Es ist: 22-07-2018, 02:02
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Wendigo
Beitrag #1 |

Wendigo
Wendigo

Der harte, kalte Nordwind trug sie auf seinen farblosen Schwingen über die weite, karge Landschaft, hielt sie an der Hand und lachte, während sie beide mit eisigen Diamantstimmen ihr Duett über die Ebene hallen ließen. Saphirblaue Seen, deren sonst so spiegelglatte Oberflächen sich zu riesigen Wellenbergen auftürmten, wenn sie beide darüber hinweg fegten, Karibus, die in einem Moment noch friedlich auf sumpfigen Weiden gegrast oder unter knorrigen halbverdorrten Bäumen geruht hatten, im nächsten aber panisch in alle Richtungen flohen, unendliche Kiefern- und Tannenwälder, die unter der Macht des Sturmes ächzten und die Häupter neigten, all das zog unter ihnen entlang, während sie auf die Silhouette des Gebirges am Horizont zustrebten.
Ihre Stimme hallte von den höchsten Spitzen der Wolkentürme bis in die tiefsten Tiefen der Unterwelt, prallte von Felswänden ab und verlor sich in der Weite der Einöde, bis sie schließlich ganz verklang.
Sie ließ sich in einem kleinen Waldstück auf die Erde sinken, spürte den mit Flechten und Tannennadeln bedeckten Boden unter ihren nackten Fußsohlen und roch das würzige Aroma des Harzes, das stellenweise an den Baumstämmen klebte. Wie in Zeitlupe tat sie ein paar Schritte, schwankte mal hierhin, mal dorthin, wie ein Rehkitz kurz nach der Geburt. Ihr formloser Freund strich um sie herum und stützte sie, bis sie eine uralte Kiefer erreichten, an der sie sich anlehnen konnte.
Die raue, aufgesprungene Rinde in ihrem Rücken ließ sie an ihre aufgeplatzten Lippen denken. Aus den Rissen im Fleisch quoll Blut, die Wunden waren entzündet und eiterten und ständig kamen neue offene Stellen dazu, die das gleiche Schicksal ereilte.
Sie ging in die Hocke und rupfte etwas von dem Moos aus, das zwischen den Wurzeln wuchs. Vorsichtig tupfte sie sich mit dem Büschel das meiste der Flüssigkeiten vom Mund, bis sich ein kleines Stück davon an der Kante eines Risses verfing. Mit einem spitzen, schmerzerfüllten Schrei schleuderte sie die besudelten Flechten, an denen die abgerissene Haut ihrer Unterlippe hing, weit ins Dickicht hinein. Schmerz, und seltsamer Weise auch Wärme, pulsten durch das jetzt ungeschützt daliegende untere Gewebe und dunkelrotes venöses Blut rann über ihr Kinn, sammelte sich unten an der Spitze und tropfte von dort auf den Grund, wo es langsam versickerte.
Sie spuckte aus und taumelte erschrocken zurück, als mehrere Zähne zusammen mit dem Spuckeklumpen auf dem Boden aufkamen. Mit ihrer geröteten und angeschwollenen Zunge fuhr sie über die freigewordenen Flächen, die sich merkwürdig weich und schwammig anfühlten. Das erste Mal seit langem spürte sie, dass Panik und so etwas wie Angst heiß und brodelnd in ihr hinauf stieg.
Sie begann zu rennen, floh vor sich selbst und wusste doch eigentlich, dass es keinen Sinn haben würde. Ein endloser Wettlauf, den sie niemals gewinnen konnte.
Dornen und Äste rissen und kratzten ihre nackte Haut, wollten sie bei sich behalten, ließen sie straucheln und fallen, bis sie schließlich aus der grünen Hölle hinausbrach. Vor ihr lag ein schmaler Fluss, dessen klares, kühles Wasser träge dahinfloss. Am Ufer wuchs Schilfgras und winzige Kieselsteine ließen den Boden weißlich schimmern. Als sie auf dieses wunderschöne Bild einer friedlichen Welt zugehen wollte, rutschte ihr Fuß im Schlamm einer Pfütze weg. Sie fiel, schlug hart auf dem Boden auf und rollte hinunter, bis an die Grenze des Wassers. In ihrem Kopf breitete sich ein dumpfes Pochen aus, begleitet von derselben Wärmeempfindung, die sie schon bei ihrer Unterlippe gefühlt hatte.
Sie robbte vorwärts bis sie ihr Spiegelbild im Gewässer erkennen konnte. Entsetzt prallte sie zurück, als sie dieses verzerrte Abbild eines ehemaligen Menschen erblickte. Aschfahle, trockene Pergamenthaut spannte sich über herausstehende Knochen, eingesunkene Augen saßen in dunklen Höhlen, eingefallene Wangen, eingerahmt von sprödem, schmutzigblondem Haar, das ihr einst wallend und glänzend über die Schultern gefallen war. Komplettiert wurde das abstoßende Gesamtkunstwerk von grotesk roten Lippen und riesigen, wässrigen Augen, die in einem ungesunden bernsteingelb erstrahlten. Eine dicke Schicht aus Staub, Schlamm und Erde bedeckte das Ganze wie ein Make-Up, das sich ein Kind bei seinen ersten Schminkversuchen aufträgt.
Von sich selbst dermaßen angewidert und erschreckt, schlug die mit einer Hand heftig auf das Wasser und flüchtete sich ins Schilf, wo sie ein paar Minuten zusammengekauert dasaß, bevor sie noch einmal zu der Stelle zurückkroch.
Ihre Fingernägel, krumm, an einigen Stellen abgebrochen und verdreckt, kratzten über ihr Gesicht, quetschten und zerrten an ihm herum und zogen zartrosa Striemen über die Hügel und Täler, die sich dort gebildet hatten. Sie schöpfte etwas Wasser aus dem Fluss und klatschte es sich dann auf die entstellten Züge. Etwas durchschlug ihr Spiegelbild, das sich in immer größeren Kreisen über das Gewässer ausbreitete. Als sie den Blick senkte, entdeckte sie einen hautfarbenen Lappen, der dort friedlich vor sich hin trieb. Sie fischte ihn heraus und hielt ihn vor ihr Gesicht, er roch nach Fleisch, Blut und Dreck. Wieder platschte es. Wieder schwamm ein Lappen vor ihr.
Vorsichtig trat sie ein paar Schritte zurück… und schrie gellend auf, zutiefst abgestoßen von dem, was sie erblicken musste: In dem, was einst das Antlitz eines reizenden Mädchens gewesen war, klafften zwei riesigen Krater. Muskeln glänzten feucht dort, wo sich bis vor kurzem noch Haut befunden hatte, und vereinzelt waren nicht einmal mehr die vorhanden, sodass sie ungehinderten Blick auf ihre Knochen hatte.
Ihre Knie begannen zu zittern, gaben im feuchten Uferschlamm nach und sie brach an diesem Ort des Grauens zusammen. Langsam schwand auch noch der letzte Tropfen Kraft aus ihrem geschundenen Körper, ihre Lider wurden schwer, bis sie sich schließlich ganz schlossen.

