Es ist: 28-04-2017, 13:09
Es ist: 28-04-2017, 13:09 Hallo, Gast! (Registrieren)

Was wurde im Januar auf der Mainpage rezensiert?

Krähenspuren (452 d.E.)
Beitrag #11 |

RE: Krähenspuren (452 d.E.)
Auf zum letzten,

Zitat:
Zitat:Ich würds gern drin lassen, einfach weil die Stelle so schön zeigt, dass er sich Gedanken macht um das was er so beobachtet.
=> Ja, Gedanken machen ist ja gut, aber muss es echt "zündeln" sein? Das ist ungefähr so interessant und originell wie schweize Käse. Mrgreen - Sorry.

Ich versteh schon, dass es wenig originell ist, aber die ganze Geschichte ist nicht unbedingt die Neuerfindung des Rades. Mrgreen Jetzt einen super-orginellen-zündelden-Kobold aus dem Hut zu zaubern, wär glaub ich auch keine Lösung.

Zitat:=> viel Stimmungsvoller und das mit den Bruchstücken ist ein wunderbarer einfall. Auch toll, schön, diese Geschichten so aufblühen zu sehen! Icon_smile

Mich freuts auch. Icon_smile Tja auf meine spontanen Einfälle kann man sich verlassen (manchmal)

Zitat:So. So viel für heute Abend. Liest sich ingesamt jetzt um einiges flüssiger und besser. Freut mich für dich, hast du gut gemacht. Icon_smile

Danke. Mich freuts auch. Für Tandor. Icon_smile

Gut, ich hab jetzt noch die letzten Wortwiederholungen rausgeworfen - besser wirds nicht.

Vielen Dank für deine Unterstützung, Sternchen, ich wünsch dir eine geruhsame Nacht. Icon_smile

Grüße Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #12 |

RE: Krähenspuren (452 d.E.)
Hi Lady!

Für heute brauch ich noch eine Portion Fantasy, da dachte ich, hole ich sie mir in Athalem ab Icon_wink Da die Geschichte ja vermutlich nicht mehr allzu stark überarbeitet werden wird (immerhin schon im Phantast veröffentlich Icon_wink ) beschränke ich mich im Kommentar auf allgemeinere Anmerkungen und Gedanken während des Lesens.

Zitat: Straßenstaub erschwerte das Atmen, nahm ihm die Sicht und hatte sich auf sein silbernes Haar gelegt.
Ich weiß, ich bin unmöglich, aber ich hätte die Aufzählung genau andersrum aufgezogen, mit der schwächsten Auswirkung des Staubs beginnend als Steigerung zur schlimmsten. Also:
»Straßenstaub hatte sich auf sein silberne Haar gelegt, nahm ihm die Sicht und erschwerte ihm das Atmen.«
Das finde ich von der Satzdramatik her passender, treppenstufenmäßig nach oben

Zitat: Sein Orientierungssinn lies ihn im Stich.
»ließ«

Zitat: Lächelnd folgte er ihr und beobachtete dabei zwei strohblonde Zöpfe, die in ihrem Nacken wippten.
Hm … vielleicht noch ein »ihre« bei den Zöpfen einfügen: »beobachtete dabei ihre zwei strohblonden ...« ; ohne das liest es sich so, als wären die Zöpfe Fremdkörper, die nicht zu der Frau gehören sondern nur rein zufällig grad in ihrem Nacken sind *lach*

Zitat: Unbesonne Männer fielen in den Staub des Platzes. Aufgescheuchten Hühnern gleich liefen sie ziellos ducheianander,
»Unbesonnene«
»durcheinander«

Die Rauch-Szene: Da hab ich kein klares Bild vor Augen, wie genau der Rauch aussieht, wie nah oder fern er ist, nach welcher Feuergröße er aussieht, dass er eine solche Panik unter den Dorfbewohnern verursacht. So wie die sich da verhalten, wirkt es eher so, als würde gerade eine Armee auf das Dorf zu marschieren.
Ich meine, dass sie aufhören zu feiern und erstmal planlos rumlaufen, okee, aber
Zitat: sprangen auf und rannten davon. Unbesonne Männer fielen in den Staub des Platzes. Aufgescheuchten Hühnern gleich liefen sie ziellos ducheianander, standen sich im Weg und schrien sich an.
… so verhält man sich doch nicht, wenn es irgendwo brennt? Also klar, wenn jetzt ein Haus direkt neben dem Festplatz in Flammen stehen würde, vielleicht, aber bei einem Feuer, das so weit weg ist, dass man nur den Rauch sieht?
Und dann, auf einmal, ist alle Panik weg, alle rennen auf einmal zu ihren Häusern um Eimer zu holen? Erzeugt bei mir eher ein lustiges Bild im Kopf Icon_wink

