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Normale Version: Industriekultur an de r Lippe
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Regionalverband Ruhr (Hrsg.): T 2 Industriekultur an der Lippe; 128 Seiten; ISBN: 978-3-932165-58-6

Die Route der Industriekultur erschließt das Ruhrgebiet touristisch. Bedeutende und attraktive Orte werden dabei als "Ankerpunkte" bezeichnet; sie werden mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln verknüpft. 25 solcher Ankerpunkte gibt es so zu entdecken, aber auch 14 Panoramen der Industrielandschaft und 13 bedeutende Siedlungen.

Dies hier ist die Nummer 7 der 25 Themenrouten. Sie führt in den Norden des Ruhrgebiets. Der früher ländlich geprägte Raum wurde erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts von der Industrialisierung erreicht und spielt seitdem als Trinkwasserlieferant und Erholungsgebiet eine bedeutsame Rolle.

Die regionale Industrialisierungsgeschichte ist hier sehr facettenreich ausgeprägt. Zechen wie Maximilian in Hamm sind hier vertreten, Auguste Victoria / Blumenthal in Marl und Fürst Leopold in Dorsten; die Betriebsanlagen und Zechensiedlungen zeugen von den Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen.
Der Chempark Marl, das Forschungs- und Entwicklungszentrum der Ruhrgas AG in Dorsten, die Quarzwerke in Haltern und die Dachziegelwerke Nelskamp in Schermbeck sind auch heute noch bedeutende Wirtschaftszweige vor Ort.

Der Schleusenpark Waltrop mit dem Alten Schiffshebewerk Henrichenburg ist eine ingenieurswissenschaftliche Meisterleistung. In Wesel gibt es das Preußen-Museum zu sehen.

Die Ausflugsziele werden nach einem einheitlichen Schema vorgestellt. Jede Seite enthält 2 Spalten. Die Ausflugsziele werden in der Regel mit 2 Spalten, also 1 Seite, beschrieben. Zu Beginn des Textes gibt es formale Daten wie Adresse, Öffnungszeiten und Anreisemöglichkeiten. Dann folgt ein beschreibender Text. Oft ist auch eine Schwarzweißfotographie enthalten. Dieses Themenheft ist damit wie alle anderen Themenhefte aufgebaut.

Genau 80 Stationen können auf dieser Themenroute angesteuert werden. Ziele wie das Alte Schiffshebewerk Henrichenburg Waltrop, das Heimatmuseum Waltrop, das Römermuseum Wesel, das Hermann Grochtmann - Museum in Datteln und den ChemPark Marl kenne ich persönlich aus eigener Anschauung, ohne daß ich bewußt dieser Themenroute gefolgt wäre.

Bei den enthaltenen Siedlungen und Bergwerken reichte meine Energie noch nicht aus, um dorthin zu reisen.

Der Kommunalverband (heute Regionalverband) Ruhr bemüht sich sicherlich um den Tourismus in der Region. Ob die bishergien unspektakulären und industriegeschichtlichen Aktionen ausreichen, um Besucher von auswärts anzulocken, wäre schon eine eigene Untersuchung wert. Wer im Ruhrgebiet lebt und wohnt, für den sind viele Stationen jedenfalls irgendwann vertraut und nicht mehr der Reise wert.