Es ist: 14-11-2019, 14:26
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Ruf der Freiheit
Beitrag #1 |

Ruf der Freiheit
Hallo Leute,
dieses Gedicht handelt vom Erwachsen werden. Viel Spaß beim Lesen Icon_smile

Ruf der Freiheit
 
Auf der alten Sommerlinde
sammelt sich ein Schwalbenschwarm.
Die Vögel ziehen weg vom Winter,
denn im Süden ist es warm.
 
Erregt zwitschernd im Geäst
warten sie auf das Signal.
Doch unter steigender Erregung,
die sich wandelt zu Bewegung,
bebt ein Schwalbenkind vor Angst.
 
Frisch getrennt von seinen Eltern,
muss es sich alleine kümmern.
Sein Leben nun allein zu tragen,
lässt das Kind verzweifelt wimmern.
 
Auf  einmal ertönt Blätter rascheln,
eine Bö‘ fährt durch den Baum.
Mit dem Wind folgt Flügel rauschen,
das Schwalbenkind erfasst ein Grau’n.
 
Die Welle der Erregung bricht,
Schwalben schwingen sich gen Himmel –
ungestüm wie Meeresgischt.
 
Mit dem Rausch brechen die Mauern.
Unter Ängsten, unter Schauern
hebt die kleine Schwalbe ab.
 
Hoch hinauf trägt sie der Wind,
Die Schwalbe ist nicht länger Kind.
Erleichterung durchströmt das Tier,
Ängste, Sorgen bleiben hier.
Die Sicht ist klar, der Himmel weit,
die Schwalbe ist zur Fahrt bereit.
Die Freiheit nimmt sie bei der Hand
Und führt sie in ein fremdes Land.

"Nur die Sache ist verloren, die man aufgibt." (Lessing)

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