Es ist: 20-09-2020, 20:38
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Geburtenschicksal - Teil 2/4
Beitrag #1 |

Geburtenschicksal - Teil 2/4
Geburtenschicksal

Teil 2




Während er auf dem Schemel saß – das Gesicht in den Händen verborgen – und den Schreien seiner Frau lauschte, stellte er sich eine einzige Frage: Warum?
Er sah auf und ließ seinen Kopf in einer Anwandlung von Selbstbestrafung auf die Wand hinter ihm fallen. Warum? Es war nicht gerecht, den Qualen seiner Frau zu lauschen und sich zu wünschen, statt ihr würde eine Andere im Bett liegen. Dabei war es acht Monate her, dass er die Hexe erneut aufgesucht hatte. Acht Monate, in denen er bereute, Marianne ein weiteres Mal besucht zu haben. Er hatte seiner Frau die Treue geschworen, er pries Moral, er hielt sich an die Gesetzte des Staates, aber auch an die der Kirche. Immer wieder beruhigte er sich mit dem Gedanken, dass sie ihn verführt hatte. Womöglich hatte sie ihn verhext, einen Liebestrank gebraut und in seinen Wein gemischt. Immerhin hatte er sich danach geschworen, sie nie wiederzusehen und er hatte diesen Vorsatz eingehalten.
Ein Geräusch ließ ihn aufschrecken. Die Tür hatte sich geöffnet, im Spalt zeigte sich ein verschwitztes Gesicht, in dessen Augen er etwas las, dass seine Brust zusammenschnürte. Erst jetzt bemerkte er, dass eine unheimliche Stille eingetreten war. Mit einem Satz sprang er von seinem Schemel auf und war an der Tür. Wortlos, mit einem stummen Seufzer, ließ ihn die Hebamme eintreten.
Der Anblick schien in einzelne Teile vor seinen Augen zu zerfasern. Das Bild brannte sich in seine Kopfhaut und ließ ihn die Luft anhalten. In der Mitte des breiten Bettes lag seine Frau, umgeben von zerwühlen Laken. Schweiß glitzerte im Kerzenschein auf ihrer blassen Haut, unter ihrem Schoß hatte sich eine Lache Blutes gebildet. Er brauchte nicht zu fragen, um es zu wissen. Kurz presste er die Augen zu. In der Dunkelheit seiner geschlossenen Lider fragte er: „Das Kind?“
Ein Augenblick des Schweigens, ehe eine bedauernde Stimme flüsterte: „Es tut mir Leid …“

Ein ganzes Jahr.
Ihm wurde bewusst, dass er nicht länger warten konnte. Es war Zeit, wieder zu heiraten, sich eine Frau zu suchen und sie an seine Seite zu binden. Er stand auf und ging hinüber zum Fenster, um es zu öffnen. Wind blies in das kleine Zimmer hinein, wirbelte den Staub von unzähligen Büchern auf. Mit der Zeit war die Bibliothek zu einem seiner liebsten Orte geworden – ein Rückzug, wenn er der Vergangenheit gedenken wollte.
Sein Blick fraß sich in den Anblick der untergehenden Sonne. Blassrotes Licht zog sich in ein Veilchenblau. Seufzend schüttelte er den Kopf. Es war nicht das erste Mal, dass er an sie dachte. Doch in letzter Zeit flammte ihr Name immer häufiger durch seinen Kopf. Was war aus ihr geworden?
Marianne.
Dieser einfache Name zu einer Frau, die so ungewöhnlich war. In dem Augenblick, da er versuchte, sich ihr Gesicht in Erinnerung zu rufen und merkte, dass er noch jeden einzelnen ihrer Züge vor sich sah, wusste er, dass er sie finden musste.

