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Mord mit Ankündigung
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20-02-2010, 23:25
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11-06-2011 11:47 von adoras.)
Beitrag #1
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Mord mit Ankündigung
Inspektor Waterman saß am Schreibtisch. In fünf Minuten war Feierabend. Der Blick, der die Uhr traf, wurde von Unruhe begleitet. Wie zur Bestätigung klingelte das Telefon.
Waterman nahm den Hörer in die Hand. „Polizeiinspektion, Bezirk vier, Inspektor Waterman?“ Am Ende der Leitung war ein Schnaufen zu hören. „Ich möchte einen Mord ankündigen!“ „Da müssen Sie bei der Zeitung anrufen. Nicht meine Zuständigkeit, Herr ... wie war ihr Name?“ „Nennen sie mich Müller.“ „Bitte, Herr Miller ich komme erst, wenn es schon einen Toten gibt, nicht vorher.“ Waterman war Profi. Nur keine Aufregung, erst einmal klären, wer Chef im Ring ist. „Es stört sie also nicht, wenn ich jemanden umbringen will?“ Eine Frage, aus der Enttäuschung klang. „Ich bin jetzt seit dreißig Jahren im Amt Herr Miller. Da ist Mord Routine. Insofern hält sich meine Aufregung in Grenzen. Es sei denn, ich kenne das Opfer? Wer soll es denn sein?“ „Meine Schwiegermutter!“ „Ah ja ... “, eine Pause folgte. Waterman brauchte einen Plan. „Sie hat es sicher verdient. Was sind denn die Gründe?“ Sollte doch Miller erst einmal Dampf ablassen. „Sie ist ein Ungeheuer, dass mir das Leben zur Hölle macht!“ „Einzelheiten Herr Miller. Ein Mord braucht schon eine Begründung. Wenn sie da einen Irrtum begehen", wieder eine Pause mit Betonung, „dann ist der nicht mehr zu korrigieren. Glauben sie meiner Berufserfahrung. Einmal Toter, immer Toter. Da tragen sie eine Verantwortung.“ „Die übernehme ich, Herr Inspektor, das können sie mir glauben.“ Trotz und Wut schwangen in Millers Stimme. „Dieser Drachen! Nur ein Fakt, der alles sagt. Nach zehn Jahren bin ich für die Alte immer noch „Herr Miller“. Inspektor! Die kanzelt mich seit Jahren mit „Sie“ ab. Frechheit!" Der Inspektor begann eine Brücke zu bauen. „Wissen sie Herr Miller, ich hatte auch mal eine Schwiegermutter und eine Frau. Auch ein Problemfall. Aber das hatte Vorteile. Die Attacken der Schwiegermutter waren die Gewissensbisse meiner Frau. Die hat sie dann natürlich abarbeiten wollen. Also Das war nicht von Nachteil. Was macht den ihre Frau?“ Stöhnen. „Die hält zu ihrer Mutter. Deshalb muss die Ziege weg. Das verstehen sie doch jetzt oder?“ Waterman baute seine Brücke aus. „Sie treibt also einen Keil in ihre Beziehung!“ Ein Seufzer der Erleichterung drang durchs Telefon. „Sie verstehen mich. Und deshalb habe ich auch angerufen. Umbringen ja, ich weiß aber noch nicht wie. Mir fehlt es an Erfahrung.“ Der Inspektor ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. „Die Erfahrung vermuten Sie bei mir?“ „Ja!“ „Sie wollen nicht erwischt werden?“ „Nein, da habe ich keine Angst. Mein Name ist ja in Wirklichkeit nicht Miller." „Ach so. Sie Schlitzohr.“ Ein Grinsen kroch durch den Hörer. „Ja, ich weiß.“ „Worum geht es dann?“ „Sie soll keine Leiden ertragen. Nicht, dass mein Mangel an Erfahrung die Sache in die Länge zieht. Das muss nicht sein.“ „Ihr Mitgefühl spricht für sie. Haben sie den schon eine Vorzugsvariante entwickelt?" Der Inspektor tastete sich vor. In die Stimme am Ende der Leitung kam Schwung. „Also gefallen könnte mir die Variante mit der Badewanne und dem Föhn.