Es ist: 22-11-2019, 08:05
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Könige der Prärie - 21. Teil
Beitrag #1 |

Könige der Prärie - 21. Teil
Der Silbermond stand fast in seiner vollen Rundung am Himmel. Katie konnte seinen Lauf durch den Rauchfang ihres Zeltes sehen. Der Schmerz schnitt scharf wie eine Klinge durch ihr Herz. In zwei Tagen, zu Vollmond wäre sie Sakimas Frau geworden, sofern man Dixons Worten Glauben schenken durfte und sie wollte glauben. Katie zog sich die schweren Decken über den Kopf. Sie hatte so sehr geweint, dass keine Tränen mehr kommen wollten, diese entsetzliche Pein fortzuspülen. Sie fraß sie tief in ihrem Innersten auf.
Beelzebub, so wie Schwester Agathe ihr den Teufel beschrieben hatte. Mit einem Pferdefuß und spitzen Hörnern zerriss er ihr das Herz. Sie warf sich auf den Rücken, ihre Wangen waren starr von getrockneten Tränen. Irgendwo da draußen, gefesselt an einen Pfahl und gut bewacht, wartete Sakima in der letzten Nacht seines Lebens auf einen unmenschlichen Tod.
Das Zirpen der Grillen klang in ihren Ohren wie reiner Hohn. Sakima. Katie schnürte es die Kehle zu, als sie an ihre erste Begegnung mit ihm dachte. Er sah aus wie ein junger Gott und morgen war Götterdämmerung. Adonis würde morgen für immer in die ewigen Jagdgründe eingehen. Mit einem heiseren Schrei bäumte sie sich auf ihrem Lager auf und begann, Decken und alles, was ihr in die Finger kam, durchs Zelt zu werfen.
Als ihre Wachen nachschauten, hatte sie sich wieder auf dem nackten Boden zusammen gekauert und umklammerte die Fetzen einer Decke. Wenn sie ganz fest die Augen schloss, konnte sie beinahe glauben, in Sakimas Armen zu liegen, so wie vor einer Woche. Es waren die schönsten Stunden ihres Lebens.
Natürlich hatte man sie von Sina getrennt. Jeder wusste, dass sie beide unzertrennlich waren und seit einigen Tagen wusste Katie auch, dass Sina viel mehr als nur ihre beste Freundin war. Als hätte der Himmel selbst ein Einsehen gehabt und ihnen beiden diesen heimlichen Wunsch erfüllt. Katie konnte es immer noch nicht glauben, aber das Medaillon sprach eine eindeutige Sprache. Sina war wirklich ihre Schwester. Immer noch schwankte sie zwischen Freude und Fassungslosigkeit, aber auch Zorn. Sie war glücklich, mit Sina jemanden gefunden zu haben, der ihr annähernd so etwas wie ein Gefühl von Familie gab. Ihren eigenen Vater mochte sie als solchen nicht mehr dazu zählen. Nicht nur, dass er sie als Kind dem Kloster überantwortet hatte. Er war ihr fremd geworden. Die Hunde, die sich die Apachen hielten, behandelte er freundlicher als die eigene Tochter. Eiskalt schickte er ihren Liebsten in den Tod. Sina hatte schon Recht gehabt. Ihr Vater tat, um Sakima einfach und bequem aus dem Weg zu räumen.
Vatermord ist eine Todsünde, hatte man sie im Kloster gelehrt, doch einzig, dass sie ihr Zelt nicht verlassen konnte, rettete ihm sein armseliges Leben. Ihr ganzes Leben hatte er sie belogen: Über ihre Herkunft und die Mutter, die sie geboren hatte. Sie war eine Frau aus höchsten Adelskreisen und hatte sich in ihren Vater verliebt. Ein Jahr später wurde ihnen eine Tochter geboren: Katharina, die von jedem Katie genannt wurde. Doch die Ehe und die kleine Familie standen unter keinem guten Stern. Die Verbindung wurde annulliert, kaum das Katie das Laufen erlernt hatte.
Ihre Geschichte hatte Katie in mühevoller Kleinarbeit in Erfahrung bringen können
Die langen Gespräche mit Taim hatten sich ausgezahlt.
Ihr Vater begann mit dem Trinken, das Ergebnis war, dass er einen ganzen Goldclaim versoffen und verspielt hatte. Sie selbst wurde ins Kloster gegeben, wo man sie erzog, eine junge Dame zu werden, so wie die Nonne sich ausdrückten. Katie fühlte sich einfach nur abgeschoben. Jeder hatte von ihrer ungehörigen Geburt gewusst und versucht, diesen Fehler durch Erziehung gut zu machen. Mit mäßigen Erfolg und jeder Menge Prügel, bis ihr Onkel sie hinter den Klostermauern hervorholte. Allerdings waren seine Beweggründe auch nicht ganz uneigennützig. Katies Mutter hatte sich wieder verheiratet. Dieses Mal standesgemäß und einer zweiten Tochter das Leben geschenkt. Sina, ihre kleine Schwester. Das Bild in ihrem Medaillon war stummer Zeuge und Katie besaß exakt das Gleiche. Die einzige Erinnerung, die ihr Vater ihr gelassen hatte.
Das Brennen in ihrem Inneren wurde stärker. Der Schmerz war jetzt körperlich zu spüren und Katie begrüßte ihn, denn er bedeutete, dass die Kräuter endlich ihre langersehnte Wirkung taten. Durch den Rauchfang des Zeltes sah sie den Abendstern einsam am Himmel stehen. Sein Blinken schien wie ein trauriger Abschied. Katies Augenlider wurden schwer. Sie schloss die Augen und versank in tiefe Dunkelheit.
