Es ist: 23-10-2017, 01:49
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Lieferdrohnenhandelskrieg
Beitrag #11 |

RE: Lieferdrohnenhandelskrieg
(26-02-2016, 13:55)coco schrieb: Noch nicht, noch ... und warum soll ich als Rentnerin Pfandflaschen sammeln, wenn ich auch Lieferungen abschießen kann?

Lol, das kann ich mir bei dir sogar vorstellen Icon_wink ... aber ernsthaft, ich hab dich im Ich der Geschichte wiedererkannt, nur beim Alter musste ich stutzen, aber sonst könntest das wirklich du sein, die durch die Nacht pirscht und Drohnen hackt!

“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)

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Beitrag #12 |

RE: Lieferdrohnenhandelskrieg
Hallo Coco,

Schenkelklatscher. Vielleicht ist es nicht so gedacht, aber ich habe mich vor Lachen fast auf dem Boden gekringelt. Du hast das so schön und auch spannend beschrieben. Konnte gar nicht mehr aufhören, zu lesen.  Icon_jump Icon_jump Icon_jump Icon_jump Einfach köstlich, aber man merkt auch, dass du dir viele Gedanken machst und dann so Alltagsthemen in deinen Geschichten verarbeitest. 

Zitat: Verrückt, wie die Zeit vergeht! Als ich noch jung war – irre, es ist über dreißig Jahre her – hatte ich hier die Realschule besucht.
diese Realschule besucht. Der/ die Erzähler/in meint ja eine ganz bestimmte. Denke ich mal.

Zitat:Genauso wie dein Führerschein eingezogen wird, wenn du zu oft Alkohol bezahlst. Oder wie deine Krankenkasse dich rauswirft, wenn du zu viel Süßes kaufst.
Bitte was ??? Geht ja nun mal gar nicht  Icon_shocked Icon_shocked Icon_shocked

Du hast echt ein Geschick dafür, aus Alltagssachen wie Online-Bestellungen, distopische Texte zu schaffen. Vielleicht wird unsere Welt wirklich mal so aussehen, obwohl ich es mir ja nicht wünsche.

Liebe Grüße Persephone

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



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Beitrag #13 |

RE: Lieferdrohnenhandelskrieg
Hallo Persephone

vielen Dank fürs Lesen! Icon_smile

(15-04-2017, 11:30)Persephone schrieb: diese Realschule besucht. Der/ die Erzähler/in meint ja eine ganz bestimmte. Denke ich mal.

Im Prinzip, ja. Andererseits dachte ich, dass Gesamtschulen ja mehrere Schulzweige anbieten. Du kannst also an dieser Schule XYZ "auf die Realschule" oder auch "auf das Gymnasium" gehen.

(15-04-2017, 11:30)Persephone schrieb: Bitte was ??? Geht ja nun mal gar nicht  Icon_shocked Icon_shocked Icon_shocked

Hab ich mir nicht ausgedacht. *schulterzuck* Dort z.B. steht ein ernsthafter Vorschlag von der Techniker Krankenkasse. Im Moment verhindert noch das Gesetz den Rauswurf von "menschlichen Kostenfallen", aber Gesetze ändern sich ja immer wieder.
http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehr...76388.html
https://www.datenschutzbeauftragter-info...beitgeber/

(15-04-2017, 11:30)Persephone schrieb: Vielleicht wird unsere Welt wirklich mal so aussehen, obwohl ich es mir ja nicht wünsche.

Weißte noch, in den 80ern, die ganzen dystopischen Kultgeschichten ... verdammt viel davon ist heute bereits wahr oder steht kurz vor der Umsetzung. Von den Utopien ist dagegen fast nichts wahr geworden. Obwohl es bestimmt jeder genau andersrum gewollt hätte - tja, Dystopien werden leider durch unsere Passivität wahr, während man an Utopien aktiv arbeiten müsste. Insofern kann ich mir gut vorstellen, dass es in wenigen Jahrzehnten soweit kommt.

Aber wenn man als Einzelperson wenig dagegen tun kann, dann kann man seine Energie immer noch darauf verwenden, sich damit zu arrangieren...