Es war, als wäre die Zeit an diesem Ort stehen geblieben. Über seinem Kopf stimmte das Zittern der Blätter, vereint mit dem Gesang der Nacht ein stilles Lied an. Er sprang von seinem Pferd ab, band die Zügel an einen Baumstamm und betrachtete den Eingang der Höhle. Moos und Efeu rankten am Stein empor, eine Spinne krabbelte über den Fels und kehrte zu ihrem schimmernden Netz zurück.
Nach einem letzten Seufzen trat er einen Schritt in die Dunkelheit ein. Er wusste, dass er einige Meter ins Ungewisse gehen musste, ehe er den eigentlichen Wohnraum der Hexe erreichte. Doch etwas hielt ihn davon ab, weiterzugehen. Ein Knacken, das ihn herumwirbeln ließ.
„Dann bist du also zurückgekommen.“
Er kniff die Augen zusammen und versuchte in der Finsternis des Waldes eine Gestalt auszumachen; jene Gestalt, zu der die unverkennbare Stimme gehörte. Wieder ertönte ein Knacken. Gleich darauf trat sie in den Schein des Mondlichts, genau vor ihm.
Diesmal wirkte ihr Haar beinahe Silbern, ihre Augen schienen zu leuchten. Vielleicht irrte er sich, vielleicht lag es an der tiefen Schwärze, aus der sie getreten war – aber sie wirkte völlig unverändert, um keinen Tag gealtert. Er bemerkte den Korb um ihren Arm und spürte gleichzeitig, wie sie ihn musterte.
„Ja, das bin ich.“
Unmerklich nickte sie. „Es tut mir Leid“, sagte sie.
„Was?“
Er wünschte, sie würde nähertreten. Die Dunkelheit hing wie ein Schleier an ihren Schultern und ließ ihn frösteln.
„Du hast deine Frau verloren und einen Sohn.“
„Woher weißt du, dass es ein Sohn war?“ Seine Worte hatten einen bedrohlichen Klang angenommen, seine Haltung wurde lauernd.
Sie hat kein Recht, es zu wissen. Sie sollte es nicht wissen.
Ein melancholisches Lächeln ließ sich auf ihren Lippen nieder, ehe sie antwortete. „Hast du vergessen, was ich bin?“ Es lag keine Bitternis in ihrer Frage, nur ein stummer Vorwurf. Eine Mahnung, dass er sie nicht unterschätzen und schon gar nicht mit ihr spielen sollte. Sie war nicht eine seiner Frauen und schon gar nicht eine von jenen, die sich beugten.
„Hast du es gewusst, Hexe? Hast du gewusst, dass sie sterben würden? Wenn ja, warum hast du mir den Trank gegeben? Ja, er hat gewirkt, sie gebar ein Kind und verlor dabei ihr Leben, ebenso mein Sohn. Was hatte es für einen Zweck? Was hatte es dann für einen Sinn?“
„Ich wusste es nicht“, sagte sie schlicht. „Ich kann nur das voraussehen, was man mir zeigt. Ich bin nicht allwissend. Lass deinen Zorn also nicht an mir aus.“
Er bemerkte, dass jeder Muskel in seinem Körper mit einem Mal angespannt war und versuchte seine Wut zu lösen. Wie lange saß sie bereits in seinem Herzen?
„Weshalb bist du hergekommen?“
„Ich weiß es nicht“, gestand er und erwiderte ihren Blick eine Weile, bis sie sich endlich von der Stelle löste und an ihm vorbei in die Höhle ging. Ein Geruch nach Hartz und Erde hing ihr nach. Im Inneren des Felsens entzündete sie mit zwei Steinen die Fackeln. Roter Lichtschein zog sich über die Wände, fraß sich in den Stein und ließ Schatten in die Winkel huschen. Nach einer Biegung erreichten sie den kreisrunden Wohnraum. Auch hier hatte sich nichts verändert, bis auf …
Er neigte den Kopf zur Seite und starrte in eine hintere Ecke. „Was ist das?“
Er deutete auf etwas wie eine größere Holzkiste, deren Boden abgerundet war.
Mariannes Blick war unergründlich.
„Das“, sie machte eine Pause, um ihren Korb auf den Boden zu stellen. Er sah, dass sie Kräuter darin gesammelt hatte. „Das ist das Bett deiner Tochter.“
Er konnte nicht beschreiben, wie sein Herz zu einem Klumpen wurde, wie das Blut von einer Sekunde auf die nächste kochte und in sein Gesicht stieg. Seine Augen verwandelten sich in schmale Schlitze, er beugte sich vor.
„Was hast du gesagt?“
Sie antwortete nicht, sonder nickte hinüber zu dem Bett. Es kam ihm unglaublich mühselig vor, einen Schritt vor den anderen zu setzen. Als stünde plötzlich eine Barriere zwischen ihm und der Kiste. Seine Hände verkrampften sich, während er sich über die kleine Gestalt lehnte und am Rand der Wiege festklammerte.
Das Kind lag auf der Seite, das blonde Haar fiel ihm ins Gesicht, der Mund war leicht geöffnet. Sein Blick hing an den kleinen Händen, die sich zu einer Faust geballt hatten. Er konnte sogar Atemzüge hören. Eine Decke war über den kleinen Körper ausgebreitet.
„Du sagst, es ist meine Tochter?“ Er betrachtete das Gesicht. Waren das nicht seine kleinen Ohren und der Zeh war ebenso geformt wie sein eigener.
„Ich schwöre es bei meinem Leben.“
„Was ist der Schwur einer Hexe wert?“
Er wirbelte herum. Zorn stieg in ihm auf.
Ein Jahr.
„Warum hast du es mir nicht gesagt? Warum?“
„Deine Frau war schwanger und wer hätte eine Hexe zu dir vorgelassen?“
Luft in seine Lungen zu pumpen schien ein mühseliger Vorgang geworden zu sein. Dabei konnte er nicht einmal sagen, was schlimmer war: Dass sie ihm ein Kind verschwiegen hatte oder dass er plötzlich eine uneheliche Tochter an Stelle eines Sohnes hatte. Aber eines war sicher: Er hatte ein Kind.
„Ich werde sie zu mir nehmen. Ich werde sie anerkennen! Sie ist meine Tochter.“
Etwas veränderte sich in Mariannes Gesicht. Ihre zuvor ausdruckslosen Züge verwandelten sich in kühle Entschlossenheit.
„Nein, das wirst du nicht. Sie bleibt bei mir. Wer würde das Kind einer Hexe schon anerkennen? Was willst du ihnen sagen? Nein, meine Tochter wird nicht in Schimpf und Schande aufwachsen. Niemand wird sie als Bastard brandmarken. Sobald sie diesen Wald verlässt, ist sie nicht mehr als das Kind einer … einer Ausgestoßenen.“
„Dann willst du sie also gerade dazu erziehen?“ Er schritt zu ihr hinüber und schüttelte den Kopf. „Soll sie ewig hier bleiben? Willst du ihr deine Künste beibringen? Ist das alles, was sie vom Leben zu erwarten hat?“
Er hatte nicht erwartet, dass ihre Stimme einen derartig schneidenden Klang annehmen, derartig kalt wirken konnte, als sie sagte: „Du kannst sie nicht anerkennen! Selbst wenn du es tust, niemand anderes wird dir dabei folgen.“
„Hier kann sie aber auch nicht bleiben.“
Marianne seufzte, wandte ihr Gesicht von ihm ab und verschränkte die Arme vor die Brust. „Gut“, er fühlte sich müde, erschöpft. „Was soll ich also tun?“
Ihr Blick traf ihn unerwartet und eisern.
Auch dieses Mal würde er ihren Worte folgen leisten.

