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Das zweite Innere - Kapitel 3.2
13-06-2010, 12:29
Beitrag #11
RE: Das zweite Innere - Kapitel 3.2
Der zweite Abschnitt ist ja nicht all zu lang, dann mach ich das hier mal in einem Rutsch.

Zitat:Keine fünf Minuten später
Mal eine kurze Zwischenfrage:
arbeitest du mit einem allwissenden Erzähler oder ist jeweils ein Protagonist bei dir der Fokuspunkt eines Abschnittes?
Ich frage aus dem einfachen Grund, dass ein allwissender Erzähler zwar die genauen Zeitabstände wissen könnte (es wäre immer noch nicht super, aber okay), aber Lorak als uhrloses Mittelalterkind nie im Leben wissen könnte, wie lange seine Mutter genau fort war.
Solche Stellen hast du zwischendurch immer wieder, deshalb spreche ich das Thema mal an.

Zitat:Mit den Worten „Was ist passiert Junge?“, hockte sich sein Vater hin.
Finde ich auf diese Weise gar nicht schön gemacht. Es ist einfach nicht schön zu lesen.
Vorschlag:
"'Was ist passiert Junge?", fragte sein Vater und ging in die Hocke."

Zitat:schwitzte, und seine dunkelbraunen Augen schauten fragend auf ihn herab.

Zitat:Zu viert brachen sie auf, und nach einer kleinen Diskussion kam auch Loraks Mutter mit. Sie hatte ziemliche Mühe, mit ihren kurzen Beinen Schritt zu halten, aber dennoch ließ sie es sich nicht nehmen. Mit hoch gerafftem Rock stapfte sie durch das kniehohe Gras, und niemand sprach ein Wort, bis sie nach kurzer Reise das Ufer des Flusses erreichten.
Ich warne vor:
das hier ist wieder so eine Gefühlssache:
ich kann nicht genau festmachen, was mich an diesem Abschnitt stört, aber beim Lesen gefiel er mir nicht.
Er ist wieder ein wenig umständlich und wiederholt sehr oft Wissen, dass der Leser eigentlich schon hat.

Zitat:kniehohe Gras, und niemand sprach ein Wort, bis sie nach kurzer Reise das Ufer des Flusses erreichten.

Mervin saß noch immer verstört an der Stelle, wo Lorak ihn zurückgelassen hatte. Die Männer stapften ins Wasser, Lorak dicht hinter ihnen
Wieder ein unnötiger Absatz. Klemm mal deine Enter-Taste fest Icon_wink

Zitat:„Bleib am besten wo du bist Lorak“
„Bleib am besten wo du bist, Lorak“

Zitat:Nach einer kurzen Untersuchung stellten die Männer offiziell den Tod des Mannes fest.
Finde ich sehr unpassend:
Todesfeststellung ist heute ja mit Ärzten etc verbunden, deshalb passt diese Formulierung nicht ins Setting.
Wenn sie ironisch/scherzhaft gemeint ist, stört sie dafür die Atmosphäre.

Zitat:„Aber er ist nicht aus dem Dorf oder?“
„Aber er ist nicht aus dem Dorf, oder?“

Zitat:ihn dafür zu rügen, dass er sich verdrückt hatte: Ein sehr glücklicher Zufall!
Vielleicht bin ich sehr kritisch, aber der Umstand, dass du immer wieder wiederholst, dass Lorak über all den Schrecken sehr darauf bedacht ist und es total super findet, dass er keinen Ärger bekommen hat, macht ihn mir alles andere als sympathisch.

Zitat:Warum war er da nicht früher drauf gekommen? Das war doch die ideale Gelegenheit für ein nächtliches Abenteuer!
Warum zeichnen sich so viele junge Fantasy-Protagonisten durch diese Scheiß-egal-wenn-ich-umkomme-Attitüde aus?
Hat Lorak keine Angst? Ich meine, irgendwas schleicht vielleicht da draußen rum, zerfleischt Menschen und er kann nur an Abenteuer denken?

Zitat:Flussufer, und sein Herz
Wieder dieses Komma...
Hier würde ich aber sogar einen Punkt setzen und zwei Sätze drauß machen.

Zitat:Hier steh ich, nur mit einem dünnen Wollhemd bekleidet barfuss im Fluss, und jage Schätzen nach!,
Sag ich ja.

Zitat:Bötchens
Des Bootes.
Kein Widerspruch. "Bötchen" geht mal gar nicht.

Zitat:Ziellos angelte er sich vorwärts
Man "hangelt" sich^^

Zitat:Er war komplett aus dunklem Holz gezimmert, ein quaderähnliches Kästchen von seltsam anmutender Schönheit.
Was genau hat denn dann gefunkelt?

Zitat:Verwirrt drehte er das Ding mehrmals herum, aber es gab wirklich keine Seite, die irgendwie bearbeitet worden war.

Ein leichter Wind kam
Absatz zu viel.

Zitat:auf, und Lorak
s.o. (oder in Kap 3.1)

Zitat:Die durchnässten Klamotten klebten an seinem Körper wie Algen
Vergleiche sind manchmal eine hakelige Angelegenheit, der hier ist allerdings innovativ und passend Icon_smile

Zitat:Dass er sich wenig später wünsche würde, diese Schatulle niemals gefunden zu haben, wusste er jedoch noch nicht.
Hm.
Ich bin erklärter Gegner solcher Stellen. Erzähl uns doch einfach später, dass er Mist gebaut hat, bisher kann man sich das noch ganz gut denken, kein Grund also, dem Leser eine Prophezeiung vorzusetzen.

Abschließend muss ich sagen, dass mir dieser Abschnitt nicht wirklich gefallen hat. Lorak verhält sich hier selbst für sein Alter unglaubwürdig. Vielleicht kann ich seine Motivation auch einfach nicht nachvollziehen.
Außerdem versteh ich nicht, wie er einfach aus dem Dorf kommen konnte, ohne gesehen zu werden. Da draußen schleicht etwas umher, das Menschen anknabbert - haben die Dörfler da keine Wachen aufgestellt?

Mir ist klar, dass du mit diesem Abschnitt die Handlung in Schwung bringen willst, aber das passiert leider etwas wenig nachvollziehbar, jedenfalls empfinde ich das so.

Was du in den ersten beiden Kapitel an Grund gewonnen hast, bei Loraks Charakterisierung, geht hier wieder flöten, einfach durch sein Verhalten.

Klar, ich will wissen, was es mit der Schatulle auf sich hat, dieses Teilkapitel schafft es aber nicht, mich zu überzeugen, tut mir Leid.

Mann, ich will dich nicht entmutigen, aber ich denke mir, mit Schönfärberei ist keinem von uns Schreiberlingen geholfen^^

Beste Grüße,
Saryn

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22-06-2010, 18:16 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22-06-2010 18:18 von Bomb3rman.)
Beitrag #12
RE: Das zweite Innere - Kapitel 3.2
Zitat:Mal eine kurze Zwischenfrage:
arbeitest du mit einem allwissenden Erzähler oder ist jeweils ein Protagonist bei dir der Fokuspunkt eines Abschnittes?
Ich frage aus dem einfachen Grund, dass ein allwissender Erzähler zwar die genauen Zeitabstände wissen könnte (es wäre immer noch nicht super, aber okay), aber Lorak als uhrloses Mittelalterkind nie im Leben wissen könnte, wie lange seine Mutter genau fort war.
Solche Stellen hast du zwischendurch immer wieder, deshalb spreche ich das Thema mal an.

Es ist auch gut dass du das ansprichst: Eigentlich ist immer derjenige Protagonist der Fokuspunkt. Mir fällt aber gerade hier auf, dass diese genaue Zeitangabe überhaupt nicht passt. Das muss ich definitv ändern.

PS: "uhrloses Mittelalterkind" klingt super Icon_lol

Zitat:Finde ich auf diese Weise gar nicht schön gemacht. Es ist einfach nicht schön zu lesen.
Vorschlag:
"'Was ist passiert Junge?", fragte sein Vater und ging in die Hocke."

Manchmal ist simpler = besser Icon_smile

Zitat:Ich warne vor:
das hier ist wieder so eine Gefühlssache:
ich kann nicht genau festmachen, was mich an diesem Abschnitt stört, aber beim Lesen gefiel er mir nicht.
Er ist wieder ein wenig umständlich und wiederholt sehr oft Wissen, dass der Leser eigentlich schon hat.

Also mir persönlich gefällt dieser Abschnitt eigentlich ganz gut (bis auf die ", und"-Stelle *grummel*... Daher bin ich hier mal nicht deiner Meinung Icon_smile

Zitat:Wieder ein unnötiger Absatz. Klemm mal deine Enter-Taste fest Icon_wink

Aye, Chef Icon_smile

Zitat:Finde ich sehr unpassend:
Todesfeststellung ist heute ja mit Ärzten etc verbunden, deshalb passt diese Formulierung nicht ins Setting.
Wenn sie ironisch/scherzhaft gemeint ist, stört sie dafür die Atmosphäre.

Nein das war nicht ironisch gemeint (würde auch nicht passen), aber es klingt etwas ungeschickt... Da muss ich nochmal dran

Zitat:Vielleicht bin ich sehr kritisch, aber der Umstand, dass du immer wieder wiederholst, dass Lorak über all den Schrecken sehr darauf bedacht ist und es total super findet, dass er keinen Ärger bekommen hat, macht ihn mir alles andere als sympathisch.

Naja was heißt sehr kritisch... Also ich will ihn schon als etwas zu "sorglos" darstellen, aber hier sollte ich es vielleicht auf eine andere Art und Weise machen.

Zitat:Warum zeichnen sich so viele junge Fantasy-Protagonisten durch diese Scheiß-egal-wenn-ich-umkomme-Attitüde aus?
Hat Lorak keine Angst? Ich meine, irgendwas schleicht vielleicht da draußen rum, zerfleischt Menschen und er kann nur an Abenteuer denken?

s.o. Icon_smile Bedarf vielleicht des einen oder anderen Gedankens, die Stelle. So ein kleiner innerer Konflikt, in dem die Neugier die Oberhand behält würde hier eigentlich gut passen.

Zitat:Des Bootes.
Kein Widerspruch. "Bötchen" geht mal gar nicht.

