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Deine Rezension ist gut, aber ich habe trotzdem eine andere Meinung!!
Seine Hobbys sind segeln und Schreiben :DD Alles schon Gefunden!!#Auch FürSchule :DD
haha wir Lesen dieses buch jetzt in der schule...und jetzt muss ich ein Steckbrief über ihn verfassen....We ...

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Manuel Charisius (22.08.2014)
Geschrieben von Judith
Freitag, der 22. August 2014

Interview mit Manuel Charisius

manuel charisius 2014Literatopia: Hallo, Manuel! Schön, wieder mit Dir zu plaudern. Kürzlich ist von Dir „Weltenlied – Saga der Zwölf“ erschienen. Was kannst Du uns darüber verraten?

Manuel Charisius: Hallo erst mal und vielen Dank, dass ihr mich erneut zum Interview gebeten habt. Die Freude ist ganz auf meiner Seite! :-)

WELTENLIED basiert auf derselben Idee, die mich als 16-jährigen Jugendlichen seinerzeit zum Schreiben gebracht hat. Mein halbes Leben und mein ganzes Herzblut stecken in dieser Geschichte. Sie ist mit mir gereift und war nun endlich so weit, auf die ihr angemessene Weise erzählt zu werden.

Die Grundidee: Ein Jugendlicher, Léun, erhält die Gabe, sich in einen Löwen zu verwandeln. Er weiß nicht warum, er weiß nicht wie – alles, was er weiß, ist, dass sich plötzlich alles ändert. Zunächst führt ihn die Verwandlungsgabe fort, hinaus aus seiner vertrauten Umgebung und hinein ins Ungewisse. Anfangs hofft Léun nur, den Umgang mit Káor dem Löwen zu lernen, um in dessen Gestalt niemandem zu schaden.

Außerdem will er natürlich Sinn und Zweck der Verwandlungsgabe ergründen. Worin der besteht, begreift Léun allerdings erst, als es für ihn und seine Freunde fast zu spät ist ...

Literatopia: In „Weltenlied“ vermischst Du Gestaltwandler mit der Magie der Musik. Wie kamst Du auf diese ungewöhnliche Mischung, und erwarten uns in den Folgebänden noch andere magische/ phantastische Elemente?

Manuel Charisius: Wenn Literatur die eine große Leidenschaft in meinem Leben ist, dann ist Musik die andere. Seit meiner frühen Kindheit spiele ich zwei Instrumente, Flöte und Klavier; später kam noch die Gitarre hinzu. Als Jugendlicher machte ich mit Freunden zusammen Kammermusik. Fast jedes Jahr nahmen wir am Wettbewerb „Jugend Musiziert“ teil und räumten regelmäßig Preise ab, auch auf Landesebene. Einer meiner Leistungskurse in der Oberstufe war Musik (der andere war Französisch). Noch heute trete ich gelegentlich als Instrumentalist bei privaten wie öffentlichen Veranstaltungen auf. In meiner Freizeit, so ich dazu komme, komponiere ich auch eigene Musik. Nicht zuletzt habe ich das absolute Gehör [Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Absolutes_Gehör].

Das erklärt vielleicht, weshalb schon in der Planungsphase von „Weltenlied“ für mich feststand, dass Musik in der Geschichte quasi denselben Stellenwert haben würde wie eine Hauptfigur. Die Flöte, die Ríyuu geschenkt bekommt, ist zwar ein unbelebter Gegenstand, erfüllt aber durch ihre magischen Eigenschaften und die Art, wie sie beschrieben wird, durchaus so etwas wie die Rolle einer bewusst agierenden Figur.

Aus dramaturgischen Gründen verzichtete ich jedoch darauf, die Gestaltwandler und die Flöte gleich zu Beginn des Romans zusammenzubringen. Sowohl die Geschichte von Léun und seiner Verwandlungsgabe als auch der Handlungsstrang um Ríyuu bieten jeder für sich genug Potenzial, um einander schlimmstenfalls in ihrer Wirkung „totzuschlagen“. Deshalb tauchen die Steppenläufer auch erst in der zweiten „Strophe“ auf – dort dann natürlich umso eindringlicher und (hoffentlich) wirkungsvoller.

