Es ist: 25-02-2017, 21:43
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Technische Lösungen für soziale Risiken
Beitrag #1 |

Technische Lösungen für soziale Risiken
Hallo zusammen!

(A) Um es gleich radikal ausdrücken

Einen Waffenschein für Handfeuerwaffen kommt man nur unter strengen Auflagen. Einen Waffenschein für Massenvernichtungswaffen bekommt jeder, er heißt "Führerschein".

Es ist Gang und Gäbe, dass Autos als Waffen benutzt werden. Absichtliches Rammen von langsamen Radfahrern oder Stinkefinger-zeigenden Fußgängern ist so häufig, dass es kaum noch in die Zeitungen kommt.
Automörder werden selten angemessen bestraft. Denn es lässt sich kaum nachweisen, ob Vorsatz oder Fahrlässigkeit vorlag. Um davonzukommen reicht es, sich auf einen Unfall zu berufen.

Auch der Terroranschlag gestern in Berlin hätte auf den ersten Blick als tragischer Unfall durchgehen können. Wenn ein Fahrer plötzlich einen Herzinfarkt hat, bewusstlos vom Sitz kippt, dabei das Steuer rumreisst ... egal, inzwischen wissen wir, dass es Absicht war.

(B) Um Lehren zu ziehen

Mein erster Gedanke war: In einer autofreien Innenstadt wäre das nicht so plötzlich passiert.
Gefolgt vom zweiten Gedanken: Ein Fahrassistenz-System hätte die Spur gehalten und gebremst.

Heutige Fahrassistenzsysteme erkennen in Sekundenbruchteilen, ob das Fahrzeug die Spur verlässt, ob es auf ein Hindernis zu fährt, ob Fußgänger in der Nähe stehen. Sie bremsen schneller, als ein Fuß sich zum Pedal bewegen könnte (wenn er denn wollte), lenken gegen oder alarmieren selbsttätig den Notruf.
Voll autonome Robot-Autos sind inzwischen so gut, dass sie in wenigen Jahren besser als Menschen fahren werden.

Nachdem die Städte jahrzehntelang sicher für Verkehrsmittel gestaltet wurden, stellt sich nun die Frage:

Wie gestaltet man Städte sicher für - Menschen?

Zum ersten Gedanken:
Schwerer Verkehr raus aus den Innenstädten, nur noch kleine Liefer- und Elektrowagen reinlassen? Das würde zwar Unfälle vermindern, aber keine gezielten Anschläge stoppen. Andererseits wäre der Anschlag auch ohne Autos möglich gewesen, die Täter hätten eben auf klassischen Sprengstoff zurückgegriffen.

Zum zweiten Gedanken:
Wenn Fahrassistenz-Systeme verpflichtend und nicht abschaltbar wären, hätte der LKW die Lenkung verweigert oder zumindest eine Vollbremsung eingeleitet. Andererseits hätten die Täter den LKW hacken können, was aber länger dauert, damit das Risiko erhöht und außerdem gebildete=teurere Attentäter erfordert.

Ein dritter Gedanke:
GPS-gestützes Flotten-Management erlaubt es einer Spedition, die Position jedes Fahrzeugs in nahezu Echtzeit zu verfolgen. Damit hätte die Entführung eines Sattelschleppers (Abweichung von der geplanten Route) sofort der nächsten Polizeiwache angezeigt werden können.

Ja, dieser Ansatz lässt sich übertreiben wie jeder andere. Nur noch kontrollierter Zugang zum Küchenschrank, wegen scharfer Messer? Nur noch aus dem Haus, nachdem das "smart home" die Kleidung mit dem Wetterbericht abgeglichen hat? Solche Polemik möchte ich hier nicht diskutieren.
Mir geht es nur um frei verkäufliche Massenvernichtungswaffen. Je größer die potentielle Gefahr ist, die von einem Gebrauchsgegenstand ausgeht, desto strenger darf man ihn auch abriegeln.
Die Sicherheit von Autos hängt derzeit ausschließlich an der Zurechnungsfähigkeit des Fahrers. Und dass völlig normale Leute am Steuer plötzlich aggressiv werden, ist bekannt und nachgewiesen - das Auto selbst scheint die Zurechnungsfähigkeit bereits herabzusetzen. Dazu ist es als Waffe absolut unauffällig, darf sich ohne Aufsehen durch jede Straße bewegen. Es wird höchstens nach Waffen/Sprengstoff durchsucht, aber nie selbst als solche erkannt.

