Es ist: 21-10-2021, 00:07
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Bauernopfer
Beitrag #1 |

Bauernopfer
Und hier der Wettbewerbsbeitrag in neuem (hoffentlich besseren) Gewand. Vielen, vielen Dank noch einmal an alle Kommentatoren! (Und eine kleine Erinnerung an addi, die da noch was nach zu holen hat, nicht wahr? Mrgreen ) Wer sich für bereits vorhandene Kommentare interessiert sehe im Athalem-Archiev nach. Ansonsten viel Spaß beim Lesen!

Jahr 63 der ersten Epoche, irgendwo in Iqann.

Bauernopfer

Nur ihre Schritte waren zu hören, das dumpfe Knirschen von ledernen Stiefeln. Es hallte von den Wänden der Tunnel zurück und drang, ein Vielfaches zu laut, wieder an ihre Ohren. Monströse Schatten tanzten an den Wänden, vielleicht nur hervorgerufen durch die Sturmlaternen, welche die Gruppe bei sich trug. Doch wer konnte schon sagen, was sie hinter der nächsten Biegung erwarten mochte? Arkis umklammerte die Karte mit schweißnassen Händen. Ohne sie würden sie den Weg nicht mehr zurück finden. Nicht, bevor ihre Laternen verloschen und sie in ewiger Finsternis gefangen sein würden. Er schüttelte sich. Aber dazu würde es nicht kommen! Sein Traum war mit einem Mal in greifbare Nähe gerückt. Als Helden würden sie zurückkehren!
„Es kommt mir vor, als hätten wir vor Tagen das letzte Mal Sonnenlicht gesehen.“ Hauptfrau Garuda ging direkt hinter ihm, das gezogene Breitschwert in der Faust. Gelegentlich fing es die Strahlen einer der Laternen und blitzte gleißend auf. Kalter Stahl – irgendwie vertrauenserweckend. Trotzdem war etwas in Garudas Stimme, das Arkis nicht richtig einordnen konnte. Nervosität? Angst? Kurz warf er einen Blick zurück, auf das wettergegerbte Gesicht der Kriegerin. Ihre Gesichtszüge waren hart, aber ihre dunklen Augen glitten ruhelos hin und her. Sie war ein Veteran. Sie hatte die namenlosen Schrecken des Krieges durchlitten – und doch reichte das unüberschaubare Tunnelgewirr hier, die atemraubende Enge, das völlige Fehlen von Licht, um sie nervös zu machen. Menschen waren nicht geschaffen, um hier unten zu leben. Aber vielleicht, um zu sterben? Kopfschüttelnd vertrieb er den Gedanken. Oder er versuchte es zumindest, denn die Vorstellung blieb irgendwo in den Tiefen seines Unterbewusstseins kleben und drückte ihm auf den Brustkorb. Noch konnten sie umkehren. Arkis warf einen forschenden Blick auf die Karte. Wie weit mochte es noch sein?
„Magister Arkis?“
Verärgert wandte er sich um. „Was ist los?“
Einer der Soldaten hatte seine Sturmlaterne gehoben und leuchtete, über ihre Köpfe hinweg, voraus. Das Licht fiel auf Metall, das es auf abartige Weise nur widerwillig reflektierte. Metall, das sich zu gehörnten Fratzen ausformte, das wirkte, als wäre es von der Decke geflossen und in dieser Form erstarrt. Das musste das Tor sein.


Laute Rufe auf dem Hof. Magister Arkis schreckte hoch und benötigte einige Augenblicke, um sich zurechtzufinden. Dann stemmte er sich ächzend in die Höhe, während es in seinem Rücken schmerzhaft knackte. Wieder eine Nacht auf den Schriftstücken liegend verbracht, statt im Bett. Selbst der hölzerne Fußboden erschien ihm nun als himmlische Schlafstatt. Hauptsache nicht in verkrümmter Haltung am Schreibtisch. Er warf einen Blick zurück auf die Schreibfläche und begutachtete brummend das Chaos aus losen Pergamenten und in Leder eingebundenen Folianten. Eng beschrieben mit seiner krakeligen Handschrift. Die bräunliche Kerze war inmitten der Unterlagen zu einem Stummel heruntergebrannt, bevor sie erloschen war. Wieder einmal. Arkis fragte sich, wie lange es noch dauern würde, bis er mit seinem gesamten Werk in Flammen den Tod fand.
„Heute Abend gehst du ins Bett!“
Nur ein guter Vorsatz, wie schon so oft. Er gähnte herzhaft. Doch was hatte ihn geweckt? Ein weiteres Mal tönten Rufe vom Hof her. Man rief … ihn? Verärgert schlurfte er zum Fenster. Was sollte diese Störung zu nachtschlafender Zeit? Mit einem Ruck stieß er die hölzernen Fensterläden auf und zuckte zurück. Helles Tageslicht flutete herein und stach ihm schmerzhaft in die Augen. Schon so spät? Schlagartig war er hellwach. Vor ihm, im umfriedeten Hof, warteten drei Reiter. Zwei von ihnen trugen lederne Brustpanzer unter ihren Umhängen und hielten lange Speere in ihrer Rechten. Der dritte protzte dagegen mit einem bronzenen Harnisch, der aufdringlich in der Sonne funkelte. Ebenso wie das Wappen von Iqann. Unmissverständlich.
„Ah, Magister Arkis! Ich hatte schon befürchtet, Ihr wäret Euren Forschungen zum Opfer gefallen. Man kann ja nie wissen.“ Während die beiden Wachen pflichtbewusst lachten, schwang der dunkelhaarige Anführer sich von seinem Pferd.
„Worauf wartet Ihr? Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit.“ Ohne eine Antwort abzuwarten betrat er das Haus. Fluchend schlug Arkis das Fenster wieder zu und eilte die knarrende Treppe hinab. Gleichzeitig versuchte er, seine von Tinte geschwärzten Finger an seiner faltigen Robe zu säubern. Leider ohne Erfolg.
„Baron von Turkal?“ Der Angesprochene hatte seinen staubigen Reiseumhang über einen der Stühle geworfen, die um einen einfachen Tisch herum standen. Sein mit verschlungenen Gravuren verzierter Bronzeharnisch klirrte leise, als er sich auf dem Stuhl niederließ und die Beine übereinanderschlug. „Genau der bin ich.“ Die Spitzen edler Reiterstiefel begannen zu wippen. Gleichzeitig schoben sich die schmalen Augenbrauen des Barons merklich zusammen, als er den zerknautschten Aufzug des Magisters sah. „Ihr seid wohl gerade unpässlich?“
Nervös strich Arkis einige widerspenstigen Bartsträhnen zurück in Form. Er befürchtete, dass ihm sein Haar wirr vom Kopf abstand, aber dagegen ließ sich jetzt leider nichts tun. Wie hatte er nur verschlafen können?
„Nein, ganz und gar nicht! Ich war nur sehr vertieft in meine Forschungen, Ihr versteht?“
Das hätte niemals passieren dürfen! Allmählich schnürte ihm Nervosität die Kehle zu. Beruhig dich, Arkis, beruhig dich!
Von Turkal seufzte leise. „Nein, ich verstehe nicht. Aber das tut jetzt nichts zur Sache. Ich muss heute noch weiter, also machen wir es kurz.“ Der Baron beugte sich vor und fing Arkis herumirrenden Blick. Der Magister mochte um ein Jahrzehnt älter sein als sein Gegenüber und doch stand er vor ihm wie ein Schuljunge vor dem Dorfschulzen. „Wie weit seid Ihr denn voran geschritten, mit Eurer Forschung, in die Ihr ja so vertieft seid? Der Fürst möchte endlich Ergebnisse! Er ist es leid, sein Gold in ein bodenloses Fass zu stopfen. Man sagt, Meir hätte bereits Durchbrüche erzielt.“
Vermutlich hatte der Baron genauso vor seinem Fürst gestanden wie jetzt Arkis vor ihm, doch der Magister zog nur wenig Trost aus dieser Vorstellung. Er durfte nicht überflügelt werden! Dies war seine Lebensaufgabe, sein Lebenswerk, sein Traum! Aber dabei ging es weniger um Meir.
„Sagt, wart Ihr schon bei Tymian? Er -“
Wütend fuhr der Baron auf und sein zorngerötetes Gesicht verdunkelte Arkis Gesichtsfeld.
„Habt Ihr mich nicht verstanden? Ich will einen Bericht!“
Der Druck auf Arkis Kehle nahm weiter zu, weitete sich auch auf seinen Brustkorb aus. Warum war er nur auf solch bornierte Gestalten angewiesen? Weder der Baron noch der Fürst verstanden die gesamte Tragweite dessen, was Arkis tat. Für sie war das ein politisches Machtspielchen. Ein Kräftemessen mit dem Rivalen im Süden. Sie waren so blind. Für einen Atemzug hatte er das Bedürfnis, von Turkal zu erwürgen, hatte das Gefühl, in allen Einzelheiten zuschauen zu können, wie die Lippen des Barons langsam blau wurden, wie der Lebensfunken in seinen Augen erlosch. Die Vorstellung verschwand so abrupt, wie sie gekommen war und hinterließ einen chaotischen Strudel von Gedanken in seinem Kopf. Verwirrt griff Arkis sich an die Stirn, dann schüttelte er sich. Es schien, als müsste er sich wieder einmal einen Tag Ruhe gönnen, sein Geist machte auch nicht mehr alle Eskapaden mit. Ein unangenehmes Pochen hinter seiner Stirn gesellte sich nun zu seiner Beklemmung hinzu. Dieser Tag lief überhaupt nicht so, wie der Magister es gerne gehabt hätte.

Sie flohen durch die Straßenschluchten zwischen den hochaufragenden Türmen, die fast bis zur Decke der riesigen Kaverne reichten. Weniger Türme und vielmehr Felsnadeln aus einem obsidianartigen Gestein, scheinbar noch schwärzer als die Dunkelheit ringsrum, verbunden von schmalen Stegen in schwindelnder Höhe.
„Bei den Göttern, was ist das?“ Garuda war direkt neben ihm, zerrte ihn immer weiter, obwohl er nicht mehr konnte, obwohl seine Lunge sich anfühlte, als wäre sie mit glühendem Eisen gefüllt. Und obwohl nackte Angst seine Beine lähmte. „Wie viele sind wir noch?“, brachte Arkis zwischen zwei keuchenden Atemzügen hervor. Er konnte kaum einen klaren Gedanken fassen. Das einzige, was er wollte, war, hier herauszukommen. Einfach nur hier herauszukommen.
Und vergessen. Irgendwo hinter ihnen ertönte wieder das unmenschliche Kreischen, fast zu hoch, um es noch zu hören. Und doch brannte es sich in sein Gedächtnis. Hätten sie nur den verdammten Tempel nicht betreten!
„Ich weiß es nicht!“, brüllte Garuda. „Ich sehe nur noch drei.“ Im Lauf strich sie sich eine feuchte Haarsträhne aus dem Gesicht. Feucht von Blut. Blut das ihr auch die gesamte linke Gesichtshälfte hinabrann. Doch trotz allem umklammerte Arkis noch immer die versiegelte Schriftrolle aus einem seltsam warmen Leder. So fest, dass seine Knöchel weiß hervortraten. Wieder das Kreischen, diesmal näher. Und vermischt mit einem menschlichen Schrei. Panik – und mehr als nur Schmerz.
Sie mussten hier raus, verdammt noch mal! Raus mussten sie! Raus!


