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Eine unsterbliche Liebe - Kuss des Tigers (Colleen Houck)
Geschrieben von Shtrojera
Samstag, der 20. Oktober 2012



Verlag: Heyne fliegt (Jan. 2012)
Gebundene Ausgabe, 544 Seiten, 16,99 €
ISBN: 978-3453267732

Genre: Fantasy/Jugendbuch


Klappentext

Als die junge Kelsey zum ersten Mal Ren - den majestätischen Tiger - sieht, verändert sich ihr Leben für immer. Denn Ren ist ein verwunschener indischer Prinz, und Kelsey die Einzige, die ihn erlösen kann. Doch im Dschungel Indiens begegnen sie einem mächtigen Feind, der verhindern will, dass das Mädchen und der Tigerprinz zueinanderfinden.
Ich hörte, wie mir sanfte, weiche Pfoten folgten, sein Herz schlug im Gleichklang mit meinem Herzen ...


Rezension

Als Kelsey einen Ferienjob in einem Zirkus annimmt, ahnt sie noch nicht, dass sich ihr Leben, wie es bisher war, grundlegend ändern wird. Denn der majestätisch anmutende weiße Tiger, um welchen Kelsey sich während ihres Aufenthalts im Zirkus Maurizio kümmern soll, verschlägt ihr den Atem. Ganz genau spürt sie, dass da mehr ist, als zunächst angenommen - und tatsächlich: Ren, der weiße Tiger, ist ein verwunschener, indischer Prinz! Und nur Kelsey allein vermag es zu schaffen, ihm zu helfen seine menschliche Gestalt wiederzu erlangen. Doch auf die beiden lauern viele Gefahren und so stellst sich nur eine Frage: Ist ihrer beider Liebe stark genug, um die dunklen Mächte zu besiegen?

» Sich ihn zu verlieben, ist bestimmt wie Klippenspringen. Entweder das Aufregendste überhaupt oder der dümmste Fehler, den ich je begangen habe.«
(Zitat aus: Kuss des Tigers, S. 413)

Kuss des Tigers von Colleen Houck stellt den Auftakt einer mehrteiligen Serie um den verwunschenen, indischen Prinzen Ren dar. Gefangen in der Gestalt eines weißen Tigers ist es ihm nicht möglich, seine menschliche Gestalt länger als eine Stunde jeden Tag aufrecht zu erhalten. Und Kelsey ist seine einzige Chance, den Fluch für immer zu bannen. Während man zu Beginn der Geschichte, welche in der Ich-Perspektive der Protagonistin geschrieben ist, zunächst Kelsey kennen lernt und die Umstände vorgestellt werden, wird der Leser zunächst in eine märchenhafte Umgebung gezogen. Der riesige Zirkus mit all seinen glitzernden Farben und funkelnden Facetten versetzt jeden - egal ob jung oder alt - in eine glückliche Atmosphäre, der man sich nur zu gerne hingibt. Schon nach kurzer Zeit wird die Hauptthematik der Story ersichtlich: Ein verwunschener Prinz, welcher nur durch die Liebe der einzigen Auserwählten von seinem Fluch erlöst und gerettet werden kann. Ein typisches Klischee, welches sich im Roman leider kaum durch Innovation oder Kreativität entwickeln kann. Es mangelt dabei vor allem an den wichtigen Details, welche auch eine 0815 Story noch zu etwas Besonderem werden lässt. Natürlich gibt es auch in diesem Roman einige schöne und fantastische Szenen, vor allem während der Prüfungen, welche Spannung schaffen und dadurch jüngere Leser sicherlich sofort in den Bann ziehen können. Doch unglaubwürdige Szenen, nervenaufreibende Dialoge und schiere Denkfehler lassen einen dann doch ab und zu mal öfter schmunzeln. Der Schreibstil, welcher recht einfach gehalten ist, sorgt dennoch für einen angenehmen Lesefluss.

Bei Betrachtung der unterschiedlichen Figuren und ihrer Charakterzeichnungen fällt vor allem auf, wie die Sympathie gegenüber der Protagonistin Kelsey mit fortschreitender Seitenzahl immer weiter abnimmt. Zunehmend ändern sich ihre Merkmale von einer liebenswerten und etwas naiven weiblichen Person hin zu einer nervenaufreibenden Göre, welche nie weiß, was sie möchte und nicht in der Lage ist, konsequente Entscheidungen zu treffen, Geschweige denn aufnahmefähig für die Gefühle und Bedürfnisse ihrer Mitmenschen zu sein. Selbstlosigkeit driftet dabei in Egoismus, Sturheit in selbiges um, sodass der Leser fortan eine Menge Mitgefühl für Ren aufbringt, welcher sich mit so einem schwierigen, sturen und verständnislosem Charakter wie Kelsey und deren Launen herumschlagen muss. Zum Glück gibt es ein paar Nebencharaktere, wie Rens Bruder oder Mr. Kadam, welche mit Humor und auch einer gewissen Faszination die Stimmung anheben. Jedoch wirkt durch diese extreme Polung auch die Liebesbekundung beider Figuren in der angehenden Liebesbeziehung dadurch nur umso unglaubwürdiger. Selbst der charmante Gentleman Ren kann diese Stimmung auf den Leser nicht durch die Sympathie ihm gegenüber unterdrücken.
Und so werden nicht nur die Figuren, sondern auch die Handlung zu einer Farce, deren Glaubwürdigkeit man immer und immer wieder in Frage stellen muss. Auch zum Ende des ersten Romans und der Auflösung einiger Geheimnisse obsiegt die schlichte, negative Stimmung gegenüber der Protagonistin und lassen diesen Roman somit leider in einer Enttäuschung enden. Daher bleibt erstmal zu hoffen, dass die weiteren Bände mehr Potenzial aus der angehenden Geschichte und auch die Figuren sich hoffentlich in eine positive Richtung weiterentwickeln werden.


Fazit

Kuss des Tigers von Colleen Houck ist ein klischeebelasteter Jugendroman, welcher, dominierend von vielen Schwächen, leider kaum überzeugen konnte. Zuviel Antisympathie mit einer nervenden Protagonistin und unglaubwürdige Handlungsstränge lassen die Freude des Lesers trotz einem starken Anfang auf der Strecke liegen. Auch wenn zweifelsohne viele Kritikpunkte genannt sind, könnte dieser Roman jedoch sicherlich Fans von Jugendbüchern und besonders jüngere Leser begeistern.


Pro & Contra

+ Hübsches Cover
+ Starker Anfang
+ Sympatische Nebencharaktere
+ Rens Wesen

o Einfach gehaltener Sprachstil

- Ungenutztes Potenzial
- Nervtötende Protagonistin
- Unglaubwürdigkeit der Handlung & Liebe
- Klischeelastig
- Nichts innovatives/Neues
Bewertung:

Handlung: 2,5/5
Charaktere: 2/5
Lesespaß: 2/5
Preis/Leistung: 2/5

Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 05. Dezember 2012
 

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