernsthaftigkeit – natürlich Geschmackssache, aber ich mag es nicht so gern. Zitat: Ein leicht rötlicher Ton überzog nun die Gesichtsfarbe seines Gegenübers. Ich hatte mir ihn jetzt eh schon sehr rot im Gesicht vorgestellt, wegen dem »aufgedunsen« und den »Schweißflecken« ... da würde ein »leicht rötlicher Ton« nichts ändern ... vielleicht weglassen oder stärker: »Das Gesicht seines Gegenübers nahm ein noch tieferes / kräftigeres Rot an« Zitat: „Du solltest lieber nicht so ein großes Maul haben, sonst schlag ich es dir ein“, polterte er. Es trifft natürlich nicht immer zu, aber meistens gilf: Je wütender eine Person, umso kürzer und weniger komplex ihre Sätze. Denn lange Sätze setzen bewusstes Reden voraus. Finde ich. »Reiß dein Maul nochmal auf und ich schlag’s dir ein!«, polterte er. Oder »Du solltest dein Maul besser nicht so weit aufreißen, sonst schlage ich es dir ein, dass du deine Zähne im ganzen Schankraum suchen kannst«, entgegnete er scheinbar gleichgültig, doch seine angespannte Haltung machte unmissverständlich klar, dass er diese Drohung ohne zögern in die Tat umsetzen würde. Also für einen wütenden, unbeherrschten Soldat abgehackte Sätze und auf das Nötigste reduziert – bei längeren Sätzen wirkt der Soldat dann viel mehr, als hätte er sich selbst und damit auch die Situation unter Kontrolle. Aber da du die zweite Variante ja schon bei Terell anwendest, würd ich sie dem Soldaten nicht auch in den Mund legen, das kommt sonst bissl komisch Zitat: Die zwei anderen Wachen, jünger und weniger füllig, postierten sich links und rechts hinter ihm. hinter Terell? Aber der sitzt doch mit dem Rücken zur Wand? Oder hab ich da was falsch verstanden? Zitat: Aber ich will euch euer Mittagessen nicht verderben, in meiner Größe und Güte da würde ich statt dem Komma einen Punkt zwischen »verderben. In« machen Zitat: ich wünsche gesegneten Appetit“. Der Punkt ist dir auf die falsche Seite der Anführungszeichen gerutscht *zwinker* Zitat: Mit großer Schnelligkeit packte er die beiden Hände, »Große Schnelligkeit« ist ja auf jeden Fall schon nciht so schlimm wie »blitzschnell«, kommt aber nah ran. So wirklich begründen kann ich meine Abneigung nicht, aber es klingt irgendwie ... wischiwaschi. »So schnell, dass die Männer gar nicht reagieren konnten, packte er die beiden Hände ...« oder »Schneller als die Männer reagieren konnte, packte er ...« Bei der Kampfchoreografie komme ich nicht ganz mit. (Hinweis: Ich bin ein Kampffreak und teste meine eigenen Choreografien nicht selten an meinen Mann aus, deshalb bin ich da etwas pingelig *lach*) Zwei Männer stehen hinter Terell, beide haben je eine Hand auf seiner Schulter liegen. Er packt ihre Hände, vermutlich mit jeder Hand eine. Das heißt, seine Ellbogen zeigen nach vorne, seine eigenen Hände sind knapp oberhalb seiner Schultern. Er biegt die Handgelenke nach innen ... welches Innen? Und welche Handgelenke? Seine eigenen? Nein, die Ellbogen können nicht nach vorne zeigen, aus der Position kann man keine weitere Bewegung ausführen. Er packte die Handgelenke der Soldaten also seitlich, so dass seine Ellbogen von seinem Körper wegweisen und dreht ihre Handgelenke dann von sich selbst weg? (wo ist mein Mann, wenn ich ihn brauch *lach*) Egal, wie er sie nun packt, wenn er aufsteht ist das größte Problem, dass die beiden Soldaten noch immer HINTER ihm stehen und er deshalb ihre Arme nicht auf ihre Rücken drehen kann, weil er selbst dafür hinter ihnen stehen müsste. Würde er rückwärts