Der Nordwind fand seine kleine Freundin an dem Saum eines Baches, wo sie von den Fluten fast komplett umspült in einer Mulde lag. Geschwind fuhr er herab zu ihr, hielt sie an seine flüchtige Gestalt gepresst in Armen und erleichtert stellte er fest, dass ihr winziges Herz noch gegen ihre Rippen hämmerte.
Er schwang sich hinauf in sein Reich, immer darauf bedacht, das Bündel nicht zu lose aber auch nicht zu sehr an sich gedrückt zu halten. Das Moorland unter ihm, das ihr immer eine einzige Freude gewesen war, flog unter ihm hinweg, ein Gemisch aus senfgelb, matschbraun, dunkelgrün, olivgrün und Farben, die sich jedweder Beschreibung entzogen. Aber für diese Schönheit hatte er im Moment keinen Blick übrig. Das Gebirge rief nach ihm, nein, rief sie beide, versicherte seine Hilfe, seinen Schutz und er nahm dieses Angebot nur zu gerne an.
Auf einem Felsvorsprung an den verschneiten Hängen eines Massivs fand er Zuflucht.
Lange Zeit hockte er dort oder heulte zwischen Gipfeln und in Gletscherspalten, um seinem Frust, seiner Verzweiflung Luft zu machen. Er wollte sie nicht gehen lassen, nicht schon wieder alleine sein.


Bedächtig zog sie sich ein Stück über den Rand des Gesteins, gerade so, dass sie nicht fiel. Ihr Freund hatte sie hier hinauf gebracht, das wusste sie. Seine Gegenwart war bis in die kleinste Faser ihres geschundenen Leibes gedrungen. Wenn sie die Ohren spitzte, konnte sie ihn hören, wie er weinte und klagte, von dem Gedanken besessen, allein gelassen worden zu sein. Sie rutschte zurück und lehnte sich gegen den kühlen, harten Fels. Sie würde ihn hier erwarten, wenn er zurückkäme, um nach ihr zu sehen, das schwor sie sich.

Lange musste sie sich nicht gedulden. Er erschien, als die Sonne bereits wie ein funkelnder Rubin hinter dem Horizont versank und alles in ihr goldenes Licht tauchte, sodass Bäume, Sträucher, Karibus, einfach alles, was davon berührt wurde in überirdischem Glanz erstrahlte.
Sie spürte, wie er sich um sie schmiegte, ihr leise Trost und Zuspruch zuraunte, aber sie unterbrach ihn mit einer unwirschen Handbewegung. So ein Leben, wenn man überhaupt davon sprechen konnte, wollte sie nicht führen.
Ein letztes Mal besah sie sich den Sonnenuntergang, fing die letzten Strahlen in ihren Augen und verwahrte sie dort sicher für alle Zeit. Dann entschwand der Feuerball ihrem Blick und Dunkelheit senkte sich über das Land.
Der harte, kalte Nordwind trug sie auf seinen farblosen Schwingen über die weite, karge Landschaft, hielt sie an der Hand und lachte mit ihr, während er sie immer höher und höher in den Himmel führte, dorthin, wo die Sterne leben und die Götter ihre Heimstatt haben. Dort oben in eisiger Kälte verstarb ihre menschliche Hülle, die sie bisher eingekerkert hatte, die Fesseln, die dieser Körper ihr angelegt hatte, fielen von ihr ab.
Am Ende blieb nur noch der pure Urinstinkt zurück, die Wildnis verschlang sie und gebar sie als eines ihrer vollkommensten Kinder wieder.
Und in dieser schneidend kalten, arktischen Wüstenei aus Finsternis öffnete eine neue Wendigo ihre allessehenden, leuchtenden Bernsteinaugen.

Er blieb noch einmal stehen, als er an mir vorbeikam. Er hob die Hand zum Abschied, eine prasselnde Fackel, aus der weiße Funken sprühten. Er war nun ganz Flamme geworden, ein Anblick von unvergeßlicher Schönheit. - Die Stadt der träumenden Bücher, Walter Moers

Homunkoloss aber wuchs und wuchs, immer strahlender, ein Geschöpf aus wucherndem Licht, aus dem flüssiges Feuer tropfte. Und nun fing er an zu lachen. Er lachte das raschelnde Lachen des Schattenkönigs, das ich schon lange nicht mehr gehört hatte. - siehe oben

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Beitrag #2 |

RE: Wendigo
Hi Wackelkrakeel,
Wendigos kenne ich nur von Charmed. *lach* Ich bin daher gespannt.

Zitat:Der harte, kalte Nordwind trug sie auf seinen farblosen Schwingen über die weite, karge Landschaft, hielt sie an der Hand und lachte, während sie beide mit eisigen Diamantstimmen ihr Duett über die Ebene hallen ließen.
-- ein schöner Einstieg. Da wir einen Nordwind haben würde "hart" an sich reichen. "Kalt"wird da schon impliziert. Wenn du "kalt" streichst passt das auch besser zu der "weiten, kargen Landschaft", da du nicht zweimal diese doppelte Beschreibung hast.

Zitat:Saphirblaue Seen, deren sonst so spiegelglatte Oberflächen sich zu riesigen Wellenbergen auftürmten, wenn sie beide darüber hinweg fegten, Karibus, die in einem Moment noch friedlich auf sumpfigen Weiden gegrast oder unter knorrigen halbverdorrten Bäumen geruht hatten, im nächsten aber panisch in alle Richtungen flohen, unendliche Kiefern- und Tannenwälder, die unter der Macht des Sturmes ächzten und die Häupter neigten, all das zog unter ihnen entlang, während sie auf die Silhouette des Gebirges am Horizont zustrebten.
-- Dies ein Satz! Da verliert man schnell den Überblick. Mir fällt auf, dass du sehr viele Adjektive hast. So manche davon sind redundant.
Eine Verschmalung würde hier die Stimmung unterstützen.
-- Warum fliehen die Karibus denn vor dem Wind? Wenn er wirklich so stark ist, fände ich es nachvollziehbarer, sie würden sich ins Gebüsch ducken.

Zitat:Ihre Stimme hallte von den höchsten Spitzen der Wolkentürme bis in die tiefsten Tiefen der Unterwelt, prallte von Felswänden ab und verlor sich in der Weite der Einöde, bis sie schließlich ganz verklang.
-- Da sie ein Duett singen, steht im ersten Satz, müsste es "Stimmen hallten" heißen.