„Ich habe einen Durchbruch erzielen können!“ Arkis hatte sich dem Baron gegenüber gesetzt und gestikulierte weit ausholend. Endlich befand er sich auf sicherem Terrain und gewann langsam wieder an Gelassenheit. Er stand kurz vor dem endgültigen Erfolg. Er wusste nicht mehr, wie lange er nun schon hier auf dem ehemaligen Bauernhof lebte, lebte und vor allem forschte. Aber es war fast soweit. „Mir ist bereits die Manipulation von Materie möglich und jetzt auch das Herbeirufen von Materie!“ Bald, schon bald! Sein Name würde in die Annalen eingehen. Die Geschichtsschreiber würden ihn auf immer verewigen. Und vielleicht würde er endlich zur Ruhe kommen. Von Tarkul hatte sich etwas entspannt, strich sich nachdenklich über den schwarzen Kinnbart. „Das hört sich tatsächlich nicht übel an.“
Arkis beobachtete den Baron genau. Er wirkte überrascht, positiv überrascht. Hieß das, die anderen hatten ihn enttäuscht? Er würde der Erste sein? Der Knoten in seinem Hals löste sich etwas. Vorfreude machte sich in seiner Magengegend breit. Beschwingt erhob sich der Magister. „Wollt Ihr eine Kostprobe? Ich werde Euch meine neuste Errungenschaft zeigen, wenn Ihr wollt.“
Von Tarkul nickte nur schweigend und folgte dem Magister durch eine verstärkte Eichentür, die von einem schweren Vorhängeschloss gesichert wurde. Mit fliegender Robe eilte Arkis die steinerne Treppe hinab, die in den Keller des Gutshauses führte. Sein Laboratorium. Der Baron sah sich mit erhobenen Augenbrauen um, während die beiden Männer zwischen den langen Tischen hindurch schritten, die über und über mit unterschiedlichen Gefäßen, metallenen Gegenständen in geometrischen Formen und Pergamenten bedeckt waren. Sogar eine kleine Schmiede besaß Arkis hier unten. Er hatte das Gold des Fürsten wahrhaft gut angelegt. Durch die Ritzen vernagelter Fenster, direkt unter der Decke, sickerte staubiges Licht.
Der Baron rümpfte die Nase. „Hier riecht es nach Blut.“ Der Magister hielt noch nicht einmal inne, sondern deutete nur mit einer beiläufigen Handbewegung auf die großen Käfige, die säuberlich an einer der Längswände aufgereiht waren. „Blut ist ein wichtiger Bestandteil! Es ist wie eine Linse, bündelt, aber es verstärkt auch. Und es liefert Kraft. Ihr würdet nicht für möglich halten, wie viel Kraft!“ Wie er hoffte ebenso beiläufig, warf er einen Blick auf die Tür des hölzernen Verschlags, der eine Ecke des großen Kellerraums einnahm. Sie war geschlossen. Alles in Ordnung.
„Ihr schlachtet Kaninchen dafür?“ Angewidert schüttelte der Baron sich und begann, seine Hände zu kneten, die in verzierten Reiterhandschuhen steckten. Er fühlte sich sichtlich unwohl. Arkis lächelte. Von Tarkul befand sich nun in seinem Reich. Hier war er der Herr. Seine Beklemmung schwand endgültig, wich Selbstsicherheit, die sein Auftreten fester werden ließ. Keine Ahnung hatte der Baron. Nichts wusste er. Er lebte nur in seiner kleinen Welt, war kaum in der Lage, über den Tellerrand hinauszuschauen. Arkis empfand so etwas wie Mitleid. Er dagegen war ein Lernender, ein Wissender, ein Sehender!
„Sagt, wo ist eigentlich Euer Gesinde? Warum war niemand da, um mir das Tor zu öffnen?“ Die beiden Männer erreichten das Ende des großen Raumes. Anders als der obere Teil des Anwesens war er von steinernen Mauern umschlossen. Vielleicht hatte er einmal als Weinkeller gedient. Arkis winkte ab. „Bauern? Leibeigene? So nah an meinem Laboratorium? Woher kann ich wissen, dass man ihnen trauen kann? Oder dass sie nicht aus Dummheit etwas zerstören? Ich kann mich gerade noch selbst versorgen.“ Voller Stolz hob Arkis nun den schwarzen, metallisch glänzenden Pfeil von seinem Arbeitsplatz und hielt ihn dem Baron entgegen. Er schmiegte sich warm in seine Hand. Fast, als bestünde er nicht aus Eisen, sondern aus Fleisch und Blut. Für Arkis war das wie eine Geburt. Sein Kind! Es hatte ihn Wochen, ja Monate gekostet, um die Grundzüge auszuarbeiten. Ein Pfeil, nicht von Menschenhand geformt, ein Pfeil, der –
mit einem lauten Krach flog etwas gegen die Tür des Verschlags, dann ertönte ein Wimmern. Der Baron fuhr herum und sein Schwertgehänge prallte gegen einen der groben Tische.
„Was war das?“
Arkis Selbstsicherheit zerplatzte wie eine Seifenblase, ließ nur einen Knoten in seinen Eingeweiden zurück. Auch das Pochen war wieder da, jagte glühenden Schmerz zwischen seine Gedanken.
„Ein Schwein … das ist ein Schwein, das kann ich ja schlecht in einem Käfig halten.“ Sein Herz hämmerte von innen gegen seinen Brustkorb und sein Atem ging schwerer. Beruhig dich, Arkis! Er klammerte sich an einer Tischkante fest und drückte so fest zu wie er konnte.
Währenddessen näherte sich der Baron dem Verhau und streckte die Hand nach dem Riegel aus, der die Tür versperrte. Verdammt! Hätte er nur nicht verschlafen … dann hätte er ihn füttern können. Es wäre nichts passiert. Das Vieh wäre vermutlich überhaupt nicht wach gewesen. Verdammt, verdammt, verdammt!
Von Tarkul riss die Tür auf, bereit zurückzuweichen, eine Hand am Schwertgriff. Dann sog er überrascht die Luft ein. Überraschung, die schnell in Zorn umschlug. „Das ist ein Mensch! Ihr haltet einen Menschen in einem Stall?“ Zu seinen Füßen kroch ein Junge mit blondem, verfilztem Haar aus dem Verschlag. Speichel lief ihm übers Kinn und glänzte feucht im Dämmerlicht. Er sah sich mit großen Augen um, dann begann er zu glucksen. Arkis hatte das Gefühl, er lachte über ihn. Am liebsten hätte er ihn mit einem Tritt zurück in den Verschlag befördert. Das durfte einfach nicht wahr sein!
„Das ist kein Mensch, Baron, er kam schon so auf die Welt. Seine Familie hat ihn mir verkauft, er wäre gestorben, bei mir kann er zumindest leben.“
Der Baron fuhr herum, sein Kehlkopf tanzte auf und ab.
„Ach ja? Und was habt Ihr mit ihm vor? Dasselbe wie mit dem Kaninchen, ja? Ihr verwendet sein Blut?“ Er klang erschreckend kalt.
Arkis Gedanken rasten. Er hatte befürchtet, dass so etwas passieren würde. Aber eigentlich müsste der Baron es doch verstehen, oder? So ignorant konnte er gar nicht sein!
„Menschliches Blut ist ungleich mächtiger! Nicht zu vergleichen mit tierischem.“ Der Magister hob seine linken Hand und der Ärmel seines Gewandes rutschte herab, entblößte den bleichen Unterarm. Einen Unterarm übersät mit schlecht verheilten Schnitten, die kreuz und quer fast jeden Zentimeter seiner Haut bedeckten.
„Aus mir selbst bekomme ich keinen Tropfen mehr heraus. Aber es ist notwendig, versteht Ihr? Wie sonst sollen wir mächtig genug werden? Wie sonst sollen wir sie aufhalten? Ich brauche das Blut! Er ist kein Mensch! Und ein Leibeigener!“
Mit aufgerissenen Augen musterte der Baron Arkis' Arm. „Ihr seid doch krank!“ Er machte einen Schritt auf den Magister zu. „Was soll das bedeuten, Ihr braucht das Blut? Er mag nur ein Leibeigener sein. Aber wie groß ist dann der Schritt zum Adligen? Wie groß ist dann der Schritt zu mir?“ Sein ausgestreckter Zeigefinger schoss vor wie ein Dolch. „Ist mein reines Blut nicht noch viel wertvoller, noch viel mächtiger als das eines Gemeinen?“
Arkis bemerkte die bläulichen Adern, die sich sanft schimmernd unter von Tarkuls Handgelenk abzeichneten.
„Die Abgeschiedenheit muss Euch wahnsinnig gemacht haben. Ihr habt ein Schreibpult? Ich muss eine Nachricht für den Fürsten verfassen.“ Der Baron eilte zum Ausgang und verschwand. Seine Schritte polterten auf der Treppe.
Arkis stand immer noch da. Mit starren Blick, den widerhakenbesetzten Pfeil noch in der Hand. Langsam, fast behutsam legte er ihn ab. In ihm pulsierte eine dunkle Leere, ihm war, als würde ihn jeder Atemzug näher zum absoluten Kollaps bringen. Es war vorbei. Alles war umsonst. Es brach einfach zusammen. Sein Leben hatte er nur auf dieses eine Ziel ausgerichtet. Sie mussten aufgehalten werden. Zu ihrer aller Wohl. Warum verstand der Baron denn nicht? Arkis' Hände begannen zu zittern. Es waren Opfer nötig, um höhere Ziele zu erreichen. Das musste doch gerade jemand wie er wissen. Langsam schwankte er auf die Treppe zu. Was sollte er nur tun? Sie waren so blind, alle so blind! Er bekam kaum noch Luft - das Zittern weitete sich auf seinen ganzen Körper aus. Es gab Schlimmeres als den Tod! Bei dem Gedanken daran wurde ihm übel. Wie in Trance stieg er nun die Treppe hinauf, mit einer Hand an der kühlen Wand abgestützt, dann folgte er dem Baron auch noch in das obere Stockwerk. Hinter sich konnte er den Jungen immer noch kichern hören. Warum war er nur so abhängig vom Geld des Fürsten? Wenn er ein eigenes Vermögen gehabt hätte …
Von Tarkul saß an Arkis' Schreipult und erhitzte gerade etwas Wachs über einer Kerzenflamme. Er hatte seinen Siegelring bereits vom Finger gezogen. Der Anblick hatte etwas Endgültiges, wie das Fallbeil des Henkers. Würde man ihm einen Prozess machen? Arkis wirbelten Bilder vor Augen, die er zu vergessen versucht hatte. Er sah Gesichter vor sich, die er nie wieder zu sehen gehofft hatte. Er musste etwas tun! Für das Wohl der Menschen … er musste seine Forschungen fortführen. Es durfte hier einfach nicht enden!

„Es ist fast hier.“ Garuda klang mit einem Mal völlig ruhig. So, als hätte sie sich mit dem Ende bereits abgefunden. „Öffnet das Tor, rasch!“ Arkis war zu Boden gesunken, im Rücken fühlte er den eiskalten Stahl des Tores. Ihm war fast, als würde es sich hinter ihm zusammen ziehen, um ihn langsam zurückzuschieben. Zurück in den Tod. „Wir haben keine Kaninchen mehr“, flüsterte er. „Wie soll ich das Tor öffnen? Meine Macht reicht bei weitem nicht aus.“ Garuda wandte sich um. Sie hatte einen kurzen Dolch aus einem ihrer Stiefel gezogen. Strähnen ihres langen rötlichen Haares hatten sich aus dem Zopf gelöst und klebten nun an ihrem Gesicht. „Magister, Ihr müsst das Tor öffnen! Ihr müsst entkommen. Ihr habt es gesehen! Soll der Tod meiner Männer umsonst gewesen sein? Soll mein Tod umsonst gewesen sein?“
Arkis fuhr zusammen. „Noch seid Ihr nicht tot!“
Die Hauptfrau schüttelte den Kopf. „Noch nicht, aber wenn Ihr das Tor nicht öffnet, dann so oder so.“ Da schoss es aus einem der Seitengänge und Arkis begann zu schreien. Denn er sah es. Er sah es! Und er sah auch die Gesichter der Männer, die ihn in den letzten Tagen begleitet hatten. Sie pressten sich im stummen Schrei von innen gegen die Außenhaut des kugelförmigen Dings, streckten ihre Hände nach draußen. Sie und noch Hunderte anderer Gesichter, alle vereint und alle verschmolzen. Und sie bewegten sich unnatürlich, von einem fremden Willen gesteuert.
„Magister!“ Gardua stürzte sich dem Ding entgegen, nur mit dem Dolch bewaffnet. Aussichtslos. Immerwieder stieß ihre Klinge in die gallertartige Masse, doch zu viele Arme packten sie, hoben sie in die Höhe. Sie begannen, mit ihr zu verschmelzen, begleitet von Garduas verzweifelten Schmerzensschreien, die von einem Übelkeit erregenden, schmatzenden Geräusch fast überdeckt wurde.
Arkis schlug mit seiner Faust so lange auf das Tor ein, bis ihm Blut über die Finger rann. Da wurde ihm klar, was er zu tun hatte. Zu spät für die Hauptfrau.


