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Normale Version: Jane Eyre (Charlotte Bronte)
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Jane Eyre


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Taschenbuch: 350 Seiten
Verlag: Ullstein Tb; Auflage: 3., Aufl. (1996)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548303854
ISBN-13: 978-3548303857

Inahlt
Jane Eyre ist der archetypische Frauenroman des 19. Jahrhunderts, ein Musterbeispiel disziplinierter Erzählkunst. Mit dramaturgischen Elementen der Gothic novels (Schauerroman) und des Sensationsromans schuf Charlotte Brontë eines der bis dahin differenziertesten Frauenporträts der englischen Literatur.
Entstehung: Nachdem die Veröffentlichung ihres Romanerstlings The Professor (1845/46, postum 1857) abgelehnt worden war, erschien 1847 Jane Eyre unter dem Decknamen Currer Bell. Erst im Zuge der Veröffentlichung ihres nächsten Romans Shirley (1849) wurde die wahre Identität der Verfasserin aufgedeckt. Dennoch behielt Brontë ihr Pseudonym bei.
Inhalt: Die Vollwaise Jane Eyre wächst im Haus ihrer Verwandten auf. Von allen verachtet und ungeliebt, wird sie in die berüchtigte Erziehungsanstalt Lowood gesteckt. Als Erwachsene nimmt sie eine Stellung als Erzieherin auf dem Herrensitz Thornfield des egozentrischen Mr. Rochester an, der sich von der äußerlich unscheinbaren, aber intelligenten jungen Frau sofort angezogen fühlt. Jane willigt in die Heirat ein. Am Traualtar erfährt sie Rochesters grausiges Geheimnis.

Über die Autorin
Charlotte Bronte (1816 - 1855) ist die älteste der drei außergewöhnlichen Schriftsteller-Schwestern. In der Abgeschiedenheit des elterlichen Pfarrhauses in Yorkshire schrieb sie einen der berühmtesten Frauenromane der Welt "Jane Eyre".

Meine Meinung
Tja, ein Klassiker den jeder einmal gelesen haben MUSS. - Da führt kein Weg vorbei. Eine wunderbare Geschichte, ein bewegendes Schicksal und eine Liebe, die dann doch noch ihren Weg findet.
Allseits bekannt ist dieses Buch, auch diverse Verfilmungen gibt es.
Wirklich zu empfehlen. Charlotte Bronte überzeugt durch die Handlung und die großen Emotionen, die einen in dieses Meer aus Drama stürzen. Am Schluss musste ich so weinen, selbst jetzt wenn ich noch drann denke, steigen mir die Tränen auf. *g*

Leseprobe
Zitat:Mit einer Art unbändigen Vergnügens lief ich vor dem Wind her und überantwortete meine Unruhe und Besorgnis dem Orkan, der unaufhaltsam durch die Weite tobte. Als ich den Lorbeerpfad hinunterging, sah ich die Überreste des Kastanienbaumes vor mir. Schwarz und zersplittert ragten sie empor. Der in der Mitte gespaltene Stamm ächzte gespenstisch. Die auseinandergerissenen Hälfte hatten sich nicht völlig voneinander gelöst, denn der feste Boden und die starken Wurzeln hielten sie unten noch zusammen, die Lebenskraft spendende Gemeinschaft aber war zerstört. Der Saft konnte nicht mehr strömen, die großen Äste auf beiden Seiten waren abgestorben, und die Stürme des nächsten Winters würden gewiß eine oder beide Hälfte zu Boden werfen. Noch konnte man allerdings sagen, dass sie einen einzigen Baum bildeten - eine Ruine zwar, aber immerhin eine vollständige Ruine.
"Ihr tatet recht daran, euch aneinander festzuhalten", sagte ich, als wären die riesigen Splitter lebende Wesen, die mich hören konnten. "So verletzt ihr jetzt auch ausseht, so verbrannt und verkohlt, scheint mir doch noch ein wenig Leben in euch zu stecken, das eurer festen Verbindung in den treuen, zuverlässigen Wurzeln entspringt. Ihr werdet nie mehr grüne Blätter tragen, nie mehr erleben, dass Vögel in euren Zweigen ihre Nester bauen und fröhliche Lieder singen. Die Zeit der Freude und der Liebe ist für euch vorüber, doch ihr seid nicht einsam und verlassen, denn jeder von euch hat einen Gefährten, der seinen Verfall mit ihm teilt."
Ich stimme dir zu, Sternchen. Ein MUSS! "Jane Eyre" ist ein Buch, das ich schon oft gelesen habe und das jedes Mal wieder toll ist. Jane ist sehr sympathisch und eine starke Frau.

Empfehlenswert ist übrigens auch "Der Fall Jane Eyre" von Jasper Fforde, ein skuriller Roman, in dem ein Schurke Jane Eyre aus dem Buch entführt. Eine Erklärung für das von vielen als esoterisch empfundene "Jane! Jane! Jane!" gibt's bei Fforde auch *zwinker*.

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Aeria
Hallo Aeria,

danke für den Tipp mit dem Roman. Ich werde das glatt einmal lesen, auch wenn es skurill ist. Das Jane gerufe, hab ich damals nicht so enorm esoterisch gefunden.

Liebe Grüße,
Sternchen