Es ist: 15-11-2019, 22:20
Es ist: 15-11-2019, 22:20 Hallo, Gast! (Registrieren)


Im Schatten des Mondes - Kapitel 04
Beitrag #1 |

Im Schatten des Mondes - Kapitel 04
Verzeichnis

Kapitel 01
Kapitel 02
Kapitel 03
Kapitel 04

Kapitel 4 – Schatten der Luftschlacht


Ich spürte den Boden beben und sah den Rauch am Horizont. Ich konnte Trommeln hören. Die Orks waren nah. Ich hatte gerade die letzte Besprechung mit meinen Lords hinter mir. Ich selbst, die restlichen Adeligen und die Reichshelden würden anfangs auf dem Luftschiff bleiben, während unsere Fußsoldaten unten den grünen Ansturm erdulden mussten. Je nach Verlauf der Schlacht würde ich dann entscheiden, wer wann einzugreifen hatte.
„Sir Jason Crage?“ ich drehte mich um. Vor mir kniete eine mit roten Streifen überzogene, goldverzierte Silberrüstung, die trotz Kniefall noch größer war als ich. Cor De Maizier, auch „Das Bollwerk“ genannt, war wie immer eine eindrucksvolle Erscheinung. Niemand wusste, was in dem Stahlkoloss steckte, und ob überhaupt ein Körper in der Rüstung war.
„Habe soeben meine Anweisungen erhalten. Ich möchte einen Änderungsvorschlag einbringen. Ich verstehe, dass euer Plan darin besteht, keine wichtigen Männer beim ersten Ansturm an etwaige Überraschungen zu verlieren, sondern erst ein paar Fußsoldaten zu opfern, und dann die mächtigen Kämpfer geschickt zu platzieren. Ich bitte aufgrund meiner besonderen Eigenschaften darum, mit den Fußsoldaten zusammen die erste Front bilden zu dürfen.“ Mit diesen besonderen Eigenschaften meinte er drei Dinge. Die Rüstung, die ihn vor sämtlichen Überraschungen beschützen dürfte, die gigantische Stachelkeule, die ihrerseits für Überraschungen bei seinen Gegnern sorgen dürfte und eine bestimmte Art von Zauberei, die dafür sorgte, dass er auf einem Schlachtfeld eigentlich unbesiegbar war.
„Wenn du dabei stirbst, bist du selbst schuld.“ natürlich konnte ich ihn in seiner Rüstung nicht grinsen sehen, aber irgendetwas an der Art wie er sich erhob und ging, gab mir das Gefühl, dass seine Mundwinkel gerade sehr weit voneinander entfernt waren.
Hinter ihm bauten die Soldaten ihre Zelte ab, während neben uns das Luftschiff landete. Mittlerweile hatten sich alle hier versammelt, die es betreten sollten. Die Magier sammelten sich immer in Gruppen, die man leicht an der Farbe ihrer Mäntel erkennen konnte. Wir hatten nur Feuer- Luft- und Erdmagier, und nur die ersten beiden Sorten würden vom Schiff aus kämpfen. Einer der adeligen Idioten war tatsächlich auf die Idee gekommen, Erdmagier mit auf das Schiff zu schicken. Sohn eines hohen Lords, der komplett ohne taktische Fähigkeiten und Kampferfahrung in diese Position gekommen war. Zum Glück hatte ich hier das sagen und konnte derartige Kommandos widerrufen.
Ich erkannte einige der Windmagier, denn eines der Kloster in denen diese Sorte von Magie gelehrt wurde war im Besitz meiner Familie. Ich grüßte einen Mann namens Albert, der für seine unglaublich destruktiven Techniken bekannt war und betrat dann als erster das Schiff.
Wenn man oben auf dem Deck stand, sah es aus wie ein normales Schiff, aber wenn man an der Reling hinunter sah, fiel einem auf, dass es gerade nach unten ging, anstatt immer schmäler zu werden. Die Form erinnerte irgendwie an ein Fass. Es hatte fünf Stockwerke, dadurch war es gerade hoch genug um die vier Kristalle komplett aufnehmen zu können, die es in der Luft hielten. Sie waren von außen nicht sichtbar, aber ich wusste, dass sie im Bauch des Schiffs verankert waren, diese mysteriösen Steine, die schwebten, wenn man sie mit Mana versorgte.
Nachdem jeder an Bord war, der an Bord zu sein hatte, hoben wir ab und schwebten über die große Fläche, auf der unser Heer auf den Feind wartete. Langsam strömten auch die ersten Grünhäuter aus dem Felslabyrinth, das am anderen Ende des Schlachtfelds begann. Einige Orks ritten auf Wargen, auch Schreckenswölfe genannt. Die Biester wurden so groß wie ein Pferd, nur dass sie dabei auch noch blutrünstig waren und giftige Krallen hatten. Angeblich enden zwei von drei Versuchen, ein solches Vieh zu zähmen, tödlich. Auch andere Reittiere waren zu sehen, darunter auch ein Mantikor. Über ihnen flog ein ganzer Schwarm von Wyvern mit grünen Reitern im Sattel. Widerliche Biester. Sie sahen aus, als hätte jemand einer überdimensionalen Schlange obendrein noch zwei ledrige Flügel und ein kurzes Paar Beine gegeben. In der Mitte des Schwarms allerdings sah ich noch etwas Anderes fliegen. Was immer es war, es hatte entfernt Ähnlichkeit mit den Wyvern, war aber viel größer und schwarz, statt hellgrün. Eine beunruhigende Aura ging von der Kreatur aus. Albert kam auf mich zu.
„Sir Crage, wir sollten die magischen Schilde des Schiffs verstärken.“ Mir schwante Böses, zumal Albert wissen musste, dass die Schilde natürlich voll aufgeladen waren, für so eine große Schlacht.
„Wenn du verstärken sagst, meinst du damit dass wir neue Barrieren hinzufügen sollten?“ Mein Verdacht wurde bestätigt.
„In der Tat, Sir. Bei der schwarzen Kreatur, von der Malak’Kathur dort zweifelsohne getragen wird, handelt es sich um einen Dämon. Einen Dämon von beachtlicher Macht, wenn ich das hinzufügen dürfte. Seine Aura gibt mir auf diese Entfernung eine Gänsehaut.“ Aus mehreren Gründen war diese Information beunruhigend für mich. Erstens hatte das Schiff keine Schilde gegen Dämonen. Man denkt normalerweise an alles Mögliche. Feuer, Pfeile, Zauberei, Schamanismus, allgemeines Wetter und bösartige Kreaturen konnten dem Schiff eigentlich kaum etwas anhaben. Aber mit Dämonen rechnet man nie. Zweitens war Albert für seine Zeit als Dämonenjäger bekannt. Wenn sogar ihm vor Malak’Kathurs Kreatur grauste, dann war wirklich Vorsicht geboten. Der dritte Punkt war nur ein Verdacht, aber ich besprach ihn lieber gleich mit Albert.
„Malak’Kathur ist tiefzwergisch und bedeutet so viel wie ‚Meister der Schatten‘…“ mehr musste ich gar nicht sagen, er wusste sofort worauf ich hinaus wollte.
„Ihr meint, dass er sich den Namen verdient haben könnte? In dem Fall wird mein Wissen über Dämonen uns nicht viel weiterhelfen, denn sobald sie zu einem Schatten werden entwickeln sie neue Fähigkeiten und Kampfmethoden.“
„Ich muss nur wissen, wie ich es töten kann.“
„Auch das ist bei einem Schatten sehr schwer zu sagen. Wenn ein Dämon zum Schatten wird, teilt sich seine Substanz in die ursprüngliche Seele auf, die das Wesen hatte, das zum Dämon wurde und in all die aufgenommenen armen Seelen, die dann die Kontrolle über den Körper übernehmen. Die abgestoßene Ur-Seele wird zu einem rot glühenden Klumpen Substanz, den man als Kern bezeichnet. Obwohl der Rest des Dämons den Kern hasst, wird er trotzdem davon zusammengehalten.“
„Ich muss also nur den Kern töten. Wo finde ich den?“
„Ich weiß nicht, ob das immer so ist, aber als wir damals gegen König Aghanos kämpften hatte er einen roten pulsierenden Teil Substanz an der Stelle, wo als Mensch sein Herz war. Sofern dieser Bastard je ein Herz besaß… Jedenfalls endete der Kampf damit, dass euer Vater diesen Kern zerfetzte. Vielleicht hat diese Kreatur ihren Kern auch im Brustkorb.“