DOCH Icon_ugly Nein quatsch, du hast Recht Icon_wink

Zitat:Was genau hat denn dann gefunkelt?

Das beschreibe ich später noch einmal ausführlicher, aber ein wenig mehr Details würden hier ganz gut passen, das stimmt.

Zitat:Hm.
Ich bin erklärter Gegner solcher Stellen. Erzähl uns doch einfach später, dass er Mist gebaut hat, bisher kann man sich das noch ganz gut denken, kein Grund also, dem Leser eine Prophezeiung vorzusetzen.

Das ist wieder Geschmackssache, finde ich. Ich mag diese Stellen eigentlich, dieses leicht vorausschauende hat etwas für sich in meinen Augen.

Zitat:Abschließend muss ich sagen, dass mir dieser Abschnitt nicht wirklich gefallen hat. Lorak verhält sich hier selbst für sein Alter unglaubwürdig. Vielleicht kann ich seine Motivation auch einfach nicht nachvollziehen.
Außerdem versteh ich nicht, wie er einfach aus dem Dorf kommen konnte, ohne gesehen zu werden. Da draußen schleicht etwas umher, das Menschen anknabbert - haben die Dörfler da keine Wachen aufgestellt?

Die Unglaubwürdigkeit kann ich ihm denk ich durch mehr innere Konflikte nehmen, er wirkt in der Tat zu sorglos hier. Er könnte auch noch etwas um die Häuser schleichen, um nicht gesehen zu werden. Das könnte hier noch ein wenig mehr Spannung bringen. Dass das Dorf hier nicht bewacht wird, hab ich wirklich noch nicht bedacht. Sollte ich, um die Szenerie abzurunden, vielleicht mit einbauen Icon_smile

Zitat:Mir ist klar, dass du mit diesem Abschnitt die Handlung in Schwung bringen willst, aber das passiert leider etwas wenig nachvollziehbar, jedenfalls empfinde ich das so.

Was du in den ersten beiden Kapitel an Grund gewonnen hast, bei Loraks Charakterisierung, geht hier wieder flöten, einfach durch sein Verhalten.

Wie gesagt, ich sollte Lorak hier etwas reflektierter gestalten.

Zitat:Klar, ich will wissen, was es mit der Schatulle auf sich hat, dieses Teilkapitel schafft es aber nicht, mich zu überzeugen, tut mir Leid.

Mann, ich will dich nicht entmutigen, aber ich denke mir, mit Schönfärberei ist keinem von uns Schreiberlingen geholfen^^

Beste Grüße,
Saryn

Keine Sorge, du entmutigst mich nicht, da ja hier viel konstruktive Kritik herumkommt. Wenn ich keine Kritik wollte, hätte ich das Stück nicht eingestellt, sondern ausgedruckt und mir übers Bett gehangen, dann hätte ich es unreflektiert anhimmeln können Icon_smile

Danke für deine ehrlichen Worte und so manche Idee,

Liebe Grüße
Bomb3rman

There's a time when the operation of the machine becomes so odious, makes you so sick at heart, that you can't take part! You can't even passively take part! And you've got to put your bodies upon the gears and upon the wheels, upon the levers, upon all the apparatus, and you've got to make it stop!
And you've got to indicate to the people who run it, to the people who own it, that unless you're free, the machine will be prevented from working at all!

Mario Savio, 2. Dezember 1964
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17-07-2010, 15:32
Beitrag #13
RE: Das zweite Innere - Kapitel 3.2
Hiho Bomberman!

Ohne große Vorrede, direkt an die Textarbeit:

Zitat: Was denkst du… Himmel Junge, was ist passiert?
Leerzeichen vor die drei Auslassungspunkte

Zitat: Lorak schwitzte, und dennoch war ihm kalt. Er konnte sich nicht erinnern, wann er das letzte Mal so gerannt war. Kalter Schweiß rann ihm über die Stirn, und seine Knie schlotterten.
Die beiden unterstrichenen Sätze sagen beide das gleiche aus. Den ersten würde ich daher weglassen, da behauptest du nur, dass Lorak schwitzt und ihm kalt ist – im zweiten dagegen zeigst du es dem Leser mit einem Bild, einem Sinneseindruck, das kommt viel stärker an

Zitat: ,,Wo ist Vater? Ich muss ihn sprechen…“, stammelte er, dann setzte er sich auf den Boden.
Hier wieder ein Leerzeichen vor die Auslassungspunkte.
Das »setzen« liest sich mMn etwas merkwürdig. Vermutlich tut er es, weil er keine Kraft mehr in den Beinen hat – aber da fände ich dann ein »sank zu Boden« oder sogar einen Sturz eindrucksvoller. Das »setzen« klingt nach überlegter, bewusster Handlung und das passt bei weichen Knien nicht so recht

Zitat: Sorge stand seiner Mutter ins Gesicht geschrieben, so hatte sie ihren Jungen noch nicht erlebt.
(*Personal-Erzähler-Fan sei*)
Der fette Teil springt aus Loraks Perspektive. Das sind die Gedanken der Mutter (»mein armer Junge«), nicht seine.

Zitat: „Nein, mit mir ist alles in Ordnung, Bitte hol Vater, ich muss mit ihm reden“
das »bitte« entweder klein, oder nach »Ordnung« einen Punkt setzen (wäre mein Vorschlag). Hier könntest du (wenn du willst *zwinker*) die Atemlosigkeit Loraks auch in der wörtlichen Rede wiedergeben.
»Nein, alles ... in Ordnung. Hol Vater ... muss mit ihm ... reden.« (zum Beispiel. Oder du unterbrichst die Rede, um ihn nach Luft schnappen zu lassen, gegen den Schwindel zu kämpfen oder sowas)

Zitat: Sie nickte und ging schnell von dannen.
»schnell gehen« -> eilen, hasten, laufen ?
»von dannen« klingt sehr ... altmodisch, passt mMn nicht so recht in den Textfluss. Vorschlag:
»Sie nickte und eilte los« oder »Sie nickte und verschwand eilig in der Menge« (falls da noch mehr Menschen sind) oder »verschwand eilig Richtung Dorfplatz« oder sowas

Zitat: „Was ist passiert Junge?“
Komma zwischen »passiert, Junge«

Zitat: Ich glaube er ist tot...“, schilderte Lorak in der Kurzfassung.
Die Auslassungspunkte hier sind überflüssig, im Prinzip hat Lorak ja alles gesagt, den Toten betreffend.

Zitat: schilderte Lorak in der Kurzfassung. Trotz seiner Verwirrtheit war er gerissen genug, nicht zu erwähnen, was sie überhaupt dort unten am Flussufer anstatt hier im Dorf zu suchen hatten.
Das ist mir persönlich für die Situation wieder zu kühl und unbeteiligt. »schildern«, »Kurzfassung«, »Verwirrtheit«, »gerissen« ... Du behauptest hier zwar, Lorak wäre verwirrt, aber bisher hat er eigentlich ziemlich logisch und überlegt gehandelt. Die Verwirrtheit kommt beim Leser nicht an.
Vorschlag:

»blablabla«, erzählte Lorak und die Worte stolperten nur so aus seinem Mund. Würde ihm sein Vater überhaupt glauben? Das Bild des Toten tauchte wieder vor seinen Augen auf, das viele Blut und die furchtbare Wunde. »Bitte, komm mit, Vater. Mervin ist noch da.«
»Wenn das wieder eine von deinen Tagträumereien ist -«
»Nein!«, unterbrach Lorak den Einwand. Noch immer fühlten sich seine Beine wie aus Sägemehl an, aber er biss die Zähne zusammen und stand wieder auf. »Ich schwöre es, Vater. Du musst mir glauben!«

So ein bisschen Konflikt erzeugt kleine Spannungsmomente – und da Lorak und sein Vater ja sowieso kein gutes Verhältnis haben, fände ich diese Zweifel durchaus angebracht. Vielleicht hakt der Vater auch erstmal nach, warum Lorak überhaupt am Fluss war, und muss wirklich erst überzeugt werden, mitzukommen.

Zitat: Zu viert brachen sie auf, und nach einer kleinen Diskussion kam auch Loraks Mutter mit.
Wenn es so da steht, brechen sie ZUERST auf, und DANACH kommt die Mutter mit Icon_wink (und das böse Wort wieder Mrgreen )
»Sie wollten zu viert aufbrechen, doch nach knapper Diskussion kam auch Loraks Mutter mit.«

Zitat: und niemand sprach ein Wort, bis sie nach kurzer Reise das Ufer des Flusses erreichten.
»Reise« klingt nach Ausflug, nach etwas umfangreicherem. Hier würde auch reichen: »bis sie das Ufer des Flusses erreichten.«

Zitat: „Bleib am besten wo du bist Lorak“, rief ihm sein Vater zu.
Komma zwischen »besten, wo« und »bist, Lorak«

Zitat: „Warum?“, entgegnete dieser gereizt, „Ich hab ihn eben auch schon gesehen und weiß, wie er aussieht!“
Ich bin (war es eben schon) unsicher, ob ich Lorak richtig eingeordnet hab. Bisher dachte ich, der Anblick der Leiche hat ihn fertig gemacht, aber im Moment wirkt es eher so, als fände er das alles ganz toll und aufregend. Dazu passt seine heftige Reaktion aber nicht. (kalter Schweiß, weiche Knie, Schwindel, zittern; und dass er selbst ins Dorf läuft. Wenn er von der Leiche so begeistert ist, warum schickt er dann nicht Mervin?
Da könntest du Loraks Gedanken vielleicht stärker nutzen, um dem Leser zu zeigen, wie er zu dieser Leichensache steht.
Demnach wären auch alle meine Forderungen nach mehr Panik in Loraks Verhalten unnötig, wenn du ihm diese Panik gar nicht geben wolltest. Aber wie gesagt, für mich wirkte vor allem der Einschub, dass er bisher noch keine Erfahrungen mit Toten hat und seine körperliche Reaktion auf den Fund, eher so, als wäre es etwas Schockierendes. Faszination würde sich eher darin ausdrücken, dass er Mervin ins Dorf schickt um sich die Leiche vielleicht in aller Ruhe noch genauer ansehen zu können.
Und dann noch ein konkreter Formulierungsvorschlag um das doppel-»sehen« zu vermeiden:
»Ich hab ihn schließlich gefunden und weiß, wie er aussieht.«
Außerdem muss entweder nach dem »gereizt« ein Punkt, oder das »ich« wird klein geschrieben

Zitat: Achselzuckend drehte der große Mann sich wieder dem Boot zu.
Warum sagt er Lorak, er solle bleiben, wo er ist, wenn es ihn eigentlich gar nicht interessiert, was der Junge tut? Entweder ihm ist es egal, dann brauch er auch nichts zu sagen, oder er will nicht, dass sein Sohn näherkommt, dann sollte er versuchen, das ein bisschen konsequenter durchzusetzen.