Noch immer konnte er Garudas Gesicht sehen, wenn er die Augen schloss. Wie es langsam teigig wurde, sich in die Länge zog, wie die Augen aus den Höhlen traten. Wie sie zu einem Teil dieses Dings wurde. Ohne dass er hätte etwas tun können. Er konnte sie wieder schreien hören. Ein Schreien, das kaum merklich die Tonlage änderte, höher wurde, zu einem Kreischen, das Arkis noch in seinen Träumen verfolgen würde. Wenn sie zu so etwas fähig waren, wenn sie so etwas tun konnten, wer sollte sie dann aufhalten? Sie würden wiederkommen, aber der Fürst dachte nur an seinen politischen Vorteil. Es mussten Opfer gebracht werden! Opfer für das Gemeinwohl!
Er tat das Richtige! Was bedeutete schon ein Menschenleben? Arkis ergriff einen der schweren Kerzenständer, die in der Nähe der Zimmertür auf einer kleinen Kommode standen und schwang ihn über dem Kopf. Der Baron musste etwas gehört haben, denn er wirbelte herum, seine Hand zuckte zum Schwert - nur damit der silberne Kerzenständer ihm das Gesicht zerschmettern, ihm die Arroganz aus den Augen wischen konnte. Fast genoss der Magister es, als er sah, wie der Blick des Barons brach. Mit einem leisen Gurgeln, das so gar nicht zu seinem pompösen Auftreten passen wollte, stürzte er zu Boden. Einige aufgewirbelte Pergamente folgten ihm und vollführten seinen Todestanz.
Opfer mussten erbracht werden.
Eine Weile stand Arkis nur da, die blutige Waffe noch in den Händen. Er hatte das Richtige getan. Es hatte sein müssen. Seine Augen glitten über die verkrümmte Gestalt des Barons. Sogen jedes Detail auf, ohne es wirklich zu verarbeiten. Es hatte sein müssen. Irgendwann stellte er den Kerzenständer wieder ab. Das Mordinstrument wurde wieder zum Möbelstück. Wenn die verräterischen Blutspritzer nicht gewesen wären. Arkis' Atem ging immer noch schwer. Ein rasselndes Keuchen, das fremd in seinen Ohren dröhnte. Er musste seine Arbeit fortsetzen. Der Magister warf einen flüchtigen Blick auf das Pergament, das der Baron beschrieben hatte. Arkis hatte den Siegelring, er würde einen neuen Text verfassen. Einen, der ihm weiter Gelder zusichern würde.
Nachdenklich trat Arkis nun an das Fenster. Die Sonne brannte ungerührt vom Himmel und stach ihm weiterhin unangenehm in die Augen.
Die Wachsoldaten konnte er nur als Schemen wahrnehmen, sie drückten sich in den spärlichen Schatten der Feldsteinmauern, die den Hof umschlossen. Vermutlich dösten sie. Eine seltsame Ruhe ergriff Besitz von ihm, als wäre er innerlich gefroren. Der Eispanzer legte sich über seine Empfindungen und säuberte Arkis' Gedanken den Weg. Selten hatte er so klar gesehen, so scharf gedacht. Zögernd krümmte sich ein Mundwinkel des Magisters in die Höhe. Dann setzte er mit einem großen Schritt über den Baron hinweg und kramte etwas in seinen Unterlagen, bis er mit einem Fetzen Papier ans Fenster zurückkehrte. Es wurde Zeit, sein Wissen praktisch anzuwenden. Er überflog seine Notizen und begann, mit geschlossenen Augen eine Matrix zu weben. Griff nach den rohen Kräften tief in seinem Innern. Formte sie in seinem Geist. Ein unbeschreibliches Gefühl. Ein Gefühl von Macht. Macht, die er zu einem Muster formte. Doch dann stockte er. Er war zu schwach. Verwundert blickte er auf seine Handflächen hinab. Er hatte Mühe, sich auf dieses neue Problem zu konzentrieren. Irgendetwas war nicht mit ihm in Ordnung, irgendwie konnte er keine Struktur in seine wirbelnden Gedanken bringen. Vorsichtig machte er einen Schritt vom Fenster zurück. Was tat er hier eigentlich? Sein rechter Fuß schabte über den Boden und stieß gegen den leblosen Körper des Barons. Da fand ein weiteres Puzzleteil seinen Weg an die richtige Stelle. Er ging in die Knie und tauchte seine rechte Hand in die Blutlache, die sich um den Kopf des Barons gebildet hatte. Augenblicklich spürte er die Macht. Sie prickelte seinen Arm hinauf und stieß in die Leere in seinem Inneren, die sie begierig aufnahm. Ein angenehmer Schauer schüttelte ihn, während er am Rande wahr nahm, dass das Blut eines Adligen nicht mehr Kraft brachte, als das eines Gemeinen. Wie schade für den Baron. Dann erhob er sich wieder und murmelte wenige fremdartige Worte. Sie schienen sich in der Kammer aufzubauen, waberten wie unsichtbarer Nebel um ihn herum, warteten auf Arkis' endgültigen Befehl. Schweiß rann ihm von der Stirn über die zusammengekniffenen Augen.
Dann begannen die Soldaten zu schreien. Sie brüllten sich die Seele aus dem Leib, schrieen verzweifelt um Hilfe. Entsetzen, nackte Angst.
Bis er die Fensterläden schloss.
Sehr gut, es funktionierte also. Wieder stieg er über von Tarkul. Versuchte, nicht in das Blut zu treten. Ein tragischer Umfall, aufständische Bauern, eine Räuberbande. Jedenfalls erst nachdem sie bei Magister Arkis gewesen waren. Ja, er war sicher, dass es gehen würde. Er würde unbehelligt weiterforschen können, würde die erste menschliche Schule der Magie begründen. Und er würde vorbereitet sein, wenn die Dunklen wieder kamen.

Opfer mussten eben erbracht werden.

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
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Beitrag #2 |

RE: Bauernopfer
Hallo Weltenwanderer,

da bin ich fast durch mit deiner Geschichte und dann stellst du eine neue Version ein. Da ich jetzt aber auch nicht alles wegwerfen will, behalte ich einfach meinen Anfang bei und ergänze den Schluss, vielleicht hilft es ja trotzdem was und wenn nicht, Bescheid sagen und ich knöpfe mir auch noch mal den Anfang vor. Icon_wink

Also, los geht´s:

Zitat:Der breite Lichtkegel fiel auf Metall, das es auf abartige Weise nur widerwillig reflektierte
Metall kann nicht von Licht reflektiert werden, so hört es sich hier aber an. Besser wäre also vermutlich:
Der breite Lichtkegel fiel auf Metall, von dem er auf abartige Weise nur widerwillig reflektiert wurde.

Zitat:Dann stemmte er sich ächzend in die Höhe, während es in seinem Rücken schmerzhaft knackte. Wieder eine Nacht auf den Schriftstücken liegend verbracht, statt im Bett. Selbst der hölzerne Fußboden erschien ihm nun himmlisch.
Hmm, irgendwie fehlt mir der Zusammenhang mit dem OBden, hört sich jetzt fast so an, dass er doch auf dem Fußbden geschlafen hat.
Vielleicht so?:
Wieder eine Nacht auf den Schriftstücken liegend verbracht, statt im Bett. Selbst der hölzerne Fußboden erschien ihm nun eine bessere Alternative zum Schlafen.

Zitat:Eng beschrieben mit einer krakeligen Handschrift. Seiner Handschrift.
Dass es seine Handschrift ist, würde ich nciht extra betonen, ist eigentlich logisch, von daher würde ich beide Sätze zusammenfassen.

Zitat:Verärgert humpelte er zum Fenster
Hm, mit Humpeln verbinde ich Schmerzen/eine Verletzung im Bein, aber ihm tut der Rücken weh. Vielleicht sowas wie schlurfte gekrümmt zum Fenster?
Das Humpeln will halt hier nicht für mich passen, weiß jetzt aber auch nicht wie ich es formulieren würde.

Zitat:„Nein ganz und gar nicht! Ich war nur sehr vertieft in meine Forschungen, ihr versteht?“
Das hätte niemals passieren dürfen! Nervosität begann ihm die Kehle zu zuschnüren. Beruhig dich, Arkis, beruhig dich!
Hier verstehe ich nicht, was der zweite Satz aussagen soll. Meinst du damit, dass der Baron niemals einfach so sein Haus betreten dürfen? Dann sollte es du auch irgendwie mehr in diese Richtung umschreiben, finde ich.

Zitat:Vermutlich hatte der Baron genauso vor seinem Fürst gestanden, wie jetzt Arkis vor ihm, aber der Magister zog nur wenig Trost aus dieser Vorstellung. Er durfte nicht überflügelt werden! Dies war seine Lebensaufgabe, sein Lebenswerk, sein Traum! Aber dabei ging es weniger um Meir.
„Sagt, wart ihr schon bei Tymian? Er -“ Wütend fuhr der Baron auf und sein zorngerötetes Gesicht verdunkelte Arkis Gesichtsfeld.
„Habt ihr mich nicht verstanden? Ich will einen Bericht!“
Der Druck auf seine Kehle nahm weiter zu, weitete sich auch auf seinen Brustkorb aus. Warum nur, musste er von solchen bonierten Gestalten abhängen?
Hier solltest du deutlicher machen, wer gerade spricht, im Nachhinein erschließt sich das zwar, aber gerade beim letzten Satz, fragt man sich zuerst, warum der Druck auf die Kehle des Barons sich verstärken sollte, anstatt "seine" "Arkis" würde das Problem aber schon lösen.

Zitat:Irgendwo hinter ihnen ertönte wieder das unmenschliche Kreischen, fast zu hoch, um es mit menschlichen Ohren zu hören.
Ich würde hier "mit menschlichen Ohren" streichen, dass erschließt sich schon dadurch, dass du bisher nicht erwähnst, dass sie einem anderen Volk angehören. Außerdem vermeidest du dann die Dopplung mit unmenschlich und mit dem menschlich etwas später.

Zitat:„Ich weiß es nicht!“, brüllte Garuda. „Ich kann nur noch drei der Männer sehen.“
Ich würde den zweiten Satz anders formulieren, schließlich ist sie in Panik und läuft weg, da wird sie kaum so ordentlich bedacht formulieren.
Warum nicht einfach: Ich glaube drei. ?

Zitat:Feucht von Blut. Blut das ihr auch die gesamte linke Gesichtshälfte hinabrann. Doch trotz allem umklammerte Arkis noch immer die versiegelte Schriftrolle aus einem seltsam warmen Leder.
Hier war ich kurz verwirrt. Denn für mich bezieht sich das "doch trotz allem" auf den Satz vorher, aber in dem ging es ja um Garuda und nicht um Arkis. Irgendwie finde ich da dann halt den Bezug falsch, auf den vorherigen Satz.
Ich würde einfach "doch trotz allem" einfach streichen und mit Arkis anfangen.

Zitat:Er hatte das Gold des Fürsten wahrhaft gewinnbringend angelegt.
Ich würde "gewinnbringend" gegen "gut" tauschen, sonst könnte man meinen er verdient mit der Schmiede Geld.

Zitat:Durch die Ritzen vernagelter Fenster, direkt unter der Decke, sickerte staubiges Licht.
Hmm, Kellerfenster mögen für mich nicht so recht passen. Schließlich gab es die ja auch in der realen Welt recht spät. Für sowas braucht es schon einen anderen Baustoff, als den den es in Athalem geben dürfte. Oder meinst du Maueröffnungen die mit Gittern versehen sind und gar keine richtigen Fenster?
Ansonsten gab es ja auch immer von außen einen Zugang zum Keller.

Zitat:Währenddessen näherte sich der Baron dem Schuppen
Ich würde hier bei Verschlag bleiben oder Verhau. Ein Schuppen ist für einen Keller dann doch zu groß und es wäre merkwürdig einen im Keller zu haben.