Zitat:Die raue, aufgesprungene Rinde in ihrem Rücken ließ sie an ihre aufgeplatzten Lippen denken. Aus den Rissen im Fleisch quoll Blut, die Wunden waren entzündet und eiterten und ständig kamen neue offene Stellen dazu, die das gleiche Schicksal ereilte.
-- Das überrascht mich jetzt, schließlich hat sie eben so freudig gesungen - zumindest war dies der Eindruck, den ich hatte. O_o

Zitat:Sie ging in die Hocke und rupfte etwas von dem Moos aus, das zwischen den Wurzeln wuchs. Vorsichtig tupfte sie sich mit dem Büschel das meiste der Flüssigkeiten vom Mund, bis sich ein kleines Stück davon an der Kante eines Risses verfing. Mit einem spitzen, schmerzerfüllten Schrei schleuderte sie die besudelten Flechten, an denen die abgerissene Haut ihrer Unterlippe hing, weit ins Dickicht hinein. Schmerz, und seltsamer Weise auch Wärme, pulsten durch das jetzt ungeschützt daliegende untere Gewebe und dunkelrotes venöses Blut rann über ihr Kinn, sammelte sich unten an der Spitze und tropfte von dort auf den Grund, wo es langsam versickerte.
-- So anschaulich, da schauderts mich. Ich frage mich, wohin das führt.

Zitat:Sie spuckte aus und taumelte erschrocken zurück, als mehrere Zähne zusammen mit dem Spuckeklumpen auf dem Boden aufkamen. Mit ihrer geröteten und angeschwollenen Zunge fuhr sie über die freigewordenen Flächen, die sich merkwürdig weich und schwammig anfühlten. Das erste Mal seit langem spürte sie, dass Panik und so etwas wie Angst heiß und brodelnd in ihr hinauf stieg.
-- Kann sie mit einer solchen Stimme singen?

Zitat:Sie begann zu rennen, floh vor sich selbst und wusste doch eigentlich, dass es keinen Sinn haben würde. Ein endloser Wettlauf, den sie niemals gewinnen konnte.
-- Woher nimmt sie die Kraft, wenn sie doch gerade noch schwankte.

Zitat:Sie robbte vorwärts bis sie ihr Spiegelbild im Gewässer erkennen konnte.
-- Auch wenn der Fluss träge fließt, dürfe es ihr schwer fallen, sich so detailiert zu sehen.

Zitat:Ihre Knie begannen zu zittern, gaben im feuchten Uferschlamm nach und sie brach an diesem Ort des Grauens zusammen. Langsam schwand auch noch der letzte Tropfen Kraft aus ihrem geschundenen Körper, ihre Lider wurden schwer, bis sie sich schließlich ganz schlossen.
-- Ist ja Horror, was du hier anbietest.

Zitat:Der Nordwind fand seine kleine Freundin an dem Saum eines Baches, wo sie von den Fluten fast komplett umspült in einer Mulde lag. Geschwind fuhr er herab zu ihr, hielt sie an seine flüchtige Gestalt gepresst in Armen und erleichtert stellte er fest, dass ihr winziges Herz noch gegen ihre Rippen hämmerte.
Er schwang sich hinauf in sein Reich, immer darauf bedacht, das Bündel nicht zu lose aber auch nicht zu sehr an sich gedrückt zu halten. Das Moorland unter ihm, das ihr immer eine einzige Freude gewesen war, flog unter ihm hinweg, ein Gemisch aus senfgelb, matschbraun, dunkelgrün, olivgrün und Farben, die sich jedweder Beschreibung entzogen. Aber für diese Schönheit hatte er im Moment keinen Blick übrig. Das Gebirge rief nach ihm, nein, rief sie beide, versicherte seine Hilfe, seinen Schutz und er nahm dieses Angebot nur zu gerne an.
Auf einem Felsvorsprung an den verschneiten Hängen eines Massivs fand er Zuflucht.
Lange Zeit hockte er dort oder heulte zwischen Gipfeln und in Gletscherspalten, um seinem Frust, seiner Verzweiflung Luft zu machen. Er wollte sie nicht gehen lassen, nicht schon wieder alleine sein.
-- Ein schöner Einschub.
"schon wieder allein sein" deutet darauf hin, dass das Mädchen nicht seine erste Gefährtin ist.

Zitat:Dort oben in eisiger Kälte verstarb ihre menschliche Hülle, die sie bisher eingekerkert hatte, die Fesseln, die dieser Körper ihr angelegt hatte, fielen von ihr ab.
-- Ich würde diesen Teil direkt an diesen Teil koppeln:
Zitat: Und in dieser schneidend kalten, arktischen Wüstenei aus Finsternis öffnete eine neue Wendigo ihre allessehenden, leuchtenden Bernsteinaugen.
und den Mittelteil weglassen, da mir dieser "Urinstinkt"-Teil nicht recht gefallen will.

So, also ich habe mal recherchiert und der Wiki-Wendigo will so gar nicht zu der Geschichte passen, die du hier beschreibst. Das ist natürlich etwas problematisch, schließlich beziehst du dich mit dem Titel ja auf einen bestehenden Mythos. Hm.
Davon abgesehen gefällt mir die Idee, dass der Wind sich eine Gefährtin sucht. Etwas verwirrend finde ich ihre frohe Art, wenn sie mit dem Wind fliegt und singt, obwohl sie so leidet und dem Tode nahe ist. Wenn du den Text etwas straffst, und statt der Adjektive etwas mehr Hintergrund einflechtest, würde ich das ebenfalls begrüßen. Zudem finde ich den Teil am Bach zu anschaulich, ist schon fast im Horror-Genre anzusiedeln, dieser Bereich.
Mir hat es also inhaltlich gut gefallen, stilistisch und vom Titel her, würde ich aber noch nachbessern.

LG
Adsartha[/quote]

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

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Beitrag #3 |

RE: Wendigo
Hallo Adsartha,
danke für die vielen Tipps und das Lob! Icon_smile hurra
So, dann will ich mal mit den Erklärungen anfangen:
Zitat: Zitat:Ihre Stimme hallte von den höchsten Spitzen der Wolkentürme bis in die tiefsten Tiefen der Unterwelt, prallte von Felswänden ab und verlor sich in der Weite der Einöde, bis sie schließlich ganz verklang.

-- Da sie ein Duett singen, steht im ersten Satz, müsste es "Stimmen hallten" heißen.
Ich weiß. Ab dieser Stelle geht es wieder aus ihrer Perspektive weiter, ich wusste nur nicht, wie ich den Übergang schreiben sollte. Smiley_emoticons_blush

Zitat: Zitat:Sie begann zu rennen, floh vor sich selbst und wusste doch eigentlich, dass es keinen Sinn haben würde. Ein endloser Wettlauf, den sie niemals gewinnen konnte.

-- Woher nimmt sie die Kraft, wenn sie doch gerade noch schwankte.
Ist mir gerade erst aufgefallen... In der handschriftlichen Version ist noch ein Satz enthalten, der erklärt, dass sie schon seit Ewigkeiten den Boden nicht mehr berührt hat. Mein zweiter Erklärungsansatz wäre, dass Menschen, die in große Bedrängnis geraten (egal welcher Art, meistens mental) unglaubliche Kräfte entwickeln können.

Zitat: Etwas verwirrend finde ich ihre frohe Art, wenn sie mit dem Wind fliegt und singt, obwohl sie so leidet und dem Tode nahe ist.
Der Wind möchte sie glücklich sehen, deshalb fliegt er mit ihr:
Zitat: Das Moorland unter ihm, das ihr immer eine einzige Freude gewesen war, flog unter ihm hinweg, ein Gemisch aus senfgelb, matschbraun, dunkelgrün, olivgrün und Farben, die sich jedweder Beschreibung entzogen.

