Es ist: 22-11-2019, 06:48
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Venezianischer Maskentanz
Beitrag #1 |

Venezianischer Maskentanz
Venezianischer Maskentanz

Gianna Muccini stand vor dem Spiegel. Sie legte ihre Bautta um, schließlich war Karneval. Der dunkle Seidenumhang schmiegte sich sanft um ihre schmalen Schultern. Auf den Kopf setzte sie sich den schwarzen Tricorno, den Dreispitzhut.
Der übrige Körper wurde von einem langen, hellen Tabarro-Mantel verhüllt.
Aber das Wichtigste an ihrem Kostüm fehlte noch. Die weiße Maske, welche ihr Gesicht vollständig verbarg und sie von der Welt distanzierte.
Gianna betrachtete zufrieden ihr Spiegelbild, während ihre Gedanken ins vergangene Jahr zurückkehrten.

Contessa Lucrezia Muccini betrat zusammen mit ihrer Tochter den Palazzo der Conti de Salviati. Die große zweiflüglige Tür zum Ballsaal öffnete sich und ihnen kam der Geruch von unzähligen Menschen entgegen. Es roch nach Essen, Alkohol, alten und neuen Gewändern, nach Perückenpuder und dem Parfüm der Frauen. „Buona sera, Signora.“ Lucrezia wurde vermutlich von ihrem Gastgeber, Conte Salviati, begrüßt. Sein Gesicht war bis zur Hälfte von einer dunklen Maske verborgen. Dann wurde auch Gianna mit einem freundlichen „Buona sera, Signorina“ begrüßt.
Die beiden Damen betraten den Saal und verschwanden sofort in der Menschenmenge. Gianna liebte die Karnevalszeit, vor allem, weil sie es mochte, die vielen unterschiedlichen Kostümierungen zu betrachten. Oft erblickte sie die Bautta, das Kostüm, welches auch ihre Mutter trug. Viele besaßen dazu, wie der Gastgeber, eine Maske, die nur die obere Gesichtshälfte verbarg, wobei der Mund dann durch ein Spitzentuch verdeckt wurde. Häufig genug sah Gianna auch die Moretta, eine ovale Maske, die nur von Frauen getragen wurde. Lucrezia und sie hatten sich dagegen entschieden, da diese nur von einem Knöpfchen im Mund gehalten wurde und deshalb das Sprechen und Essen erschwerte.
Etwas unheimlich erschienen Gianna die Gäste, welche den Domino-Mantel trugen. Da das überlange Gewand mit der Kapuze auch gleichzeitig das Gesicht verdeckte, kamen ihr diese Menschen gesichtslos vor, denn sie konnte nicht sehen, ob nicht einer von ihnen sie beobachtete.


Gianna und ihre Mutter wurden von ihrem Palazzo abgeholt. Die schwarze Gondel fuhr den Canal Grande hinab, bis sie neben vielen anderen an der Strada Nuova anlegte, dem Weg, der sie direkt zur Piazza San Marco führte. Viele maskierte Venezianer strömten auf den Platz und auch Gianna erfüllte bereits ein Gefühl der Vorfreude, wenn sie daran dachte, gleich zwischen all den Menschen zu stehen und den Schwertkämpfern, Akrobaten und Musikern zuzuschauen. Aber diese Empfindung war nicht so stark wie das Flattern in ihrem Bauch, das sie jedes Mal spürte, wenn sie daran dachte, am Abend den Palazzo der Familie Salviati betreten zu dürfen. Denn sie wusste genau, dass sich unter einer der verschiedenen Masken das Gesicht eines jungen Mannes verbergen würde. Averdo de Salviati, der Mann, den sie liebte.

Die Töne, welche die Musiker erklingen ließen, erfüllten den ganzen Ballsaal mit fröhlicher Stimmung. Gianna und Contessa Muccini unterhielten sich mit vielen unterschiedlichen Menschen ohne recht zu wissen, mit wem sie sprachen, denn die Laute kamen nur gedämpft unter den Masken hervor. Doch Gianna interessierte sich nicht für diese belanglosen Gespräche. Sie wollte die Stimme Averdos wieder hören. Er hatte die beiden Damen kurz nach seinem Vater begrüßt und Gianna durchfuhr ein warmer Schauer beim Klang seiner sanften, dunklen Stimme. Aber es war unmöglich, ihn unter all diesen maskierten Menschen wiederzuerkennen und so konnte sie nichts weiter tun, als schweren Herzens zu hoffen, dass der Zufall sie wieder zusammenführen würde.
„Möchten Sie auch etwas trinken, Signorina?“ Gianna erkannte ihn sofort wieder. Das Gewitter, welches bei dem vertrauten Klang ihren gesamten Körper durchströmte, ließ keine Zweifel daran, mit wem sie sprach.
„Si. Mille Grazie“, brachte sie unsicher hervor, erleichtert, dass die Maske ihre glühenden Wangen verbarg. Der junge Salviati gab ihr ein Glas und begann sofort ein unverfängliches Gespräch. Gianna fühlte sich sogleich wohl in seiner Gegenwart und so ließ sie sich, ohne weiter darüber nachzudenken, von ihm zum Tanz führen.


Zwischen tausenden Menschen standen Gianna und ihre Mutter auf dem Markusplatz. Wie in jedem Jahr schauten sie dem Volo del Tuco zu, einem Mann, der sich vom Glockenturm des San Marco abseilte. Normalerweise verfolgte Gianna dieses Schauspiel mit großem Interesse, doch abermals kehrten ihre Gedanken zu Averdo de Salviati zurück. Sie dachte immerzu an ihn, selbst wenn sie ganz allein eine verlassene Calle entlangging, hatte sie das Gefühl, sie könnte ihn in ihren Knochen spüren.

Sie wusste nicht, wie lange sie getanzt hatten, als er sie fragte, ob sie mit ihm das Feuerwerk betrachten wollte, welches in wenigen Minuten zu sehen sein würde. Natürlich wollte Gianna das. Sie war überrascht, als sie sah, dass sie die Einzigen waren, die im Mondschein auf dem Balkon standen. Gedämpft drangen Stimmen und Musik aus dem Saal zu ihnen heraus. Unter ihnen summte das Wasser des Canal Grande seine sanfte Melodie und Gianna genoss diesen Moment der Zweisamkeit. Dann hatte Averdo ihr sein wohlgeformtes Gesicht offenbart. Seine dunklen Augen sahen sie erwartungsvoll an.
„Ich hoffe, ich gefalle dir“, sagte er und sein Lächeln war das schönste, was Gianna je gesehen hatte. Nun zeigte auch sie ihm ihr schmales Gesicht und noch bevor sie irgendetwas sagen konnte, hatte er seine weichen Lippen auf die ihren gelegt und für Gianna hörte die Welt auf zu existieren. Es gab keinen Balkon mehr, keinen Palazzo, sogar der Canal war verschwunden, ganz Venedig löste sich im Nichts auf. Sie fiel in eine Dunkelheit, in der es nur noch Averdo de Salviati gab, der sie in seinen Armen hielt, um sie daran zu hindern endlos zu fallen. Doch bevor sie dies alles richtig begriff, wurde sie wieder in die Realität gerissen, als noch mehr Gäste auf den Balkon traten, um das Feuerwerk zu sehen.
Hastig setzten beide ihre Masken wieder auf, doch Averdo ließ Giannas Hand an diesem Abend erst wieder los, als der Morgen graute, der Ball zu Ende ging und er ihr zum Abschied ein „Buona notte“ ins Ohr flüsterte.
An diesem Morgen war Gianna nicht zum Anlegesteg gegangen, sondern geschwebt. Sogar die Gondel, auf der sie nach Hause fuhren, schien über das Wasser zu fliegen und Gianna war der glücklichste Mensch auf der Welt.