Zitat: wenn sie so etwas tun konnten, wer sollte sie dann aufhalten? Sie würden wiederkommen, aber der Fürst dachte nur an seinen politischen Vorteil. Es mussten Opfer gebracht werden! Opfer für das Gemeinwohl!
Ok, das ist glaube ich der einzige wirkliche Kritikpunkt, den ich habe. Du wiederholst für mich zu oft, dass "sie" kommen. Etwas weniger wäre es noch bedrohlich, aber in der Häufigkeit, wie es jetzt in dem Text ist, ist es einfach zuviel und zerstört die Wirkung. Bei mir ist es eher so, dass ich das Gefühl habe, du möchtest mir mit dem Holzhammer einbläuen, dass da etwas ganz Gefährliches ist und dadurch verliert es den Bedrohungscharakter gerade. Erwähne "sie" seltener, lass sie geheimnisvoller. Zumindest ich fände das besser.
Ich hoffe, ich konnte mich da irgendwie verständlich ausdrücken.

Zitat:nur damit der silberne Kerzenständer ihm das Gesicht zerschmettern konnte, ihm die Arroganz aus den Augen wischen konnte
Das Erste "konnte" soltest du streichen, liest sich dann besser.

Zitat:Es hatte sein müssen, um sie alle zu retten.
"um sie alle zu retten" am Besten streichen. Der Leser weiß das sowieso schon, da du es vorher so häufig erwähnst.

Zitat:und tauchte seine rechte Hand in die Blutlache, die sich um den Kopf des Barons gebildet hatte, öffnete die Pforten.
Hm, ich finde das "öffnete die Pforten" wirkt hier etwas verloren, ohne rechte Anbindung. Ein "und" könnte da Abhilfe schaffen, oder noch besser streiche es, dann bekommt der nächste Satz eine größere Wirkung auf den Leser.

Zitat:Und er würde vorbereitet sein, wenn die Dunkelelben wieder kamen.
Ich weiß gar nicht, ob ich "Dunkelelben" wirklich hinschreiben würde. Vorher wirkt alles geheimnisvoll und bedrohlich, weil man nicht wusste, um wen es ging. Ich glaube, ich würde das beibehalten, "Dunkelelben" nimmt für mich die Ungewissheit und die ganze Spannung raus und vor allem konnte man Arkis vorher für einen Verrückten halten, der einfach so mordet, man wusste halt nicht, ob er unter Wahnvorstellungen leidet. Jetzt kann man sein Verhalten fast als geistig gesund bezeichnen. Anders gefiele er mir aber besser.

So, damit wäre ich durch mit meinen direkten Anmerkungen.

Insgesamt gefällt mir deine Geschichte wirklich gut, die Idee des wahnhaft forschenden Magiers, der dafür über Leichen geht, ist vielleicht nicht unbedingt neu, aber du hast es geschafft, sie sehr gut in eine Kurzgeschichte zu verpacken und vor allem den Charakter des Magiers Glaubwürdigkeit zu verleihen und der trägt die Geschichte schließlich auch. Bei dem Baron, habe ich zwar zuerst gestutzt, warum er sich darüber aufregt, dass Arkis auch Menschen wie Vieh hält, schließlich dürfte es auch ihm um Machterwerb gehen, um jeden Preis, aber das hast du gut gelöst, mit den nächsten Sätzen.
Sprachlich war es wirklich gut zu lesen und du hast auch gut eine zunehmend bedrohliche Atmosphäre aufgebaut.
So mehr habe ich nicht anzumerken, wenn ich mich nicht wiederholen will, denn alles andere ist ja schon bei den Textanmerkungen.

Wie gesagt, mir hat das "Bauernopfer" wirklich gut gefallen. Jetzt vielleicht hin und wieder etwas runder formulieren und ich habe nichts mehr zu meckern. Icon_wink

Lg,
Drakir

Auf das der Wind in eurem Rücken, nie euer eigener sei. (alter irischer Reisegruß Icon_wink)
drakir
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Beitrag #3 |

RE: Bauernopfer
Hi Drakir!^^

Hätt ich das geahnt, dann hätte ich natürlich mit dem Einstellen noch gewartet. Icon_wink Aber da du meistens ganz andere Kritikpunkte hast als deine Vorkommentatoren, musst du dir da keine Gedanken machen.

Zitat:Metall kann nicht von Licht reflektiert werden, so hört es sich hier aber an. Besser wäre also vermutlich:
Der breite Lichtkegel fiel auf Metall, von dem er auf abartige Weise nur widerwillig reflektiert wurde.
Seltsam ... ich verstehe den Satz auch nach mehrmaligen Lesen ( Mrgreen ) nicht so, wie du ihn verstanden hast. Für mich bezieht sich der zweite Halbsatz auf das Metall und nicht auf den Lichtstrah. Mir ist auch keine Regel bekannt, die soetwas verbietet ... hm ... allerdings habe ich natürlich ein klares Bild vor Augen. Ich bin unsicher.

Zitat:Hmm, irgendwie fehlt mir der Zusammenhang mit dem OBden, hört sich jetzt fast so an, dass er doch auf dem Fußbden geschlafen hat.
Vielleicht so?:
Wieder eine Nacht auf den Schriftstücken liegend verbracht, statt im Bett. Selbst der hölzerne Fußboden erschien ihm nun eine bessere Alternative zum Schlafen.
Du hast recht ... aber dein Vorschlag will mir nicht ganz gefallen. Reicht vielleicht: "Selbst der hölzerne Fußboden erschien ihm nun als himmlische Schlafstatt"?

Zitat:Dass es seine Handschrift ist, würde ich nciht extra betonen, ist eigentlich logisch, von daher würde ich beide Sätze zusammenfassen.
Hab "seiner krakeligen Handschrift" draus gemacht.

Zitat:Hm, mit Humpeln verbinde ich Schmerzen/eine Verletzung im Bein, aber ihm tut der Rücken weh. Vielleicht sowas wie schlurfte gekrümmt zum Fenster?
Das Humpeln will halt hier nicht für mich passen, weiß jetzt aber auch nicht wie ich es formulieren würde.
Auch hier hast du recht ... hm ... ich nehm jetzt einfach "schlurfen" ohne einen Zusatz (das wäre zu viel für den Satz) und schau später nochmal ob mir was besseres einfällt.

Zitat:Hier verstehe ich nicht, was der zweite Satz aussagen soll. Meinst du damit, dass der Baron niemals einfach so sein Haus betreten dürfen? Dann sollte es du auch irgendwie mehr in diese Richtung umschreiben, finde ich.
Es ist eher die Gesamtsituation die Arkis stört ... er ist verschlafen, ungepflegt und hat einen Gewissen Gast noch nicht verpflegt. Das soll man alles noch gar nicht wissen, ich wollte nur das Gefühl des Unwohlseins, vielleicht der nahenden Panik vermitteln. Icon_wink

Zitat:Hier solltest du deutlicher machen, wer gerade spricht, im Nachhinein erschließt sich das zwar, aber gerade beim letzten Satz, fragt man sich zuerst, warum der Druck auf die Kehle des Barons sich verstärken sollte, anstatt "seine" "Arkis" würde das Problem aber schon lösen.
In Ordnung ist geändert.^^

Zitat:Ich würde hier "mit menschlichen Ohren" streichen, dass erschließt sich schon dadurch, dass du bisher nicht erwähnst, dass sie einem anderen Volk angehören. Außerdem vermeidest du dann die Dopplung mit unmenschlich und mit dem menschlich etwas später.
Ich ersetze die Phrase durch ein "noch" (mein Gefühl verlangt dort einfach zumindest ein Füllwort Icon_wink).

Zitat:Ich würde den zweiten Satz anders formulieren, schließlich ist sie in Panik und läuft weg, da wird sie kaum so ordentlich bedacht formulieren.
Warum nicht einfach: Ich glaube drei. ?
Hm ... irgendwie kann ich mir nicht vorstellen das sie soetwas sagt, als Kompromiss vielleicht: "ich sehe nur noch drei?" das ist gekürzt und passt (hoffentlich) besser in das stoßartige Atmen ... aber sie hofft ja das noch mehr überlebt haben, deshalb nicht dein Vorschlag.

Zitat:Hier war ich kurz verwirrt. Denn für mich bezieht sich das "doch trotz allem" auf den Satz vorher, aber in dem ging es ja um Garuda und nicht um Arkis. Irgendwie finde ich da dann halt den Bezug falsch, auf den vorherigen Satz.
Ich würde einfach "doch trotz allem" einfach streichen und mit Arkis anfangen.
Hier muss ich dir widersprechen ... ich braue diesen Konnektor da vom Gefühl her einfach. ^^

Zitat:Ich würde "gewinnbringend" gegen "gut" tauschen, sonst könnte man meinen er verdient mit der Schmiede Geld.
Ok, ist ersetzt.

Zitat:Hmm, Kellerfenster mögen für mich nicht so recht passen. Schließlich gab es die ja auch in der realen Welt recht spät. Für sowas braucht es schon einen anderen Baustoff, als den den es in Athalem geben dürfte. Oder meinst du Maueröffnungen die mit Gittern versehen sind und gar keine richtigen Fenster?
Ansonsten gab es ja auch immer von außen einen Zugang zum Keller.
Ich habe mir Maueröffnungen vorgestellt, die mit Holzläden verschlossen werden können. Keine echten Fenster (jedenfalls ohne Scheiben oder ähnliches), aber ich dachte man nennt die auch Fenster. Und dieser Keller hat bewusst keinen Eingan von Außen (mehr).

Zitat:Ich würde hier bei Verschlag bleiben oder Verhau. Ein Schuppen ist für einen Keller dann doch zu groß und es wäre merkwürdig einen im Keller zu haben.
Ich empfinde hier Verschlag als Dopplung ... aber Verhau ist eine gute Idee.^^

Zitat:Ok, das ist glaube ich der einzige wirkliche Kritikpunkt, den ich habe. Du wiederholst für mich zu oft, dass "sie" kommen. Etwas weniger wäre es noch bedrohlich, aber in der Häufigkeit, wie es jetzt in dem Text ist, ist es einfach zuviel und zerstört die Wirkung. Bei mir ist es eher so, dass ich das Gefühl habe, du möchtest mir mit dem Holzhammer einbläuen, dass da etwas ganz Gefährliches ist und dadurch verliert es den Bedrohungscharakter gerade. Erwähne "sie" seltener, lass sie geheimnisvoller. Zumindest ich fände das besser.
Ich hoffe, ich konnte mich da irgendwie verständlich ausdrücken.
Dein Einwand ist verständlich und berechtigt ... ich nehme an mich würde es selbst stören, wenn mir das so unter die Nase gerieben würde. Ich habs in einer ersten Überarbeitung radikal an zwei Stellen gekürzt. Mrgreen Mal schaun.

Zitat:Das Erste "konnte" soltest du streichen, liest sich dann besser.
Ok^^

Zitat:"um sie alle zu retten" am Besten streichen. Der Leser weiß das sowieso schon, da du es vorher so häufig erwähnst.
Hm ... jetzt hab ich die Stellen mit "sie" etwas gekürzt ... aber ich erwähne wohl immernoch oft genug, das die Menschen gerettet werden müsse ... ok wird geändert.

Zitat:Hm, ich finde das "öffnete die Pforten" wirkt hier etwas verloren, ohne rechte Anbindung. Ein "und" könnte da Abhilfe schaffen, oder noch besser streiche es, dann bekommt der nächste Satz eine größere Wirkung auf den Leser.
"Und" habe ich hier bewusst vermieden ... wegen den Pforten, ich befürchte ich bin etwas DSA geschädigt (die verbotetenen Pforten, die aber etwas anderes sind, eigentlich), die verschwinden jetzt mal einfach aus dem Text.

Zitat:Ich weiß gar nicht, ob ich "Dunkelelben" wirklich hinschreiben würde. Vorher wirkt alles geheimnisvoll und bedrohlich, weil man nicht wusste, um wen es ging. Ich glaube, ich würde das beibehalten, "Dunkelelben" nimmt für mich die Ungewissheit und die ganze Spannung raus und vor allem konnte man Arkis vorher für einen Verrückten halten, der einfach so mordet, man wusste halt nicht, ob er unter Wahnvorstellungen leidet. Jetzt kann man sein Verhalten fast als geistig gesund bezeichnen. Anders gefiele er mir aber besser.
Hm ... eigentlich habe ich den bezug zu den Dunkelelben bewusst gesetzt damit man als Leser in die Zwickmühle kommt, ob das jetzt vernünftig war, was Arkis tat, oder nicht ... ich werde es in einem ersten Versuch aber etwas abschwächen und nur die "Dunklen" schreiben ... das kann man dann so oder so verstehen.

