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Ian Fleming´s James Bond Bd.2 – Eidolon (Warren Ellis, Jason Masters)
Geschrieben von Markus
Montag, der 15. Mai 2017

Verlag: Splitter-Verlag; (März 2017)
Gebundene Ausgabe: 152 Seite; 19,80 €
ISBN-13: 978-3958393974

Genre: Thriller


Klappentext

Schatten der Vergangenheit

Eigentlich wollte Bond in Los Angeles nur die MI6-Mitarbeiterin Cadence von einem brisantem Posten abziehen, doch gleich am Flughafen passt ihn Felix Leiter ab, sein Bekannter aus den Reihen der CIA. Aus dem Routinejob wird unerwartet eine brandgefährliche Mission, die 007 mehr als einmal in tödliche Gefahr bringt. Denn Cadence kam in L.A. einer Verschwörung auf die Spur, die nach England führt – und zu Kollegen von Bond. Etwas ist faul in den Kreisen der Geheimdienste Ihrer Majestät, und womöglich nicht nur dort. Und offenbar zieht im Hintergrund jemand die Fäden, mit dem niemand mehr gerechnet hat.


Rezension

James Bond soll die MI6-Mitarbeiterin Cadence von ihrem Posten im Türkischen Konsulat in Los Angeles abziehen. Sie ist vermutlich aufgeflogen und bevor der türkische Geheimdienst sie verhaftet, soll Bond einschreiten. Zunächst muss er sich mit Felix Leiter auseinandersetzen, der ihn darum bittet, es ruhig anzugehen. Jedoch ist der gute Vorsatz schon bald dahin. Bereits in den USA werden James Bond und Cadence attackiert und selbst in England gehen die Attacken zunächst weiter. Ein weiteres Schlachtfeld liegt allerdings ganz woanders. Die Leiter des MI5 und MI6 streiten sich über die Hard Rule, die besagt, dass MI6-Agenten keine Waffe auf englischem Boden tragen dürfen. Nach und nach ergibt sich ein Bild und das ist überaus erschreckend, da sich ein alter Feind zu erheben scheint.

Bonds Auftrag in seinem neuesten Fall in Comicform, der erneut von Warren Ellis geschrieben wurde, erscheint recht simpel und ungefährlich, wenn man bedenkt, was James Bond bereits alles hinter sich und durchgestanden hat. Er schickt James Bond dieses Mal auf eine Mission, die zunächst keine großen Auswirkungen haben sollte, dann jedoch gibt er ihr den entscheidenden Dreh und taucht dafür in die Bondhistorie ab. Warren Ellis verknüpft seinen Bond so mit dem Ian Flemings und gibt ihm auf diese Weise einen übermächtigen Gegner, der erneut auftauchen kann. Dazu verknüpft er verschiedene Handlungselemente auf eine überraschende Art und Weise. Im Gegensatz zu Vargr ist Eidolon etwas ruhiger, was in der Geschichte begründet liegt, die stärker auf Spannung und Komplexität setzt. Action ist natürlich reichlich vorhanden, nur eben sehr gut eingebettet in das Geschehen. Dadurch wird Eidolon trotz ruhiger Momente rasant und atemlos. Die Figuren und Charaktere hat Warren Ellis mittlerweile richtig gut im Griff und spielt mit ihren charakterlichen Merkmalen. Vor allem an James Bond und Felix Leiter ist dies perfekt zu sehen.
Geschichte und Charaktere sind stimmig, nur ist dieses Mal der eigentlich diabolische Gegner irgendwie seltsam uncharismatisch. Ja, er ist ein bisschen gruselig, weil er ungeheure Kraft besitzt und Menschen den Kopf praktisch abreißt, aber ansonsten zeichnet ihn nichts aus, was ihn irgendwie in die Nähe anderer Schurken aus Bonds Vergangenheit rücken würde. Sein Aussehen ist fast normal und wirkt ebenso nicht besonders. Leider ist er so in dieser Hinsicht eine vertane Chance. Dafür ist sein Charakter etwas ambivalenter angelegt, selbst wenn dies nicht richtig ausgearbeitet wird. Immerhin bekommt er einen sehr gelungenen Abgang, der zeigt wie kaltschnäuzig Bond sein kann.

Jason Masters hat bereits bei Vargr mit Warren Ellis zusammengearbeitet und fügt bei Eidolon seinen Teil zum Gelingen bei. Seine Zeichnungen sind erneut klar, deutlich und strukturiert, so dass Bonds Abenteuer erneut sehr rasant erscheint und in den Actionszenen zu bestechen weiß, nur bei Gesichtern macht er es sich teilweise viel zu einfach und dann wirken die Charaktere arg puppenhaft und hin und wieder fehlt in einfachen Bewegungen die Dynamik, so dass dann alles etwas statisch wirkt. Das war im Vorgänger noch besser. Trotzdem ist Eidolon so gut gelungen, dass der Leser durch die Zeichnungen in die Geschichte gezogen wird und vieles ohne Worte erzählt werden kann. Ein Umstand der für Jason Masters spricht.


Fazit

James Bonds zweiter Einsatz Eidolon aus der Feder von Warren Ellis ist erneut hervorragend. Er präsentiert einen spannenden, rasanten Thriller, der die ein oder andere Überraschung bereithält, versehen mit der nötigen Härte und Brutalität.


Pro & Contra

+ gut geschrieben
+ interessante Charaktere
+ viel Action, die sich einfügt

0 Zeichnungen überzeugen dieses Mal nicht vollkommen

Bewertung:

Handlung: 4,5/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 3,5/5
Lesespaß: 4/5
Preis/ Leistung: 5/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln von Ian Fleming:

Rezension zu James Bond – Casino Royale
Rezension zu James Bond – Leben und sterben lassen
Rezension zu James Bond – Moonraker
Rezension zu James Bond – Diamantenfieber
Rezension zu James Bond – Liebesgrüße aus Moskau
Rezension zu James Bond – Goldfinger
Rezension zu James Bond – In tödlicher Mission

Literatopia-Links zu weiteren Bond-Romanen:

Rezension zu James Bond – Carte Blanche
Rezension zu James Bond – Trigger Mortis

Literatopia-Links zu weiteren Bond-Comics:

Rezension zu James Bond - Vargr
Rezension zu James Bond - Hammerhead

 

Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 30. August 2017
 

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