Seit diesem Abend hatte sie Averdo nicht wieder gesehen.
Sein Vater wollte in diesem Jahr zum Dogen gewählt werden und war schon seit langem einer der mächtigsten und reichsten Herren Venedigs.
Giannas Familie dagegen gehörte zum einfachen Adel, der aus politischen Gründen keinen Einlass im Palazzo der Salviatis bekam. Somit musste sie ein ganzes Jahr lang auf den Karneval warten, bis dieser ihr im Schutz der Maske erlaubte, die gesellschaftlichen und politischen Hierarchien zu durchbrechen.

Die Aufführungen auf der Piazza San Marco gingen zu Ende.
Gianna ergriff ein Gefühl freudiger Erwartung. Gleich würde sie in eine Gondel steigen und den Canal hinunterfahren. Sie würden am Palazzo der Salviatis aussteigen, erneut würden sich die Ballsaaltüren öffnen und sie von Averdo begrüßt werden. Erst würde er ihr ein „Buona sera“ entgegenflüstern und sie dann, mit sanften Händen, zum Tanzen führen und während sie zur Musik dahinschwebten, würde nur ihnen allein die Welt gehören.

Erneut standen Averdo und Gianna allein auf dem Balkon über dem Canal Grande. Wieder hatten sie ihre Masken abgenommen und sich ihre Gesichter offenbart.
Sie gestand ihm, dass sie das ganze Jahr über auf diesen einen Abend gewartet hatte und er hatte dasselbe erwidert. Dann lag sie in seinen Armen, ihre Wange auf seiner Brust.
„Ich möchte nicht schon wieder ein ganzes Jahr ohne dich sein, ich kann nicht. Meine Seele, mein Herz würde daran zerbrechen.“
„Ich weiß doch. Auch ich habe mich das ganze Jahr nach dir gesehnt, und doch …“
Gianna schaute auf. Sie wollte in seine wunderschönen, dunklen Augen schauen, seine Liebe zu ihr darin sehen, aber sein Blick fiel auf das plätschernde, silbrig schimmernde Wasser unter ihnen. Mit tonloser Stimme sagte er: „Ich werde Eleonora de Maggio heiraten. Meine Eltern wollen es so.“
Die Welt hörte auf, sich für Gianna zu drehen. Ihr Herz zerbrach in tausend Scherben und sie fiel in eine tiefschwarze, beängstigende, bodenlose Dunkelheit. Sie trat einen Schritt zurück und brachte nur ein einziges Wort über ihre Lippen: „Warum?“ Averdo schaute sie nicht an. Seine Augen folgten dem dahinplätschernden Wasser. In einer Hand hielt er seine Maske und mit der anderen umklammerte er das Geländer des Balkons. Dann begannen Giannas Wangen wie flüssiges Silber zu glänzen. Wassertropfen, die ihre Haut benetzten, Tränen, die im Mondlicht silbrig funkelten.
„Sie kommt aus einer Dogenfamilie. Mein Vater glaubt, damit seine Wahl begünstigen zu können. Die Heirat wurde im letzten Monat beschlossen, wir hatten beide keinen Einfluss darauf.“
Stimmengewirr aus dem Ballsaal drang zu ihnen hinaus, doch Gianna nahm es nicht wahr. Nur Averdos Worte sickerten langsam, wie durch einen Nebel, zu ihrem Verstand hindurch. Sie würde niemals bei ihrem Geliebten sein können. Er würde nie mehr ihr gehören, nicht einmal für einen einzigen Abend, während des Karnevals.
Zu gerne hätte sie noch einmal in seinen starken Armen gelegen, doch sie würde dann keine Kraft mehr haben, sich von ihm lösen zu können. Die Dunkelheit, die sich um sie gelegt hatte, raubte ihre gesamte Energie. Wie zum Schutz vor dieser mächtigen Finsternis setzte sie ihre Maske auf und sagte das einzige, was ihr Verstand noch freigab: „Aber ich liebe dich doch.“
Dann wandte sie sich um, durchquerte den Saal, wobei ihr die verschiedenen Masken wie unheimliche Geister entgegenstarrten, und verließ für immer den Palazzo der Salviatis. Sie wusste, dass sie ihn nie wieder betreten würde.

Während des Karnevals beschäftigten sich die Venezianer mit Wichtigerem als damit, die Laternen anzuzünden, und so waren nur wenige Straßen vollständig beleuchtet. Unter einem jener seltenen Lichter stand Gianna. Ihre Maske hatte sie achtlos auf den Boden fallen lassen und diese schien sie nun, wie zum Hohn, anzustarren. Sie hatte daran gedacht, sich in einen Canale zu stürzen, in dem sie zweifellos ertrinken und ihr toter Körper irgendwann ins offene Meer hinausgetragen werden würde. Doch dazu hatte sie nicht genug Mut. Mehr aus Wut über sich selbst und ihre Angst als aus Trauer über die unerfüllte Liebe weinend stand sie nun unter der Laterne und wusste nicht, was sie tun sollte. Ihr Herz war zerbrochen und sie war unfähig, die Splitter aufzuheben. Sie wollte die Bruchstücke auch nicht haben, wollte sich nicht mit diesem schmerzhaften Mosaik plagen.
Plötzlich legten sich ein Paar starke Arme um sie und ein paar Hände zwangen sie dazu, sich umzudrehen. Im schwachen Licht der Laterne erkannte Gianna Leonardo. Seine Mutter war Giannas Kindermädchen gewesen, deshalb kannten sie sich schon von klein auf. Wahrscheinlich hatte Contessa Lucrezia ihn geschickt, um ihre Tochter zu suchen.
„Du weißt, dass ich es nicht leiden kann, wenn du weinst. Die Tränen verschleiern dein schönes Gesicht.“ Auf Giannas Lippen zeigte sich ein zögerliches Lächeln. So hatte er sie immer getröstet.
„Möchtest du mir erzählen, weshalb du traurig bist?“
Stockend erzählte Gianna ihm ihre Geschichte. Tränen unterbrachen sie immer wieder, doch Leonardo nahm sie dann in seine Arme und trocknete ihre Wangen.
„Sei nicht traurig, kleine Gianna. Du weißt doch, ich bin immer für dich da.“
Gianna wusste, dass sie etwas sagen sollte, irgendwie ihre Dankbarkeit zeigen sollte, die sie in diesem Moment empfand, doch ihr fehlten die Worte dazu. So stand sie einfach da, schaute Leonardo an und hoffte, dass er es in ihren Augen sehen würde.
„Lass mich versuchen, die Stücke deines gebrochenen Herzens zusammenzusetzen.“
Gianna nickte. Leonardo würde die Fragmente ihres Herzens noch nicht verbinden, die Narben noch nicht glätten können, dazu waren die Wunden zu frisch, aber sie wusste, er würde die Splitter aufheben können. Dennoch würde immer ein kleines Stückchen ihres Herzens im Palazzo der Salviatis liegen.

