Es ist: 26-05-2013, 08:07
Es ist: 26-05-2013, 08:07 Hallo, Gast! (AnmeldenRegistrieren)

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Er
30-08-2011, 21:12
Beitrag #1
Er
Gedichte schreibe ich nur, wenn ich wirklich tief in meinen Gefühlen verstrickt bin. Dieses Gedicht ist somit auch in einer schweren Zeit entstanden. Darum harre ich auch mit gemischten Gefühlen eurer Kritik. Aber trotzdem keine falsche Scham.

Die Welt ist weit,
es schneit Blütenblätter.
Ich bin frei,
frei zu tanzen, zu singen,
spüre nicht mein Gewicht.
Ich weiss vom Eisernen Heinrich nicht.

Da dreht sich der Schlüssel,
ich kenne den Ton.
Er kommt herein,
das Wohlgefühl fliegt davon.

Die Luft wird heiß,
grellweiß wird das Licht.
Mir wird eng,
zu eng zu atmen, zu leben.
Drei Reifen schnüren mich ein.
Neben mir muss der Eiserne Heinrich sein.

Erst wenn er geht,
kommt das Leben zurück.
Es springt mich an,
reisst mich um vor Glück.

Mein Geist wird leicht,
es weicht der stete Druck.
Ich schwebe,
schwebe über Angst und Wissen.
Denn er gibt keine Ruh,
treibt mich wieder dem Eisernen Heinrich zu.

- niemals ist alles gesagt -
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08-09-2011, 16:59
Beitrag #2
RE: Er
Hallo Titania Icon_smile

Zunächst einmal möchte ich dir mein Lob für dieses Gedicht aussprechen.
Es hat mich, sowohl mitfühlen, als auch mitleiden lassen.

Wenn ich Kritik anbringe, dann sind dies nur minimale Verbesserungen. Den Inhalt selbst kann und möchte ich nicht großartig kritisieren, denn du bringst deine, eigenen, tiefen Gefühle zum Ausdruck und an diese möchte ich mich nicht heranwagen.

Ich werde am besten Strophe für Strophe vorgehen, damit meine Komentare leichter nachvollziehbar sin Icon_wink

Strophe 1
Die Welt ist weit,
es schneit Blütenblätter.
Ich bin frei,
frei zu tanzen, zu singen,
spüre nicht mein Gewicht.
Ich weiss vom Eisernen Heinrich nicht.

-> die erste Strophe finde ich sehr gelungen. Ich persönlich stoße mich aber noch an den "Blüttenblätter(n)", da dies beim Vorlesen nicht ganz in den Rhythmus zu passen scheint. Ich wüsste spontan jedoch nicht, wie man es verändern könnte.
In den letzten beiden Versen benutzt du zweimal das "nicht." Ich würde vielleicht versuchen, eins davon durch ein anderes Wort zu ersetzen (eine Möglichkeit wäre z.B.: "spüre kein Gewicht").

Strophe 2
Da dreht sich der Schlüssel,
ich kenne den Ton.
Er kommt herein,
das Wohlgefühl fliegt davon.

-> Finde ich sehr gelungen!!!

Strophe 3
Die Luft wird heiß,
grellweiß wird das Licht.
Mir wird eng,
zu eng zu atmen, zu leben.
Drei Reifen schnüren mich ein.
Neben mir muss der Eiserne Heinrich sein.

-> Alles in allem sehr gut.
Im vierten Vers würde ich jedoch schreiben: "zu eng zum Atmen, zum Leben". Aber das ist wiederum nur Geschmackssache ^^
Am Ende des vorletzten Verses würde ich ein Komma setzen und so die letzten beiden Verse miteinander verbinden, da so der Zusammenhang nochmals verstärkt wird.

Strophe 4
Erst wenn er geht,
kommt das Leben zurück.
Es springt mich an,
reisst mich um vor Glück.

-> Hier gefällt mir besonders die Metapher des Lebens, welches das lyrische Ich vor Glück umreißt Icon_wink

Strophe 5
Mein Geist wird leicht,
es weicht der stete Druck.
Ich schwebe,
schwebe über Angst und Wissen.
Denn er gibt keine Ruh,
treibt mich wieder dem Eisernen Heinrich zu.

