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Glossar, Fußnote oder Vertrauen in den Leser?
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17-04-2013, 01:10
Beitrag #1
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Glossar, Fußnote oder Vertrauen in den Leser?
Hallo liebe Mitschreiber, -leser und sonstige -literatopen,
zur Zeit beschäftigt mich ein Thema, mit dem ich bisher nie Probleme hatte, obwohl gerade wir Fantasy-Schreiber doch dafür bekannt sind, fremdartige Wörter in Hülle und Fülle zu erfinden und in unsere Geschichten zu quetschen. In der Fantasy bin ich ehrlich gesagt kein großer Fan erfundener Begriffe, und wenn ich mal eine (erfundene) fremde Sprache einbringe, dann meist so, dass meine Hauptperson diese Sprache nicht spricht und sie daher entweder gar nicht versteht oder eben übersetzt bekommt. Der Leser versteht es also entweder auch gar nicht oder bekommt es übersetzt. In meinem Ausnahme-Projekt Kumen-Esh ist das nun aber anders. Die Elfen dort sprechen englisch und dementsprechend tauchen auch englische Wörter mal in der wörtlichen Rede auf. Meistens sind das Beleidigungen oder Flüche (scum, stow it, bloody hell, …), in einer Szene allerdings auch ganze Sätze. Nichts Kompliziertes, sondern simple Dinge wie »Where am I?« und »Guns down«. Mein Elf ist zum Glück nicht besonders redselig *lach* Sätze, bei denen ich davon ausgehe, dass sie jeder (mit Schulenglisch) versteht und dass die Szene, selbst ohne Verständnis der Sätze, aussagekräftig genug ist, dass der Leser weiß, was da abgeht. Innerhalb des Textes kann ich auf gar keinen Fall eine Übersetzung reinbringen. Aus Gründen. Und ich weiß auch, dass es vermutlich immer auf die Szene ankommt, weshalb so ein allgemeiner Ratschlag schwierig sein wird. Aber genau diese allgemeine Meinung wollte ich mal einholen: Findet ihr es störend, wenn mal ein Wort auftaucht, das ihr nicht kennt, das aber auch nicht weiter erklärt wird? Würdet ihr Fußnoten oder gar ein Glossar setzen? Oder würdet ihr innerhalb der Geschichte jeweils dazu schreiben, dass etwas auf englisch/elfisch/fremdsprachisch gesagt wird und den Satz selbst auf Deutsch schreiben? Irgendwo hab ich mal gesehen, dass der Originalsatz im Text stand, und dahinter in Klammern immer eine deutsche Übersetzung – die Lösung finde ich persönlich aber total blöd Wie handhabt ihr das in euren eigenen Geschichten, so sie denn Fremdsprachen (egal ob erfunden oder real) enthalten? »Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age) »You can be anything that you want on the internet. What's funny is how many people choose to be stupid.« (Zack Finfrock) |
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17-04-2013, 09:26
Beitrag #2
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RE: Glossar, Fußnote oder Vertrauen in den Leser?
Hallo Lannalein,
also mein Flieder ist ja komplett in Amerikanisch und wenn der Leser das nicht versteht, sein Pech. *hust* Spaß beiseite: Ich hatte bisher nur einmal die Situation und das war ebenfalls bei einem Fantasy/ Alien/(SciFi) - Gemisch. Dort habe ich zwar keine neue Sprache erfunden, aber es gab natürlich verschiedenen Rasse, Welten und auch allgemeine Zeitangaben, denn eine Erdenstunde ist ja keine Marsstunde etc. Dort habe ich ess zumeist direkt im Anschluss erklärt. Also in deinem Fall. A: "Put your weapon down." B: Er dachte gar nicht daran, seine Waffe abzulegen. Oder: "Put your weapon down." Die Aufforderung verhallte ungehört, die Waffe bliebt weiterhin auf seine Brust gerichtet (oder Ähnliches). Bei bestimmten eigenständigen Wörter, in meinem Fall Völker, System, Zeitangaben etc. habe ich zudem ein Glossar angehangen, weil ich es schön finde, wenn man so die verschiedenen Rassen oder auch Charaktere (siehe Game of Thrones) nochmal zum nachlesen hat. Ich hoffe, ich konnte dir helfen. LG Addi PS: Hier im Forum dürfte eh jeder dieses Englisch verstehen. Solange du nciht an eine Veröffentlichung denkst, wobei dir da der Verlag dann sicherlich aushelfen würde mit einer Lösung, ist alles gut. PPS: Fußnoten finde ich meist unschön, da sie einen aus dem Lesefluss reißen. Ausnahme - historische Daten, die näher erläutert werden und eben nichts im Text verloren haben oder luastige Anekdoten wie bei Bartmäus. Vielleicht werden wir langsam Teile fremder Biographien. (Meistens geht es um (...), Libertine) Da baumelt die kleine Spinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
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17-04-2013, 10:45
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17-04-2013 15:57 von Saryn.)