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #2 |

RE: Venezianischer Maskentanz
Hallo Lady!

Ich sehe, Du hast ja noch gar kein Kommentar auf Deine Geschichte, was ich einigermaßen schade finde und hiermit auch gleich ändere. Hab ja schon öfters reingelesen...

Gleich zu Beginn - der Liedtext am Anfang gefällt mir so gar nicht, ich weiß zwar annähernd, was Du damit ausdrücken willst, aber es steht doch sehr im Kontrast zur Handlung, die ich mir so um 1900 herum vorstelle... Nachdem ich die Zeilen gelesen hatte, hätte ich mir jedenfalls etwas vollkommen anderes vorgestellt. Wenn Du dran hängst, übersetz es doch ins Deutsche und laß es Gianna murmeln!

Zitat:Sie bereitete sich auf den Karneval vor und zog ihre Bautta an.
Das klingt mir zu schulaufsatzmäßig, à la "Sie bereitete sich auf den Wandertag vor und zog ihre Wanderschuhe an", wenn Du verstehst, was ich meine. Außerdem widerspricht sich "Umhang" und "anziehen" ein wenig. Vorschlag meinerseits: Sie legte ihre Bautta um, schließlich war Karneval.

Zitat:langen hellen Tabarro Mantel
langen, hellen Tabarromantel (oder Tabarro-Mantel oder: Mantel, der Tabarro genannt wurde)

Zitat:betrat zusammen mit ihrer Tochter, den Palazzo
kein Beistrich

Zitat:Lucrezia wurde vermutlich von ihrem Gastgeber, Conte Salviati begrüßt, auch wenn sie dies nicht mit Sicherheit sagen konnte, da sein Gesicht bis zur Hälfte von einer dunklen Maske verborgen war.
klingt irgendwie verkorkst, weil Du umständlich zu Erklären versuchst, was eh klar ist. Vorschlag: Wer die Contessa begrüßte, konnten sie nicht mit Sicherheit sagen. War der Mann mit der dunklen Maske vielleicht der Gastgeber selbst?

Zitat:vor allem weil sie es mochte, sich die vielen unterschiedlichen Kostümierungen zu betrachten.
vor allem, weil sie es mochte, die vielen unterschiedlichen Kostümierungen zu betrachten.

Zitat:die Moretta. Eine ovale Maske
die Moretta, eine ovale Maske

Zitat:Domino Mantel
Dominomantel oder Domino-Mantel

Zitat:Da der überlange Mantel, mit der Kapuze, auch gleichzeitig das Gesicht verdeckte, kamen ihr diese Menschen gesichtslos vor, denn sie konnte nicht sehen, ob sie nicht von ihnen beobachtet wurde.
Da hapert's. Die ersten zwei Kommata gehören gestrichen und der letzte Teil wirkt ein wenig gestelzt.

Zitat: Canal Grande
Ich bin mir grad nicht sicher, aber heißt der nicht "Canale Grande"?

Zitat:Die Musiker spielten auf ihren Instrumenten und die Töne erfüllten den ganzen Ballsaal mit fröhlicher Stimmung.
Ist das wirklich zu erwähnen notwendig? - auf Marmeladegläsern werden die Musiker ja wohl kaum spielen! Das ist der Unterschied zwischen einer ganz besonderen Geschichte und einer "okay-en": Du kannst den Satz schön komprimieren, in den Du z. B. schreibst: Die Klänge des Orchesters erfüllten den ganzen Saal mit fröhlicher Stimmung oder so. Auf solche Kleinigkeiten muß man sehr aufpassen!

Zitat:Der junge Salviati gab ihr ein Glas
Ich weiß nicht - das klingt, als würde er in die Küche laufen und ihr ein Glas einschenken. Würde das ein junger Graf wirklich tun?

Zitat:Wie in jedem Jahr schauten sie dem volo del Tuco zu. Einem Mann der sich vom Glockenturm des S. Marco abseilte.
Wie in jedem Jahr schauten sie dem Volo del Tuco zu, einem Mann, der sich vom Glockenturm des San Marco abseilte.

Zitat:Calli
Ich spreche zwar nur sehr peripher Italienisch, aber ich glaube, Du verwendest hier den Plural, wohingegen der Singular "Calle" lauten müßte.

Zitat:seine wunderbare Stimme
das wiederholt sich schon die ganze Geschichte lang: der schöne Klang der Stimme. Sicher, Gianna kann nicht viel mehr sehen von ihrem Traumprinzen, Maske sei Dank, aber nach ein paar Absätzen weiß der Leser, daß er eine schöne Stimme hat, und die Erwähnung derselben löst allmählich Gähnen aus. Denk' Dir doch mal Metaphern aus oder beschreibe einen anderen sichtbaren Körperteil - markante Schultern, die Hände, was auch immer.

Zitat:Natürlich wollte Gianna das.
Zitat:und Gianna war der glücklichste Mensch auf der Welt.
Das kann man sich fast nicht denken wenn man der Geschichte bis hierhin gefolgt ist. Icon_wink

Zitat:Seit diesem Abend hatte sie Averdo nie wieder gesehen. Sein Vater wollte in diesem Jahr zum Dogen gewählt werden und war schon seit langem einer der mächtigsten und reichsten Herren Venedigs.
1. nicht wieder gesehen
2. stehen die zwei Teile ziemlich aus dem Kontext gerissen - solltest Du vielleicht einen Absatz setzen!

Zitat:Auch ich habe mich, das ganze Jahr, nach dir gesehnt und doch …“
Auch ich habe mich das ganze Jahr nach dir gesehnt, und doch …“

Zitat:Die Welt hörte auf sich für Gianna zu drehen.
Die Welt hörte für Gianna auf, sich zu drehen.