Die Beschreibung des Wendigos ist, wenn man nach Wikipedia geht, tatsächlich nicht passend. Allerdings hab ich meine Infos von hier und aus dem Buch "Der Monstrumologe und der Fluch des Wendigo", wo dieses Wesen etwas anders beschrieben wird.

Es freut mich, dass dir mein Text gefällt. Ich habe ihn für den diesjährigen Gleimhauswettbewerb verfasst (Thema: "Grenzenlos").

Er blieb noch einmal stehen, als er an mir vorbeikam. Er hob die Hand zum Abschied, eine prasselnde Fackel, aus der weiße Funken sprühten. Er war nun ganz Flamme geworden, ein Anblick von unvergeßlicher Schönheit. - Die Stadt der träumenden Bücher, Walter Moers

Homunkoloss aber wuchs und wuchs, immer strahlender, ein Geschöpf aus wucherndem Licht, aus dem flüssiges Feuer tropfte. Und nun fing er an zu lachen. Er lachte das raschelnde Lachen des Schattenkönigs, das ich schon lange nicht mehr gehört hatte. - siehe oben

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Beitrag #4 |

RE: Wendigo
Hallo Wackelkrakeel!

Schade, dass Athalem wieder ein eingeschlafen ist (was eher an den Fortgegangenen liegt, als an uns, denke ich mal Icon_wink) - aber dann bekommst zu mindest einen Kommentar von mir.

Zitat:Wendigo
Ein wohlklingender Titel der zumindest mein Interesse durchaus weckt. Genug jedenfalls, um erstmal zu googlen, was ein Wendigo eigentlich ist.^^ Die Legende kannte ich jedenfalls noch nicht. Bin mal gespannt, was dieser schöne Titel mit deiner Geschichte zu tun hat.

Zitat:Der harte, kalte Nordwind trug sie auf seinen farblosen Schwingen über die weite, karge Landschaft, hielt sie an der Hand und lachte, während sie beide mit eisigen Diamantstimmen ihr Duett über die Ebene hallen ließen.
Der Einstieg hat etwas mythisches und fast schon surrealistisches. Gefällt mir gut.

Zitat:Sie spuckte aus und taumelte erschrocken zurück, als mehrere Zähne zusammen mit dem Spuckeklumpen auf dem Boden aufkamen. Mit ihrer geröteten und angeschwollenen Zunge fuhr sie über die freigewordenen Flächen, die sich merkwürdig weich und schwammig anfühlten.
Oha, der surrealistische Eindruck verstärkt sich. Bisher reichen die Mosaiksteinchen noch nicht aus, um tiefere Einblicke in den Hintergrund zu bekommen. Aber es scheint, als würde deine Hauptperson vom Mund aus zerfallen - hat was von einem Alptraum vielleicht.

Und dann hab ich den restlichen Text in einem Zug durchgelesen. Dass ich so wenig zum rausschreiben hatte, ist schonmal ein gutes Zeichen, Icon_wink

Handwerkliches:
Ich finde, du hast eine angenehme Art zu schreiben. Einige sehr schöne Bilder und ungewöhnliche Beschreibungen (ich freue mich immer, wenn ich ungewöhnliche Vergleiche bei Beschreibungen finde).
Das Wechselspiel zwischen "ihr" und dem Nordwind stellst du gut über die kursiven und normalen Stellen dar. Deine Beschreibungen sind mir auch nicht zu umfangreich geworden (das ist manchmal ein Problem, wenn man sich in zu vielen Details verliert). Den Zerfall fand ich gut dargestellt (gerade auch über ihre eigene Reaktion auf ihr Spiegelbild). Insgesamt konnte ich deinen Text also sehr gut lesen.

Inhaltliches:
Wie schon gesagt erzeugt die Geschichte bei mir einen sehr surrealistischen Eindruck - wie aus einem Alptraum entsprungen (was zu dem Wiki-Artikel passt, in dem steht, dass man zum Wertigo werden kann, wenn man davon träumt Icon_wink). Insbesondere der rapide Zerfall, der so plötzlich über sie zu kommen scheint, trägt zu diesem Eindruck bei. Und das ist ein guter Eindruck, ich mag es, wenn es in diese Richtung geht.
Auch deine Erklärung, dass der Nordwind sich Gespielinnen sucht, die ihn aber immer wieder verlassen (so hab ich es zumindest verstanden), gefällt mir. Das erweckt das Potential eines ewigen Kreislaufs, in dem immer wieder neue Werigos entstehen. Was mir nicht ganz klar geworden ist, ist ob der Wendigo vom Ende jetzt "sie" in neuer Form ist, oder deine Hauptperson schon die ganze Zeit ein Wendigo war und der Körper da einfach nicht so lange mitmacht und deshalb der Nordwind eine neue erschafft (was eigentlich ein ziemlich cooles Fazit wäre).
Insgesamt beschränkt sich deine Geschichte natürlich auf diesen kleinen roten Faden und kann daher keine richtig spürbare inhaltliche Tiefe erzeugen (die Gedanken über den Wertigo-Kreislauf, die sie auslöst, sind aber ein guter Anfang Icon_smile), aber sie hat mich angesprochen und ist ein gutes Lesehäppchen.
Ich muss Addi allerdings Recht geben, dass es etwas verwirrend ist, dass deine Wendigo nicht so funktionieren, wie die aus den eigentlichen Sagen und Legenden. Andererseits ist es meiner Meinung nach völlig legitim, sich von solchen Sagengestaltungen nur ein bisschen inspirieren zu lassen. Ich denke, eine gewisse Eigenständigkeit finde ich sogar wünschenswert.

Wie hat die Geschichte denn abgeschnitten, wenn man fragen darf?
Jedenfalls gerne gelesen und wenig auszusetzen!

Liebe Grüße
WW

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

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Beitrag #5 |

RE: Wendigo
Erstmal danke für den Kommentar!Icon_smile

Ich muss sagen, dass meine Vorstellung eines Wendigos sehr von einem Roman geprägt ist, in dem sie etwas anders dargestellt werden, als in den Sagen und Legenden. Darum sind die ganzen Abweichungen entstanden.
Eine Art Vorgeschichte zu dieser hier, in der es größtenteils um den Nordwind geht, ist izwischen in Arbeit und vielleicht klärt die ja das ein oder andere Unklare noch auf.Icon_cool

Was den Wettbewerb angeht... Also entweder fand die Jury die Geschichte grottig oder sie haben sich in meiner Altersklasse einfach andere, vielleicht etwas kindlichere Themen, gewünscht.Icon_winkSmiley_emoticons_blushIcon_slash Ich weiß nicht wirklich, wie gut oder schlecht sie angenommen wurde, weil nur die ersten drei Plätze erwähnt wurden.

