
Rowohlt Verlag (März 2010)
Taschenbuch
640 Seiten, EUR 15,00
ISBN: 978-3499252457
erster Teil eines Zweiteilers,
Genre: Thriller
Klappentext Es beobachtet. Es lernt. Und es tötet. Auf dem Bildschirm erschien das körnige Videobild eines Mannes. Er
nickte müde in die Kamera. „Detective Sebeck. Darf ich mich vorstellen?
Ich war Mathew Sobol, zu Lebzeiten Chef von CyberStrom Entertainment.“
Sebeck beugte sich vor. „Wie ich sehe, sind sie mit den Mordfällen
Pavlos und Singh befasst. Um Ihnen unnötigen Aufwand zu ersparen, sage
ich Ihnen: Ich habe beide getötet. Warum, werden Sie bald erfahren.
Allerdings haben Sie ein Problem. Sie können mich nicht verhaften. Sie
können mich nicht aufhalten. Denn ich bin tot.“ Seit langem wusste Mathew Sobol, Computergenie und einer der reichsten
Männer des Silicon Valley, dass er sterbenskrank ist. Exakt in der
Sekunde seines Todes nehmen rund um den Erdball Computerprogramme ihre
Arbeit auf – zunächst unbemerkt, aber sehr bald schon wird deutlich,
dass ein DAEMON unseren gesamten digitalisierten Planeten infiziert
hat. Ein DAEMON, der herrscht, ein DAEMON, der tötet. Und in einer
Welt, in der alle vernetzt sind, kann ihm keiner entkommen.
Rezension Oftmals ist uns gar nicht bewusst, wie stark unsere Welt bereits
vernetzt ist. Wie stark unsere Gesellschaft und damit auch jeder
einzelne „mit drin hängt“ – im wahrsten Sinne des Wortes. Und genau hier setzt Suarez an. Ein Programm, geschrieben von einem der
genialsten Programmierer der Welt, darauf Ausgelegt, die Gesellschaft
zu infiltrieren und ihre Grundfesten zu erschüttern. Diese vielversprechende Idee wird in vielerlei Hinsicht gut umgesetzt.
Suarez lässt es ordentlich krachen und sorgt für jede Menge Tempo und
Action. Er treibt die Handlung von einem Höhepunkt zum nächsten und
lässt den Leser kaum zu Atem kommen. Den Kampf zwischen einem schier
übermächtigen Algorithmus auf der einen Seite und nahezu hilflosen
Menschen auf der anderen schildert Suarez genüsslich und in aller
Ausführlichkeit, wobei der Leser gehörig mit den „Guten“ mitfiebert
angesichts der berechnenden Kälte und Überlegenheit eines Feindes, der
in dieser Form noch nie aufgetaucht ist – was einen großen Teil des
Reizes an dem Roman ausmacht. Empfindliche Gemüter werden hierbei
allerdings das eine oder andere Mal an Suarez‘ Schilderungen Anstoß
nehmen – scheint es ihm doch eine sadistische Freude zu bereiten, den
„Guten“ immer wieder ordentlich auf die Mütze zu geben und sich bei den
Darstellungen von Gewalt und Schrecken nicht gerade zurückzuhalten.