“ „Und welche Zweifel haben sie noch?“ „Na ja, die Frage der Sicherheit. Gibt es keine Chance zu überleben? Und die Dauer? Wie gesagt, sie soll ja keine Qualen ertragen. Sie mit ihrer Berufserfahrung können das sicher einschätzen." „Na ja, na ja...“, Waterman packte Grübelpotential in seine Stimme. „Wenn wir kommen, hat das Opfer in der Regel schon ausgezappelt. Die Länge dieses Rumplätscherns? Tja? Ich denke aber trotzdem, die Schnelligkeit der Variante als Qualität kann angenommen werden." "Und Sicherheit, dass es klappt?" "Also aus der Wanne hat es noch keiner geschafft." „Klingt wie Musik in meinen Ohren.“ Ein Quieken der Freude drang aus dem Hörer. "Nur so, um an alles zu denken. Wie kommen Sie den mit einem Föhn an die Wanne in der ihre Schwiegermutter badet?" "Sie wohnt doch auch in unserem Einfamilienhaus." "Und?" "Ich muss ihr immer das Badewasser einlassen. Ein Schaumbad der Düfte. Diese Kuh. Da lege ich den Föhn vorher rein. Dem Schaum sei Dank. Die Sicherung habe ich erst einmal abgeschaltet." "Und dann Sicherungsschalter Richtung Hölle?" "Und dann Sicherungsschalter Richtung Hölle! Sie hat es verdient." "Ich weiß nicht, ich weiß nicht?" Der Inspektor begann die gebaute Brücke zu betreten. "Wollen Sie es sich nicht noch einmal überlegen?" "Wozu?" "Vielleicht ist noch Hoffnung?" "Das glaube ich nicht." "Lassen Sie es mich beurteilen!" "Wie das?" Die Ungläubigkeit war aus Millers Stimme zu hören. "Ich schaue mir Ihre Schwiegermutter auf dem Revier an. Das ganze Wochenende. Ich stecke sie in den Knast." „Mein Schwiegermutter ein Wochenende im Knast?" Das Beben in der Stimme verriet, dass der Gedanke bei Miller Genuss verbreitete. „So richtig bei Wasser und Brot und einer Pritsche mit der Härte von Beton. Und keine Decke?" "Wenn sie wollen, lasse ich noch das Licht weg." "Großartig", Millers Begeisterung war nicht zu überhören, "aber mit welchen Grund?" Die Brücke trug, Waterman kam zum Schluss. "Passen sie auf. Sie drehen das Radio so auf, dass die Wände wackeln. Ich schicke eine Streife wegen Ruhestörung. Sie sagen, das war ihre Schwiegermutter und wir nehmen sie mit." Waterman wartete einen Moment, dann schlug er zu. "Wo soll die Streife hinfahren?" "Penny Lane 8!" "Wir kommen!" Waterman legte auf und drückte eine Taste der Rufanlage. „Jungs, schwingt euch in die Kiste, Penny Lane 8 und bitte mit Tempo." „Geht in Ordnung, Chef." Ein Quaken sprach nicht für die Qualität der Technik. Waterman erhob sich. Na also. Er hatte schon Angst gehabt, es wird nichts mehr mit dem Anrufritual. Er ging zum Schrank. Jetzt musste Anzug gegen Anzug getauscht werden. Dienstklamotten gegen Ausgehanzug. Hilde kam. Seit Miller am Wochenende seine Schwiegermutter im Knast wähnte, hatte er Gelassenheit entwickelt, sagt Hilde, Watermans Neue. Trotzdem, eine Lösung für die Ewigkeit war das nicht. Vielleicht sollte man Miller mal einen Föhn in die Wanne schmeißen … |
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21-02-2010, 10:08
Beitrag #2
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RE: Mord mit Ankündigung
Hallo Adoras,
