Literatopia

Normale Version: 30 Jahre Tschernobyl - und keinen interessiert es ...
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Hallo zusammen,

nun ist die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 30 Jahre her und ich habe das Gefühl, eigentlich interessiert das kaum jemanden mehr, vor allem die jungen Leute nicht.

Im TV kam auffällig wenig drüber, ein Bericht auf ZDF war kurz und wenig informativ. Erstaunlicherweise kam aber auf RTL2 eine Reportage, die ich sehr interessant fand - die kann man übrigens noch circa einen Monat hier kostenlos anschauen.

Mich würde jetzt interessieren, wisst ihr eigentlich, was genau in Tschernobyl passiert ist?
Wisst ihr, dass man versucht hat, das Unglück zu verheimlichen?
Wisst ihr, wie verzweifelt und hilflos die Menschen vor Ort darum gekämpft haben, dass nicht noch Schlimmeres passiert?
Wisst ihr, wie viele der sogenannten Liquidatoren nach ihrem Einsatz in Tschernobyl elend verreckt sind?
Und wisst ihr eigentlich, was genau mit einem passiert, wenn man "verstrahlt" wird?

Interessiert sich heute noch irgendjemand dafür? Oder ist das Thema in den Köpfen abgehakt, weil wir nach Fukushima ja quasi aus der Atomkraft ausgestiegen sind? Weil Fukushima auch wieder fünf Jahre her ist und es genug andere schlimme Nachrichten gibt. Glauben wir, wir haben die nächsten 20 Jahre nichts zu befürchten?

Tschernobyl ist nicht Vergangenheit. Tschernobyl strahlt immer noch vor sich hin. Da kann immer noch was passieren, keiner weiß, wie lange der neue Sarkophag hält. Wenn es gut läuft, 100 Jahre. Aber damit lösen wir das Problem nicht. Wir machen nur einen neuen Deckel drauf und schauen weg.

Auch für Deutschland gab es Folgen, auch einige kuriose, wie beispielsweise dieser Artikel zeigt ...
Heute noch werden in Bayern viele geschossene Wildschweine vernichtet, weil sie mit radioaktivem Cäsium belastet sind (der bayrische Wald hats ordentlich abgekriegt). Und der Mensch lernt nix ... wisst ihr, dass in Gorleben die Castoren oberiridisch in Hallen rumstehen, weil keiner weiß, wohin damit? Neue kommen gerade nicht dazu, weil z.B. Philippsburg seinen Müll momentan im abgeschalteten Block lagert. Wisst ihr, dass die Betonschale unter Philippsburg, die bei einer Kernschmelze verhindern soll, dass die Scheiße bis ins Grundwasser runter schmilzt, nicht dick genug ist, weil man sparen wollte? Der Beton würde wohl durchschmelzen, weil er nur 2 m dick ist (empfohlen von Atomphysikern wurden 7 m).

Ich hab mich mit dem Thema schon sehr viel beschäftigt und mich entsetzt immer noch, was damals passiert ist und dass das überall passieren könnte - und dass wir nichts lernen. Dass wir uns nicht mehr interessieren ...

Daher die Frage: Interessiert euch das? ...

Viele Grüße

- Zack
Hallo Zack.

Ja, es gibt eine Menge an schlechten Nachrichten gerade und die Aufmerksamkeit der Menschen ist abgelenkt. Nicht jedoch für Diejenigen, die das Ereignis selbst miterlebt haben. Der junge D. - der zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, dass er diesen Buchstaben irgendwann überproportional gebrauchen würde - kam gerade von einer Klassenfahrt wieder. Abends.
Die Eltern warteten bereits hibbelig auf den Bus, schnappten sich uns Kinder und rasten nach Hause. Bei mir war es zuerst still, dann hat mein Vater mir von einer Explosion erzählt. Von einer verseuchten Wolke, die bald über Deutschland schweben würde. Sie haben mich Zuhause unter die Dusche gesteckt und ich musste mehrmals duschen. Meine heißgeliebten Klamotten hat meine Mutter nahtlos im Müll entsorgt. Am nächsten Tag war dann auch ein Arzt in der Schule und untersuchte uns alle, aber die Ergebnisse weiß ich nicht mehr. (Müsste ich nochmal meine Mutter fragen, die hat das bessere Gedächtnis.)