Was die Folgebände betrifft, so wird jeder davon genau wie „Weltenlied“ selbstverständlich ein eigenes „Thema“ haben. Wäre ja dröge, wenn es ab jetzt nur noch um eine Flöte und ein paar Gestaltwandler ginge ... :-)

Literatopia: Eine Saga spricht für eine großangelegte Geschichte. Auf wie viele Teile mit Léun und Co. dürfen sich Deine Leser freuen?

Manuel Charisius: In der Tat – die „Saga der Zwölf“ ist eine auf mehrere Romane hin ausgelegte Geschichte. Ursprünglich habe ich sogar daran gedacht, jedem der zwölf Gestaltwandler einen eigenen Band zu spendieren. Da allerdings bereits in „Weltenlied“ zwei der Zwölf eine Hauptrolle spielen, wird die komplette Reihe voraussichtlich mit vier, maximal fünf Bänden auskommen. Vielleicht sogar noch weniger.

Auch habe ich keine Lust darauf, mich sklavisch an eine chronologische Abfolge oder die Geschichten der einzelnen Gestaltwandler zu halten. Vielmehr wird es womöglich sowohl eine direkte Fortsetzung zu „Weltenlied“ geben wie auch einen oder mehrere Teilbände, in dem/denen gleich eine ganze Gestaltwandler-Truppe agiert. Noch ist nichts in Stein gemeißelt.

Literatopia: „Weltenlied“ ist nicht in Kapitel, sondern in Strophen mit Vor- und Nachspiel unterteilt. Wie kamst Du zu dieser Unterteilung?

Manuel Charisius: Doch, selbstverständlich ist „Weltenlied“ in Kapitel unterteilt. Immer je fünf bis sechs Kapitel bilden eine „Strophe“. Diese insgesamt vier „Strophen“ könnten im Grunde auch Erster Teil, Zweiter Teil usw. heißen, wie allzu häufig in der Fantasy.

Ich persönlich fand die Idee, ein „Lied“ in „Teile“ zu zerhacken, nicht besonders prickelnd. ;-) Lieder gliedern sich nun mal gerne in Strophen. Manche haben auch (instrumentale) Vor-, Zwischen- und/oder Nachspiele. Eine solche Benennung der einzelnen Teile erschien mir deshalb durchaus ergonomisch. :-)

Literatopia: Betrachtet man die Charaktere, fällt einem auf, dass die Männer in der Überzahl sind. Fällt es Dir schwer, Dich in weibliche Figuren einzudenken? Oder haben sie schlichtweg nicht zur Geschichte gepasst? Und kannst Du uns verraten, ob in Zukunft auch ein weiblicher Gestaltwandler auftauchen wird oder ist dies wirklich eine geschlechtsspezifische Fähigkeit?

Manuel Charisius: Ob es mir schwerfällt, mich in weibliche Figuren hineinzudenken? Was das betrifft, bin ich zuversichtlich, dass beispielsweise diejenigen Passagen, in denen der Erzähler die Perspektive Ciáras einnimmt, für sich sprechen. Oder denkt an Béril, Héranons Jugendliebe. Hat sie euch als Figur überzeugt oder nicht?

Dass die Kerle in der Überzahl sind, liegt schlicht und einfach daran, dass ich sehr gerne mit männlichen Figuren arbeite. Ob sensibel wie Ríyuu oder bärbeißig wie der Waldhüter, ob cholerisch-pubertär wie Léun oder liebenswert-überdreht wie dessen bester Freund Arrec: Männer aller Facetten in meinen Geschichten darzustellen, ist mir nicht weniger als ein Herzensanliegen. Dazu stehe ich voll und ganz. Männer faszinieren mich. Männer inspirieren mich. Also liegt es nahe, über sie zu schreiben. ^^

Die Verwandlungsgabe ist übrigens keine spezifisch männliche Fähigkeit; ob es unter den Zwölf auch Frauen gibt, weiß ich jedoch, ehrlich gesagt, noch nicht. Ich sehe mich so ein bisschen als Chronisten, der nach und nach die Geschichte(n) einer fremden Welt „entdeckt“ und in Romanform festhält. Das dauert seine Zeit; und manches erschließt sich erst, wenn ich mich näher damit beschäftige.

Literatopia: Neben der Liebesgeschichte von Léun und Cíara liegt ein Schwerpunkt der Geschichte auf den Gefühlen des homosexuell veranlagten Ríyuus. Sind homosexuelle Charaktere in Deinen Augen mittlerweile in der Fantasy angekommen und ein natürlicher Bestandteil?