Zitat: Mit Wasereimern bewaffnet kamen sie wieder heraus und verwanden schließlich aus Tandors Blickfeld.
»Wassereimern«
»verschwanden«

Zitat: Er nahm sich einen zweiten Teller Suppe. Inzwischen saß er allein unter dem Sonnendach.
Schön dargestellt, wie Tandor sich nicht für die Hektik interessiert. Lustigerweise wird er mir dadurch nicht unsympathischer. Ist nicht sein Bier, also was solls. Die Darstellung ist dir gut gelungen

Zitat: Rußverschmiert, aber siegestrunken und fröhlich kehrten die Bewohner Nadirs nach einiger Zeit auf den Dorfplatz zurück.
Äh … fröhlich? Was genau hat denn da gebrannt, dass es offenbar kein Verlust für ein Dorf von Bauern ist? Oder sind sie so reich, dass sie eine abgebrannte Scheune locker ersetzen können? Keine Familie dabei, die heute Nacht kein Dach überm Kopf hat, weils abgebrannt ist?

Zitat: Tandors Finger bewegte sich. Wenn der kleine Finger seiner rechten Hand zu zucken begann, lagen schon so manches Mal Gespräche in der Luft, die Informationen enthielten.
Allmählich glaub ich, es liegt an mir und ich hab wieder meine Nix-Versteh-Phase *lach* Wieso zuckt sein Finger, wenn interessante Gespräche aufkommen? Also was ich noch verstehen könnte, wäre, wenn es ein Anzeichen von Nervosität / Neugier ist; aber hier klingt es so, als würde erst Tandors Finger zucken und dann bekommt Tandor überhaupt erst mit, was gesprochen wird. Also so ein Wichtige-Informationen-Radar in Form eines zuckenden Fingers *lach*

Zitat: aber auch ohne diese Geste, schienen die Anderen an ihren Lippen zu hängen.
Kein Komma zwischen »Geste schienen«

Ah, dass die Frau mit den roten Wangen Margo ist, würde ich schon da erwähnen, wo Tandor sich zu ihr setzt. Wurde mir nämlich nicht wirklich klar – immerhin werden da ja noch mehr Frauen als nur Margo rumlaufen

Zitat: „Nun, wird der feine Herr wohl nicht mehr dort übernachten können.“ Margo ließ sich die Unterbrechung ihrer Geschichte nicht anmerken.
„Welcher feine Herr?“ Tandor hatte diese Wendung so überrascht,

Oh, ich dachte, damit wäre Tandor gemeint, hatte da Margos Angebot vom Anfang wohl fehlinterpretiert. Auf jeden Fall war ich zunächst verwundert, warum Tandor das fragt, wo doch er selbst gemeint ist.

Zitat: dass sie sogar die alte Rabea, mit ihren schlechten Augen erkennen konnte.
Kein Komma zwischen »Rabea mit«

Zitat: Tandor hatte sich schon gefragt, wann sie das tun würde, damit er über das Gehörte nachdenken konnte. Aber viel Zeit blieb ihm dazu nicht.
Hm … den Einwurf finde ich unnötig, da Tandor ja offenbar auch die kurze Zeit von Margos Trinkpause nicht nutzt, um über das Gehörte nachzudenken. Zumindest bekommt der Leser es nicht mit, daher ist es ja auch egal, ob Tandor es tut oder nicht. Finde ich.

Zitat: Geräusche aus der Kammer, neben der ihren hörte.
Kein Komma zwischen »Kammer neben«

Zitat: Seitdem stand ihr Haus leer, wir hatten noch nicht entschieden, wem es gehören soll.“
Ach gut, das erklärt natürlich, warum oben niemand besorgt ist, vergiss diesen Einwand also.
Falls bei noch mehr Lesern dort was aufgefallen ist, könnte man ja Tandor den Gedanken kommen lassen, dass es merkwürdig ist, warum sie trotzdem so fröhlich sind, obwohl ein haus abgebrannt ist.