Liebe Grüße vom Krakeelchen

Er blieb noch einmal stehen, als er an mir vorbeikam. Er hob die Hand zum Abschied, eine prasselnde Fackel, aus der weiße Funken sprühten. Er war nun ganz Flamme geworden, ein Anblick von unvergeßlicher Schönheit. - Die Stadt der träumenden Bücher, Walter Moers

Homunkoloss aber wuchs und wuchs, immer strahlender, ein Geschöpf aus wucherndem Licht, aus dem flüssiges Feuer tropfte. Und nun fing er an zu lachen. Er lachte das raschelnde Lachen des Schattenkönigs, das ich schon lange nicht mehr gehört hatte. - siehe oben

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Beitrag #6 |

RE: Wendigo
Hi wackelkrakeel,

nach längerer Kommentierabstinenz schau ich nochmal Geschichten durch und da du offenbar auf Kommentar auch antwortest (im Gegensatz zu einigen anderen hier), kommst du jetzt dran *fies grins* - nein, keine Sorge, ich beiße nicht *lach*
[Nachtrag: hab’s grad gesehen: Magst du nicht auch unter »Die Welt über der Welt« kurz auf die Kommentare antworten? Ist schon eine Weile her, aber schreib doch kurz ein Danke drunter, das schaut halt sonst für Kommentatoren komisch aus, wenn keine Rückmeldung kommt]

Ich kommentiere hier direkt beim ersten Durchlesen, was mir grad alles so in den Kopf kommt, so dass es passieren kann, dass sich einige Fragen oder Verwirrungen meinerseits gegen Ende auch schon wieder gelöst haben. Das nur als Vorwarnung.

Und dann fang ich mal direkt mit der Textarbeit an:

Titel – Über den Wendigo hab ich schon fiese Sachen gelesen, hab aber grade kein genaues Bild vor Augen. Auf jeden Fall ist es irgendwas Bestienmäßiges, mit Menschenfressen und so. Das klingt ja schonmal vielversprechend Icon_ugly

Zitat: Der harte, kalte Nordwind trug sie auf seinen farblosen Schwingen über die weite, karge Landschaft, hielt sie an der Hand und lachte, während sie beide mit eisigen Diamantstimmen ihr Duett über die Ebene hallen ließen.
Ich weiß nicht, ob ich empfindlicher geworden bin, was Adjektive betrifft – ich hielt mich selbst immer für recht tolerant, aber im Moment stechen sie mir immer direkt ins Auge. Gerade dadurch, dass gleich zwei Wörter zwei Adjektive haben, fällt es doch auf. Und vielleicht auch, weil es der erste Satz ist, den ich oft ein bisschen kritischer ins Auge fasse, weil es eben der erste Satz ist.
Er muss für mich nicht perfekt sein, aber er sollte eben auch nicht negativ auffallen.
Inhaltlich finde ich es hier schön, ein bisschen Landschaft, Stimmung, aber auch direkt handelnde Personen. Bzw. handelnden Irgendwasse Mrgreen
»Sie« hat leider keinen Namen, das stört mich immer enorm. Wenn am Ende klar wird, dass es einen Grund gibt, warum sie keinen Namen hat, bin ich wieder besänftigt, aber für den ersten Eindruck ist es eben erstmal schlecht. »Sie« ist so distanziert, so fern. In den meisten Geschichten sitzt man inzwischen ja doch im Kopf der Hauptperson, in dem ja auch der Name vorhanden sein sollte. Warum also verschweigst du ihn mir?
Wegen der Adjektive: Ich würde »kalt« streichen (Nordwind impliziert das schon und mit den »eisigen« Diamantstimmen greifst du die Temperatur auch auf); dann würde ich »weit« streichen, weil das mMn im »karg« schon mitschwingt und auch später durch die »Ebene« bestätigt wird; außerdem würde ich »farblos« streichen, weil es eben der Wind ist und Wind ist ja unsichtbar – also selbst wenn seine Schwingen rosa wären, würde man sie nicht sehen.

Zitat: wenn sie beide darüber hinweg fegten
»hinwegfegten«

Zitat: Karibus, die in einem Moment noch friedlich auf sumpfigen Weiden gegrast oder unter knorrigen halbverdorrten Bäumen geruht hatten, im nächsten aber panisch in alle Richtungen flohen
Hier würde ich auf das Plusquamperfekt verzichten: »Weiden grasten oder unter … Bäumen ruhten, im nächsten …«
Zwar haben die Karibus natürlich VOR dem Fliehen gegrast und geruht, aber das wiederum bezieht sich zeitlich beides auf den Zeitpunkt des Drüberfliegens. Also während die beiden über die Karibus fliegen, grasen diese zunächst noch und fliehen dann panisch. Daher zeitgleich. Das Grasen war ja noch nicht abgeschlossen, als das Drüberfliegen begann.
(Ich hasse es, sowas zu erklären, aber ich will nicht immer mein Bauchgefühl vorschicken *lach*)
Das Plusquamperfekt ist hier wahrscheinlich nicht falsch, aber allgemein ist man als Autor ja froh, wenn man es nicht braucht, weil es sich nicht schön liest.

Zitat: Ihre Stimme hallte von den höchsten Spitzen der Wolkentürme bis in die tiefsten Tiefen der Unterwelt, prallte von Felswänden ab und verlor sich in der Weite der Einöde, bis sie schließlich ganz verklang.
Bisher finde ich das Bild sehr stimmungsvoll und auch die Beschreibung gelungen. Deshalb hier nur eine kleine Frage: Warum ist die Stimme hier im Singular? Eben war es noch ein Duett.

Zitat: Wie in Zeitlupe tat sie ein paar Schritte, schwankte mal hierhin, mal dorthin, wie ein Rehkitz kurz nach der Geburt.
*lach* schon bei »Zeitlupe« zuckte meine Maus vor, um den Satz zu markieren, aber ich will weniger pingelig sein und habe mich deshalb zurückgehalten. Aber jetzt steht er doch hier. Wegen des doppelten Bildes. Und weil ich das Rehkitz viel passender und stimmiger finde als die Zeitlupe (vor allem, weil diese aus dem Fernsehzeitalter ist und deshalb nicht in dein wunderschön naturverbundenes Setting passt), plädiere ich dafür, die Zeitlupe zu streichen.
»Wie ein Rehkitz kurz nach der Geburt tat sie in paar Schritte, schwankte mal hierhin und mal dorthin.«
Es reicht ja völlig, wenn du ihre Bewegungen mit einem Vergleich umschreibst.