Zu Teil 3

"kein Mann ist so stark wie eine Frau, die schwach wird" (Hans Holt)
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Beitrag #2 |

RE: Geburtenschicksal - Teil 2/4
Huhu, werte Konkurrentin!^^

Auf zum nächsten Teil! Icon_smile Oh, und irgendwie hast du recht, ich halte dich vom Kommentieren ab ... ich wäre dir jedenfalls nicht böse, wenn du erst nach dem Wettbewerb antwortest!^^

Zitat:Es war nicht gerecht, den Qualen seiner Frau zu lauschen und sich zu wünschen, statt ihr würde eine Andere im Bett liegen.
Er denkt an Marianne, obwohl seine Frau gerade in den Wehen liegt? Wie gemein!

Zitat:Dabei war es acht Monate her, dass er die Hexe aufgesucht hatte. Acht Monate, in denen er bereute, Marianne ein weiteres Mal besucht zu haben.
In den ersten Satz möglicherweise ein "erneut" einfügen ... so ist es beim ersten Lesen ein kleines bisschen unklar. Außer du möchtest den Leser erst glauben lassen, dass das letzte Kapitel acht Monate her ist. ^^

Zitat:Immer wieder beruhigte er sich mit dem Gedanken, dass sie ihn verführt hatte.
Ein bisschen viel "hatte" in diesem Abschnitt. Diesen Satz zum Beispiel könntest du gut anders aufbauen:
"Immer wieder beruhigte er sich mit dem Gedanken, dass sie ihn verführt haben musste." (die simple Version Icon_wink) oder auch "Sie musste ihn verführt haben! Immer wieder versuchte er sich mit diesem Gedanken zu beruhigen."

Zitat:und er hatte seinem Vorsatz standgehalten.
Icon_lol Wenn du deinem Vorsatz standhälst, heißt es dann nicht, dass du dich gegen ihn zu Wehr setzt? Normalerweise hält man seinen Vorsatz ein.^^
Standgehalten hat er der Versuchung die sich vermutlich wie eine tückisch flüsternde Schlange in seine Gedanken schleicht, obwohl er sich das nicht eingestehen will, nehme ich an. (Oh Gott, die Pferde gehen mit mir durch O.O)

Zitat:Der Anblick schien in einzelne Teile vor seinen Augen zu zerfasern.
Hm ... mein Gefühl will hier etwas umstellen: "Der Anblick schien vor seinen Augen in einzelne Teile zu zuerfasern" irgendwie klingt es für mich besser wenn die zueinander gehörenden Teile auch nah beieinander stehen.^^ Nebenbei: "Teile" ist nicht ganz perfekt finde ich, Vorschläge: Bruchstücke, Splitter.

Zitat:Kurz presste er die Augen zu.
Hm ... normalerweise schreibt man doch: "presste die Augenlider zusammen" vielleicht ist deshalb einfach nur Gewohnheit, aber irgendwie klingt es so für mich ... umgangssprachlich. Mrgreen (Aber andererseits ist es immer löblich aus festgefahrenen Sprachstrukturen auszubrechen. Yeah!^^) Natürlich vermeidest du so auch eine Dopplung mit den Lidern im nächsten Satz. Hm ...

Zitat:Ein Augenblick des Schweigens, ehe eine bedauernde Stimme flüsterte: „Es tut mir Leid …“
Das Kind ist tot? Er wird sicher denken, Marianne hätte ihn betrogen! Was ist mit der Mutter? Sie hat ja viel Blut verloren ... aber sie ist schweiß bedeckt, aber das kann auch noch von vorhin sein. Lebt sie, oder ist sie tot? O.O

Zitat:Es war Zeit, wieder zu heiraten, sich eine Frau zu suchen und sie an seine Seite zu binden.
Also ist auch die Frau gestorben. Hat er sie eigentlich wirklich geliebt, oder war es eher eine Zweckehe? Den die unterdrückten Gefühle aus dem ersten Teil, dass waren echte.^^

Zitat:Wind blies in das kleine Zimmer hinein, wirbelte den Staub auf unzähligen Büchern auf
Dopplung von "auf" ... warum nicht das erste einfach durch "von" ersetzen?

Zitat:Mit der Zeit war die Bibliothek zu einem seiner liebsten Orte geworden – ein Rückzug, wenn er der Vergangenheit gedenken wollte.
Na ja ... nach einen Jahr würde ich noch nicht von "Vergangenheit" sprechen. Vielleicht etwas konkreteres? Wenn er seiner Frau gedenken wollte und - ja und auch Marianne. *g* irgendwie bin ich mir in der Hinsicht sehr sicher nicht wahr? Nicht das ich am Ende komplett auf die Nase falle. ^^

Zitat:Blassrotes Licht zog sich in ein Veilchenblau.
Schönes Bild! Alternative zu "zog" wäre vielleicht auch "verwischte".