„Was ist passiert, als ihr Aghanos besiegt habt?“
„Er löste sich auf. Wie schwarzer Nebel verschwand seine Substanz mit dem Wind.“
Mittlerweile hatten sich beide Armeen vollständig positioniert. Während die Magier zahlreiche Dämonenschilde aufbauten bereitete sich jeder andere mental auf die Schlacht vor. Für einen kurzen Moment waren sogar die Orks still. Dann hörte man wildes Grunzen und Stampfen. Die Schamanen waren dabei, die Bannsiegel zu öffnen, die die Ketten der Trolle verschlossen hielten, die an der Front der Grünen standen.
Ich hatte mich schon die ganze Zeit gefragt, was das sollte. Trolle waren nicht dafür bekannt, dass sie lieber magere Menschen fraßen als saftige Orks. Eher für ihre grenzenlose Dummheit und die Angewohnheit, allem in ihrer Reichweite den Schädel einzuschlagen. Einer der Hauptgründe, warum sie Einzelgänger waren.
Immerhin schienen diese Exemplare schlau genug zu sein, die Absicht der Schamanen zu erkennen, denn sie wurden unruhig. Schon sah ich wie sich ihre hungrigen wilden Augen auf die Orks richteten, als plötzlich Malak’Kathurs Stimme über das Schlachtfeld tönte. Er brüllte nur ein paar kurze, Grunzlauten ähnelnde Worte, die anscheinend eine verständliche Botschaft für die Trolle beinhalteten, denn sie fiepten wie eingeschüchterte Hunde, legten ihre blaugrünen Hände über den Kopf und legten sich Flach auf den Bauch. Ich war schwer beeindruckt. Selbst diese hirnlosen Kreaturen, eigentlich nicht in der Lage dazu diese Emotion zu verspüren, hatten Angst vor dem Großhäuptling. Dabei waren sie fast doppelt so groß wie er.
Die Ketten, sowohl magisch als auch stählern, waren jetzt komplett von den Trollen entfernt. Wenn ich es nicht selbst gesehen hätte, hätte ich niemandem geglaubt, dass diese Bestien tatsächlich weiter still hielten. Ich begrub meine Letzte Hoffnung darauf, dass sie plötzlich aufstehen und ein paar Orks massakrieren würden und bereitete mich darauf vor, gleich zwanzig trollgroße Löcher in meiner Formation zu sehen. Malak’Kathur bellte zwei weiter, kurze, unverständliche Worte und die Erde bebte unter den schweren Schritten der Trolle, dicht gefolgt von der kompletten Ork-Armee, die in kurzem Abstand hinter ihren lebendigen Rammböcken her rannte.
Es sollten nur zwölf Löcher werden, denn während die Schamanen auf dem Fels, auf dem auch die Wyvern noch auf ihr eigenes Kommando warteten, einen gigantischen Feuerball beschworen, war Cor De Maizier dem nächstbesten Troll bereits entgegen gerannt und hatte ihm mit seiner Stachelkeule den Schädel zertrümmert. Die Artgenossen, die nah genug waren um das mitzubekommen rannten jetzt ebenfalls auf die Silberrüstung mit den roten und goldenen Streifen zu. Er war ein Gegner in ihrer Größe. Kämpferisch jedoch war er ein paar Ebenen weiter oben anzusiedeln. Der nächste Troll, der in seine Reichweite kam, wurde mit der linken stählernen Hand am Kopf gepackt, vom Boden angehoben und mit zahlreichen Löchern im Kopf wieder fallen gelassen, während die Stachel, die aus der Hand gekommen waren und sich durch das Gesicht gebohrt hatten sich langsam wieder zurückzogen, und in der Rüstung verschwanden. Der Stahlkoloss war in der Lage, Eisen in seine Rüstung aufzunehmen, und diese dann damit beliebig zu verändern und zu erweitern. Während ein weiterer Troll die Keule ins Gesicht bekam, deren Stacheln sich plötzlich verlängerten und durch seinen Hinterkopf hindurch dem dickhäutigen Artgenossen hinter ihm den Hals zerfetzten kam von links tatsächlich eine steinerne Trollkeule nah genug an ran, um mit Schwung auf den goldroten Helm zu krachen und ihn so zu verbeulen, dass er Teilweise nach unten den Rest der Rüstung ragen musste. Ich wusste aus Erfahrung, dass der Helm nur Dekoration war, aber einige meiner Soldaten dachten tatsächlich, „Das Bollwerk“ wäre gefallen. Allerdings nur kurz, denn die linke Metallhand wurde zu einer stählernen Lanze und bohrte sich durch die Brust dessen, der die Keule geschwungen hatte. Als diese auf dem Boden aufprallte war der Helm, den sie zerstört hatte bereits wieder wie neu.
Es waren noch ein paar Trolle übrig, und auch die Orks waren mittlerweile bei Cor angekommen, also musste ich mir um den keine Sorgen mehr machen. Solange er die Waffen und Rüstungen seiner Feinde verwerten konnte, war diese Rüstung der sicherste Ort, den man auf einem Schlachtfeld nur finden konnte.
Ganz im Gegensatz zu unserem Luftschiff, denn der Feuerball der Schamanen war bereits auf beachtliche Größe angeschwollen. Außerdem hatten Malak’Kathur und seine Wyvernreiter mittlerweile abgehoben und flogen auf einen Punkt über uns zu. Sein Plan war leicht zu durchschauen: Die Waffen des Schiffs waren darauf ausgelegt, Bodentruppen zu dezimieren, für den Luftkampf hatten wir eigentlich nur unsere Magier. Deren Reichweite allerdings war begrenzt, besonders Feuermagie wird mit zunehmender Höhe immer schwächer.
Ich gab den Befehl, über das Schlachtfeld zu schweben, und unsere Soldaten zu unterstützen. Gleichzeitig bekam Kastef das Kommando, etwas gegen den Feuerball zu unternehmen. Die restlichen Reichshelden hatten, bis ich ihnen etwas anderes sagte, die Aufgabe, das Schiff zu beschützen, denn solange Cor De Maizier und die magischen Waffen des Schiffs meine Fußsoldaten unterstützten stand die Schlacht zu unseren Gunsten. Was die Gefahr aus der Luft anging, fragte ich Albert freundlich, ob er mir dabei behilflich sein wollte, den schuppigen Biestern die Flügel auszureißen. Er lachte nur, dann sprang er auch schon über die Reling, breitete seine Arme aus und ließ sich von einem starken Aufwind nach oben katapultieren, den er eigens zu diesem Zweck beschwor. Ich übergab Traygon das Kommando, während ich mir zwei Wyvernflügel wachsen ließ, die sich dabei durch die Löcher schoben, die ich nach der Schlacht bei Gardonis in den Rücken meines Kettenhemdes einarbeiten ließ. Als sie ungefähr eine Armlänge größer waren als es für echte Wyvern üblich war, sprang ich ab und folgte Albert, der knapp über dem Schiff schwebte und auf mich wartete.
„Nehmt mit mir eine Abkürzung!“ rief er mir noch zu, dann schossen wir auch schon, von einem weiteren Aufwind getragen, dem feindlichen Schwarm entgegen. Wir mussten nicht viel lenken, denn unser Ziel befand sich bereits direkt über uns.
Rofel
Es klang wie ein verzweifelter und wütender Schrei aus tausend zornigen Kehlen. Und es kam von oben. Dicht gefolgt von einem dunklen, rot glühenden Energiestrahl, der von dem Maul des Dämons aus direkt nach unten flog. Albert, der den Namen der Attacke wohl von früher kannte, hatte uns bereits aus der Gefahrenzone manövriert, dafür flog der Strahl jetzt auf das Schiff zu. Auch die Schamanen, hatten ihren Feuerball, der mittlerweile so groß wie das Schiff war, auf eben jenes zu geschleudert. Ich erhaschte einen Blick auf Kastef, der Beschwörungen vor sich hin murmelte, während vor ihm ein Kreis aus Flammen schwebte, der mit zahlreichen komplizierten Siegeln und Schriftzeichen versehen war. Um den Feuerball brauchte ich mir also keine Sorgen mehr machen, jedoch stellte sich mir die Frage, ob die hastig errichteten Dämonenschilde stabil genug waren um das Schiff vor dem roten Strahl zu bewahren.
