Es ist: 23-05-2017, 11:53
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Könige der Prärie - 13. Teil
Beitrag #1 |

Könige der Prärie - 13. Teil
Mehrere Indianer, die untere Hälfte ihrer Gesichter war blau bemalt, hatten das Lager der Soldaten überfallen. Der Corporal lag auf dem Bauch und zielte. Er traf gut. Zwei Rote stürzten tödlich getroffen von ihren Pferden, doch dann war die Trommel leer. Er versuchte, zu seiner Satteltasche zu robben, in der sich noch mehr Munition befand. Katie pfiff auf zwei Fingern und hatte sofort die Aufmerksamkeit der Indianer. Einer wandte den Kopf und Katies Herz machte einen Hüpfer. Sakima. Sie gab sich zu erkennen und deutete auf den Boden. Sakima ließ sich vom Pferderücken gleiten und legte einen Pfeil auf die Sehne seines Bogens. Fast gleichzeitig ließ er los und die Spitze des Pfeils bohrte sich in die Hand des Korporals und nagelte ihn regelrecht am Boden fest. Erschrocken hob er den Kopf. In seinen Augen stand das nackte Entsetzen. Der Lakota hatte sein Messer gezogen und war mit drei Schritten bei seinem Opfer. Ungeachtet des Pfeils riss er ihn an der Schulter auf den Rücken, Der Corporal schrie jämmerlich auf. Katie wagte kaum zu atmen, doch in ihren Augen stand der Triumph. Sakima packte den Kopf des Mannes und zerrte ihn brutal nach hinten. Fast schon spürte sie das Krachen der Bandscheiben in ihrer eigenen Halswirbelsäule. Sakima rief dem wimmernden Soldaten etwas zu, da er sich aber seiner Muttersprache bediente, verstand Katie kein Wort.
Von den Weißen waren nur noch der Corpora lund Katie, die sich bisher hinter dem Busch hielt, am Leben.
Sie bog die Zweige auseinander. Sakima ließ von dem Corporal ab und wandte sich blitzschnell um. Seine Bewegungen erinnerten Katie an eine geschmeidige Raubkatze.
„Wer ist da?“, fragte er auf Englisch.
„Ich“, antwortete Katie schüchtern. „Bitte nicht schießen“, fügte sie hinzu, obwohl der Indianer nur ein Messer in der Hand hielt. Sie rannte auf ihn zu und warf ihm die Arme um den Hals.
Völlig überrumpelt ließ Sakima die Umarmung geschehen. „Ich bin so froh, dass du gekommen bist“, schluchzte sie mit tränenerstickter Stimme. Immer noch verdutzt, erwiderte der Lakota die Umarmung.
Jetzt, da ihr Geliebter bei ihr war und wie sie glaubte, seine schützende Hand über sie hielt, fiel die ganze Anspannung von ihr ab. Katie schluchzte hemmungslos an seiner Schulter. „Die wollten mich nach Roswell bringen und vor Gericht stellen. Der…der Korporal… es war so ekelhaft.“ Sie klammerte sich an Sakima, als wäre er der Einzige, der sie retten konnte.
Hilflos legte er ihr einen Arm um die Schulter. Mit der für ihn völlig ungewohnten Situation wusste er nicht umzugehen. Dem roten Volk wurde schon von Kindesbeinen an beigebracht, jegliche Art von Emotionen zu unterdrücken und alles gleichsam stoisch zu ertragen, was ihnen abverlangt wurde.
Unbemerkt von den beiden hatte der am Boden liegende Corporales geschafft, den Pfeil aus seiner Hand zu ziehen. Vor Schmerz biss er die Zähne zusammen, um nicht zu schreien. Das rothaarige Luder und sein Indianerfreund beachteten ihn nicht. Der Pfeil des Indianers hatte genau seinen Handrücken durchbohrt und jetzt sollte er ihn wieder zurück erhalten.
Das Miststück hing dem Indianer heulend am Hals und hatte nicht die leiseste Ahnung, wie sehr sie damit dem Soldaten in die Tasche spielte. Lautlos erhob er sich und pirschte sich an das Paar an. Die beiden bemerkten nicht einmal das Knacken des kleinen trockenen Ästchens unter dem schweren Soldatenstiefel. Er brach den Pfeil entzwei. Lediglich die Spitze mit dem Widerhaken wurde gebraucht. Der Corporal grinste in barbarischer Vorfreude, während die Rothaut schön langsam verblutete, durfte sie später zuschauen, wie er sich noch ein wenig mit seiner kleinen Schlampe vergnügte.