Beitrag #3
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RE: Glossar, Fußnote oder Vertrauen in den Leser?
Moin, moin Lanna.
Meine erste Reaktion war laut zu schreien und Glossare zu verurteilen, aber ich glaube, es braucht eine gemäßigtere Antwort^^ Mir fallen gerade nur zwei Fantasy-Bücher ein, die Glossare haben. Das eine ist "Das Lied von Eis und Feuer" und - seien wir ehrlich - es ist dringend nötig. Ohne die Stammbäume und Abstammungslinien werden Politik und Familienfehden irgendwann unübersichtlich und es ist um Längen besser, als jedes Mal zuerst das Buch und dann die Seite raussuchen zu müssen, nur um nachzusehen, wie wer mit wem verwandt ist. Wichtig ist aber: es ist kein Glossar zu Erklärung von ausgedachten Wörtern oder Konzepten und das aus gutem Grund, denn Martins Erzählstil ist stets übersichtlich und die erfundenen Konzepte halten sich in Grenzen. Wenn sie doch mal auftreten - gerade in Sachen Religion - beschränkt er sich auf Andeutungen oder Teilinformationen, die für den jeweiligen Perspektivträger Sinn machen, anstatt dem Leser drei Seiten Infodump vorzukauen. Exposition wie diese kann natürlich mit einem Glossar vermieden werden, aber meiner Meinung nach haben Informationen, die der Autor nicht in der Handlung untgerbringen konnte, in einem Buch nichts verloren. Weltenbau muss über den eigentlichen Text funktionieren, nicht über sieben Kapitel Anhang. Wer sich hier ganz besonders schuldig macht, ist meine gute "Freundin" Trudi Canavan. Nicht nur wimmelt es in ihren Büchern von ausgedachten Tieren und Getränken, neben der Erklärung zum Zeitpunkt des ersten Erscheinens, gibt es noch einen alphabetischen Glossar, der Wörter erklärt, die regelmäßig vorkommen, oder für die im Text kein Platz für Erklärung war. Meiner Meinung nach ein absolutes No-Go! (Ich lasse mich jetzt mal nicht darüber aus, wie ungeschickt ihre Welt zusammengeschustert ist.) Ich muss aber auch gestehen, dass ich kürzlich darüber nachgedacht habe, Fußnoten unter einen Text zu setzen. Das hatte zwei Gründe. Erstens war es eine Kurzgeschichte, deren Informationsgehalt nunmal per Definition stark begrenzt ist. Sie präsentiert nur einen kurzen Ausschnitt aus dem Militärdienst eines Charakters, der aber im Rahmen eines größeren Konflikts stattfindet. All die Informationen, die nötig sind um diesen Konflikt in das Universum einzuordnen, konnten deshalb nicht in den Text einfließen. Ich fand allerdings, dass sie hilfreich gewesen wären und habe deshalb über ein Fußnotensystem oder einen kurzen Glossar nachgedacht. Zweitens: Es handelte sich um eine SF-Geschichte. Ich bin in dem Genre noch nicht sonderlich trittsicher. Während ich in der Fantasy inzwischen recht gut raus habe, was der Leser wissen muss und kann und welche Details der Welt nochmal wichtig sind (und sollte ich mich irren, gibt es ja noch Überarbeitungen), frage ich mich bei SF immer: Welche Technologien muss ich erklären, welche nicht? Wie erkläre ich, wenn alle Charaktere ja wissen, wie eine Technologie funktioniert, ohne zu infodumpen oder zu as-you-know-Bobben? Allerdings denke ich nicht, dass diese Unsicherheit einen Glossar zur Erläuterung peripherer Informationen rechtfertigt. Um zusammenzufassen: - Glossar um Überblick über komplexe Verhältnisse von Charaktern u.ä. zu gewährleisten: Okay, solange die Informationen auch im Text zu finden sind, wenn sie wichtig sind, und nur im Glossar sind, weil sie wichtig für den Text sind - Glossar um dieses oder jenes Detail der Welt noch einfließen zu lassen oder zu erklären, wo der Unterschied zwischen dem Singvogel Peierhahulokuple und dem Raubvogel Paierhahulokaple ist: Geht gar nicht. Alles was damit in meinen Augen erreicht wird, ist die Aufmerksamkeit darauf zu lenken, dass der/die Autor/in mehr Zeit darauf verwendet hat, sich knuffige Namen mit Fanservice-Faktor auszudenken, als seine/ihre Handlung schlüssig und die Charakter lebendig zu gestalten - oder eine in sich geschlossene, koherente Welt zu schaffen, deren kleine, ungeklärte Fragen entweder aus dem Wechselspiel im Text hervorgehen, oder in ihrer Unvollständigkeit zum Flair des Settings beitragen. Mein Blog, jetzt auch in Betrieb: Die Weltenschmiede Was es von mir auf literatopia gibt: Werkeverzeichnis Science-Fiction, ständig in Bewegung: Wiki des Wahnsinns |
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17-04-2013, 15:00
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17-04-2013 15:00 von Federlehrling.)
