Es ist: 24-02-2020, 14:53
Es ist: 24-02-2020, 14:53 Hallo, Gast! (Registrieren)


Was Ewigkeit bedeutet
Beitrag #21 |

RE: Was Ewigkeit bedeutet
Hallo Shaddowlino,


eine überarbeitete Version, wie ich deinem letzten Posting entnehme - jetzt bin ich gespannt. Vor allem würde mich aber interessieren, welches Lied vorher da gestanden hat Mrgreen

=> Würde sie mich immer noch lieben, wenn sie wüsste, wer ich bin, was ich wirklich bin?
Oh, du beginnst gleich mit einer Frage, die sicher viele Menschen beschäftigt ... Und sie dazu bringt, den anderen Tag für Tag etwas vorzuspielen. Auch da, wo es vielleicht nicht notwendig wäre.
Aber ich schätze, dein Text geht in eine andere Richtung, wenn ich mir deinen Titel so ansehe Icon_wink ...

=> Die Zeit würde vergehen, für sie ein Leben, für mich eine Ewigkeit, aber es wäre nicht fair.
Was wäre nicht fair? Dass die Zeit vergehen würde? Ich würde den letzten Abschnitt hier fast streichen. Durch die folgenden Sätze arbeitest du die Situation viel besser heraus.

=> Allein der Gedanke daran, dass sie altern und irgendwann sterben würde, brachte mich zur Verzweiflung.
Hier wird die Ahnung, die Titel und erster Satz geweckt haben, zur Gewissheit. Ein unsterbliches Geschöpf. Lass mich raten - ein Vampir?

=> Sie war nicht die erste Frau, die ich liebte und der ich beim Sterben zusehen müsste.
zusehen würde müssen

=> auch wenn ich es immer gewesen war, der sie weggeschickt und dazu gezwungen hatte, ein normales Leben, wie es für sie üblich war
ein normales Leben zu führen

=> Ich fror nicht, auch wenn man den Atem schon in Wölkchen sehen konnte.
"als Wölkchen", glaube ich

=> Wie sollte ich auch bei dem Blick, den ich von hier aus hatte ...
Komma nach "auch"

=> Mein einziger wirklicher Freund, der meine Situation zumindest versuchte zu verstehen.
... meine Situation zumindest zu verstehen versuchte (? - bin mir hier nicht sicher)

=> Jetzt hatte er mich doch dazu gebracht ihn anzusehen.
Komma nach "gebracht"

=> Ich sah seine blauen Augen leuchten, wie die einer Katze in der Dunkelheit.
Komma weg

=> Ich zeigte meine wahre Gestalt nur, wenn ich unbedingt musste - um mich von meinem Bruder zu nähren. Wir lebten vorwiegend von unserer eigenen Spezies, um unseren Blutdurst zu stillen, und waren deshalb selten allein unterwegs.
O_o ... Also so ein Vampirbild ist mir ganz neu. Wie funktioniert denn das? Wie kann man sich wechselseitig ernähren ohne sich umzubringen? Ich meine, gut, eine Symbiose zwischen verschiedenen Spezies kann bestehen (Pflanzen, Tiere, Menschen) - aber Vampire untereinander? Wie seltsam ...
Weil - wenn ein Vampir Blut braucht, um zu überleben, braucht das der andere Vampir, dem er es aussaugt, auch, oder? Icon_wink
Aber ich will dir die Idee nicht zerpflücken ^^

=> Sie waren unerfahren und der Sklave ihres Durstes
... und Sklaven ihres Durstes

=> Sie mussten wir schnell finden, versuchten bei ihnen zu sein, bevor sie sich verwandelten, um zu verhindern, dass sie sich Menschen als Beute suchten.
Der Satz holpert ein wenig. Vielleicht "Solche Geschöpfe mussten wir schnell finden - mussten bei ihnen sein, bevor sie sich verwandelten, um zu verhindern ..."
Hm. Wenn du ihn so lässt, auf jeden Fall ein Komma nach "versuchten" setzen.

