Donnerstag, 23. November 2017

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Moon Knight – Wächter der Nacht (Charlie Huston, David Finch)
Geschrieben von Markus
Mittwoch, der 13. September 2017

Verlag: Panini; (August 2017)
Softcover: 156 Seiten; 16,99 €
ISBN-13: 978-3741601736

Genre: Superhelden


Klappentext

Gebrochener Mondritter

Vor vielen Jahren holte Konshu, der altägyptische Gott des Mondes und der Rache, den Söldner Marc Spector ins Leben zurück und machte ihn zu seinem Avatar Moon Knight. Lange Zeit kämpfte der Mondritter als gewalttätiger Antiheld gegen das Böse. Doch nach einem brutalen Kampf mit seinem Erzfeind Bushman ist Spector ein gebrochener Mann, der von seinem Gott verlassen wurde, den Depressionen und Wahnsinn fest im Griff haben und dem nur noch Tabletten durch den Tag helfen. Ausgerechnet jetzt wollen seine Feinde und all jene, die Spector nahestehen, ihn ein für alle Mal vernichten. Sie hetzten ihm sogar den tödlichen Supersöldner Taskmaster auf den Leib...

Der Auftakt der düsteren, knallharten MOON KNIGHT-Saga von Krimi-Autor Charlie Huston (WOLVERINE – DER BESTE VON ALLEN) sowie Superstar-Zeichner David Finch (AVENGERS: HELDENFALL).


Rezension

Marc Spector, Avatar von Konshu, ist nur ein Schatten seiner Selbst. Um durch den Tag zu kommen, nimmt er Tabletten, die seine Schmerzen lindern. Das Haus verlässt er eigentlich nicht mehr. Doch dann kommt sein alter Bekannter Crawley zu ihm und sorgt dafür, dass er Jean-Paul besucht. Als auf seinen Freund ein Anschlag verübt wird, erwacht Marc Spector wieder und sein Gott Konshu hat nur darauf gewartet und sogleich steht eine Aufgabe für Spector an, den das Komitee in die Hände bekommen will.

Moon Knight ist einer der Helden, die eher weniger im Fokus stehen. Trotzdem scheint er sich in den letzten Jahren größerer Beliebtheit zu erfreuen und das völlig zurecht. Moon Knight sticht bei Marvel aus der Masse der Superhelden hervor. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Er ist niemand, der großartig Rücksicht nehmen würde und seine gespaltene Persönlichkeit macht ihn zu etwas ganz besonderen. So ist es dann am Ende kein Wunder, dass er eine gewisse Faszination ausübt. Bis in die 90er hatte er mehrere eigene Serien, verschwand dann aber in der Versenkung. Bevor er vor wenigen Jahren von Warren Ellis, Jeff Lemire und anderen erneut aufgegriffen wurde, schufen Charlie Huston und David Finch einen Neuanfang für Moon Knight. Dessen erster Band liegt nun auf Deutsch vor.
Charlie Huston fand einen interessanten Ansatz, um Moon Knight neuzuinterpretieren und zu präsentieren. Er nutzt dafür das Komitee, für das Moon Knight einst arbeitete und mit dem er nun auf Konfrontationskurs liegt. Das Komitee will ihn auf seine Seite ziehen und in seine Dienste stellen. Dafür beschließt es, ihm alles zu nehmen, bevor es an ihn herantritt. Aber die besten Pläne gehen fehl. Innerhalb dieser Rahmenhandlung zeigt Huston den Kampf Marc Spectors mit sich, Moon Knight und seinem Gott Konshu. Denn diese Beziehung ist nicht unbedingt freundschaftlich. Konshu ist fordernd und Marc Spector fühlt sich von ihm verlassen. Gott und Avatar müssen sich zusammenraufen, damit Spector wieder Moon Knight werden kann. Dass dies nicht ohne Tricks geht, dürfte klar sein. Huston erzählt seine Geschichte äußerst effektiv. Nie weiß der Leser, was Wirklichkeit ist und was Einbildung. Ist Marc Spector wirklich vollkommen wahnsinnig oder spricht sein Gott wirklich zu ihm. Dazu füllt Charlie Huston die Handlung mit mehreren knallharten Actionszenen an, die kaum düsterer und brutaler sein könnten und am ehesten mit denen bei Spawn vergleichbar sind. Es ergibt sich eine Mischung aus Psychogramm und knallharter Action, die Spaß macht zu Lesen, da man nie weiß, was als nächstes passiert. Moon Knight ist hier ein harter Thriller und Actioner zugleich.

David Finch ergänzt Charlie Huston bei Moon Knight perfekt. Anders kann das nicht gesagt werden. Was er hier an künstlerischem Können zeigt, ist einfach mit das Beste, was Marvel je in einem Superheldencomic gezeigt hat. Seine zweiseitigen Zeichnungen des Moon Knight treffen den Charakter auf den Punkt und lassen ihn wahrhaft bedrohlich wirken.


Fazit

Charlie Huston und David Finch machen alles richtig und zeigen Moon Knight hart, brutal und komplex.


Pro & Contra

+ David Finchs Zeichnungen sind düster und nahezu perfekt
+ spannende Geschichte
+ sehr gut erzählt
+ atmosphärisch dicht

Bewertung:

Handlung: 4,5/5
Charaktere: 4,5/5
Zeichnungen: 5/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln mit Moon Knight:

Rezension zu Moon Knight Bd.1
Rezension zu Moon Knight Bd.2
Rezension zu Moon Knight Bd.3
Rezension zu Moon Knight (2016) Bd.2

Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 13. September 2017
 

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