Die Lakota waren die ungekrönten Könige der Prärie, was das Herstellen von Pfeilspitzen betraf. Die todbringende Spitze glänzte in den letzten Strahlen der Abendsonne und fuhr Sakima unterhalb des letzten Rippenbogens. Der Indianer zuckte zusammen und machte einen Ausfallschritt nach hinten. Fast riss er Katie mit zu Boden, doch er blieb stehen. Geistesgegenwärtig behielt er sein Messer fest in der Hand, das er mit tödlicher Genauigkeit nach dem Soldaten schleuderte. Die Klinge bohrte sich bis zum Schaft in seine Brust. Einen Moment blieb er stehen und starrte ungläubig auf das Messer, das aus seiner Uniform ragte. Dann stürzte er wie ein gefällter Baum nach hinten auf den Boden und rührte sich nicht mehr.
„Du bist verwundet, mein Liebster.“ Zwischen Katies Finger quoll helles Blut hervor. Sakima taumelte und fiel in Katies Arme.
„Hey, ihr da“, schrie sie fast panisch auf. „Helft uns!“
Die Roten eilten herbei. Einer kam ihr bekannt vor. Sie hatte ihn schon einmal gesehen. Sein Gesicht war von Narben gezeichnet. Wie ein Schatten glitt er vom Rücken seines Pferdes und eilte zu seinem Häuptling. Grob stieß er Katie weg und schrie sie auf Lakota an. Sakima sackte in die Knie. Narbengesicht brüllte etwas und augenblicklich waren zwei andere Lakotakrieger zur Stelle. Narbengesicht knurrte etwas in seiner Sprache und wies auf Katie. Einer der beiden packte sie am Arm und fesselte ihre Hände auf den Rücken.
„Lass mich los“, schrie sie. „Sakima!“
Eine große Hand wurde auf ihren Mund gepresst und raubte ihr den Atem. Rücksichtslos wurde sie zu dem Baum gezerrt, an den sie schon die weißen Soldaten gefesselt hatten. Erneut schlossen sich Stricke um ihre Handgelenke und banden sie sie aufrecht stehend an den schlanken Stamm.
Die drei anderen Krieger kümmerten sich um ihren schwerverletzten Häuptling. Ihre breiten Schultern versperrten Katie die Sicht.
„Ich kann ihm helfen“, rief sie.
„Schweig“, herrschte ein junger Krieger, der nur wenig älter als sie sein mochte, an.
„Aber…“, versuchte sie zu widersprechen.
„Halt den Mund“, fuhr er sie hart an.
„Es ist deine Schuld, dass der Häuptling verwundet ist. Wie auch Sakima sprach er ein fast akzentfreies Englisch.
„Wie bitte?“ Sie konnte nicht glauben, was die da hörte. „Ich würde niemals so etwas tun. Außerdem war ich selbst Gefangene der Soldaten.“
„Du hast die Soldaten auf das Gebiet der Lakota geführt“, hielt der Rote ihr vor. Katie verdrehte die Augen.
„Dann hast du die Liebe des Häuptlings benutzt, damit das Bleichgesicht ihn töten kann. Aber der Große Geist hielt seine schützende Hand über ihn.“ Theatralisch hob er die Hände gen Himmel.
Katie schnaubte enerviert. Aber wenigstens wussten die Roten sich zu benehmen. Bisher hatte keiner von ihnen sie lüstern angeschaut oder auch nur eine entsprechende Bemerkung gemacht.
„Ich kann ihm helfen“, beharrte sie und zerrte an ihren Fesseln.
„Du bist jetzt endlich still“, befahl der Indianer mit scharfer Stimme. „Sobald der Häuptling genesen ist, wird er entscheiden, was mit dir geschieht.“
Dieser letzte Satz hatte eine beruhigende Wirkung auf Katie. Sakima würde ihr glauben und ihr niemals etwas zu leide tun. Wenn er genas… Plötzlich war ihr, als würde sie eine eiskalte Faust bei der Kehle packen. Falls er genas.
„Kann ich wenigstens etwas zu trinken bekommen?“, fragte sie kühl. Von der Hitze und der Aufregung war ihr Hals wie ausgedörrt.
„Ich werde dir Wasser bringen.“ Die Antwort war kühl, aber nicht unfreundlich.
„Ich habe Durst und will mich nicht waschen“, fauchte sie zurück und erntete einen bitterbösen Blick von Seiten der Indianer.
Später als die Toten fortgeschafft und Sakimas Wunde versorgt war, fiel Katie in einen unruhigen Schlummer. Man hatte ihr selbst zum Schlafen nicht erlaubt, sich hinzusetzen und so döste sie immer wieder ein, um im nächsten Moment hochzuschrecken.