=> Die Schwierigkeit war sie von den reinen Menschen zu unterscheiden.
Komma nach "war"

=> Ich ging ohne ein weiteres Wort oder einem Blick an ihm vorbei
oder einen Blick

=> Vampire und Menschen konnten nicht zusammen leben, sondern nur nebeneinander.
"sondern" würde ich fast streichen

In diesem erklärenden Abschnitt hast du sehr viele Wiederholungen von "Mensch":
Zitat:Wir wollten nicht auffallen und konnten nur so unter den Menschen unentdeckt bleiben. Es gab allerdings auch immer wieder „schwarze Schafe“, häufig junge Vampire, die sich gerade verwandelt hatten. Sie waren unerfahren und der Sklave ihres Durstes, ohne dabei zwischen Mensch und Vampir zu unterscheiden. Sie mussten wir schnell finden, versuchten bei ihnen zu sein, bevor sie sich verwandelten, um zu verhindern, dass sie sich Menschen als Beute suchten. Die Schwierigkeit war sie von den reinen Menschen zu unterscheiden. Jeder von uns ist ein Mensch gewesen. Wir wurden geboren, von Menschen oder von unseren Frauen. Wir wuchsen auf wie Kinder, wurden erwachsen und verwandelten uns. Man konnte es mit einem Virus vergleichen, einem Fehler, den man von Geburt an hatte, der irgendwann ausbrach.
„Ich mache keine Scherze, Rave. Wer sagt denn, dass ein Mensch und ein Vampir nicht einfach zusammen leben können?“
„Ich.“
Das Thema war erledigt. Ich ging ohne ein weiteres Wort oder einem Blick an ihm vorbei und zurück in das Haus. Wir hatten schon öfter darüber geredet, aber ich blieb bei meiner Meinung. Vampire und Menschen konnten nicht zusammen leben, sondern nur nebeneinander.
- Da würde ich noch etwas dran feilen, es fällt schon ein bisschen störend auf.

=> So wundervoll ihr Name klang, so schön war sie auch.
... so schön war auch sie.

=> Eine von den Wenigen, die nicht nur an meinem Äußeren interessiert war, sondern genauso gerne das Innere sehen wollte.
"waren" und "wollten" - bezieht sich auf die Wenigen, nicht nur auf sie.

=> Sie akzeptierte mein Schweigen, weil sie mich liebte, und ich konnte es ihr deshalb nicht sagen.
Ach. So ein ... Dummkopf. *grml*

=> und dennoch wusste ich genau, dass es der Baum war unter dem ich vor über einem Jahr gestanden hatte
Komma nach "war"

=> und es zog mich immer wieder magisch dort hin
"magisch" würde ich streichen - ist aber persönlicher Geschmack

=> Es hatte plötzlich in Strömen angefangen zu regnen
Es hatte plötzlich angefangen, in Strömen zu regnen

=> Sie schien sich aber ebenfalls nicht zu trauen mich anzusprechen - bis jetzt.
... nicht getraut zu haben, mich anzusprechen

=> Noch nie hatte ich so eine Harmonie in einer meiner Beziehungen gehabt
"gehabt" klingt nicht schön, vielleicht "gefühlt", "empfunden"?

=> ich wünschte mir auch zum ersten Mal, dass die Geschichten über uns nicht nur Geschichten waren
... nur Geschichten wären

=> auch wenn wir ihnen sehr nah standen
... nahe gestanden hatten

=> Deshalb würde auch Sarah mich vergessen, so als ob wir uns nie kennen gelernt hätten.
Komma nach "so"

=> Sie würde die vielen schönen Momente, Tage und Nächte, spurlos vergessen
zweites Komma weg

=> Ich fügte ihnen lieber einmal richtig Schmerz zu, als sie tagelang leiden zu lassen.
"richtigen Schmerz" oder "richtige Schmerzen"

=> Wie ich es bei Sarah machen würde, wusste ich auch nach der langen Zeit auf dem Dach noch nicht.
Komma weg

=> Sie würde lächeln, mich küssen und fragen wie mein Tag war.
Komma nach "fragen"

=> Irgendwas in meinem Ausdruck brachte sie dazu meine Hand sofort loszulassen
Komma nach "dazu"

=> Ich versuchte meine Überraschung zu überspielen
Komma nach "versuchte"

=> und ich spürte zum ersten Mal den Drang sie zu beißen
Komma nach "Drang"

=> „Du musst jetzt sicher gehen“, schallte ihre Stimme in meinem Ohr.
Schöner fände ich "hallte" statt "schallte", das klingt so unpassend für die Situation.