Sie waren es nicht. Fünf Sekunden lang glühte die Luft an der Stelle in dunklem Lila, an die dämonische Energie auf die Barriere traf, dann erstarb das Leuchten plötzlich und das Schiff war ungeschützt.
„Das war die Hälfte der Energie, die dem Schiff zur Verfügung steht! Ich habe den Magiern die Anweisung gegeben, dem Schild nur begrenzt Zugriff auf die Ressourcen des Schiffs zu geben, für den Fall dass es sich hier wirklich um einen Schatten handelt. Sonst wäre der Strahl zwar zehn Sekunden lang aufgehalten worden, das Schiff aber mangels Mana für die schwebenden Kristalle abgestürzt.“ Albert klang wie jemand, der an alles gedacht hat, nur war mir schleierhaft was das nützte, denn jetzt schoss der Strahl eben direkt auf das Schiff zu. Und der Dämon machte keinerlei Anstalten irgendwann sein Maul zu schließen und den Fluss an zerstörerischer Energie zu unterbrechen, die er aus der Luft auf das Schiff und den Rest meiner Armee schießen konnte.
„Fliegt kurz ohne mich weiter, ich komme dann nach. Und haltet euch am besten weiter links.“ Albert drehte sich mit dem Rücken zum Boden, ließ sich fallen und murmelte dabei etwas vor sich hin, während er mit seinen Daumen und Zeigefingern ein Dreieck formte, durch dessen Mitte er den Dämon sehen konnte. Ich bekam eine Gänsehaut und sah zu, dass ich mich schnellstens aus der Schusslinie brachte. Da es sich um Luftmagie handelte konnte ich zwar nicht sehen, welche Ausmaße der Zauber haben würde, aber ich wusste aus Erfahrung, dass der Mann nach wenigen Minuten des Kanalisierens genügend Energie hatte um einen Tornado zu beschwören, einen Sturm auf hoher See zu besänftigen oder einen Riesen in die Luft zu schleudern. Ich zählte zwölf Sekunden bis er den Zauber tatsächlich los ließ.
Da weder Wyvern noch Orks für Sauberkeit bekannt waren schwebte überall unter dem Schwarm Dreck in der Luft. Jetzt konnte ich sehen, wie sich ein Kürbisgroßer Ball aus Luft einen Weg durch diesen Dreck bahnte und dabei alles um sich herum mitriss. Unwillkürlich grinste ich bei dem Gedanken daran, was gleich mit den Wyvern und dem Dämon geschehen würde. Ich wurde nicht enttäuscht.
Der Wyvernreiter, der das Pech hatte in die direkte Flugbahn des Geschosses zu geraten wurde mitsamt Reittier in alle Himmelsrichtungen verstreut. Der Donner der dabei entstand ließ mehrere Trommelfelle platzen, darunter auch meine. Kurz fehlte mir jegliches Gehör, dann war die Regeneration auch schon abgeschlossen. Der Zauber war so gedacht, dass er von dem Punkt aus, wo die Kugel den ersten Kontakt mit etwas festem hatte einen gewaltigen Windstoß in die Richtung schickte, in die sie ansonsten weiter geflogen wäre. Einen Windstoß, der dazu imstande war, Stadtmauern einzureißen. Malak’Kathur war intelligent genug, seinen Strahl abzubrechen und auszuweichen, aber vom linken Flügel seiner Kreatur blieb trotzdem nicht mehr als schwarzer Staub übrig. Hinter ihm zerlegte es noch einige weitere seiner Kameraden, während der Rest zwar der tödlichen Gefahr ausgewichen war, aber mit den Auswirkungen kämpfen musste, die ein solcher Windstoß auf die Luft um ihn herum hatte. Der Großhäuptling gab einen Befehl, und die Reiter, die ihren Flug wieder unter Kontrolle hatten flogen auf Albert zu. Dasselbe würde ich als Kommandant auch tun, dem Mann keine Zeit für noch so einen Zauber lassen. Dann sprang er von seinem Vieh ab, mir entgegen.
Sein Gesicht wurde größtenteils von einem scheußlichen Helm bedeckt, der nur die rechte Hälfte und das linke Auge frei ließ. Auf dem Helm waren zahlreiche Hörner, die von den unterschiedlichsten Kreaturen zu stammen schienen. Ein paar davon schienen auch aus Stahl zu sein. Typisch orkische Schmiedekunst, glanzlos und hässlich. Im krassen Gegensatz dazu stand sein Brustpanzer, der aus glänzendem und solidem Zwergenstahl zu bestehen schien. Auch die drei Runenkreise die darin eingraviert waren zeugten davon, dass zwergische Hand an der Fertigung beteiligt war. Allerdings passte ihm das massive Teil wie angegossen, konnte also nicht gestohlen sein. Sein Gürtel war mit länglich sechseckigen Stahlteilen bedeckt, die ebenfalls zwergischen Glanz aufwiesen. Vom gleichen Material waren auch seine Stiefel und die Schienbeinschützer, die bis über das Knie gingen und oben in tödlichen Stacheln enden. Kein Pfeil würde diesen massiven Stahl jemals durchschlagen. Das rechte Schulterstück und die Rückseite des Brustpanzers schienen aus einem Stück zu sein, aber seinen Rücken konnte ich nicht sehen. Der rechte Arm war außerdem am Unterarm wieder von einem maßgefertigten stählernen Rüstungsteil geschützt, der hinter dem Ellenbogen, genau wie die Teile am Schienbein, in einer tödlichen Spitze endete. An der Hand trug er einen fürchterlichen Handschuh, der aussah als könnte er problemlos Schädel oder massiven Fels zertrümmern. Nicht nur die Finger endeten spitz, sondern auch auf den Rücken der vier hinteren Fingerglieder ruhten im ausgestreckten Zustand tödliche stählerne Dornen. Die Finger waren jedoch nicht ausgestreckt, sondern fassten die Mitte eines Speers, dessen beide Enden in Dolchartigen Klingen endeten.
Viel eindrucksvoller wirkte jedoch sein linker Arm. Über dem Schulterstück, das sowieso beim Plattenpanzer dabei war, war noch eine weitere Schulterplatte, die zweifellos aus derselben Hand stammte wie der Helm. Sie bestand ebenfalls aus dunklem, glanzlosem Stahl und hatte drei unförmige Hörner, die bis neben das Gesicht des Orks reichten. Sein linker Arm darunter sah aus, als wäre er verbrannt. Er war noch etwas massiver als sein ohnehin muskulöser grüner rechter Arm, aber komplett schwarz und sah irgendwie ausgefranst aus. Die Hand endete in fürchterlichen schwarzen Krallen, die sich gerade um den Griff eines gigantischen schwarzen Schwerts schlossen. Ich fragte mich, wie er das Ding transportierte, denn der Mann war einen Kopf größer als ich und die Waffe war noch länger. Selbst wenn er sie auf dem Rücken trug, würde sie die ganze Zeit am Boden schleifen. Und doppelt so breit wie ein normales Breitschwert war das Teil dann auch noch. Zum ohnehin schon beunruhigenden Aussehen des Schwerts trug noch bei, dass es von einer Art schwarzer Nebelwolke umgeben war, die auch den kompletten schwarzen Arm umgab. Ich hatte fast den Eindruck, der Arm war lebendig, was ich hingegen nicht mehr sein würde, wenn ich mich von einem Hieb mit diesem Schwung treffen ließ.
Da von uns beiden nur einer das Glück hatte, Flügel am Rücken zu haben, wich ich dem Ork einfach aus, und ließ ihn weiter in die Tiefe stürzen. Eigentlich erwartete ich, dass er auch irgendwie dazu in der Lage war, zu fliegen, aber in dem kurzen Moment, den er auf meiner Höhe verbrachte, wurde mir klar, dass er es abermals gar nicht auf mich abgesehen hatte, sondern auf das Schiff.
Ein Blick nach unten zeigte, dass der Zwerg seinem Ruf als Reichsheld gerecht geworden war und mit dem kleinen Schild, den angeblich der Gott der Erde nach dem Götterkrieg hier gelassen hatte, den Strahl des Dämons abgeblockt hatte. Wieder einmal bestätigte das Ding die Gerüchte um seine Unzerstörbarkeit. Allerdings beeindruckte mich das viel weniger, als das was Kastef mit dem Feuerball anstellte.
