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Star Trek - Countdown to Darkness (Mike Johnson, David Messina)
Geschrieben von Markus
Montag, der 13. Mai 2013

Verlag: Cross Cult; (April 2013)
Softcover: 104 Seiten; 14,80 €
ISBN-13: 978-3864251757

Genre: Science-Fiction


Klappentext

Die offizielle Vorgeschichte des Films STAR TREK INTO DARKNESS

Von den Machern von STAR TREK COUNTDOWN, dem Comicbestseller von 2009 zum ersten STAR TREK-Blockbuster von Regisseur J.J. Abrams, kommt ein neues Abenteuer – die offizielle Vorgeschichte zum Science-Fiction-Filmevent des Jahres:

STAR TREK INTO DARKNESS

Auf einer Routinemission zu einem entfernten Planeten  geraten Captain Kirk und die Crew der U.S.S. Enterprise in einen jahrzehntenalten Konflikt zwischen zwei einheimischen Gruppen. Zu ihrer Überraschung müssen sie feststellen, dass das Chaos von einem früheren Captain der Enterprise befeuert wird, der lange als verschollen galt …

Ein unverzichtbares Comic-Highlight für alle STAR TREK-Fans!


Rezension

Jahrelang siechte Star Trek dahin. Star Trek 10: Nemesis war 2002 an der Kinokasse untergegangen und die letzte Serie war auch kurz vor ihrer Einstellung. Alles sah danach aus, dass Gene Roddenberrys Schöpfung erstmal für längere Zeit von der Bildfläche verschwunden sein würde. Dann kehrte Star Trek 2009 mit einem Paukenschlag zurück. J.J.Abrams hatte sich des Ganzen angenommen und die Enterprise und ihre Crew einer Frischzellenkur unterzogen. Dabei ging er nicht weiter in die Zukunft, um Kontinuitätsprobleme zu vermeiden, sondern ging den umgekehrten Weg. Er nahm die Crew der klassischen Serie und besetzte Kirk, Spock, Uhura, Scotty, Pille und Co. mit neuen, jungen Gesichtern. Zusätzlich wurde eine alternative Zeitlinie geschaffen, so dass keine Konflikte mit dem bisherigen Star Trek auftreten konnten. Dass dies eingefleischten Trekkies teilweise überhaupt nicht gefiel, war nur logisch, wer aber nicht voreingenommen an den Film heranging, war meist begeistert. Nie war die Enterprise frischer und unterhaltsamer. Abrams Film wurde von einem hohen Werbeaufwand begleitet und in Zuge dessen auch mit flankierenden Comicveröffentlichungen.

Abrams zweiter Streich ließ zwar lange auf sich warten, knapp vier Jahre, aber natürlich folgte er jetzt. Und wie schon bei STAR TREK erscheint auch zu INTO DARKNESS die Vorgeschichte als Comic bei Cross Cult. Autor Mike Johnson bewegt sich dabei natürlich auf einem schmalen Grad. Einerseits darf der Comic nicht zuviel von der Geschichte des Films verraten, andererseits muss er trotzdem noch irgendeinen Bezug zu ihm haben.