Beitrag #4
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RE: Glossar, Fußnote oder Vertrauen in den Leser?
Moin.
Ich finde, dass alles, was den Lesefluss über Gebühr stört, im Text negativ ist. Sorgt ein Fremdsprachenausflug (gerade in der Fantasy ja gern gemacht) für Stimmung, ok. Aber dann darf eben auch nichts bedeutend Wichtigeres als "Guten Tag" oder "Was für'n Mistwetter" im Elfischen dastehen; wird die verständniswichtige Schlachtordnung ausdiskutiert, dann will ich mir das nicht anhand eines Glossars übersetzen müssen. Das lässt sich vor allem ja letztlich insofern vermeiden, dass man eine gemeinsame Sprache für alle "erfindet" oder dass der Autor als "Übersetzer" auftritt und alle verschiedenen Sprachen für den Leser in seine übersetzt oder schließlich, dass, wenn man echte Verständigungsprobleme hat zwischen verschiedenen Charakteren, dass man sie in zwei Sprachen anfangen lässt und feststellt, dass es so nicht weitergeht, mit der Folge, dass sie sich entweder auf die Sprache des Lesers einigen oder sich für den Rest der Begegnung anschweigen (weil sie einsehen, dass es doch keinen Sinn hat). Das hat auch den Vorteil, dass man sich dann nicht anmaßen muss, in einer fremden Sprache literarisch tätig zu werden, was m.E. (und das sagt der ehem. Fremdsprachenmod, wie passend) in den allermeisten Fällen von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. In der Muttersprache ist man eben doch gewandter. (Ja, klar, Ausnahmen bestätigen die Regel). In beschränktem Umfang mag ein Anhang zu einer Geschichte (Dramatis personae, Stammbäume, Glossar, Kartenwerk, ...) passen, aber grundsätzlich teile ich da Saryns Einstellung: Weniger ist mehr. Klar, anfertigen sollte man das, aber das gehört zur dem Schreiben vorgelagerten Recherche. Wenn man versucht, das Silmarillion ohne Anhang zu lesen, gute Nacht. Gleiches gilt (offenbar) für G.R.R. Martin. Aber wenn es nicht zu abgefahren ist, wer mit wem und warum, dann darf der Autor das auch gern im Text unterbringen. Der Leser wird es dann schon verstehen. Ein Wort noch zu Fußnoten: Die gehören für mich fast ausschließlich in Fachliteratur. Quellen, Vertiefungshinweise etc. - das braucht man eben zum wissenschaftlichen Arbeiten. Ich habe einige Lehrbücher, und gerade in Urteilen wird das gern so gehandhabt, in denen auf Fußnoten verzichtet wird, und diese weiterführenden Hinweise als Klammerzusatz in den Textfluss eingebaut werden. Das ist eine Pest, dann wirklich lieber Fußnoten. Aber in der "schönen" Literatur darf das, finde ich, nur Terry Pratchett Liebe Grüße! Lehrling Zum Lehrling und zur Lehrwerkstatt |
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17-04-2013, 22:12
Beitrag #5
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RE: Glossar, Fußnote oder Vertrauen in den Leser?
*Selbstbeweihräucherungsalarm*
Hallo Lanna. Ich hatte das mal so gelöst: Zitat:(Home 6.2 The frozen souls) Auszug Koaxial zu den Übersetzungen habe ich es versucht, mithilfe der Gestiken und Aussprachen zumindest anzudeuten, was da gesagt wird. Hoffe, es hilft Dir weiter. LGD. ... and dread noughts |
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21-04-2013, 02:58
Beitrag #6
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RE: Glossar, Fußnote oder Vertrauen in den Leser?