In den Tagen danach kamen viele Nachrichten, wo vor verstrahlten Lebensmitteln gewarnt wurden. Meldungen aus Bayern, dass angeblich Ernten vernichtet und Tiere notgeschlachtet werden müssten. Die Zeitungen sprachen sogar davon, dass das Grundwasser und die Flüsse verstrahlt sein könnten.

Zusammen mit der Challenger-Katastrophe, die ich am Fernseher mitverfolgt habe, war dies das Jahr, das sich zuerst in meinen Kopf gebrannt hatte. Unverrückbar. Wie eingestanzt.


Zitat:Mich würde jetzt interessieren, wisst ihr eigentlich, was genau in Tschernobyl passiert ist?
Wisst ihr, dass man versucht hat, das Unglück zu verheimlichen?
Wisst ihr, wie verzweifelt und hilflos die Menschen vor Ort darum gekämpft haben, dass nicht noch Schlimmeres passiert?
Wisst ihr, wie viele der sogenannten Liquidatoren nach ihrem Einsatz in Tschernobyl elend verreckt sind?
Und wisst ihr eigentlich, was genau mit einem passiert, wenn man "verstrahlt" wird?
Ich hoffe, dass ich nicht der Einzige bin, wenn ich sage: Ja, ich weiß das alles. Besonders als ich im Zuge der weiteren Geschichtsplanungen mich mit Pripyet (der Stadt) beschäftigt hatte. Hier ein Film aus meiner Recherche-Ecke:
https://www.youtube.com/watch?v=S3rO6NgVR68
(Auch mit den langfristigen Planungen um einen neuen Sarkophag.)


Zitat:Interessiert sich heute noch irgendjemand dafür?
Nur, wenn es mitten bei Stuttgart21 den Grünen zum Wahlsieg verhilft. (Sorry.)


Zitat:Oder ist das Thema in den Köpfen abgehakt, weil wir nach Fukushima ja quasi aus der Atomkraft ausgestiegen sind?
Ich nehme das hier mal als Aufhänger wegen dem Ausstieg, denn über den bin ich mir nicht so sicher.
Zuersteinmal muss man beide Vorfälle unterscheiden:

Tschernobyl war ein Unfall, begründet auf menschliche Überheblichkeit, mangelnde Sicherheitsysteme inmitten eines dikatorischen Systems. Ich schreibe hier bewusst 'diktatorisch', setze es aber wertneutral ein - denn der Vorteil war, dass man dadurch die Maßnahmen (relativ) schnell ergreifen konnte, die schließlich zum Sarkophag führten. Andererseits verurteilte man zig Menschen zum Tode, sei es durch den Einsatz am Reaktorkern selbst oder durch Verschweigen und Verharmlosen, was gerade die Bevölkerung am stärksten in Mitleidenschaft zog.

Fukushima war eine Naturkatastrophe, kombiniert mit technischen Mängeln, die (mMn) erst dadurch als Mängel sichtbar in Erscheinung traten. (Die Entscheidung, Reaktoren auf Inseln zu bauen, die erdbebengefährdet sind, halte ich da mal raus.) Und obwohl Japan kein 'böses' dikatorisches Regime hat, sondern eine Demokratie ist, kann ich nicht sagen, ob wir alle wirklich alles darüber wissen.

Beide Vorfälle scheinen oberflächlich zu suggerieren, dass die Menschheit aus der Atomenergie aussteigen sollte. In der Folgezeit nach 2011 wurde dann ja auch kräftig die Werbetrommel dafür gestartet. Windparkanlagen wurden und werden gebaut, auf freien Flächen im Norden, inmitten von Wäldern, nördlich von Helgoland in der Nordsee. Alternative Energie, wie schön. Wenn ich mir anschaue, mit welcher Vehemenz Menschen gegen den Bau der A44 vorgegangen sind, weil es dort bedrohte Glühwürmschen gibt (ich übertreibe), finde ich es sehr verwunderlich, wie einfach und kompromisslos das Meer und seine Fauna außen vor gelassen wird.