Sein Siegelkreis befand sich mittlerweile ungefähr eine Schiffslänge vom Bug entfernt, genau in der Flugbahn der ankommenden Bedrohung. Außerdem war er um einiges größer als vorhin. Als der Feuerball es berührte, veränderte er seine Form. Erst kam etwas Spitzes auf der anderen Seite heraus, dann verbreiterte es sich und stellte sich als ein Schnabel heraus, denn hinter ihm schob sich ein Vogelkopf durch das Siegel. Ich traute meinen Augen kaum, aber es sah so aus, als würde Kastef tatsächlich den Phoenix beschwören, eines der göttlichen Kriegsgeschöpfe. Das hatte laut Geschichtsschreibung seit mehreren Jahrhunderten niemand mehr geschafft. Wenn er ihn tatsächlich auch noch kontrollieren konnte, bedeutete das den eindeutigen Sieg in dieser Schlacht für uns.
Getefo
Erneut erklangen tausend schreiende Stimmen, diesmal noch verzweifelter, schriller und lauter als vorher. Mir lief eine Gänsehaut über den ganzen Körper, als sie dieses Wort schrien. Ich warf einen Blick nach oben, aber der fliegende Dämon war damit beschäftigt, abstürzend seinen pulverisierten Flügel zu regenerieren und seinen Fall zu bremsen. Der Schrei kam nicht von ihm. Es hatte sich sowieso angehört, als wäre es von unten gekommen. Erschrocken über meinen Irrtum sah ich nach unten. Ein Finger von Malak’Kathurs ausgestrecktem, schwarzem Arm war genau auf die Stelle gerichtet, an der mein Bruder gerade eben noch gestanden hatte. Dort klaffte jetzt ein Loch im Schiff. Splitter flogen umher und Kastef war nirgends zu sehen. Sein Siegel schien davon allerdings nicht beeinflusst zu sein, denn der Feuerball verschwand nach wie vor auf der einen Seite, während aus der anderen der Phoenix heraus kam. Allerdings hatte ich die Befürchtung, dass der Vogel keinerlei Interesse daran haben würde, jemand anderem als seinem Beschwörer zu gehorchen. Wenn er überhaupt Kommandos empfing. Ein Flammenstrahl aus seinem Schnabel zog eine Schneise durch die Armee der Orks, die sich bis zur Front zog, dort allerdings als würde er meine Vermutung bestätigen wollen nicht Halt machte, sondern ungestört weiter durch die jetzt menschlichen Soldaten pflügte.
In dem Moment biss mir der große fliegende Dämon den rechten Flügel ab. Ich hatte dummerweise nicht genügend Material im Körper, um ihn mir neu wachsen zu lassen, also befand ich mich kurz im freien Fall, bis ein Wyvernreiter meinte, er müsste mit seiner Lanze nach mir stochern. Ich fing mit der Linken seine Waffe und zog mich daran zu ihm heran während meine Rechte den Stahldurst aus der Schwertscheide an meiner Hüfte hervor holte.
Auf den ersten Blick handelte es sich dabei um ein schlichtes Breitschwert, aber ich hatte es von Cor De Maizier bekommen und es hatte dieselben Eigenschaften wie seine Rüstung: Es nahm Metall auf und konnte damit dann seine Form verändern. Ich stach es der Wyvern mit einem schmatzenden Geräusch in den Rücken und biss dem Ork gleichzeitig ein Stück Fleisch aus dem Hals. Während ich hastig noch ein paar Teile des Reiters verschlang saugte das Schwert der toten Wyvern die Rüstung von der Haut. Nachdem von dem Ork nicht mehr viel übrig war, aß ich noch einen Flügel seines Reittiers. Dann regenerierte ich meinen eigenen wieder, zog den Stahldurst wieder aus dem Fleisch, der auf das dreifache seiner vorherigen Größe angeschwollen war, und flog dem Dämon entgegen, der im Begriff war seinem Herrn zu Hilfe zu eilen. Beim Versuch, an mir vorbei zu fliegen, schlitzte ich ihm den kompletten langen Hals und einen Teil des Brustkorbs auf. Dabei, entblößte ich kurz seinen Kern, der sich direkt zwischen den beiden Flügeln im knöchernen Brustkorb befand, bevor sich seine Wunden von ganz alleine wieder schlossen.
In dem Moment prallte unter uns Malak’Kathurs Schwert auf den Schild des Zwergs, der gerade eben noch den roten Strahl abgewehrt hatte. Die Wucht des Schlages ließ das Holz unter den Füßen des Kleinen Kriegers splittern und beförderte ihn direkt ein Stockwerk nach unten, während Malak’Kathur jetzt auf dem Deck des Schiffs stand. Er rief kurz ein paar Namen in die Luft, gefolgt von dem Kommando, mich zu töten, dann brüllte er den Schamanen, die seit dem Abschluss des Feuerballs nichts mehr zu tun hatten, einen Befehl zu, den ich nicht verstand. Als nächstes schickte er sich an, die Besatzung des Schiffs abzuschlachten. Wenn auf dem Deck nicht drei Reichshelden gewesen wären, die versuchte, ihn zu töten, wäre ihm das auch mühelos gelungen. So aber musste er Traygons Dolch, Captain Wulfs Axt und der Klinge des Elfs ausweichen.
Derweil umkreisten mich vier Wyvernreiter, die in hässlichen, trophäenbesetzten Rüstungen steckten, während der Große Dämon immer wieder nach mir schnappte. Ich ging davon aus, dass es sich um die vier Kriegsherren handelte, denen Malak'Kathur befohlen hatte, mich zu töten. Ich wich einem Versuch des Schatten aus, mir wieder einen Flügel abzubeißen, stieß mich von seinem Hals ab und schlug noch zweimal mit den Flügeln um schneller bei dem Ork anzukommen, der keinen Helm trug. Seine Axt wehrte einen Hieb ab, der ihm den hässlichen grünen Kopf abgetrennt hätte, während seine Wyvern nach mir schnappte. Ich trennte kurzerhand ihren Kopf vom Rumpf, wenn es mir schon beim Reiter nicht gelang, und sah den beiden kurz bei ihrem Sturz in die Tiefe zu. Ein kurzer Blick auf das Schiff zeigte, dass Traygon das Deck hatte räumen lassen, während der Zwerg anscheinend die Treppen hinauf gestapft war, die ihn vom Kampfgeschehen trennten. Im Moment befanden sich genau fünf Personen oben auf dem Schiff, vier davon gehörten zu den mächtigsten Männern des Reiches, der fünfte ging gerade in die Offensive über und schlug Wulf die oft besungene Axt aus der Hand.
Rofel
Der Strahl verfehlte mich knapp. Ich erinnerte mich daran, dass ich in einer ähnlichen Situation war wie Malak’Kathur. Da mich das Gewicht des Schwertes aufgrund seiner einseitigen Verteilung beim Fliegen behinderte beschloss ich, etwas auszuprobieren. Ich war in der Lage, meinen Körper beinahe beliebig zu verändern, und ich war dazu in der Lage, die Form des Schwertes beliebig zu manipulieren, also öffnete ich Kurzerhand meinen Brustkorb und platzierte das Schwert darin, bevor ich ihn wieder verschloss. Solange ich den Griff berührte, hatte ich die Kontrolle über das Schwert, und die konnte mir jetzt keiner mehr nehmen.
Ich machte feinen Staub aus der Klinge, verteilte das Eisen in meinen Adern und ließ es frei durch meinen Körper strömen. Dann konzentrierte ich es in den Händen und ließ mir wie gewohnt Krallen wachsen. Nur dass sie diesmal aus Eisen waren, anstatt wie normale Krallen aus Horn. Es war kurz ein ungewohntes Gefühl, dann schob sich aus jeder meiner Fingerspitzen eine stählerne Spitze hervor. Ich ließ die Krallen auf die Länge meines Unterarms wachsen, den Rest des Stahls behielt ich in den Adern und ließ ihn weiter durch meinen Körper pulsieren. Dann durchbohrte eine kunstvoll verzierte Lanze von hinten meinen linken Lungenflügel.