Zitat: Nach einer kurzen Untersuchung stellten die Männer offiziell den Tod des Mannes fest.
Da liegt ein Mann mit aufgerissener Kehle in einem Boot – seit längerer Zeit - ... welche »Untersuchung« braucht es da, um den Tod festzustellen? Da reicht doch ein Blick, oder nicht?
»offiziell« klingt so ... modern.
Vielleicht gestaltest du die Szene etwas aktiver, beziehst Lorak stärker mit ein, wie er versucht, ihnen über die Schultern zu spähen oder sowas.
Vorschlag:

Adan warf nur einen kurzen Blick auf den Körper. »Der ist tot. Eindeutig.«
Die beiden anderen Männer nickten stumm. Gemeinsam hievten sie den Mann aus dem Boot und ...

Zitat: Zu dritt hievten sie ihn aus dem kleinen Boot, und legten ihn am Ufer ab.
überflüssig Icon_smile

Zitat: der mit dem Rücken zu Lorak stand. Der rüstige Mann mit den wenigen grauen Haaren kratze sich nachdenklich am Kinn.
Wenn Lorak hinter ihm steht, wie kann er dann sehen, dass Adan sich am Kinn kratzt? Icon_wink

Zitat: „Bei den Wunden muss es ein ziemlich großes Tier gewesen sein, vielleicht ein Bär oder ein Wolf. Ich habe noch nie solche Bisswunden gesehen“, antwortete Loraks Vater.
Hier wäre es halt praktisch, wenn ich als Leser die Wunden selbst »gesehen« hätte, du mir also aus Loraks Augen beschrieben hättest, wie sie aussehen, was ER von ihnen denkt. Es gibt nämlich zwei Möglichkeiten:
- Die Wunden sind tatsächlich Bisswunden und der Tod somit relativ »natürlich«
- Die Wunden sind KEINE Bisswunden und die Männer suchen nur nach einer logischen Erklärung für einen eher »unnatürlichen« Tod.
Als Leser wüsste ich gerne, was von beidem zutrifft, da ich im Prinzip ja dabei bin und die Wunden selbst sehe.
Aber die Tiertheorie empfinde ich selbst (als Halb-Stadtmensch) als unrealistisch, weil erstens ein Tier den Kerl nicht nur totbeißen und dann liegenlassen würde und zweitens ein Tier (Bär/Wolf) nicht auf dem Fluss jagt, wo der Mann sich ja offenbar (wegen dem Boot) zum Zeitpunkt eines Todes aufgehalten hat. Oder er wurde nach seinem Tod in das Boot gesetzt, aber auch das tun Tiere nicht.
Vielleicht macht Lorak sich die ein oder zwei Gedanken dazu, oder einer der Männer will widersprechen und Loraks Vater bringt ihn da zum Schweigen, so â la: »Es muss ein Bär gewesen sein! Punkt!«

Zitat: „Aber er ist nicht aus dem Dorf oder?“, fragte Mervin.
Komma zwischen »Dorf, oder«

Zitat: Er schien alles in allem einen recht schmerzhaften Tod erlitten zu haben.
»alles in allem«? Die Schlussfolgerun kann ich nicht ganz nachvollziehen. Okee, wenn er erst die Abschürfungen erlitten hat und DANN gestorben wurde, war es vielleicht schmerzhaft – aber die Abschürfungen können auch nach seinem Tod entstanden sein. Und so eine Wunde an der Kehle ist ja eine eher schnelle Todesart.
Das hier klingt sehr nach polizeilicher Ermittlungsarbeit, nach einer Analyse der Verletzungen, die ich als Leser zwar machen kann (wenn du mir die Möglichkeit gibst und die Verletzungen beschreibst Icon_wink ), die aber nicht zu Lorak passt, weil er eben keine Erfahrung mit dem Tod hat.
Wenn du den Leichnam beschreibst, mit aufgerissener Kehle, Schnitten und Schürfwunden am ganzen Körper, zerissener Kleidung, unnatürlich verdrehtem Bein und mit zwei abgeschnittenen Fingern ... dann kann der Leser sich denken, dass da was ziemlich schmerzhaftes abgegangen ist. Allerdings musst du dann auch stärker erklären, wie die Männer auf ein Tier kommen.
Ein Tier verursacht keine Schürfwunden – wenn es nur eine »Ausrede« der Männer ist, obwohl sie ahnen, dass es ein Verbrechen war, kannst du das wie gesagt entweder in einem kleinen Streit zwischen den Männern einbringen, oder sich Lorak den ein oder anderen Gedanken machen lassen.
So in der Richtung (jetzt nur inhaltlich, nicht stilistisch *lach*)
»Aber Vater, sieh doch, die vielen Kratzer hier. Das kann doch kein Bär gewesen sein.« - »Sei still, Junge, du hast doch keine Ahnung. Vielleicht ist er irgendwo einen Felsen runtergefallen, auf der Flucht vor dem Bär.« - »Aber hier gibts doch gar keine Felsen« - »Aber, aber! Schluss jetzt, ab nach Hause!«
Ohne solche Hinweise geh ich beim Lesen schnell davon aus, dass der Autor gar nicht daran gedacht hat und mir Blödsinn erzählen will Icon_wink

Zitat: und er roch recht streng, so als hätte er mehrere Tage in der Wildnis gelebt, ohne ein Bad oder sonstige Hygiene.
[Bild: smiley_emoticons_lol1.gif]
sorry, der musste sein *grins*
Da liegt ein Toter. In einem Boot mitten im Schilf. Ein Toter. Und der »riecht streng« ?
Vielleicht liegt es an mir, aber das kommt mir so total skuril vor als Gedankengang.
Ich finde eine Leiche, schlimme Wunden, in einem kaputten Boot – und ich schnuppere dran und denke mir: Oh, der hatte die letzten Tage sicher kein Schaumbad. Ernsthaft?
Mal abgesehen davon, dass eine Leiche sowieso recht schnell zu stinken anfangen dürfte, weil sich doch der Körper nach dem Tod entleert (oder ist das nur bei hängenden Toten so? Bin da grad nicht so gut informiert), es also nach Fäkalien müffeln dürfte, war »Hygiene« in einer Zeit ohne Schaumbad und fließendes Wasser sowieso kein allzu wichtiger Bestandteil in der Gesellschaft. Welche Art von Hygiene betreiben die Dorfbewohner denn? Duschen/Baden sie jeden Tag? Zähne putzen, Rasierwässerchen, Haare shampoonieren? In Städten könnten dafür natürlich Badeanstalten zur Verfügung stehen, aber in so einem Dorf kommt es mir eher komisch vor.
(Basiert natürlich wieder auf der Annahme einer mittelalterähnlichen Welt – wenns fließend Wasser und Zahnpasta bei dir schon gibt, geht das. Meine Vorstellung ist nur eine andere)

Der Gestank (und auch die Beschreibung des Mannes) würden mMn besser in den ersten Teil des Kapitels passen, wo Lorak und Mervin die Leiche finden. Denn bereits da sehen sie sie, müssten auch was riechen, wenn es so schlimm ist, und du hättest auch Gelegenheit, die Wunden direkt zu beschreiben.

In dieser Szene hier könntest du dann mehr auf Details eingehen, Loraks Gefühle beim Betrachten der Leiche nochmal deutlich machen und sowas

Zitat: „Wie dem auch sei Kinder, ihr geht jetzt mit meiner Frau ins Dorf zurück. Wir werden den Mann beerdigen und dann nachkommen. Farla, bitte sag dem Priester bescheid, er soll herkommen“
»mit meiner Frau« klingt sehr gestellt, weil ich niemanden kenne, der von seinem Ehepartner von »meine Frau« oder »mein Mann« spricht, wenn eben jener dabei ist und von den Beteiligten auch mit Vornamen gekannt wird.
(Also ich sag meiner Schwester nicht: »Wenn wir in die Stadt fahren, lassen wir meinen Mann besser zu Hause«, sondern ich benutz seinen Namen.)
Warum wollen sie den Mann da am Fluss beerdigen?
Beerdigen ist ja ein religiöses Ritual, das hätte ich persönlich auch mit einem speziellen Ort (Friedhof, Gräberhügel, Katakomben, was auch immer) verbunden.


Zitat: er sich verdrückt hatte: Ein sehr glücklicher Zufall!
»ein« klein (nach einem Doppelpunkt wird nur dann groß weitergeschrieben, wenn ein vollständiger Satz folgt)

Zitat: So perfide das Ganze auch klang, es war spannend gewesen!
Genau das hätte ich gerne in der Geschichte selbst mitbekommen Icon_smile Wie du ja ein meinen Anmerkungen bemerkt hast, hatte ich lange einen falschen Eindruck von Lorak, weil für mich von diesem »aufregend, spannend, Nervenkitzel« eigentlich gar nichts rüberkam.
»perfide« (Duden: [verschlagen, hinterhältig u.] niederträchtig, in besonders übler Weise gemein) klingt da übrigens nichts

Zitat: Warum war er da nicht früher drauf gekommen?
Das ist eine sehr, sehr gute Frage. Wo waren diese ganzen Gedanken, als das Thema aktuell war? Wo waren seine Zweifel am Tier, seine eigenen Träumereien und Spinnereien?
Du kannst nicht behaupten, die Hauptperson wäre ein verträumter Abenteurer, und fehlende Charaktermerkmale dann hinterher damit entschuldigen, dass es ihm vorher nicht eingefallen ist.
Genau diese Fragen hätte ich erwartet, als die Sache mit dem Tier kam.
Entweder musst du Lorak stärker als »unter Schock stehend« beschreiben, damit seine Apathie in der Szene logisch wird, oder du musst diese Fragen unterbringen. Alles andere ist ein Bruch mit dem Charakter.