Die Geschichte mit dem feinen Herrn finde ich sehr unmotiviert eingebaut. Der hat also einmal da übernachtet und Rabea hatte gehofft, er kommt nochmal wieder. Nun ist Rabea aber sowieso tot, warum sollte der feine Herr dann – wenn er überhaupt nochmal wiederkommt – in dem leeren Haus einer toten Frau schlafen wollen / dürfen? Ich würd vielleicht einbauen, dass der feine Herr nochmal zurückkommen wollte; welchen Grund hätte Margo sonst für die Aussage „Nun, wird der feine Herr wohl nicht mehr dort übernachten können.“? Die einzige, die daran Interesse gehabt hätte, wäre ja offenbar Rabea, und die ist tot.
Und irritiert hat mich die Zeitangabe: Der feine Herr war während der Dunkeltage da, aber Rabea ist noch vor der Jahreswende gestorben, also auch in den Dunkeltagen? Oder liegt zwischen Rabeas Tod und der Anwesenheit des feinen Herrn ein ganzes Jahr? Dann wäre Margos Gedanke, der feine Herr könne tatsächlich nochmal wiederkommen, noch unplausibler. Finde ich

Man (ich) merkt der Geschichte über den feinen Herrn an, dass sie nur deshalb erzählt wird, damit Tandor die Informationen bekommt. Kommt bei mir jedenfalls stark so an.


Zitat: und ihren neu begonnen Monolog wieder aufnahm.
»begonnenen«

Zitat: Die Sonne brannte ihm noch heißer als am Morgen auf die Schultern, doch noch machte es ihm nichts aus. Gemächlich lenkte er seine Schritte, auf der staubigen Straße, in Richtung der Brandruine. Margo hatte von einem „Haus“ berichtet, doch Tandor befand, dass die Bezeichnung „Hütte“ angebrachter gewesen wäre.
hm … am Morgen hat er schon geschwitzt und der Staub hat ihm das Atmen erschwert – jetzt schwitzt er nicht mehr, obwohl es heißer ist?
Das mit Haus – Hütte wurde schonmal erwähnt, finde ich persönlich jetzt nicht so wichtig, dass der Leser regelmäßig dran erinnert wird. Das Bild von armen Bauern ist angekommen

Zitat: Vor ihm erhoben sich nur noch Bretter in den klaren, blauen Himmel, ein paar Steine, wo wohl einmal die Kochstelle gewesen sein mochte und ein großer Haufen Asche.
Woraus sind Hütten denn noch, außer aus Brettern und Steinen? *lach* Die Bretter, die sich in den Himmel erheben, irritieren mich ein wenig: Was genau muss ich mir da vorstellen? Ein großer Haufen Asche deutet darauf hin, dass das Feuer recht erfolgreich war. Wenn da aber noch Bretter sind, was ist dann zu Asche verbrannt? Vielleicht:
»Vor ihm lagen die zusammengestürzten Überreste einer Hütte [dann bräuchtest du die Bemerkung, dass es eher eine Hütte ist auch nicht] und ein paar Steine, wo wohl einmal die Kochstelle gewesen sein mochte. Alles war bedeckt von einer dünnen/grauen Schicht Asche«

Zitat: dass es nicht auf die Nachbarhütten ausgebreitet hatte.
Stehen die Hütten da dicht an dicht? Ich weiß nicht, Mittelalterdorf stelle ich mir immer so vor, dass jedes Haus seinen Garten hat, vielleicht eine kleine Wiese für Ziegen oder Hühner.