Ich verdrehte die Augen, brach die Spitze ab, zog mir den Stiel der Lanze aus dem Rücken, drehte mich um und rammte dem Ork, noch während meine Wunde sich verschloss, seine eigene Lanzenspitze in den Sichtschlitz seines Helms. Seine Wyvern schnappte nach meiner Kehle, was mich tatsächlich töten könnte, aber ich rammte ihr die vier glänzenden Krallen an meiner linken Hand den Hals bevor sie mich erreichte. Ich ließ mich kurz absacken um dem Hieb einer Hellebarde auszuweichen, der von oben auf meinen Kopf zielte, dann schlug ich zweimal mit den Flügeln und flog dem Reiter entgegen, der gerade versucht hatte, mir den Schädel zu spalten. Dieser hier war schlauer als seine anderen Kameraden, denn er wich mir aus, anstatt mich zu bekämpfen. Währenddessen schlug der andere verbliebene Reiter mit einer Art brennender Peitsche nach mir um mich weiter auf Distanz zu halten. Sie lernten schnell, dass ich mich nicht treffen lassen konnte, wenn sie auf meinen Hals oder meinen Kopf zielten. Außerdem war es gefährlich, wenn sie meine Flügel trafen, denn die brauchte ich, um genau den Attacken auszuweichen, die mir wirklich gefährlich werden konnten. So hielten sie mich eine Weile effektiv auf Distanz, während der Dämon, der sowieso nur im Kern wirklich verwundbar war, mich die ganze Zeit furchtlos im Nahkampf angriff.
Derweil braute sich über uns ein Unwetter zusammen, von dem ich befürchtete, dass es von den Schamanen beschworen wurde, denn die standen nur herum und sangen etwas, ohne dass man tatsächlich irgendeine Wirkung sah. Erste Blitze zuckten bereits durch die schwarze Wand über uns und halfen dem Phoenix dabei, die Schlacht zu erhellen, die ansonsten wegen der dichten Wolkendecke komplett im Dunklen stattgefunden hätte. Dennoch schaffte Malak’Kathur es, den geblendeten Moment nach einem gleißenden Blitz auszunutzen und seinen Speer so zu schleudern, dass der Elf keine Chance hatte, die Waffe auf sich zu fliegen zu sehen, geschweige denn ihr auszuweichen. Er wurde durch das Herz an die Reling genagelt. Während der Großhäuptling aus einem der Runenringe auf seiner Rüstung den Stiel einer neuen Stabwaffe zog, sah ich Kastef, der anscheinend bewusstlos auf dem Schlachtfeld gelegen hatte. Er war gerade wieder aufgewacht, umhüllte sich natürlich sofort mit einer Flammenaura und schickte sich an, der Schlacht auf dem Deck beizutreten. Ich verstärkte meine Stimmbänder, und brüllte ihm ein Kommando zu:
„Kontrollier den Vogel!“
Ich wusste, dass er lieber aufs Schiff zurückkehren und gegen den Ork kämpfen würde, aber ich befürchtete einerseits, dass das keinen großen Unterschied machen würde und hoffte andererseits, dass der Phoenix die Schlacht entscheiden konnte. Auf dem Deck wurde wieder gekämpft, der Ork hatte jetzt eine prächtige Lanze in der Hand, die das Schwert sogar an Länge übertraf. Anscheinend war ein Teil der Runen auf seiner Rüstung dazu da, Portale zu erschaffen, die mit einer Waffenkammer verbunden waren. Mittlerweile war klar, dass wir keine Chance hatten, solange ich hier oben nur Zeit vergeudete. Das wussten auch die beiden verbliebenen Reiter, denn sie bemühten sich gar nicht mehr, mich anzugreifen, sondern kreisten nur um den Schatten herum, der zwischendurch nach mir schnappte.
So sehr mir die Idee mit den Krallen gefallen hatte, hier war es einfach nur unpraktisch. Die Klingen waren zu dünn um durch die Schuppen des Schattens zu kommen und zu kurz um der Reichweite der Hellebarde und der Feuerpeitsche etwas entgegensetzen zu können. Ich zog die Krallen wieder ein, ließ das Eisen wieder durch mein Blut laufen, und machte diesmal wieder eine lange, starke Klinge mit einem stählernen Griff daraus. Den echten Griff des Stahldurst behielt ich allerdings weiter zwischen meinen beiden Lungenflügeln, da störte er mich nicht und war gut geschützt.
Ein besonders heller Blitz blendete mich. Ich ging davon aus, dass auch meine Kontrahenten kurz ebenfalls nichts sehen konnten, und schoss einfach mit der Klinge des Schwerts voraus auf die Stelle zu, an der ich den nächsten Gegner in Erinnerung hatte. Ich hatte Glück und durchbohrte etwas, das sich wie ein Brustpanzer, ein Rückenpanzer und ein paar Rippen anhörte. Als meine Augen wieder sehen konnten bestätigten sie meinen Verdacht, ich hatte den Ork mit der Hellebarde getötet. Ich schlug meine Zähne in den Hals seiner Wyvern und labte mich an ihrem Blut, während der Blutdürster die Rüstung des Reiters aufnahm. Als er fertig war, schloss ich meinen Kiefer, riss dabei noch ein Stück Fleisch aus dem zuckenden Körper und ließ die beiden in die Tiefe stürzen.
Das Schwert hatte jetzt eine Länge von vier Metern. Es wurde langsam richtig schwer zu handhaben, aber ich vermutete, dass ich es so am besten durch den Schuppenpanzer des Dämons bekommen würde. Der schnappte gerade wieder nach mir, diesmal zu schnell um ganz auszuweichen und er biss mir das linke Bein ab, während ich ihm den Kopf vom Hals trennte. Ich sah meine Chance während das Vieh seinen Kopf regenerierte und damit orientierungslos war und positionierte mich direkt über ihn. Ich hielt die Schwertspitze nach unten, ließ mich fallen, rammte ihm damit die Spitze des Schwerts in den Rücken und durchbohrte damit den Kern.
Wieder erklang die verzweifelte und gequälte Stimme des Dämons, nur dass er diesmal kein Wort sagte sondern einfach nur schrie, während sich sein Körper langsam auflöste und wie schwarzer Rauch vom Wind verweht wurde.
Tizor
Es war unmöglich, sich an die Stimme eines Schattens zu gewöhnen. Die verzweifelten Schreie jagten einem jedes Mal einen Schauer über den Rücken. Diesmal kam es wieder von unten. Malak’Kathur hatte seine Lanze hoch in die Luft geschleudert und das Schwert in die Rechte genommen, anscheinend um seine schwarze Hand frei zu bekommen, deren Fläche jetzt direkt auf mich zeigte. Ich spürte einen leichten Sog und sah auch sofort den Effekt davon: Er saugte die Überreste seines Dämons ein. Gerade als seine Lanze neben mir in die Wolken schoss, verstärkte er den Sog. Der schwarze Rauch verschwand immer schneller in seiner Hand, während auch ich langsam merkte, dass mir das Fliegen immer schwerer fiel. Auch die dichte Wolkendecke wölbte sich langsam nach unten. Von einem gleißenden Blitz gefolgt kam plötzlich die Lanze wieder zum Vorschein. Ein Netz aus Licht zog sich über die mittlerweile trichterförmigen Wolken. Die Energie bündelte sich in der Spitze des Trichters und folgte dann von dort aus dem Flug der Lanze, die den Blitz wie eine Kette hinter sich her zog. Gerade als sie den Schild des Schiffs berührte verschwanden die letzten Überreste des geflügelten Dämons in Malak’Kathurs Hand und er beendete den Zauber, nahm sein Beil wieder in die rechte Hand, zog sich einen neuen Speer aus der Rüstung und fing an, aggressiv auf den Zwerg einzudreschen. Die Barrieren des Schiffs würde die Lanze nur noch für wenige Sekunden zurückhalten können, danach war der Schild des Zwergs die einzige Hoffnung die uns noch blieb. Wütend über meine Machtlosigkeit warf ich dem letzten Wyvernreiter mein Schwert ins Gesicht und sah dann dabei zu, wie die Schilde versagten und die gleißende Blitzlanze das Schiff pulverisierte.

