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Star Trek: Enterprise 2 - Was Menschen Gutes tun (Andy Mangels, Michael A.Martin)
Geschrieben von Victoria
Sonntag, der 23. Februar 2014

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Verlag: Cross Cult (Dezember 2011)
Taschenbuch, 504 Seiten, 14,00 Euro
ISBN-13:978-3942649421

Genre: Science-Fiction


Klappentext

Captain Archer und die Crew der Enterprise NX-01 sind zurück!
Bei einem unerwarteten Angriff auf die Enterprise findet das Leben eines der ersten Sternenflottenpioniere ein tragisches Ende, und Captain Jonathan Archer, der legendäre Kommandant des ersten Warp-fünf-Schiffes der Erde, verliert einen engen Freund.
Über zweihundertfünfzig Jahre später werden Akten freigegeben, die die Wahrheit über diesen schicksalhaften Tag endlich ans Licht bringen könnten. Zwei alte Freunde treffen sich, um den Tatsachen auf den Grund zu gehen und zu erfahren, was wirklich geschah.
Was sie schließlich herausfinden, lässt die bisher bekannten historischen Aufzeichnungen in ganz neuem Licht erscheinen und offenbart schockierende Erkenntnisse über die Jahre vor dem Irdisch-Romulanischen Krieg.


Rezension

"Archer lag auf dem schmalen Bett in seinem Quartier, hatte die Schultern gegen einen Stapel eher zu harter als zu weicher Sternenflottenkissen gelehnt und warf träge einen Wasserpolobal gegen eine der vier Wände seiner spartanisch eingerichteten Kabine. Am anderen Ende des Raumes lag Archers Beagle Porthos mit dem Gesicht auf den ausgestreckten Vorderpfoten und beobachtete den Captain aufmerksam."

Normalerweise sind fast alle Star Trek Serien mit der magischen Staffelanzahl "7" ausgestattet worden; nur leider nicht die Enterprise mit dem ersten Warp 5 Antrieb-Captain, Captain Jonathan Archer. Unglücklicherweise wurde die Serie um den späteren Admiral und Mitbegründer der Föderation nach der vierten Staffel abgesetzt. Zum Unmut vieler Fans natürlich. Lange sehnte man sich nach neuen Abenteuern und mehr Hintergrundinformationen. Im April 2011 war es endlich so weit und Cross Cult brachte mit Star Trek Enterprise: Das höchste Maß an Hingabe einen ersten Leckerbissen heraus, der zumindest für eine kurze Zeit Ruhe einkehren ließ. Beschrieben wurde darin, wie die Erde und Archers Crew auf den Angriff der Xindi reagieren. Die NX-01 machte den Wandel von einem Forschungsschiff zu einem Forschungsschiff mit weniger Hang zum Forschen durch. Waffen-und Bodentruppeneinsätze standen an der Tagesordnung. Darüber hinaus konnte ein Geheimnis in Bezug auf Charles "Trip" Tucker III gelüftet werden, welches die Lager der Star Trek-Anhänger spaltete.  Doch Trekkies sind unersättlich und bekommen nie genug. Aus diesem Grund folgte ein zweiter Band: Was Menschen Gutes tun. Im Februar 2014 wird folgerichtig ein dritter Roman folgen.

"Darüber hinaus nagte noch etwas anderes an Trip." -"Also, ich weiß nicht"-, sagte er. -"Er mag im Augenblick geistig gesund wirken. Aber ich bin mir da nicht so sicher."

Was Menschen Gutes tun steht seinem Vorgänger in keinster Weise nach. Genau wie in Das höchste Maß an Hingabe gibt es zwei Erzählstränge; einen in der Zukunft, sprich nach den Abenteuern der ersten Enterprise und einen zweiten, der sich mit eben jenen beschäftigt. Etwas mehr als zwei Jahrhunderte nach den Ereignissen treffen sich zwei alte Bekannte wieder, Nog und Jake Sisko. Doch ihre Begegnung ist kein Zufall. Nog ist an Daten gelangt, die Vieles, was in den Geschichtsbüchern geschrieben steht, förmlich auf den Kopf stellen wird. Nicht nur der angebliche Todestag Charles Tuckers III ist eine Lüge, sondern auch einige Vorfälle und Geschehnisse während des Romulanischen Krieges wurden kosmetisch verfeinert. Doch bevor Sisko und Nog ins Spiel kommen, gibt es Einiges, was aktuell auf der Enterprise geschieht. Interessant ist beispielsweise der Umgang von T'Pol und Trip über den Verlust ihres künstlich erzeugten Nachwuchses, denn T'Pol lässt als Vulkanierin immer und immer mehr Gefühle zu, die eigentlich nur von einem Menschen erlebt werden. Archer ist derweil hin und her gerissen, denn einerseits muss er politisch geschickte Schritte wagen, um nicht ins Kreuzfeuer der Nationen zu geraten und andererseits muss er als Captain das Leben seiner Crewmitglieder und das ihrer Familien schützen. Keine so leichte Aufgabe, doch zum Glück ist da immer noch Porthos, der ihn auch in dunkelsten Stunden aufzumuntern weiß.