Zitat: Die raue, aufgesprungene Rinde in ihrem Rücken ließ sie an ihre aufgeplatzten Lippen denken. Aus den Rissen im Fleisch quoll Blut, die Wunden waren entzündet und eiterten und ständig kamen neue offene Stellen dazu, die das gleiche Schicksal ereilte.
urgs? die Wunden an ihren Lippen eitern? Und wieso kommen da aus dem Nichts dauernd neue Wunden dazu? Und mit so einem Mund hat sie noch Lust, zu singen?
Durch den idyllischen Einstieg hast du mich hier eiskalt erwischt mit den ekligen Lippen *schauder*
Nur das »ständig kamen neue offene Stellen dazu«, das irritiert mich auch nach dem ersten Schockmoment noch. So viel Fläche ist da an den Lippen ja nicht, dass da »ständig« noch was mehr kaputt gehen kann. Den Mehrwert für die Geschichte erkenn ich so im näheren Umfeld auch nicht, ob sie nun einfach schon einen kaputten Mund hat oder ob da noch Wunden dazukommen, deshalb würd ich es (für meinen Geschmack) rausnehmen. Also nur:
»Aus den Rissen im Fleisch quoll Blut und die Wunden waren entzündet und eiterten.«

Zitat: Vorsichtig tupfte sie sich mit dem Büschel das meiste der Flüssigkeiten vom Mund, bis sich ein kleines Stück davon an der Kante eines Risses verfing. Mit einem spitzen, schmerzerfüllten Schrei schleuderte sie die besudelten Flechten, an denen die abgerissene Haut ihrer Unterlippe hing, weit ins Dickicht hinein.
Boah, das ist so eklig. Und so fies versteckt hinter diesem malerischen Anfang.

Zitat: und dunkelrotes venöses Blut rann über ihr Kinn,
Ist es nicht immer so, dass venöses Blut dunkel ist und arterielles hell? Da »venös« auch arg medizinisch klingt, würd ich eher nur schreiben: »und dunkelrotes Blut«

Zitat: Das erste Mal seit langem spürte sie, dass Panik und so etwas wie Angst heiß und brodelnd in ihr hinauf stieg.
Ich bin da selbst nicht so hinterher, aber allgemein heißt es, dass man »dass«-Sätze eher vermeiden sollte. Hier bietet sich das richtig an, weil es kaum Änderung bedarf:
»Das erste Mal seit langem spürte sie Panik und so etwas wie Angst heiß und brodelnd in sich aufsteigen.«
Wenn dus nicht ändern willst, muss trotzdem das Verb in Plural (weil es ja Panik UND Angst sind), und das »hin« ist vielleicht nicht falsch aber auf jeden Fall seltsam klingend, also:
»in ihr aufstiegen«

Zitat: und wusste doch eigentlich, dass es keinen Sinn haben würde.
»eigentlich« würde ich auf jeden Fall streichen. Das Wort ist meistens sinnlos und überflüssig.
außerdem tendiere ich zu »keinen Sinn hatte«, denn es hat ja schon während des Weglaufens keinen Sinn, also ganz ohne Konjunktiv.

Zitat: begleitet von derselben Wärmeempfindung, die sie schon bei ihrer Unterlippe gefühlt hatte.
»Wärmeempfindung« liest sich hier sehr sperrig und stoppt dadurch den Lesefluss. Warum nicht einfach »von derselben Wärme«?

Zitat: Sie robbte vorwärts bis sie ihr Spiegelbild im Gewässer erkennen konnte.
Komma zwischen »vorwärts, bis«

Zitat: Aschfahle, trockene Pergamenthaut spannte sich über herausstehende Knochen, eingesunkene Augen saßen in dunklen Höhlen, eingefallene Wangen, eingerahmt von sprödem, schmutzigblondem Haar, das ihr einst wallend und glänzend über die Schultern gefallen war. Komplettiert wurde das abstoßende Gesamtkunstwerk von grotesk roten Lippen und riesigen, wässrigen Augen, die in einem ungesunden bernsteingelb erstrahlten.
Hui, Jahrestreffen der Adjektive *lach* Keine Sorge, ich sehe ein, dass Aussehensbeschreibung ein guter Grund ist, sie gehäuft zu verwenden, aber ich mach trotzdem mal Vorschläge, welche so alle in meinen Augen überflüssig sind:
»trockene« ist für mich in »Pergamenthaut« schon drin, weil Pergament und trocken einfach zusammengehören.
»herausstehende« könnte weg, da zu viel des Guten: Knochen, über die sich Haut spannt, sind von Natur aus deutlich sichtbar, sonst würde sich die Haut ja nicht über Knochen spannen sondern über das Fleisch dazwischen.
»saßen« ist zwar kein Adjektiv, würde ich aber durch »lagen« ersetzen. Wobei das mit den Augen problematisch ist, denn einerseits sind sie in dunklen Höhlen, andererseits sind sie »riesig«; dann sind sie »wässrig«, »erstrahlen« aber. Da würd ich eventuell die Augen aus dem ersten Teil rausnehmen.
Problematisch ist auch, dass die Haut sich einerseits spannt, die »Wangen« dann aber »eingefallen« sind. Ich glaub, du hast hier einfach zu viele Details drin.
Beim Haar würde ich auf »schmutzigblond« verzichten und auf »wallend«, weil das schon bissl in dem »über die Schulter fallen« drin ist. Um die Haarfarbe reinzubekommen, könnte man das zusammenziehen: »eingerahmt von sprödem Haar, das ihr einst wie Gold über die Schultern geflossen war« oder sowas vielleicht. Ist aber natürlich Geschmackssache.
Zusammengefasst:
»Aschfahle Pergamenthaut spannte sich über eingefallene Wangen, eingerahmt von sprödem Haar, das ihr eins wie Gold über die Schultern geflossen war.«
Dazu würde ich den ersten Satz zusammendampfen. Da würde dann »Komplettiert« nicht mehr so gut reinpassen, weil es eben nur eine kurze Beschreibung ist.
Ja, dann bei den Augen würde ich das »wässrige« wegnehmen, oder sie nicht »erstrahlen« lassen. Wobei ich sie so oder so nicht erstrahlen lassen würde, weil das nach Lebendigkeit klingt, aber »ungesundes Bernsteingelb« eher nach dem Gegenteil.
Und ob die Lippen wirklich noch rot sind? Wenn da überall alles wässert und eitert?
»Bernsteingelb« wird großgeschrieben
Oh, und ich würde nur »Kunstwerk« schreiben. Das »Gesamt« ist irgendwie überflüssig.

Zitat: Eine dicke Schicht aus Staub, Schlamm und Erde bedeckte das Ganze wie ein Make-Up, das sich ein Kind bei seinen ersten Schminkversuchen aufträgt.
Ich frag nur ungern, aber wie kann man unter der dicken Schicht aus Dreck überhaupt die aschfahle, trockene Haut und deren spannen über die Knochen und die eingefallenen Wangen sehen? Icon_ugly
»Make-Up« - da klingelt mein Fantasy-Nerv. Selbst wenn es in der realen Welt in der Jetztzeit spielt, empfinde ich solche Begriffe in diesem Setting störend.
Als Synonym fällt mir allerdings nur Schminke ein, was sich dann mit dem Schminkversuch beißen würde. Hm … Trotzdem ein Vorschlag:
»bedeckte das Ganze wie Schminke, die sich ein Kind voller Begeisterung zu dick aufgetragen hatte.« zum Beispiel. Da müsste man dann nur das »dicke« vor der »Schicht« streichen.
Aber ist natürlich Geschmackssache. Ich will nur nicht meckern und dann keine Alternative nennen Icon_wink
Allerdings, wenn du beim Make-up bleibst, dann bitte das »u« klein, nicht groß.

