Literatopia

Normale Version: Kettenreime
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Lesen willst du.
Tag und Nacht,
ohne Schlaf und Ruh‘,
solang, wie dein Auge wacht.
Wache am Südtor zum Abend,
stell dich nicht schlafend!
Schnell, lauf, hol die Laterne,
denn es singen die Sirenen in der Ferne.
Ferne sei mir wohlgesonnen,
denn schuldig hab' ich mich benommen.
Die Sonne scheint zu lachen,
doch der Mond ist am Wachen.
Wachen, Sachen,
Drachen, machen
reimen sich nicht
auf einen Wicht.
Wicht, denn ich bin klein,
sagt die Mami "fein".
Der Papa findets doof
und nimmt mich immer hoch.
Hoch über unsren Köpfen
wird Himmel aus uns schöpfen,
kein Gedanke bleibt sich treu,
der Genius bezeichnet sich selbst als scheu.
Scheu verbirgt sich das Licht,
denn wir sehen es nicht.
Hinter Wolken es kauert,
wie ein Fuchs, der lauert.
Lauert hinter seinem Blick
eine Schalmei?
Oder ist es ein Trick?
Das ist doch einerlei!
Einerlei oder zweierlei,
wer weiß das schon?
Ich mir dein Ohr leih,
ernte doch nur Hohn.
Hohn ist mein Lohn,
sprach der Sohn,
pflückte Mohn
und ging davon.
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