Zitat:Sie hatte daran gedacht sich in einen Canale zu stürzen
Sie hatte daran gedacht, sich in einen Canale zu stürzen

Zitat:Seine Mutter war Giannas Kindermädchen gewesen und so wuchsen sie wie Geschwister miteinander auf.
Kommt mir im italienischen Adel - und sei es auch nur Kleinadel - ziemlich unwahrscheinlich vor - Standesdünkel und so. Ich würde einen entfernten Cousin oder vergleichbares draus machen.

Im Großen und Ganzen eine nette Geschichte mit einem schönen Setting - aber leider eben nur nett. Wenn Du ein wenig daran arbeitest, an der Sprache feilst, kann sie sicher noch etwas Besonderes werden. Also laß' Dich bitte nicht von meiner Kritik zermürben, sieh's als Anregung!

Alles Liebe!
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Ich bin absolut dafür, daß man Narren von gefährlichen Waffen fernhält. Beginnen wir mit Schreibmaschinen. (Frank Lloyd Wright)

Prinzessin von Kagran

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Beitrag #3 |

RE: Venezianischer Maskentanz
hallo talblick,

Zitat:Ich sehe, Du hast ja noch gar kein Kommentar auf Deine Geschichte, was ich einigermaßen schade finde und hiermit auch gleich ändere. Hab ja schon öfters reingelesen...

dafür bist du jetzt die erste. Icon_smile manchmal ist das echt mysteriös mit den kommentaren ...

Zitat:Gleich zu Beginn - der Liedtext am Anfang gefällt mir so gar nicht, ich weiß zwar annähernd, was Du damit ausdrücken willst, aber es steht doch sehr im Kontrast zur Handlung, die ich mir so um 1900 herum vorstelle...

ich war wirklich unschlüssig, ob ich ihn dazustellen soll, oder nicht. ich hab ihn jetzt wieder weggemacht. eigentlich gehört er dazu, weil das lied mir den entscheidenen hinweis für eine bestimmte stelle gab, an der ich beim schreiben einen hänger hatte. außerdem vermittelte es mir die passende stimmung. aber ich glaub mit kritik an dem liedtext komme ich weniger klar, als mit kritik an meinem text. Mrgreen


Zitat:
Zitat:Canal Grande
Ich bin mir grad nicht sicher, aber heißt der nicht "Canale Grande"?

ich bin der festen überzeugung das des "Canal" heißt. aber ich werd nochmal nachschauen Icon_wink

Zitat:Ist das wirklich zu erwähnen notwendig? - auf Marmeladegläsern werden die Musiker ja wohl kaum spielen! Das ist der Unterschied zwischen einer ganz besonderen Geschichte und einer "okay-en":

ja. das sind diese verhängnissvollen kleinigkeiten. manche leser finden solchen kleinen details total toll. Icon_confused aber ich werde dank deinem hinweis beim verbessern mal drauf achten. besonders an dieser stelle ist sowas wirklich überflüssig.

Zitat:
Zitat:Der junge Salviati gab ihr ein Glas
Ich weiß nicht - das klingt, als würde er in die Küche laufen und ihr ein Glas einschenken. Würde das ein junger Graf wirklich tun?

natürlich geht er nicht in die küche um eins zu holen.*lach* ich hab mir das so vorgestellt, dass da entweder kellner mit tabletts rumlaufen und er einfach eins runternimmt. oder er hat sich eins von einem diener bringen lassen, "überreicht" es aber persönlich.

Zitat:
Zitat:Calli
Ich spreche zwar nur sehr peripher Italienisch, aber ich glaube, Du verwendest hier den Plural, wohingegen der Singular "Calle" lauten müßte.

da muss ich auch nochmal nachschauen. besonders in welchem zusammenhang das "calli" steht.

Zitat:das wiederholt sich schon die ganze Geschichte lang: der schöne Klang der Stimme. Sicher, Gianna kann nicht viel mehr sehen von ihrem Traumprinzen, Maske sei Dank, aber nach ein paar Absätzen weiß der Leser, daß er eine schöne Stimme hat, und die Erwähnung derselben löst allmählich Gähnen aus. Denk' Dir doch mal Metaphern aus oder beschreibe einen anderen sichtbaren Körperteil - markante Schultern, die Hände, was auch immer.

das ganze ist ja aus der sicht giannas gehalten und die ist nunmal schwer verliebt. sie denkt eben hauptsächlich an die stimme. aber ich werd drüber gucken, ob ich das so umformulieren kann, dass es besser zu lesen ist.:icon_buch:

Zitat:
Zitat:Seine Mutter war Giannas Kindermädchen gewesen und so wuchsen sie wie Geschwister miteinander auf.
Kommt mir im italienischen Adel - und sei es auch nur Kleinadel - ziemlich unwahrscheinlich vor - Standesdünkel und so. Ich würde einen entfernten Cousin oder vergleichbares draus machen.

naja, für kinder ist der standesdünkel noch kein thema. wenn sie miteinander spielen wollen, machen sie das einfach. warum auch nicht? wenn das kindermädchen im haus wohnt oder in der nähe, kennen sie sich eben. vllt sollte ich einfach die "geschwister" rausnehmen, dann kennen sie sich eben schon von kleinauf, was ja ausreichen würde.

Zitat:Im Großen und Ganzen eine nette Geschichte mit einem schönen Setting - aber leider eben nur nett. Wenn Du ein wenig daran arbeitest, an der Sprache feilst, kann sie sicher noch etwas Besonderes werden. Also laß' Dich bitte nicht von meiner Kritik zermürben, sieh's als Anregung!

also ich bin ja schon froh, dass du es immerhin "nett" findest, dass ist ja auch schon mal positiv.
deine anmerkungen werde ich wohl größtenteils übernehmen, die sind nämlich wirklich gut, vielen dank dafür, besonders für die kommafehler, mit denen hab ich echt probleme.
ehrlich gesagt glaub ich nicht, dass ich den sprung zum "besonderen" schaffe, denn das besondere sollte eigentlich das setting sein. aber da du das ja "schön" fandest, bin ich doch recht zufrieden mit meiner "netten" geschichte.Icon_jump

vielen dank nochmal, für deinen ausführlichen kommentar, das heraussuchen der fehler und überhaupt für das lesen der geschichte. sie ist ja doch recht lang.

lg

Lady

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Beitrag #4 |

RE: Venezianischer Maskentanz
Hallo Lady -

gern kommentiert, und auch dabke für die schnelle Reaktion. Ja, manchmal ist das wirklich mysteriös, ich glaube viele Leute schrecken lange Texte eher ab...

Zum Liedtext nochmal, Du hast ihn ja jetzt entfernt und ich kann mich leider auch nicht mehr genau daran erinnern. Aber wie ich vorher schon schrieb, übersetz es doch (auszugsweise) ins Deutsche und laß es Gianna vor dem Spiegel stehend murmeln oder baue diese Worte in ihre Gedanken ein! Der Inhalt des Textes paßt ja wunderbar zum Inhalt der Geschichte / zu Giannas Gedanken, nur nicht in dieser Form... wenn Du dich dazu entschließt, und Unterstützung beim Übersetzen brauchen solltest, bin ich gerne da!