Frohe Ostern!
coco


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Beitrag #14 |

RE: Lieferdrohnenhandelskrieg
Die Stadt scheint leer zu sein. Fast so wie im Hannover-Hack ...

Das waren meine ersten Gedanken dazu, obgleich ich zugeben muss, dass das aktuelle Lied (Brand X Music: World without End) dazu beiträgt.

Hallo coco.

Wäre ich literarisch korrekt, müsste ich sagen, dass Dir diese Dystopie durchaus gelungen ist, wobei schon eine Prise Humor hindurchscheint. Der Humor bezieht sich allerdings auf die Idee der Drohnen, über das Liefern durch die Luft und die ganze Industrie, die dahintersteckt.
Ein bisschen erinnert es mich an Tejas erste Geschichten, als versuchte seine Vision der Zukunft zu skizzieren. Oder sollte ich sagen: Seine Bedenken dazu?

Hier steht natürlich der Kapitalismus im Vordergrund, das Ganze drumherum von Angebot, Nachfrage, Konsum und (nicht angesprochen) den Müllbergen. Irgendwo darin die besseren Menschen, die es sich leisten können und das literarische Ich, das im Zwielicht seiner Existenz wohnt.

Mir ist klar, dass Du mit Ich Dich selbst immer ein Stück weit mit einbeziehst, dennoch halte ich diese 'Skizze' für ausreichend gelungen um die Botschaft zu transportieren. Ob sie irgendwo in Deinem Universum der Türme mitspielt, vermag ich nicht zu sagen. Kann aber sein, dass sie sich nahtlos einfügen lässt.

Ein paar kleinere Anmerkungen noch:

Zitat:Weißte noch, in den 80ern, die ganzen dystopischen Kultgeschichten ... verdammt viel davon ist heute bereits wahr oder steht kurz vor der Umsetzung. Von den Utopien ist dagegen fast nichts wahr geworden. Obwohl es bestimmt jeder genau andersrum gewollt hätte - tja, Dystopien werden leider durch unsere Passivität wahr, während man an Utopien aktiv arbeiten müsste. Insofern kann ich mir gut vorstellen, dass es in wenigen Jahrzehnten soweit kommt.

Ich musste an die O'Neill-Weltraumstationen denken, die damals in den 'Was-ist-was'-Büchern vorgestellt wurden mit Datum 2001 und kurz danach. Nichts ist davon passiert - außer, dass sie in Interstellar auftauchten. Und sonst? Nichts.

Die Frage, die ich mir stelle: Warum ist es so, dass Dystopien eher Realität werden als Utopien? Hängt das damit zusammen, dass Menschen eher negativ sind? Ich meine, wenn das alles, was Du (und auch ich) skizziert hast wahr wird, dann sollte es doch eine schöne heile Welt werden. Nur ob wir beide darin einen Platz haben werden möchte ich stark in Zweifel ziehen.

Oder um es klarer zu fassen: Obama vertrat die Auffassung, dass nur eine atomwaffenfreie Welt eine bessere Welt sei. Grundsätzlich in Ordnung, da ich als Kind immer mit diesem atomaren Schreckgespenst groß geworden bin.
Aber ich denke auch, dass gerade die Angst vor dem Einsatz solcher Bomben sehr groß ist und dadurch keine großen (Welt)Kriege zustande kommen. Womit man wieder beim Argument wäre, warum solche Bomben letztendlich doch gut sind: Als Abschreckung.

Das als Beispiel für eine Utopie, die aber falsch angegangen wurde seitens des ehemaligen US-Präsidenten. Nicht die Abschaffung der Atombomben sollte primär angegangen, sondern eher das 'Denken' geändert werden. (Wie man es aktuell am anderen Ende der Welt sehen kann.)


Zitat:Aber wenn man als Einzelperson wenig dagegen tun kann, dann kann man seine Energie immer noch darauf verwenden, sich damit zu arrangieren...

Das stimmt wohl. Und ich zähle damit leider zu denjenigen, die verlieren werden. Ungeachtet einer möglichen Anpassung oder nicht.