Zitat:Wie gesagt, mir hat das "Bauernopfer" wirklich gut gefallen. Jetzt vielleicht hin und wieder etwas runder formulieren und ich habe nichts mehr zu meckern
Wow, vielen Dank für das viele Lob! Freut mich wirklich, dass dir die Geschichte gefallen hat. Und ich höre natürlich nicht auf an mir zu arbeiten, das mit den Formulierungen wird noch besser. Mrgreen

Gruß vom Wanderer

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

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Beitrag #4 |

RE: Bauernopfer
Hiho Wanderer!

Ich hab mir deine kommentarärmste Fantasygeschichte rausgesucht und lande in Athalem ... hoffen wir mal, dass ich da trotzdem ein bisschen helfen kann und nicht nur Dinge bekrittel, die den Eingeweihten völlig klar sind *lach*

Erstmal zwei Cent und so:
(Anmerkung nach Beendigung der Liste: Ups, es ist ein bisschen mehr als zwei Cent geworden, glaub ich. Erschreck dich nicht *grins*)

Zitat: „und drang, ein vielfaches zu laut, wieder an ihre Ohren “
„Vielfaches“ groß

Zitat: „Sein Traum war mit einem Mal in greifbare Nähe gerückt. “
kann an mir liegen, ich mag die Formulierung „mit einem Mal“ nicht so sehr. Schöner fände ich „auf einmal“ oder „überraschend“

Zitat: „Hauptfrau Garuda ging direkt hinter ihm “
Hat nichts mit dir zu tun, aber bei dem Begriff „Hauptfrau“ muss ich immer grinsen. Mein Schwager hat sich mal so derbe darüber kaputtgelacht, und ich weiß bis heut noch nicht, warum überhaupt *lach* tut nichts zur Sache und hilft niemandem weiter, also gebe ich hier offziell die Erlaubnis, mein Geschwafel zu ignorieren

Zitat: „Sie hatte die namenlosen Schrecken des Krieges durchlitten – und doch reichte das unüberschaubare Tunnelgewirr hier, die atemraubende Enge, das völlige Fehlen von Licht, um sie nervös zu machen. Menschen waren nicht geschaffen, um hier unten zu leben. Aber vielleicht, um zu sterben? “
Die erste Szene bis hier finde ich schonmal richtig toll! Du fängst die Atmosphäre sehr gut ein und auch die beiden bisher aufgetauchten Chars find ich sehr schön gezeichnet. Aber der erste Satz, den würde ich kürzer halten, dann wirkt er mMn intensiver, also nur: „Sie hatte die namenlosen Schrecken des Krieges durchlitten – und doch reichte das unüberschaubare Tunnelgewirr hier, um sie nervös zu machen.“ die beiden Einschübe „die atemraubende Enge“ (übrigens Absicht, dass es atemraubend und nicht atemberaubend heißt? Finde ich gut) und „das völlige Fehlen von Licht“ würde ich als Gedanken dazwischen setzen. Du verstehst mich? Vielleicht so:
„Sie hatte die namenlosen Schrecken des Krieges durchlitten – und doch reichte das unüberschaubare Tunnelgewirr hier, um sie nervös zu machen. Menschen waren nicht geschaffen, um hier unten zu leben. Die atemraubende Enge, das völlige Fehlen von Licht. Aber vielleicht, um zu sterben?“
Ist natürlich Geschmackssache, wie so vieles *lächel*

Zitat: „Kopfschüttelnd vertrieb er den Gedanken. Oder er versuchte das zumindest, denn der Gedanke blieb irgendwo “
„das“ würde ich durch „es“ ersetzen; den zweiten „Gedanken“ könnte man durch „Zweifel“ oder einen der beiden durch „Vorstellung“ ersetzen

Zitat: „Der breite Lichtkegel fiel auf Metall, das es auf abartige Weise nur widerwillig reflektierte “
Der Satz liest sich seltsam, weil der Bezug nicht so ganz klar ist. Denn eigentlich reflektiert das Metall den Lichtkegel, also „Metall, das ihn auf abartige Weise“; klingt aber zugegebenermaßen seltsam. Daher würde ich einfach „Der breite Lichtkegel“ durch „Das Licht“ ersetzen

Auch wenn es wahrscheinlich irgendwie anders aussieht, gefällt mir der erste Abschnitt saugut. Um das mal so zu sagen *lach* Weil ich keine großen Fehler und Schnitzer finde, grabe ich eben nach Kleinkrams, der im Prinzip eigentlich gar nicht stört.

Zitat: „Ihr wäret euren Forschungen zum Opfer gefallen. “
„Euren“ groß

Zitat: „Nervös strich Arkis einige widerspenstigen Bartsträhnen zurück in Form“
Vielleicht kommt es daher, dass ich nichts mit Zwergen zu tun hab, und deshalb kein Bartexperte bin *lach*, aber die „Bartsträhnen“ haben mich irgendwie irritiert. Ich kann nichtmal genau sagen, warum ... Bart und Strähnen passt für mich irgendwie nicht zusammen. Aber einen Verbesserungsvorschlag hab ich auch nicht

Zitat: „Er befürchtete, dass ihm sein Haar wirr vom Kopf abstand, aber dagegen ließ sich jetzt leider nichts tun.“
Er könnte sein Haar doch wie seinen Bart zurück in Form streichen *zwinker*

Zitat: „Nervosität begann ihm die Kehle zuzuschnüren. Beruhig dich, Arkis, beruhig dich!“
Formulierungen mit „begann“ mag ich persönlich nicht so. Liegt vielleicht daran, dass ich sie früher ständig selbst benutzt hab *lach* Warum nicht einfach: „Nervosität schnürte ihm (langsam/allmählich) die Kehle zu“; das wirkt dann auch direkt intensiver

Zitat: „Der Baron beugte sich vor und fing Arkis herumirrenden Blick. Der Magister mochte um ein Jahrzehnt älter sein als der Baron
Kleinigkeit, die ich nur wegen meinem Wiederholungsfimmel bemerkt hab: das zweite „Baron“ vielleicht durch „sein Gegenüber“ ersetzen

Zitat: „Wie weit seid ihr denn voran geschritten, mit eurer Forschung, in die [/u]ihr[/u] ja so vertieft seid? “
die drei Unterstrichenen groß

Zitat: „„Sagt, wart Ihr schon bei Tymian? Er -“ Wütend fuhr der Baron auf“
Da würde ich einen Absatz nach der wörtlichen Rede empfehlen; zuerst habe ich es so gelesen, dass der Baron redet

Zitat: „wie Lippen des Barons langsam blau wurden “
„wie die Lippen“

Zitat: „Und obwohl nackte Angst seine Beine lähmte “
Stärker fände ich „Nackte Angst lähmte seine Beine.“; denn im Prinzip ist das ja der Grund, warum sie ihn überhaupt mitzerrt und er nicht aus eigenem Antrieb läuft. Da passt das „obwohl“ nicht so gut zu, finde ich.

Zitat: „wie lange er nun schon hier auf dem ehemaligen Bauernhof lebte“
Liegt an mir, aber irgendwie dachte ich bisher, wir befinden uns in einer Burg. Frag mich nicht, woher diese Annahme kommt *schulterzuck* Zuerst dachte ich, es hätte einen Zeitsprung gegeben, hab aber beim hochscrollen keinen Hinweis auf Burg oder Festung gefunden *lach* Ich werd alt.

Zitat: „Durch die Ritzen vernagelter Fenster, direkt unter der Decke, sickerte staubiges Licht.“
Superschöne Beschreibung „sickerte staubiges Licht“ *beide Daumen hoch*

Zitat: „Wie er hoffte ebenso beiläufig, warf er einen Blick auf die Tür des hölzernen Verschlags“
für meinen Geschmack bissl umständlich formuliert, zumal ich mit dem Komma nicht sicher bin, ob es passt. Vorschlag: „Hoffentlich wirkte sein Blick auf die Tür des hölzernen Verschlags ebenso beiläufig“ oder „Als ebenso beiläufig würde der Baron hoffentlich seinen Blick zur Tür des hölzernen Verschlags auffassen“ oder so in der Art

Zitat: „Er schien sich sichtlich unwohl zu fühlen“
„schien“ und „sichtlich“ sagen ähnliches aus, daher vielleicht nur eins von beidem:
„Er fühlte sich sichtlich/offenbar/anscheinend unwohl“
„Er schien sich unwohl zu fühlen“
Wobei die erste Variante für mich die stärkere ist

Zitat: „Er dagegen war ein Lernender, ein Wissender, ein Sehender!“
schöne Steigerung!

Zitat: mit einem lauten Krach flog etwas gegen die Tür des Verschlags “
„Mit“ groß, weil’s am Anfang eines Absatzes steht

Zitat: „sein Schwertgehänge knallte gegen einen der groben Tische.“
hm ... „knallte“ ist ein unschönes Wort (finde ich *lach*) „prallte scheppernd“ ... auch nicht das Wahre ... „schlug“?

Zitat: „und streckte die Hand aus nach dem Riegel, der die Tür versperrte.“
Ungewöhnliche Wortstellung, besser würde sich lesen: „und streckte die Hand nach dem Riegel aus, der die Tür versperrte“

Zitat: „Von Tarkul riss die Tür auf, bereit, zurückzuweichen, eine Hand am Schwertgriff.“
Freiheit für die Kommata! *grins* Sind zwar alle streng grammatikalisch gesehen richtig, wirken aber in ihrer Menge etwas überhäuft. Zwischen „bereit zurückzuweichen“ kann ein Komma gesetzt werden, muss aber nicht, daher würde ich es hier eher weglassen. Würde auch den Lesefluss fördern.

Zitat: „Der Magister hob seinen linken Hand und der Ärmel seines Gewandes rutschte herab, entblößte den bleichen Unterarm. Einen Unterarm übersät“
„seine linke Hand“ oder „seinen linken Arm“ (das stand vermutlich zuerst da und du hast es wegen der Wiederholung gekillt? *ins Blaue rat*)
Die Sache, dass du das Satzende als Anfang des nächsten Satzes nutzt, hast du ein paar Mal drin, und bisher fand ich es immer okay bis gut und passend, aber hier stört es irgendwie. Der Unterarm ansich ist ja nicht so wichtig, dass er betont werden müsste (wichtig sind ja die Narben) und noch dazu ist die Wiederholung nur eine halbe, weil du „den Unterarm“ in „einen Unterarm“ umwandelst. Vorschlag:
„... entblößte den bleichenUnterarm. Zahllose, schlechtverheilte Schnitte bedeckten kreuz und quer fast jeden Zentimeter seiner Haut“

Zitat: „Mit aufgerissenen Augen musterte der Baron Arkis Arm.“
„Arkis’“ mit so nem Genitiv-Apostroph am Namen.

Zitat: „„Ist mein reines Blut nicht noch viel wertvoller, noch viel mächtiger als das eines Gemeinen?“ Arkis bemerkte die bläulichen Adern, die sich sanft schimmernd unter von Tarkuls Handgelenk abzeichneten.“
*grins* Der Schwenk ist fies, aber lustig (Kompliment *lach*)
Trotzdem würde ich nach der wörtlichen Rede einen Absatz machen

Zitat: „Sie mussten aufgehalten werden. Zu ihrer aller Wohl.“
Hier versteh ich nicht so recht, wer zu wessen Wohl aufgehalten werden muss, aber das schiebe ich mal auf meine Unkenntnis der Welt.