Zitat: manche leser finden solchen kleinen details total toll. aber ich werde dank deinem hinweis beim verbessern mal drauf achten. besonders an dieser stelle ist sowas wirklich überflüssig.
An sich stehe ich auch auf so Details, aber die Dreieinigkeit von Musiker - Instrument - Ton war es, die mich ins Stocken gebracht hat. Ich würde es folgendermaßen lösen (wenn ich zu schulmeisterlich werden sollte, bitte bremse mich, das möcht ich nämlich nicht!): weglassen, auftrennen (im Sinne von, etwas später im Text noch einmal erwähnen à la Die Musiker verbreiteten fröhliche Stimmung im Raum und Gianna bla bla ein paar andere Sätze bla bla. Der Ballsaal war mit Musik gefüllt.) oder ein Detail besonders rausarbeiten z. B. Das Orchester spielte den ganzen Abend fröhliche Musik, vor allem die Klänge der Geigen bla bla.

hier der Zusammenhang des "Calli" - ich bin mir immer noch nicht sicher, werde aber am Abend meine Cousine fragen, die studiert Italienisch und sollte es wissen
Zitat:wenn sie ganz allein eine verlassene Calli entlangging

Zitat:das ganze ist ja aus der sicht giannas gehalten und die ist nunmal schwer verliebt. sie denkt eben hauptsächlich an die stimme. aber ich werd drüber gucken, ob ich das so umformulieren kann, dass es besser zu lesen ist
Du könntest es ja auch so drehen, daß es Gianna irgendwann auffällt, wie fixiert sie auf diese Stimme ist... Icon_wink

Zitat:naja, für kinder ist der standesdünkel noch kein thema.
Das stimmt schon - aber für gewöhnlich bestimmen die Eltern die Spielkameraden der Kinder, oder? Aber - es ist nebensächlich...

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Beitrag #5 |

RE: Venezianischer Maskentanz
hallo talblick,

schön das du dich nochmal meldest.

Zitat:Ja, manchmal ist das wirklich mysteriös, ich glaube viele Leute schrecken lange Texte eher ab...

zu kurz ist aber auch nicht gut. Icon_wink

Zitat:oder baue diese Worte in ihre Gedanken ein! Der Inhalt des Textes paßt ja wunderbar zum Inhalt der Geschichte / zu Giannas Gedanken, nur nicht in dieser Form... wenn Du dich dazu entschließt, und Unterstützung beim Übersetzen brauchen solltest, bin ich gerne da!

danke für das angebot. eine übersetzung hab ich schon. eine zeile hat auch schon ihren weg, als satz in die geschichte gefunden. deshalb bin ich auch so ganz zufrieden. aber deine idee dazu find ich trotzdem gut und ich werd sie mir merken.

Zitat:An sich stehe ich auch auf so Details, aber die Dreieinigkeit von Musiker - Instrument - Ton war es, die mich ins Stocken gebracht hat.

ja, details sind gut. aber du hast alles zusammen in einem satz war keine gute lösung. dein vorschlag dazu gefällt mir eigentlich ganz gut. vorallem werd ich mal schauen, was von diesen details am ersten auffällt, wenn man den raum betritt. das wird wohl die musik sein. ich werde da mal ein bisschen rumprobieren müssen. Icon_smile

Zitat:hier der Zusammenhang des "Calli" - ich bin mir immer noch nicht sicher, werde aber am Abend meine Cousine fragen, die studiert Italienisch und sollte es wissen

ah, danke. du kannst mir die antwort deiner cousine auch gerne per PN zukommen lassen. das ist natürlich unheimlich praktisch, wenn man so jemanden in der familie hat. :icon_thumbs1: ich muss unbedingt jemanden meiner familie zum italienisch studium schicken. der witz ist ja, dass ich sogar in italien war, als ich die geschichte geschrieben habe. *lach*

Zitat:
Zitat:das ganze ist ja aus der sicht giannas gehalten und die ist nunmal schwer verliebt. sie denkt eben hauptsächlich an die stimme. aber ich werd drüber gucken, ob ich das so umformulieren kann, dass es besser zu lesen ist
Du könntest es ja auch so drehen, daß es Gianna irgendwann auffällt, wie fixiert sie auf diese Stimme ist...

auch eine nette idee. aber ich glaub soweit geht meine geschichte gar nicht. da müsste ich gianna mehr zeit geben, damit sie wieder klar denken kann. Icon_smile

Zitat:Das stimmt schon - aber für gewöhnlich bestimmen die Eltern die Spielkameraden der Kinder, oder?

wahrscheinlich schon. *seufz*

vielen dank für deine rückmeldung, ich denke ich werde am wochenende dazu kommen, dass ganze zu überarbeiten. dank deiner vorschläge fühle ich mich sogar dazu in der lage. Icon_wink

lg

Lady

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Beitrag #6 |

RE: Venezianischer Maskentanz
Hallo Lady,


hoppla, da ist wohl eine Geschichte verschollen? Nach nur einem Kommi ... tz. Und das, wo du im Recherche-Topic geschrieben hast, dass es bisher deine rechercheaufwändigste Geschichte war ... jetzt bin ich mal gespannt darauf.
Wie immer liegt natürlich ganz bei dir, welche Anmerkungen du übernimmst! Icon_smile
Und Tipp- und sonstige Fehler schiebe ich einfach auf die Uhrzeit. Icon_wink

=> Sein Gesicht war. bis zur Hälfte von einer dunklen Maske verborgen.
Da ist dir ein Punkt reingerutscht ^^

=> nach Perückenpuder und dem Parfüm der Damen. [...] Die beiden Damen betraten den Saal
Ist zwar recht weit auseinander, aber einmal könntest du es ersetzen, wenn du magst Icon_wink

=> Gianna liebte die Karnevalzeit
Karnevalszeit

=> Viele besaßen dazu, wie der Gastgeber, eine Maske die nur die obere Gesichtshälfte bedeckte, wobei der Mund dann durch ein Spitzentuch verdeckt wurde.
Komma nach "Maske" - und Wortteilwiederholung

=> Häufig genug sah Gianna auch die Moretta, eine ovale Maske, die nur von Frauen getragen wurde. Lucrezia und sie hatten sich dagegen entschieden, da diese nur von einem Knöpfchen im Mund gehalten wurde und deshalb das Sprechen und Essen erschwerte.
Ernsthaft? Wie ... selbstquälerisch O_o

=> ... die Gäste, welche den Domino-Mantel trugen. Da der überlange Mantel mit der Kapuze auch gleichzeitig das Gesicht verdeckte
Wortwiederholung

=> denn sie konnte nicht sehen, ob nicht einer ihnen sie beobachtete
... nicht einer der ihren sie beobachtete

=> der sie direkt zum Piazza San Marco führte
Nicht "zur Piazza San Marco"? Ich dachte, "Piazza" wäre feminin ...