Zitat:  und zogen zartrosa Striemen über die Hügel und Täler, die sich dort gebildet hatten.
Huh? Eben war es noch gespannte Haut, wo kommen da jetzt die Hügel und Täler her? Und wieso zartrosa Striemen, wenn da so dick Dreck und Matsch drauf ist? Da fehlt mir irgendwie entweder der Schritt, wo auch der Dreck abbröselt, oder der, wo sich Hügel und Täler bilden, so dass sie irgendwie an ihre Haut drankommt.

Zitat: Vorsichtig trat sie ein paar Schritte zurück…
Leerzeichen vor den Auslassungspunkten.
Ich hab sie da kniend am Fluss vor Augen, wie kann sie da ein paar Schritte zurücktreten? Dafür müsste sie ja erst aufstehen. Und warum die Schritte zurück, warum vorsichtig? Im nächsten Satz klingt es so, als wären diese Schritte zurück der Grund dafür, dass sie ihr Spiegelbild wieder sieht, weil du schreibst: »was sie erblicken musste«, aber der Grund dürfte ja das wieder ruhiger werdende Wasser sein.

Zitat: gewesen war, klafften zwei riesigen Krater.
»riesige«
Ein Adjektiv, über das man streiten könnte. Weil »riesig« immer so eine Relationssache ist. Und weil »klaffen« schon vermittelt, dass es keine kleinen Wunden sind, sondern eher große.

Zitat: an dem Saum eines Baches, wo sie von den Fluten fast komplett umspült in einer Mulde lag. 
Hehe – ich glaub, das ist so ne Sache, die nur mich »stört«, aber bei Bächen bin ich sensibel. Das passt einfach nicht mit »Fluten« zusammen, finde ich. Da, wo ich herkomme, ist ein Bach was kleines, in dem man fast nicht ertrinken kann. Wenn nun die Frau am Rand des Baches liegt und selbst dort noch von seinen Fluten fast komplett umspült wird, ist das für meine Verhältnisse eindeutig ein Fluss. Denn in einem Bach müsste sie schon komplett drin liegen, um überhaupt umspült zu werden. Und dann wäre der Bach auch voll Mrgreen
Ich bin aber recht sicher, dass ich einfach eine falsche Vorstellung von Bächen habe, weil dort, wo ich herkomme, schon ein drei Meter breiter Wasserlauf als »Fluss« gilt *hust*

Zitat: das Bündel nicht zu lose aber auch nicht zu sehr an sich gedrückt zu halten.
Komma zwischen »lose, aber«

Zitat: Das Moorland unter ihm, das ihr immer eine einzige Freude gewesen war, flog unter ihm hinweg, ein Gemisch aus senfgelb, matschbraun, dunkelgrün, olivgrün
die Doppelung ließe sich leicht umgehen, wenn du das erste »unter ihm« einfach streichst.
Bei den Farben bin ich mir ziemlich sicher, dass sie großgeschrieben werden, weil sie ja nicht adjektivisch gebraucht werden sondern in ihrer Eigenschaft als Farben, also als Substantive.

Zitat: wie ein funkelnder Rubin hinter dem Horizont versank und alles in ihr goldenes Licht tauchte
Wenn die Sonne ein funkelnder Rubin ist, sollte ihr Licht aber rot sein und nicht golden. Rote Sonne, rotes Licht.

Zitat: einfach alles, was davon berührt wurde in überirdischem Glanz erstrahlte.
Komma zwischen »wurde, in«

Zitat: Ein letztes Mal besah sie sich den Sonnenuntergang
»besah« will hier für mich nicht so recht passen. Das klingt so kühl und distanziert. Ich würde »betrachtete« vorziehen, das klingt näher, finde ich.

Zitat: Der harte, kalte Nordwind trug sie auf seinen farblosen Schwingen über die weite, karge Landschaft,
Falls du im ersten Satz ein paar Adjektive streichst, hier natürlich auch.

Zitat: öffnete eine neue Wendigo ihre allessehenden, leuchtenden Bernsteinaugen.
»allsehenden« würde ich schreiben, ist geläufiger, liest sich besser und ich bin unsicher, ob das Wort »allessehende« überhaupt existiert oder nicht »Alles sehende« geschrieben werden müsste.

Hm … schade, dass es nicht tatsächlich um einen Wendigo gegangen ist. Den Titel finde ich daher irreführend. Wenn ich mich recht entsinne, geht es beim Wendigo ums Menschenfressen, das klingt hier ja überhaupt nicht an.
Abgesehen davon finde ich die Szenerie gut geschrieben, sehr anschaulich und eklig, angenehm fehlerfrei und flüssig zu lesen. Aber was genau es jetzt mit dem Wendigo zu tun hat … Oder hab ich da grade das absolut falsche Vieh im Kopf? *mal flott nachlesen geh*
Ja nee, der Wendigo, zu dem man wird, wenn man Menschenfleisch isst und dann Jagd auf Menschen macht. Eisherz, das man schmelzen muss, um den Wendigo zu töten …
Wenn du dich tatsächlich auf diesen Wendigo beziehst, hätte ich es schön gefunden, wenn da irgendwie eine Andeutung drin gewesen wäre, warum die Frau sich verwandelt.

Ohne diese Erwartungshaltung hätte mich die Geschichte wahrscheinlich noch besser überzeugen können. Das ist leider der Nachteil, wenn man bekannte Begriffe verwendet, dass dann ein Leser eine Vorstellung schon im Kopf hat und man da rasch danebengreift. Ich meine, im letzten Satz hätte die Namenlose auch zum Vampir, zur Banshee oder zum Chupacabra werden können, ohne dass es die Geschichte oder ihre Aussage verändert hätte. Finde ich zumindest.
Ich ärgere mich selbst darüber, dass ich da so viele Gedanken für aufwende, weil mir die Geschichte eigentlich gut gefallen hat und ich auch nicht wirklich was auszusetzen habe (abgesehen von den ganzen Kleinkrittel-Anmerkungen Icon_wink ) - aber das mit dem Wendigo beschäftigt mich, nagt an mir.
Also wenn es dir wichtig ist, dass sie genau zum Wendigo wird, dann würde ich persönlich dazu raten, noch ein bisschen was Wendigo-spezifisches einzubauen. Oder vielleicht eine Bezeichnung dafür zu verwenden, die nicht so geläufig ist. Weil es im Endeffekt keinen Unterschied macht, ob du dem Leser einen bekannten Begriff am Ende gibst, mit dem der Leser aber etwas anderes assoziiert, oder ob du einen erfundenen oder unbekannten Begriff verwendest. Außer eben, dass es keine enttäuschten Erwartungen gibt, wenn du nicht den bekannten Begriff wählst.
Allerdings ist es am Ende auch bissl enttäuschend, wenn da dann ein Satz daherkommt, der nach Auflösung klingt, aber dem Leser doch nix sagt. Also so von wegen:
»Sie war zu einem Kokodjo geworden« und der Leser denkt sich nur »Hä, zu einem wat?« …
Hm, schwierig. Also für mich war die Benennung des Wendigos eher negativ, wegen nicht erfüllter Erwartungen, was schade ist, weil ohne das die Geschichte einen eher positiven Eindruck hinterlassen hätte.