Sakima lag auf einem aus Zweigen und Pferdedecken gebauten Lager. Der Häuptling hatte schon seit einiger Zeit das Bewusstsein verloren. Jetzt schien ihn auch noch hohes Fieber befallen zu haben. Sein keuchendes Atmen drang bis zu Katie. Narbengesicht wischte immer wieder das Gesicht des Kranken, während er Lieder in seiner fremdartigen Sprache sang. Im Morgengrauen trat er zu dem gefesselten Mädchen und stieß ihren Bewacher mit der Fußspitze an, der eingeschlafen war. Sofort erwachte er.
„Weißes Mädchen“, Narbengesicht klang nicht unfreundlich, auch verwendete er nicht die bei den Indianern abfällige Bezeichnung Bleichgesicht.
Sie blickte auf. „Guten Morgen“, antwortete sie in kühlem Ton. In den Zweigen der Pappel begannen die ersten Vögel zu singen, während hinter dem Fluss die Sonne als glühendroter Ball aufging.
Narbengesicht überging den Gruß. „Du bist eine Schamanin?“
„Eine bitte was?“, fragend schaute Katie den Roten an.
„Bist du das, was die Weißen einen Arzt, einen Medikus nennen?“
Sie schüttelte den Kopf. Mit einem vielsagenden Grinsen, das sein Gesicht nur noch mehr zur Fratze entstellte, wandte er sich zum Gehen.
„Aber ich habe die Heilkunst von den Weißen Schwestern erlernt und ich glaube, dass ich dem Häuptling helfen kann, auch wenn ich nicht studiert habe“, rief sie ihm nach.
Er bliebe stehen und drehte sich um. Seine weisen Augen musterten sie scharf. Nicht auf die Art, wie es der Corporalgetan hatte, dessen toter Körper das Nachtmahl der Geier und anderen Aasfressern gebildet hatte. Katie mochte gar nicht darüber nachdenken. Narbengesicht schien abzuschätzen, ob er ihr trauen durfte. Er sagte etwas zu dem jüngeren Lakota, der die Gefangene hatte bewachen sollen und einen Moment später fielen die Stricke, die sie hielten, zu Boden. Sie wagte kaum, sich zu bewegen. Narbengesicht legte ihr eine Hand auf die Schulter und sie fühlte sich kein bisschen kompromittiert. Es war eher eine väterliche Berührung.
„Ich bitte dich, alles zu tun, dass der Häuptling wieder gesund wird.“ Fast schon flehte er sie an und ihr wurde bewusst, wie sehr Sakima von seinen Kriegern geliebt wurde. Katie nickte stumm und machte einen Schritt auf ihren Sattel zu, der unweit unter einem Strauch lag. Die Indianer behandelten ihre Gefangenen mit Respekt und so war auch Katies Hengst Harlekin die Pflege zuteil geworden, derer sich die Indianerpferde erfreuten.
„In meiner Satteltasche befinden sich die notwendigen Utensilien, die ich für seine Heilung benötige“, setzte sie als Erklärung hinzu. Narbengesicht flößte ihr gewaltigen Respekt ein.
Er hielt sie noch einen Moment zurück. „Wir lassen dich hier ohne Fesseln, aber solltest du versuchen zu fliehen.“ Seine Drohung war unmissverständlich.
Katie straffte die Schultern. Ihre Befangenheit schmolz dahin wie Schnee in der Sonne. Sie schenkte dem Lakotakrieger einen Blick, der einer gestrengen Mutter Oberin würdig gewesen wäre. Narbengesicht konnte nicht ahnen, dass er sie gerade tief in ihrer Ehre als heilkundige Frau beleidigt hatte und sie gedachte nicht, diese Ehrverletzung auf sich sitzen zu lassen.
„Ich habe niemals, aber auch wirklich niemals einen Patienten im Stich gelassen.“ Ihre Stimme war hart wie Stahl. „Und ich habe nicht die Absicht, mit ihm den Anfang zu machen. Geh zur Seite und lass mich meine Arbeit machen.“ Ihre Blicke bohrten sich wie Dolche in seine. Unwillkürlich trat er einen Schritt zur Seite. Sein bewundernder Blick entging Katie völlig. Er murmelte etwas auf Lakota und bekam die Zustimmung des jüngeren Kriegers, der mit einem wissenden Grinsen eine Bemerkung nachfolgen ließ, wofür er sich von dem Älteren einen Rippenstoß einhandelte.
