Literatopia

Normale Version: Kettenreime
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Dargereicht in Silberscherben
wird Wahrheit mundgerecht verköstigt.
Das Spiegelbild des Ganzen sieht belustigt,
wie Angefütterte daran verderben.

Porter

Verderben wünsche ich dir an den Hals,
beerben wirst du mich keinesfalls.
Einkerben werde ich mein Gewehr,
wenn du zersprangst in ein Scherbenmeer.
Scherben, Meer aus Splitterschritten,
und Blut, das sich in Knirschen windet.
Wie kann euer Trost so scharfkalt mich bitten,
wenn Augenwinkelglanz schon den Trauerstrauß bindet?

Die kleine Mogelei sei mir verziehen, nicht wahr? *zwinker*
Bindet euch Tücher um die Knie,
dass ihr geradesteht vor jedem Verlust!
Im Zwiebeldunst übt die trocknen Blicke
und aus Gedanken knüpft euch Notfallstricke,
schwört, der Wahnsinn und sein Geschicke
waren euch schon immer bewusst!
Bewusst will verdient sein,
Bewusst will gekonnt sein,
Mensch um Mensch verlebt den Augenblick
und verkennt Glück bloß als schalen Trick
Trick, Track und Tick,
die wünschten sich 'nen Flug
zum Mond.
Der war nicht genug
bewohnt.
Bewohnt unter Wolkenglimmer
Verflossen im Herbstschimmer.
Blätter fallen.
Regen auch.
Auch ich bin stumm
versunken in Betrachtung.
In deinen Augen versunken.
Liebe ohne Erwiderung.
'Erwiderung' nennst du den sauren Kuss,
durch den sich Stürme quälen?
Vampire tät ich pfählen
und den Dämon selbst erwählen,
der nur faucht:
"Aus! Ende! Schluss!"
Schluss gesetzt, in tiefer Nacht,
Satz für Satz zu Ende gebracht,
Damit sich ein Punkt als letzter erkennt.
- Oh Glück, du kostbarster Moment!
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