habe gerade Deine Geschichte gelesen und mich köstlich amüsiert. Der Gedanke, dass einer den Mord ankündigt und quasi einen Profi um sachdienliche Hinweise bittet, ist origninell. Das Motiv der Schwiegermutter weniger. Damit geht die Handlung auf die Ebene einer Burleske. Aber die Diskussion über die Tötungsart nimmt dann diesen Faden auf und führt die Komik in der Erzählung weiter aus. Ein wenig problematisch ist der große Zeitsprung vor dem letzten Abschnitt. Da müsste man den Leser besser vorbereiten. Vom rein Sprachlichen her wäre noch einiges glatt zu bügeln. Ich will nur ein paar Punkte erwähnen. Zitat:Der Blick, der die Uhr traf wurde von Unruhe begleitet.Nach "traf" ein Komma. Zitat:Da müssen sie bei der Zeitung anrufen."Sie" in der Anrede schreibt man immer groß. Zitat:Ein Grinsen kroch durch den Hörer.Das ist schön formuliert. Zitat:Das Beben in der Stimme verriet das der Gedanke bei Müller Genuss verbreitete."Dass" hier mit zwei s. Zitat:dass war ihre SchwiegermutterHier "das" mit einem s. Zitat:Dann hatte Waterman die Schwiegermutter abhole lassen.Bei "abholen" fehlt ein n. Wie gesagt, es sind nur einige Kleinigkeiten oder Versehen. Ansonsten ein sehr flüssiger und lockerer Erzählstil, der sich leicht liest. Ein bisschen unmotiviert ist der Schlusssatz, der doch eigentlich eine Pointe enthält: Zitat:Vielleicht sollte man Müller mal einen Föhn in die Wanne schmeißen......Zuvor war ja die Rede davon, dass zwischen den beiden Männern sich Freundschaft entwickelte. Gern gelesen. Hans Werner |
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21-02-2010, 10:56
Beitrag #3
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RE: Mord mit Ankündigung
Hey Adoras
Die Idee gefällt mir. Leider habe ich keine Zeit deinen Text genauer zu kritisieren. Aber ein bisschen muss sein. Zitat:Waterman nahm den Hörer in die Hand.Warum machst du so einen langen Satz? Es würde reichen wenn du schreibst: Waterman nahm ab. Und jeder würde wissen worum es geht. Der Dialog ist dir gut gelungen. Zitat:Ein Grinsen kroch durch den Hörer.An dieser Stelle habe ich wirklich, ein Grinsen aus dem Hörer kriechen sehen. ^^ Mir persönlich gefällt diese Stelle, aber bei anderen Lesern könnte es anders sein. Du solltest dein Ende noch überarbeiten, es ist noch nicht ganz Rund. Vielleicht solltest du die Leser schon an Anfang etwas vor warnen? Du merkst so schnell fällt mir jetzt nichts dazu sein.^^ Fazit: Ein guter Text. Eine gute Idee Mach dich an die Überarbeitung und er wird perfekt.^^ lg Echo Wehe dem der Böses tut, denn seine Schuld wird nie vergehen. |
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22-02-2010, 15:58
Beitrag #4
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RE: Mord mit Ankündigung
Hallo und herzlich Willkommen!
Ich habe gerade gesehen, dass dies dein erster Beitrag war - willst du dich uns nicht vorstellen? Jetzt aber zu deiner Geschichte. Wie immer hier im Forum gilt: Nimm dir aus dem Kommentar, was dir gefällt, den Rest kannst du vergessen Zitat:Inspektor Waterman saß am Schreibtisch.Englische Namen klingen für meine Ohren immer etwas "gewollt", das ist schade. Aber Geschmackssache, natürlich. Es lässt mich nur etwas zweifeln, wo deine Geschichte spielt. Du verwendest später den Namen "Müller" und die Straße "Eigenheimweg", das klingt alles recht deutsch. Einen "Inspektor" würde ich daher nicht erwarten, schon gar nicht einen namens Waterman. Aber gut, ich nehm's ersteinmal hin. Zitat:„Da müssen sie bei der Zeitung anrufen. Nicht meine Zuständigkeit, Herr....äh wie war ihr Name?