=> In ihren Augen lag ein besonderer Glanz den ich nicht einordnen konnte.
Komma nach "Glanz"

=> Die Tür schloss sich hinter ihr, während ich stehen blieb und auf die geschlossene Tür sah. Diese Tür würde sich nicht wieder öffnen und das trieb mir die Tränen in die Augen
Wortwiederholungen

=> Ich ging einige Meter, dennoch bewegte mich irgendetwas dazu noch mal zurück zu sehen.
Komma nach "dazu"

=> Der Glanz in ihren Augen war jetzt wie ein schwaches Leuchten.
Nicht so gut zu lesen - vielleicht "... in ihren Augen war einem schwachen Leuchten gewichen" oder "hatte sich zu einem schwachen Leuchten verstärkt"?

=> Ich wollte mich nicht noch mal umsehen.
"einmal" würde sich hier passender lesen als "mal"

=> oder dabei war einer zu werden
Komma nach "war"

=> Ich würde in der Nähe bleiben und abwarten, wie sich alles entwickelte.
entwickeln würde

=> und sie zu dem machen, was sie ist
Eher "was ich war" oder "wir waren", oder? Er kann sie nicht zu etwas machen, was sie schon ist, das wäre paradox. Icon_wink Höchstens "... zu dem Wesen machen, das in ihr schlummert" oder etwas in der Art.

Hm ... am Ende habe ich nur eine Frage: Wenn sie möglicherweise tatsächlich eine von ihnen ist, ebenfalls Vampir, weshalb sollte sie dann zulassen, dass er sie verlässt, weil er sie für einen Menschen hält? Das verstehe ich noch nicht ganz.

Insgesamt eine Geschichte, die auch gut zu "Emotionen" passen würde, finde ich.
Sie liest sich gut und flüssig; die Anmerkungen sehen viel aus, aber das meiste fällt kaum auf - vor allem in der Rechtschreibung bist du sehr sicher.
Vampire und speziell Vampir-Liebesgeschichten sind nicht unbedingt meine Thematik, wie ich zugeben muss Icon_wink
Nichtsdestotrotz kann ich mit deiner Geschichte durchaus etwas anfangen. Sie lässt mich zwar zum Teil mit Fragen zurück (und der Teil, dass die Vampire voneinander leben, hat mich schon stolpern lassen Icon_wink), insgesamt wirkt sie aber rund und glaubwürdig. Das offene Ende finde ich schön - einfach die Möglichkeit des positiven Endes andeuten, aber nicht alles bis ins letzte Detail ausschreiben.

Ja, gut zu lesen, trotz dem dass es nicht meine Thematik war. Icon_smile


Mira

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Beitrag #22 |

RE: Was Ewigkeit bedeutet
Hallo Mira,

tut mir Leid für die verspätete Antwort, aber bei mir ist selbst im Urlaub Zeit Mangelware, aber natürlich vielen dank für deinen Kommentar.

Zitat:Vor allem würde mich aber interessieren, welches Lied vorher da gestanden hat

Ein Lied von BSB Icon_wink Welches genau weiß ich jetzt aber auch nicht mehr.
Zitat:=> Allein der Gedanke daran, dass sie altern und irgendwann sterben würde, brachte mich zur Verzweiflung.
Hier wird die Ahnung, die Titel und erster Satz geweckt haben, zur Gewissheit. Ein unsterbliches Geschöpf. Lass mich raten - ein Vampir?