=> auch Gianna erfüllte bereits ein Gefühl der Vorfreude, wenn sie daran dachte gleich zwischen all den Menschen zu stehen
Komma nach "dachte"

=> Aber diese Empfindung war nicht so stark, wie das Flattern in ihrem Bauch
Komma weg

=> wenn sie daran dachte am Abend den Palazzo der Familie Salviati betreten zu dürfen
Komma nach "dachte"

=> Denn sie wusste genau, dass sich unter den verschiedenen Masken, das Gesicht eines jungen Mannes verbergen würde.
Komma nach "Masken" weg - und: unter allen verschiedenen Masken? Icon_wink Besser: "... dass sich unter einer der verschiedenen Masken das Gesicht ..."

Dann hast du hier einige Wortwiederholungen von "Stimme":
Zitat:denn die Stimmen kamen nur gedämpft unter den Masken hervor. Doch Gianna interessierte sich nicht für diese belanglosen Gespräche. Sie wollte die Stimme Averdos wieder hören. Er hatte die beiden Damen kurz nach seinem Vater begrüßt und Gianna durchfuhr ein warmer Schauer beim Klang seiner sanften, dunklen Stimme. [...] Das Gewitter, das ihrem Klang ihren gesamten Körper durchströmte, ließ keine Zweifel daran, wem diese Stimme gehörte.

=> dass der Zufall sie wieder zusammenführte
zusammenführen würde

=> Das Gewitter, das ihrem Klang ihren gesamten Körper durchströmte
... das bei dem [vertrauten] Klang ihren gesamten Körper durchströmte

=> Gianna fühlte sich sogleich wohl, in seiner Gegenwart
Komma weg

=> hatte sie das Gefühl, sie könnte ihn in ihren Knochen spüren
In ihren Knochen? Das ist einmal interessant. Eine neue Metapher ... würde ich vielleicht sogar ausarbeiten - wie fühlt sich das an?

=> Doch bevor sie dies alles richtig begriff, wurde sie wieder in die Realität gerissen, indem noch mehr Gäste auf den Balkon traten
Besser "als noch mehr Gäste ..." - "indem" will hier nicht passen.

=> Die Aufführungen auf dem Piazza San Marco gingen zu Ende.
Falls "Piazza" feminin ist, siehe oben - "auf der Piazza San Marco"

=> und sie dann, auf sanften Händen, zum Tanzen führen
Auf seinen Händen? Trägt er sie? Icon_wink Besser "mit" oder "an sanften Händen", oder?

=> Die Welt hörte auf sich für Gianna zu drehen.
Komma nach "auf" - und vor diesem Satz würde ich einen Absatz machen, um den Schockmoment hervorzuheben.

=> Ihr Herz zerbrach in tausend Scherben und sie fiel in eine tiefschwarze, beängstigende, bodenlose Dunkelheit.
Hoppla - Geschmackssache, aber mir ist das eine Prise zuviel. Vielleicht kannst du das ja etwas umschreiben? "Etwas in ihr splitterte und plötzlich schien ihr, als wäre die Nacht dunkler als zuvor" oder etwas in der Art? Einfach nicht ganz so ... hm ... "viel" mit tausend Splittern und tiefschwarzer, beängstigender, bodenloser Dunkelheit.

=> Nur Averdos Worte sickerten langsam, durch den Nebel von Unverständnis, zu ihrem Verstand hindurch.
"Unverständnis" und "Verstand" kommen vom gleichen Wortstamm, ist also eine Wortwiederholung. Vielleicht einfach nur "wie durch einen Nebel ..."?

=> und sagte das einzige was ihr Verstand noch freigab
Komma nach "einzige"

=> wobei ihr die verschiedenen Masken wie unheimliche Geister entgegenstarrten und verließ für immer den Palazzo der Salviatis
Komma nach "entgegenstarrten"

=> Während des Karnevals beschäftigten sich die Venezianer mit Wichtigerem, als damit die Laternen anzuzünden und so waren nur wenige Straßen vollständig beleuchtet.
Komma weg, dafür je eins nach "damit" und "anzuzünden"

=> Mehr aus Wut über sich selbst und ihre Angst, als über die nicht erfüllte Liebe weinend, stand sie nun unter der Laterne
Besser "Mehr aus Wut über sich selbst und ihre Angst als aus Trauer über die unerfüllte Liebe stand sie nun ..."

=> und sie war unfähig die Splitter aufzuheben
Komma nach "unfähig"

=> Sie wollte die Bruchstücke auch nicht haben, wollte sich nicht mit diesem schmerzhaften Mosaik plagen.
Schöne Formulierung.

=> Plötzlich legten sich ein paar starke Arme um sie und ein paar Hände zwangen sie dazu, sich umzudrehen.
Wie viele Arme und Hände denn? Icon_wink Schreib besser jeweils "ein Paar", dann sind es genau zwei.

=> deshalb kannten sie sich schon von kleinauf
"klein auf" auseinander

=> Dennoch würde immer ein kleines Stückchens ihres Herzens im Palazzo der Salviatis liegen.
liegen bleiben

Ja, wirklich eine aufwändige Geschichte; aufwändig in der Recherche, aufwändig in den Details. Sie ist der Szenerie, der venezianischen Maskenpracht, in ihrer Detailliertheit angemessen, würde ich sagen.
Gut geschrieben und ohne große Stolperstellen; die Geschichte an sich ist "alt bekannt" (zwei, die sich lieben und nicht kriegen), aber ansprechend verpackt, finde ich.
Ich finde es interessant, wie es dir gelingt, so eine dichte Atmosphäre zu kreieren. Wie genau, kann ich jetzt nämlich gar nicht feststellen ... aber ich schätze, dass es daran liegt, dass du erst ein Kommi hast: Diese Geschichte wirkt wie schwerer Samt oder ein dunkler Rotwein; nichts für Nebenher durch all die Details.
Mir persönlich gefiel sie. Tiefgang würde ich ihr nicht unbedingt zusprechen, aber wie du die Szenerie ausgearbeitet hast, das finde ich gelungen. Auch interessant, weil mir manches wirklich neu war - der Turmkletterer zum Beispiel oder die seltsamen Masken, die nur von einem Knopf im Mund gehalten werden (ich würde eine Kieferstarre kriegen Icon_wink). Schön, wenn man durch einen Text etwas Neues erfährt.

Ein Beispiel dafür, wie ein gut ausgearbeitetes Setting die Atmosphäre beeinflusst. Gut zu lesen, finde ich Icon_smile


Mira

Ich bin ein Fragezeichen
kein Punkt
- Rose Ausländer -

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Beitrag #7 |

RE: Venezianischer Maskentanz
hallo mira,

wie schön ein kommi! Icon_jump

Zitat:=> hatte sie das Gefühl, sie könnte ihn in ihren Knochen spüren
In ihren Knochen? Das ist einmal interessant. Eine neue Metapher ... würde ich vielleicht sogar ausarbeiten - wie fühlt sich das an?

keine ahnung wie sich das anfühlt. Icon_wink hauptsache es drückt aus, dass das gefühl noch tiefer als "bis unter die haut" geht.