Zitat:Doch in letzter Zeit flammte ihr Name immer häufiger durch seinen Kopf. Was war aus ihr geworden?
Marianne.
So ist sie natürlich viel cooler eingebracht, als mein Vorschlag oben ... aber Recht hatte ich jedenfalls! Mrgreen

Zitat:Dieser einfache Name zu einer Frau, die so ungewöhnlich war.
Hm ... dieser Satz will mir irgendwie nicht passen. Ich verstehe was du sagen willst, aber ich glaube so ist es ... nicht ganz richtig, grammatisch und so. Vielleicht "Dieser einfache Name wollte nicht passen zu einer Frau, die so ungewöhnlich war". Ist zwar etwas umständlich gefällt mir aber besser.

Sie hat ja einen gewaltigen Eindruck auf ihn hinterlassen ... aber das hat man im ersten Teil auch gemerkt.^^

Zitat:Es war, als wäre die Zeit an diesem Ort stehen geblieben.
Eine Dopplung von "war" ... vielleicht: "Die Zeit schien an diesem Ort stillgestanden zu haben" oder so?

Zitat:Die Dunkelheit hing wie ein Schleier an ihren Schultern und ließ ihn frösteln.
Schön!

Zitat:„Das“, sie machte eine Pause, um ihren Korb auf den Boden zu stellen. Er sah, dass sie Kräuter darin gesammelt hatte. „Das ist das Bett deiner Tochter.“
Das habe ich mir gedacht. Icon_smile Ich bin gespannt wie er es aufnimmt.^^

Zitat:Er konnte nicht beschreiben, wie sein Herz zu einem Klumpen wurde, wie das Blut von einer Sekunde auf die nächste kochte und in sein Gesicht stieg.
Eigentlich ein sehr schönes Bild, aber so will mir das nicht ganz gefallen, denn sein Herz wird ja nicht wirklich zu einem Klumpen. Ich würde das trennen: "Er konnte nicht beschreiben was er fühlte. Sein Herz schien zu einem Klumpen zu werden ..." vielleicht so?^^ (Immer nur ein Vorschlag)

Zitat:Waren das nicht seine kleinen Ohren und der Zeh war ebenso geformt wie sein eigener.
Icon_lol Er erkennt seinen Zeh? Mit einem Blick?

Dieser Teil hatte, vor allem am Anfang, einige sprachliche Ungereimtheiten (zumindest kommt es mir so vor ^^) aber desto näher wir einer erneuten Begegnung mit Marianne rücken, desto mehr lassen sie nach. Auch atmospherisch, ja inhaltlich verbessert sich dieser Teil, wenn er wieder zu Marianne kommt. Hier gelingt es dir wirklich gut seine Gefühle und Gedanken zu vermitteln, seine Überheblichkeit gepaart mit seiner Hilflosigkeit zu vermitteln.
Den Teil dazwischen ist dir nicht ganz so gut gelungen. Ihm fehlt etwas die Tiefe finde ich, das was du über "ihn" schreibst bleibt etwas an der Oberfläche ... vielleicht liegt es daran, weil er sowieso die ganze Zeit an Marianne denkt ... und du auch. Icon_wink Der Zwischenteil war nicht schlecht geschrieben, ihm fehlte nur das ... gewisse Etwas, das du über Marianne ein bringst.^^

Jetzt bin ich sehr gespannt wie es mit diesem ungewöhnlichen Paar (ja ich weiß sie sind kein Paar ... noch!) weiter geht.

Liebe Grüße vom Wanderer

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

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Beitrag #3 |

RE: Geburtenschicksal - Teil 2/4
hey weltenwanderer,

Da ich dir keinen weiteren Grund zum Schluchzen, Verzagen und Bereuen gesagter Angebote geben möchte, werde ich meine Antwort noch vor Ablauf diesen MOnats erteilen Mrgreen

Zitat: Wenn du deinem Vorsatz standhälst, heißt es dann nicht, dass du dich gegen ihn zu Wehr setzt? Normalerweise hält man seinen Vorsatz ein.^^
hoppala ... dass du so was auch bemerkst ^^


Zitat:So ist sie natürlich viel cooler eingebracht, als mein Vorschlag oben ... aber Recht hatte ich jedenfalls!
*lach* ja, Recht hattest du Icon_wink

Zitat: Er erkennt seinen Zeh? Mit einem Blick?
Natürlich, ein Zeh ist etwas sehr Herausstechendes, der Zeh in meiner Familie ist auch ein prägendes Erbgut Mrgreen

Zitat:Dieser Teil hatte, vor allem am Anfang, einige sprachliche Ungereimtheiten (zumindest kommt es mir so vor ^^) aber desto näher wir einer erneuten Begegnung mit Marianne rücken, desto mehr lassen sie nach. Auch atmospherisch, ja inhaltlich verbessert sich dieser Teil, wenn er wieder zu Marianne kommt. Hier gelingt es dir wirklich gut seine Gefühle und Gedanken zu vermitteln, seine Überheblichkeit gepaart mit seiner Hilflosigkeit zu vermitteln.
Den Teil dazwischen ist dir nicht ganz so gut gelungen. Ihm fehlt etwas die Tiefe finde ich, das was du über "ihn" schreibst bleibt etwas an der Oberfläche ... vielleicht liegt es daran, weil er sowieso die ganze Zeit an Marianne denkt ... und du auch. Der Zwischenteil war nicht schlecht geschrieben, ihm fehlte nur das ... gewisse Etwas, das du über Marianne ein bringst.^^
Ja, du hast Recht - die Szenen mit Marianne zu schreiben, hat mir etwas mehr Spaß gemacht, als der Rest. Da du mittlerweile den Ausgang der Geschichte kennst und weiß, um wen es sich bei ihm handelt, kannst du vielleicht verstehen, dass ich nicht sehr auf ihn eingehen konnte. Das hätte ihn verraten (falls jemand, der diese Geschichte liest, auch die Kommentare darunter liest, darf ich nicht aussprechen, wer "er" ist ^^).
Vielen Dank auf jeden Fall für deinen netten Kommentar - die Fehler habe ich soweit ich das mit mir Vereinbaren konnte, verbessert, danke auch dafür Icon_smile

Und bis gleich *lach*
liebe grüße
bia

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Beitrag #4 |

RE: Geburtenschicksal - Teil 2/4
Hi bianca,

na dann werd ich mich auch gleich an den zweiten Teil wagen. Icon_smile

Zitat:Dabei war es acht Monate her, dass er die Hexe erneut aufgesucht hatte. Acht Monate, in denen er bereute, Marianne ein weiteres Mal besucht zu haben.