springen, würde er über seinen Stuhl fallen ... Da wird es für mich dann also nicht weiter nachvollziehbar, was Terell eigentlich tut. Zitat: bevor er sie mit einem Stoß nach vorne gegen den Tisch schupste. Da er ja hinter den beiden steht (wie auch immer er da hin gekommen ist) – andernfalls könnte er ihre Arme nicht auf ihren Rücken drehen – ist der »Stoß nach vorne« doppelt gemoppelt. Ein Stoß ist immer von der stoßenden Person weg, jemanden, der vor dir steht, stößt du also automatisch nach vorne. Und »schupsen«... sorry, das geht gar nicht *lach* Das ist so Sandkasten/Schulhof-Niveau – Schupsen, kratzen, Haare ziehen ... Außerdem vermittelt das Verbe nicht die nötige Kraft, die dieses Manöver braucht, damit die Soldaten zu Boden krachen. Von einem Schups stolpert man vielleicht, verliert das Gleichgewicht, aber da ja ein Tisch vor ihnen steht, müssten sie sich locker abfangen können und würden nicht stürzen. »Er verpasste ihnen einen so kräftigen Stoß, dass sie gegen den Tisch prallten. Das altersschwache Möbelstück gab unter der Wucht nach und beide Soldaten gingen krachend zu Boden.« oder sowas vielleicht? Zitat: Mit einem Satz sprang Terell vor, und rammte dem Wachtmeister, Da du nicht erwähnst, dass der Tisch zusammenbricht, müsste er hier noch zwischen Terell und dem Wachtmeister stehen. Deshalb kann Terell nicht vorspringen. Höchstens auf den Tisch drauf. Zitat: Jedoch nicht, ohne dem Kleinen im Vorbeigehen amüsiert zuzuzwinkern. Warum? Er findet die Menschen und die Stadt doof. Warum zwinkert er dann? Warum hat ihm dieses Gekloppe Spaß gemacht, wo er doch so großen Wert darauf legt, keine Aufmerksamkeit zu erregen? Es ist schon wieder mehr geworden, als ich wollte *seufz* Aber ich hab noch Allgemeinkritik, die ich loswerden möchte, deshalb wirds noch bissl länger *lach* Ich hab hier im Teil wieder nicht alle Kommata vor »und« rausgesucht, da solltest du aber nochmal nach schauen: im Normalfall wird vor »und« kein Komma gesetzt, außer wenn ein Nebensatz abschließt oder eine bewusste Trennung zwischen den beiden Sätzen erfolgen soll – was aber in den wenigsten Fällen notwendig ist. Du benutzt oft »sagte« (hab ich das schon irgendwo erwähnt? Ich hab mir Gedanken gemacht, weiß aber grad nicht mehr, ob ich sie auch ausformuliert habe *lach*, falls ich mich wiederhole, verzeihs mir (eine sehr schöne Seite für Synonym-Suche ist übrigens http://synonyme.woxikon.de/ ) Dann kam mir Terell leider etwas unkonsequent vor – einerseits seine enorme Verachtung den Menschen gegenüber, andererseits hockt er dann aber freiwillig in der Kneipe, provoziert eine Schlägerei und zeigt sich Lorak gegenüber vollkommen unbegründet zutraulich. Durch die kleine Andeutug auf seine Vergangenheit machst du mich allerdings neugierig, welche Leichen er noch so im Keller hat – allerdings solltest du darauf achten, dass du nicht zu viele Nebenkonflikte beginnst, die dann nicht weitergeführt werden. Wir sind im zweiten Kapitel und haben bereits: Hauptkonflikt bringt vermutlich Lorak und Terell zusammen Nebenkonflikt Lorak: Sein Vater will, dass er in seine Fußstapfen tritt, Lorak selbst will Abenteuer erleben Nebenkonflikt Terell: Besessen von einer ominösen Essenz Nebenkonflikt Terell: dubiöse Experimente Nebenkonflikt Terell: Vergangenheit als Jäger zwar hängen die Konlikte bei Terell höchst wahrscheinlich alle zusammen, aber innerhalb der Geschichte ist noch kein Zusammenhang hergestellt, weshalb sie alle wie lose Enden herumflattern. Der