Zunächst einmal erweckt der Comic aber den Eindruck einer Routinemission für die Enterprise. Seit den Ereignissen in STAR TREK ist etwas Zeit vergangen, aber vor allem bei Spock sind die Nachwirkungen klar erkennbar, auch wenn sich dies der vulkanische Logiker nicht eingestehen will, da er dann zugeben müsste, Gefühle zu haben. Die Geschichte beginnt ganz harmlos. Kirks Crew soll den Planeten Phaedus IV scannen und überprüfen, wie sehr sich dessen Bewohner in den letzten fünf Jahren weiterentwickelt haben. Diese sind eigentlich noch auf dem Stand des alten Roms. Aber als die Enterprise eintrifft, misst sie ein Kraftfeld, welches auch das Schiff beeinflusst. Kommunikation und Beamen sind nicht mehr möglich. Der Crew bleibt nur ein Weg. Sie müssen auf Phaedus landen, um herauszufinden, wer der Welt einen so großen Entwicklungsschub verpasst hat. Auf der Oberfläche angekommen geraten Kirk, Spock, Sulu und ein weiteres Besatzungsmitglied mitten zwischen die Fronten eines Bürgerkrieges. Dieser wird allerdings nicht mit Schwert und Schild ausgetragen, sondern mit hochmodernen Waffen, die der Welt eigentlich nicht zur Verfügung stehen sollten. Es stellt sich heraus, dass Robert April, ehemaliger Captain der Enterprise oder besser des Vorgängermodells, vor Jahren beschlossen hat einen Genozid zu verhindern und den vermeintlichen Verlierern Sternenflottenwaffen beschafft hat. Dass er damit die Oberste Direktive verletzt hat, nahm er billigend in Kauf. Im weiteren Verlauf der Geschichte taucht die Waffenhändlerin Mudd auf und Kirk muss sich entscheiden, wie er mit der Obersten Direktive umgehen will. Aber auch die Klingonen haben einen gewichtiges Wörtchen mitzureden, schließlich beliefern sie die Gegenseite mit Waffen.

Mike Johnson gelingt es die Charaktere auf den Punkt zu treffen und ihnen trotzdem kleine neue Nuancen hinzuzufügen, die bei Star Trek – Into Darkness erst so richtig zum Tragen kommen. Kirks Auftreten bei der Nibiru-Mission am Anfang des Films, kann durchaus auf die Ereignisse dieses Comics zurückgeführt werden. Die Geschichte an sich ist zwar inhaltlich nicht so stark mit dem neuen Film verknüpft, aber es werden viele Dinge angelegt. Die Frage nach dem Umgang mit der Obersten Direktive ist im Comic ein zentrales Element und Spocks Risikobereitschaft ebenso. Aber auch so Kleinigkeiten, wie die, dass Robert April der Captain von Alex Marcus war und die Enterprise ein Schmugglerschiff konfisziert, erlangen im Film Bedeutung. Und nicht zuletzt gibt es hier schon einen angedeuteten Konflikt mit den Klingonen. Star Trek – Countdown to Darkness schlägt somit eine Brücke zum neuen Kinofilm und fügt kleine Puzzleteile hinzu, die zwar nicht unbedingt notwendig, aber interessant sind und damit dem Comic ihre Berechtigung geben.

Die Zeichnungen von David Messina sind zweckmäßig und solide. Er trifft die Charaktere recht gut und versteht sich auf Inszenierung und Perspektiven. Wenn nötig haben die Bilder Dynamik und vermitteln die notwendige Größe und Tiefe. Sein Aliendesign ist kreativ. Die Farbgebung von Claudia Scraletgothica ist ebenso gelungen und generiert die passende Stimmung für das Geschehen.

Als Bonusmaterial gibt es ein kurzes Nachwort von Mike Johnson und die Original-US-Cover. Dabei ist es schade, dass nicht das Cover mit John Harrison für diese Ausgabe verwendet wurde. Auch wenn er im Comic nur in den letzten beiden Panels auftaucht, wäre es im Hinblick auf den Film passend gewesen.


Fazit

Star Trek – Countdown to Darkness ist eine gelungene Hinführung zum neuesten Star Trek – Kinofilm. Auch wenn inhaltlich nicht so stark verknüpft, gibt es viele Verbindungen zwischen den beiden Medien.


Pro & Contra

+ die Klingonen tauchen auf
+ der Konflikt zwischen Kirk und Spock deutet sich an

0 Zeichnungen sind solide, aber nicht überwältigend

Bewertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Zeichnungen: 3,5/5
Preis/ Leistung: 4/5


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Zuletzt aktualisiert: Samstag, der 06. Januar 2018
 

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