Hier sagst du zweimal das Gleiche. Vielleicht den zweiten Satz einfach zu: "Acht Monate indem er das bereute" kürzen?

Zitat:Es war Zeit, wieder zu heiraten, sich eine Frau zu suchen und sie an seine Seite zu binden.

Ach, seine Frau ist auch gestorben? Irgendwie wurde das eben nicht so deutlich. Jedenfalls für mich. Ich dachte nur das Kind wäre tot. :icon_gucker:

Zitat:Moos und Efeu rankte am Stein empor, eine Spinne krabbelte über den Fels und kehrte zu ihrem schimmernden Netz zurück.

rankten

Zitat:Waren das nicht seine kleinen Ohren und der Zeh war ebenso geformt wie sein eigener.

Wie kann er den Zeh sehen, wenn die Kleine mit einer Decke zugedeckt ist?

Schon als seine Frau gestorben ist, hast du ja schon angedeutet, dass er ihr untreu war, aber irgendwie hab ich nicht erwartet, dass es Marianne sein wird. Aber gut, er hat sich von Anfang an ziemlich abhängig von ihr gemacht und nun hat sie auch noch eine Tocher von ihm. Find ich gut von ihr, dasssie sich die Kleine nicht abnehmen lässt.

Übrigens: Ich fand die Stelle, wo er auf dem Schemel sitzt ein bisschen undeutlich, genauso wie die wo seine Frau eestobren ist, aber das hat sich ja dann aufgeklärt.

Inhaltlich ist es also weiterhin interessant geblieben. Ich bin mal gespannt, ob es mit dieser Tochter und ihrem Leben bei ihrer Mutter weitergeht, oder eher mit den Komplikationen mit ihrem Vater und Marianne.

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

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Beitrag #5 |

RE: Geburtenschicksal - Teil 2/4
Hallo nochmal =),

Zitat:Ach, seine Frau ist auch gestorben? Irgendwie wurde das eben nicht so deutlich. Jedenfalls für mich. Ich dachte nur das Kind wäre tot. Icon_gucker
*lach* ja, das kam überraschend, aber das darf es hier ruhig sein.

Zitat: Zitat:Waren das nicht seine kleinen Ohren und der Zeh war ebenso geformt wie sein eigener.


Wie kann er den Zeh sehen, wenn die Kleine mit einer Decke zugedeckt ist?
Ich hab mir das so vorgestellt, als wenn die Füße hinten rausschaun Icon_rolleyes
Zitat:Schon als seine Frau gestorben ist, hast du ja schon angedeutet, dass er ihr untreu war, aber irgendwie hab ich nicht erwartet, dass es Marianne sein wird. Aber gut, er hat sich von Anfang an ziemlich abhängig von ihr gemacht und nun hat sie auch noch eine Tocher von ihm. Find ich gut von ihr, dasssie sich die Kleine nicht abnehmen lässt.
Icon_smile

Zitat:Übrigens: Ich fand die Stelle, wo er auf dem Schemel sitzt ein bisschen undeutlich, genauso wie die wo seine Frau eestobren ist, aber das hat sich ja dann aufgeklärt.
Hm, vielleicht kam die Szene anfangs etwas überraschend, sodass man sie nicht gleich in den KOntext einbauen konnte ... Aber solang sich später alle deine Fragen geklärt haben, bin ich zufrieden ^^

Zitat:Inhaltlich ist es also weiterhin interessant geblieben. Ich bin mal gespannt, ob es mit dieser Tochter und ihrem Leben bei ihrer Mutter weitergeht, oder eher mit den Komplikationen mit ihrem Vater und Marianne.
Wir werden sehn, wir werden sehn Icon_wink

So, ich hüpf mal weiter zu deinem nächsten Kommi Icon_smile

Liebe Grüße
bia

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Beitrag #6 |

RE: Geburtenschicksal - Teil 2/4
Und weiter gehts zu Teil 2.

Anmerkungen:
(Mir fällt gerade auf, dass 'er' keinen Namen hat. Absicht?)

Zitat:Während er auf dem Schemel saß – das Gesicht in den Händen verborgen – und den Schreien seiner Frau lauschte, stellte er sich eine einzige Frage: Warum? Er sah auf und ließ seinen Kopf in einer Anwandlung von Selbstbestrafung auf die Wand hinter ihm fallen. Warum? Es war nicht gerecht, den Qualen seiner Frau zu lauschen und sich zu wünschen, statt ihr würde eine Andere im Bett liegen.
Du startest gut in den zweiten Teil hinein, allerdings würde ich die erste Nennung mit dem 'lauschen' weglassen, da es sich ja nachher herauskristlisiert. (Im Sinne von 'zoomen'. Am Anfang nur er auf dem Schemel, dann kommen die Schreie hinzu. Okay?)
Desweiteren würde ich das 'Warum?' in eine eigene Zeile setzen. (Und da Du es auch im vorhergehenden Teil so gemacht hast - kursiv.)
Vorschlag:
Während er auf dem Schemel saß – das Gesicht in den Händen verborgen – stellte er sich eine einzige Frage:
Warum?
Er sah auf und ließ seinen Kopf in einer Anwandlung von Selbstbestrafung auf die Wand hinter ihm fallen. Warum? Es war nicht gerecht, den Schreien seiner Frau zu lauschen und sich zu wünschen, statt ihr würde eine Andere im Bett liegen.