Leser fragt sich noch: Hö, wat is die Essenz denn? - aber auf die wird hier gar nicht eingegangen, nichtmal andeutungsweise (abgesehen von den Kopfschmerzen), sondern es wird Tanaan auf den Tisch geworfen und der Leser fragt sich: Hö, wat is Tanaan? Ist noch keine Kritik im Sinne von: Änder das! Sondern mehr so ein Hinweis, das im Auge zu behalten, dass es nicht zu weit auffächert. Dann noch, auch mehr als Anmerkung denn als Kritik: Du hast vier Namen in der Geschichte und drei fangen mit T an. (ich bin da leicht freakig, ich versuche tatsächlich immer, jeden Anfangsbuchstaben maximal zweimal zu verwenden, klappt aber nicht immer*grins* ) Terell Tapos Tanaan Sie klingen noch dazu recht ähnlich (zweisilbig, zweiter Buchstabe ein Vokal, dritter ein Konsonant, vierter wieder ein Vokal) und ich persönlich würde Tapos umbenennen. Terell ist die Hauptperson und Tanaan klingt total cool *lach* Aber wie gesagt, da bin ich etwas freakig – manche Leute haben Hobbys, ich analysiere Namen So, das müsste aber alles gewesen sein (wobei ich bestimmt was vergessen hab, weil ich grad so duselig im Kopf bin und merke, dass ich seit über 30 Stunden wach bin *unkontrolliert zuck* ) Aber ich mach jetzt trotzdem Schluss *lach* Schönen Restsonntag noch und liebe Grüße Lanna »Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age) »You can be anything that you want on the internet. What's funny is how many people choose to be stupid.« (Zack Finfrock) |
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01-09-2010, 15:05
Beitrag #13
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RE: Das zweite Innere - Kapitel 2
Hi Lanna,
langsam, gaaaanz langsam hole ich meinen Rückstand auf *G* Zitat:kein Komma zwischen »Raumes und«; Was ich eigentlich schreiben wollte war "hinterste Ecke des Raumes" Zitat:»sein« zählt ja grundsätzlich zu den schwachen Verben, weil es eigentlich nichts aktives aussagt und auf statische Beschreibung hinausläuft. Das sollte man, soweit möglich, durch stärkere Verben ersetzen. Hier im Satz könnte das so aussehen: 1. Ich müsste wirklich mal mehr Variationen einbauen, habe doch zu oft die selben Verben drin, dabei gibts so viele schöne 2. Auch hier hänge ich mal wieder zu viele Adjektive hintereinander, ich sollte mich mal beherrschen... Danke für den Hinweis, du hast vollkommen recht Zitat:»jagen« (nach einem Doppelpunkt wird nur groß weitergeschrieben, wenn ein vollständiger Satz folgt) Gut kombiniert, er ist tatsächlich älter als gewöhnliche Menschen. Der Wuerverweis auf den Prolog gefällt mir, danke dafür. Wie alt er genau ist weiß ich allerdings auch noch nicht, vllt weiß das auch niemand Zitat:Neben der Wiederholung von »Zeit« ist hier der Bezug genau genommen sogar auf zwei unterschiedliche Zeiten aufgeteilt: einmal jene Zeit und einmal diese Zeit. Stimmt, diese und jene sind nicht das gleiche (oder wars dasselbe Zitat:Ich für meinen Teil würde mich freuen, hier schon zu erfahren, wie alt Terell ist, bzw. wie lange diese Zeit zurückliegt – bzw. wie lange er nun schon ein »normaler« Mensch ist (altert er dann auch normal oder bezieht es sich nur auf »Superkräfte«?) - allerdings ist das Geschmackssache Ja ist es Zitat:Das Problem: der »Satz« ist für mich Teil einer sprungartigen Bewegung. Wenn man einen »Satz nach vorne« macht, hat das so was Hopser-artiges an sicht. Demnach habe ich Hüpfbewegung mit fallen lassen kombiniert. So war das eigentlich auch gemeint, aber anscheinend etwas unglücklich