"Zu jeder Zeit, an jedem Ort, bleibt das Tun der Menschen das gleiche."

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #2 |

RE: Im Schatten des Mondes - Kapitel 04
Hallo Jason,

auf zum letzten Teil. Wave

Als erstes fällt mir natürlich auf, dass wieder der gesamte Text kursiv ist. Mein erster Gedanke also: „Ah, es geht mit Jason weiter!“ (Das würde übrigens auch ohne kursiv funktionieren, da ja nur Jason aus der Ich-Perspektive geschrieben ist)

Zitat: „Habe soeben meine Anweisungen erhalten. Ich möchte einen Änderungsvorschlag einbringen. Ich verstehe, dass euer Plan darin besteht, keine wichtigen Männer beim ersten Ansturm an etwaige Überraschungen zu verlieren, sondern erst ein paar Fußsoldaten zu opfern, und dann die mächtigen Kämpfer geschickt zu platzieren. Ich bitte aufgrund meiner besonderen Eigenschaften darum, mit den Fußsoldaten zusammen die erste Front bilden zu dürfen.“

1. Hier zeigt sich wieder deine Schachtelsatz-Neigung. Icon_wink Eigentlich finde ich lange Sätze noch nicht mal sooo schlimm. Aber gerade hier, wenn ich neue Infos aufnehmen muss, finde ich kürze Sätze angenehmer.

2. Er würde noch geheimnisvoller und mystischer wirken, wenn er nicht soviel sprechen würde. Obwohl es dann sein kann, dass er zuviel Klischee auf einmal in sich vereint. Icon_wink Ich kann ihn aber noch nicht gut genug einschätzen, um beurteilen zu können, wie du ihn gerne haben möchtest. Icon_wink

3. „aufgrund meiner besonderen Eigenschaften“ klingt super arrogant und irgendwie erklärend. Seine Beschreibung und sein Name „Bollwerk“ zeigen schon zur Genüge, dass er besondere Eigenschaften hat. Icon_wink Ich würde das einfach rauskürzen. Der nächste Satz in dem du auf die Eingenschaften näher eingehst, lässt sich ja dann leicht anpassen.

Zitat:Ich grüßte einen Mann namens Albert, der für seine unglaublich destruktiven Techniken bekannt war und betrat dann als erster das Schiff.

Ah, der Albert. Schön, dass er hier auftaucht. Sowas mag ich ja. Icon_smile Erstens verknüpfen sich so die Kapitel fast automatisch und zweitens ist jetzt zweifelsfrei klar, dass hier von der Vergangenheit berichtet wird. Schön gemacht. Pro

Zitat:Auch andere Reittiere waren zu sehen, darunter auch ein Mantikor.

Dopplung von „auch“

Zitat:Seine Aura gibt mir auf diese Entfernung eine Gänsehaut.“

„gibt mir“ klingt ungelenk. Vorschlag: „erzeugt bei mir“

Zitat:allgemeines Wetter und bösartige Kreaturen konnten

„allgemeines Wetter“ hab ich noch nie gehört. Gibt es denn auch spezielles Wetter? Mrgreen

Zitat:Aber mit Dämonen rechnet man nie. Zweitens war Albert für seine Zeit als Dämonenjäger bekannt.

In diesem Kapitel mag ich es, wie du die Infos untergebracht hast. Aus diesen Zeilen lässt sich ganz einfach schließen, dass es tatsächlich mal Dämonen gab, die aber gejagt oder verjagt wurden. Und es die Dämonen aber jetzt nicht mehr gibt. Wieder schön gemacht. Pro

Zitat:„Auch das ist bei einem Schatten sehr schwer zu sagen. Wenn ein Dämon zum Schatten wird, teilt sich seine Substanz in die ursprüngliche Seele auf, die das Wesen hatte, das zum Dämon wurde und in all die aufgenommenen armen Seelen, die dann die Kontrolle über den Körper übernehmen. Die abgestoßene Ur-Seele wird zu einem rot glühenden Klumpen Substanz, den man als Kern bezeichnet. Obwohl der Rest des Dämons den Kern hasst, wird er trotzdem davon zusammengehalten.“
„Ich muss also nur den Kern töten. Wo finde ich den?“
„Ich weiß nicht, ob das immer so ist, aber als wir damals gegen König Aghanos kämpften hatte er einen roten pulsierenden Teil Substanz an der Stelle, wo als Mensch sein Herz war. Sofern dieser Bastard je ein Herz besaß… Jedenfalls endete der Kampf damit, dass euer Vater diesen Kern zerfetzte. Vielleicht hat diese Kreatur ihren Kern auch im Brustkorb.“

Hier hast du wieder einen dieser Info-Klumpen. Außerdem entwickelt sich Albert gerade zum Erklärbär. Icon_wink Vorschlag: Wie wäre es den Dialog noch etwas dialogiger zu machen und den Infohaufen, durch Jasons-Zwischenfragen aufzulockern. Vielleicht genügt es auch, einfach mal nen Punkt zu machen, sodass die Sätze kompakter sind. Oder Albert unterbricht sich um sich nachdenklich den Bart zu zauseln oder einen hektischen Blick um sich zu werfen. Icon_wink

Zitat:auch die Wyvern noch auf ihr eigenes Kommando warteten, einen gigantischen Feuerball beschworen, war Cor De Maizier dem nächstbesten Troll bereits entgegen gerannt und hatte ihm mit seiner Stachelkeule den Schädel zertrümmert.

