Literatopia

Normale Version: Der Arbeitsplatz zum Schreiben
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Hallo zusammen,

ich habe gerade folgendes im Schreibcafé hinterlassen:

Mir ist noch eine ganz andere "Übung" fürs Schreiben aufgegangen: Habe mich gefragt, warum es so schwer ist abends noch ne halbe Stunde hinzuhocken und zu kritzeln. Antwort: Wo denn hinhocken?? Fazit: Aufräumen, Arbeitsplatz schaffen. [Bild: icon_rolleyes.gif] Das ist auch vom Zeitbudget her eine ganz gute Aufgabe bis Weihnachten ...

Dann dachte ich, das ist doch eigentlich mal ein eigenes Topic wert.

Wie sehen eure Arbeitsplätze aus?

Ich wünsche mir nicht nur eine freie Fläche (auch wenn das ein verdammt guter Anfang ist), sondern ich wünsche mir auch, dass es Dinge gibt die mir signalisieren: "Jetzt bist du in der Schreibwelt". Ein bisschen Inspiration und eben dieses "Schalter umlegen" Gefühl...
Zitat:Wie sehen eure Arbeitsplätze aus?

Viel zu voll.  Icon_ugly  Jedes Mal, wenn ich ihn aufräume, kommt es mir vor, als würde mir jemand neues altes Zeug wieder hinräumen, sobald ich den Rücken zuwende. Was ich mir besorgen möchte, ist so ein Halter für Bücher/Hefte/Zettel, wo ich meine Notizen einklemmen kann, um sie abzutippen oder aber Bücher aufgeschlagen und aufrecht neben mir stehen habe, damit ich die Hände frei zum Tippen habe.

Must-Haves: Stifte, leere/volle Notizhefte, Häferl (=Becher) mit Kaffee/Tee, Flasche Wasser und Krimskrams für die Hände zum Spielen, wenn der Kopf gerade ausgelastet ist und Kopfhörer!

Ich habe ein kleines Ritual, wenn ich mir vornehme, für mehrere Stunden ungestört produktiv zu sein: Dann zünde ich eine Kerze an, die in meinem Blickfeld steht und ein weiteres Teelicht, mit dem ich ätherische Öle erwärme. Ich versuche mich mit dem speziellen Geruch so zu konditionieren, um "abzuschalten". Die Kerze in meinem Blickfeld beruhigt mich, außerdem zeigt sie mir an, dass ich, solange sie brennt, ordentlich in die Tasten hauen darf.

Meine Schritte, um mich ganz aufs Schreiben einzulassen:
* ausreichend zum Trinken in Reichweite haben
* Kerze anzünden
* spezielles Licht anmachen (ich habe 5 verschiedene Lampen in meinem Zimmer, wenn ich schreibe muss es möglichst hell sein, um mich wachzuhalten und meine Augen nicht zu ermüden, dann kommt die hellste Lampe zum Einsatz)
* Kopfhörer auf, Musik an - welche Musik ist davon abhängig, was ich mir vorgenommen habe. Schreibe ich einfach drauf los und habe nur eine ungefähre Ahnung, wo ich hin möchte, dann reicht eine Zufallsliste, deren einzelne Tracks ich nicht kenne. Wenn ich aber bestimmte Szenen schreiben möchte, dann habe ich schon einen bestimmten Soundtrack im Kopf und der kann auch nur aus einem einzigen Lied bestehen, das ich rauf und runter höre, bis die Szene größtenteils im Kasten ist
* Handy auf "Nicht stören"-Modus!
* Außer Schreib- und Musikprogramm läuft nichts anderes auf dem PC! Maximal ein Tab, den ich brauche, um bestimmte Sachen zu recherchieren, aber kein FB oder andere Ablenkungen!

Was ich auch noch in meiner unmittelbaren Nähe habe, sind der Duden und ein Synonymwörterbuch. Wenn dein Schreibprogramm über keinen Thesaurus verfügt, dann sind solche Nachschlagewerke Gold wert. Generell würde ich jedes Buch, das du in irgendeiner Forum für deine Geschichte brauchst, bei der Hand haben. Schaffe dir eine Umgebung, in der du dich so wenig wie möglich von deinen Schreibutensilien wegbewegen musst und schaffe Reize, die du nur im Zusammenhang mit dem Schreiben wahrnimmst.

Wenn du zB eher mit der Hand schreibst, denn such dir ganz besondere Stifte und Hefte, die die kreative Schreiberfahrung herausstechen lassen im Vergleich zu Notizen, die du dir nebenher machst.

Versuche, einzigartige Rituale zu schaffen, die dir helfen, die Schreibstimmung aufzubauen. 
Ich vermelde hiermit, das wichtigste ist geschafft  Icon_smile 
Es besteht keine Notwendigkeit mehr, Zeug auf meinem Tisch abzuladen, da ich für "Ausgleichsflächen" gesorgt habe.
Das mit "Stimmung schaffen" ist noch nicht gediehen, aber sowas braucht vielleicht auch etwas Zeit, um sich zu entwickeln.
Ich hatte es andernortens schon erwähnt, möchte das Konzept hier aber nochmal vorstellen:

Ich nutze jetzt eine große Pinnwand, auf der ich ToDos, Charakterbögen, Ideenzettel, den Story Aufbau usw usw. aufpinnen kann. Vorteile:
1) Ich kann ALLES noch umpinnen
2) ich habe mir vom BAUHAUS eine zweiseitige Pinnwand geholt. Beschäftige ich mich mit der Story, drehe ich sie auf die Storyseite. Höre ich damit auf, drehe ich sie auf die Private Seite, wo man noch seinen eigenen Kram oder Bilder anpinnen kann und sollte. Das ist für mich gut, um "den Schalter umzulegen". Alternativ kann man natürlich auch die zwei Seiten für zwei Projekte benutzen, an denen man abwechselnd arbeitet.