ausgedrückt... hmm "Schwung" erscheint mir auch besser Zitat:»klein« ist dein Lieblingswort, oder? Icon_smile Genauere Beschreibung wird nachgeliefert, erscheint hier wirklich etwas unklar die gute Taverne/Spelunke/Kneipe... Ja sie wird auch versifft dar gestellt werden Zitat:Damit man ihn auch gleich als zwielichtigen Gesellen erkennt! Icon_wink Gar nicht schlimm, deine Kritik ist ja eigentlich auch berechtigt. Nein Tapos ist eigentlich auch eine unwichtige Randfigur, die die "Geschichte nur voran bringen soll". Dein Einwand jedoch hat etwas für sich, und tatsächlich bin ich hier in das "zwielichtige Klischee". Ich denke ich ändere ihn ein wenig ab, damit er nicht ganz so gewöhnlich und lebendiger rüber kommt. Zitat:Die Beschreibung find ich total cool, allerdings wird das »alt« klein geschrieben und ich würde sogar dazu tendieren, es wegzulassen. Denn »alt« kommt Tapos nicht rüber – würde da nur »dreckig und verschlissen« schreiben, das passt schon super Stimmt, über sein Alter habe ich gar nichts vorher geschrieben Zitat:Vorschlag: »Achtlos warf er ihn auf den Tisch«? Zitat:nach der wörtlichen Rede fehlt ein Komma; Jaaaa... ich muss abwechslungsreicher werden *grummel* Zitat:inhaltlich fehlt da defintiv ein »aber« vor dem »wenn«, aber ich denke, dass du es beim Wortwiederholungseliminieren (hab ich heute tolle Wörter drauf *lach*) gestrichen hast? Manchmal kann die Lösung so einfach sein, in Form eines kleinen Zeichens... "-" Zitat:»leicht« streichen: Terell ist total angepisst (sorry) von der Situation, hat keinen Bock auf die dämliche Stadt, die dämlichen Menschen, diesen dämlichen Kerl da, der fast seine Phiolen kaputt gemacht hat und jetzt auch noch mehr Geld als sonst dafür verlangt! Der ist nicht nur »leicht« gereizt, der ist stinkesauer! Ich mit meiner Inkonsequenz Zitat:Du behauptest, Tapos ist betrunken. DAS ist mal eine super Idee, warum eigentlich nicht? So ein lallender Spießgeselle heitert den Leser vielleicht ein bisschen auf Zitat:»Ihnen« groß, weil es – wenn auch nur aus Spaß – die Höflichkeitsanrede ist. Wobei ich in Fantasy ja immer zu »Euch« tendiere und niemals »Sie« verwende. Aber Geschmackssache Ich dachte da hätte ich auch "Euch" geschrieben Zitat:»Mit diesen Worten verließ er das Gasthaus.« Dass er dadurch auch automatisch Terell verlässt, ist ja klar und du sparst dir eine Namenswiederholung *lach* Öhm... Ja... Zitat:Whoops, der Übergang ist aber sehr abrupt. Also auf jeden Fall einen Absatz nach »beide«, vielleicht sogar noch irgendwie einen Satz einfügen, dass Terell seinen Blick nochmal durch den Schankraum schweifen lässt (vielleicht um sicherzugehen, dass niemand sie bei der Abwicklung ihres Geschäftes beobachtet hat?) und dann auf den Jungen (Lorak?) aufmerksam wird. Das mit dem "noch einmal den Blick schweifen lassen" gefällt mir, es scheint wirklich sehr abrupt... Zitat:falschrumes (ich weiß, das Wort gibt es nicht *grins*) Apostroph; Nein du quatschst mir nicht zu sehr rein, eher das Gegenteil: Du hilfst mir gerade dabei, ihn noch deutlicher in die Richtung zu drücken die ich mir auch vorstelle. Nur manchmal kriegt man das alleine eben nicht hin Zitat:Hm ... die Stelle wirkt auf mich, als würde der Autor versuchen, einen Kontakt zwischen Terell und Lorak herzustellen. Warum? Ja du bist auch nicht die Erste die den Logikfehler anmerkt. Ich glaube ich muss mir da einen anderen Grund überlegen, warum er sitzen bleibt. Jedenfalls einen der sich besser darstellen lässt und weniger