-> Im vorletzten Vers würde ich das "Denn" weglassen und das Gedicht ungefähr so enden lassen:
" Er gibt keine Ruh;
und treibt mich wieder dem Eisernen Heinrich zu".


Ich hoffe, dass ich dir mit meinen Anmerkungen etwas helfen konnte. Es sind nicht viele und meist auch nur Kleinigkeiten.
Mir gefällt sehr gut, wie du deine Gefühle zum Ausdruck bringst. Teilweise kommen die Verse einem Erlebnisbericht nahe, was das Ganze nur noch authentischer macht. ProPro

Liebe Grüße,
death dealer Icon_smile

"Announcing your plans is a good way to hear God laugh" (Al Swearengen, Deadwood)

"Hinter dieser Tür befindet sich eine finstere Kreatur. Böse, uralt und hungrig."
..."Naja, dann geh' ich mal rein und sag hallo." (Hellboy)

"All the words that I gather,
And all the words that I write,
Must spread out their wings untiring,
And never rest in their flight,
Till they come where your sad, sad heart is,
And sing to you in the night,
Beyond where the waters are moving,
Storm darkened or starry bright."
W.B. Yeats
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18-07-2012, 20:54
Beitrag #3
RE: Er
Hej Titania...-
hallo? Hallo?...-
da! Fort...hm, mein Wort am Hort des wer??
-Achso, ja, also
"Er"
(...zuvor noch blabla wie
Zitat:Gedichte schreibe ich nur, wenn ich wirklich tief in meinen Gefühlen verstrickt bin. Dieses Gedicht ist somit auch in einer schweren Zeit entstanden. Darum harre ich auch mit gemischten Gefühlen eurer Kritik. Aber trotzdem keine falsche Scham.
...blabla)...Icon_smile Geht klar!

Zitat:Die Welt ist weit,
es schneit Blütenblätter.
Ich bin frei,
frei zu tanzen, zu singen,
spüre nicht mein Gewicht.
Ich weiss vom Eisernen Heinrich nicht.

Da dreht sich der Schlüssel,
ich kenne den Ton.
Er kommt herein,
das Wohlgefühl fliegt davon.

Die Luft wird heiß,
grellweiß wird das Licht.
Mir wird eng,
zu eng zu atmen, zu leben.
Drei Reifen schnüren mich ein.
Neben mir muss der Eiserne Heinrich sein.

Erst wenn er geht,
kommt das Leben zurück.
Es springt mich an,
reisst mich um vor Glück.

Mein Geist wird leicht,
es weicht der stete Druck.
Ich schwebe,
schwebe über Angst und Wissen.
Denn er gibt keine Ruh,
treibt mich wieder dem Eisernen Heinrich zu.
...hmhm.
(Mach ich normalerweise nicht, aber was ist für Dich schon normal?)

Welt ist weit,
schneiend Blütenblätter.
Ich bin frei,
zu tanzen, zu singen,
spüre kein Gewicht.
Ich weiß vom
Eisernen Heinrich nicht.

Da dreht sich der Schlüssel,
ich kenne den Ton.
Er ist gleich bei mir,
ich rieche ihn schon -

mein Atem stockt,
grell hetzt das Licht,
mir wird so eng,
zu eng, zum Bewegen.
Drei Fesseln
schnüren mich ein.
Bei mir muss der Eiserne Heinrich sein.

Erst wenn er geht,
kommt das Leben zurück.
Es springt mich an,
reisst mich um vor Glück.

Mein Geist wird leicht,
es weicht dieser Druck.
Ich schwebe.
Über Wissen und Angst.

Doch er gibt keine Ruh,
er treibt mich
wieder
dem Eisernen Heinrich zu.


Beschwere Dich!
poLet

"Now when all the bandits that you turned your other cheek to
All lay down their bandanas and complain
And you want somebody you don't have to speak to
Won't you come see me, Queen Jane?
Oh, won't you come see me, Queen Jane?"
Aus: "Queen Jane approximately", Bob Dylan
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