Auch einige „Waffen“ und Werkzeuge des DAEMONS und seinen „Agenten“
werden dem einen oder anderen vielleicht übertrieben vorkommen –
teilweise fühlt man sich eher in eine Science-Fiction-Story versetzt. Doch DAEMON ist mehr als nur die Aneinanderreihung von spannenden
Actionszenen. Es gelingt ihm, gesellschaftliche Entwicklungen
aufzuzeigen und zu analysieren. Hauptsächlich natürlich im Bereich
Computertechnologie und Internet, aber durchaus auch in anderen
Bereichen hält Suarez unserer westlichen Gesellschaft den Spiegel vor
und gibt mit seiner kleinen - nicht selten amüsanten, aber auch
nachdenklich machenden - Gesellschaftsstudie seinem Roman das gewisse
Etwas, das diesen, zusammen mit der fesselnden Grundidee, angenehm von
anderen Thrillern abhebt. Der Leser verfolgt dabei verschiedene Charaktere auf beiden Seiten –
jene, die den DAEMON bekämpfen und jene, die vom DAEMON rekrutiert
werden. Speziell die Charaktere, die sich auf die Seite des „Bösen“
schlagen, werden überzeugend präsentiert. Ihre Hintergründe sind
authentisch und ihre Beweggründe nachvollziehbar. Nicht selten ist man
im Verlaufe der Geschichte hin- und hergerissen zwischen beiden Seiten
und hofft für die tapferen Polizisten ebenso auf ein gutes Ende wie für
jene, die dem DAEMON „auf den Leim“ gegangen sind. Die Beweggründe für das Handeln des DAEMONS indes bleiben eher
schwammig. Zwar werden erste Erklärungsansätze geliefert, doch wirklich
zufriedenstellend ist das angesichts des von ihm verursachten Chaos‘
und Leides nicht. Hier wird der Nachfolger, der im Frühjahr 2011 unter
dem Titel „Darknet“ erscheinen wird, einiges näher erläutern müssen. Natürlich ist DAEMON ein Buch, für das Begriffe wie Computer, Internet
oder auch Computerspiele von essenzieller Bedeutung sind. Leser, die an
diesen Bereichen interessiert sind, dürften ihre helle Freude an
„DAEMON“ haben. Jene, die damit nichts anfangen können, sollten sich
lieber anderweitig umschauen.
Fazit Ein ungemein fesselnder Cyber-Thriller, der Spannung und Action im
Übermaß bietet und darüber hinaus interessante Fragen aufwirft. Die
originelle Grundidee trägt die Handlung problemlos über den gesamten
Roman. Das Warten auf den Nachfolger wird wahrscheinlich lang werden.
Pro & Kontra + Grundidee + keine Schwarzweißmalerei bei den Charakteren + temporeich und spannungsgeladen + wirft Fragen auf und regt zum Nachdenken an o Hintergründe zu den Motiven des DAEMON bleiben schwammig (vermutlich wird der Nachfolger hier Klarheit bringen) o für Leser, die sich nicht für das Thema „Computer und Internet“ begeistern können ungeeignet - teils überzogen, was Schilderungen von Gewalt sowie des DAEMONS und seiner Mittel angeht Wertung: 
Handlung: 4/5 Charaktere: 4/5 Lesespaß: 4,5/5 Preis/Leistung: 3,5/5
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Und an John Die Razorbacks auf die du dich in deinem beitrag
beziehst haben als sog. Terrorwaffe eine wichtige eigenschaft die du übersiehst diese dinger lösen eine Heidenpanik sogar unter Trainierten Spezialeinheiten.
Recht gut recherchiert sind die technischen Hintergründe, auch im IT-Bereich.
Zusammend aber ein grosser, spannender Schrott. Schade um die Zeit.
Mit freundlichen Grüssen
Frederik
kann den zweiten teil kaum noch erwarten, her damit!!!
Bravó Suarez ...... muy bien !
Dies hat bis jetzt nur Deamon geschafft!!
Wirklich unglaublich das Buch, super spannend geschrieben und auch sehr informativ. Der Autor hat sich eindeutig viel Mühe bei den Recherchen gemacht.
weiter so :)
wenn ihr euch das buch kauft nehmt euch zeit mit weil ihr nicht mehr los lassen könnt... habe das buch in 3 tagen gelesen wobei die arbeit stellenweise an 2ter stelle stand... =)
Ich habe seit langen kein solch gutes Buch mehr gelesen.
Spannung pur, das Buch fesselt einen richtig, ab und an waren ein zwei Seiten dabei bei denen man sich wünschte Sie schnell hintersich zu bringen, da diese sich sehr zäh verschlingen liesen.
Zum Thema gewalt: Ja gut ein - zweimal übertreibt Suarez etwas, aber meine Freundin lies parallel ein Buch eines anderen Schriftstellers in dem detailbezogenen Vorgänge noch genauer beschrieben wurden, was ich meiner Meinung nach zu krass fand. Suarez hat die Beschreibungen sehr gut getroffen und man konnte sich alles sehr gut Bildlichvorstellen.
Ich warte gespannt auf den zweiten Teil "Darknet" der im Frühjahr 2011 herauskommen soll.