Zitat: Arkis Hände begannen zu zittern.“
„Arkis’“ (Genitiv-Apostroph)

Zitat: „Er bekam kaum noch Luft, außerdem hatte sich das Zittern nun auf seinen ganzen Körper ausgeweitet. Es gab schlimmeres als den Tod! “
das „außerdem“ gibt der Beschreibung mMn (ungewollt) Distanz, weil es so nach Aufzählung klingt, Vorschlag: „Er bekam kaum noch Luft. Das Zittern weitete sich auf seinen ganzen Körper aus“ (damit vermeidest du auch direkt das „hatte“); „Schlimmeres“ kommt groß

Zitat: „Von Tarkul saß an Arkis Schreipult und erhitzte gerade etwas Wachs “
dreimal darfst du raten *zwinker*

Zitat: „Der Anblick hatte etwas endgültiges, wie das Fallbeil des Henkers.“
„Endgültiges“ groß

Zitat: „Garuda klang mit einem Mal völlig ruhig.“
wie oben schonmal, würde ich das „mit einem Mal“ eher als „auf einmal“ schreiben

Zitat: „Soll mein Tod umsonst gewesen sein?“ Arkis fuhr zusammen. “
Absatz nach der wörtlichen Rede

Zitat: „Da wurde ihm klar, was er zu tun hatte. Zu spät für die Hauptfrau.“
Ich war fest davon überzeugt, dass die Hauptfrau ihr Blut opfert, um Arkis die Flucht zu ermöglichen! Aber mit meinen Vermutungen lieg ich irgendwie immer daneben *schulterzuck*

Zitat: „Zu viele Arme packten sie, hoben sie in die Höhe, begannen, mit ihr zu verschmelzen, begleitet von einem Übelkeit erregenden, schmatzenden Geräusch. “
Hier hätte ich mir noch eine Beschreibung ihrer Reaktion gewünscht. Schreit sie, schlägt sie um sich, ist sie erstarrt, weint sie?
„Zu viele Arme packten sie, hoben sie in die Höhe. Wieder und wieder fuhr der Dolch in die gallertartige Masse. Garudas wütenden/schmerzerfüllten Schreie wurden von den Gestalten verschluckt, als sie mit ihr verschmolzen. An ihre Stelle trat ein schmatzendes Geräusch. Arkis würgte.“
Nur grad runtergetippt, damit du weißt, was ich meine.
Beim Weiterlesen sehe ich, dass Arkis sich ja auch an ihre Schreie erinnern kann, von daher ist es eigentlich noch wichtiger, sie in dieser Szene auch zu beschreiben.

Zitat: „Arkis ergriff einen der schweren Kerzenständer, die in der Nähe der Zimmertür auf einer kleinen Kommode standen und schwang ihn über dem Kopf. “
Hehe, dafür, dass da gleich ein Mord passiert, ist die Position des Kerzenständers für meinen Geschmack zu genau beschrieben. Solang er das Ding nicht einfach aus der Luftzauber, ist die Herkunft nicht von Interesse (finde ich), also Vorschlag:
„Arkis ergriff einen der schweren Kerzenständer von der Kommode und schwang ihn über den Kopf.“

Zitat: „Fast genoss der Magister es, als er sah, wie der Blick des Barons brach. Mit einem leisen Gurgeln, “
Alle Angaben ohne Gewähr, aber: Wenn jemandem das Gesicht mit einem Kerzenständer zerschmettert wird, kann man glaube ich nicht mehr erkennen, wie sein Blick bricht. Außer vielleicht im wortwörtlichen Sinne dass die Augen aufplatzen oder so *lach*; leises Gurgeln assoziiere ich ferner mit Blut oder Wasser in der Kehle, was durch einen Kerzenständer im Gesicht aber nicht wirklich erklärt wäre. Normalerweise fällt mir immer spontan ein Vorschlag ein, aber hier brauch ich eine kurze Denkpause
Vielleicht: „nur damit der silberne Kerzenständer ihm das Gesicht zerschmettern, ihm die Arroganz aus den Augen trieb. Fast genoss der Magister den Anblick des Blutes, das wie eine Fratze über die erstarrten Züge floss. Mit ersticktem Keuchen, das so gar nicht zu seinem pompösen Auftreten passen wollte, stürzte er zu Boden.“
Nicht das Wahre, aber besser bekomm ich es grad nicht auf die Reihe

Zitat: „Er hatte das richtige getan. “
„Richtige“ groß

Zitat: Arkis Atem ging immer noch schwer.“
*ohne Worte* *lächel*

Zitat: „Die Wachsoldaten konnte er nur als Schemen wahrnehmen“
Ach, die hätte ich total vergessen *lach*

Zitat: „seine Empfindungen und säuberte Arkis Gedanken den Weg.“
[sinnloses Geschwafel bitte hier eingeben]

Zitat: „waberten wie unsichtbarerer Nebel um ihn herum, warteten auf Arkis endgültigen Befehl.“
Der Nebel war unsichtbarer als alle anderen Nebel und doch war er noch lange nicht der unsichtbarste von ihnen!
Sorry *lächel* „unsichtbarer“ hat ein „er“ zuviel *zwinker*
beim zweiten darfst du wieder selbst raten

Zitat: „Ein tragischer Umfall, aufständische Bauern, eine Räuberbande.“
Es war tragisch. Er fiel einfach um.
Ich will gar nicht gemein sein, aber die Stimme in meinem Kopf ... du kennst das bestimmt. Wobei das hier vielleicht auch eine komplexe Stilfigur ist, den Umfall als Gegenstück zum Aufstand.
Ich bin schon still. Wo sie bei mir ja mit blanken Klinken zuschlagen *lach*
mein Vorschlag wäre nichtsdestotrotz: „Unfall“


Trotz meiner ziemlich vielen Anmerkungen hat es mir sehr, sehr gut gefallen! Fast wär mir sogar das Essen angebrannt, weil mein Mann mittendrin meinte, Hunger kriegen zu müssen und ich an den Herd gezwungen wurde, aber weiterlesen wollte. Jaja, so ist das *schulterzuck*

Bissl Allgemeines grad noch:

Bei der wörtlichen Rede kenne ich die offiziellen Regelungen zwar nicht, aber ich persönlich finde es am besten zu Lesen, wenn Gesprochenes nicht mitten in einem Absatz steht, sondern direkt am Anfang oder zumindest in Nähe des Anfangs eines neuen Abschnittes. Also auch wenn der Sprecher nicht wechselt, aber viel Geschichte zwischen zwei gesagten Sätzen kommt, mache ich lieber einen Absatz.

Die kursiven Passagen sind sehr dicht und mitreißend geschrieben. Ich hatte richtig das Gefühl, mit dabei zu sein, hat mir sehr gut gefallen. Soll natürlich nicht heißen, dass die nicht-kursiven schlecht waren! Aber die kursiven waren atmosphärisch einfach packend.

Mit dem Titel hast du mich in die Irre geführt (beabsichtigt?), weil ich annahm, er bezöge sich auf den Jungen im Schrank. Äh, im Verschlag. Das war aber nicht Harry Potter, oder? *mir selbst auf die Finger hau* Wenn ich gut gelaunt bin, rede und schreibe ich viel Mist, ich hoffe, du kannst brauchbar von unbrauchbar trennen *lach*

Obwohl ich ja wirklich gar keine Ahnung von der Welt, der Politik, der Magie und den Völkern habe, glaube ich, alles verstanden zu haben. Falls nicht, funktioniert die Geschichte auch falsch verstanden *grins*

Vielleicht noch ein Wort zu meiner Kleinkrümmelsucherei: Das kannst du getrost auch als Lob auffassen, dass ich nur so kleine Rosinen gefunden habe. Je schlechter der Text (formal, grammatikalisch), umso grobmaschiger suche ich. Aber bei dir musste ich echt gucken, wo ich was zu kritteln find!

Inhaltlich hat mir das Ganze auch super gefallen. Akris (!) Zweifel, Ängst und Überzeugung kommen sehr gut rüber, die Gespräche sind überzeugend, die Beschreibungen detailliert genug, ohne überladen zu wirken. Vor allem (aber nicht nur) die kursiven Teile empfand ich sehr dicht (oh, das hab ich schonmal erwähnt, wird Zeit, zum Ende zu finden *lach*) und ich werd auf jeden Fall noch mehr von dir lesen!

Ich hoffe nur, ich hab dir nicht zuviel geschwafelt, und der ein oder andere Vorschlag hilft dir bissl weiter.
Liebe Grüße,
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
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Beitrag #5 |

RE: Bauernopfer
Hi Lanna!^^

Na dann, willkommen in Athalem, der Welt der (fast) unbegrenzten Möglichkeiten. Wir freuen uns über neue (Atha)Lämmer. Icon_smile

Zitat:Anmerkung nach Beendigung der Liste: Ups, es ist ein bisschen mehr als zwei Cent geworden, glaub ich. Erschreck dich nicht *grins*
Och ... da ich dazu neige tonnenweise Rechtsschreibfehler zu machen, bin ich lange Kommentare gewöhnt. Icon_wink

(Anmerkungen auf die ich nicht weiter eingehen, habe ich einfach kommentarlos - und voller Schamgefühl Icon_wink - übernommen)

Zitat:kann an mir liegen, ich mag die Formulierung „mit einem Mal“ nicht so sehr. Schöner fände ich „auf einmal“ oder „überraschend“
Geschmackssache ... ^^ ich mag die Formulierung sehr gerne.

Zitat:Hat nichts mit dir zu tun, aber bei dem Begriff „Hauptfrau“ muss ich immer grinsen. Mein Schwager hat sich mal so derbe darüber kaputtgelacht, und ich weiß bis heut noch nicht, warum überhaupt *lach* tut nichts zur Sache und hilft niemandem weiter, also gebe ich hier offziell die Erlaubnis, mein Geschwafel zu ignorieren
Es klingt immernoch besser als Hauptmännin Icon_lol

Zitat:Die erste Szene bis hier finde ich schonmal richtig toll! Du fängst die Atmosphäre sehr gut ein und auch die beiden bisher aufgetauchten Chars find ich sehr schön gezeichnet.
*rotwerd*

Zitat:übrigens Absicht, dass es atemraubend und nicht atemberaubend heißt? Finde ich gut
Danke! Mrgreen

Zitat:„Sie hatte die namenlosen Schrecken des Krieges durchlitten – und doch reichte das unüberschaubare Tunnelgewirr hier, um sie nervös zu machen. Menschen waren nicht geschaffen, um hier unten zu leben. Die atemraubende Enge, das völlige Fehlen von Licht. Aber vielleicht, um zu sterben?“
Ist natürlich Geschmackssache, wie so vieles *lächel*
Hm ... ich hab grad drüber meditiert ... meine Version gefällt mir doch einen Tick besser, ich werd sie wohl beibehalten. Icon_smile

Zitat:Zitat: „Kopfschüttelnd vertrieb er den Gedanken. Oder er versuchte das zumindest, denn der Gedanke blieb irgendwo “
„das“ würde ich durch „es“ ersetzen; den zweiten „Gedanken“ könnte man durch „Zweifel“ oder einen der beiden durch „Vorstellung“ ersetzen
Recht hast du! Ist geändert.

Zitat:Zitat: „Der breite Lichtkegel fiel auf Metall, das es auf abartige Weise nur widerwillig reflektierte “
Der Satz liest sich seltsam, weil der Bezug nicht so ganz klar ist. Denn eigentlich reflektiert das Metall den Lichtkegel, also „Metall, das ihn auf abartige Weise“; klingt aber zugegebenermaßen seltsam. Daher würde ich einfach „Der breite Lichtkegel“ durch „Das Licht“ ersetzen
Ah, du hast das Problem gefunden!^^ Ich wusste das hier irgendetwas nicht stimmt ... schade um den Lichtkegel, aber er muss wohl der Wucht der Grammatik weichen.

