Dienstag, 23. Januar 2018

Gewinnspiel

Phantast (Download)

Phantast 19

Neueste Kommentare

Keine Ahnung ob das je jemand lesen wird, aber hab grade dieses alte Forum wiederentdeckt. Habe hier ...

Weiterlesen...

Danke!!!
Das liest sich wirklich gut. Die Hex Hex-Reihe hat mich direkt angesprochen, spannend auch das Interview ...

Weiterlesen...

Ich hab dieses Buch das erste mal mit ca. 14Jahren gelesen,als ich noch Depressionen hatte. Dieses ...

Weiterlesen...

Hallo Judith, ich habe Deine Rezension zu "Herbstlande" vorab extra nicht gelesen, stelle aber jetzt ...

Weiterlesen...

Das Blut der Feiglinge Bd.2 – Der Schlächter (Jean-Yves Delitte)
Geschrieben von Markus
Donnerstag, der 08. September 2016

Verlag: Panini; (August 2016)
Gebundene Ausgabe: 56 Seiten; 14,99 €
ISBN-13: 978-3957988164

Genre: Historik/ Krimi/ Thriller


Klappentext

Ein Abenteuer von
Major Arthur J. Joyce Byron Pike

Noch immer ermittelt Major J. Pike in einem obskuren Mordfall mit vielen, zum Teil grauenvoll zugerichteten Leichen, zu denen immer mehr hinzukommen. Was er noch nicht weiß, ist, dass sein Fall eng verknüpft ist mit einem Massaker in einer Enklave der englischen Krone in Ostindien, das bereits einige Jahre zurückliegt. Aber im schwelenden Machtkampf des Königshauses mit den großen Handelskompanien um den Einfluss in den Kolonien, wird genau dies zu einem wichtigen Element.

Der Kriminalfall nimmt schließlich die Dimensionen einer internationalen Verschwörung an, die den aufrechten Ermittler an die Grenzen seiner Möglichkeiten bringt.

Das Finale eines grandiosen Historien-Thrillers aus dem 17. Jahrhundert.


Rezension

Sir Eddington ermittelt im Jahr 1643 weiterhin im Fall des ermordeten Sir Francis. Seine vielversprechendste Spur löst sich allerdings in Luft auf, als das Lagerhaus in dem die Habseligkeiten Sir Francis´ lagerten, abbrennt. Nur ein paar Dokumente bleiben übrig und eines von diesem liefert ihm trotz allem einen neuen Hinweis und einen Namen: Guido van Meenen. Der scheint vom Erdboden verschluckt. Da Sir Eddington gegen alle Widerstände, die ihm auch seitens des Gouverneurs entgegengebracht werden, darauf besteht, seine Ermittlungen weiterzuführen, begibt er sich ungeahnt in sehr große Gefahr, denn der Mörder ist ihm näher, als er glaubt. Im Jahr 1663 ist Major Pike immer noch damit beschäftigt, den Mörder zu schnappen, der für die drei Leichen in der Nähe Yorks verantwortlich ist. Und auch er findet neue Spuren. Die Kutsche der Toten wird gefunden und Dokumente im Bankschließfach eines der Toten liefern ebenso neue Hinweise. Aber egal, wie sehr sich Major Pike und seine Männer anstrengen, führen alle Spuren immer wieder ins Leere. Es scheint so, als würden sie den Fall zu den Akten legen müssen.

Jean-Yves Delittes Thriller im 17. Jahrhundert geht weiter. Wie bereits im ersten Band erzählt er seine Geschichte auf zwei Zeitebenen. In jeder muss ein Ermittler einen Mordfall lösen und auf seltsame Weise scheinen sie trotz zwanzig Jahren zwischen dem Geschehen und der räumlichen Entfernung zusammenzuhängen. Dies wird sogar recht schnell klar, als ein bestimmter Name fällt. Darüber kann der Leser ein bisschen miträtseln und versuchen Zusammenhänge herzustellen. Auf die genaue Lösung wird er aber nicht kommen, was auch gut so ist. So bleibt Das Blut der Feiglinge dann wenigstens von Anfang bis Ende spannend und bietet viele Winkelzüge und Überraschungen. Seine beiden Hauptfiguren arbeitet Delitte etwas weiter aus. Major Pike und Sir Eddington ähneln sich zwar in ihrem Drang die Wahrheit zu finden, sind aber gleichzeitig ausreichend eigenständig, um sie nicht austauschbar zu machen. Delitte hebt dieses Mal nicht so sehr auf die ermittlungstechnischen Dinge ab. Es wird zwar nach wie vor ermittelt, aber dieses Mal passiert mehr drum herum. Major Pike muss sogar zur Waffe greifen, um an Beweise zu gelangen. Die Geschichte hinter den beiden Fällen wird aufgerollt und alles bekommt etwas mehr Hintergrund. Dadurch verschiebt sich der Schwerpunkt, aber Das Blut der Feiglinge – Der Schlächter ist dennoch hochspannend und kann mit einer echten Überraschung aufwarten. Jean-Yves Delitte liefert eine spannenden, gut konstruierten Thriller ab.

Seine Zeichnungen sind erneut unheimlich detailfreudig. Als Marinezeichner beherrscht er es, Schiffe zu zeichnen und bringt sie in ihrer Pracht zur Geltung. Ebenso werden von ihm Gebäude, Fahrzeuge und Pferde von ihm dargestellt. Nur bei Gesichtern offenbart er hin und wieder Schwächen in der Darstellung. Das fällt jedoch kaum in Gewicht, denn der Rest überwiegt einfach zu stark. Erneut hat er zudem Doppelseiten gestaltet, die sein ganzes Können zeigen und beim Betrachten viel Zeit in Anspruch nehmen.

In Der Schlächter befindet sich umfangreiches Bonusmaterial, welches über die Schiffe der Zeit informiert und ganz im Speziellen über die Batavia. So sieht einfach eine perfekte Ausgabe eines Comics aus.


Fazit

Kaum begonnen, findet Das Blut der Feiglinge bereits sein Ende. Jean-Yves Delittes Geschichte ist ein äußerst spannender Krimi/ Thriller vor historischem Hintergrund, eingefangen in tollen, atmosphärischen Bildern.


Pro & Contra

+ überraschendes Ende
+ Zeichnungen
+ gut konstruierte Handlung

Bewertung:

Charaktere: 4,5/5
Handlung: 4,5/5
Zeichnungen: 4,5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 5/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln von Jean-Yves Delitte:

Rezension zu Das Blut der Feiglinge Bd.1 – Yamas Rache
Rezension zu Das Blut der Feiglinge Bd.3 – Die Verschwörung

Zuletzt aktualisiert: Samstag, der 06. Januar 2018
 

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren