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Normale Version: Der neue Weltalmanach - das Zentralland, Hükümdarlık Anadolü
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Hükümdarlık Anadolü
Königreich Anadolü



Vatan için kan ve gözyaşları veriyorum






Amtssprache(n): Anadolü

Hauptstadt: Izmü

Regierungsform: konstitutionelle Monarchie

Staatsoberhaupt: König Hydayet III. 

Regierungschef: Wesir Murat Üşdar 

Fläche: 596.812 km2

Einwohnerzahl: 69,6 Millionen

Bevölkerungsdichte: 116,6 Ew./km2

Währung: Sikke

Anadolü ist nicht nur die ursprüngliche Heimat der Anadolü-Völker und das Herz des einstigen Imperiums, sondern auch noch immer der bevölkerungsreichts und größte der Anadolü-Staaten. Heute unterhält das Königreich friedliche und konstruktive Beziehungen zu seinen Nachbarstaaten und ist mit den anderen Anadolü-Staaten durch die Union verbunden. Das ist nicht als selbstverständlich zu betrachten, da die Könige Anadolüs bis weit in das 18. Jahrhundert zumindest auf einem nominellen Vorrang vor den anderen Herrschern bestanden hat, was zumindest zu diplomatischen Spannungen geführt hat. 

Geographie
Anadolü grenzt im Osten an Khmi’a, im Südosten und Osten an Luas, im Südosten ein kurzes Stück an Patalipūtra und im Osten an Rümelüm. 
Der Staat ist Teil der so genannten Nordebene, die eine Fortsetzung der Grasebenen in Ost Baştu darstellt. Diese sehr fruchtbare Ebene wird im Süden und durch die tropischen Regenwälder Khmi’as und Patalipūtras begrenzt. Ursprünglich reichten diese wohl auch in die Grenzgebiete der Anadolü-Staaten, sind aber bereits früheren Zeiten abgeholzt worden, um Weide- und Ackerland zu gewinnen. Heute gibt es nur noch sehr kleine Waldgebiete im Staatsgebiet von Anadolü, die alle im Zentrallhochland liegen. Diese reiche allerdings kaum aus, um den Bauholzbedarf des Landes zu decken, so dass Holz in großen Mengen importiert werden muss.
Der Westen des Landes wird durch das Hochland von Yayala geprägt, das nach Westen hin sanft abfällt. Dem Hochland entspringen auch die beiden großen Flüsse des Landes, der östliche Köperlek Nehri, der bei der Hauptstadt ins Meer mündet, und der westliche Hızlı Su, der weiter nach Khm’ia fließt. Ebenfalls dem Yayala, allerdings in Rümelüm, entspringt der Buzlu Su, der Andaolü von Norden nach Süden durchfließt, aber erst in Shi-Am ins Meer mündet . 

Administrative Gliederung

Das Königreich ist ein stark zentralisierter Staat. Das Gebiet Anadolüs ist in 15 Provinzen (Valilik) gegliedert, die von einem Gouverneur, Vali, verwaltet werden, der von der Regierung eingesetzt wird. Dessen Hauptaufgabe besteht in der Aufsicht über die Polizeibehörden und den Unterhalt der Infrastruktur. Die Hauptstädte der Provinzen unterstehen direkt dem Vali, der hier auch die Amtsgewalt eines Bürgermeisters (Belediye Başkanı) ausübt, die in den übrigen Städten zusammen mit dem Stadrat gewählt werden. Die Städte haben die Marktaufsicht inne, unterhalten einen Teil ihrer öffentlichen Gebäude und Grünflächen (außer der Schulen, die Provinzaufgabe sind und der Tempel, die Staatsaufgabe sind) und verfügen über eine eigene, städtische Polizei. Kleinere Städte unter 10.000 Einwohnern und Dörfer sind in Kreisen (kaymakamlık) eingeteilt, die ebenfalls über einen Rat und einen Bürgermeister verfügen. In den Dörfern und Kleinstädten wird zudem ein Muhtar als lokaler Vertreter gewählt . 