Zitat:In der Dunkelheit seines geschlossenen Lider fragte er: „Das Kind?“
*hust* Da konnteste Dich am Anfang anscheinend nicht entscheiden, ob ein Auge - oder zwei? Icon_wink
Abgesehen davon klingt diese Stelle nicht so schön. Ich würde Dir empfehlen, verkürzter zu schreiben. Angepasst an den ewigen Moment, der gerade zu herschen scheint.
Empfehlung:
Er brauchte nicht zu fragen, um es zu wissen. Kurz presste er die Augen zu.
„Das Kind?“
Ein Augenblick des Schweigens, dann ein bedauerndes Flüstern.
„Es tut mir Leid …“


Zitat:„Ich schwöre es bei meinem Leben.“
„Was ist der Schwur einer Hexe wert?“
Er wirbelte herum. Zorn stieg in ihm auf.
Ein Jahr.
„Warum hast du es mir nicht gesagt? Warum?“
Hier holpert es ein wenig. Die Gedanken und Beschreibungen würden anders platziert die Szene besser unterstützen. Vorschlag vom Küchenchef:
„Ich schwöre es bei meinem Leben.“
Er wirbelte herum.
Ein Jahr!
„Was ist der Schwur einer Hexe wert?“
Zorn stieg in ihm auf.
„Warum hast du es mir nicht gesagt? Warum?“


Zitat:„Nein, das wirst du nicht.
Ja, man merkt, dass beim zweiten 'Date' noch mehr gelaufen ist, als sich nur die üblichen Floskeln an den Kopf zu schreien. *g* So so, Anstand, Treue ... *hust* Trotzdem solltest Du nochmal über die wörtlichen Sätze drübergehen. Da schreibst Du alle 'du/dich's klein, ich meine, sie müssten groß geschrieben werden.

Bis gleich.

LGD.


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Beitrag #7 |

RE: Geburtenschicksal - Teil 2/4
Hey Dread,

und noch ein abendliches Widersehen Icon_smile
Zitat:Anmerkungen:
(Mir fällt gerade auf, dass 'er' keinen Namen hat. Absicht?)
jepp, das war/ist Absicht-aber mittlerweile weißt du das ja schon Mrgreen
Dieser umstand, dass der liebe Herr keinen Namen trägt, hat es mir allerdings schwer gemacht, eine Kurzzusammenfassung der Geschichte für weltenwanderer zu erstellen. ^^

Zitat:Ja, man merkt, dass beim zweiten 'Date' noch mehr gelaufen ist, als sich nur die üblichen Floskeln an den Kopf zu schreien. *g* So so, Anstand, Treue ... *hust* Trotzdem solltest Du nochmal über die wörtlichen Sätze drübergehen. Da schreibst Du alle 'du/dich's klein, ich meine, sie müssten groß geschrieben werden.
hm, ich bin ehrlich gesagt kein Fan vom großen Du, laut neuer Rechtschreibung muss man das vermutlich machen, aber das sieht immer so unschön aus. Muss ich wirklich? Icon_rolleyes

Fehler/ANmerkungen hab ich soweit übernommen - bis auf einige Sachen eben und mit dem großen Du kann ich mich noch nicht so recht anfreunden.
So, und morgen bekommst du weitere Antworten, aber jetzt bin ich so müde Icon_smile

liebe grüße und noch mal danke für diesen kommi
bia

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Beitrag #8 |

RE: Geburtenschicksal - Teil 2/4
Hallo zum Zweiten!
Es hat ein bisschen gedauert, aber hier bin ich wieder.

Zitat:Er sah auf und ließ seinen Kopf in einer Anwandlung von Selbstbestrafung auf die Wand hinter ihm fallen.
-- Hm, da die Wand senkrecht ist, müsste es wohl eher "gegen" heißen, oder? Wobei gegen etwas fallen ja auch nicht geht, da müsstest du dann noch etwas ändern.

Zitat:Warum? Es war nicht gerecht, den Qualen seiner Frau zu lauschen und sich zu wünschen, statt ihr würde eine Andere im Bett liegen. Dabei war es acht Monate her, dass er die Hexe erneut aufgesucht hatte. Acht Monate, in denen er bereute, Marianne ein weiteres Mal besucht zu haben.
-- Verstehe ich das richtig, dass er sich hier Marianne an die Stelle seiner Frau wünscht? Er will also Marianne, hat sich vielleicht sogar in sie verliebt?
Ich finde es übrigens schade, dass du diese zweite Begegnung nicht aufgeschrieben hast, denn gerade die beiden zusammen machen den Reiz der Geschichte für mich aus.

Zitat:Immer wieder beruhigte er sich mit dem Gedanken, dass sie ihn verführt hatte. Womöglich hatte sie ihn verhext, einen Liebestrank gebraut und in seinen Wein gemischt.