„Verdammt“, sie fluchte auf Deutsch. Die Soldaten im Fort hatten ihr das Chloroform abgenommen. Aus dem doppelten Boden ihrer Satteltasche entnahm sie ein Etui, das ihr Operationsbesteck enthielt. Darin befand sich sorgsam verwahrt ein Fläschchen Mohnblütensaft. Sie hielt es einen Augenblick in der Hand und betrachtete es nachdenklich. Die Anwendung dieses Saftes hatte immer etwas von einem zweischneidigen Schwert. Einerseits konnte man dem Patienten große Schmerzen ersparen, auch konnte man ihn damit für eine notwendige Operation betäuben. Andererseits war ein Tropfen zu viel auch schon genug einen Mann zu töten. Es hing viel von dem Geschick des Arztes ab und Katie war keine studierte Medizinerin. Ihr Wissen um die Heilkunst hatte sie nur im Kloster erworben. Trotzdem wollte sie das Wagnis eingehen. Einer der Indianer machte sich an der jetzt herrenlose Satteltasche des Korporals zu schaffen und brachte eine Flasche Branntwein zum Vorschein. Er entkorkte die Flasche. Der scharfe Geruch der Flüssigkeit schien seine Nase zu beleidigen, denn gerade wollte er den Inhalt auskippen.
„Halt! Stopp!“, hielt Katie ihn zurück. „Diesen Branntwein brauch ich für den Häuptling.“
„Sakima trinkt kein Feuerwasser“, erwiderte der Indianer stolz. Katie stöhnte genervt auf. Diese Roten konnten die Nerven schon arg strapazieren. Sie fühlten sich den Weißen überlegen, weil sie jegliche Form von Alkohol verschmähten, dabei schnitten sie ihren Feinden bei lebendigem Leibe die Kopfhaut ab, um sie später voller Stolz als Trophäe am Gürtel zu tragen.
„Er soll es ja auch nicht trinken. Gib mir bitte die Flasche. Ich brauche den Branntwein zur Wundreinigung.“
Unschlüssig hielt der Indianer die Flasche in Händen. Der kostbare Inhalt schwappte gefährlich Richtung des offenen Halses.
„Ich habe kein Chinin. Verdammt noch eins.“ Katie wurde ungeduldig. „Jetzt gib mir schon die verflixte Flasche oder ist es dir lieber, wenn dein Häuptling an Wundbrand stirbt.“
Der junge Krieger schaute fragend zu Narbengesicht, der nur kurz nickte. Widerstrebend gab er Katie die Flasche.
„Korken bitte“, forderte sie und bekam das Gewünschte. Sie verschloss die Flasche und ging zu Sakima. Er lag wie tot da. Unter dem bronzenen Teint war ein grauer Schimmer. Die hohen Wangenknochen traten noch stärker hervor und die blutleeren Lippen aufgesprungen vom brennenden Fieber. Katie wusste, dass sie schnell handeln musste. Der Tod wartete schon hinter dem nächsten Baum auf Sakima.
Vorsichtig gab sie einige wenige Tropfen Mohnblütensaft in eine kleine Schale Wasser, die ihr Narbengesicht brachte und flößte dem Kranken die Medizin ein. Die Wirkung ließ nicht lange auf sich warten. Statt dem kurzen Keuchen, wurden die Atemzüge länger und tiefer. Der Patient entspannte sich im Schlaf.
Routiniert untersuchte Katie die Wunde. Binnen weniger Stunden hatte sie geeitert und als sie mit den Fingerkuppen darüber strich, spürte sie eine Verhärtung. Ein Stück von der Pfeilspitze musste abgebrochen sein und sich noch im Körper des Lakota befinden.
Aus ihrem Etui zog Katie ein Skalpell, das sie gegen die Morgensonne hielt. Seine scharfe Klinge blitzte im Licht auf. Sorgfältig reinigte sie es mit dem Branntwein und schnitt behutsam Sakimas Wunde auf. Angespannt schauten die Krieger ihr über die Schulter zu, doch sie tat, als wären sie nicht vorhanden. Bei ihrer Arbeit ließ sie sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Sie spülte die vergrößerte Wunde mit Branntwein und brachte schließlich mit der Pinzette etwas hervor.
„Da haben wir den Übeltäter“, konstatierte sie zufrieden. Die Spitzen der Pinzette hielten ein blutiges Stückchen, das ganz offensichtlich von der Pfeilspitze stammte.
Anschließend wusch sie den Schnitt noch einmal mit Branntwein aus und vernähte ihn sorgfältig. Allein Verbandmaterial fehlte.
„Unser Medizinmann verwendet Blätter, um Wunden zu verbinden“, schlug Narbengesicht vor, in dessen Achtung Katie in den letzten Minuten erheblich gestiegen war.
Katies Miene erhellte sich. „Danke für den Rat“, sagte sie knapp.
 