unlogisch ist Zitat:Vermutlich zum Großteil auch Geschmackssache, aber von »irgendwas/wie/wo« und »seltsam/unheimlich/fremd/merkwürdig« würde ich abraten, damit kann man kein konkretes Gefühl oder Bild beim Leser erzeugen, weil es mit die unkonkretesten Wörter sind, die es gibt Naja nicht nur Geschmackssache, da stimme ich dir zu. Ich glaube ich sollte tatsächlich mit den körperlichen Reaktionen spielen, hab da auch schon eine Idee... HARHAR Zitat:ich weiß, ich bin ne Meckertante ... Stimmt, manchmal fällt Lorak in die Welt eines achtjährigen Jungen zurück Zitat:Komma zwischen »Hey, Kleiner« Ich hab die ganze Soldatenszene mal in eins gepackt, weil es ja einen Gesamtzusammenhang gibt. Zunächst einmal: Ja ich weiß, die bösen, dummen Stadtwachen immer. Da ich diesen ganzen Unterpunkt noch einmal überarbeiten muss, werden aus den Wachen dann eine Gruppe anderer seltsamer Gesellen, die sich in der Kneipe rumtreiben. Das passt glaub ich besser, wirkt nicht so erzwungen und klischeehaft. Hmm, die könnten den Handel ja auch bemerkt haben und wollen jetzt Terells Beutel, das würde auf jeden Fall mehr Sinn machen und Terell müsste eher "gezwungenermaßen" kämpfen. Damit hätte ich das Logikproblem auch aus der Welt geschafft, dass er ja eigentlich unbemerkt bleiben möchte. Dass er Lorak zu zwinkert müsste ich auch noch genauer erklären. Ja, es wird ihm Spaß gemacht haben, dannn konnte er wenigstens mal Dampf ablassen Zitat:Du benutzt oft »sagte« (hab ich das schon irgendwo erwähnt? Ich hab mir Gedanken gemacht, weiß aber grad nicht mehr, ob ich sie auch ausformuliert habe *lach*, falls ich mich wiederhole, verzeihs mir Icon_wink ); das ist Geschmackssache, in meinem aktuellen Buch kommt es auch ständig vor – aber ich finde, das ist das ausdrucksschwächste Verb, das man für wörtliche Rede verwenden kann. Es gibt da so viele Alternativen, die auch direkt eine gewisse Stimmung, eine Tonlage oder einen Unterton mittransporieren. Danke für den Link, sowas hab ich gesucht Zitat:Dann kam mir Terell leider etwas unkonsequent vor – einerseits seine enorme Verachtung den Menschen gegenüber, andererseits hockt er dann aber freiwillig in der Kneipe, provoziert eine Schlägerei und zeigt sich Lorak gegenüber vollkommen unbegründet zutraulich. Wie gesagt die Schlägerei bedarf einer Überarbeitung, um die Inkonsequenz da raus zu nehmen. Wird aber gemacht! Zitat:Durch die kleine Andeutug auf seine Vergangenheit machst du mich allerdings neugierig, welche Leichen er noch so im Keller hat – allerdings solltest du darauf achten, dass du nicht zu viele Nebenkonflikte beginnst, die dann nicht weitergeführt werden. Wir sind im zweiten Kapitel und haben bereits: Keine Sorge, ich hab das im Auge. Und die fließen relativ bald ineinander über, es wird nicht zu viel Zitat:So, das müsste aber alles gewesen sein (wobei ich bestimmt was vergessen hab, weil ich grad so duselig im Kopf bin und merke, dass ich seit über 30 Stunden wach bin *unkontrolliert zuck* ) Aber ich mach jetzt trotzdem Schluss *lach* Danke für deine Mühe, waren wieder einige sehr gute Anregungen dabei. Ich werde einige davon sicher annehmen und die Fehler aubügeln. Ganz liebe Grüße Bomb3rman There's a time when the operation of the machine becomes so odious, makes you so sick at heart, that you can't take part! You can't even passively take part! And you've got to put your bodies upon the gears and upon the wheels, upon the levers, upon all the apparatus, and you've got to make it stop!