-- *g* diese Methode hatten wir schon einmal, aber wahrscheinlich arbeiten Hexen ja immer so, ne? Icon_wink

Zitat:Immerhin hatte er sich danach geschworen, sie nie wiederzusehen und er hatte diesen Vorsatz eingehalten.
-- Da ist ein Leerzeichen zu viel.

Zitat:Der Anblick schien in einzelne Teile vor seinen Augen zu zerfasern.
-- Das "vor seinen Augen" finde zu viel. Der Satz würde auch ohne gehen. Aber das ist deine Entscheidung. Jedenfalls müsste es ein bissl umgestellt werden: Der Anblick schien vor seinen Augen in einzelne Teile zu zerfasern.

Zitat:Das Bild brannte sich in seine Kopfhaut und ließ ihn die Luft anhalten.

-- Wohl eher in seine Erinnerung, seinen Verstand, sein Gehirn, aber wohl nicht die Kopfhaut. :D

Zitat:In der Mitte des breiten Bettes lag seine Frau, umgeben von zerwühlen Laken. Schweiß glitzerte im Kerzenschein auf ihrer blassen Haut, unter ihrem Schoß hatte sich eine Lache Blutes gebildet.
-- zerwühlten und eine Lache Blut

Zitat:In der Dunkelheit seiner geschlossenen Lider fragte er:
-- Das finde ich toll.

Zitat:Ein ganzes Jahr.
Ihm wurde bewusst, dass er nicht länger warten konnte. Es war Zeit, wieder zu heiraten, sich eine Frau zu suchen und sie an seine Seite zu binden.
-- Hm, ist der erste Satz hier ein Gedanke, weil es steht nicht kursiv und außerhalb vom Text. Finde ich etwas komisch. Ist es nun eigentlich 1 Jahr nach dem Tod seiner Frau oder ein Jahr nach dem Besuch bei Marianne?

Zitat:Wind blies in das kleine Zimmer hinein, wirbelte den Staub von unzähligen Büchern auf.
-- Da er ja, wie wir wissen, der König ist und es sich hier um eine Bibliothek handelt, verwundert mich das "kleine Zimmer". Da hätte ich was großes erwartet.

Zitat:Blassrotes Licht zog sich in ein Veilchenblau.
-- Wieder so eine tolle Beschreibung. Icon_smile

Zitat:Über seinem Kopf stimmte das Zittern der Blätter, vereint mit dem Gesang der Nacht ein stilles Lied an.

-- Hier fehlt ein Komma.

Zitat:Er sprang von seinem Pferd ab, band die Zügel an einen Baumstamm und betrachtete den Eingang der Höhle.
-- Als König müsste er eigentlich gar nicht ohne Gefolge ausreiten dürfen. *grübelt*

Zitat:Moos und Efeu rankten am Stein empor, eine Spinne krabbelte über den Fels und kehrte zu ihrem schimmernden Netz zurück.
-- Die Spinne kenne ich! Mrgreen

Zitat:Nach einem letzten Seufzen trat er einen Schritt in die Dunkelheit ein.

-- Entweder "trat er in die Dunkelheit." oder "er trat in die Dunkelheit hinein."

Zitat:Er wusste, dass er einige Meter ins Ungewisse gehen musste, ehe er den eigentlichen Wohnraum der Hexe erreichte.
-- Wieso ist es da eigentlich so dunkel? Was ist mit dem Tageslicht?

Zitat:Er kniff die Augen zusammen und versuchte in der Finsternis des Waldes eine Gestalt auszumachen;
-- versuchte, in der

Zitat: Gleich darauf trat sie in den Schein des Mondlichts, genau vor ihm.
-- Ach, es ist Nacht? Das habe ich gar nicht mitbekommen! Und da sieht er dann die Spinne?

Zitat:Vielleicht irrte er sich, vielleicht lag es an der tiefen Schwärze, aus der sie getreten war – aber sie wirkte völlig unverändert, um keinen Tag gealtert.
-- Naja, ein Jahr, wenn man Anfang zwanzig ist fällt eigentlich nie ins Gesicht. Von daher ist diese bemerkung etwas unsinnig. Icon_wink

Zitat:Er bemerkte den Korb um ihren Arm und spürte gleichzeitig, wie sie ihn musterte.
-- Der Korb hängt an ihrem Arm. Und wenn er da hinguckt, sieht er auch, dass sie ihn ansieht - eigentlich. Was ist denn eigentlich in dem Korb? Das schreibst du nirgens?

Zitat: Es lag keine Bitternis in ihrer Frage, nur ein stummer Vorwurf. Eine Mahnung, dass er sie nicht unterschätzen und schon gar nicht mit ihr spielen sollte.

-- Der zweite Satz ist wieder sowas, dass ich hier nicht verstehen kann. Warum sollte sie ihn mahnen? Die Geschichte der Beiden bietet eigentlich keinen Grund, dass hier dann so ein Satz stehen müsste.

Zitat:„Hast du es gewusst, Hexe? Hast du gewusst, dass sie sterben würden? Wenn ja, warum hast du mir den Trank gegeben? Ja, er hat gewirkt, sie gebar ein Kind und verlor dabei ihr Leben, ebenso mein Sohn. Was hatte es für einen Zweck? Was hatte es dann für einen Sinn?“
-- Da sowohl der Leser als auch die Personen wissen, dass der Trank gewirkt hat, die Frau schwanger geworden ist und dann den Sohn verloren hat, musst du das hier nicht nochmal erwähnen. Wenn ich mir einen wütenden Mann vorstelle, würde ich den ersten Satz noch verstehen, den zweiten vielleicht auch noch. Aber der Rest?