Verzeih meine Gedanken zu Deiner Geschichte, aber ich habe jetzt viel zu lange darauf gestarrt und das ganze Stück mehrmals gelesen - ich schicke es so ab.

Angenehme Nachtruhe. Hier kommt gleich Sebastian, der Orkan. Mal sehen, was er so alles mitnimmt.

LGD.


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Beitrag #15 |

RE: Lieferdrohnenhandelskrieg
(12-09-2017, 23:15)Dreadnoughts schrieb: Ich musste an die O'Neill-Weltraumstationen denken, die damals in den 'Was-ist-was'-Büchern vorgestellt wurden mit Datum 2001 und kurz danach. Nichts ist davon passiert - außer, dass sie in Interstellar auftauchten. Und sonst? Nichts.

Raumstationen sind aufwendig, bringen aber wenig direkten, schnell sichtbaren Gewinn. Entweder müssten Staaten sie kräftig mitfinanzieren - wie die ISS - oder der kommerzielle Nutzen müsste irgendwie die Kosten überwiegen.

Im "Kalten Krieg" haben Regierungen ordentlich Geld locker gemacht, um vor dem Gegner im Weltraum zu sein. Dann kam eine kurze Phase des "Yeah, wir machen jetzt zusammen weiter!". Inzwischen herrscht jedoch Sparkultur, ohne Nachweis der Wirtschaftlichkeit ist es schwer etwas bezahlt zu bekommen.

Private Investoren sind noch mit der Entwicklung von Transportraketen etc. beschäftigt, Raumstationen werden erst viel später ein Thema. Da der Bedarf an Forschungskapazitäten und Tourismus begrenzt ist, kann ich mir gut vorstellen, dass kommerzielle Raumstationen auch dazu dienen werden, die Umweltzerstörung ins Sonnensystem zu tragen, also Rohstoffe abzubauen und Müll zu deponieren.
Ansonsten? Nun ja, es muss ja wirtschaftlich sein, sonst ist man auf Spenden superreicher Träumer angewiesen.

Tja, vermutlich deshalb ist derzeit nicht mehr als ein ISS-Nachfolger im Mond-Orbit in Planung. Aber auch Letzterer ist cool!

(12-09-2017, 23:15)Dreadnoughts schrieb: Die Frage, die ich mir stelle: Warum ist es so, dass Dystopien eher Realität werden als Utopien?

Utopien brauchen zentrale Koordination, eine motivierte Gesellschaft und ausreichende Förderung.
Dystopien werden automatisch wahr, wenn diese drei Faktoren fehlen.

Die Welt wird schlechter, wenn Gemeinschaften nichts tun, während Egoisten ihr Ding machen. Als Egoisten zähle ich dabei auch juristische Personen, z.B. die großen Firmen der Werbebranche. Wir sind alle überlastet und müde und wehren uns nicht gegen dreiste Machenschaften. Gegen horrende Stadtmieten bilden sich auch kaum soziale Wohnprojekte, eher zieht man einzeln aufs Land und wird Teil des Verkehrsproblems. Anscheinend ist die Mehrheit dermaßen mit Überleben beschäftigt, dass weder Zeit noch Nerven für eine nicht-egomanische Gegenbewegung bleiben. Also setzt die Privatisierung der Gewinne sich durch.

(12-09-2017, 23:15)Dreadnoughts schrieb: Das stimmt wohl. Und ich zähle damit leider zu denjenigen, die verlieren werden. Ungeachtet einer möglichen Anpassung oder nicht.

Woran liegt es?  cookie

Solange ich arbeitsfähig bin und nicht plötzlich zur verfolgbaren Minderheit erklärt werde, kann ich (glaube ich) meine Nische in der Cyberpunk-Realität immer finden. Wenn ich mal in Rente gehe, sammle ich Flaschen ... also nein, ich meine, ich jage Lieferdrohnen.

(12-09-2017, 23:15)Dreadnoughts schrieb: Verzeih meine Gedanken zu Deiner Geschichte

Nein, niemals! Ich danke dir für deine Gedanken.

LG
coco


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