Literatopia

Normale Version: Fluchspuren (Humor)
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Fluchspuren

Ein düsteres Geheimnis - ein alter Fluch - zwei Helden, auf dem Weg ins Unbekannte
Ach was, Unbekannte! Ins gefahrvolle Weiß der Landkarten - dorthin, wo gruselige Nebel und Schwefeldämpfe die Sicht auf die unheilvollen Schatten verbergen ...
Ach was, Helden! Abenteurer vielleicht, auch Mutige - aber ...


lest selbst! Icon_wink

Chronisten dieses (außer)gewöhnlichen Abenteuers:
Eltair
Trinity of Chaos

Stand: Wird überarbeitet ...

1. Kapitel


Seht, tretet ein in die düstere Atmosphäre - hört ihr das leise Rauschen des Windes? Riecht ihr den Staub? Seht ihr den flackernden Kerzenschein? Seht genau hin, denn vor euch liegt ein Buch. Schwarz sind seine Buchdeckel, mit blutig roter Tinte sind Symbole darauf gezeichnet, deren Bedeutung lange schon vergessen ist.
Seht, denn es öffnet sich euch! Lasst euch nun fesseln von längst vergangenen Geschehnissen, von einer anderen Welt ...

Bloomy
Gegen Mittag hatte prasselnder Regen eingesetzt, der die Erde in meinem Topf durchtränkte und in dicken Perlen dessen blutrote Außenwand hinablief. Ich lief durch die gepflasterten Straßen dieser hässlichen Menschenstadt und genoss das Wetter. Die Langeweile hatte mich aus der Einöde, in der meine Tante sich angepflanzt hatte, getrieben, aber zwischen den hohen Steinwänden befriedigte sich mein Tatendrang auch nicht. Eigentlich hätte ich mir das gleich sagen können, aber wahrscheinlich hätte ich sowieso nicht auf mich gehört. Der einzige Lichtblick war der herrliche Regen, der meine fleischigen Blätter benetzte, als ich Wurzelstrang vor Wurzelstrang setzte, um aus der Häuserschlucht zu entkommen. Ein zweiter Schimmer am endlos grauen Horizont dieses verdammten Tages tauchte in der Mitte des Marktplatzes vor mir auf. Eine klobige Steinfrau erhob sich über dem langsam plätschernden Wasser des Brunnens. Einige Menschen eilten über den Marktplatz daran vorbei und schlugen allen Ernstes die Krägen hoch, um sich vor dem Regen zu schützen.
Idioten.
Andererseits waren das eben Menschen, was konnte ich von denen schon erwarten. Mit einer Hand griff ich nach meinem Topf, als er zu rutschen begann. Er war mir noch ein wenig zu groß, aber ich würde sicher bald hineinwachsen. Dass ich mir das seit fünf Monaten sagte, in denen ich den Topf schon trug, störte mich in diesem Moment überhaupt nicht. Neben dem Brunnen stand ein Mensch, wie eine Schildkröte hatte er sich in seinen dunklen Umhang vergraben. Nur noch zwei schlammfarbene Glubschaugen und die fleischige Knolle schauten noch unter der Kapuze hervor. Ich rümpfte meine Nase – nur ein zarte Erhebung in meinem Gesicht, nicht so ein Klumpen – und trat neben dem Mann an den Brunnen.
„Entschuldigung“, knurrte ich und griff nach dem Rand der Steinmauer. Der Mensch hätte nur einen einfachen Schritt tun müssen, um ins Wasser zu gelangen. Aber während ihm die Mauer nur bis zu den Knien ging, würde ich gerade einmal die Nase auf den Rand legen können. Ein knapper Blick in Richtung des Menschen überzeugte mich davon, es trotzdem erst einmal alleine zu probieren. Er starrte mich fassungslos an, während ich mich schnaufend über den Rand zog. Der Stein war kalt auf meinem kräftigen Körper, rasch rollte ich mich ins Wasser. Die Wurzeln in der angenehmen Nässe treiben lassend rückte ich meinen Topf zurecht, breitete die Blätter aus und verschränkte die Arme hinter meinem Kopf. Die Wand war unbequem, aber wahrscheinlich das Beste, was ich hier finden konnte. Müßig ließ ich meinen Blick über den Platz schweifen - nur wenige Leute hatten sich nicht vor diesem seeligen Regen geflüchtet. Einige graue Gestalten standen am Rande des Platzes. Keine erregte meine besondere Aufmerksamkeit, sie waren alle öde und ... Menschen. Ich seufzte - und stutzte. Alle?
Name wird noch gesucht, *gg*.