Zitat: auf das kleine Dach der Veranda fallen.
»niedrige«?

Zitat: die kalte Erde kribbelte leicht unter seinen nackten Füßen.
»die Erde kribbelte kalt unter seinen Füßen« (»leicht« schwächt ab; und dass seine Füße nackt sind, ergibt sich aus dieser Wahrnehmung der Erde Icon_wink

Zitat: und sein Herz hämmerte wie wild als er schließlich das kaputte
Komma zwischen »wild, als«

Zitat: Ruderboot dort liegen sah. Sein Vater und die anderen hatten es tatsächlich einfach so da liegen lassen! Wie kleine Nadelstiche brannte das eiskalte Wasser, als er hineinwatete.
dass das Boot liegengelassen wurde, ergibt sich schon daraus, dass Lorak es sieht. Wäre es weggeräumt, könnte er es nicht sehen. Und warum sollten die Männer es auch wegräumen?
Gibt es allerdings einen trifftigen Grund, es wegzuräumen, stellt sich die Frage, warum sie es liegengelassen haben Icon_wink
»Wie Nadelstiche brannte das Wasser, als er hineinwatete« *zwinker* (allerdings bin ich unsicher, ob Flusswasser tatsächlich innerhalb von wenigen Stunden so stark abkühlen kann)

Zitat: und der kleinen Sitzbank war nichts zu erkennen.
»schmalen«? Icon_wink

Zitat: Sein Herz machte einen Hüpfer. Hatte er tatsächlich dort etwas gesehen? Oder war es sein wirrer Verstand, der ihm dies vorspielte? Lorak musste schmunzeln.
Hier steh ich, nur mit einem dünnen Wollhemd bekleidet barfuss im Fluss, und jage Schätzen nach!, dachte er.

Hier hast du zwar Loraks Gedanken, aber ich muss trotzdem meckern *lach*
Er sucht und sucht, will aufgeben, ist enttäuscht – und plötzlich sieht er was! Oh mein Gott, was kann das sein *aufgeregt sei* *freufreu*
Aber statt direkt danach zu greifen – was eigentlich die sinnvollste Reaktion wäre – fängt er erstmal an, über seine aktuelle Situation zu sinnieren. Wenn er sich schon selbst fragt: »Hab ich das echt gesehen oder mir nur eingebildet«, wird er doch so schnell wie möglich versuchen, eine Antwort auf die Frage zu finden – und nicht erst überlegen, dass Nessala sicher lustig finden würde, was er hier grade tut und was passieren würde wenn ...
Die Gedanken kannst du vielleicht ein bisschen eher einbauen, so in der Richtung, dass er sucht und nix findet und sich denkt: »Oh Mann, was ich bin ein Depp, steh hier barfuß in nem Boot und jage Hirngespinsten nach. Das Dorf würde mich sowas von auslachen« und dann will er gehen und plötzlich sieht er doch noch was! Und sofort nachgeguckt, was das war

Zitat: als er mit den Händen in dem aufgewühlten Wasser herumfischte.
vielleicht eher »im schlammigen Wasser« oder »im trüben Wasser«?

Zitat: Bis zur Hüfte stand er nun in dem Nass, so dass seine Hände gerade so den Grund erreichten, ohne dass er tauchen musste.
Ich hab glaub ich eine total falsche Vorstellung von dem ganzen Setting *lach* Ich dachte eigentlich, das Boot liegt da so im Schilf, in seichtem Wasser, halb auf Grund gelaufen und sinkt deshalb nicht. Wenn das Wasser aber hüfthoch ist, warum ist das Boot dann nicht schon ganz gesunken? Und warum klettert Lorak nicht IN das Boot, wenn er darin etwas sucht?

Zitat: Es lag genau unter dem Rumpf des Bootes
Wie hat er dieses Etwas funkeln sehen können? Wenn da ein Boot und hüfthohes Wasser drüber sind. Und müsste das Boot nicht fast waagerecht aus dem Wasser ragen, wenn das eine Ende bis zum Grund von hüfthohem Wasser gesunken ist, das andere aber noch über der Wasseroberfläche liegt?

Zitat: Mit der Schulter stemmte er sich gegen die Bordwand, und unter größter Anstrengung bewegte sie sich auch.
Oder stelle ich mir das Bötchen grade kleiner vor als es ist ? *lach* Ich hatte da so ein Holzteil im Kopf, vielleicht drei Meter lang, etwa einen Meter breit. HIER sowas in der Art. So ein Teil ist aber nun nicht so schwer.

Zitat: Mit einem großen Platscher landete er rücklings im Wasser.
fast genauso schlimm wie »klein« Mrgreen »laut« vielleicht?

Zitat: da er zum Einen mit den Händen seine Errungenschaft krampfhaft fest hielt und zum Anderen gegen die Strömung ankämpfen musste, die zur Mitte des Flusses hin merklich stärker wurde.
Strömung? Im Schilf? Warum hat die Strömung das Boot nicht weggetrieben? Wie kommt er auf einmal zur Mitte des Flusses?

Zitat: ein quaderähnliches Kästchen von seltsam anmutender Schönheit.
abgesehen davon, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass Lorak weiß, was ein »Quader« ist, irritiert mich das »quaderähnlich« vom Wort her schon. Warum ist es dann nur »ähnlich« wie ein Quader?

Zitat: und ihm fiel auf, dass es eine ziemlich blöde Idee gewesen war, ohne Schuhe aus dem Haus zu gehen. Einige spitze Steine piksten unter seiner Fußsohle, und er versuchte sie abzureiben.
*hust*
Er läuft durch den kompletten Wald, aber erst als er auf einer Wiese sitzt bemerkt er, dass ihn Steinchen in die Füße pieken? Steinchen und Gras sind barfuß aber bei weitem angenehmer als Waldboden.

Zitat: Das war mehr, als er in den ganzen letzten Wochen erlebt hatte.
So wie ich sein Leben bisher eingeschätzt habe, ist es sogar mehr, als er überhaupt jemals schon erlebt hat Mrgreen

Zitat: Dass er sich wenig später wünsche würde, diese Schatulle niemals gefunden zu haben, wusste er jedoch noch nicht.
Geschmackssache: Ich hasse sowas *lach* Totaler Stimmungskiller. Als Leser gehe ich doch eh schon davon aus, dass irgendwas mit dem Kästchen ist, sonst wäre es nicht so aufwändig in die Geschichte eingeführt worden. Und der Satz klingt so, als würde der Autor mich für zu blöd halten und mich unbedingt darauf hinweisen müssen, dass da tatsächlich etwas schlimmes, schlimmes passieren wird. Überflüssig. Meiner Meinung nach.

So, mit diesem Kapitel war mein Hauptproblem, dass es einige Szenen gab, bei denen ich folgenden Eindruck hatte:
Dem Autor fällt ein, dass er etwas noch gar nicht erwähnt hat und statt die vorher geschriebene Szene zu überarbeiten, bringt er es einfach spontan in diesem Moment ein, in dem es ihm eingefallen ist. Die beiden größten Punkte waren das Aussehen der Leiche – das gehört in die Szene, in der Lorak die Leiche zum ersten Mal sieht.
Und die Gedanken über die Ermordung – gehören nicht abends zu Lorak ins Bett sondern zu dem Zeitpunkt, wo gerade aktuell über die Todesursache gesprochen wird. Sein ganzes Empfinden, diese Spannung, Aufregung, Freude über Abenteuer, Abwechslung vom langweiligen Alltag. Das gehört alles in die Szenen, auf die es sich bezieht. Natürlich kann er dann auch im Bett nochmal drüber nachdenken und vielleicht andere Schlüsse ziehen, aber zum mindest ein Teil der Aufregung sollte auch in den jeweiligen Szenen transportiert werden.

Stellenweise mangelt es den Nebendarstellern auch an Motivation – Warum zum Beispiel will die Mutter unbedingt mit? Glaubt Loraks Vater seinem Sohn tatsächlich sofort und auf Anhieb, dass da eine Leiche rumliegt? Lässt Lorak sich ohne Widerworte von seinem »Fund« verscheuchen? Rennt er ohne Angst durch den Wald und warum nimmt er kein Licht mit? Oder wartet auf den nächsten Morgen um bei Tageslicht zu suchen. Sind alle drei Männer einstimmig der Meinung, dass ein Tier die Todesursache war? Gibt es keinen Streit?
Du hast zwar ziemlich viel Handlung in deiner Geschichte, aber meistens wird alles nur gestreift, in geraffter Form erzählt, ohne dass man von Loraks eigenen Gedanken und Gefühlen sehr viel mitbekommt.
Es ist natürlich immer Geschmackssache, wie weit man ins Detail geht (das hab ich glaub ich schon ein, zweimal erwähnt *lach*), aber für mich sind Details wichtig, um Nähe zur Hauptperson zu schaffen. Ich will nicht von irgendeinem unwichtigen Nebencharakter gesagt bekommen »Ahjo, des sin eindeutig Bisswunden, des muss ein Wolf gwesen sein!«
Ich will das durch die Augen und durch die Gedanken der Hauptperson erleben.

Wie ich mir den Leichenfund vorstellen könnte:
[...]
Die Haut und das Fleisch waren zerissen, nicht nur oberflächlich, sondern bis auf die Knochen. Konnte das ein Tier gewesen sein? Unwillkürlich streifte Loraks Blick durch das Schilf, das sanft im Wind schwang. Würde ein Wolf oder gar ein Bär herkommen, um Menschen zu jagen? Ein Rascheln hinter ihm ließ ihn herumfahren.
Aber da stand nur Mervin, der mit schreckgeweiteten Augen auf den Körper starrte.
Ein Tier?
Lorak näherte sich der Leiche und bemerkte den Gestank, der aus dem Boot stieg. Kurz hielt er inne, um gegen die aufkeimende Übelkeit anzukämpfen. Über die Wundränder krabbelten einige dicke Fliegen.
In der Nähe des Dorfes hatte er schon lange kein Wolfsgeheul mehr gehört. Vielleicht ein Bär, hungrig nach langem Winterschlaf. Aber diese Kratzer ... An den Armen des Mannes und auch an den Beinen, die teilweise unter der zerissenen Hose sichtbar waren, zeigten sich Schürfwunden, Schnitte, Risse in der Haut. So viele Verletzungen, die nicht von einem Tier stammen konnten.
Ein jäher Verdacht ließ Lorak erschaudern.
Vielleicht war der Mann ermordet worden!
Und wenn der Mörder noch irgendwo hier herumschlich? Hastig sah Lorak sich ein weiteres Mal um. Der Wind strich durchs Schilf, das Wasser gluckerte leise, ein paar Vögel sangen – doch da war wieder das Rascheln. Schritte vielleicht?
Ruckartig drehte Lorak sich zu Mervin um, der noch immer wie erstarrt hinter ihm stand.
»Du bleibst hier«, wies er seinen Freund an. »Und ich lauf ins Dorf und hole meinen Vater.«
[...]