Zitat: Wenn der feine Herr tatsächlich aus politischen Gründen auf dem Weg nach Gandal’har gewesen war, dann war er womöglich ein Mitglied des Hohen Rates. Falls das tatsächlich so war, dann würde es den anderen Mitgliedern sicher nicht gefallen, wenn er auf seinen Geschäftsreisen eine Gespielin mit sich nahm.
Mag daran liegen, dass ich mich nicht so gut in Athalem auskenne – aber ohne den Hintergrund würde ich mich auf jeden Fall fragen: Glaubt Tandor echt dem Geschwätz Klatschsüchtiger Tratschweiber? Und warum sollte es andere Politiker interessieren, wenn einer eine Gespielin hat? Vielleicht war es ja auch seine Verlobte oder gar Ehefrau? Also, dass Margo überdramatisiert, haben wir ja schon erkannt – und Tandor offenbar auch – da verstehe ich nicht, warum er jedes Wort dieser Geschichte glaubt.
Ich frage mich hier dazu noch, warum Tandor sich dafür interessiert. Hat er vor, Krähennase aufzuspüren und zu erpressen?

Zitat: Vielleicht sollte diese einfache Art zu Reisen seine Identität verschleiern.
»reisen« (klein)

Also Tandors Motivation kann ich leider überhaupt nicht nachvollziehen. Sein Interesse an Krähennase … nur weil eine tratschende Bauersfrau sagt » Angeblich wegen wichtigen Regierungsgeschäften.«, und diese Vermutung hat sie nichtmal selbst gemacht, sondern nur von einer anderen Frau übernommen, die inzwischen tot ist, ist Tandor offenbar fest davon überzeugt, dass Krähennase Mitglied im Hohen Rat ist.
Vielleicht übertreibt Margo? Vielleicht wollte Rabea sich nur vor ihren Freundinnen aufspielen? Vielleicht wollte Krähennase selbst sich aufspielen?
Und selbst wenn er Mitglied des Hohen Rates ist: Was will Tandor dann von ihm?
Die ganze Motivation bleibt vollkommen im Dunkeln (oder ich steh auf dem Schlauch und seh sie nicht *lach*), und dadurch bleibt Tandors Handeln für mich uninteressant und willkürlich.

Spannender wäre es, mMn, gewesen, wenn Tandor Krähennase schon länger wegen irgendwas verfolgen würde und hier dann eben neue Hinweise bekommt – dass er schon dachte, er hätte Krähennase doch aus den Augen verloren und nun aber weiß, dass er noch auf der richtigen Spur ist. Und dazu eben ein Grund, warum Tandor den Mann verfolgt.

Dadurch, dass dem Leser ein Einblick in den Antrieb des Protagonisten fehlt, zieht sich der Text mMn sehr in die Länge. Du erzählst – zwar größtenteils sehr solide geschrieben – von Tandors Ankunft, von dem Fest, dem Feuer, von Margos Geschichte … aber als Leser kann ich nicht einordnen, wie wichtig die Informationen sind und empfinde das breite Auswälzen als langwierig, da ich endlich den Kern, die Intention der Geschichte finden möchte.
Ich bin ja selbst kein Profi in Sachen Spannung, aber zumindest irgendein Ziel sollte Tandor schon recht früh am Anfang haben, das er verfolgen kann, damit der Leser eben hoffen kann, dass er es erreicht. Oder zumindest gespannt mitverfolgen kann WIE er es erreicht.
Hier plätschert mir das Geschehen nur ziellos vor sich hin und dadurch fällt es mir schwer, dem Text aufmerksam zu folgen.

Wenn nicht für diese Geschichte, kannst du aus meiner Kritik ja vielleicht trotzdem was für die nächste mitnehmen Icon_wink

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #13 |

RE: Krähenspuren (452 d.E.)
Hallo Lanna,
entschuldige die lange Wartezeit auf meine Rückmeldung, aber nach meinem Urlaub war recht viel zu tun. Und ich wollte mir die Zeit nehmen ausführlich zu antworten. Icon_smile

Zitat:Da die Geschichte ja vermutlich nicht mehr allzu stark überarbeitet werden wird (immerhin schon im Phantast veröffentlich Icon_wink) beschränke ich mich im Kommentar auf allgemeinere Anmerkungen und Gedanken während des Lesens.

Na, mal sehen was du zu sagen hast, aber wahrscheinlich werd ich tatsächlich keine größeren Überarbeitungen mehr machen. Schließlich muss man sich ja irgendwann Neuem zuwenden. Icon_wink

Zitat:Ich weiß, ich bin unmöglich, aber ich hätte die Aufzählung genau andersrum aufgezogen, mit der schwächsten Auswirkung des Staubs beginnend als Steigerung zur schlimmsten.