"Archer wußte, dass Trip damit nicht sagen wollte, er sei mit seiner Arbeit als Captain oder den Leistungen der Besatzung der Enterprise unzufrieden. Doch trotzdem stießen ihm die Worte auf." -"Du hast hier eine Menge erreicht, Trip. Und du kannst hier noch immer eine Menge erreichen. Zum Teufel, die Hälfte der Zeit weiß ich doch gar nicht, was ich ohne dich tun sollte, und die andere Hälfte bin ich einfach nur froh, dass du an meiner Seite bist."

Den beiden Autoren Mangels und Martin ist ein in vielerlei Hinsicht gut unterhaltender Roman gelungen, der nicht nur Star Trek-Fans begeistern dürfte. Was die Geschichte ausmacht, ist die sympathische Erzählweise, die konsequent angewandte, logische Struktur und die sehr guten Einordnungen in das zeitlich-geschichtliche Muster. Denn im Gegensatz zum ersten Band, werden hier die Ereignisse besser in Szene gesetzt. Der Leser spürt förmlich jede Emotion und würde am Liebsten so weit in die Geschehnisse eintauchen, um selbst in den Gänge des wohl schönsten Star Trek Raumschiffes entlangzulaufen. Man spürt, wie gut sich die Autoren in diesem Universum auskennen, denn jeder Charakter ist zwar vielseitig, weiß dennoch wo sein Platz ist und erfüllt die Aufgaben, die sich aus der Handlung heraus für ihn ergeben. Nichts wird künstlich dargestellt. Hoch anzurechnen ist demnach auch die glaubwürdige, emotionale Wandlung, in der sich T'Pol befindet, denn wie eine menschliche Mutter betrauert sie den Verlust ihres eigenen Kindes. Die Crew der Enterprise ist gespickt mit so vielen Charakteren, dass prinzipiell jeder Leser sich mit jemandem identifizieren könnte. Trip, dessen Geheimnisse ans Licht getragen werden, ist der Klassenclown, der trotzdem weiß, wann es Zeit ist zu kämpfen; T'pol, eine stoische Wissenschaftlerin, die einen nicht vermuteten weichen Kern hat, Phlox, der sich um alles kümmert, was den Weg in seine Krankenstation findet; Hoshie, Malcolm Reed und Mayweather, loyal ihrem Captain gegenüber, die trotzdem auch eigenen Instinkten folgen und allem voran Archer, der wie kein anderer Star Trek Captain das Gute in sich trägt und es allen nur Recht machen möchte. Für jedes Abenteuer zu haben, doch wehe irgendjemand bedroht diejenigen, die ihm nahe stehen.

Cross Cult hat nicht nur sich selbst, sondern dem Trekkie-Universum einen imensen Gefallen getan. Nicht nur die Geschichte oder das stimmungsvolle Cover lassen Gutes vom zweiten Band der ersten Enterprise erahnen. Es ist natürlich auch das Bonusmaterial; gespickt  mit einigen Infos zu den Autoren, der Fortsetzung im Allgemeinen, einem Interview und dem einen oder anderen Einblick in die Tatsache, warum es so wichtig ist, die Geschehnisse rund um Trip ins hellere Licht zu rücken.


Fazit

Alles in allem ein äußerst lesenswerter Roman, der auch Lesern außerhab der Star Trek-Welt gefallen dürfte, was ein großer Verdienst der beiden Autoren ist. Das Komplettpaket ist mit dem Preis von 14 Euro absolut gerechtfertigt. Was Menschen Gutes tun macht in jeder Hinsicht Spaß und bietet eine perfekte Fortsetzung der Abenteuer des Captain Archer und seiner Crew.


Pro/ Contra

+ Vieles in Bezug auf Trip wird erklärt
+ T'Pols Wandlung
+ Porthos ist immer wieder ein Quell der Freude
+ Archer ist und bleibt einfach charismatisch

0 macht immer noch Lust auf mehr

Bewertung:

Handlung: 4,5/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/ Leistung: 5/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln des Star Trek-Universums:

Rezension zu Star Trek - Countdown to Darkness
Rezension zu Star Trek - Die neue Zeit 2
Rezension zu Star Trek/ Green Lantern – Der Spektren-Krieg

Rezension zu Star Trek Enterprise 1 – Das höchste Maß an Hingabe
Rezension zu Star Trek – Into Darkness

 

Zuletzt aktualisiert: Samstag, der 06. Januar 2018
 

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