Zitat:Auch wenn es wahrscheinlich irgendwie anders aussieht, gefällt mir der erste Abschnitt saugut. Um das mal so zu sagen *lach* Weil ich keine großen Fehler und Schnitzer finde, grabe ich eben nach Kleinkrams, der im Prinzip eigentlich gar nicht stört.
Freut mich, dass es dir gefällt, ich hoffe mal, dass das so weiter geht! Icon_lol

Zitat:Vielleicht kommt es daher, dass ich nichts mit Zwergen zu tun hab, und deshalb kein Bartexperte bin *lach*, aber die „Bartsträhnen“ haben mich irgendwie irritiert. Ich kann nichtmal genau sagen, warum ... Bart und Strähnen passt für mich irgendwie nicht zusammen. Aber einen Verbesserungsvorschlag hab ich auch nicht
Kommt davon, wenn man zu viel mit den bartlosen Elfen spielt! Mrgreen Es gibt Bartsträhnen sowie Haarsträhnen ... vermutlich wäre Barthaarsträhne richtiger, aber du musst zugeben, dass das mal gar nicht geht. Icon_wink

Zitat:Er könnte sein Haar doch wie seinen Bart zurück in Form streichen *zwinker*
Um damit einen ordentlichen Eindruck auf den Baron zu machen? Niemals!^^

Zitat:Zitat: „Nervosität begann ihm die Kehle zuzuschnüren. Beruhig dich, Arkis, beruhig dich!“
Formulierungen mit „begann“ mag ich persönlich nicht so. Liegt vielleicht daran, dass ich sie früher ständig selbst benutzt hab *lach* Warum nicht einfach: „Nervosität schnürte ihm (langsam/allmählich) die Kehle zu“; das wirkt dann auch direkt intensiver
Hm ... ich verbinde mit dem "begann" eine gewisse Dynamik, sagen wir: mir kommt der Text dann flüssiger vor. *g* Ich habs mit deinem Vorschlag probiert, aber er will sich einfach nicht einpassen (vielleicht muss ich dem aber nur ein wenig Zeit geben). Wobei ... HA! Es lag an der Konstruktion, so gefällts mir: "Allmählich schnürte ihm Nervosität die Kehle zu"

Zitat:Zitat: „Und obwohl nackte Angst seine Beine lähmte “
Stärker fände ich „Nackte Angst lähmte seine Beine.“; denn im Prinzip ist das ja der Grund, warum sie ihn überhaupt mitzerrt und er nicht aus eigenem Antrieb läuft. Da passt das „obwohl“ nicht so gut zu, finde ich.
Hm ... mein zugegebener Maßen oft etwas seltsames Schreibgefühl, will die Angst mit den obwohl-Konstruktionen davor in Verbindung bringen ... dadurch hat es für mich mehr ... Fluß. Muss wohl so bleiben. ^^"

Zitat:Zitat: „wie lange er nun schon hier auf dem ehemaligen Bauernhof lebte“
Liegt an mir, aber irgendwie dachte ich bisher, wir befinden uns in einer Burg. Frag mich nicht, woher diese Annahme kommt *schulterzuck* Zuerst dachte ich, es hätte einen Zeitsprung gegeben, hab aber beim hochscrollen keinen Hinweis auf Burg oder Festung gefunden *lach* Ich werd alt.
Wahrscheinlich dachtest du das wegen dem Eingefriedeten Hof, aber auch Bauernhöfe können sowas haben. Icon_wink

Zitat:Zitat: „Durch die Ritzen vernagelter Fenster, direkt unter der Decke, sickerte staubiges Licht.“
Superschöne Beschreibung „sickerte staubiges Licht“ *beide Daumen hoch*
YEAH!^^

Zitat:Zitat: „Wie er hoffte ebenso beiläufig, warf er einen Blick auf die Tür des hölzernen Verschlags“
für meinen Geschmack bissl umständlich formuliert, zumal ich mit dem Komma nicht sicher bin, ob es passt. Vorschlag: „Hoffentlich wirkte sein Blick auf die Tür des hölzernen Verschlags ebenso beiläufig“ oder „Als ebenso beiläufig würde der Baron hoffentlich seinen Blick zur Tür des hölzernen Verschlags auffassen“ oder so in der Art
Ich stolpere auch immer über diese Stelle ... aber ich brauche hier irgendwie die Aktion ... deinen zweiten Vorschlag finde ich persönlich zu umständlich und dein erster Vorschlag geht nicht, weil ich dadurch einen direkten Gedanken einbauen würde, was ich versuche in dieser Geschichte zu vermeiden. Hm, hm ... ich werde mich dieser Stelle jedenfalls noch sehr intensiv widmen!

Zitat:Zitat: „Er schien sich sichtlich unwohl zu fühlen“
„schien“ und „sichtlich“ sagen ähnliches aus, daher vielleicht nur eins von beidem:
„Er fühlte sich sichtlich/offenbar/anscheinend unwohl“
„Er schien sich unwohl zu fühlen“
Wobei die erste Variante für mich die stärkere ist
Hier vertraue ich dir einfach mal und übernehme Variante 1. *g*

Zitat:Zitat: „mit einem lauten Krach flog etwas gegen die Tür des Verschlags “
„Mit“ groß, weil’s am Anfang eines Absatzes steht
Aber ich hab den Satz doch nur künstlich aufgeteilt um das abrupte zu vermitteln ... wir befinden uns mitten im Satz ...?

Zitat:Zitat: „sein Schwertgehänge knallte gegen einen der groben Tische.“
hm ... „knallte“ ist ein unschönes Wort (finde ich *lach*) „prallte scheppernd“ ... auch nicht das Wahre ... „schlug“?
Finde ich auch nicht ganz glücklich die Wahl, aber mit ist nichts besseres eingefallen. "prallte" alleine, ist jedenfalls schonmal viel besser als "knallte".

Zitat:Zitat: „und streckte die Hand aus nach dem Riegel, der die Tür versperrte.“
Ungewöhnliche Wortstellung, besser würde sich lesen: „und streckte die Hand nach dem Riegel aus, der die Tür versperrte“
Manchmal habe ich so Anwandlungen ... aber recht hast du!^^

Zitat:Zitat: „Von Tarkul riss die Tür auf, bereit, zurückzuweichen, eine Hand am Schwertgriff.“
Freiheit für die Kommata! *grins* Sind zwar alle streng grammatikalisch gesehen richtig, wirken aber in ihrer Menge etwas überhäuft. Zwischen „bereit zurückzuweichen“ kann ein Komma gesetzt werden, muss aber nicht, daher würde ich es hier eher weglassen. Würde auch den Lesefluss fördern.
RS und ich ... eine ewige Feindschaft Icon_ugly

Zitat:Zitat: „Der Magister hob seinen linken Hand und der Ärmel seines Gewandes rutschte herab, entblößte den bleichen Unterarm. Einen Unterarm übersät“
„seine linke Hand“ oder „seinen linken Arm“ (das stand vermutlich zuerst da und du hast es wegen der Wiederholung gekillt? *ins Blaue rat*)
*g* mit deiner Vermutung hast du recht.

Zitat:Die Sache, dass du das Satzende als Anfang des nächsten Satzes nutzt, hast du ein paar Mal drin, und bisher fand ich es immer okay bis gut und passend, aber hier stört es irgendwie. Der Unterarm ansich ist ja nicht so wichtig, dass er betont werden müsste (wichtig sind ja die Narben) und noch dazu ist die Wiederholung nur eine halbe, weil du „den Unterarm“ in „einen Unterarm“ umwandelst. Vorschlag:
„... entblößte den bleichenUnterarm. Zahllose, schlechtverheilte Schnitte bedeckten kreuz und quer fast jeden Zentimeter seiner Haut“
Wenn ich es so lese, wie es bisher ist ... klingt es für mich dramatischer! Weiß auch nicht .... Icon_wink

Zitat:Zitat: „Mit aufgerissenen Augen musterte der Baron Arkis Arm.“
„Arkis’“ mit so nem Genitiv-Apostroph am Namen.
Stimmt ja ... -.-

Zitat:Zitat: „Sie mussten aufgehalten werden. Zu ihrer aller Wohl.“
Hier versteh ich nicht so recht, wer zu wessen Wohl aufgehalten werden muss, aber das schiebe ich mal auf meine Unkenntnis der Welt.
An dieser Stelle soll man das auch nicht unbedingt wissen ... man soll nur mitbekommen, dass Arkis glaubt einen Grund zu haben, oder auch einen hat, je nach Sichtweise!^^

Zitat:Zitat: „Er bekam kaum noch Luft, außerdem hatte sich das Zittern nun auf seinen ganzen Körper ausgeweitet. Es gab schlimmeres als den Tod! “
das „außerdem“ gibt der Beschreibung mMn (ungewollt) Distanz, weil es so nach Aufzählung klingt, Vorschlag: „Er bekam kaum noch Luft. Das Zittern weitete sich auf seinen ganzen Körper aus“ (damit vermeidest du auch direkt das „hatte“); „Schlimmeres“ kommt groß
ich neige dazu, kleinere Sätze zusammenzufassen, weil ich glaube dass das den Fluß erhöht ... ich hab jetzt einen Kompromiss gefunden und deinen Satz genommen, um ihn mit einem Spiegelsstrich an den ersten zu tackern. Icon_smile

Zitat:Zitat: „Da wurde ihm klar, was er zu tun hatte. Zu spät für die Hauptfrau.“
Ich war fest davon überzeugt, dass die Hauptfrau ihr Blut opfert, um Arkis die Flucht zu ermöglichen! Aber mit meinen Vermutungen lieg ich irgendwie immer daneben *schulterzuck*
*ggg* zumindest konnte ich dich überraschen ...

Zitat:Zitat: „Zu viele Arme packten sie, hoben sie in die Höhe, begannen, mit ihr zu verschmelzen, begleitet von einem Übelkeit erregenden, schmatzenden Geräusch. “
Hier hätte ich mir noch eine Beschreibung ihrer Reaktion gewünscht. Schreit sie, schlägt sie um sich, ist sie erstarrt, weint sie?
„Zu viele Arme packten sie, hoben sie in die Höhe. Wieder und wieder fuhr der Dolch in die gallertartige Masse. Garudas wütenden/schmerzerfüllten Schreie wurden von den Gestalten verschluckt, als sie mit ihr verschmolzen. An ihre Stelle trat ein schmatzendes Geräusch. Arkis würgte.“
Nur grad runtergetippt, damit du weißt, was ich meine.
Beim Weiterlesen sehe ich, dass Arkis sich ja auch an ihre Schreie erinnern kann, von daher ist es eigentlich noch wichtiger, sie in dieser Szene auch zu beschreiben.
Recht hast du, ich überarbeite mal. Icon_wink So ... fertig. Ich hoffe es gefällt besser.^^

Zitat:Zitat: „Arkis ergriff einen der schweren Kerzenständer, die in der Nähe der Zimmertür auf einer kleinen Kommode standen und schwang ihn über dem Kopf. “
Hehe, dafür, dass da gleich ein Mord passiert, ist die Position des Kerzenständers für meinen Geschmack zu genau beschrieben. Solang er das Ding nicht einfach aus der Luftzauber, ist die Herkunft nicht von Interesse (finde ich), also Vorschlag:
„Arkis ergriff einen der schweren Kerzenständer von der Kommode und schwang ihn über den Kopf.“
Für mich wäre das irgendwie zu wenig Beschreibung ... wahrscheinlich Geschmackssache. Icon_wink

Zitat:Zitat: „Fast genoss der Magister es, als er sah, wie der Blick des Barons brach. Mit einem leisen Gurgeln, “
Alle Angaben ohne Gewähr, aber: Wenn jemandem das Gesicht mit einem Kerzenständer zerschmettert wird, kann man glaube ich nicht mehr erkennen, wie sein Blick bricht. Außer vielleicht im wortwörtlichen Sinne dass die Augen aufplatzen oder so *lach*; leises Gurgeln assoziiere ich ferner mit Blut oder Wasser in der Kehle, was durch einen Kerzenständer im Gesicht aber nicht wirklich erklärt wäre. Normalerweise fällt mir immer spontan ein Vorschlag ein, aber hier brauch ich eine kurze Denkpause
Vielleicht: „nur damit der silberne Kerzenständer ihm das Gesicht zerschmettern, ihm die Arroganz aus den Augen trieb. Fast genoss der Magister den Anblick des Blutes, das wie eine Fratze über die erstarrten Züge floss. Mit ersticktem Keuchen, das so gar nicht zu seinem pompösen Auftreten passen wollte, stürzte er zu Boden.“
Nicht das Wahre, aber besser bekomm ich es grad nicht auf die Reihe
*g* bin auch nicht der Experte, aber ich stell mir das so vor: wenn das Gesicht zerschmettert wird, mit einer stumpfen Waffe, wird das wohl vorallem die Nase und den Kiefer betreffen, die Augen sind in ihren Höhlen recht gut geschützt. Deshalb bleiben sie intakt, während tatsächlich Blut, aus Nase und Mund (zerstörte Zähne, auf die Zunge gebissen und ähnliches) ihm in die Kehle rinnt, daher das Grugeln.

