Literatopia

Normale Version: Schwesters Spur
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Das Laminatgehöft im Hinterland
verschwor’ner Hierarchien
beherbergt atmend deine Schuh’
und Senkel, blass wie Leinen –

der Sohlenstaub streut bleich Gestirn’
und Sonne auf den Pfad –
du folgst dem schmalen Grat
und deine Lieder weinen;


den Asphalt untergräbt ein Wurzelton
von langen Wimpernsaiten,
der dunkel mit Vergessen lockt
und Hoffnung, zu verneinen –

magnetisiert tanzt Mond sich wund
und brockt als roter Lehm –
du lebst gern unbequem
und deine Lieder weinen;


das Hinterlandgebälk, das Schulterblatt
der morschen Heilsgedanken
erschüttert Fundamente dir
und reißt dir Himmel nieder –

oh Schwester, Tau nässt meinen Blick
und blind erkenn’ ich dich
und deines Bruders Ungeschick –

oh, wein’ mir deine Lieder.