And you've got to indicate to the people who run it, to the people who own it, that unless you're free, the machine will be prevented from working at all! Mario Savio, 2. Dezember 1964 |
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28-03-2011, 13:43
Beitrag #14
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RE: Das zweite Innere - Kapitel 2
Und weiter geht's
Zitat:Terell war genervt.beachte, dass jedes kapitel so anfing. Also: "ihm war kalt", "er war genervt" usw ... Zitat:Stuhl in der äußersten Ecke des Raumeswas ist den eine äußerste Ecke? Ecken sind meistens außen in der Ecke ... Zitat:Die Phiolen, die er Dank des kleinen Desasters in seiner Hütte hatte zu Bruch gehen lassen, ließen sich nur schwer beschaffen.das glas oder der inhalt? So klingt das wie das Glas, du meinst aber wahrscheinlich den Inhalt Zitat:um sich in dieses kleine verschlafene Nest namens Hefflot zu wagendas ist gut, dass hier der gegensatz zu Lorak steht Zitat:Es nützte ja alles nichts, die Zeit war weitergerollt und er mit ihr.der Ausdruck gefällt mir, aber ist er wirklich mitgerollt? Scheint mir eher festzustecken Zitat:Niemand suchte hier nach ihm.Niemand hier suchte nach ihm Zitat:„Uih, was sind wir heute wieder gut drauf!“, gluckste sein GegenüberNicht eher "uj" vllt auch "uhj"? Zitat:Es war, nicht nur durch den Geruch, den dieser zweifelhafte Idiot ausstrahlte,zweifelhaft würd ich streichen und "aussandte" schreiben Zitat:Terells Augen verengten sich zu Schlitzen, obwohl es recht unwahrscheinlich war, dass Tapos sie unter der Kapuze sehen konnte.wenn man unter seine Kapuze nicht schauen kann, woher weiß Tapos, dass er schlecht gelaunt ist? Zitat:Klappernde Geräusche waren aus seinem Inneren zu hören,geschmackssache, aber Glas klimmpert bei mir Zitat:„Ist ja schon gut, ich hab keinen Nerv um mit dir zu feilschen,komma nach nerv, das "um" würde ich streichen Zitat:mit ihnen Geschäfte zu machenIhnen Zitat:du weißt ja wo du mich findest.“komma nach ja Zitat:Nachschauen brauchte er nicht, Tapos hielt sich an die Bestellungen, auch wenn er nicht danach aus sahsollte er nicht sichergehen vorher, dass das Zeugs nicht kaputt ist? Zitat:Der schwarzhaarige Junge erschrak, als ihm klar wurde, dass der Kapuzenträger ihn bemerkt hatte.ich finde wenn du das so schreibst änderst du die perspektive, was du eigentlich nicht tust. Der schwarzhaarige Junge zuckte zusammen, als ihm klar wurde, dass er ihn bemerkt hatte, und wandte sein Gesicht ab. ich weiß "der kapuzenträger" schreibst du, weil "er" auch der junge sein könnte, aber aus der Sicht Terells ist er ja kein Kapuzenträger ... wenn du verstehst. Zitat:seinem Begleiter wieder zu, der ihm irgendwas zu erklären schien.terell sollte klar sein, dass es sein Vater ist und nicht sein BEgleiter Zitat:Nervös schaute er sich im Raum um:das widerspricht der "hellen Aufregung" die terell beobachtet Zitat:als er Loraks interessiertem Blick bemerkt hatte,n Zitat:war ihm fast klar was nun folgen würdekomma nach klar Zitat:Mit einem Krachen ließ sich der korpulente Soldat in den ersten Stuhl fallenhm der erste Stuhl. ich denke es ist egal welcher stuhl, zumal ist de frage, wo fängt man das zählen an? Mit einem Krachen ließ sich der korpulente Soldat als erster in einen Stuhl fallen Zitat:„Ui, scheint ja warm zu sein unter deinem Ringelpanzer, vielleicht solltest du lieber draußen sitzen, da weht ein kleines Lüftchen zur Abkühlung“, antwortete Terell gelassen.Sagen echt alle ui? das ist zimelich kindisch und nervig, um ehrlich zu sein Zitat:Ein kleines Grinsen zuckte in seinem Gesicht,Ein kleines Grinsen zuckte über sein Gesicht, Zitat:nach vorne gegen den Tisch schupsteschupste klingt sehr schwach, ist das absicht? sonst fände ich "sties" besser Zitat:und landete unter dem Jubel der umstehenden Menschentraube, die gerade im Begriff war sich um dieses Handgemenge zu bilden,war, sich