Da stand ich also. Mitten im Regen, mich nicht um die restlichen Menschen kümmernd, und ließ meiner Wut freien Lauf. Nicht dass ich geschrien habe und mit den Füßen gestampft, wobei sich meine Stiefel perfekt dafür geeignet hätten, oder dergleichen tat. Nein. Ich stand einfach nur da, hielt mein Gesicht gen Himmel, meinen alten zylindrigen Hut in meiner Rechten, und die Tropfen kühl und tröstend auf mich herabnieseln. Sie verdampften stellenweise und meine Haut schimmerte regelrecht von Innen heraus, was immer geschah, wenn ich zu wütend war.
Warum ich so in Rage geriet? Nun, sagen wir, ich verstand die Menschen nicht mehr. Da will man etwas essen gehen und die Idioten lassen einen nicht rein, weil man nicht angemessen gekleidet ist! Ich bin ja von Natur aus ein sehr anspruchsloser Mensch, aber das! Das ging zu weit. Mit erhobenen Hauptes, da diese Massen meiner nicht würdig waren, obendrein hatten sie mich beleidigt!, war ich gegangen, und nun stand ich hier, und ließ mich abermals anstarren. "Seh ich aus wie ein Clown?!", fuhr ich eine Passantin an. Diese zuckte unter meiner Bemerkung und ging. Einige tuschelten.
Zugegeben, ich trug nicht dass, was andere trugen. Einen knielangen Mantel, der so manches geflicktes Eckchen hatte, und meinen Hut, der schon etwas eingedrückt, aber dennoch fabelhaft! wirkte. Von meinen großen schweren Stiefeln ganz zu schweigen. Sonderlich groß war ich auch nicht, was Denen wohl noch mehr Gesprächsstoff lieferte.
Ja, ich kam eben in der Welt ganz schön herum, und ja, ich hatte auch schon so einiges mitgehen lassen, zufrieden? Ich war bekannt dafür zu wandern, in den Dörfern liebten sie mich, vor allem die Kleinen, was deren Eltern nicht verstanden. Was daran lag, dass ich den Kindern Kunststückchen zeigte und den Erwachsenen nicht. Feuer war mein Element.
Ein .... Und wieder aus. Ein ... Und wieder aus. Ah, das tat gut. Und die größte Masse hatte sich dank Regen ebenfalls wieder verzogen. So hatte ich meine Ruhe, und schlenderte gemütlich zum alten Brunnen um zu grübeln.
Ich schloss die Augen, wünschte mir etwas, und warf die Münze über meine Schulter. Nur, dass das erhoffte Platsch! des Wassers nie kam ...
Bloomy

Man konnte nicht sagen, dass Menschen für keine Überraschungen gut waren. Ich hatte mich noch kurz über die glimmende Haut der Menschenfrau wundern können, bevor sie sich umdrehte und mir ein Goldstück an den Kopf warf.
"Pass doch auf, du wandernde Vogelscheuche!", schimpfte ich und fasste mir klagend an den Kopf. Nicht lange, rasch müsste ich meinen Topf am Rutschen hindern, was meinem Auftritt wahrscheinlich jegliche Würde nahm.
Ich stand noch im Brunnen und kämpfte darum, auf den Wurzeln zu bleiben. Um mich herum schlugen die kleinen, konzentrischen Wellenkreise gegen meinen Topf, der auf der Wasseroberfläche zu treiben versuchte, während immer neue Tropfen fielen, dick und rund. Es hätte so schön ruhig sein können! Erbost kniff ich die Augen zusammen - als ob ich mich nicht schon genug geärgert hätte! In Erwartung eines dummen Glotzens oder blöden Kommentars a la Öhm, du bist eine Blume? zischte ich die Frau präventiv an und zeigte die feinen Dornenzähne, die sich ein wenig von meinem Gebiss abhoben. Die hatten noch jeden Menschen verwirrt, nicht wenige beeindruckt.
Ich hätte mir denken können, dass diese Frau - oder vielleicht doch eher Clown! - nicht ganz so war wie ihre Artgenossen ...
Ich drehte mich schnell um, kurz flackterte etwas Kleines in meiner Handfläche auf, als in in den Brunnen blickte. Ich lachte, nicht lauthals, und nicht abwertend, eher beeindruckt.
"Wow, da will ich mir was wünschen und werf die Münze einer Fleischfresserpflanze an den Kopf. Dazu noch einer bösartigen", ich lächelte, und hielt dann meine Hand der doch etwas dornig geratenen 'Blume' hin.
"Guten Tag, verzeiht die Unannehmlichkeiten, ich wusste ja nicht, dass es Badegäste im Wunschbrunnen gibt." Ich räusperte mich und fügte hinzu, "Und keine Bemerkung über mein Aussehen, davon gab es heute reichlich genug. Zudem ist das eine sehr angenehme Kleidung zum tragen .."
Bloomy