Zitat:Ihr Herz zerbrach in tausend Scherben und sie fiel in eine tiefschwarze, beängstigende, bodenlose Dunkelheit.
Hoppla - Geschmackssache, aber mir ist das eine Prise zuviel. Vielleicht kannst du das ja etwas umschreiben? "Etwas in ihr splitterte und plötzlich schien ihr, als wäre die Nacht dunkler als zuvor" oder etwas in der Art? Einfach nicht ganz so ... hm ... "viel" mit tausend Splittern und tiefschwarzer, beängstigender, bodenloser Dunkelheit.

ich habe hier mit absicht soviele adjektive eingebaut. einfach um zu zeigen, dass ihre gefühle ziemlich extrem sind (in diesem moment). aber ich werd mal überlegen, ob ich nicht vllt zwei sätze draus mache, damit es nicht so viel aufeinmal ist.

Zitat:Gut geschrieben und ohne große Stolperstellen; die Geschichte an sich ist "alt bekannt" (zwei, die sich lieben und nicht kriegen), aber ansprechend verpackt, finde ich.
Ich finde es interessant, wie es dir gelingt, so eine dichte Atmosphäre zu kreieren. Wie genau, kann ich jetzt nämlich gar nicht feststellen ...

danke für das lob. ich weiss gar nicht wo mit soviel davon hinsoll. ja, das ist richtig, die geschichte an sich ist nicht neu, oder besonders spannend. aber ich wollte diese szenerie benutzen. Icon_smile
wie ich das mit der dichten atmosphäre gemacht habe? keine ahnung, liegt bestimmt an den vielen details.

Zitat:aber ich schätze, dass es daran liegt, dass du erst ein Kommi hast: Diese Geschichte wirkt wie schwerer Samt oder ein dunkler Rotwein; nichts für Nebenher durch all die Details.

schwerer samt und dunkler rotwein? sehr schöne und irgendwie treffende worte. vllt liegt es auch an der länge und ich denke man muss sich beim lesen schon konzentrieren um zwischen den beschreibungen die handlung nicht zu verlieren.

Zitat:Auch interessant, weil mir manches wirklich neu war - der Turmkletterer zum Beispiel oder die seltsamen Masken, die nur von einem Knopf im Mund gehalten werden (ich würde eine Kieferstarre kriegen ). Schön, wenn man durch einen Text etwas Neues erfährt.

mir gings beim schreiben auch so. aber ich bin nunmal von venedig begeistert und deshalb musste einfach solch eine geschichte her. schön, wenn ich dir das "alte" venedig näher bringen konnte.

die kommas werden natürlich kommentarlos übernommen. die anderen anmerkungen muss ich mir erst nochmal näher betrachten inwieweit ich da umformulieren kann. also vielen dank für die nützlichen korrekturen, deinen kommentar und für das gut finden. Icon_jump

lg

Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #8 |

RE: Venezianischer Maskentanz
Hallo Lady,

eine Geschichte, die ich damals auf VeWe schon lesen wollte. Auch hier auf LP ist sie mir immer zwischen andere Vorhaben gerutscht. Ich freue mich auf das Lesen. Damals war es eine Wettbewerbsgeschichte. Leider kann ich mich nicht erinnern, welchen Platz zu belegt hast.
Dann mal los ...

Die große zweiflüglige Tür zum Ballsaal öffnete sich und ihnen kam der Geruch von unzähligen Menschen entgegen.
=> Menschen passt mir hier nicht so. Später beschreibst du, was genau gerochen wird, deswegen würde ich das hier auslassen.
Vorschlag.
"Die große zweiflügelige Tür zum Ballsaal öffnete sich und ihnen kam ein aufdringlicher (z.B) Geruch entgegen. Es roch nach Essen, ..."

Sein Gesicht war, bis zur Hälfte von einer dunklen Maske verborgen.
=> Kein Komma.

Dann hatte Averdo ihr sein wohlgeformtes Gesicht offenbart. Seine dunklen Augen sahen sie erwartungsvoll an.
„Ich hoffe, ich gefalle dir“, sagte er und sein Lächeln war das schönste, was Gianna je gesehen hatte.

=> süß, ... *grins*

Sie fiel in eine Dunkelheit, in der es nur noch Averdo de Salviati gab, der sie in seinen Armen hielt, um sie daran zu hindern endlos zu fallen.
=> Ein sehr schöner Satz! Icon_smile

Dann begannen Giannas Wangen wie flüssiges Silber zu glänzen. Wassertropfen, die ihre Haut benetzten, Tränen, die im Mondlicht silbrig funkelten.
Zu gerne hätte sie noch einmal in seinen starken Armen gelegen, doch sie würde dann keine Kraft mehr haben, sich von ihm lösen zu können. Die Dunkelheit, die sich um sie gelegt hatte, raubte ihre gesamte Energie. Wie zum Schutz vor dieser mächtigen Finsternis setzte sie ihre Maske auf und sagte das einzige, was ihr Verstand noch freigab: „Aber ich liebe dich doch.“

=> Auch besonders schön!

Ihr Herz war zerbrochen und sie war unfähig, die Splitter aufzuheben.
=> !!!!!!!!!!!! Icon_smile

Dennoch würde immer ein kleines Stückchens ihres Herzens im Palazzo der Salviatis liegen.
=> Auch toll!

Ja, solche Kommentare möchte ich am Stück schreiben. Ununterbrochen! Ich hatte ehrlich Angst um das Ende, denn es hat mir so gut gefallen, was ich gelesen habe, dass ich fürchtete, ich werde enttäuscht. Sprachlich hast du mich sehr beeindruckt. Schöne Bilder, gewaltig sogar. Ich konnte wirklich voll und ganz in Venedig abtauchen und hab mich in der Geschichte wiedergefunden. Ist mir lange schon nicht so passiert.
Der Reihe nach. Icon_smile
Der Anfang ist schleppend, durch die vielen Begriff, die du eingebaut hast. Wobei diese Tatsache ganz toll ist, aber man stolpert ständig. Vielleicht könntest du die Masken und Verkleidungen teilweise nicht mit Fremdwörtern benennen, sondern eher beschreiben. Nicht alle, aber versuchen ein oder zwei Begriffe rauszubekommen. Wobei ich mir auch vorstellen kann, dass du Stolz drauf bist, sie dabei zu haben.
Die Geschichte selbst ist wirklich schön. Erzählt sehr mitreißend und die Passagen bringen Spannung. Ein wenig enttäuscht ist man dann mit Gianna. Das Ende, mit dem Besten Freund, war auch schwerer verdaulich. Sie läuft davon und du kündigst schon eine neue Liebe an. Auch wenn sie vermutlich anderer Art sein wird. Dass das Ende deshalb ein wenig frustriert, ist glaub ich unumgänglich, aber durch die Sätze und Formulierungen, vor allem durch den Schlusssatz, hast du das gut Wett gemacht. Mir gefällt es ausgesprochen gut. Schade, dass ich nicht schon früher über die Geschichte gestolpert bin.