Zoom so dicht wie möglich an Lorak ran, bau durch seine Angst Spannung auf, lass uns direkt in seinen Gedanken dabei sein. Er ist ein Träumer, ein Abenteurer – da kann er ruhig auch mal Gefahr wittern, wo keine ist. Die ganze Szene, wo er zum Dorf rennt und Leute holt und wieder zurück rennt – das kannst du dem Leser spannend machen, indem du andeutest, dass Mervin vielleicht in Gefahr ist. Hat Lorak sich die Geräusche nur eingebildet oder war da wirklich was? Ist sein Freund noch da, wenn er zurückkommt?

Allgemein lässt mich die Handlung um Lorak momentan nämlich noch ziemlich kalt, weil alles so nacheinander passiert, ohne großartige Zwischenfälle oder Schwierigkeiten. Der Leichenfund bleibt relativ unspektakulär, weil Lorak einfach nicht darauf reagiert, seine Einstellung zur Leiche bleibt vor dem Leser verborgen. Und folgend:
Lorak läuft ins Dorf – Mervin will zwar nicht allein bleiben, hindert Lorak aber auch nicht daran.
Die Mutter geht sofort den Vater suchen.
Der Vater glaubt Lorak sofort.
Man ist sich sofort einig, dass ein Tier den Mann getötet hat.
Lorak lässt sich widerspruchslos heimschicken.
Nachts kommt er ohne Zwischenfälle zum Boot.
Im ersten Moment findet er nichts, dann aber doch und das kurze ins Wasser Plumpsen kommt bei mir nicht wirklich als Bedrohnung an. Er ist nicht kurz vorm Ertrinken, er hat keine Angst, er erreicht sein Ziel ohne Spannung.
Hm ... da kannst du auf jeden Fall mehr rausholen, indem du Konflikte einbaust, Spannung aufbaust, Fragen aufwirfst, und Gefühle vermittelst.

Soweit dann von mir, nimm dir raus, was du brauchen kannst, den Rest lass links liegen Icon_wink
Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.«
(Alistair, Dragon Age)

»You can be anything that you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«

(Zack Finfrock)
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18-10-2010, 18:46
Beitrag #14
RE: Das zweite Innere - Kapitel 3.2
Hi Lanna,

los gehts:

Kleine Teile, die selbst erklären sind, habe ich mal frecherweise ausgelassen, aber auf ein "Leerzeichen zwischen drei Punkte machen" brauch ich nicht genau eingehen, oder Icon_wink ? Wird natürlich trotzdem berichtigt Icon_wink.

Zitat:Die beiden unterstrichenen Sätze sagen beide das gleiche aus. Den ersten würde ich daher weglassen, da behauptest du nur, dass Lorak schwitzt und ihm kalt ist – im zweiten dagegen zeigst du es dem Leser mit einem Bild, einem Sinneseindruck, das kommt viel stärker an

Ja, stimmt es wirkt doppelt, und das Zweite ist besser Icon_wink

Zitat:Das »setzen« liest sich mMn etwas merkwürdig. Vermutlich tut er es, weil er keine Kraft mehr in den Beinen hat – aber da fände ich dann ein »sank zu Boden« oder sogar einen Sturz eindrucksvoller. Das »setzen« klingt nach überlegter, bewusster Handlung und das passt bei weichen Knien nicht so recht

Auch hier muss ich dir Recht geben. Es ist auch eher als erschöpftes zu-Boden-sinken gedacht, da ist das gewählte Vokabular falsch.

Zitat:Hier könntest du (wenn du willst *zwinker*) die Atemlosigkeit Loraks auch in der wörtlichen Rede wiedergeben.
»Nein, alles ... in Ordnung. Hol Vater ... muss mit ihm ... reden.« (zum Beispiel. Oder du unterbrichst die Rede, um ihn nach Luft schnappen zu lassen, gegen den Schwindel zu kämpfen oder sowas)

Ja, ein Husten oder Ähnliches passt wohl besser zur gezeigten Situation. Ich denke er wird mit den Händen auf den Knien röcheln und versuchen, einen halbwegs vernünftigen Satz heraus zu bringen *Bild-im-Kopf-hab* Icon_smile

Zitat:Das ist mir persönlich für die Situation wieder zu kühl und unbeteiligt. »schildern«, »Kurzfassung«, »Verwirrtheit«, »gerissen« ... Du behauptest hier zwar, Lorak wäre verwirrt, aber bisher hat er eigentlich ziemlich logisch und überlegt gehandelt. Die Verwirrtheit kommt beim Leser nicht an.
Vorschlag:

»blablabla«, erzählte Lorak und die Worte stolperten nur so aus seinem Mund. Würde ihm sein Vater überhaupt glauben? Das Bild des Toten tauchte wieder vor seinen Augen auf, das viele Blut und die furchtbare Wunde. »Bitte, komm mit, Vater. Mervin ist noch da.«
»Wenn das wieder eine von deinen Tagträumereien ist -«
»Nein!«, unterbrach Lorak den Einwand. Noch immer fühlten sich seine Beine wie aus Sägemehl an, aber er biss die Zähne zusammen und stand wieder auf. »Ich schwöre es, Vater. Du musst mir glauben!«

So ein bisschen Konflikt erzeugt kleine Spannungsmomente – und da Lorak und sein Vater ja sowieso kein gutes Verhältnis haben, fände ich diese Zweifel durchaus angebracht. Vielleicht hakt der Vater auch erstmal nach, warum Lorak überhaupt am Fluss war, und muss wirklich erst überzeugt werden, mitzukommen.

Mal wieder ein dickes Lob für den Vorschlag Icon_smile Ist gut gewählt und unterstreicht auch die Vater-Sohn-Beziehung ganz gut. Ich denke etwas in der Richtung wird es werden, danke dafür!

Zitat:Ich bin (war es eben schon) unsicher, ob ich Lorak richtig eingeordnet hab. Bisher dachte ich, der Anblick der Leiche hat ihn fertig gemacht, aber im Moment wirkt es eher so, als fände er das alles ganz toll und aufregend. Dazu passt seine heftige Reaktion aber nicht. (kalter Schweiß, weiche Knie, Schwindel, zittern; und dass er selbst ins Dorf läuft. Wenn er von der Leiche so begeistert ist, warum schickt er dann nicht Mervin?
Da könntest du Loraks Gedanken vielleicht stärker nutzen, um dem Leser zu zeigen, wie er zu dieser Leichensache steht.
Demnach wären auch alle meine Forderungen nach mehr Panik in Loraks Verhalten unnötig, wenn du ihm diese Panik gar nicht geben wolltest. Aber wie gesagt, für mich wirkte vor allem der Einschub, dass er bisher noch keine Erfahrungen mit Toten hat und seine körperliche Reaktion auf den Fund, eher so, als wäre es etwas Schockierendes. Faszination würde sich eher darin ausdrücken, dass er Mervin ins Dorf schickt um sich die Leiche vielleicht in aller Ruhe noch genauer ansehen zu können.
Und dann noch ein konkreter Formulierungsvorschlag um das doppel-»sehen« zu vermeiden:
»Ich hab ihn schließlich gefunden und weiß, wie er aussieht.«
Außerdem muss entweder nach dem »gereizt« ein Punkt, oder das »ich« wird klein geschrieben

Ja es stimmt, ist etwas widersprüchlich. Ich muss das Innenleben glaub ich genauer herausstellen, denn generell will ich zum Ausdruck bringen, dass er zwar schockiert, aber dennoch fasziniert ist. Mervin schicken... hmmm... eigentlich auch keine schlechte Idee Icon_ugly Ich überleg mir was.

Zitat:Da liegt ein Mann mit aufgerissener Kehle in einem Boot – seit längerer Zeit - ... welche »Untersuchung« braucht es da, um den Tod festzustellen? Da reicht doch ein Blick, oder nicht?
»offiziell« klingt so ... modern.
Vielleicht gestaltest du die Szene etwas aktiver, beziehst Lorak stärker mit ein, wie er versucht, ihnen über die Schultern zu spähen oder sowas.
Vorschlag:

Adan warf nur einen kurzen Blick auf den Körper. »Der ist tot. Eindeutig.«
Die beiden anderen Männer nickten stumm. Gemeinsam hievten sie den Mann aus dem Boot und ...