Jetzt bin ich gespannt auf eure Meinungen.
Fändet ihr es sinnvoll, wenn bestimmte Fahrassistenz-Systeme zur Pflicht werden?
Was haltet ihr vom automatischen Notruf?
Sollte der automatische Notruf bereits reagieren, wenn die Fahrassistenz manuell überbrückt wird?
Welche und wie viele Autos gehören überhaupt in Innenstäde bzw. Wohngebiete?
Was wäre anders gelaufen, wenn das GPS-gestützte "fleet management" der Spedition die Entführung erkannt hätte?

Man gibt die Hoffnung ja nicht auf
coco


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Beitrag #2 |

RE: Technische Lösungen für soziale Risiken
Hallo coco.

Ich finde es schrecklich. Ich war gerade bei uns auf dem Weihnachtsmarkt und dort wimmelt es von Polizisten. Und auf F.O. ist nicht nur das Statement der BK zu lesen, was ich aus Höflichkeitsgründen gegenüber dem Inhalt verschweige, sondern auch, warum wir uns nicht fürchten sollen. Warum wir keine Angst haben sollen, warum wir weitermachen sollen wie bisher.

*Kopfschüttel*

So sehr ich auch Deinen technischen Ansatz vernünftig finde und bedenkenswert im Wortsinne, aber Menschen, die morden wollen, morden. Womit auch immer. Natürlich wird dieses Argument von guten Menschen dazu herangezogen, Innenstädte frei von Autos zu machen, aber solche Argumentations- und Strategiestrukturen haben eine lange Tradition in diesem Land. (Siehe jüngst die Dieseldebatte.)

Fahrassistenzsysteme sind heutzutage schon verfügbar, manchmal leider nur gegen Aufpreis. Generell finde ich passive Sicherheitssysteme, die dem Fahrer helfen können, positiv und stehe dem nicht abneigend gegenüber. Aber: Autonomes Fahren kann genauso tödlich enden, wenn die Systeme versagen. Denn die Systeme sind von Menschen gemacht, die fehlerhaft sind. Meine Empfehlung klingt vielleicht 'Old School', aber ich würde das Fahrenlernen intensivieren, besser gesagt: Die Fahrausbildung.

Was Waffen angeht, habe ich schon immer verlauten lassen, dass Waffen keine Menschen töten - nur Menschen töten Menschen. In diesem Fall mit dem LKW frage ich mich daher auch, wie sie an die Fahrerkarte gekommen sind, denn ohne diese lassen sich manche LKWs heutzutage schon nicht wegbewegen. (Abgesehen von Rangierfahrten.) Fahrerkarten stellt die örtliche Ordnungsbehörde aus, also die Städte, Kreise und Kommunen.
Mal angenommen, sie hätten eine gehabt, woher? Was mich stutzig macht, denn am Samstag habe ich noch mit jemanden gesprochen, der sich auf einer staatlichen Weiterbildung zum Berufskraftfahrer befindet, und wo die wenigsten fließend Deutsch können. Brisant dabei: Es sind viele Anwärter auf einen Busführerschein dabei. Heißt, müssen wir auch die Busse vollautomatisieren?
(Natürlich ist das hier um Gotteswillen kein Generalverdacht ...)

Zitat:Die Sicherheit von Autos hängt derzeit ausschließlich an der Zurechnungsfähigkeit des Fahrers. Und dass völlig normale Leute am Steuer plötzlich aggressiv werden, ist bekannt und nachgewiesen - das Auto selbst scheint die Zurechnungsfähigkeit bereits herabzusetzen.