Manuel Charisius: Ach, ich wünschte, ich könnte euch aus vollem Herzen antworten: Ja, selbstverständlich, Schwule sind in der Fantasy längst „salonfähig“, ja sogar wichtig, geschweige denn unentbehrlich geworden.

Leider beweisen haarsträubende Beispiele wie der Hintergrund zu Jessica Verdays Kurzgeschichte „Flesh which is not flesh“ [Link: http://www.fantasy-news.com/2014/08/15/gay-friday-flesh-which-is-not-flesh], dass dem nicht so ist – auch wenn sogar die „Nautilus“ vor ein paar Jahren die politisch ach so korrekten, letztlich bloß schöngefärbten Statements diverser Buchmenschen bezüglich schwuler (Haupt-)Figuren gesammelt und abgedruckt hat [Link: http://www.abenteuermedien.de/images/pageflip/n82/index.html]. Schaut man sich die Sparte Fantasy an, fällt auf, dass die breite Masse des Angebots aus rein heterosexuellen Konstellationen einerseits und komplett schwulen/lesbischen Welten andererseits besteht. Erstere Bücher werden von allen gelesen, letztere hauptsächlich von (überwiegend weiblichen) „Gay Romance“-Fans. Dazwischen gibt es leider erschreckend wenig. Bunte Romanwelten sind in der Fantasy äußerst selten. Dabei ist unsere eigene Welt doch bunt, nicht schwarz-weiß!

Mein Eindruck ist, Homophobie jeder Ausprägung grassiert in letzter Zeit wie grün-gelber Schimmel auf verdorbenen Milchprodukten – nicht zuletzt auch in den Lektoraten großer Agenturen und Verlage. Mit Unbehagen erinnere ich mich an die Bitte einer Assistentin meines Ex-Agenten, die „homosexuellen Passagen“ in WELTENLIED zu „entschärfen“ – was ich (vorübergehend) auch tat. Umsonst: Die Verlage waren anscheinend zu feige oder zu verlogen, um das Buch zu machen. Vermutlich hätte ich eine schwule Hauptfigur wie Ríyuu komplett streichen oder (Verday lässt grüßen) in „hetero“ umschreiben müssen, damit die Lektoren das Manuskript überhaupt mit der Kneifzange angefasst hätten.

Der Punkt ist: Ríyuu als Figur kann nur schwul sein. Ansonsten wäre er nicht glaubwürdig. Schlimmer noch, er wäre langweilig. Die Romanwelt von WELTENLIED wäre langweilig. Meine Romanwelten aber sind bunt. Und das bleiben sie auch.

Literatopia: Legst Du Deine Figuren von vorneherein fest oder lernst Du sie meist erst während dem Schreiben richtig kennen? Hast Du schon einmal einen Charakter komplett verändert?

Manuel Charisius: Grob gesagt, setzt sich jede meiner (Haupt-)Figuren aus zwei Komponenten zusammen: ihrer Rolle in der Geschichte einerseits und ihrem Charakter – soll heißen, den Charakterzügen, die ihre Persönlichkeit ausmachen – andererseits. Die Rolle einer Figur lege ich bei der Planung eines Romans so genau wie möglich fest, vergleichbar dem Plot und den Settings der einzelnen Szenen. Die Charakterzüge der Figuren skizziere ich dagegen nur grob. Oder ich vertraue darauf, dass sie sich relativ schnell beim ersten Auftritt der jeweiligen Figur ergeben.

Bei „Weltenlied“ waren neben den Rollen auch die Charakterzüge der Figuren teilweise schon von Anfang an festgelegt – nicht aufgrund von übermäßiger Planung, sondern weil ich ganz von selbst eine sehr präzise Vorstellung davon hatte, wie sich die Persönlichkeiten von Léun, Arrec, Héranon und Ríyuu darstellten. Aber auch die anderen Haupt- und Nebenfiguren entwickelten sich während des Schreibprozesses in kooperativer, erwünschter Weise – ganz so, wie es letztlich bestens zur Geschichte passt.