Egal, das sind meine Eindrücke dazu, mach damit, was du willst Mrgreen
Vom Schreiberischen her hat es mir gefallen, ich bereu es nicht, ein bisschen Zeit damit verbracht zu haben und du hast mich gut unterhalten, so fern man bei zerfallenden Gesichtern von guter Unterhaltung sprechen kann. Trotz Wendigo-Verwirrung gerne gelesen Icon_wink

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #7 |

RE: Wendigo
Hey LannaWave,

erstmal danke und OH MEIN GOTT so viel Kommentar zum Lesen...Icon_shocked
Ich denke, dass ich viele deiner Tipps noch umsetzen werde, bevor ich die Geschichte mal zu einem Verlag schicke. Es ist wie mit einer Klassenarbeit: Während man noch ein letztes Mal alles auf Fehler kontrolliert, fällt einem nichts auf, aber sobald man sie wieder hat und alles Falsche unterstrichen sieht, kommt es einem total hirnlos vor. Vielen Dank für das Draufhinweisen! Das geht an alle!

Was die Wendigo-Sache angeht: Wie gesagt, ich habe zuerst einen Roman gelesen, in dem die Wendigowak etwas anders dargestellt wurden, als in den Legenden und Sagen oder auf Wikipedia. Darum ist mein Bild von ihnen etwas anders als zum Beispiel deins.

Ich muss mal ganz ehrlich sagen, ich freu mich, dass alle, die einen Kommentar hinterlassen haben, meinen, vom Schreiberischen her wäre sie gar nicht so schlechtSmiley_emoticons_blush Das baut einen richtig wieder aufIcon_jumpmusichurra

Liebe Grüße
vom
Krakeelchencookie

Er blieb noch einmal stehen, als er an mir vorbeikam. Er hob die Hand zum Abschied, eine prasselnde Fackel, aus der weiße Funken sprühten. Er war nun ganz Flamme geworden, ein Anblick von unvergeßlicher Schönheit. - Die Stadt der träumenden Bücher, Walter Moers

Homunkoloss aber wuchs und wuchs, immer strahlender, ein Geschöpf aus wucherndem Licht, aus dem flüssiges Feuer tropfte. Und nun fing er an zu lachen. Er lachte das raschelnde Lachen des Schattenkönigs, das ich schon lange nicht mehr gehört hatte. - siehe oben

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Beitrag #8 |

RE: Wendigo
Liebe Krakeelchen,

zu allererst, du bist 13, richtig?
Dafür ist dein Text sehr erwachsen und du bist dir in deiner Sprache sehr sicher!- Das ist bemerkenswert! Icon_smile Icon_cool

Ich will mich kurz fassen, auch weil bereits sehr viel zu deinem Text gesagt wurde und ich mich sonst nur noch wiederholen würde.

Trotzdem will ich hinzufügen, dass mir sehr gefiel wie du mit Wortbildern spielst!
z.B :
Zitat:Ihre Stimme hallte von den höchsten Spitzen der Wolkentürme bis in die tiefsten Tiefen der Unterwelt, prallte von Felswänden ab und verlor sich in der Weite der Einöde, bis sie schließlich ganz verklang.
Diese Stelle ist super geschrieben! Icon_cuinlove

Ich möchte an dieser Stelle gar nicht auf Feinheiten eingehen, denn jeder macht Fehler, (und Kritik ist da, um daraus zu lernen und sie ist auch wichtig, gar keine Frage! ) aber ich will nicht jedes Haar aus der Suppe ziehen.

An manchen Stellen wirkt deine Sprache jedoch ein bisschen aufgesetzt, so, als wolltest du es unbedingt schaffen eine gute Formulierung hin zu bekommen. Icon_confused
(Was den Lesefluss aber nicht wirklich beeinträchtigt.)

Ich finde die Beziehung zwischen dem Nordwind und seinen Gespielinnen sehr spannend und es ist interessant sich damit auseinander zu setzen. Icon_wink

Alles in allem liest sich dein Text angenehm fehlerfrei! Pro

Hat Spaß gemacht ihn zu lesen! Pro

Lg Fleur


Sie mag rosenbekränzt
Mit dem Lilienstengel
Blumentäler betreten,
Sommervögeln gebieten
Und leichtnährenden Tau
Mit Bienenlippen
Von Blüten saugen
, --- von Goethe

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Beitrag #9 |

RE: Wendigo
Moinsen Fleur,

ja, ich bin momentan noch 13. Danke für das Lob!Smiley_emoticons_blushhurra

Ansonsten... joa, das meiste wurde schon in den vorherigen Kommentaren erklärt, also hast du recht, es gibt nicht mehr viel zu sagen.
Na dann, trotzdem vielen lieben Dank für den Kommentar!hurra

Liebe Grüße
vom
Krakeelchencookie

Er blieb noch einmal stehen, als er an mir vorbeikam. Er hob die Hand zum Abschied, eine prasselnde Fackel, aus der weiße Funken sprühten. Er war nun ganz Flamme geworden, ein Anblick von unvergeßlicher Schönheit. - Die Stadt der träumenden Bücher, Walter Moers

Homunkoloss aber wuchs und wuchs, immer strahlender, ein Geschöpf aus wucherndem Licht, aus dem flüssiges Feuer tropfte. Und nun fing er an zu lachen. Er lachte das raschelnde Lachen des Schattenkönigs, das ich schon lange nicht mehr gehört hatte. - siehe oben

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Beitrag #10 |

RE: Wendigo
Hallo wackelkrakeel, 

Lustiger Nick  Icon_smile . 

Deine Geschichte. ist der absolute Hammer! Die Beschreibungen der Landschaft hat mich total in den Bann gezogen. Ich konnte mir alles bildlich vorstellen wie in einem Film.

Zitat:aphirblaue Seen, deren sonst so spiegelglatte Oberflächen sich zu riesigen Wellenbergen auftürmten, wenn sie beide darüber hinweg fegten, Karibus, die in einem Moment noch friedlich auf sumpfigen Weiden gegrast oder unter knorrigen halbverdorrten Bäumen geruht hatten, im nächsten aber panisch in alle Richtungen flohen, unendliche Kiefern- und Tannenwälder, die unter der Macht des Sturmes ächzten und die Häupter neigten, all das zog unter ihnen entlang, während sie auf die Silhouette des Gebirges am Horizont zustrebten.
Hinter fegten einen Punkt und dann Absatz, da die Karibus ja lebendige Tiere sind und nicht nur Landschaft. Fängt aber schon toll an 

Zitat: Aus den Rissen im Fleisch quoll Blut, die Wunden waren entzündet und eiterten und ständig kamen neue offene Stellen dazu, die das gleiche Schicksal ereilte.
Das klingt aber düster


Gibt nicht viel zu meckern. hat mir gefallen und ich hoffe, dass ich mehr von dir lese 

Gruß Persephone

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



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