Liste der Provinzen
Provinz Einw. Hauptstadt Einw.
Düzce 12,1 Mio Izmü 8,8 Mio
Kilis 3,8 Mio Çifteler 1,2 Mio
Karabük 10,9 Mio Özalp 4,3 Mio
Yavola 8,7 Mio Iscehisar 3,1 Mio
Iğdır 7,9 Mio Finike 1,2 Mio.
Ardahan 6,5 Mio Hasköy 1,1 Mio.
Bartın 4,1 Mio Vize 890.000
Şırnak 789.000 Sason 567.890
Kırıkkale 3,9 Mio Kınık 2,1 Mio.
Karaman 2,7 Mio Acıpayam 987.666
Bayburt 5,8 Mio Nallıhan 3,3 Mio.
Aksaray 567.890 Kumru 345.678
Zonguldak 1,65 Mio Beşikdüzü 1,02 Mio.
Yozgat 193.110 Mucur 86.786





Politisches System

Die derzeit gültige Verfassung des Königreich Anadolü wurde 1803 verabschiedet. Demnach definiert sich die Anadolü als „demokratischer, laizistischer und sozialer Rechtsstaat“. Der staatliche Laizismus wird mit einem Zitat aus dem Schwarzen Buch begründet, in dem es heißt, dass es eine Sphäre des Menschen und eine Sphäre des Göttlichen gebe, und man diese nicht vermischen solle. 
Staatsoberhaupt ist der König der als „Hüter der Verfassung“, der die „Anwendung der Verfassung und die ordentliche und harmonische Tätigkeit der Staatsorgane“ fungiert. Der König ernennt den Wesir als Regierungschef und auf dessen Vorschlag dann die Minister, er ernennt vier von elf Richtern des Verfassungsgerichts, die übrigen Sitze werden bestimmt von den den obersten Gerichtshöfen und dem Parlament. Der König ist Vorsitzender des Nationalen Sicherheitsrates und Oberbefehlshaber der Armee, deren Genralstabschef er ernennt. Er entscheidet auch über den Auslandseinsatz der Armee, was jedoch einen Beschluss des Parlaments voraussetzt. Bei der Gesetzgebung hat er ein materielles Prüfungsrecht und kann die Nationalversammlung auflösen, wenn der Ministerrat von ihm nicht das Vertrauen erhält oder er ihm das Vertrauen entzieht und kein neuer Ministerrat in 20 Tagen gebildet werden kann. Der König hat desweiteren ein suspensives Vetorecht, d.H. er kann Gesetze auf ihre Verfassungsmäßigkeit hin überprüfen und bei Bedarf zurückweisen. Bringt das Parlament mit seiner Mehrheit diesen Gesetzesentwurf aber noch einmal ein, kann der König seine Unterschrift nur nach einem Urteil des Verfassungsgerichts verweigern. 
Der Chef des des Ministerrates (Bakanlar Kurulu), der Wesir, ist der Regierungschef und das Haupt der Exekutive. Der Wesir wird vom König ernannt, die Parteien stellen aber die Kandidaten. Zu Beginn einer neuen Regierung muss der Wesir die Ministerliste sowie das angestrebte Regierungsprogramm dem König und dem Parlament vorlegen, allerdings ohne Zustimmungspflicht. 

Der Ministerrat setzt sich zusammen aus dem Wesir, den Fachministern und den Staatsministern. Der König gehört als beratendes Mitglied ebenfalls dem Ministerrat an. Das Parlament kann der Regierung das Vertrauen entziehen. Dann muss der König binnen einer Woche eine Übergangsregierung berufen und Neuwahlen ausschreiben. 
Die Legislative liegt in den Händen des Einkammerparlaments, der Großen Nationalversammlung Anadolüs (Andülüye Büyük Millet Meclisi) mit 440 Abgeordneten. Das Parlament wird alle vier Jahre in einer freien, geheimen Wahl gewählt. Das Wahlrecht haben alle Staatsbürger ab dem 20. Lebensjahr. Gesetze müssen vom Parlament beschlossen werden. Sie können eingebracht werden vom König, dem Ministerrat oder durch ein Volksbegehren, an dem mindestens eine Million Einwohner teilgenommen haben. Zudem hat das Parlament die Aufsicht und Entscheidungsgewalt über den Haushalt. 

Ein weiteres wichtiges Gremiun ist der Nationale Sicherheitsrat (milli güvenlik kurulu). Dieser fungiert als Beratungsorgan der Regierung, des Parlaments und des Königs in Angelegenheiten der Inneren und Äußeren Sicherheit des Königreiches. Die Mitglieder sind der Oberfehlshaber der Streitkräfte, der Chef der Staatspolizei, der Außenminister, der Innenminister, der Verteidigungsminister, der Wesir, zehn Mitglieder des Parlaments, ein Abgeordneter der Städte, der Gouverneur der Hauptstadt, der Chef des Inlandsgeheimdienstes, der Chef des Auslandsgeheimdienstes sowie der König. Der Rat berät jeden Monat über die Innen- und Außenpolitik und analysiert mögliche Bedrohungslagen für den Staat. In seinem Namen erarbeiten Experten Bedrohungsszenarien und Lösungen . 