Hmm, ist wahrscheinlich Geschmackssache, aber auch irgendwie was wahres dran, ich werds mir mal merken, dass mit der Satzdramatik.

Zitat:Hm … vielleicht noch ein »ihre« bei den Zöpfen einfügen: »beobachtete dabei ihre zwei strohblonden ...« ; ohne das liest es sich so, als wären die Zöpfe Fremdkörper, die nicht zu der Frau gehören sondern nur rein zufällig grad in ihrem Nacken sind *lach*

Theoretisch würd ich dir recht geben. Praktisch ist es aber so, dass ich schon ein "ihr" und ein "ihrem" in dem Satz hab und das wie eine Wortwiederholung wirkt. Außerdem ist das durch "in ihrem Nacken" wohl klar um wessen Zöpfe es geht. Icon_wink

Zitat:Die Rauch-Szene: Da hab ich kein klares Bild vor Augen, wie genau der Rauch aussieht, wie nah oder fern er ist, nach welcher Feuergröße er aussieht, dass er eine solche Panik unter den Dorfbewohnern verursacht.

Also ich hab mir das so vorgestellt, dass sie zuerst wirklich nur den Rauch sehen, dass Feuer also ein ganzes Stück weg ist. Und da sie "Rauch=Feuer" denken sofort in Panik ausbrechen, bis der Gedanke "Feuer=löschen" kommt. Hmm, die Reaktion wird wahrscheinlich von Mensch zu Mensch anders sein. Icon_wink

Zitat:Schön dargestellt, wie Tandor sich nicht für die Hektik interessiert. Lustigerweise wird er mir dadurch nicht unsympathischer. Ist nicht sein Bier, also was solls. Die Darstellung ist dir gut gelungen

Er soll ja auch nicht unsymphatisch wirken. Schön, dass dir die Darstellung gefällt. Icon_smile

Zitat:Äh … fröhlich? Was genau hat denn da gebrannt, dass es offenbar kein Verlust für ein Dorf von Bauern ist? Oder sind sie so reich, dass sie eine abgebrannte Scheune locker ersetzen können? Keine Familie dabei, die heute Nacht kein Dach überm Kopf hat, weils abgebrannt ist?

Richtig, das Haus steht leer, deshalb müssen sie sich keine Gedanken dadrum machen. Außerdem dachte ich mir das "fröhlich" eher Momentbezogen, also das sie erstmal froh sind, das Feuer gelöscht zu haben.

Zitat:Allmählich glaub ich, es liegt an mir und ich hab wieder meine Nix-Versteh-Phase *lach* Wieso zuckt sein Finger, wenn interessante Gespräche aufkommen? Also was ich noch verstehen könnte, wäre, wenn es ein Anzeichen von Nervosität / Neugier ist;

Naja, da gibts ja auch nix zu verstehen. *lach* Es ist einfach eine Tandor-Eigenheit, ähnlich wie wenn andere vor Überraschung die Augenbrauen hochziehen, zuckt bei ihm vor Nervosität/Neugier der Finger, so wie du es ja auch verstanden hast. ^^

Zitat:Der feine Herr war während der Dunkeltage da, aber Rabea ist noch vor der Jahreswende gestorben, also auch in den Dunkeltagen? Oder liegt zwischen Rabeas Tod und der Anwesenheit des feinen Herrn ein ganzes Jahr? Dann wäre Margos Gedanke, der feine Herr könne tatsächlich nochmal wiederkommen, noch unplausibler. Finde ich

Naja, ich hatte die Dunkeltage als Bezeichnung für den Herbst in Athalem eingeordnet und die Jahreswende ist eben der späte Winter, weshalb da schon mehrere Wochen zwischen dem Besuch von Krähennase und dem Tod Rabeas liegen. Was aber eigentlich in meinen Augen völlig egal ist, weil Rabea eben zu Lebzeiten gehofft hat, dass der Kerl nochmal wiederkommt. Außerdem ist sein Wiederkommen unabhängig von ihrem Tod. Und die Bemerkung sollte so ein bisschen zeigen, dass Margo eben gut mit Rabea vertraut war, so ein bisschen Sentimentalität reinbringen. Icon_wink

Zitat: Ich würd vielleicht einbauen, dass der feine Herr nochmal zurückkommen wollte; welchen Grund hätte Margo sonst für die Aussage „Nun, wird der feine Herr wohl nicht mehr dort übernachten können.“? Die einzige, die daran Interesse gehabt hätte, wäre ja offenbar Rabea, und die ist tot.