Zitat:Ein Geruch nach Hartz und Erde hing ihr nach.
-- Nach Hartz?? Hartz 4 oder was? Das habe ich eigentlich auf dem Amt genug und brauch ich nicht hier in deiner Geschichte, von daher würde ich raten, dass du das "t" wieder mitnehmen.

Zitat: Roter Lichtschein zog sich über die Wände, fraß sich in den Stein und ließ Schatten in die Winkel huschen.

-- Das finde ich super beschrieben.

Zitat:„Deine Frau war schwanger und wer hätte eine Hexe zu dir vorgelassen?“
-- Hat das eine etwas mit dem anderen zu tun?

Zitat:Er hatte nicht erwartet, dass ihre Stimme einen derartig schneidenden Klang annehmen, derartig kalt wirken konnte, als sie sagte: „Du kannst sie nicht anerkennen! Selbst wenn du es tust, niemand anderes wird dir dabei folgen.“
-- Das versteh ich nicht. Er ist doch der König! Sein Wort müsste doch Gesetz sein. Dies ist so der einzige schwere Logikfehler.

So, dann will ich hier mal kurz dem Fazit vorrausgreifen, bevor ich es vergesse, will ich nämlich was zur Namensfrage sagen.
Es ist verständlich, dass du bis zum Ende die Identität des Mannes verheimlichen willst, aber seinen Namen könntest du von Anfang an erwähnen. Der verrät ja nichts. Dann, super Idee!, könntest du auch im dritten Teil weiter er und Charles schreiben, die Madam sprachlos machen und erst wenn dann Magie kommt, sagen, dass er der König ist. Was hältst du davon?

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

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Beitrag #9 |

RE: Geburtenschicksal - Teil 2/4
Hallo zum dritten Mal heute Icon_smile,

Bei mir hat es ja ebenfalls etwas gedauert, aber los gehts Icon_smile:

Zitat: Zitat:Er sah auf und ließ seinen Kopf in einer Anwandlung von Selbstbestrafung auf die Wand hinter ihm fallen.

-- Hm, da die Wand senkrecht ist, müsste es wohl eher "gegen" heißen, oder? Wobei gegen etwas fallen ja auch nicht geht, da müsstest du dann noch etwas ändern.
Da die Wand hinter ihm ist, finde ich, geht "auf" auch und kann ein kopf nicht nach hinten fallen? O.o ^^
Zitat: Zitat:Warum? Es war nicht gerecht, den Qualen seiner Frau zu lauschen und sich zu wünschen, statt ihr würde eine Andere im Bett liegen. Dabei war es acht Monate her, dass er die Hexe erneut aufgesucht hatte. Acht Monate, in denen er bereute, Marianne ein weiteres Mal besucht zu haben.

-- Verstehe ich das richtig, dass er sich hier Marianne an die Stelle seiner Frau wünscht? Er will also Marianne, hat sich vielleicht sogar in sie verliebt?
Ich finde es übrigens schade, dass du diese zweite Begegnung nicht aufgeschrieben hast, denn gerade die beiden zusammen machen den Reiz der Geschichte für mich aus.
mit deiner resten Vermutung liegst du ganz richtig. Tatsächlich würden die beiden auch noch einen Teil für sich verdienen, aber das wäre mir persönlich etwas zu lang gewesen. Ich wollte bei dem Wesentlichen bleiben Icon_smile

Zitat: Zitat:Ein ganzes Jahr.
Ihm wurde bewusst, dass er nicht länger warten konnte. Es war Zeit, wieder zu heiraten, sich eine Frau zu suchen und sie an seine Seite zu binden.

-- Hm, ist der erste Satz hier ein Gedanke, weil es steht nicht kursiv und außerhalb vom Text. Finde ich etwas komisch. Ist es nun eigentlich 1 Jahr nach dem Tod seiner Frau oder ein Jahr nach dem Besuch bei Marianne?
Nein, der erste Satz ist kein Gedanke und er denkt hier an den TOd seiner Frau, der ja unmittelbar mit Mariannes Begegnung verbunden ist.

Zitat: Zitat:Er sprang von seinem Pferd ab, band die Zügel an einen Baumstamm und betrachtete den Eingang der Höhle.

-- Als König müsste er eigentlich gar nicht ohne Gefolge ausreiten dürfen. *grübelt*
Ach, ab und zu können sich auch Könige wegschleichen Mrgreen
Zitat: Zitat:Ein Geruch nach Hartz und Erde hing ihr nach.

-- Nach Hartz?? Hartz 4 oder was? Das habe ich eigentlich auf dem Amt genug und brauch ich nicht hier in deiner Geschichte, von daher würde ich raten, dass du das "t" wieder mitnehmen.
ups *lol*

Zitat:So, dann will ich hier mal kurz dem Fazit vorrausgreifen, bevor ich es vergesse, will ich nämlich was zur Namensfrage sagen.
Es ist verständlich, dass du bis zum Ende die Identität des Mannes verheimlichen willst, aber seinen Namen könntest du von Anfang an erwähnen. Der verrät ja nichts. Dann, super Idee!, könntest du auch im dritten Teil weiter er und Charles schreiben, die Madam sprachlos machen und erst wenn dann Magie kommt, sagen, dass er der König ist. Was hältst du davon?
Nein, ich bestehe auf Namenslosigkeit Mrgreen Aber der Vorschlag ist gut Icon_wink

So , danke für den Kommentar, ich husch gleich mal weiter ^^

liebe grüße
bia

"kein Mann ist so stark wie eine Frau, die schwach wird" (Hans Holt)
Biancas kleine Werke

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