Literatopia

Normale Version: Der neue Weltalmanach - das Zentralland, Hükümdarlık Ülüdağ
Du siehst gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Hükümdarlık Ülüdağ
                                                                                                   Königreich Ülüdağ
Herkese iyi şanslar


Amtssprache(n): Anadolü
Hauptstadt: Çalik
Regierungsform: parlamentarische Monarchie
Staatsoberhaupt: König Bünyamin II. 
Regierungschef: Wesir Amil Hügüş 
Fläche: 292.316 km2
Einwohnerzahl: 29,1 Millionen
Bevölkerungsdichte: 99.5 Ew./km2
Währung: para birimi

Ülüdağ gehört zu den westlichen Anadolü-Staaten und wird seit dem Zusammenbruch des Imperiums noch immer von einem Seitenzweig der alten kaiserlichen Familie von Anadolü regiert. Der Staat ist zwar wie seine Nachbarn laizistisch, kennt eine offene und freie Presse und hat eine Verfassung, allerdings spielen der alte Reichsadel und der König in der Politik noch eine sehr wesentliche Rolle. Ülüdağ gehört zusammen mit Anadolü zu den Initiatoren der Union sowie der gemeinsamen Bildungspolitik. Sein Verhältnis zu den Nachbarn ist gut, nur mit Rümelüm bestehen Spannungen, die sich seit dem Verbot der İman yoluyla ilerleme noch deutlich verschärft haben.

 
Geographie
Ülüdağ grenzt im Westen an Baştu, im Norden an Şüfür, im Osten an Rümelüm und im Süden an Hilğiş. Es ist somit der einzige Anadolü-Binnenstaat. Das Land stellt eine Fortsetzung der fruchtbaren Ebenen in Baştu dar. Es ist sehr flach und als einziger größerer Fluss durchquert der Gargara nehir das Staatsgebiet im Osten[1].
 
Administrative Gliederung
Das Königreich ist in acht Grafschaften (ilçe) eingeteilt, die jeweils von einem Grafen, kont, im Namen des Königs verwaltet werden. Die kont sind zugleich Provinzoberhaupt als auch Provinzregierungschef und zuständig für die Provinzpolizei, die Einhaltung der Marktordnung, den Erhalt der Infrastruktur und das Eintreiben der Steuern. Ihnen unterstellt sind die von ihnen vorgeschlagenen und vom König ernannten Mübaşir, Vögte, als Verwalter der Städte und Gemeinden. Die vier Millionenstädte des Landes werden wie eigene Grafschaften behandelt, aber von einem Genel Vali, einem Statthalter des Königs, verwaltet.
Sowohl den Kont, als auch den Mübaşir und Genel Vali sind vom Volk gewählte Räte (konseyie) an die Seite gestellt. Diese haben aber nur beratende Funktion.


Politisches System

Der König ist das Staatsoberhaupt, hat aber auch noch einige weitreichende Kompetenzen: Alle Gesetze müssen von ihm gegengezeichnet werden, wenn der König seine Unterschrift zweimal verweigert, gilt das Gesetz als abgelehnt. Der König kann auch selbst Gesetze, buyrultu, erlassen, diese benötigen allerdings die Zustimmung des Kabinetts. Dieses wird ebenfalls vom König ernannt und durch einen Wesir geleitet. Das Parlament hat zwar ein Vorschlagsrecht, doch kann der König nach der Verfassung auch eine „Regierung seiner Gunst“ gegen eine Parlamentsmehrheit einsetzen. Dies ist in der Praxis seit Einführung der Verfassung 1790 aber nur sehr selten geschehen: Da das Parlament die Verfügungsmacht über den Haushalt hat, ist es für eine Regierung gegen die Mehrheiten der Kammer fast unmöglich zu regieren.

Die Legislative ist aufgeteilt zwischen dem König (und Kabinett) und den beiden Kammern des Parlaments. Das Oberhaus des Parlaments, Asil Ev, ist eine Vertretung der Adligen. Aktives und passives Walrecht hat nur, wer seit mindestens drei Generationen dem Erbadel angehört. Die Befugnisse des Oberhauses sind allerdings eingeschränkt. Er darf zwar alle Gesetzsvorschläge diskutieren, aber nur in Fragen von Krieg und Frieden und bei der Verfassungsänderung hat er eine Mitentscheidungsrecht.

Das Unterhaus, Burjuva Ev, mit 340 Abgeordneten, wird dagegen alle vier Jahre durch alle Bürger des Staates ab dem 21. Lebensjahr gewählt. Mitglieder des Burjuva Ev dürfen nicht dem Erbadel angehören. Das Parlament hat die Haushaltshoheit und stellt damit eine wichtige Macht im Staat dar. Es kann Gesetzesvorschläge einbringen und abstimmen, ist hier aber auf die Zustimmung des Königs angewiesen[1].

 

Politische Parteien

In Ülüdağ sind vor allem zwei Parteien dominant, die Monarşist Parti (MP), die eher konservativ und wirtschaftsliberal aber sttreng laizistisch einzustufen ist sowie die eher liberal-bürgerliche insanların partisi. Beide Partein sind fast gleichstark mit 40,1 und 39,8 % im Parlament vertreten. Derzeit regiert die IP in einer Koalition mit der kleinen Sivil Haklar Partisi (SHP), die 14 % der Sitze innehat und sich für eine Verfassungsreform nach dem Vorbild Anadolüs einsetzt. 5 % der Sitze entfallen auf die Güç ve mukavemet parti, die die Adelsinteressen verteidigt und sich scharf gegen jede Verfassungsreform stellt. Die republikanische Cumhuriyetiçi Parti kommt auf nur 1 % der Stimmen während die İman yoluyla ilerleme verboten ist[2].

 

Medien

Es gibt zwei überregionale Zeitungen, wobei die hükümdarlık der MP und die Liberal! der IP nahestehen. Daneben gibt es in allen größeren Städten lokale Zeitungen. Die Presse ist insgesamt als unabhängig und frei zu beschreiben.

 

Wirtschaft

Ülüdağ importiert in großen Mengen Eisenerze, die es dann zu hochwertigen landwirtschaftlichen Geräten und Maschinen weiterverarbeitet. Diese stellen den wichtigsten Faktor der Wirtschaft des Landes dar. Daneben hat Ülüdağ einen großen Finanzsektor mit mehreren international agierenden Bankenhäusern. Die Staatsbank von Tzra hat hier ebenfalls eine wichtige Zentrale[3].





[1]Fuat Oktay, İmparatorluğun hükümet sistemi, Çalik 1852.

[2]Fuat Oktay, İmparatorluğun hükümet sistemi, Çalik 1852.
[3]Fuat Oktay, İmparatorluğun hükümet sistemi, Çalik 1852.