Zitat:den schwarzhaarigen Jungen mit seinem Vater,aha, jetzt weiß er's Zitat:An der Tür sah er noch kurz den schwarzhaarigen Jungen mit seinem Vater, doch er schob sich flink an ihnen vorbei und verschwand nach draußenwenn er an der Tür ist, hat er sich schon vorbeigeschoben Zitat:war der Verfolgte jedoch schon längst verschwunden.streichen So, wieder fertig. Du führst deine 2 Figuren also zusammen und es scheint zumindest ein Interesse zwischen ihnen zu bestehen. Terell lässt sich nichts sagen, davon ging man nach seiner Vergangenheit aber aus und Lorak ist hier weniger wichtig. Hat mir insgesamt ganz gut gefallen. Du gehst weiterhin deinem "Fantasyschema" nach. ich weiß immernoch nicht wo es eigentlich hingeht, aber das ist kein Minuspunkt sprachlich hat es mir auch wieder gefallen, dass muss ich in zukunft glaub ich nicht nochmal erwähnen, außer es tut sich ein großer Sprung runter oder besser hoch. Alles andere steht ja schon oben Gruß jeronimus Jack Rabbit Slim |
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14-07-2011, 14:58
Beitrag #15
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RE: Das zweite Innere - Kapitel 2
Zitat:beachte, dass jedes kapitel so anfing. Also: "ihm war kalt", "er war genervt" usw ... Hmm, das ist ein wichtiger Punkt. Ich bin leider nicht sonderlich gut in Einstiegen, nen Vorschlag? Zitat:was ist den eine äußerste Ecke? Ecken sind meistens außen in der Ecke ... In der hintersten wollte ich eigentlich schreiben Zitat:das glas oder der inhalt? So klingt das wie das Glas, du meinst aber wahrscheinlich den Inhalt Ja ich meinte den Inhalt, gut dass du es ansprichst, sollte nicht missverständlich sein Zitat:das ist gut, dass hier der gegensatz zu Lorak steht Zufall, war gar nicht meine Intention Zitat:der Ausdruck gefällt mir, aber ist er wirklich mitgerollt? Scheint mir eher festzustecken Schwierig. Im Moment „steckt“ sie natürlich fest, aber im Hinblick auf Terells Vergangenheit hat sich natürlich viel verändert. Das kommt aber noch deutlicher heraus. Zitat:Geht beidesZitat:Niemand suchte hier nach ihm. Zitat:Nicht eher "uj" vllt auch "uhj"? Ich bin mit diesen Lauten insgesamt nicht mehr einverstanden, da such ich nach Alternativen Zitat:wenn man unter seine Kapuze nicht schauen kann, woher weiß Tapos, dass er schlecht gelaunt ist? Na anhand der Kommentare. Zitat:geschmackssache, aber Glas klimmpert bei mir Tut es auch Zitat:sollte er nicht sichergehen vorher, dass das Zeugs nicht kaputt ist? Das könnte ich noch etwas genauer erläutern. Sagen wir schon mal, man würde es definitiv riechen, wenn da was kaputt gegangen wäre. Zitat:ich finde wenn du das so schreibst änderst du die perspektive, was du eigentlich nicht tust. Ja verstehe ich, und dein Einwand ist gerechtfertigt. Hab den Perspektivwechsel nicht bemerkt. Aber der war auch nicht meine Intention. Zitat:Mit einem Krachen ließ sich der korpulente Soldat als erster in einen Stuhl fallenOder kurz und knapp: in den Stuhl Zitat:Sagen echt alle ui? Wie schon weiter oben angemerkt: bin damit auch unglücklich. Zitat:Ein kleines Grinsen zuckte über sein Gesicht, Ja. Zitat:Zitat:nach vorne gegen den Tisch schupste Soll auch mehr ein Stoß sein, danke. Zitat:wenn er an der Tür ist, hat er sich schon vorbeigeschoben Das ist wahr. Zitat:Streichen Warum? Zitat:So, wieder fertig. Die Geschichte entwickelt sich, das wird alles noch deutlicher. Auch wenn es sich etwas zieht: ich mag keine zu schnellen Einstiege, von daher dauert es insgesamt etwas. Dennoch schön dass du am Ball bleiben möchtest. Liebe Grüße Bomb3rman There's a time when the operation of the machine becomes so odious, makes you so sick at heart, that you can't take part! You can't even passively take part! And you've got to put your bodies upon the gears and upon the wheels, upon the levers, upon all the apparatus, and you've got to make it stop!