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Beitrag #2 |

RE: Könige der Prärie - 13. Teil
Hallo Persi,

so durcheinander wie Katie ist, kann man es ihr nicht übel nehmen, dass sie Traum und Wirklichkeit total durcheinander schmeißt. Da tut mir Sakima richtig leid. So eine Heulattacke ist ihm ja in seinem ganzen Kriegerleben nie passiert! Aber immerhin bleibt das Grundschema erhalten, Katie ist dran mit Retten.

Endlich wächst Katie sichtbar über sich selbst hinaus. Als es drauf ankommt, wirkt sie nicht mehr wie das emotionale Mädchen, sondern wird schlagartig zur erwachsenen Ärztin. Das passt perfekt - als hätte der Schalter in ihrem Kopf nur auf den richtigen Moment zum Umschalten gewartet.

(14-05-2017, 19:17)Persephone schrieb: Das rothaarige Luder und sein indianerfreund beachteten ihn nicht.
Die Shift-Taste hat geklemmt. Icon_wink

(14-05-2017, 19:17)Persephone schrieb: Lediglich die Spitze mit dem Widerharken wurde gebraucht.
Ein "Widerhaken" oder eine ganz Harke davon?

(14-05-2017, 19:17)Persephone schrieb: Eine große Hand presste wurde auf ihren Mund gepresst
Eins davon kann weg.

(14-05-2017, 19:17)Persephone schrieb: Sie wurde zu dem Baum gezerrt, wo die weißen Soldaten sie schon gebunden hatten und band sie, aufrecht stehend, an den Stamm.
Satzbau: Sie wurde an den Baum gezerrt ... und gebunden; oder man zerrte sie an den Baum ... und band sie.