Öhm.... erwischt Icon_wink Ja, bei so einer Wunde erübrigt sich eine genauere Untersuchung wohl. Kürzer, mit mehr Lorak drin. Ist notiert Icon_wink

Zitat:Hier wäre es halt praktisch, wenn ich als Leser die Wunden selbst »gesehen« hätte, du mir also aus Loraks Augen beschrieben hättest, wie sie aussehen, was ER von ihnen denkt. Es gibt nämlich zwei Möglichkeiten:
- Die Wunden sind tatsächlich Bisswunden und der Tod somit relativ »natürlich«
- Die Wunden sind KEINE Bisswunden und die Männer suchen nur nach einer logischen Erklärung für einen eher »unnatürlichen« Tod.
Als Leser wüsste ich gerne, was von beidem zutrifft, da ich im Prinzip ja dabei bin und die Wunden selbst sehe.
Aber die Tiertheorie empfinde ich selbst (als Halb-Stadtmensch) als unrealistisch, weil erstens ein Tier den Kerl nicht nur totbeißen und dann liegenlassen würde und zweitens ein Tier (Bär/Wolf) nicht auf dem Fluss jagt, wo der Mann sich ja offenbar (wegen dem Boot) zum Zeitpunkt eines Todes aufgehalten hat. Oder er wurde nach seinem Tod in das Boot gesetzt, aber auch das tun Tiere nicht.
Vielleicht macht Lorak sich die ein oder zwei Gedanken dazu, oder einer der Männer will widersprechen und Loraks Vater bringt ihn da zum Schweigen, so â la: »Es muss ein Bär gewesen sein! Punkt!«

Es wäre glaub ich ganz gut hier die Furcht der Dorfbewohner und ihre "Verdrängung" mehr einzubauen. So ein bisschen Hintergrundwissen und steigende Nervösität machen viel Atmosphäre her. Ich stelle heraus, dass sie wohl etwas sehen, aber nicht wahrhaben wollen. Guter Einwand Icon_smile

Zitat:»alles in allem«? Die Schlussfolgerun kann ich nicht ganz nachvollziehen. Okee, wenn er erst die Abschürfungen erlitten hat und DANN gestorben wurde, war es vielleicht schmerzhaft – aber die Abschürfungen können auch nach seinem Tod entstanden sein. Und so eine Wunde an der Kehle ist ja eine eher schnelle Todesart.
Das hier klingt sehr nach polizeilicher Ermittlungsarbeit, nach einer Analyse der Verletzungen, die ich als Leser zwar machen kann (wenn du mir die Möglichkeit gibst und die Verletzungen beschreibst Icon_wink ), die aber nicht zu Lorak passt, weil er eben keine Erfahrung mit dem Tod hat.
Wenn du den Leichnam beschreibst, mit aufgerissener Kehle, Schnitten und Schürfwunden am ganzen Körper, zerissener Kleidung, unnatürlich verdrehtem Bein und mit zwei abgeschnittenen Fingern ... dann kann der Leser sich denken, dass da was ziemlich schmerzhaftes abgegangen ist. Allerdings musst du dann auch stärker erklären, wie die Männer auf ein Tier kommen.
Ein Tier verursacht keine Schürfwunden – wenn es nur eine »Ausrede« der Männer ist, obwohl sie ahnen, dass es ein Verbrechen war, kannst du das wie gesagt entweder in einem kleinen Streit zwischen den Männern einbringen, oder sich Lorak den ein oder anderen Gedanken machen lassen.
So in der Richtung (jetzt nur inhaltlich, nicht stilistisch *lach*)
»Aber Vater, sieh doch, die vielen Kratzer hier. Das kann doch kein Bär gewesen sein.« - »Sei still, Junge, du hast doch keine Ahnung. Vielleicht ist er irgendwo einen Felsen runtergefallen, auf der Flucht vor dem Bär.« - »Aber hier gibts doch gar keine Felsen« - »Aber, aber! Schluss jetzt, ab nach Hause!«
Ohne solche Hinweise geh ich beim Lesen schnell davon aus, dass der Autor gar nicht daran gedacht hat und mir Blödsinn erzählen will Icon_wink

Auch das passt zum vorherigen Kommentar. Ja, Streit, ich brauche mehr Streit! Icon_wink

Zitat:[Bild: smiley_emoticons_lol1.gif]
sorry, der musste sein *grins*
Da liegt ein Toter. In einem Boot mitten im Schilf. Ein Toter. Und der »riecht streng« ?
Vielleicht liegt es an mir, aber das kommt mir so total skuril vor als Gedankengang.
Ich finde eine Leiche, schlimme Wunden, in einem kaputten Boot – und ich schnuppere dran und denke mir: Oh, der hatte die letzten Tage sicher kein Schaumbad. Ernsthaft?
Mal abgesehen davon, dass eine Leiche sowieso recht schnell zu stinken anfangen dürfte, weil sich doch der Körper nach dem Tod entleert (oder ist das nur bei hängenden Toten so? Bin da grad nicht so gut informiert), es also nach Fäkalien müffeln dürfte, war »Hygiene« in einer Zeit ohne Schaumbad und fließendes Wasser sowieso kein allzu wichtiger Bestandteil in der Gesellschaft. Welche Art von Hygiene betreiben die Dorfbewohner denn? Duschen/Baden sie jeden Tag? Zähne putzen, Rasierwässerchen, Haare shampoonieren? In Städten könnten dafür natürlich Badeanstalten zur Verfügung stehen, aber in so einem Dorf kommt es mir eher komisch vor.
(Basiert natürlich wieder auf der Annahme einer mittelalterähnlichen Welt – wenns fließend Wasser und Zahnpasta bei dir schon gibt, geht das. Meine Vorstellung ist nur eine andere)

Der Gestank (und auch die Beschreibung des Mannes) würden mMn besser in den ersten Teil des Kapitels passen, wo Lorak und Mervin die Leiche finden. Denn bereits da sehen sie sie, müssten auch was riechen, wenn es so schlimm ist, und du hättest auch Gelegenheit, die Wunden direkt zu beschreiben.

In dieser Szene hier könntest du dann mehr auf Details eingehen, Loraks Gefühle beim Betrachten der Leiche nochmal deutlich machen und sowas

Hmmm... verdammt, du hast Recht. Zum einen sollten die Dorfbewohner nicht jeden Tag duschen, das passt nicht. Hier muss mehr Hintergrund rein das würde das Ganze mehr abrunden. Und ja, der Gestank passt mehr in den ersten Teil, um die Szene auszufüllen und mehr Stimmung aufzubauen. Danke Icon_smile

Zitat:»mit meiner Frau« klingt sehr gestellt, weil ich niemanden kenne, der von seinem Ehepartner von »meine Frau« oder »mein Mann« spricht, wenn eben jener dabei ist und von den Beteiligten auch mit Vornamen gekannt wird.
(Also ich sag meiner Schwester nicht: »Wenn wir in die Stadt fahren, lassen wir meinen Mann besser zu Hause«, sondern ich benutz seinen Namen.)
Warum wollen sie den Mann da am Fluss beerdigen?
Beerdigen ist ja ein religiöses Ritual, das hätte ich persönlich auch mit einem speziellen Ort (Friedhof, Gräberhügel, Katakomben, was auch immer) verbunden.

Das mit dem Namen ist ein guter Einwand. Ob der Kerl unbedingt auf den Friedhof muss, weiß ich nicht. Vielleicht überlege ich mir ein Feuer-Ritual, was am Abend praktiziert wird. Da könnte ich Lorak auch abhauen lassen, weil er noch einmal zum Boot zurück will. Passt vielleicht besser als das Schleichen-aus-dem-Zimmer, was ich ursprünglich vor hatte. Ich denk drüber nach.

Zitat:Das ist eine sehr, sehr gute Frage. Wo waren diese ganzen Gedanken, als das Thema aktuell war? Wo waren seine Zweifel am Tier, seine eigenen Träumereien und Spinnereien?
Du kannst nicht behaupten, die Hauptperson wäre ein verträumter Abenteurer, und fehlende Charaktermerkmale dann hinterher damit entschuldigen, dass es ihm vorher nicht eingefallen ist.
Genau diese Fragen hätte ich erwartet, als die Sache mit dem Tier kam.
Entweder musst du Lorak stärker als »unter Schock stehend« beschreiben, damit seine Apathie in der Szene logisch wird, oder du musst diese Fragen unterbringen. Alles andere ist ein Bruch mit dem Charakter.

Wieder ein Logik-Fehler, erwischt. Ich lass ihn etwas mehr durchdrehen als er den Toten findet, das wird helfen Icon_smile

Zitat:Hier hast du zwar Loraks Gedanken, aber ich muss trotzdem meckern *lach*
Er sucht und sucht, will aufgeben, ist enttäuscht – und plötzlich sieht er was! Oh mein Gott, was kann das sein *aufgeregt sei* *freufreu*
Aber statt direkt danach zu greifen – was eigentlich die sinnvollste Reaktion wäre – fängt er erstmal an, über seine aktuelle Situation zu sinnieren. Wenn er sich schon selbst fragt: »Hab ich das echt gesehen oder mir nur eingebildet«, wird er doch so schnell wie möglich versuchen, eine Antwort auf die Frage zu finden – und nicht erst überlegen, dass Nessala sicher lustig finden würde, was er hier grade tut und was passieren würde wenn ...
Die Gedanken kannst du vielleicht ein bisschen eher einbauen, so in der Richtung, dass er sucht und nix findet und sich denkt: »Oh Mann, was ich bin ein Depp, steh hier barfuß in nem Boot und jage Hirngespinsten nach. Das Dorf würde mich sowas von auslachen« und dann will er gehen und plötzlich sieht er doch noch was! Und sofort nachgeguckt, was das war

Hast Recht, den Selbst-Vorwurf verschiebe ich mehr an den Anfang, das macht das Ganze logischer. Und ja, wenn ich etwas sehe, greif ich auch sofort danach, und überlege nicht erst hin und her. Jedenfalls wenn ich so neugierig bin, wie ich Lorak gern hätte Icon_cool

Zitat:Zitat: Bis zur Hüfte stand er nun in dem Nass, so dass seine Hände gerade so den Grund erreichten, ohne dass er tauchen musste.
Ich hab glaub ich eine total falsche Vorstellung von dem ganzen Setting *lach* Ich dachte eigentlich, das Boot liegt da so im Schilf, in seichtem Wasser, halb auf Grund gelaufen und sinkt deshalb nicht. Wenn das Wasser aber hüfthoch ist, warum ist das Boot dann nicht schon ganz gesunken? Und warum klettert Lorak nicht IN das Boot, wenn er darin etwas sucht?

Zitat: Es lag genau unter dem Rumpf des Bootes
Wie hat er dieses Etwas funkeln sehen können? Wenn da ein Boot und hüfthohes Wasser drüber sind. Und müsste das Boot nicht fast waagerecht aus dem Wasser ragen, wenn das eine Ende bis zum Grund von hüfthohem Wasser gesunken ist, das andere aber noch über der Wasseroberfläche liegt?

Ja, ich muss das Boot noch genauer darstellen. Es soll so aussehen, als ob eine Seite halb unter Wasser liegt, weil scharfkantige Felsen eben das führerlos umhertreibende Boot an einer Seite aufgerissen haben. Ich überarbeite die Szene noch einmal, dann kann ich das Ganze deutlicher machen.

