Literatopia

Normale Version: Pimp my Goethe!
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Mrgreen Wehe, wenn sie losgelassen! Mrgreen


Herzrasen -
Hirntotfick!
finster wird's
ganz finster...
Mystisches Grünzeug
(sogar ziemlich viel davon)
man sieht's zwar nicht, weil finster,
aber Sterne.

Der Mond war da
und machte Licht.
Und Wind - wer heult,
er oder ich?
So schön war sie nicht /
aber geil
ich auch
so geil!

Angeschaut.
Abgespritzt.
Ein Bißchen Kuscheln,
sonst ist sie gleich fort.
Sie trug nicht viel (nur rose Wäsche)
und war auch sonst ganz nett anzuseh'n.
Rattenscharf, die Kleine -
und ich, sowieso ein Gigolo!

Weckerklingeln,
Morgenlatte!
Warum jetzt knutschen, und
wer zum Teufel ist sie eigentlich?
Da steh ich lieber auf und geh'
(vergeß' die Hose nicht)
bevor sie 'ne Beziehung will.
Ui, war das eine geile Nacht!


Jetzt werdet Ihr Euch (berechtigterweise) fragen, was das soll. Perversionen, Nihilismus, vollkommener Schwachsinn? Nein, liebe Literatopen, das ist ein lyrisches Experiment und das Ergebnis davon, wenn Mira und talblick mitten in der Nacht im Schokoladenrausch Strategien erfinden müssen, der Jugend Lyrik wieder näher zu bringen. Der Goethe-Rap ist einigen vielleicht noch in Erinnerung geblieben - willkommen bei der Steigerungsstufe davon, bei PIMP MY GOETHE.

Ich bitte die geneigten Leser und Innen hiermit um eine Interpretation des Gymnasialschrecks Nummer Eins ("Bitte Frau Fessa, rosanes Frühlingswetter is eine Metaffa, weil Wetter kann net rosa sein!") und dieses vor allem in formalem und inhaltlichem Hinblick auf das obige Gedicht:


Willkommen und Abschied

Es schlug mein Herz, geschwind zu Pferde!
Es war getan fast eh gedacht;
Der Abend wiegte schon die Erde
Und an den Bergen hing die Nacht
Schon stand im Nebelkleid die Eiche
Ein aufgetürmter Riese, da,
Wo Finsternis aus dem Gesträuche
Mit hundert schwarzen Augen sah.

Der Mond von einem Wolkenhügel
Sah kläglich aus dem Duft hervor;
Die winde schwangen leise Flügel
Umsausten schauerlich mein Ohr
Die Nacht schuf tausend Ungeheuer
Doch frisch und fröhlich war mein Mut
In meinen Adern welches Feuer!
In meinen Herzen welche Glut!

Dich sah ich, und die milde Freude
Floß von dem süßen Blick auf mich;
Ganz war mein Herz an deiner Seite
Und jeder Atemzug für dich.
Ein rosafarbenes Frühlingswetter
Umgab das liebliche Gesicht,
Und Zärtlichkeit für mich - ihr Götter!
Ich hofft es, ich verdient es nicht!

Doch, ach schon mit der Morgensonne
Verengt der Abschied mir das Herz
In deinen Küssen welche Wonne!
In deinem Auge welcher Schmerz!
Ich ging und du standst und sahst zu Erden
Und sahst mir nach mit nassen Blick:
Und doch welch Glück geliebt zu werden!
Und lieben, Götter, welch ein Glück!


Na, klingelt's? Alle, die jetzt lachen mußten lade ich herzlich zur "vollkraßmodernvergewaltigung" eines Gedichtes ihrer Wahl ein. Und wer wirklich lachen möchte, der fragt Mira bitte, was es mit Rilkes "Panther" auf sich hat... Icon_lachtot

Auf Wiederlesen!
t.
Ich weiß gar nicht was es da zu lachen gibt.Icon_igitt Also ehrlich, ich finde Goethe irgendwie lyrischer.
Also, ich hab herzlich gelacht.
@ demon: Es sagt ja niemand was gegen Goethe - sein Können ist wohl unumstritten.
Aber deshalb darf man doch trotzdem alchen dürfen. Ist schließlich gesund. Icon_wink
Ich bin allerdings überhaupt kein Lyrikleser - wenn man von den Ergüssen hier mal absieht.
Daher werde ich mich an der lyrischen 'Vergewaltigung' wohl eher nicht beteiligen, als Leser stehe ich hingegen gern zur Verfügung. Also Mira - her mit dem Panther! Mrgreen
Und talblick, du Gedichteleserin - ja, ich kenne dein Bücherregal Icon_smile - mehr davon.

LG

PS: Die erste Strophe gefällt mir am besten.

(...) finster wird's
ganz finster...
Mystisches Grünzeug
(sogar ziemlich viel davon)
man sieht's zwar nicht, weil finster,
aber Sterne.

- Mrgreen Mrgreen Mrgreen Mrgreen
Nun ja, Humor ist wenn man trotzdem lacht. Icon_wink
Also, wirklich lachen musste ich jetzt auch nicht, aber die im Gegensatz zu Goethe doch recht obszöne Sprache hat mich durchaus schmunzeln lassen.

Zum Glück sind Geschmäcker verschieden, nech :o)
taaalblick *rote Ohren krieg*
Ich dementiere jede Verbindung zu diesem Gedicht und der Person, die es gepostet hat. Und den Panther dürft ihr selber von ebenjener Person erfragen!
(Außerdem schiebe ich dir die alleinige Verantwortung für die Endfassung zu, weil es uns ab einer gewissen Stelle unmöglich war, unliebsame Wortassoziationen zu verdrängen, aber das weißt du ja Icon_wink)

@Angel: Goethe war vielleicht in diesem Gedicht nicht obszön, aber in anderen Fällen ... *g*

*räuspernd aus dem Thread schleich*
Dann will ich mich auch mal versuchen!

Wenn der Macho sich entschuldigen tut

Dat Grünzeuch
hier nimm's und freu dick dranne
hab mir schließlich nen Bruch jeholt deswegen
so oft hab ich mich gebückt und geflückt
(und das alles nur deinetwegen!)
und nun beschwer dich nicht,
weil er ist ein bissl zerdrückt!!



Okay, ich geb zu, das Ende ist etwas schief, aber egal. Mrgreen
Hier ist übrigens das Original:

Blumengruß


Der Strauß, den ich gepflücket
Grüße Dich viel tausendmal!
Ich habe mich oft gebücket
Ach, wohl ein tausendmal
Und ihn ans Herz gedrücket
Wie hunderttausendmal!
Erinnerung