Abgesehen davon durfte ich, als uniformierter Mensch, im Zuge einer dienstlichen Weiterbildung, auch ein (der Kaserne naheliegendes) Kernkraftwerk besichtigen. Ich erinnere mich daran genau, wie uns gezeigt wurde, dass die alternativen Anlagen zwar eine Menge Strom produzieren können, aber nicht die nötige StromSTÄRKE, die ein AKW produzieren kann.


Zitat:Heute noch werden in Bayern viele geschossene Wildschweine vernichtet, weil sie mit radioaktivem Cäsium belastet sind (der bayrische Wald hats ordentlich abgekriegt).
Habe ich während einer laufenden Übung 1999 mitbekommen, weil in dem privaten Waldgebiet Jäger mit scharfen Gewehren waren, die sich einen Dreck um 250 Soldaten geschert haben, die dort gerade eine Einzelkämpferübung OHNE FUNK absolvierten.


Zitat:und dass wir nichts lernen.
Das glaube ich nicht. AKWs kann man noch sicherer machen, gewiss. AKWs kann man auch gegen Terroristen beschützen, ja. Die Unsicherheitsfaktoren sind eigentlich diejenigen, die nur den Profit sehen, die Umwelt nicht gebührend einrechnen (Erdbebengebiete) und auf Sicherheitssysteme verzichten.

Ja, der verstrahlte Müll, der übrig bleibt, belastet natürlich auch. Zumindest während der langen Halbwertzeitperiode - aber dafür im Gegensatz nur noch alternative Energie zuzulassen, finde ich bedenklich. Meiner Meinung nach täte es ein gesunder Mix aus allem.

LGD.
* Zack korrigiert:

Keinen außer Dreadnoughts und mich interessiert es *seufz* ....
Hi Zack,

was genau erwartest du denn?...


Ich denke, es ist nicht so, dass es Niemanden mehr interessiert was damals passiert ist.
Für Außenstehende wie z.B. mich ist es *sorry*, nur ein Unglück von vielen. Erst kam der zweite Weltkrieg, dann die DDr, Tschernobyl, der Kalte krieg und so weiter und sofort. Die Liste im *modernen* Geschichtsunterricht ist lang. Das hört sich für Beteiligte immer schwer an, aber es ist die Wahrheit. Wir haben nicht mehr das Jahr kurz nach Tschernobyl, sondern wir haben neue Probleme und davon nicht gerade wenige.
Außerdem meine ich mich zu erinnern das eine andere Atomkatastrophe>>> Japan für viel Trubel gesorgt hat und es wurde nicht selten der Vergleich zu Tschernobyl gemacht. Japan scheint zwar nichts draus gelernt zu haben, aber ist es nicht so, dass auf Druck des Volkes in Deutschland sämtliche Kraftwerke abgestellt wurden bzw werden?
Auch wenn weiterhin Atomstrom aus dem Ausland eingekauft wird um den Bedarf zu decken finde ich, ist das schon ein Erfolg.
Aber naja..., da ich nicht soviel wie Dreadnoughts informiert bin ist das eine ziemlich oberflächlich bezogene Meinung. Ich denke aber, dass so wie ich viele Menschen denken. Viel geben auch die Medien vor...was man denken soll...
Aber wie oben gesagt finde ich, dass es momentan *sorry* wichtigere und vorallem aktuellere Probleme auf der Welt gibt. Irgendwie muss man schließlich auch Politik machen können. Man kann *übertrieben gesagt* nicht auf die Umweltprobleme bestehen wenn sich zum selben Zeitpunkt der dritte Weltkrieg anbahnt (jener würde außerdem wieder viel Umweltschaden verursachen...). Klar hängt alles irgendwo zusammen und es ist schwer Themen als wichtiger einzustufen als andere, aber so ist es nunmal...
So schwer es auch ist versuch doch mal den vergleich zu machen:
Ist es nicht so, dass über alle geschichtlichen Vorfälle mal ein Fernsehbeitrag läuft und mal nicht?
Ausführliche Berichterstattungen, ob nun von den Medien beeinflusst oder nicht gibt es von jedem Unglück was da draußen passiert ist. Aber mehr als ein Gedenktag ist leider nicht drin.