Und hier ist sie: Die für mich perfekte Gelegenheit um die Eigenschaften, bzw. Fähigkeiten von De Maizier näher zu beschreiben. Oben wo du sie drin hast, haben sie ja eher fehl am Platz gewirkt, aber hier tut er ja was, sodass es –für mich- passender und auch anschaulicher wäre.

Zitat:Während ein weiterer Troll die Keule ins Gesicht bekam, deren Stacheln sich plötzlich verlängerten und durch seinen Hinterkopf hindurch dem dickhäutigen Artgenossen hinter ihm den Hals zerfetzten kam von links tatsächlich eine steinerne Trollkeule nah genug an ran, um mit Schwung auf den goldroten Helm zu krachen und ihn so zu verbeulen, dass er Teilweise nach unten den Rest der Rüstung ragen musste

Auch hier wieder. Mach doch mal nen Punkt. Icon_wink Gerade bei solchen Action-Szenen, in denen ja naturgemäß die Dinge recht schnell ablaufen, kannst du durch die Länge der Sätze auch die Lese-Geschwindigkeit steuern. Kurze Sätze lesen sich schneller. Das heißt, dann liest der Leser auch in atemloser Spannung Satz für Satz, um die spannende Action zu verfolgen.

Zitat:ROFEL

Das hat mich auch schon in Kapitel 3 gestört. Warum erschlägst du mich hier mit sovielen Formatierungen? Das ist dieselbe Effekthascherei, wie mit den „nur“ Großbuchstaben. Ein schlichtes: „Rofel!“ würde eigentlich schon ausreichen. Zumal du ja im nächsten Satz beschreibst, wie es klingt. Es erinnert sehr stark an *rofl* was irgendwie ein wenig albern wirkt und nicht so sehr nach einem gefährlichen Zauber. Außer er bringt die Verzauberten dazu sich totzulachen. Icon_lol

Zitat:Ich zählte zwölf Sekunden bis er den Zauber tatsächlich los ließ.

Öhm, also in der Situation würde ich mir ja Gedanken um tausend Sachen machen. Die Trolle, die Orks, sonstige Viecher und Gefahren. Und er zählt die Sekunden?

Zitat:Ich hatte fast den Eindruck, der Arm war lebendig, was ich hingegen nicht mehr sein würde, wenn ich mich von einem Hieb mit diesem Schwung treffen ließ.

Ach ja, der böse Kerl greift ja unseren Jason an. Icon_panik Das hätte ich vor lauter Rüstungsbeschreibung fast vergessen. Du verwendest fast eine ganze Seite darauf, diese Rüstung zu beschreiben. Okay, das Ding ist ziemlich cool und Kerl wirkt umso düsterer und gefährlicher, aber ich hab derweil wirklich vergessen, dass wir uns in einer Action-Szene befinden und Jason von ihm angegriffen wird. Icon_wink Mal ehrlich: Die meisten Leser überspringen den Absatz doch beim zweiten Lesen. Ich würde stark daran kürzen und mich vielleicht auf das außergewöhnliche Schwert konzentrieren. Vielleicht noch ein oder zwei Sätze, dass die Zwerge an der Rüstung mitgewerkelt haben (falls das wichtig ist) und fertig.

Zitat:Dort klaffte jetzt ein Loch im Schiff. Splitter flogen umher und Kastef war nirgends zu sehen.

Ich habe hier ein Problem mit der zeitlichen Abfolge. Der erste Satz erweckt bei mir nämlich den Eindruck, als ob schon alles vorbei ist. Die Splitter klingen so, als ob die Sache noch voll im Gang ist. Ich würde ja behaupten, dass eine einfache Lösung das tauschen der beiden Sätze ist. Also: Splitter fliegen -> Kastef ist nicht zu sehen -> Das Loch klafft.

Zitat:Ein Flammenstrahl aus seinem Schnabel zog eine Schneise durch die Armee der Orks, die sich bis zur Front zog, dort allerdings als würde er meine Vermutung bestätigen wollen nicht Halt machte, sondern ungestört weiter durch die jetzt menschlichen Soldaten pflügte.

Hier wieder das Problem Schachtelsätze. In diesem habe ich mal wieder verheddert und hab ihn nur nach mehrmaligen Lesen kapiert. Ich würde dazu raten mal mindestens zwei Sätze daraus zu machen.

Zitat: ihr die vier glänzenden Krallen an meiner linken Hand den Hals bevor sie mich erreichte.

in den Hals

Zitat: Außerdem war es gefährlich, wenn sie meine Flügel trafen, denn die brauchte ich, um genau den Attacken auszuweichen, die mir wirklich gefährlich werden konnten.

Vielleicht liegts an mir, aber ich hab grad nicht kapiert, warum es gefährlich ist, wenn sie seine Flügel teffen. Klar, er braucht sie um den Attacken auszuweichen, aber gerade deshalb wäre es doch klug ihn abstürzen zu lassen, oder nicht?

Uff, ein ziemlich langes Stück Text mit viel Action. Ja, am Ende ist bei mir hängen geblieben, dass Jason ziemlich unbesiegbar ist, aber ihm der Sieg wohl doch nicht zu gelingen scheint, weil die Gegner einen (seltenen) Dämon auf ihrer Seite haben.
Gut fand ich hier, dass Albert wieder aufgetaucht ist und somit eine erste Verknüpfung zum zweiten Kapitel darstellt. Auch wie du die ein oder andere Info untergebracht hast, fand ich auch gut gemacht.
Etwas langatmig fand ich dagegen die Schlacht. Ich weiss sowas ist reine Geschmackssache, aber ich bin kein Fan von so epischen, langen Schlachten und bin immer froh wenn es vorbei ist. Für mich ist es dann interessanter, wie die Überlebenden mit dem Ergebnis umgehen.
Trotzdem hat mir das Kapitel besser gefallen, als das erste, weil ich mir hier nicht soviele Namen und Infos merken musste

Unabhängig davon überlebt mir der Jason zu einfach. Okay, es ist Fantasy und er kann ein paar tolle Sachen, trotzallem steckt er seine Verletzungen zu leicht weg. Problem dabei ist, dass ich mir deshalb kaum Sorgen um ihn mache (unabhängig von Symphatien) und es deshalb ein wenig langweilig auf mich gewirkt hat. Interessant hingegen waren die ganzen Dinge die er sich ausgedacht hat und die er machen kann, die mich dann doch weiterlesen haben lassen.

Ja, also falls du noch weitere Kapitel einstellst, würde ich auch weiterlesen. Auch wenn mich deine Umsetzung noch nicht so ganz überzeugen konnte. Ich vermute mal, es liegt daran, dass einige Kapitel wohl schon etwas älter sind.

Grüße Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #3 |

RE: Im Schatten des Mondes - Kapitel 04
Der Kommentar ist mir igendwie untergegangen, aber besser spät antworten als nie :-)


Zitat:Als erstes fällt mir natürlich auf, dass wieder der gesamte Text kursiv ist. Mein erster Gedanke also: „Ah, es geht mit Jason weiter!“ (Das würde übrigens auch ohne kursiv funktionieren, da ja nur Jason aus der Ich-Perspektive geschrieben ist)

Erstmal yay, man erkennt die Jason Kapitel auf den ersten Blick.
Dann meh, stimmt schon, ginge auch ohne Kursive Schrift.
Die Idee war eigentlich, dass die Filmszene in meinem Kopf schon schwarzweiß mit Nebelschwaden-Rand abläuft. Nachdem ich die aber nicht im Text beschreiben kann, wollte ich das gleiche Gefühl auch im Text darstellen.


Was die Bollwerk-Erklärung angeht, muss ich dir Recht geben...