Was das betrifft, hatte ich damals bei „Streuner“ übrigens durchaus mehr zu kämpfen. Zwei von Wolfs Begleitern, zu Beginn als reines Kanonenfutter eingeplant, mutierten im Lauf der Geschichte zum Prinz des Ostens samt seinem Leibwächter. Ich glaube, gerade Zilber hat vor allem deshalb zu einer allseits beliebten Figur werden können, weil ich ihm genau den Freiraum eingeräumt habe, den sein dominanter Charakter ohne Wenn und Aber einforderte. Nicht zu vergessen, dass er damit auch die ihm zugedachte Rolle sprengte, und die von Balderdachs gleich mit. Ich muss sagen, ich bin ihm dankbar dafür. Und die Leserinnen und Leser wohl auch. :-)

streuner alternativLiteratopia: In unserem Forum finden sich viele Jungautoren, die mit ihrer Idee eine Plattform suchen und über einen Selbstverlag, zum Beispiel Amazon CreateSpace nachdenken. Möchtest Du kurz Deinen Weg umreißen und uns schildern, wie Du zum Indie wurdest?  

Manuel Charisius: Gerne. :-) Nachdem meine damalige Agentur das „Weltenlied“-Manuskript nicht hatte unterbringen können, wurde mir klar, dass ich die Dinge selber in die Hand nehmen müsste, wollte ich wenigstens mit mir selber im reinen sein – von meinen treuen Leserinnen und Lesern, die schon seit „Streuner“ geduldig auf ein neues Buch von mir warteten, ganz zu schweigen.

In einem letzten Aufflackern von Hoffnung auf eine reguläre Verlagspublikation schickte ich noch einige Anfragen auf die Reise und startete bekanntlich im Herbst 2013 ein Crowdfunding-Projekt – auf einer Plattform, die schon damals fast überall skeptisch beäugt wurde und die mittlerweile wohl in die völlige Bedeutungslosigkeit abgedriftet ist. Versteht sich, dass das Projekt dort haushoch floppte, zumal die angebotenen „Fanpakete“ ebenso unattraktiv wie überteuert waren (was sich von Autorenseite allerdings in keiner Weise beeinflussen ließ).

Im vergangenen Frühjahr schließlich kristallisierte sich der Weg heraus, den ich mit „Weltenlied“ einschlagen wollte: Kindle Direct Publishing. Mit dieser Entscheidung bin ich nach wie vor sehr zufrieden – das Buch verkauft sich überraschend gut, das Feedback ist überwiegend positiv, und nicht zuletzt habe ich die volle Kontrolle über Inhalt und Präsentation des Romans – welche mir, wie ich nach zwei Veröffentlichungen in großen Publikumsverlagen wohl sagen darf, mittlerweile kompromisslos wichtig ist.

Literatopia: Wer sich das Cover von „Weltenlied“ genau anschaut, entdeckt das Qindie-Siegel. Wie bist Du zu Qindie gekommen und was hat es Dir gebracht?

Manuel Charisius: Die Entwicklung von Qindie habe ich seit dem Start der Plattform im Mai 2013 mit steigendem Interesse verfolgt. Susanne Gerdom, eine der Initiatorinnen, kenne ich mittlerweile seit fast zehn Jahren. Ich schätze sie als eine äußerst umgängliche, fleißige und engagierte Verlagsautorin und Selfpublisherin. Speziell bei diesem Projekt hatte ich vom Fleck weg das Gefühl: Das wird was richtig Großes! Etwas, zu dem mein Scherflein beizutragen mir eine Ehre wäre. Deshalb bewarb ich mich bereits vor der Veröffentlichung von „Weltenlied“ als Autor bei Qindie.

Die Mitgliedschaft als solche brachte mir zuallererst einmal hilfreiches Feedback von Kolleginnen und Kollegen mit ähnlich hohem Anspruch, wie ich ihn selber an meine Arbeit habe; weshalb ich auch unmittelbar nach meiner Aufnahme bei Qindie eine neue Version von „Weltenlied“ hochgeladen habe, in der die meisten Verbesserungsvorschläge umgesetzt und ein paar sonstige Fehler ausgebügelt sind.

Davon abgesehen schätze ich den Austausch mit den anderen Qindie-Mitgliedern – der übrigens im internen Forum weitaus reger ausfällt, als man so glaubt! – und bin gespannt auf die aktuellen und zukünftigen Projekte der Initiative. Ich darf nichts verraten, aber so viel sei gesagt: Ab nächstem Frühjahr (spätestens) geht’s rund!