Soviel zu meiner Meinung,

LG Jan
Hallo Jan,

ja, ich denke, deine Meinung spiegelt die vieler anderer wieder. Man wird ja regelrecht bombardiert mit Schreckensmeldungen, es gibt einen Haufen anderer Probleme und die Liste der historischen Tragödien ist lang.

ABER: Tschernobyl war nicht einfach ein Unglück vor 30 Jahren und ist vorbei. Tschernobyl ist SEIT 30 Jahren eine Katastrophe und wird es noch hunderte, wenn nicht tausende Jahre bleiben. Tschernobyl ist nicht vorbei. Es ist nur unsichtbar geworden ... weil wir uns höchstens noch für das interessieren, was aktuell in den Nachrichten läuft.

Und Tschernobyl zeigt wunderschön erschreckend auf, welches Problem wir uns aufgehalst haben und welches Problem wir ignorieren, weil andere gerade die Medien dominieren. Nur weil nicht drüber berichtet wird, gibt es keine Probleme in Atomkraftwerken - die sind da! Und immer mehr sind marode und bei vielen sind die Sicherheitsbestimmungen nicht erfüllt. Im Moment ist da kein sichtbares Problem, aber WENN was passiert, scheiße! Und dann hat es natürlich niemand kommen sehen.

Da geht es nicht nur um Umweltschutz, da geht es um unser Leben und die Zukunft unserer Kinder, die mal auf diesem ganzen radioaktiven Müll hocken werden und ihn von einem Ort zum anderen schieben, weil keiner weiß, wohin mit dem Dreck. Und es geht darum, dass wir dagegen etwas tun könnten, dass wir z.B. endlich mal die Sicherheitsbestimmungen erfüllen und vor allem keine neuen Atomkraftwerke bauen. Wir könnten etwas tun, aber wir tun es nicht, weil es einfacher, billiger, bequemer ist ...

Mir geht es mit dem Beitrag darum, dass man mal drüber nachdenkt, welche Konsequenzen ein Tschernobyl oder auch ein Fukushima nach sich zieht. Und dass das nach einem Jahr nicht einfach Geschichte ist. Mir geht es darum, dass man zurückschaut und etwas daraus lernt - aber naja, etwas aus der Geschichte gelernt hat die Menschheit eigentlich noch nie.

Ich kann deine Haltung absolut nachvollziehen. Aber ich finde sie bedauerlich. Sollen wir nur noch brav abnicken, was aktuell berichtet wird, und nicht drüber reden? Aus den Augen, aus dem Sinn?

Grüße

- Zack
Hi Zack,
an mir ist dieser Jahrestag tatsächlich vorüber gegangen. Allerdings schaue ich auch so gut wie kein Fernsehen mehr. In der Tat ist Tschernobyl für mich weit weg - und ich meine nicht räumlich. Ich finde Strahlung ist etwas sehr Abstraktes. Und die Gefahr ist zwar verständlich, aber nicht greifbar. Vielleicht auch, weil viele Auswirkungen erst Jahre später ersichtlich wurden / werden. Kriege hingegen sind präsend und die Opfer und Schäden sofort ersichtlich.
Das soll keine Ausrede sein. Vielmehr möchte ich mich bei dir und auch Dread bedanken - fürs Insbewusstseinrücken und auch die interssanten Berichte. Zumindest in mir habt ihr beide etwas damit erreicht und bewegt.

Liebe Grüße
Addi
Hallo Jan.


Zitat:Aber naja..., da ich nicht soviel wie Dreadnoughts informiert bin ist das eine ziemlich oberflächlich bezogene Meinung. Ich denke aber, dass so wie ich viele Menschen denken. Viel geben auch die Medien vor...was man denken soll...
 
Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass ich die Weisheit mit Löffeln zu mir genommen habe. Die Weisheit an sich ist ein Entwicklungsprozess, eine Begleiterscheinung des Lebens, wo durch verschiedene Ereignisse Wissen erlangt wird – ob Eigeninteresse oder aufgezwungen.  Wobei zu beachten ist, dass man von außen leichter beeinflusst werden kann, als durch sich selbst heraus. Und gerade beim letzten Punkt frage ich mich, warum das so ist. Warum lassen sich manche Menschen berieseln? Warum warten diese mit Meinungen auf, die sie kopieren/nacherzählen ohne sich darum gekümmert zu haben, ob dies tatsächlich korrekt ist? Oder ob es noch andere Varianten, Möglichkeiten oder Ansichten gibt?
 