“ ![]() Aber: Drei Punkte genügen, bedürfen eines Leerzeichens davor und dahinter und "äh" klingt irgendwie ... unsauber, darauf würde ich verzichten. Zitat:„Bitte Herr Müller, ich komme erst wenn es schon einen Toten gibtKomma nach "Bitte" und "erst". Zitat:Eine Frage aus der Enttäuschung klang.Komma nach "Frage" Zitat:„Ah ja..“Drei Punkte + Leerzeichen davor und dahinter. Zitat:Wenn sie da einen Irrtum begehen ...", wieder eine Pause mit Betonung, „ ...dannHier machst du die Pause durch den Einschub deutlich. Die Punkte sind da überflüssig und stören bei mir den Lesefluss. Zitat:„Die übernehme ich Herr Inspektor, dass können sie mir glauben.“Komma nach "ich" und "dass" hier mit einem s. Zitat:Die kanzelt mich seit Jahren mit „Sie“ ab. Frechheit!" ![]() Zitat:Also DAS war nicht von Nachteil."Das" würde ich zur Betonung eher kursiv setzen als groß schreiben. Springt mir negativ ins Auge. Zitat:Die hält zu ihrer Mutter. Deshalb muss die Ziege weg.Welche Ziege? Frau oder Schwiegermutter? Da werde ich gerade nicht ganz schlau. Zitat:„Die Erfahrung vermuten sie bei mir?“Sie groß. Zitat:„Nein, da habe ich keine Angst. Mein Name ist ja in Wirklichkeit nicht Müller." ![]() Aber "Ja KOMMA ich weiß". Zitat:„Also gefallen könnte mir die Variante mit der Badewanne und dem Föhn.“Aach, Anfänger! Klappt doch erwiesenermaßen nicht! Der Klassiker dazu aus der Rechtsprechung, BGHSt 32, 38 ("Sirius-Fall"): "... Der tödliche Stromstoß blieb jedoch aus. Aus „technischen Gründen“ verspürte H. nur ein Kribbeln am Körper, als sie den Haartrockner eintauchte." ![]() Zitat:Gibt es keine Chance zu überleben und die Dauer.Klingt komisch. Ich hätte es als Frage formuliert: "Gibt es keine Chance zu überleben? Und die Dauer?" Zitat:Ich denke aber trotzdem, die Schnelligkeit der Variante als Qualität kann angenommen werden.Dieser Satz ist holprig. Du willst sagen, dass Waterman annimmt, dass es schnell geht? Ja, dann tu das doch! Der ist zwar Beamter, aber jetzt das Amtsdeutsch in diese Geschichte einzubauen führt nicht unbedingt zu einem Qualitätsschub ... Zitat:"Also aus der Wanne hat es noch keiner geschafft."Nun ja. *räusper* Zitat:„Klingt wie Musik in meinen Ohren...“, ein Quieken der Freude drang aus dem Hörer.Die drei Punkte brauchst du da nicht. Und der Teil außerhalb der wörtlichen Rede ist ein vollständiger Satz - das Komma weg, "ein" groß. Zitat:"Wie kommen sie den mit einem Föhn an die Wanne in der ihre Schwiegermutter badet?"Sie groß, Komma nach "Wanne". Zitat:"Und dann Sicherungsschalter Richtung Hölle?" ![]() Zitat:"Ich weiß nicht, ich weiß nicht?"Klingt für mich nicht nach Frage, also eher ein Punkt (ggf. drei davon) als ein Fragezeichen. Zitat:"Wollen sie es sich nicht noch einmal überlegen?"Sie groß. Zitat:"Lassen sie es mich beurteilen!"Sie groß. Zitat:"Ich schaue mir ihre Schwiegermutter auf dem Revier an. (...) Ich stecke sie in den Knast."Ihre und Sie groß. Zitat:Das Beben in der Stimme verriet das der GedankeKomma nach "verriet" und "dass" mit Doppel-S. Zitat:"Jaaa...", Müllers Begeisterung war nicht zu überhören.Klingt für mich eher gelangweilt-gedehnt. Wie wäre es schlicht mit "Ja!"