Zitat:HIER sowas in der Art.

Genau so was meinte ich auch. Wenn das unverständlich war, muss ich da definitv noch einmal ran. Dann scheint es sehr unverständlich.

Zitat:abgesehen davon, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass Lorak weiß, was ein »Quader« ist, irritiert mich das »quaderähnlich« vom Wort her schon. Warum ist es dann nur »ähnlich« wie ein Quader?

Na so ne olle Schatulle halt Icon_ugly Ich schau nochmal drüber.

Zitat:Geschmackssache: Ich hasse sowas *lach* Totaler Stimmungskiller. Als Leser gehe ich doch eh schon davon aus, dass irgendwas mit dem Kästchen ist, sonst wäre es nicht so aufwändig in die Geschichte eingeführt worden. Und der Satz klingt so, als würde der Autor mich für zu blöd halten und mich unbedingt darauf hinweisen müssen, dass da tatsächlich etwas schlimmes, schlimmes passieren wird. Überflüssig. Meiner Meinung nach.

Seufz, ich krieg nur Feuer für meine Voraussichten. Bin ich denn wirklich der Einzige der das nicht so schlimm findet. Da du aber die gefühlt fünfzehnte bist, die mich deswegen kritisiert, sollte ich wirklich mal darüber nachdenken, ob diese Zeilen so Sinn machen. Und ja, natürlich ist das Kästchen wichtig, das stimmt schon. Ich glaub ich schmeiß es raus...

Zitat:So, mit diesem Kapitel war mein Hauptproblem, dass es einige Szenen gab, bei denen ich folgenden Eindruck hatte:
Dem Autor fällt ein, dass er etwas noch gar nicht erwähnt hat und statt die vorher geschriebene Szene zu überarbeiten, bringt er es einfach spontan in diesem Moment ein, in dem es ihm eingefallen ist. Die beiden größten Punkte waren das Aussehen der Leiche – das gehört in die Szene, in der Lorak die Leiche zum ersten Mal sieht.
Und die Gedanken über die Ermordung – gehören nicht abends zu Lorak ins Bett sondern zu dem Zeitpunkt, wo gerade aktuell über die Todesursache gesprochen wird. Sein ganzes Empfinden, diese Spannung, Aufregung, Freude über Abenteuer, Abwechslung vom langweiligen Alltag. Das gehört alles in die Szenen, auf die es sich bezieht. Natürlich kann er dann auch im Bett nochmal drüber nachdenken und vielleicht andere Schlüsse ziehen, aber zum mindest ein Teil der Aufregung sollte auch in den jeweiligen Szenen transportiert werden.

Wie schon oben angesprochen, muss ich die Fund-Szene noch einmal überarbeiten und da mehr Gefühl hineinbringen. Lorak wirkt definitiv zu abgeklärt, und viele andere Gedanken gehören auch viel früher in seinen Kopf, nicht abends im Bett *lach*

Zitat:Stellenweise mangelt es den Nebendarstellern auch an Motivation – Warum zum Beispiel will die Mutter unbedingt mit? Glaubt Loraks Vater seinem Sohn tatsächlich sofort und auf Anhieb, dass da eine Leiche rumliegt? Lässt Lorak sich ohne Widerworte von seinem »Fund« verscheuchen? Rennt er ohne Angst durch den Wald und warum nimmt er kein Licht mit? Oder wartet auf den nächsten Morgen um bei Tageslicht zu suchen. Sind alle drei Männer einstimmig der Meinung, dass ein Tier die Todesursache war? Gibt es keinen Streit?
Du hast zwar ziemlich viel Handlung in deiner Geschichte, aber meistens wird alles nur gestreift, in geraffter Form erzählt, ohne dass man von Loraks eigenen Gedanken und Gefühlen sehr viel mitbekommt.
Es ist natürlich immer Geschmackssache, wie weit man ins Detail geht (das hab ich glaub ich schon ein, zweimal erwähnt *lach*), aber für mich sind Details wichtig, um Nähe zur Hauptperson zu schaffen. Ich will nicht von irgendeinem unwichtigen Nebencharakter gesagt bekommen »Ahjo, des sin eindeutig Bisswunden, des muss ein Wolf gwesen sein!«
Ich will das durch die Augen und durch die Gedanken der Hauptperson erleben.

Es geht ja nicht nur um die Motivation der Nebencharaktere, sondern darum etwas runder, relativ Widerspruchsfreies zu schaffen. Und die Konflikte die schon angesprochen wurden gehören natürlich da mit rein und könnten so deutlicher gemacht werden, gerade was den Vater-Sohn-Konflikt angeht. Ja die Leute müssen mehr streiten, oder zumindest mehr diskutieren. Dann käme ich auch einmal mehr ins "show" und weg vom "tell" Icon_smile

Zitat:Wie ich mir den Leichenfund vorstellen könnte:
[...]
Die Haut und das Fleisch waren zerissen, nicht nur oberflächlich, sondern bis auf die Knochen. Konnte das ein Tier gewesen sein? Unwillkürlich streifte Loraks Blick durch das Schilf, das sanft im Wind schwang. Würde ein Wolf oder gar ein Bär herkommen, um Menschen zu jagen? Ein Rascheln hinter ihm ließ ihn herumfahren.
Aber da stand nur Mervin, der mit schreckgeweiteten Augen auf den Körper starrte.
Ein Tier?
Lorak näherte sich der Leiche und bemerkte den Gestank, der aus dem Boot stieg. Kurz hielt er inne, um gegen die aufkeimende Übelkeit anzukämpfen. Über die Wundränder krabbelten einige dicke Fliegen.
In der Nähe des Dorfes hatte er schon lange kein Wolfsgeheul mehr gehört. Vielleicht ein Bär, hungrig nach langem Winterschlaf. Aber diese Kratzer ... An den Armen des Mannes und auch an den Beinen, die teilweise unter der zerissenen Hose sichtbar waren, zeigten sich Schürfwunden, Schnitte, Risse in der Haut. So viele Verletzungen, die nicht von einem Tier stammen konnten.
Ein jäher Verdacht ließ Lorak erschaudern.
Vielleicht war der Mann ermordet worden!
Und wenn der Mörder noch irgendwo hier herumschlich? Hastig sah Lorak sich ein weiteres Mal um. Der Wind strich durchs Schilf, das Wasser gluckerte leise, ein paar Vögel sangen – doch da war wieder das Rascheln. Schritte vielleicht?
Ruckartig drehte Lorak sich zu Mervin um, der noch immer wie erstarrt hinter ihm stand.
»Du bleibst hier«, wies er seinen Freund an. »Und ich lauf ins Dorf und hole meinen Vater.«
[...]

Dein Vorschlag klingt echt gut, aber natürlich werde ich ihn nicht eins zu eins übernehmen Icon_wink Ich werd mich aber daran orientieren, wenns Recht ist Icon_smile

Zitat:oom so dicht wie möglich an Lorak ran, bau durch seine Angst Spannung auf, lass uns direkt in seinen Gedanken dabei sein. Er ist ein Träumer, ein Abenteurer – da kann er ruhig auch mal Gefahr wittern, wo keine ist. Die ganze Szene, wo er zum Dorf rennt und Leute holt und wieder zurück rennt – das kannst du dem Leser spannend machen, indem du andeutest, dass Mervin vielleicht in Gefahr ist. Hat Lorak sich die Geräusche nur eingebildet oder war da wirklich was? Ist sein Freund noch da, wenn er zurückkommt?

Allgemein lässt mich die Handlung um Lorak momentan nämlich noch ziemlich kalt, weil alles so nacheinander passiert, ohne großartige Zwischenfälle oder Schwierigkeiten. Der Leichenfund bleibt relativ unspektakulär, weil Lorak einfach nicht darauf reagiert, seine Einstellung zur Leiche bleibt vor dem Leser verborgen. Und folgend:
Lorak läuft ins Dorf – Mervin will zwar nicht allein bleiben, hindert Lorak aber auch nicht daran.
Die Mutter geht sofort den Vater suchen.
Der Vater glaubt Lorak sofort.
Man ist sich sofort einig, dass ein Tier den Mann getötet hat.
Lorak lässt sich widerspruchslos heimschicken.
Nachts kommt er ohne Zwischenfälle zum Boot.
Im ersten Moment findet er nichts, dann aber doch und das kurze ins Wasser Plumpsen kommt bei mir nicht wirklich als Bedrohnung an. Er ist nicht kurz vorm Ertrinken, er hat keine Angst, er erreicht sein Ziel ohne Spannung.
Hm ... da kannst du auf jeden Fall mehr rausholen, indem du Konflikte einbaust, Spannung aufbaust, Fragen aufwirfst, und Gefühle vermittelst.

Soweit dann von mir, nimm dir raus, was du brauchen kannst, den Rest lass links liegen Icon_wink
Liebe Grüße
Lanna

Jetzt wo du es so der Reihe nach aufschreibst... ja, es wirkt zu schnell und klar Icon_smile Danke für deine wirklich große Mühe, die Tipps und Vorschläge sind wirklich gut und werden mir sehr helfen, da ein runderes, gutes Stück abzuliefern.

Nochmals ein dickes Danke,

liebe Grüße
Bomb3rman

There's a time when the operation of the machine becomes so odious, makes you so sick at heart, that you can't take part! You can't even passively take part! And you've got to put your bodies upon the gears and upon the wheels, upon the levers, upon all the apparatus, and you've got to make it stop!
And you've got to indicate to the people who run it, to the people who own it, that unless you're free, the machine will be prevented from working at all!

Mario Savio, 2. Dezember 1964
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28-03-2011, 14:26
Beitrag #15
RE: Das zweite Innere - Kapitel 3.2
... sollte mal ne Pause einlegen ...

Zitat:„Nein, mit mir ist alles in Ordnung, Bitte hol Vater, ich muss mit ihm reden“, bat er nochmals.
„Nein, mit mir ist alles in Ordnung. Bitte, hole Vater, ich muss mit ihm reden“, bat er nochmals.

Zitat:„Nein, mit mir ist alles in Ordnung, Bitte hol Vater, ich muss mit ihm reden“, bat er nochmals.
von dannen?
ich weiß, dass sagt man, aber das klingt nicht, als käme sie zurück ^^

Zitat:Keine fünf Minuten später sah er seine Mutter und seinen Vater näher kommen.
warum bleibt er stehen?