Politische Parteien
In Anadolü gibt es eine Vielzahl politischer Parteien, von denen hier nur die im Parlament vertretenen vorgestellt werden sollen. 
Seit der Verfassungsreform von 1803 hat die Halkların Demokratik Partis (HaDePa) fast alle Regierungen gestellt. Es handelt sich um eine soziake, demokratische, pluralistische, feministische, und egalitäre Partei. Sie gilt als streng laizistisch und Hüterin der laizistischen Staatsordnung. In ihrer ersten Regierung hat sie den Verfassungszusatz 1 eingebracht, der die Vorrechte des Adels aufgehoben hat. Die notwendige Mehrheit zur Abschaffung der Adelstitel hat ihr allerdings gefehlt. Bei den letzten Wahlen konnte die HaDePe mit 51 % der Stimmen ihre absolute Mehrheit verteidigen. 
Die größte Oppositionspartei ist die Milliyetçi Hareket Partisi (MiHaPa). Sie ist zwar ebenfalls streng laizistisch, aber deutlich konservativer als die HaDePa. Sie will eine mögliche Föderalisierung des Staates, den die HaDePa nach ihrem Kernprogramm von 1850 langsam umsetzen will, verhindern. Zudem hat die Partei ein deutlich konservativeres Familienbild und will Frauen nicht in noch größerem Maße am öffentlichen Leben beteiligen. Sie liegt derzeit bei etwa 30 %. 

Ebenfalls eine sehr konservative Partei ist die Halk Partisi (HaPa), die den alten Adelskreisen nahesteht und den Verfassungszusatz zu den Adelsvorrechten streichen lassen will. Ihr Wähleranteil ist aber massiv zurückgegangen und liegt derzeit bei nur noch etwa 8 %. 
Die Adalet ve Kalkınma Partisi (AdKaPa) ist eine noch recht junge Partei und als einzige gegen den laizistischen Staatsaufbau. Die AdKaPa ist religiös-konservativ und wird von der Staatspartei Rümelüms finanziell unterstützt. Die Partei strebt die Umwandlung Anadolüs in eine theokratische Monarchie an, zudem besteht sie auf einer revisionistischen Außenpolitik und einer von Anadolü geführten Wiedervereinigung aller Anadolü-Staaten. Bei der letzten Wahl errichte die Partei etwa 10 % der Stimmen, vor allem auf dem Land. Die Partei wird vom Nationalen Sicherheitsrat streng überwacht. Derzeit läuft eine Verbotsverfahren gegen sie vor dem Verfassungsgericht Anadolüs.

Mit nur 1 % der Stimmen im Parlament vertreten ist die radikale OzDaPa, die Özgürlük ve Dayanışma Partisi. Diese strebt einen radikalen gesellschaftlichen Umsturz an, der sich an den basisdemokratischen Versuchen der Cumhuryiet Üsmüler orientert. Die Partei steht seit ihrer Gründung unter der Beobachtung des Nationalen Sicherheitsrates und ist bereits mehrfach für kürzere Phasen verboten gewesen .

Medien

Die Presse in Anadolü ist sehr frei und kritisch und wird manchmal auch als „Vierte Gewalt des Staates“ bezeichnet. Es gibt vier große nationale Zeitungen, die Doğu, die Hakikat, die Ses sowie die Gözlemci, dazu in allen Städten mindestens eine regionale Zeitung. Von großer Bedeutung ist auch die Kritik Gözler, eine Oppositionszeitung aus Rümelüm, die auf Grund der dortigen Zensur nur in Anadolü erscheien kann . 


Wirtschaft
Waren Landwirtschaft und Viehzucht, hier vor allem die Pferdezucht, noch bis in das 18. Jahrhundert die bestimmenden Wirtschaftsfaktoren, so ist Anadolü heute vor allem ein großer Exporteur von Teppichen, Textilien, Lederwaren und Keramiken. Daneben spielt auch die Landwirtschaft noch immer eine wichtige Rolle: Anadolü proudziert Wein, Nüsse und Trockenobst, Produkte die zu 70 % ausgeführt werden. An den Küstenregionen spielen auch die Schiffbauindustrie sowie der Fischfang und die Weiterverarbeitung von Fischereiprodukten eine große Rolle .