Zitat:Ah, der Albert. Schön, dass er hier auftaucht. Sowas mag ich ja. Icon_smile Erstens verknüpfen sich so die Kapitel fast automatisch und zweitens ist jetzt zweifelsfrei klar, dass hier von der Vergangenheit berichtet wird. Schön gemacht.

Ich freue mich jedes Mal wie ein Schnitzel, wenn du bei Stellen wie dieser, die Absicht erkennst Icon_smile


Zitat:In diesem Kapitel mag ich es, wie du die Infos untergebracht hast. Aus diesen Zeilen lässt sich ganz einfach schließen, dass es tatsächlich mal Dämonen gab, die aber gejagt oder verjagt wurden. Und es die Dämonen aber jetzt nicht mehr gibt. Wieder schön gemacht.

Hier wieder so ein Fall Icon_cuinlove


Zitat:Und hier ist sie: Die für mich perfekte Gelegenheit um die Eigenschaften, bzw. Fähigkeiten von De Maizier näher zu beschreiben. Oben wo du sie drin hast, haben sie ja eher fehl am Platz gewirkt, aber hier tut er ja was, sodass es –für mich- passender und auch anschaulicher wäre.

Ich überlege gerade, ob ich das überhaupt erklären muss, oder ob ich das in dem Kampf und in der Funktionsweise von Stahldurst einfach mitklingen lasse.


Zitat:Öhm, also in der Situation würde ich mir ja Gedanken um tausend Sachen machen. Die Trolle, die Orks, sonstige Viecher und Gefahren. Und er zählt die Sekunden?

Am Anfang war ich noch besessen von tatsächlichen Zahlen. Das muss hier mal noch raus.


Zitat:Ach ja, der böse Kerl greift ja unseren Jason an. Icon_panik Das hätte ich vor lauter Rüstungsbeschreibung fast vergessen.

Ah Mist.
Ich bin leider ganz ganz schlecht im beschreiben, beziehungsweise im Timing meiner Beschreibungen. Lange Zeit hatte ich so gut wie gar keine drin, weil ich sie an jeder Stelle unpassend fand. Jetzt hab ich welche und sowohl die Leser als auch ich sind unzufrieden damit :D
Die Rüstung und der Arm sind wichtig, weil sie seinen Kampfstil definieren Icon_slash


Zitat:Ich habe hier ein Problem mit der zeitlichen Abfolge.

An der Stelle hast du wieder recht.


Zitat:Vielleicht liegts an mir, aber ich hab grad nicht kapiert, warum es gefährlich ist, wenn sie seine Flügel teffen. Klar, er braucht sie um den Attacken auszuweichen, aber gerade deshalb wäre es doch klug ihn abstürzen zu lassen, oder nicht?

Gefährlich für ihn, sollte das eigentlich heißen. Muss ich das ändern oder hattest du nen Knoten drin beim lesen? Icon_slash


Zitat:Unabhängig davon überlebt mir der Jason zu einfach.

Er ist nun mal Katalysator für die Geschehnisse der Gegenwart und muss daher die Vergangenheit überleben.
Außerdem gehört das zu seinem Fähigkeitenset, das später auch noch den Protagonisten anderer Handlungsstränge tierisch auf den Sack gehen wird, wenn die versuchen, ihn tot zu bekommen :D


Zitat:Ja, also falls du noch weitere Kapitel einstellst, würde ich auch weiterlesen. Auch wenn mich deine Umsetzung noch nicht so ganz überzeugen konnte. Ich vermute mal, es liegt daran, dass einige Kapitel wohl schon etwas älter sind.

Ich hoffe doch stark, dass du mit der Vermutung richtig liegst ^^
Mehr Stoff kommt fürs erste nicht, weil ich dann doch noch mehr umschreiben will. Demnächst kommt das umgeschriebene Chapter zwei, dann sehe ich zu, dass ich zügig weiter mache und den Rest überarbeitet bekomme. Diese Jahr wird das aber wohl nichts mehr, dazu ist der Terminplan zu voll, den ich sonst immer so gemütlich leer halte.

Freut mich aber sehr, dass du bisher deine Freude daran hattest und ich bin gespannt darauf, was du über den Rest denken wirst.

"Zu jeder Zeit, an jedem Ort, bleibt das Tun der Menschen das gleiche."

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #4 |

RE: Im Schatten des Mondes - Kapitel 04
Hallo Jason,

nur ganz kurz:

Zitat:
Zitat:Vielleicht liegts an mir, aber ich hab grad nicht kapiert, warum es gefährlich ist, wenn sie seine Flügel teffen. Klar, er braucht sie um den Attacken auszuweichen, aber gerade deshalb wäre es doch klug ihn abstürzen zu lassen, oder nicht?

Gefährlich für ihn, sollte das eigentlich heißen. Muss ich das ändern oder hattest du nen Knoten drin beim lesen? Icon_slash

Ich glaube, ich habe mich an der Stelle verlesen. Icon_wink

Zitat:
Zitat:Unabhängig davon überlebt mir der Jason zu einfach.

Er ist nun mal Katalysator für die Geschehnisse der Gegenwart und muss daher die Vergangenheit überleben.
Außerdem gehört das zu seinem Fähigkeitenset, das später auch noch den Protagonisten anderer Handlungsstränge tierisch auf den Sack gehen wird, wenn die versuchen, ihn tot zu bekommen :D

Vielleicht hätte ich an der Stelle das "zu einfach" betonen sollen. Es ist schon klar, dass man seinen Prot nicht innerhalb der ersten Kapitel umbringen kann, aber er sollte doch zumindest mal Kratzer davon tragen, verletzt sein, einen Gegner nur knapp besiegen ... irgendwie "realistischer" wirken, auch wenn es eine Fantasy-Geschichte ist. Icon_wink Dann hättest du auch automatisch Spannung drin, weil man sich fragt, ob er überlebt und wenn ja in welchem Zustand. Icon_wink

Zitat:Demnächst kommt das umgeschriebene Chapter zwei, dann sehe ich zu, dass ich zügig weiter mache und den Rest überarbeitet bekomme.

Schön, da freue ich mich drauf. Icon_jump

Grüße Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #5 |

RE: Im Schatten des Mondes - Kapitel 04
Hallo Jason,

Wenn man deine Geschichte aufmerksam liest, erkennt man viele Einflüsse. Dachte so: Mmmh, er hat alle seine Lieblingsbücher zusammen geschmissen, ordentlich gerührt und aus den Zutaten etwas neues kreiert. Aber ich lese es mit Spannung und total gerne  Icon_smile

Fehler, hauptsächlich die üblichen. Ob ich die alle hier aufzählen soll?  Icon_confused Ich würde sagen: Lies es dir einfach noch mal durch.

Freue mich auf den nächsten Teil

Gruß Persephone

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



Werkeverzeichnis

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #6 |

RE: Im Schatten des Mondes - Kapitel 04
Hi,

tatsächlich kommen viele Einflüsse aus Warcraft, Eragon, Game of Thrones, RPGs, aber auch verschiedenen Anime. Irgendwo möchte ich auch, dass der aufmerksame Leser zwischendurch erkennen kann, welche Geschichte/welches Spiel hier als Vorlage diente.

Was die Fehler angeht, sind bestimmt einige davon in meinen Doks auf dem PC bereits überarbeitet, die Texte hier im Forum passe ich ja nicht mehr nach jeder Kritik neu an.

Da du bis jetzt aber ein Talent dafür hattest, Fehler zu finden, die weder mir noch deinen vor-Kritikern aufgefallen sind, gucke ich trotzdem nochmal über meine Texte auf dem PC :-D

Gruß
SirJasonCrage

"Zu jeder Zeit, an jedem Ort, bleibt das Tun der Menschen das gleiche."

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Deutsche Übersetzung: MyBB.de, Powered by MyBB, © 2002-2019 MyBB Group.

Design © 2007 YOOtheme