Literatopia: Wie hat sich für Dich der Schreibprozess von der Idee zum Buch gestaltet? Hast Du die ganze Story im Kopf, bevor es losgeht, oder lässt Du Dich von den Ereignissen überraschen?

Manuel Charisius: In meinen Anfängen als Geschichtenerzähler habe ich einfach drauflos geschrieben, ohne mir Gedanken über die Frage zu machen, ob ein Plot, der überzeugen soll, nicht eine durchdachte Dramaturgie voraussetzt. Das ist meinen frühen Texten anzumerken – weshalb ich ab dem dritten Schubladenmanuskript oder so dazu überging, die Handlung relativ genau im Vorfeld festzulegen.

Bei der Abfassung von „Streuner“ erlebte ich da trotzdem noch so manche Überraschung – Zilber lässt grüßen. „Weltenlied“ ist zwar keineswegs genauer geplant als „Streuner“ (eher im Gegenteil!), dennoch folgt die Handlung ziemlich konsequent dem ursprünglichen Plan, abgesehen vielleicht von eher unbedeutenden Kleinigkeiten.

Literatopia: Dein Debütroman, „Streuner“, gehörte 2009 zu den Finalisten des „Magische Bestseller“-Wettbewerbs von Heyne. Wie blickst Du nach fünf Jahren darauf zurück?

Manuel Charisius: Über diese Frage freue ich mich besonders, zumal ich oft und gerne an den Wettbewerb zurückdenke – an den Hype, der im Vorfeld in diversen Blogs und Foren zu spüren war, an die vielfältigen Reaktionen, als die fünf Finalisten bekannt gegeben wurden, und natürlich an das gut besuchte, spaßige, überwältigende, kräftezehrende Finale auf der Leipziger Buchmesse.

Ist das wirklich schon fünf Jahre her? Wo ist die Zeit geblieben ...

Um ehrlich zu sein, blicke ich sowohl mit einem lachenden als auch mit einem weinenden Auge zurück: Dieser Wettbewerb hat mir meine erste, damals heißersehnte Veröffentlichung im Publikumsverlag eingebracht. Noch heute fühle ich mich dem Heyne Verlag in angenehmer Dankbarkeit verbunden. Der lange Weg vom Manuskript zum fertigen, gedruckten Buch war mir eine intensive Zeit des Lernens, die ich um nichts in der Welt missen möchte – auch wenn „Streuner“ keine zwei Jahre nach Erscheinen aus dem Programm genommen wurde.

Literatopia: Was erwartet uns in Zukunft von Dir? Konzentrierst Du Dich erst einmal ganz auf die „Saga der Zwölf“ oder gibt es nebenbei andere Projekte?

Manuel Charisius: Die „Saga der Zwölf“ ist noch nicht zu Ende erzählt, wie gesagt – da wird es auf jeden Fall eine Fortsetzung geben. :-)

Für die nähere Zukunft allerdings habe ich tatsächlich einige andere Projekte auf dem Schirm, die ich unbedingt ebenfalls verwirklichen möchte.

Da wäre zum einen ein 16-Bit-Rollenspiel, zu dem ich sowohl Story und Dialoge schreibe als auch den Programmcode entwickle – ein reines Hobbyprojekt, das viel Zeit in Anspruch nimmt, mir persönlich aber sehr am Herzen liegt.

Zum anderen: Wolf, Zilber und Balderdachs wetzen sich schon knurrend die Krallen, weil ich sie so lange vernachlässigt habe. Außerdem habe ich allen Fans neue Abenteuer aus der Welt der Streuner versprochen. Und ich werde liefern. Mein nächster Roman wird – so viel kann ich mit Bestimmtheit sagen – den Titel „Streunerkönige“ tragen.

Literatopia: Herzlichen Dank für das Interview, Manuel!

Manuel Charisius: Ich danke ebenfalls! :-)


Autorenfoto: Copyright by Manuel Charisius

altes Interview von 2011

Rezension zu "Weltenlied - Saga der Zwölf"

Rezension zu "Streuner"


Dieses Interview wurde von Nicole Troelenberg und Judith Gor für Literatopia.de geführt. Alle Rechte vorbehalten.

Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 22. August 2014
 

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