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Die Jagd (Sonett)
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15-08-2010, 19:39
Beitrag #1
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Die Jagd (Sonett)
Die Jagd
Den Spuren auf der Jagd, Ich habe was Neues gefunden, ein tolles Gebiet zu erkunden. wenn nicht weiter weißt dann frag. Ein hübsches Reh gesehen, Kaum habe ich was gedacht, Ich wünscht es gäbe ein gutes Ende, komm lass uns einfach weiter gehen. wurde es schon umgebracht. wenn ich mich direkt an dich wende. Die Schönheit, die Liebe und den Frieden, von denen Du dich angezogen fühlst, trägst du in dir. |
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16-08-2010, 12:10
Beitrag #2
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RE: Die Jagd (Sonett)
Hallo Hanna,
gleich vorweg: Das ist KEIN Sonett. Ein Sonett besteht aus 14 Zeilen, 2 Quartetten und 2 Terzetten, in deiser Reihenfolge. Es fehlt also eine vierzeilige Strophe. Rhythmisch ist es ganz okay, lies sich recht flüssig. Die Reime passen ganz gut, wobei ich diese cde cde Variante (in diesem konkreten Fall) persönlich nicht so gerne mag. Geschmackssache. Ich find bei den Terzetten sowas wie efe fef und andere schöner ... Zum Inhalt: Ich finde es zu banal, sorry. Die erste Strophe klingt, als wär sie nach den Reimen geschrieben, die dritte Zeile passt gar nicht. Die vierte Zeile finde ich nahezu bedeutungslos. Und dann das tote Reh, naja. Was soll man davon halten? Der lockerflockige Tonfall passt zu einem toten Reh nun wirklich gar nicht. Sorry, wenn das alles bös klingt. Aber du scheinst dich irgendwie gar nicht mit dem Thema Sonett beschäftigt zu haben. Ein Sonett ist vor allem ein Klanggedicht und das hier klingt leider sehr wenig ... da ist nur ein bisschen akzeptabler Rhythmus, aber keine Melancholie, kein richtiges Metrum. Hättest du nicht "Sonett" dazugeschrieben, wäre die Kritik hier vielleicht etwas anders, wobei ich das Gedicht trotzdem nicht wirklich gut finde. Aber wenn man schon "Sonett" titelt, dann sollte man doch wenigstens wissen, was ein Sonett überhaupt ist ... Grüße - Zack “Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne) |
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16-08-2010, 14:07
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16-08-2010 14:08 von Hanna1984.)
Beitrag #3
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RE: Die Jagd (Sonett)
Hallo Zack,
danke für deine Kritik. Mir ist das jetzt tierisch peinlich, aber das sind meine ersten Versuche. Habe mich schon über ein Sonett informiert, anscheinend nicht umfangreich genug. Herzlichen Dank, Zack, für deine ehrlichen Worte. LG Hanna Die Schönheit, die Liebe und den Frieden, von denen Du dich angezogen fühlst, trägst du in dir. |
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16-08-2010, 21:14
Beitrag #4
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RE: Die Jagd (Sonett)
Hallo Hanna,
möcht auch kurz was zu deinem Gedicht sagen. Zuerst hab ich gedacht, es ist ein zerwürfeltes Gedicht; ein Satz über drei Absätze und das drei mal, denn gerade herunter gelesen hat's für mich wenig ausgedrückt. K.A., wie du das wirklich geplant gehabt hast; auch Sonett ist es keins und ich schließ mich Zack an, grad herunter gelesen ist es banal, weil du versuchst, ein Gefühl in Reim zu pressen. Das alles hat Zack schon gesagt; warum ich mich noch melde: Weil, wenn man das ganze "entwürfelt", so: Die Jagd Den Spuren auf der Jagd, Ich habe was Neues gefunden, Ein hübsches Reh gesehen, komm lass uns einfach weiter gehen. ein tolles Gebiet zu erkunden. Kaum habe ich was gedacht, wurde es schon umgebracht. wenn nicht weiter weißt dann frag. Ich wünscht es gäbe ein gutes Ende, wenn ich mich direkt an dich wende. dann hat es doch irgendwie was, obwohl teilw. Dinge nicht ganz passen bzw. weiterhin banal gereimt bleiben. Und außerdem kommt dieser Satz heraus: Ich wünscht es gäbe ein gutes Ende, wenn ich mich direkt an dich wende.; bissl gebügelt: "Ich wünscht es gäb ein gutes Ende, wenn ich mich direkt an dich wende (/wände)" Und der gefällt mir sehr gut Auch wenn du das Gedicht ganz verwirfst und es nicht radikal überarbeiten willst, in einem anderen Gedicht lässt sich der Satz schön unterbringen; auch in einem ungereimten Gedicht. Reim ist, find ich, oft ein Hindernis und wenn man mit Gewalt reimt, rutscht man leicht ins Ausgelutschte, Oftgereimte, Banale. Wenn hingegen in einem ungereimten Gedicht mal ein Reim auftaucht, betont das die gereimten Zeilen. Find ich. Bissl blabla am Rande lg lu Die Kunst und ich - mehr als ein Hobby Krawehl, Krawehl! Taubtrüber Ginst am Musenhain! trübtauber Hain am Musenginst! Krawehl, Krawehl! ouch! a penguin bit me! |
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17-08-2010, 10:14
Beitrag #5
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RE: Die Jagd (Sonett)
Hallo lu,
danke für deine ausführliche Antwort, die sehr hilfreich ist. Ich habe auch gemerkt, dass es mit dem Reimen bei einem Sonett gar nicht so einfach ist. Ein ungereimtes Gedicht würde bestimmt viel besser zur Geltung kommen. Herzlichen Dank. LG Hanna Die Schönheit, die Liebe und den Frieden, von denen Du dich angezogen fühlst, trägst du in dir. |
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