Mit Margos Aussage wollte ich eher darauf heraus, dass sie es schade findet, dass das Haus abgebrannt ist. Auch so ein bisschen Sentimentalität eben. Icon_wink Der Kerl kann ja auch in einem anderen Übernachten. Wenn er vor dem Feuer wiedergekommen wäre, dann hätten sie ihn ja dadrin unterbringen können, unabhängig von Rabeas Tod.

Zitat: hm … am Morgen hat er schon geschwitzt und der Staub hat ihm das Atmen erschwert – jetzt schwitzt er nicht mehr, obwohl es heißer ist?

Ich wollte damit nur sagen, dass er sich eben erholt hat. Deshalb auch das "noch".

Zitat:Stehen die Hütten da dicht an dicht? Ich weiß nicht, Mittelalterdorf stelle ich mir immer so vor, dass jedes Haus seinen Garten hat, vielleicht eine kleine Wiese für Ziegen oder Hühner.

Also ich stell mir das immer dicht an dicht vor und das die Felder und Wiesen eher das Dorf umgeben, oder eben hinter den Häusern liegen. Icon_wink

Zitat:Also Tandors Motivation kann ich leider überhaupt nicht nachvollziehen. Sein Interesse an Krähennase … nur weil eine tratschende Bauersfrau sagt » Angeblich wegen wichtigen Regierungsgeschäften.«, und diese Vermutung hat sie nichtmal selbst gemacht, sondern nur von einer anderen Frau übernommen, die inzwischen tot ist, ist Tandor offenbar fest davon überzeugt, dass Krähennase Mitglied im Hohen Rat ist.

Ehrlich gesagt, da hab ich mir wirklich lang und breit Gedanken drüber gemacht und dann beschlossen Tandor an der Weggabelung zögern zu lassen. Er fragt sich ja auch: "Was ist wenn er kein Mitglied des Hohen Rates ist?" und in den letzten Sätzen steht ja auch, dass er nach Gandal’har gehen will, selbst wenn Krähennase uninteressant sein sollte. Also glaubt er Margo keinesfalls vollständig. Es ist eher seine Neugier, die ihn auf Krähennases Spur bringt, bzw. sein Nomandenblut, was ihn beinah schon ziellos durch Athalem treibt. Deshalb auch gleich zu deiner nächsten Anmerkung:

Zitat:Hier plätschert mir das Geschehen nur ziellos vor sich hin und dadurch fällt es mir schwer, dem Text aufmerksam zu folgen.

Stimmt vollkommen. Aber ich wollte die Geschichte schreiben, um Tandor näher kennenzulernen und hab parallel dazu seinen Charakterbogen erstellt. Klar ist das ein bisschen langweilig zu lesen, aber ich wollte für ihn kein großes Abenteuer entwerfen, dann hätte ich nämlich auch erwähnen müssen warum/wieso er Krähennase verfolgt usw. Icon_wink Wahrscheinlich meinen deshalb alle, dass das ein prima Questanfang wäre ... Icon_panik Aber das ist auch soetwas auf das ich beim zukünftigen schreiben unbedingt achten muss: Mehr Handlung!

Lanna, vielen Dank für deinen Kommi. Ich freu mich, dass ich was vom Kommentier-Wettbewerb abgekommen hab und kann dadraus, tatsächlich einige allgemeine Dinge für zukünftiges Geschreibsel mitnehmen. Es freut mich jedenfalls schonmal, dass das was ich geschrieben habe "solide" erzählt ist. Jetzt brauch ich nur noch Handlung und Spannung. Icon_smile Die kleinen Tippfehlerchen werd ich natürlich noch rauswerfen.