Ich war baff. Das Zischen blieb mir im Halse stecken, als ich die freundlichen Worte der seltsamen Frau vernahm. Sollten meine Gebete erhört worden sein und hatten die Götter wenigstens einen Menschen mit Verstand und Anstand gesegnet? Mit einem etwas misstrauischen Blick ob der Sicherheit der Position meines Topfes ließ ich jenen schließlich los und reichte der Frau meine Hand. Eine Augenbraue zog sich in die Höhe, als ich nach der Erklärung der Klamotten diese noch einer ausgiebigen Betrachtung unterzog.
"Na ja, man hat auch schon vieles über mich gesagt", lenkte ich gutmütig ein. Solch eine Entdeckung musste man einfach mit Respekt behandeln - wäre ich Wissenschaftlerin, würde ich sie in Büchern beschreiben wollen - der erste Mensch, dem das anscheinend verseuchte Erbgut dieser Rasse nicht im Denken geschadet hatte! "Vielleicht hast -" Ich räusperte mich und wechselte in den menschentypischen Modus des Siezens. "haben Sie mich ja einfach übersehen." Wie schon so viele, setzte ich in Gedanken bissig hinzu. "Das macht doch nichts." Ach ja?, fragte mich meine Bloomy-Natur. Seid wann so freundlich? Und wie ich eben war, forderte ich meine Natur gleich heraus.
"Ich heiße Bloomy", verkündete ich und kniff wieder misstrauisch die Augen zusammen. Würde sie in schallendes Gelächter ausbrechen?
"Sehr freundlich", sagte ich, "Und ja, wenn ich Ihnen den Stein mit Absicht angeworfen hätte, wäre davor ein Spruch wie 'Hey Wasserschlucker! Oder so gefolgt."
Ich hielt die naja, Hand von Bloomy, und schmunzelte.
"Nara Juko-Niram, Maea Kesh"
Ich biss die Lippen aufeinander, meine Backen blähten sich auf, und ich konnte kaum ein Lachen unterdrücken, "Ja, meine Eltern konnten sich nicht entscheiden, aber nenn mich einfach Nara", Und ich lachte.
Bloomy

Menschen waren immer für Überraschungen gut, ja. Ich lachte nicht, staunte aber, wie gelassen diese Frau mit dem Fluch umging.
"Ich dachte immer, meine Tante wäre fies gewesen", verkündete ich stirnrunzelnd. "Aber da habe ich mich wohl geirrt." Sei froh, dachte meine Bloomy-Natur giftig, dass du keinen Spruch drangehängt hast!
Ich ließ die weiche Menschenhand los, verkniff mir eine angewiderte Fratze und schnupperte. Meine Blätter hingen flach, ein deutliches Zeichen, das für die Nahrungsaufnahme sprach.
"Ich glaube, ich gehe etwas essen." Warum verkündete ich das? Ja, fragte meine Bloomy-Natur verständnislos. Warum unterhältst du dich überhaupt mehr als nötig mit einem Menschen?
(was hält die Dame von Luna?)


"Oh essen?" und etwas Wut an die vorige Situation kroch in mir hoch, "Nun in das 'Jederisthier Willkommen' würde ich nicht gehen", schnaubte ich, "Aber ich kenne ein gutes Wirtshaus, vielleicht kennt Ihr es auch? Es ist in der kleinen Seitengasse, der alten Stadt .." Und mein Magen knurrte ebenfalls.
(Kenne ich aus einem anderen Forum Icon_wink Wie wäre es mit Narrieta?)

Bloomy


Eine Sekunde lang starrte ich die Frau schweigend an. War das ihr Ernst? Nahm sie mich gerade auf die Schippe?
"Unwahrscheinlich, dass ich es kenne, Nara Juko-Dingsda", sagte ich dann langsam und verschränkte die Arme. "Aber der Bestie deiner Eingeweide nach zu urteilen, solltest du es schleunigst aufsuchen. Menschen neigen dazu, sehr schnell todesschwach zusammenzuklappen."
Ein bösartiges Grinsen überkam meine Lippen, als ich an den Abend dachte, an dem ich diesem Schauspiel einmal beiwohnen musste. Es hätte nur eines räudigen Köters bedurft, um den Zusammengesunkenen zu töten - wie konnte so eine Rasse derart stark werden? Ich würde es nie verstehen.
(Klingt irgendwie schräg. Hmmm, uff, ich weß ouch ned. Silence klingt echt zu typisch. Sun? Firebird, lach. Ach ken plan, *gg*. Justice? So kriegerisch. Mann ich bin das zusehr gewohnt, dass ich witzig schon nimmer sen kann, *gg* Zumindest die Namen...)

Ich musterte die etwas kleine, du bist auch nicht die Größte!, Bloomy, ehe ich antwortete, "Ja, essen ist eine gute Idee. Kommst du mit?" Und ich lächelte hämisch, "Nun ja, ich bin nicht Jeder, und nicht wie andere Menschen ... Nun, es heißt 'Clancie's' ganz okay der Schuppen."
Ein Grüppchen Menschen blickte zu uns rüber.
"Habt ihr ein Problem ihr Primaten? Schert euch vom Acker, der Wunschbrunnen ist besetzt!"
Schleunigst machten sie sich davon, und ein etwas fieses Lächeln bildete sich um meine Lippen.
"Tja, wir neigen tatsächlich dazu uns für die Stärksten zu halten, dabei ist so mancher Affe klüger. Auf geht's!" ich hob meinen Hut, ließ ein paar Regentropfen durch meine langen brunetten Haare gleiten und machte die ersten paare Schritte.

(CHaos .. Meine Mom meinte Fleur ... Jetzt lass ich's mal fürn Anfang)
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