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14-07-2011, 15:24
Beitrag #16
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RE: Das zweite Innere - Kapitel 2
Servus Bomber,
kurze Rückmeldung: Zitat: Zitat:beachte, dass jedes kapitel so anfing. Also: "ihm war kalt", "er war genervt" usw ...das ist nicht zwingend ein Kritikpunkt. Hätte sogar erwartet, dass du sagst, es sei Absicht. Was Gegenvorschläge angeht, persönlich leg ich bei nem Kapitel gerne direkt los. Das machst du quasi auch, aber man fragt sich nicht wirklich, warum er genervt ist. Wenn er hingegen sagt: "Die Arschlöcher können mich mal" dann weiß man, dass er genervt/wütend ist und wüsst vllt gern, warum er so flucht. Sprich ich mag es mit Dialogen anzufangen. Gern auch aus der Mitte heraus "Wenn ichs dir doch sage, deine Mutter hat mich angemacht!" (:mrgreen wenns niemanden zu reden gibt und man will ja auch nicht immer gleich anfangen, hätt ich deins genommen und noch n Bild angehängt. Er war so genervt, dass ihm die Galle in den Hals stieg. ..., dass er am liebsten geschrien hätte ..., dass er dem Huhn, das sich ihm in den Weg stellte, einen deftigen Tritt verpasste. Bisl witzig darfs ja auch sein ^^ aber wie gesagt, das war nur ein Hinweis ohne Wertung, kann man ja machen, so wie du es hast. Zitat: Zitat:Streichenist freiwillig aber ich empfinde es als unnötig. Zitat:Die Geschichte entwickelt sich, das wird alles noch deutlicher. Auch wenn es sich etwas zieht: ich mag keine zu schnellen Einstiege, von daher dauert es insgesamt etwas. Dennoch schön dass du am Ball bleiben möchtest.eine Geschichte die sich entfalltet ist bei mir gern gesehen, wenn ich weiß worauf es hinausläuft ists auch nicht recht. Ich erwähne dass eher so als Smalltalk und wenn du wollen würdest, dass man etwas bereits erkennt, weißt, dass ich es nicht tue soviel von mir gruß jeronimus Jack Rabbit Slim |
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14-07-2011, 16:14
Beitrag #17
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RE: Das zweite Innere - Kapitel 2
Zitat:das ist nicht zwingend ein Kritikpunkt. Hätte sogar erwartet, dass du sagst, es sei Absicht. Das mit dem Bild anhängen gefällt mir, geht mehr in die "Show-don't tell"-Richtung, die ich sowieso mehr einbringen muss Zitat:eine Geschichte die sich entfalltet ist bei mir gern gesehen, wenn ich weiß worauf es hinausläuft ists auch nicht recht. Gut dann weiß ich wie du es meinst liebe Grüße Bomb3rman There's a time when the operation of the machine becomes so odious, makes you so sick at heart, that you can't take part! You can't even passively take part! And you've got to put your bodies upon the gears and upon the wheels, upon the levers, upon all the apparatus, and you've got to make it stop!
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Diese Formulierung hatte eigentlich eher zufällig mit dem Satz Kings zu tun, obwohl ich die Saga auch gelesen hab. Ist aber vorgemerkt, da hapert es wirklich mit der Formulierung 