Ich weiß, und ich sehe es jeden Tag auf den Autobahnen, wo ich als Viel- und Langstreckenfahrer Platz nehmen darf. Ewiges Linksfahren, nicht schauen beim Ausscheren, ignorieren von Geschwindigkeitsbegrenzungen, Stinkefinger, zu dichtes Auffahren ... Könnte ich endlos weiterführen.
Das hört sich vielleicht merkwürdig an, aber ich sage mir immer: Ich bringe das Auto sicher nach Hause, und das Auto mich. Das Zusammenspiel klappt da ganz gut.

Zitat:Absichtliches Rammen von langsamen Radfahrern oder Stinkefinger-zeigenden Fußgängern ist so häufig, dass es kaum noch in die Zeitungen kommt.

Wir hier sind auch Radfahrer und in dieser Rolle wird man ignoriert, hat aber den Vorteil, dass sowohl ibi als auch ich dadurch einen besonderen Blick auf Biker haben, wenn wir im Wagen unterwegs sind. Allerdings gibt es auch Situationen, wo sich die Radfahrer nicht an Regeln halten und mitunter sorglos in eine Gefahrenquelle fahren, die man als Autofahrer teilweise nicht bemerken kann.

LGD.


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Beitrag #3 |

RE: Technische Lösungen für soziale Risiken
(20-12-2016, 13:57)Dreadnoughts schrieb: sondern auch, warum wir uns nicht fürchten sollen. Warum wir keine Angst haben sollen, warum wir weitermachen sollen wie bisher.

Als könnten Floskeln die Angst wegreden.

Angst ist normal, genau wie Vorsicht. Man sollte nur nicht in Panik verfallen. Und Gerede hilft ohnehin nicht gegen Gefühle. Wer gestern einen Angehörigen verloren hat, wird trauern und zittern, egal wie oft die Presse "fürchtet euch nicht" wiederholt.

(20-12-2016, 13:57)Dreadnoughts schrieb: Menschen, die morden wollen, morden. Womit auch immer.

Ja, das steht fest. Wer ernsthaft jemanden umbringen will, der tut es auch in Europa. Der kocht Sprengstoff, baut Nagelbomben, vergiftet Lebensmittel. Dagegen gibt es keine technische Lösung.

Aber die Erfahrung zeigt, dass weniger gemordet wird, wenn es schwieriger ist. Je länger man einen Mord planen muss, desto unwahrscheinlicher scheint es zu sein, dass er am Ende tatsächlich begangen wird.

Ich erdreiste mich hiermit, den Klassiker unter den Beispielen hervor zu holen: Die Mordrate in den USA ist, gegenüber ähnlichen Industriestaaten, extrem hoch. Warum bringen sich ausgerechnet dort so viele Leute gegenseitig um? In keinem der Vergleichsländer ist Waffenbesitz legal.

Die hohe Mordrate in den USA geht allem Anschein nach nicht auf mehr intelligent geplante Taten zurück, sondern auf Taten bei benebeltem Verstand, also unter Wut, Hass, Drogen.
Gestaltet man den Zugang zu Waffen, Sprengstoff etc. so kompliziert, dass man klar nachdenken muss, bevor man töten kann, dann kommen einige Mörder rechtzeitig wieder zu Verstand oder fliegen bei den Vorbereitungen auf.

(20-12-2016, 13:57)Dreadnoughts schrieb: Meine Empfehlung klingt vielleicht 'Old School', aber ich würde das Fahrenlernen intensivieren, besser gesagt: Die Fahrausbildung.

Besser als eine intensive Erstausbildung fände ich, die Prüfung alle paar Jahre wiederholen zu lassen. Denn die meisten Fahrer vergessen die Verkehrsregeln nach dem einmaligen Ausweniglernen schnell wieder.
Auch das hilft jedoch nicht gegen verminderte Zurechnungsfähigkeit. Jeden regelmäßig einer MPU zu unterziehen, dürfte unrealistisch aufwendig sein.

(20-12-2016, 13:57)Dreadnoughts schrieb: In diesem Fall mit dem LKW frage ich mich daher auch, wie sie an die Fahrerkarte gekommen sind, denn ohne diese lassen sich manche LKWs heutzutage schon nicht wegbewegen.