Sehr gerne gelesen,
Sternchen

PS: Welchen Platz hast du denn mit dem Schmuckstück belegt? Icon_smile

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Vaclav Havel
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Beitrag #9 |

RE: Venezianischer Maskentanz
hallo sternchen,

also ich hätte jetzt schwören können, dass du die geschichte schon gelesen hast. aber anscheinend ist dem doch nicht so. bin gespannt, was du dazu sagst.Icon_smile

ich bin positiv überrascht von deinem kommentar, kaum textliche anmerkungen (was wohl daran liegt, dass die geschichte ja schon durchs forum gegangen ist).
dafür hast du dir meine lieblingssätze rausgesucht, auf die ich ganz besonders stolz bin. jetzt sogar noch mehr.

Zitat:Ich hatte ehrlich Angst um das Ende, denn es hat mir so gut gefallen, was ich gelesen habe, dass ich fürchtete, ich werde enttäuscht.

mir gings auch so. diese geschichte gehört nämlich zu denen, wo ich das ende vorher nicht kannte. ich habe echt lange rumüberlegt, was ich machen soll und mit diesem offenen ende bin ich recht zufrieden.Icon_smile

Zitat:Der Anfang ist schleppend, durch die vielen Begriff, die du eingebaut hast.

einige fanden die vielen begriffe toll, wieder andere sind, wie du drüber gestolpert. aber ich bin schon stolz drauf, dass einige gesagt haben, dass es genau diese details sind, die die geschichte ausmachen. ich weiss echt noch nicht was ich da machen soll.Icon_confused

Zitat:Das Ende, mit dem Besten Freund, war auch schwerer verdaulich. Sie läuft davon und du kündigst schon eine neue Liebe an.

ich habe nur geschrieben, dass er sie trösten darf, nicht dass sie sich verlieben werden.Icon_wink das ist natürlich möglich, aber genau das wollte ich nicht als ende haben, das wäre dann doch zu kitschig. von daher denke ich, dass das ende offen ist und in alle richtungen interpretierbar.Icon_smile

Zitat:PS: Welchen Platz hast du denn mit dem Schmuckstück belegt?

keinen erwähnenswerten. Icon_smile

vielen dank für deinen super schönen kommentar. hat mich gefreut. schön, das es dir gefallen hat und das ich dich voll und ganz nach venedig entführen konnte. das freut mich ganz besonders.
deine beiden textlichen anmerkungen werd ich mir anschauen. das komma wird natürlich wegkommen und über den anderen satz muss ich mal drüberschauen.

gerade hab ich gesehen, dass du meine geschichte in deine empfehlungen aufgenommen hast. danke dafür. Icon_bussi

lg

Lady

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Beitrag #10 |

RE: Venezianischer Maskentanz
Hallo Mondfrau,

ich erinnere mich, dass du diese Geschichte damals im VeWe für einen Wettbewerb – den letzten – geschrieben hast. Leider bin ich nie dazu gekommen, die Beiträge zu lesen, bis auf die, die mir zur Korrekturlesung gezeigt wurden. Deshalb habe ich mich gefreut, dass du deinen Beitrag hier als normale Geschichte veröffentlicht hast. Ich wollte sie immer lesen und kommentieren, aber irgendwann habe ich dann einfach vergessen, dass sie ja noch ungelesen und unkommentiert ist. Beim Stöbern bin ich jetzt wieder über sie gestolpert und dieses Mal komme ich nicht dran vorbei. Deshalb hier nun endlich mein Kommentar.

Zitat:Aber das wichtigste an ihrem Kostüm fehlte noch.
„Wichtigste“ groß.
Zitat:Lucrezia wurde vermutlich von ihrem Gastgeber, Conte Salviati begrüßt.
Komma nach „Salviati“.
Zitat:Gianna fühlte sich sogleich wohl, in seiner Gegenwart …
Komma weg.
Zitat:Sie hatte daran gedacht, sich in einen Canale zu stürzen, …
Bisher hast du immer „Canal“ geschrieben.
Zitat:Dennoch würde immer ein kleines Stückchens ihres Herzens im Palazzo der Salviatis liegen.
„Stückchen“.

Achje, wie fang ich denn jetzt an?
Mich hat sie nicht überzeugt. Vielleicht liegt es an der ausgelutschten Story über ein „armes“ Mädchen, das in einen „reichen“ Jungen verliebt ist, ihn aber doch nie wirklich haben kann. Und dann ist da ihr Kindheitsfreund, der es natürlich irgendwann schaffen wird, ihr Herz soweit zu flicken und anschließend zu erobern, dass sie ein Paar werden und glücklich bis an ihr Lebensende sind. Auch die anfänglich schöne Stimmung schafft’s nicht, die Geschichte rauszureißen. Ich hätt’s schöner gefunden, wenn du gar keine „Liebes“-Geschichte eingebaut hättest, sondern den Maskenball an sich beschrieben hättest. Mit all seinen Facetten, vielleicht näher auf die Vielfalt der Kostüme eingegangen, die Unterschiede zum Vorjahr, so was eben. Auch emotional kam nicht wirklich viel bei mir an. Weder die Aufgeregtheit noch diese leise Melancholie, die man hat, wenn man an Vergangenes denkt, noch die Zerschlagenheit nach der Abfuhr. Und auch nicht die Hoffnung, die Leonardo zum Ende hin darstellen soll.

Sprachlich brauche ich hier nichts sagen, du weißt, was du machst und wie du es machst. Und ich erinnere mich auch an tiefe Texte von dir, die einem im Kopf bleiben, wenn auch nur bruchstückhaft. Doch diese Geschichte hier gehört nicht dazu, auch wenn ich fest überzeugt bin, dass du dir sehr viel Mühe damit gegeben hast.
Vielleicht nehme ich die Stimmung auch nicht wahr, weil es so eine altbekannte Story ist. Etwas, das man schon kennt und in tausenden Variationen gelesen hat. Du hast es doch gar nicht nötig, solche Storys abzukupfern, du kannst das selbst viel besser.

Ich hoffe, du nimmst mir das nicht übel. Man kann ja auch nicht alles mögen, ne ;o)
Liebe Grüße,
Angel

... weil das Leben seltsame Wege geht ...

Der Sprung über den eigenen Schatten gelingt leichter,
wenn wir ihn für jemanden wagen,
der Licht in unser Leben bringt.
(unbekannt)

Eine Schattengestalt und ihre Schattengedanken


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