Zitat:Zitat: „seine Empfindungen und säuberte Arkis Gedanken den Weg.“
[sinnloses Geschwafel bitte hier eingeben]
Icon_lol

Zitat:Zitat: „Ein tragischer Umfall, aufständische Bauern, eine Räuberbande.“
Es war tragisch. Er fiel einfach um.
Ich will gar nicht gemein sein, aber die Stimme in meinem Kopf ... du kennst das bestimmt. Wobei das hier vielleicht auch eine komplexe Stilfigur ist, den Umfall als Gegenstück zum Aufstand.
Ich bin schon still. Wo sie bei mir ja mit blanken Klinken zuschlagen *lach*
mein Vorschlag wäre nichtsdestotrotz: „Unfall“
Ich bin entsetzt, dass du die metaphorisch göttliche Gegenüberstellung von Umfall und Aufstand so in den Dreck ziehst ... Icon_lolIcon_lolIcon_lol
*unauffällig ändern schleicht*

Zitat:Trotz meiner ziemlich vielen Anmerkungen hat es mir sehr, sehr gut gefallen! Fast wär mir sogar das Essen angebrannt, weil mein Mann mittendrin meinte, Hunger kriegen zu müssen und ich an den Herd gezwungen wurde, aber weiterlesen wollte. Jaja, so ist das *schulterzuck*
Die Geschichte war dir wichtiger als das Essen deinses Mannes? Ein größeres Lob kanns gar nicht geben! Mrgreen

Zitat:Mit dem Titel hast du mich in die Irre geführt (beabsichtigt?), weil ich annahm, er bezöge sich auf den Jungen im Schrank. Äh, im Verschlag. Das war aber nicht Harry Potter, oder? *mir selbst auf die Finger hau* Wenn ich gut gelaunt bin, rede und schreibe ich viel Mist, ich hoffe, du kannst brauchbar von unbrauchbar trennen *lach*
Ganz genau, der Titel sollte etwas in die Irre führen. Du bist die erste der das auffällt (YEAH). Und du bist die erste, der auffällt, dass ich Harry Potter in meiner Geschichte für schwarzmagische Experimente missbrauche ... nicht weiter sagen!

Zitat:Inhaltlich hat mir das Ganze auch super gefallen. Akris’ (!) Zweifel, Ängst und Überzeugung kommen sehr gut rüber, die Gespräche sind überzeugend, die Beschreibungen detailliert genug, ohne überladen zu wirken. Vor allem (aber nicht nur) die kursiven Teile empfand ich sehr dicht (oh, das hab ich schonmal erwähnt, wird Zeit, zum Ende zu finden *lach*) und ich werd auf jeden Fall noch mehr von dir lesen!
Wow ... ich freu mich wirklich sehr, dass dir die Geschichte so gut gefallen hat!!! Überhaupt hab ich mich sehr über deine Kommi gefreut, es hat mir wirklich weiter geholfen, gerade auch mit den Gedanken etwas abseits, die du dir dazu gemacht hast.

Vielen, vielen Dank für die Mühe die du dir gemacht hast! Man ließt sich.^^

Liebe Grüße vom Wanderer

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

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Beitrag #6 |

RE: Bauernopfer
Nochmals hiho!

Ich sag jetzt einfach nochmal hier was dazu (noch immer Morgenmuffel-Warnung, übrigens *lach*)

Zitat: „Es klingt immernoch besser als Hauptmännin “
*Ein Herz für Hauptmänninnen* ! Icon_lachtot

Zitat: „Kommt davon, wenn man zu viel mit den bartlosen Elfen spielt!“
Meine neuste Elfenkeation trägt Bart! Und das sogar zum Ausdruck ihres Ranges und ihrer Position innerhalb der Gesellschaft. So, da guckste! Aber in dem Punkt vertraue ich dir dann mal, wenn du mir schon vertraust und meine Vorschläge für richtig hälst *diabolisch grins*

Zitat: „Aber ich hab den Satz doch nur künstlich aufgeteilt um das abrupte zu vermitteln ... wir befinden uns mitten im Satz ...? “
Ja, schon, aber am Absatzanfang ... ich ziehe mal den Duden zu rate ... falls ich ihn irgendwo find *such* Ich brauch dringend den für Grammatik ... hm, also so 100% kann ich es nicht sagen, ich hätte halt groß geschrieben ... naja, denken wir nicht zuviel drüber nach sondern sagen, beide Varianten sind richtig! *zwinker*

Zitat: „ich neige dazu, kleinere Sätze zusammenzufassen, weil ich glaube dass das den Fluß erhöht ... “
Kleine Sätze mochte ich früher garnicht, hab mich dann aber mal von 8-Zeilen-Sätze auf 4-Zeilen-Sätze runtergearbeitet und schreibe inzwischen sogar manchmal 3-Wort-Sätze *grins* Aber ich finde, grad wenn etwas hektisches, schnelles passiert, kann der Lesefluss ruhig etwas abgehackt klingen. So ala: „Er zuckte zusammen. War da etwas? Sein Herz raste. Zitternd griff er nach der Waffe.“ Aber des is ja, wie so vieles, Geschmackssache und ich will dir ja nix einreden *hyptnosependel auspack*

Zitat: „*g* bin auch nicht der Experte, aber ich stell mir das so vor: wenn das Gesicht zerschmettert wird, mit einer stumpfen Waffe, wird das wohl vorallem die Nase und den Kiefer betreffen, die Augen sind in ihren Höhlen recht gut geschützt. Deshalb bleiben sie intakt, während tatsächlich Blut, aus Nase und Mund (zerstörte Zähne, auf die Zunge gebissen und ähnliches) ihm in die Kehle rinnt, daher das Grugeln. “
Kommt bestimmt auch immer drauf an, wierum man den Kerzenständer hält *grins* Ich hab zuviel Splatterfilme gesehen, stell mir immer zuviel Blut und Ekel überall vor. Vielleicht wenn du den Aufschlagswinkel und die Aufprallgeschwindigkeit erwähnst, ebenso die genauen Gesichtspartien die getroffen werden, mit einer anatomisch korrekten Zeichnung am Rand ... *lach*

Zitat: „Ich bin entsetzt, dass du die metaphorisch göttliche Gegenüberstellung von Umfall und Aufstand so in den Dreck ziehst ... “
Asche auf mein Haupt *vorm Wanderer niederknie und siebenhundertdreiundneunzig Ave Marias bet* Aber mit dem Teil hast du mich echt zum Lachen gebracht, ich finds genial!

Zitat: „Die Geschichte war dir wichtiger als das Essen deinses Mannes? Ein größeres Lob kanns gar nicht geben! “
Ohne deine Geschichte herabsetzen zu wollen: Das Essen meinen Mannes halt allgemein keine sehr hohe Priorität Icon_lachtot

Zitat: „Und du bist die erste, der auffällt, dass ich Harry Potter in meiner Geschichte für schwarzmagische Experimente missbrauche ... nicht weiter sagen! “
Meine Lippen sind versiegelt! Der kleine Mistkerl hats ja auch verdient *fies grins*

Joa, also dass du nicht alle meine Vorschläge angenommen hast, finde ich natürlich überhaupt nicht okee, das müssen wir noch ein bisschen üben *widerhakenpeitsche auspack* Nein, Quatsch, find ich gut, ist ja deine Geschichte. Ich neige manchmal dazu, die Dinge meinem Stil anpassen zu wollen. Freut mich natürlich, trotzdem geholfen zu haben!

Ach, fast vergessen, ich schau mir mal noch die überarbeitet kursiv-Stelle an
Zitat: „begleitet von Garduas verzweifelten Schmerzensschreien “
„Garuda“; ansonsten nix auszusetzen! *lächel*

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #7 |

RE: Bauernopfer
Huhu!^^

Zitat:Ich sag jetzt einfach nochmal hier was dazu (noch immer Morgenmuffel-Warnung, übrigens *lach*)
Immer wieder gerne ... Icon_smile (und Nicht-morgenmuffel sind mir suspekt ...)

Zitat:*Ein Herz für Hauptmänninnen* ! Icon_lachtot
Wir sollten einen Spendenlauf organisieren! Mrgreen

Zitat:Meine neuste Elfenkeation trägt Bart! Und das sogar zum Ausdruck ihres Ranges und ihrer Position innerhalb der Gesellschaft. So, da guckste! Aber in dem Punkt vertraue ich dir dann mal, wenn du mir schon vertraust und meine Vorschläge für richtig hälst *diabolisch grins*
Deine neuste Elfenkreation? *stellt sich Lanna vor, wie sie mit seltsamen Gerätschaften über einen zusammengestückelten Elfenkorpus gebeugt steht* ... dann passt das diabolische Grinsen, am Ende auch perfekt. Icon_lol

Zitat:Ja, schon, aber am Absatzanfang ... ich ziehe mal den Duden zu rate ... falls ich ihn irgendwo find *such* Ich brauch dringend den für Grammatik ... hm, also so 100% kann ich es nicht sagen, ich hätte halt groß geschrieben ... naja, denken wir nicht zuviel drüber nach sondern sagen, beide Varianten sind richtig! *zwinker*
Einverstanden!^^

Zitat:Kleine Sätze mochte ich früher garnicht, hab mich dann aber mal von 8-Zeilen-Sätze auf 4-Zeilen-Sätze runtergearbeitet und schreibe inzwischen sogar manchmal 3-Wort-Sätze *grins* Aber ich finde, grad wenn etwas hektisches, schnelles passiert, kann der Lesefluss ruhig etwas abgehackt klingen. So ala: „Er zuckte zusammen. War da etwas? Sein Herz raste. Zitternd griff er nach der Waffe.“ Aber des is ja, wie so vieles, Geschmackssache und ich will dir ja nix einreden *hyptnosependel auspack*
*gebannt dem Pendel folgt* öhm ... was hast du gesagt?

Zitat:Kommt bestimmt auch immer drauf an, wierum man den Kerzenständer hält *grins* Ich hab zuviel Splatterfilme gesehen, stell mir immer zuviel Blut und Ekel überall vor. Vielleicht wenn du den Aufschlagswinkel und die Aufprallgeschwindigkeit erwähnst, ebenso die genauen Gesichtspartien die getroffen werden, mit einer anatomisch korrekten Zeichnung am Rand ... *lach*
Zur besonderen Vorschönerung könnte ich auch etwas Kunstblut drauf machen ... ach was red ich von Kunstblut? Ich hab ja noch einen gewissen Zauberlehrling in einem Verschlag. Icon_fies

Zitat:Asche auf mein Haupt *vorm Wanderer niederknie und siebenhundertdreiundneunzig Ave Marias bet* Aber mit dem Teil hast du mich echt zum Lachen gebracht, ich finds genial!
*voller Genugtuung auf Lanna hinabsieht und sich in seiner eigenen Huld sonnt* Icon_lol (ähm ... ave maria? Icon_wink)

Zitat:Ohne deine Geschichte herabsetzen zu wollen: Das Essen meinen Mannes halt allgemein keine sehr hohe Priorität
Sollte irgendwann mal in einer deiner geschichten jemand hunger leiden ... dann hab ich eine klare Vorstellung davon, an wen diese Figur angelehnt sein könnte! Icon_lol

Zitat:Meine Lippen sind versiegelt! Der kleine Mistkerl hats ja auch verdient *fies grins*
*verschwörerisches Lächeln aufsetzt* Icon_fies

Zitat:Joa, also dass du nicht alle meine Vorschläge angenommen hast, finde ich natürlich überhaupt nicht okee, das müssen wir noch ein bisschen üben *widerhakenpeitsche auspack* Nein, Quatsch, find ich gut, ist ja deine Geschichte. Ich neige manchmal dazu, die Dinge meinem Stil anpassen zu wollen. Freut mich natürlich, trotzdem geholfen zu haben!
Ich denke, dieses Forum soll auch dabei helfen, seinen eigenen Stil zu entwickeln! Mrgreen Solange man dabei nicht abhebt und auch Kritik annimmt, darf man auch ein paar Eigenheiten haben. Icon_wink Und natürlich, jedes Kommi hilft weiter! (und dein ausführliches natürlich ganz besonders)

Liebe Grüße und vielen Dank für die Rückmeldung!^^

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