Ich vermute, dass sie den LKW an einer roten Ampel überfallen haben. Oder sie haben sich als Anhalter mitnehmen lassen.

(20-12-2016, 13:57)Dreadnoughts schrieb: Ich bringe das Auto sicher nach Hause, und das Auto mich. Das Zusammenspiel klappt da ganz gut.

Ich habs aufgegeben und mein Auto vor anderthalb Jahren verkauft. Seitdem fahre ich Öffis, Fahrrad und Klapproller. Bin länger unterwegs, habe dabei umso mehr Zeit zum Lesen.

Von mir aus könnte sich der Stadtverkehr mittelfristig auf Pflegedienste, Rettungsdienste und kleine Elektro-Lieferwagen beschränken. Andere Fahrzeuge müssten nur mit Begründung einen Durchfahrtschein bekommen.
Dann hätten Stadtmenschen nicht nur ihre Bewegungsfreiheit zurück. Es gäbe auch deutlich weniger potentielle Waffen um sie herum. Mord und Totschlag wären deutlich erschwert und damit entsprechend seltener.

Ach ... lass uns die Welt einfach aufgeben und fett feiern solange wir können!
coco


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Beitrag #4 |

RE: Technische Lösungen für soziale Risiken
Hallo coco.

Zitat:Gestaltet man den Zugang zu Waffen, Sprengstoff etc. so kompliziert, dass man klar nachdenken muss, bevor man töten kann, dann kommen einige Mörder rechtzeitig wieder zu Verstand oder fliegen bei den Vorbereitungen auf.

Jemand, der einen anderen Menschen gewaltsam aus dem Leben bringen will, wird das tun. Egal, wieviele Regeln, Schranken oder Vorsichtsmaßnahmen es geben wird. Und Mörder, die rechtzeitig wieder zu Verstand kommen, schließt sich eigentlich gegenseitig aus.

Zitat:Besser als eine intensive Erstausbildung fände ich, die Prüfung alle paar Jahre wiederholen zu lassen. Denn die meisten Fahrer vergessen die Verkehrsregeln nach dem einmaligen Ausweniglernen schnell wieder.

Nein, sie vergessen sie nicht, sie ignorieren sie. Ich stelle hier in den letzten Jahren einen schleichenden Mangel an Gesetzestreue fest, wobei unter anderem auch diejenigen nach härteren Strafen und Vorgehensweisen rufen, die gerne selbst - kraft eigener Aroganz - sich nicht an Limits halten.

Zitat:Ich habs aufgegeben und mein Auto vor anderthalb Jahren verkauft. Seitdem fahre ich Öffis, Fahrrad und Klapproller. Bin länger unterwegs, habe dabei umso mehr Zeit zum Lesen.

Man kann es nachvollziehen. Aber ich hatte für meinen Teil genug von teuren, überfüllten, zu spät kommenden Zügen, Abteilungen mit überquellenden Mülleimern und Drogenspritzen auf den Sitzen oder Mitfahrern, die sich wie omnipotente vorsintflutliche Gorrilas benehmen. (Stand 2003.)
Nein, da fahre ich lieber mit meine Auto, hab meine Ruhe, kann in Gedanken überall sein und höre nur das, was ich hören will.

Zitat:Ach ... lass uns die Welt einfach aufgeben und fett feiern solange wir können!

Das wär aber zu einfach. Icon_wink

LGD.


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Beitrag #5 |

RE: Technische Lösungen für soziale Risiken
(23-12-2016, 15:27)Dreadnoughts schrieb: Jemand, der einen anderen Menschen gewaltsam aus dem Leben bringen will, wird das tun.