(14-05-2017, 19:17)Persephone schrieb: Sein keuchendes Atmen drang bis zu Katie.
S und R liegen schon dicht beeinander. Icon_wink

(14-05-2017, 19:17)Persephone schrieb: „Verdammt“, sie flucht auf Deutsch.
Fluchte

LG
coco


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Beitrag #3 |

RE: Könige der Prärie - 13. Teil
Hallo Coco,

Und da bin ich wieder  Icon_smile 

Zitat:so durcheinander wie Katie ist, kann man es ihr nicht übel nehmen, dass sie Traum und Wirklichkeit total durcheinander schmeißt. Da tut mir Sakima richtig leid. So eine Heulattacke ist ihm ja in seinem ganzen Kriegerleben nie passiert! Aber immerhin bleibt das Grundschema erhalten, Katie ist dran mit Retten.
Du fandest das nicht zu kitschig? Allzu taff wollte ich Katie nicht hinstellen, sonst wird es sogar mir zu unglaubwürdig. Ich habe mir das eher so vorgestellt, dass sie stark ist, wenn sie muss. Aber jetzt ist ja ihr Schätzchen da und da kann sie auch mal loslassen, weil sie weiß, Sakima passt gut auf sie auf und beschützt sie. 

Zitat:Endlich wächst Katie sichtbar über sich selbst hinaus. Als es drauf ankommt, wirkt sie nicht mehr wie das emotionale Mädchen, sondern wird schlagartig zur erwachsenen Ärztin. Das passt perfekt - als hätte der Schalter in ihrem Kopf nur auf den richtigen Moment zum Umschalten gewartet.
Ich habe bei der ein oder anderen Figur versucht, dass sie eine literarische Wandlung durchmacht, war mir nur unsicher, in wie weit es mir gelungen ist. Bei Katie scheint es dann geglückt zu sein.

Noch einmal herzlichen Dank. Mit dem Retten ist jetzt wie gesagt Feierabend. Man sieht sich in Atlantis

Liebe Grüße Persephone

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Beitrag #4 |

RE: Könige der Prärie - 13. Teil
Hallo Persi,

(17-05-2017, 05:46)Persephone schrieb: Du fandest das nicht zu kitschig? Allzu taff wollte ich Katie nicht hinstellen, sonst wird es sogar mir zu unglaubwürdig. Ich habe mir das eher so vorgestellt, dass sie stark ist, wenn sie muss. Aber jetzt ist ja ihr Schätzchen da und da kann sie auch mal loslassen

Ich fand das eher absurd. Denn Schätzchen weiß ja gar nicht davon, dass er ihr Schätzchen wäre. Katie träumt das immer nur, aber in echt sind sie nach wie vor Feinde.
Deshalb habe ich die Szene so verstanden, dass Katie verwirrt in ihre "Parallelwelt" abdriftet, während Sakima aus ihrer (für ihn) durchgeknallten Reaktion gar nicht schlau wird.

LG
coco


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Beitrag #5 |

RE: Könige der Prärie - 13. Teil
Hallo Coco,

Wenn ich so überlege ist es echt ein wenig zu viel. Ich werde das überarbeiten und denke, ich werde es aus Sakimas Sicht schreiben. 

Die beiden sind ja keine wirklichen Feinde. Sie mögen sich sehr, sind sogar heimlich ineinander verliebt. Sie gefällt ihm auch. 
Mit den Apachen hat Katie ja nur insofern zu tun, dass sie bei ihnen lebt, aber das ist in meinen Augen nicht gleichbedeutend, dass sie dann auch deren Feinde hassen muss. Sakima hat ihr nie etwas getan. Übrigens ist er nicht so kalt, dass er einer wehrlosen Frau etwas tun würde.

Aber ich werde das überarbeiten und danke noch einmal für deine konstruktive Kritik, die hilft mir immer sehr viel weiter.

Liebe Grüße Persephone

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