? Zitat:„Jung´s, schwingt euch in die Kiste, Eigenheimweg und bitte mit Tempo."Au weia, Apostroph beim Plural-S ... Schnell weg damit, ja? Zitat:„Geht in Ordnung Chef."Komma vor Chef. Zitat:Dienstklamotten gegen Ausgehanzug. ![]() Zitat:Keine Ahnung was Müller hat. Die Schwiegermutter ist in Ordnung. Watermans Typ. Vor vier Monaten hatte es begonnen. Müller rief an, Kumpel Alkohol im Schlepptau. Das Gespräch lief wie eben. Dann hatte Waterman die Schwiegermutter abhole lassen. Es war Zuneigung auf den ersten Blick. Für Beide. Das Wochenende und die Stadt gehörte ihnen. Anschließend kam Freitag für Freitag der Anruf von Müller. Gesprächsritual und ab die Maus. Seit Müller am Wochenende seine Schwiegermutter im Knast wähnte, hatte er Gelassenheit entwickelt. Sagt Hilde.Die Passage tut der Geschichte nicht gut. Sprachlich nicht schön, die Sätze sind abgehackt, ein Lesefluss kommt nicht auf. Außerdem, finde ich, nimmt die ausführliche Auflösung der Geschichte den Pfiff. Knapp angedeutet hat man etwas zum Denken und zum Schmunzeln, so hat man etwas von der Konsistenz von Babybrei. Schade! Ich würde die Geschichte mit "Hilde kam" enden lassen. Zitat:Vielleicht sollte man Müller mal einen Föhn in die Wanne schmeißen......Fies Liest sich vernünftig. Ich mag solche Dauerdialoge nicht so gerne, aber das passt schon. Mir gefällt deine direkte Rede besser als deine beschreibende Prosa am Ende. Worauf du achten solltest sind die Höflichkeitsformen (Sie, Ihre etc.), die hast du regelmäßig klein geschrieben. Insgesamt eine nette Idee, solide ausgeführt. Das Ende würde ich wie gesagt abkürzen, aber sonst hat's mir gefallen. Liebe Grüße, Lehrling Zum Lehrling und zur Lehrwerkstatt |
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22-02-2010, 23:27
Beitrag #5
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RE: Mord mit Ankündigung
besten dank für eure hinweise. am wochenende werde ich das mal genauer einbeziehen.
bis dahin aber denkaufgabe. das wichtigste besondere habt ihr übersehen. das ihr es nicht gemerkt habt, könnte heißen, ich habe es gut gemacht ... schaut noch mal drüber, wenn ihr neugierig seid. achtet mal auf die wortwahl .. |
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24-02-2010, 14:39
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24-02-2010 14:53 von LadydesBlauenMondes.)
Beitrag #6
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RE: Mord mit Ankündigung
Hallo adoras,
ich bin immer ganz besonders gespannt, wenn ich was von jemanden lese, von dem ich noch nichts gelesen hab. Zitat: Nicht meine Zuständigkeit, Herr....äh wie war ihr Name?“ Vor und hinter die drei Auslassungspunkte muss immer ein Leerzeichen, es sei denn du unterbrichst damit en Wort. Zitat: Einmal Toter, immer Toter. So klingt das irgendwie seltsam. Vorschlag: „Einmal tot, immer tot.“ Zitat: Der Inspektor begann eine Brücke zu bauen. Das Bild mit der Brücke gefällt mir. Aber vielleicht solltest du erwähnen wohin die Brücke führen soll. Villeicht: „Der Inspektor begann eine Brücke zu dem Anrufer zu bauen.“ Wobei du hier das „zu“ doppelt drin hättest, soll ja jetzt auch nur ein Beispiel sein, damit du siehst was ich meine. Zitat: Die Schwiegermutter ist in Ordnung. Zeitsprung. Es muss heißen „war in Ordnung“ Zitat: Dann hatte Waterman die Schwiegermutter abhole lassen. abholen Zitat: Seit Müller am Wochenende seine Schwiegermutter im Knast wähnte, hatte er Gelassenheit entwickelt. Sagt Hilde.sagte Zitat: Vielleicht sollte man Müller mal einen Föhn in die Wanne schmeißen...... Drei Punkte reichen völlig. Wobei du hier auch einen ganz normalen Punkt setzten könntest, weil der Satz auch dann vollständig wäre. So wirkt es ein bisschen „effekthascherisch“, der Leser kann sich schon denken, wie oder das der Gedankengang noch weitergeht. Alles in allem fand ich es vom Stil her nicht schlecht zu lesen. Du arbeitest ja viel mit dem Dialog übers Telefon, der gut zu lesen war und auch nicht gekünselt wirkt. Das einzige, was mir nicht so gut –vom Stil her- gefallen hat, ist das Ende. Da sind deine Sätze arg kurz und wirken abgehakt. Mal ein Beispiel: Zitat: Seit Müller am Wochenende seine Schwiegermutter im Knast wähnte, hatte er Gelassenheit entwickelt. Sagt Hilde. Mein Vorschlag wäre, entweder aus dem letzten Punkt ein Komma zu machen oder mit diesem Satz anzufangen, also: „Hilde sagt, dass Müller am Wochenende …“ Schau mal drüber, ob du nicht ein paar Sätze miteinander verbinden kannst. Vom Inhalt und vom Aufbau an sich, hat es mich überzeugt. Der Dialog hat in keinster Weise angedeutet, dass das schon sowas wie ein Ritual ist, bzw. das Waterman die Schwiegermutter schon kennt. Da wirkt das Bild mit der Brücke gleich ein bisschen anders, denn sie wird nicht zu Müller aufgebaut sondern zu Hilde. Hat mir also gut gefallen und hat Spaß gemacht zu lesen, nur das Ende liest sich noch ein wenig holprig. Edit: Gerade fällt mir auf: Waterman erzählt doch was von seiner eigenen Frau, bzw. Schwiegermutter. Und dann geht er mit Hilde aus? :icon_gucker: Betrügt er seine Frau? Oder gibts die gar nicht? Aber ich find es nicht schlimm, dass du das nicht erwähnt hast, so ein bisschen offenes Ende ist gut. Liebe Grüße, Lady Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci- Wörterwelten |
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27-02-2010, 11:56
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27-02-2010 11:59 von adoras.)
Beitrag #7
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RE: Mord mit Ankündigung
hallo liebe kommentatoren,
ich habe einiges eingearbeitet, danke. manche dinge sehe ich anders. ohne den einzelnen anzusprechen mal aus dem hut ein paar überlegungen von mir dazu. grundsätzlich ergeben sich einige "baustellen" aus dem umstand, dass die geschichte ohne adjektive geschrieben ist. das führt zu kleinen kompromissen. andeutung des späteren ist krimigemäß oben versteckt. er schaut mit "unruhe" zur uhr, erwartet also noch was. untreu. nein, er "hatte" eine schwiegermutter. jetzt auch noch um frau ergänzt. englisch mangel durchgängigkeit ist den verschiedenen varianten der geschichte geschuldet. jetzt machen die beatles mit ...:-) siriusfall verhandle ich gerade mit meiner schwiegermuttet wegen test. sie glaubt dir nicht ... der feigling ... tempus, sehr interessant. schwiegermutter "war" oder "ist" in ordnung. ähnlich wie "sagt" oder "sagte" hilde. ich will den aktuellen status betonen. aus sicht watermans "ist" sie in ordnung, weil das ist der stand. "war" ist für mich zwar als zeitform denkbar nicht aber als aussage richtig. hilde ähnlich. sagt ist ein status, sagte eine aktion in der vergangenheit. schluss ist holprig. ok, sprache soll eigentlich den beamten als typ mit transportieren, aber es ist auch meine art/unart, manche dinge zack zack zu formulieren. bg adoras |
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13-03-2010, 16:55
Beitrag #8
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RE: Mord mit Ankündigung
Bei dieser Geschichte habe ich mich köstlich amüsiert. Die Idee mit einer Ankündigung ist echt brilliant.