Das Thema hat sich einfach dazu angeboten und ich stehe immer noch total auf Vampire, obwohl es im Moment etwas abflacht.
Zitat:=> Ich zeigte meine wahre Gestalt nur, wenn ich unbedingt musste - um mich von meinem Bruder zu nähren. Wir lebten vorwiegend von unserer eigenen Spezies, um unseren Blutdurst zu stillen, und waren deshalb selten allein unterwegs.
O_o ... Also so ein Vampirbild ist mir ganz neu. Wie funktioniert denn das? Wie kann man sich wechselseitig ernähren ohne sich umzubringen? Ich meine, gut, eine Symbiose zwischen verschiedenen Spezies kann bestehen (Pflanzen, Tiere, Menschen) - aber Vampire untereinander? Wie seltsam ...
Weil - wenn ein Vampir Blut braucht, um zu überleben, braucht das der andere Vampir, dem er es aussaugt, auch, oder?
Aber ich will dir die Idee nicht zerpflücken ^^

Da war schon jemand schneller mit dem Zerpflücken, deshalb musste ich es ändern. Ich habe mir das auch nur von „The Black Dagger Brotherhood“ geliehen, weil mir die Idee an sich gefallen hat. Aber die Frage ist berechtigt und darum ging es eigentlich die ganze Zeit und ich habe mir darüber wirklich denk Kopf zerbrochen und jetzt wieder. Ich kann da natürlich leider niemanden Fragen und so richtig bin ich da immer noch nicht dahinter gestiegen, wie es gehen könnte. Ich kann da nur so viel sagen, dass sie sich dabei nicht zwingen töten müssen (das kenne ich aus mehren Büchern) und dass sie sich eben nicht nur von Blut ernähren, sondern auch normal essen (soll die Einladung zum Kaffee andeuten, die man aber sicher auch als Floskel verstehen kann). Vielleicht haben sie ja Eigenblut, können es aber nicht so nutzen, sondern nur Fremdblut. Ich habe keine Ahnung.

Zitat:Hm ... am Ende habe ich nur eine Frage: Wenn sie möglicherweise tatsächlich eine von ihnen ist, ebenfalls Vampir, weshalb sollte sie dann zulassen, dass er sie verlässt, weil er sie für einen Menschen hält? Das verstehe ich noch nicht ganz.

Weil sie noch nicht weiß, dass sie ein Vampir ist. Sie weiß ja auch nicht, sicher, warum er geht. Was ihre Erklärung dafür ist, habe ich hier ja nicht geschrieben. Er ahnt es ja auch nur, weiß es aber nicht mit Sicherheit.

Zitat:Sie liest sich gut und flüssig; die Anmerkungen sehen viel aus, aber das meiste fällt kaum auf - vor allem in der Rechtschreibung bist du sehr sicher.

Eigentlich eher nicht, das macht hier wahrscheinlich nur den Anschein Icon_wink. Die Fehler werden natürlich dennoch korrigiert.

Zitat:Vampire und speziell Vampir-Liebesgeschichten sind nicht unbedingt meine Thematik, wie ich zugeben muss

Entweder man mag es oder nicht. So ist das eben. Es freut mich aber deshalb noch mehr, dass du es gelesen hast und dich dazu äußerst.


Zitat:Sie lässt mich zwar zum Teil mit Fragen zurück (und der Teil, dass die Vampire voneinander leben, hat mich schon stolpern lassen ), insgesamt wirkt sie aber rund und glaubwürdig.

Das ist ein allgemeines Problem bei meinen Geschichten. In meinem Kopf ist oft noch viel mehr, als ich auf das Papier bringe und das fällt mir meistens nicht auf. Hier ist es aber wirklich so, dass ich teilweise einfach selbst nicht mehr weiß, als ich schreibe.

Zitat:Das offene Ende finde ich schön - einfach die Möglichkeit des positiven Endes andeuten, aber nicht alles bis ins letzte Detail ausschreiben.

Ich brauch den Hauch eines positiven Endes, sonst komme ich mit den wenigsten Geschichten klar Icon_wink

Noch mal Dankeschön.

Liebe Grüße

Shaddowlino

"Unsere Blicke folgten den Möwen. Wie sie würden auch wir irgendwie am Leben bleiben. Wie ihnen ist auch uns ein Himmel bestimmt, der uns auf ewig Zuflucht und Heimat sein wird." (die letzten Zeilen aus "Harlans Endspurt" von Patricia Nell Warren)
Mehr über mich und meine Werke.

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