| Erbarmen (Jussi Adler Olsen) |
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| Geschrieben von: Patricia |
| Freitag, den 16. Oktober 2009 um 10:19 Uhr |
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Verlag: dtv, Oktober 2009
Klappentext
Der Autor Jussi Adler-Olsen wurde am 2. August 1950 in Kopenhagen geboren. Er studierte Medizin, Soziologie, Politische Geschichte und Film und arbeitete in vielen verschiedenen Berufen. 1997 erschien sein erster Roman ‚Alfabethuset`, der nach Schweden, Holland und Finnland, Spanien, Südamerika und Norwegen verkauft wurde. Dann folgten die Kriminalromane ‚Firmaknuseren' (2003) und ‚Washington Dekretet' (2006), bevor Adler-Olsen 2007 mit ‚Erbarmen', dem ersten Fall für Carl Mørck vom Sonderdezernat Q, einen Riesenerfolg hatte. 2008 stürmte er auch mit ‚Fasandræberne', dem zweiten Fall für Carl Mørck, die Bestsellerlisten und gilt seither als bestverkaufter dänischer Krimiautor. Jussi Adler-Olsen ist verheiratet und Vater eines Sohnes.
Rezension Fast sofort kann Carl Ungenauigkeiten in der Bearbeitung des Falles Merete Lynggard feststellen, er rollt den Fall wieder auf und kommt auch schnell zu neuen Ergebnissen. Nebenbei hilft er noch durch gezielte Hinweise einen aktuellen Fall zu lösen und er kümmert sich auch noch um seinen Freund, der im Krankenhaus liegt. Indem er ihn in die Ermittlungen mit einspannt, kann er wieder seinen Lebensmut erwecken. Auch Assad zeigt durch seine messerscharfen Schlussfolgerungen, dass er seine Talente vergeudet, solange er nur die Büros saubermacht. Und so wird aus Carl und Assad ein interessantes Gespann, die schnell und logisch Ungereimtheiten aufdecken, nicht nur bei den ungelösten Fällen. Das Buch ist spannend, die Seiten fliegen nur so dahin, aber als gewiefter Thrillerleser weiß man spätestens ab der Mitte, warum Merete im Bunker ist. Aber das schadet dem Buch überhaupt nicht, die Ermittlungen sind allemal spannend und man hat ja auch noch das untypische Gespann Carl und Assad, das immer wieder für Überraschungen sorgt. Das Ende ist dann leider wieder etwas überzogen, ein filmreifes Actionspektakel, wo manche Bemerkungen Assads eigentlich so gar nicht zu seinem sonst so scharfen Verstand passen. Aber trotz des Shootdowns ist der ganze Thriller eigentlich recht unblutig, der Focus liegt eindeutig auf der Ermittlungsarbeit und dem Zusammenspiel der einzelnen Charaktere. Ein bisschen unglaubwürdig ist die Zeit im Bunker, die Merete übersteht. Nach so langer Zeit ohne die Möglichkeit sich die Haare zu waschen und die Zähne zu putzen, dem Schlafen auf reinem Beton muss eigentlich mehr mit dem Körper passieren. Wenn man dann noch überlegt, dass sie immer die gleichen Sachen anhat, kann man sich gar nicht vorstellen, wie sie aussehen und auch riechen müssen. Eine eindeutige Schwachstelle, denn jeder kann sich denken, dass es so nicht funktionieren kann. Eine weitere Schwachstelle ist auch Carls Ehefrau - warum lässt er sich von ihr soviel gefallen? Völlig unverständlich, es passt auch nicht zum Buch, bei dem ansonsten auch die Nebencharaktere sehr gut getroffen sind. Alles in allem ist "Erbarmen" ein gelungener Auftakt, hoffentlich wird der nächste Band auch noch übersetzt. Es ist doch immer wieder spannend, alte Fälle aufzurollen und hier haben wir es auch noch mit ein paar ganz gewieften Charakteren zu tun, von denen noch viel zu erwarten ist.
Fazit
Pro und Contra |
| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 16. Oktober 2009 um 10:23 Uhr |



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