Ich hab jetzt eine Weile überlegt, wie ich am besten antworten kann - im Grunde stimme ich nämlich mit allem Gesagten überein, ihr seid ja da schön einer Meinung *lach* Deshalb gibts auch keine Einzelantworten, sondern alles in einem Pott:
Fußnoten gehen gar nicht: War für mich bisher auch so, weil ich es nur aus Sachtexten und der Scheibenwelt kenne. Und aus Bartimäus, aber da hab ich die Fußnoten als billigen Pratchett-Abklatsch empfunden, weil sie so bemüht (un)witzig waren. Die Lösung, die Dread anhand seines Beispiels präsentiert, ist genau das, was ich mir auch am ehesten vorstellen könnte. Und gleichzeitig ist es eben die verpönte Fußnote. Aber ehrlich: Wenn ich mitten im Geschehen drin bin, in einem spannenden Dialog, und da fällt ein Wort, das ich nicht verstehe - will ich dann wirklich erstmal ins Glossar blättern, das Wort raussuchen und dann weiterlesen? Mich persönlich stört nämlich genau das am Glossar: die Blätterei. Eine Fußnote reißt doch deutlich weniger aus dem Lesefluss als das Umblättern etlicher Seiten und das Durchsuchen der Glossareinträge, einzig in der Hoffnung, dass genau dieser Punkt auch dort vermerkt ist. Man lernt so ein Glossar ja nicht zuerst mal auswendig Bisher hat es erst ein Autor geschafft, dass ich das freiwillig gemacht habe (blättern, nicht auswendig lernen), und da ging es um nautische Begriffe und das Setting war einfach mitreißend genug, dass ich alles ganz genau verstehen wollte. Das Glossar ist für mich auch mehr ein Nachschlagewerk außerhalb der eigentlichen Geschichte. Für Fachbegriffe, die nicht jeder Leser unbedingt kennt. Fachbegriffe, wohlgemerkt, nicht den elfischen Namen für Sonne Mond und Sterne *lach* Für Personenübersichten gibt es noch die Dramatis Personae, die ja nochmal was anderes ist. Meistens überflüssig, aber praktisch wenn man einfach mal schnell die Schreibweise von einem Namen nachgucken will oder so. Woher kommt's nur, dass die Fußnote so unbeliebt ist? Um einzelne Fremdwörter oder Abkürzungen zu erklären, wäre sie doch super geeignet. »Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age) »You can be anything that you want on the internet. What's funny is how many people choose to be stupid.« (Zack Finfrock) |
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21-04-2013, 19:59
Beitrag #7
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RE: Glossar, Fußnote oder Vertrauen in den Leser?
Die Fußnote ist nicht unbeliebt, sie ist schlicht ein Werkzeug, das (eigentlich) dem Quellennachweis dient. Inhaltliches dagegen gehört in den Haupttext. Exkurse gehören nicht nach unten, sondern werden gefälligst vernünftig eingeflochten
![]() Bei Fremdwörtern, Abkürzungen etc. hat der Autor die Wahl, ob er sie verwenden will. Niemand zwingt ihn. Fachbegriffe kann man auch (mehr oder weniger) subtil einführen, wenn sie immer wieder eine Rolle spielen. Zur Not führt man einen Lehrmeister ein, der die für den Leser nicht unbedingt bekannten Sachverhalte gerade anderen Charakteren erklärt. Zum Lehrling und zur Lehrwerkstatt |
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21-04-2013, 23:51
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21-04-2013 23:52 von Libertine.)
Beitrag #8
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RE: Glossar, Fußnote oder Vertrauen in den Leser?
Hallo Lanna,
im Grunde sehe ich es genau wie ihr: Wenn der Text nicht ohne Fußnote/Glossar verständlich ist, dann muss er anders geschrieben werden. Wir sind schließlich - um es mal hochtrabend zu formulieren - für die Unterhaltung zuständig, und ich finde nach hinten/vorne blättern nicht unterhaltsam Zu den Fußnoten allgemein: ich bin ein großer Freund der amerikanischen Zitierweise, also von Quellenangaben im Text. Mich reißt es jedes Mal raus, ans Ende der Seite schauen zu müssen, selbst wenn es nur um den Autor der Quelle geht. Deswegen würde ich Abkürzungen und Fremdwörter auch immer im Text erklären, auch wenn es manchmal etwas umständlich ist. Es muss ja nicht direkt an der Stelle sein, aber wenn es innerhalb der nächsten Seiten passiert, ist ja alles in Ordnung. Und wenn man mal ein Wort nicht versteht, geht die Welt auch nicht unter. Meist kann man es ja aus dem Zusammenhang erkennen. Im Zweifel hoffen, dass der Leser auch ein bisschen mitdenkt Viele Grüße, Libertins PS: Addi, der Flieder ist doch auf Deutsch?! ... dann schauen wir nach unserm Dachkräuterbeet, in die Dachrinne haben wir Schnittlauch gesät. (Gerhard Schöne) Avatar von Eddie Haspelmann |
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