Das sind m.E. die wenigsten Morde. Die meisten dürften mehr oder weniger spontan passieren - gerade geplant genug, um nicht als Totschlag durchzugehen.
Letztens brachte "Die Zeit" einen langen Artikel über zwei "Unterschichten-Männer" die des Mordes angeklagt sind. Einer soll im Gerichtssaal geheult haben, dass er alles rückgängig machen würde, wenn er irgendwie könnte und ihm alles unendlich leid tun würde.
Menschen sind leider nicht rund um die Uhr bei klarem Verstand. Da heißt es erst in blinder Wut "Ich bring dich uuum...!", irgendwann später erwacht dann wieder der nette Nachbar.

An dieser Stelle möchte ich ein paar Zahlen nachliefern. Die Mordraten einiger Länder, gemessen in Tötungsdelikten pro 100.000 Einwohner.

https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%B6tun...C3.A4ndern
USA: 4,7
Frankreich: 1,0
Niederlande: 0,9
Deutschland: 0,8

Sind die Amis so viel böser als wir braven Europäer - oder ist in den paar Stunden, in denen ein Mensch richtig mordswütend sein kann, leichter ein Tatwerkzeug greifbar?

(23-12-2016, 15:27)Dreadnoughts schrieb: Nein, sie vergessen sie nicht, sie ignorieren sie.

Auch das gibt es. Es ist jedoch erschreckend, wie viele Verkehrsteilnehmer wirklich keine Ahnung haben, was sie dürfen oder nicht. Wenn ich z.B. ein älteres Paar anspreche, das sein SUV ungeniert auf dem Gehweg parkt, dann höre ich total selbstverständlich: "Nein, wir packen nur unsere Einkäufe aus, alles gut!"
Es tauchen auch immer wieder Zeitungsartikel auf, in denen Verkehrsregeln behauptet werden, die schlicht gelogen sind. Da weiß anscheinend die ganze Redaktion nicht, wie man richtig fährt. Und die Leser glauben das natürlich.

Das ist wie mit dem Erste-Hilfe-Kurs. Jeder hat ihn mal gemacht. Aber im Fall eines Unfalls stehen sie trotzem hilflos neben dem Bewusstlosen und drehen ihn nicht mal auf die Seite. Ohne regelmäßige Auffrischung geht Wissen eben verloren.

(23-12-2016, 15:27)Dreadnoughts schrieb: Aber ich hatte für meinen Teil genug von teuren, überfüllten, zu spät kommenden Zügen, Abteilungen mit überquellenden Mülleimern

Spaß macht das nicht, aber es ist ein hervorragender Zugang zur Gesellschaft. In der U-Bahn trifft man genau die Figuren, die man als Story-Charaktere braucht. Normale, Asoziale, Büroangestellte, Senioren, Eltern, Kinder, Handwerker, Studenten... fast den ganzen Querschnitt einer Stadt. Wo sonst bekommt man die alle aus nächster Nähe mit, auf ihre hässlich authentische Art, inklusive ihrer bekloppten Gespräche und Telefonate?

(23-12-2016, 15:27)Dreadnoughts schrieb: Nein, da fahre ich lieber mit meine Auto, hab meine Ruhe, kann in Gedanken überall sein und höre nur das, was ich hören will.

In Gedanken bist du hoffentlich in der Gegenwart!  Icon_shocked

Sich wegträumen darf man nicht mal zu Fuß, sonst läuft man jemanden um. In der Bahn ist es allerdings Pflicht, wenn man nicht durchdrehen will. Ich hab Köpfhörer mit "Active Noise Cancelling", für den Schreikinderfall noch Silikongehörschutz darunter. So kann ich nach Laune den Pöbel leise schalten und/oder übertönen.
(Und wenn doch mal Sitznachbarn total laut quatschen, höre ich aufmerksam zu, nicke sichtbar und mach mir Notizen. Leichter kommt man nicht an Vorlagen für Bösewicht-Charas...)

Seit ich den Klapproller dabei habe, halten Passanten übrigens mehr Abstand von mir. Ist fast wie mit dem 80cm-Fahrradanhänger, bei dem Autos urplötzlich den Überholabstand einhalten können, statt einen Mordversuch zu begehen. Fazit: Alu ist die moderne Rüstung.

Weihnachtlichen Gruß aus dem Sumpf jenseits der Filter Bubble
coco


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