Zitat:Mit den Worten „Was ist passiert Junge?“, hockte sich sein Vater hin.
sich hinhocken = hinsetzen
in die hocke gehen = in die Hocke gehen ^^
Mit den Worten: „Was ist passiert Junge?“, ging sein Vater in die Hocke, sodass er ihm in die Augen sehen konnte

Zitat:was sie überhaupt dort unten am Flussufer anstatt hier im Dorf zu suchen hatten.
was sie überhaupt dort unten am Flussufer getrieben hatten, anstatt hier im Dorf zu zu helfen.

Zitat:Zu viert brachen sie auf, und nach einer kleinen Diskussion kam auch Loraks Mutter mit.
Zu dritt wollten sie aufbrechen, nach einer kurzen Diskussion kam auch Loraks Mutetr mit ^^

Zitat:„Bleib am besten wo du bist Lorak“, rief ihm sein Vater zu.
besten, wo

Zitat:Achselzuckend drehte der große Mann sich wieder dem Boot zu.
wie wärs wenn du ihm endlich einen Namen gibst???

Zitat:Nach einer kurzen Untersuchung stellten die Männer offiziell den Tod des Mannes fest
offiziell kann es glaub ich nur ein Arzt achen
Nach einer kurzen Untersuchung bestätigten die Männer Loraks Verdacht

Zitat:„Was glaubt ihr, wer so was getan hat?
entweder
„Was glaubt ihr, wer das getan hat?
oder
„Was glaubt ihr, wer sowas getan haben könnte?

Zitat:„Bei den Wunden muss es ein ziemlich großes Tier gewesen sein, vielleicht ein Bär oder ein Wolf. Ich habe noch nie solche Bisswunden gesehen“, antwortete Loraks Vater.
echt etwas bld, dass man weiß was dahinter steckt. Vllt hättest den Prolog bleiben lassen sollen. Außer ich irre mich und du führst mich an der nase herum Mrgreen

Zitat:„Wie dem auch sei Kinder, ihr geht jetzt mit meiner Frau ins Dorf zurück.
ihr solltest auch einen namen geben ...

Zitat:Wir werden den Mann beerdigen und dann nachkommen. Farla, bitte sag dem Priester bescheid, er soll herkommen“, bemerkte Loraks Vater mit einer Stimme, die keinen Widerspruch zuließ. Lorak kannte diese Tonlage nur zu gut.
beerdigen? auch wenn es 3000 Jahre her wäre, ma nhätte ihn sicherlich untersuchen lassen ..

Zitat:Lorak saß senkrecht im Bett.
Lorak richtete sich kerzengerade auf.
... grad hat er noch gelegen

Zitat:die kalte Erde kribbelte leicht unter seinen nackten Füßen.
barfuß wirklich?
außerdem wie will er was sehen, wenn dunkel?

Zitat:Der fast volle Mond beleuchtete sein Suchen unter einem wolkenlosen Himmel, wofür er sehr dankbar war.
na gut

Zitat:das Loch hatte diese Nussschale doch erhebliche Schlagseite.
vorher war es halb versunken

Zitat:Ziellos angelte er sich vorwärts,
hangelte oder?

Zitat:stolperte er nach hinten und rutschte auf dem feuchten Boden aus. Mit einem großen Platscher landete er rücklings im Wasser.
weiß nicht ob man umfällt bzw ausrutscht, wenn man bis zur Hüfte im Wasser steht...

Zitat:Er schluckte Wasser, bis er sich endlich hustend wieder aufrichten konnte.
er schluckte wasser? scheintm ir etwas dramatisch ... vllt in die Nase bekommen ...

Zitat:Er war komplett aus dunklem Holz gezimmert, ein quaderähnliches Kästchen von seltsam anmutender Schönheit
wie kann denn Holz funkeln?

Zitat:blöde Idee gewesen war, ohne Schuhe aus dem Haus zu gehen.
wenigstens erkennt er den Fehler ...

Zitat:Das war mehr, als er in den ganzen letzten Wochen erlebt hatte
eher jemals oder?

so fertig.
allright. Also, die zugegebenermaßen stümperhafte Arbeit der Dörfler, erlaubt ihm ein Kästchen zu finden. Was drin ist weiß ich nocht nicht, würde mich aber doch interessieren.
Mir scheint, als sei dieser teil der Geschichte noch nicht so häufg bearbeitet worden. Die "Logiklöcher" bezüglich der Wortwahl häufen sich, es fehlen einige kommas usw.

dennoch interessant und neugierig machend

gruß
jeronimus

Jack Rabbit Slim
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20-07-2011, 13:49
Beitrag #16
RE: Das zweite Innere - Kapitel 3.2
Zitat:... sollte mal ne Pause einlegen ...

Wegen mir brauchst du dich nicht hetzen Icon_wink Lass dir Zeit, mein Jung!
Zitat:von dannen?
ich weiß, dass sagt man, aber das klingt nicht, als käme sie zurück ^^

Da ist was dran… Natürlich kommt sie wieder, wäre ja auch etwas seltsam wenn nicht^^ da überleg ich mir noch was anderes.

Zitat:warum bleibt er stehen?

Naja irgendwo muss er ja warten. Aber ich könnte ihn hier mehr hibbeln lassen, Nägel kauen, mit den Hufen scharren… Irgendwas halt, um seine Nervosität und Ungeduld besser auszudrücken.

Zitat:sich hinhocken = hinsetzen
in die hocke gehen = in die Hocke gehen ^^
Mit den Worten: „Was ist passiert Junge?“, ging sein Vater in die Hocke, sodass er ihm in die Augen sehen konnte

Genau das meinte ich ^^

Zitat:was sie überhaupt dort unten am Flussufer getrieben hatten, anstatt hier im Dorf zu helfen.

Ich neige zu verschachtelten Sätzen, aber manchmal ists anscheinend zu viel des Guten ^^

Zitat:Zu dritt wollten sie aufbrechen, nach einer kurzen Diskussion kam auch Loraks Mutetr mit ^^

Ups, ja. Aus drei mach vier Icon_ugly

Zitat:wie wärs wenn du ihm endlich einen Namen gibst???

Ok, vielleicht hast du Recht. Wer mehr als dreimal auftaucht kriegt nen Namen Icon_wink Einverstanden

Zitat:offiziell kann es glaub ich nur ein Arzt

Natürlich, aber wir sind hier a) in einem kleinen Dorf in der Pampa, b) im „halbwegs danach aussehenden Mittelalter“ wo Ärzte nunmal wirklich nicht weit verbreitet waren und c) traue ich den Dorfbewohnern genug gesunden Menschenverstand zu um zu erkennen, dass ein halb zerfetzter Kerl wohl kaum noch am Leben ist. Das solltest du ihnen auch zutrauen Icon_wink
Ok, das „offiziell“ kann ich weglassen, das stimmt.
Zitat:echt etwas blöd, dass man weiß was dahinter steckt. Vllt hättest den Prolog bleiben lassen sollen. Außer ich irre mich und du führst mich an der nase herum

Öhm, naja ich tue es nicht absichtlich. Aber es ist lustig gerade zu sehen, dass die Geschichte so interpretiert werden kann Icon_wink Daran hab ich gar nicht gedacht, aber die Auflösung kommt bald, versprochen!

Zitat:ihr solltest auch einen namen geben

Ja, langsam wird’s Zeit ^^

Zitat:beerdigen? auch wenn es 3000 Jahre her wäre, ma nhätte ihn sicherlich untersuchen lassen ..

Nur was will man denn noch großartig untersuchen lassen? Die Wunden sind offensichtlich, kein wirklicher Arzt ist weit und breit…

Zitat:barfuß wirklich?
außerdem wie will er was sehen, wenn dunkel?
Zitat:Der fast volle Mond beleuchtete sein Suchen unter einem wolkenlosen Himmel, wofür er sehr dankbar war.
na gut

Siehste Icon_wink

Zitat:vorher war es halb versunken

Wie drück ich es aus? Also es liegt auch quasi mit der Seite, in der das Loch ist, halb unter Wasser. Bekommt es dadurch dann nicht automatisch Schlagseite?
Zitat:hangelte oder?

Nein, schon eher angeln. Er fischt mit den Armen unter Wasser herum. Wird das nicht deutlich genug?

Zitat:weiß nicht ob man umfällt bzw ausrutscht, wenn man bis zur Hüfte im Wasser steht...

Also ich kann in hüfthohem Wasser schon stolpern, hab ich oft genug bewiesen Icon_wink Ich kanns aber anders formulieren, worauf ich hinaus will wird ja klar.

Zitat:er schluckte wasser? scheintm ir etwas dramatisch ... vllt in die Nase bekommen ...

Nicht so dass es lebensbedrohlich wird, eher in Richtung „verschlucken“

Zitat:wie kann denn Holz funkeln?

Naja wenn der Mond drauf scheint? Aber gut, da das Ding noch wichtiger wird, werde ich auf die Beschreibung nochmal einen genaueren Blick werfen und das detaillierter gestalten.

Zitat:so fertig.
allright. Also, die zugegebenermaßen stümperhafte Arbeit der Dörfler, erlaubt ihm ein Kästchen zu finden. Was drin ist weiß ich nocht nicht, würde mich aber doch interessieren.
Mir scheint, als sei dieser teil der Geschichte noch nicht so häufg bearbeitet worden. Die "Logiklöcher" bezüglich der Wortwahl häufen sich, es fehlen einige kommas usw.

dennoch interessant und neugierig machend

gruß
jeronimus

Wie auch schon vorher: Besten Dank für deine Mühe, sind ja noch einige neue Punkte hinzu gekommen. Werde einiges davon sicher übernehmen, hab Dank für Lob und Kritik.
Liebe Grüße
Bomb3rman

There's a time when the operation of the machine becomes so odious, makes you so sick at heart, that you can't take part! You can't even passively take part! And you've got to put your bodies upon the gears and upon the wheels, upon the levers, upon all the apparatus, and you've got to make it stop!
And you've got to indicate to the people who run it, to the people who own it, that unless you're free, the machine will be prevented from working at all!

Mario Savio, 2. Dezember 1964
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