@Zack:

Zitat:ABER: Tschernobyl war nicht einfach ein Unglück vor 30 Jahren und ist vorbei. Tschernobyl ist SEIT 30 Jahren eine Katastrophe und wird es noch hunderte, wenn nicht tausende Jahre bleiben. Tschernobyl ist nicht vorbei. Es ist nur unsichtbar geworden ... weil wir uns höchstens noch für das interessieren, was aktuell in den Nachrichten läuft.

Es sei denn, es wird wieder Wahlkampf gemacht, dann gibt es nicht nur Tschernobyl, sondern auch Fukushima im Doppelpack. Und direkt danach: Hiroshima und Nagasaki, für Fortgeschrittene.
 

Zitat:Ich kann deine Haltung absolut nachvollziehen. Aber ich finde sie bedauerlich. Sollen wir nur noch brav abnicken, was aktuell berichtet wird, und nicht drüber reden? Aus den Augen, aus dem Sinn?

Beim Stichwort Aus den Augen, aus dem Sinn fällt mir ein:
Mehrwertsteuererhöhung von 16 auf 19%. Beschlossen während der WM 2006.
Erhöhung Krankenkassenbeiträge Von 14,9 Prozent auf 15,5. Beschlossen während der WM 2010, und zwar einen Tag vor dem Halbfinalspiel Deutschland-Spanien.
Reform des Meldegesetzes, wonach die Meldeämter die Daten von Bürgern an Firmen und Adresshändler weitergeben dürfen, wenn die Bürger vorher nicht ausdrücklich widersprochen haben. Zeitpunkt: EM 2012, Halbfinalspiel Deutschland – Italien.
Und 2014 nicht nur das Erneuerbare-Energie-Gesetz, der Versuch des Frackings, Mindestlohn-Vorgaben und Versuch der Einführung einer Autobahn-Maut für PKW. Kappung der Ausschüttsummen bei Lebensversicherungen. (Quelle: http://www.rp-online.de/politik/waehrend-der-wm-geht-es-um-strittige-gesetze-aid-1.4335541)

@Addi:

Zitat:Vielmehr möchte ich mich bei dir und auch Dread bedanken - fürs Insbewusstseinrücken und auch die interssanten Berichte.

Einen habe ich noch: Als wir damals in besagtem AKW waren und man uns aufzeigen wollte, wie gefährlich Arbeiten nahe der Brennstäbe und dem schweren Wasser ist, versuchten sie es mit einem Bildnis.
„Stellen Sie sich vor, sie sind in einem normalen Schwimmbad, mit einem großen und tiefen Schwimmerbecken, und dieses ist mit schwerem Wasser gefüllt. Sie setzen sich an den Beckenrand und lassen ihre Beine ins Wasser baumeln. Es dauert nicht lange, dann würden Ihre Beine nach unten gezogen, Sie würden nach unten gezogen, ganz ohne Wirbel oder Strudel – und zwar so lange, bis sie unten auf dem Beckengrund stehen. Ohne eine Chance je wieder nach oben zu gelangen.“
 
LGD.
Hallo zusammen,

ich weiß, dass es ziemlich unhöflich ist, hier einfach reinzuspringen, ohne etwas zu dem Thema selbst zu sagen. Ich mache es trotzdem, um auf eine Petition aufmerksam zu machen, in der die Landesregierung Rheinland-Pfalz aufgefordert wird, gegen die (störanfälligen) Atomkraftwerke Cattenom und Tihange vorzugehen, da dortige Zwischenfälle unweigerlich auch uns in Deutschland betreffen würden.

Bitte verzeiht mir also mein grobes Reingrätschen in diese Diskussion und überlegt euch, ob ihr dieser Petition eure Unterschrift geben wollt/könnt:
Link
(https://www.openpetition.de/petition/onl...nd-tihange)
(Auch wenn es wichtig ist, Stimmen aus Rheinland-Pfalz zu sammeln, werden natürlich alle anderen Unterschriften ebenfalls gezählt und weitergeleitet.)

Liebe Grüße
Lanna