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #14 |

RE: Krähenspuren (452 d.E.)
Hallo Lady,

Versprochen ist versprochen   Icon_smile Ernsthaft, ich lese deine Geschichten sehr gerne. Mal ein dickes Lob an deinen Schreibstil

Habe ja auch schon so ein bisschen gelesen, was meine Mitstreiter geschrieben haben und schließe mich ihnen an. Mal kein Muskelprotz mit schweren Waffen, sondern jemand der seinen Verstand einsetzt und die logischen Schlussfolgerungen müssen ja auch entsprechend vom Autor umgesetzt werden.  Pro

Zitat:und hatte sich auf sein silbernes Haar gelegt.
legte sich auf sein silbernes Haar. Ich denke, der Staub hört nicht auf, ihn zu piesacken  Mrgreen

Zitat:Tandor konnte nur vermuten, wo er war. Irgendwo in Nomae’kann. Nomae lag seit einigen Tagen hinter ihm und Noato hatte er noch nicht erreicht. Er fluchte. 
Absatz hinter erreicht, weil die Beschreibung, wo er sich gerade befindet endet und dann kommt ja ein neuer Gedankengang

Zitat:Einfach gebaut, aus Holz und Lehm, dafür umso farbenprächtiger behängt.
verziert statt behängt? Bei behängt denke ich eher an Stoffbahnen und Tücher. Ist das so? Oder werden die Hütten auch bemalt?

Zitat:Die Flammen waren mit Wasser gelöscht worden, wenig später die Erinnerungen mit Wein.
genialer Satz  Mrgreen

Zitat:Um sie herum brach lauter Jubel aus und Tandor konnte kaum dem Drang widerstehen sich die Ohren zuzuhalten.
Komma nach widerstehen


Zitat:Tandor hatte schon oft genug an politischen Tischen gespeist, um zu wissen, dass ein guter Ruf von größter Wichtigkeit war. Und Krähennases Ruf würde durch eine fremde Bettgefährtin nicht gewinnen. Ein Lächeln stahl sich auf Tandors schmale Lippen. 
Eine Wiederholung vom Namen Tandor. Das zweite Tandor einfach durch seine ersetzen

Insgesamt eine recht spannende Geschichte, die sich deutlich von Grenzgänger unterscheidet, ohne dass der für dich typische Stil verloren geht. Spannend und flüssig zu lesen. Man hat als Leser das Gefühl, wirklich dabei zu sein. Diese Margo wirkt zwar ein wenig klischeehaft (übergewichtig, einfältig, bäuerlich) aber sie ist das krasse Gegenteil von Tandor.
Ich weiß jetzt nicht, ob du diese Geschichte weiterführen möchtest. Mich würde auch interessieren, wer diese Krähennase (Titel übrigens sehr gut gewählt) ist.

Liebe Grüße Persephone

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



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Beitrag #15 |

RE: Krähenspuren (452 d.E.)
Hallo Persi,

schön, dich wieder unter einer meiner Geschichten zu finden. Icon_smile


Zitat:verziert statt behängt? Bei behängt denke ich eher an Stoffbahnen und Tücher. Ist das so? Oder werden die Hütten auch bemalt?

Die sind wirklich mit Stoffen und Tüchern behängt, weil ja ein Fest stattfinden soll. Bemalt sind die Häuser nicht.

Zitat:Diese Margo wirkt zwar ein wenig klischeehaft (übergewichtig, einfältig, bäuerlich) aber sie ist das krasse Gegenteil von Tandor.

Jopp, sie ist ziemlich klischeehaft, aber ich wüsste jetzt auch nicht, wie ich sie besser gestalten könnte. Schlussendlich ist sie ja auch nur eine Nebenfigur, da würde ich es fast zu überladen halten, wenn sie auch noch eine tolle Hintergrundstory bekommt und super interessant wird. Icon_wink


Zitat:Ich weiß jetzt nicht, ob du diese Geschichte weiterführen möchtest. Mich würde auch interessieren, wer diese Krähennase (Titel übrigens sehr gut gewählt) ist.
Erstmal wird es, glaube ich, nicht weitergehen. Ich hatte immer mal gehofft, dass als Anfang für ein Play verwenden zu können.

Die kleinen angemerkten Fehlerchen werde ich natürlich noch ausbessern.

Vielen Dank, auch hier für deinen Kommi, das Lob und überhaupt das beschäftigen mit meiner Geschichte. Icon_smile

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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