"Denkst du, ich habe den Verstand verloren?" - Alice "Ich fürchte Ja. Du hast eine Meise, du bist verrückt. Nicht bei Sinnen. Aber ich verrate dir was. Das macht eben die Besten aus." - Ihr Vater |
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05-12-2010, 13:45
Beitrag #9
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RE: Mord mit Ankündigung
hallo nicht großer wassergeist,
habe mich den hinweisen gebeugt und den schluss aus seiner erklärungswut rausgeholt und einfach als schluss formuliert. hoffe es kommt besser an. schöne woche adoras |
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30-03-2011, 04:12
Beitrag #10
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RE: Mord mit Ankündigung
Hallo adoras,
ich hab schon die eine oder andere Geschichte von dir hier im Forum gesehen, aber noch nicht viele Kommentare - was hälst du davon, das zu ändern? ![]() Zunächst aber zu deiner Geschichte: Zitat:Am Ende der Leitung war ein Schnaufen zu hören.o.O Das ist natürlich auch mal eine Methode. *lacht* Schreibt man nicht normalerweise Drohbreife? *g* Zitat:„Da müssen Sie bei der Zeitung anrufen. Nicht meine Zuständigkeit, Herr ... wie war ihr Name?“Was für eine Reaktion *ggg* ein Versuch beiläufig den Namen des Drohers herauszufinden? Zitat:„Bitte, Herr Miller ich komme erst, wenn es schon einen Toten gibt, nicht vorher.“ Waterman war Profi. Nur keine Aufregung, erst einmal klären, wer Chef im Ring ist.Im Satz darüber schreibst du noch "Müller", ich nehme nicht an, dass das gewollt ist? Aber schon eine sehr zynische Aussage - gefällt mir gut. Zitat:„Es stört sie also nicht, wenn ich jemanden umbringen will?“ Eine Frage, aus der Enttäuschung klang. Zitat:Ein Mord braucht schon eine Begründung. Wenn sie da einen Irrtum begehen", wieder eine Pause mit Betonung, „dann ist der nicht mehr zu korrigieren. Glauben sie meiner Berufserfahrung. Einmal Toter, immer Toter. Da tragen sie eine Verantwortung.“*lacht* Das ist gut. Zitat:„Sie verstehen mich. Und deshalb habe ich auch angerufen. Umbringen ja, ich weiß aber noch nicht wie. Mir fehlt es an Erfahrung.“Erscheint mir eine besonders clevere Idee zu sein, bei der Polizei anzurufen, wenn man einen Mord plant. *lacht* Zitat:„Nein, da habe ich keine Angst. Mein Name ist ja in Wirklichkeit nicht Miller."Also diese Stelle ist genial! Zitat:"Und dann Sicherungsschalter Richtung Hölle?""Sicherungsschalter Richtung Hölle" wäre ein genialer Titel ... Zitat:"Juhu...", Millers Begeisterung war nicht zu überhören. "Aber mit welchen Grund?"Erstmal: es gehört ein Leerzeichen vor die drei Punkte, wenn sie einen Satz unterbrechen und nicht ein Wort. Zitat:Seit Müller am Wochenende seine Schwiegermutter im Knast wähnte, hatte er Gelassenheit entwickelt, sagt Hilde, Watermans Neue.Hier schreibst du wieder "Müller", weil er wirklich so heist, aber sich als Deckname Miller ausgedacht hat? *g* Dann ist das Müller oben aber trotzdem fehl am Platz. Ein interessanter Twist ... finde ich gut! Aber trotzdem kommt es etwas seltsam rüber, dass es ein Anrufritual sein soll. Dann muss dem anderen auch bewusst sein, dass es immer das selbe Gespräch ist. Ich würde vielleicht am Ende noch einbauen: "Miller? Glaubte der wirklich, dass die einfallslosen Namen über die Identität hinweg täuschen würde" oder so? Dann würdest du den Anrufer als dumm hinstellen und das würde mehr Sinn machen. Ansonsten hat mir deine Geschichte aber gut gefallen. Sie besteht natürlich hauptsächlich aus Dialog, aber hier hätte "Füllung" eher gestört. Es ging um die trockenen bis zynischen Antworten des Kommissars in denen man zunächst den Plan sieht, den Mörder an der Nase herum zu führen und am Ende den wahren Hintergedanken erkennt. Dieser Dialog hat sich sehr flüssig gelesen und immer wieder zum Schmunzeln angeregt, wie sich das für die Humorrubrik gehört. Nur den Twist am Ende solltest du noch etwas ausarbeiten, wobei er mir als solcher sehr gut gefällt (ohne Twist wäre die Geschichte nur halb so gut). Viele Grüße vom Wanderer Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ... Wanderer zwischen den Welten und der Weltenknoten |
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