Das Medaillon mit dem Bildnis ihrer Mutter hatte sie zusammen mit einem letzten Brief an ihre Schwester gut sichtbar an die Mittelstange des Zeltes gebunden. Sie bat Sina um Verzeihung, doch ohne Sakima wollte sie nicht mehr sein.
„Ich werde auf dich warten, mein Geliebter“, flüsterte sie ihre letzten Worte.
Eine dunkle Wolke schob sich vor den Abendstern, als Katie endgültig in eine andere Welt glitt.

Sina saß auf der breiten Fensterbank und starrte durch die vom Staub verschmutzte Scheibe. Ihr Kopf schmerzte höllisch vom Branntwein. Sie erinnerte sich nur wie durch einen dichten Nebel, dass Dixon sie mitten in der Nacht auf diese Farm gebracht hatte. Tatsächlich hatte er die Dreistigkeit besessen, einfach zu den Apachen zu marschieren und ihre Herausgabe zu fordern. Er stützte sich dabei auf die mit ihr geschlossene Ehe. Sina lachte bitter auf und sofort hämmerte der Schmerz stärker in ihren Schläfen. Wie ein Stück Vieh, wie eines der Pferde, die in einem mit langen Holzstangen umfriedeten Paddock standen, hatte er sie auf diese Farm gebracht. Sein Eigentum, das kein Mitspracherecht besaß um sie dann ebenso wie ein Tier in diesem Schlafzimmer einzusperren. Die Tür war fest verschlossen, die hatte schon daran gerüttelt.
Ihre Waffen befanden sich vermutlich noch im Stamm der Apachen. Am liebsten hätte sie ihr Messer bis zum Schaft zwischen Dixons Rippen versenkt und die Klinge noch einmal genüsslich umgedreht. Er sollte nur nicht glauben, dass sie ab heute und bis in alle Ewigkeiten sein treues Eheweib spielen wollte, das würde sie ihm schon begreiflich machen.
Von draußen ertönten Stimmen, es waren ausschließlich männliche, doch Dixons war nicht darunter. Silver, ihre Stute war in dem Paddock unter Sinas Fenster untergebracht und hielt sich bewusst fern von den anderen Pferden. Ein junger Apfelschimmel wagte es, an ihrer Flanke zu schnuppern und erhielt augenblicklich einen schmerzhaften Tritt mit den harten Hinterhufen.
Vor der Koppel forderte ein junger Hund, eine niedliche schwarz-weiß gefleckte Promenadenmischung, einen Mann in abgetragener Kleidung auf, ihm Stöckchen zu werfen.
Sina konnte sich eines liebevollen Grinsens nicht erwehren. Der Anblick war zu putzig. Der lange Ast, den das Tier versuchte, bei zu schleppen, war beinahe zweimal so lange, wie er selbst. Verwundert stellte Sina fest, dass der äußerst roh aussehende Kerl sich gutmütig bückte und dem Hund seinen Willen tat. Als er aufblickte und das Mädchen am Fenster erblickte, tippte er höflich zum Gruße an seinen Hut. Sinas Miene verfinsterte sich und sie zog sich vom Fenster zurück. Der Mann in Schwarz, der nach dem Hund pfiff, sah sie nicht mehr.
Die angejahrte Treppe aus Eichenholz ächzte unter den schweren Männerstiefeln. Auffordernd bellte der Welpe. Sina hörte, wie Dixon dem Tier einige freundliche Worte zurief. Krallen kratzten über Holz, Dixons Schritte näherten sich der Tür, hinter der Sina eingesperrt war.
Die Apachen hatten ihr zwar schon sämtliche Waffen abgenommen und selbst wenn sie Dixon ausgehändigt worden waren, befanden sie sich nicht in dem Zimmer. Doch unbewaffnet war nicht unbedingt gleichbedeutend mit hilflos. Auf dem Tisch standen eine Waschschüssel aus schweren geblümten Porzellan und ein ebensolcher Krug, der bis zum Rand mit Wasser gefüllt war. Der einzige Schmuck in diesem Raum, der eher zwar sauber, aber eher zweckmäßig eingerichtet war. Hier fehlte eindeutig die weibliche Hand, obwohl Sina sich nicht des Verdachts erwehren konnte, dass man das Zimmer eigens für sie hergerichtet hatte. Auf dem schmalen Bett lag eine bunte, verblichene Flickendecke, mit der sie sich letzte Nacht zugedeckt hatte.
Ein Schlüssel wurde ins Schloss gesteckt und umgedreht. Sinas Finger schlossen sich um den Henkel des Kruges. Langsam hob sie ihn hoch und war über sein Gewicht überrascht. Das rostige Schaben des Schlüssels im Schloss erinnerte sie an die Gefängniszelle in Fort Brannigan. Sinas atmete schneller, das Herz klopfte ihr bis zum Hals, als die Tür sich langsam öffnete. Die rostfreien, gut geölten Angeln gaben keinen Ton. Eine feuchte, schwarze Hundenase stieß durch den schmalen Spalt. Fröhlich bellend stürmte der Welpe ins Zimmer. Für einen Moment war Sina so irritiert über den Hund, dass sie reflexartig den Krug warf, der an den Türrahmen prallte und in drei große Teile zersprang. Sein Inhalt ergoss sich über den ganzen Holzfußboden und hinterließ dunkle, hässliche Flecke. Der Welpe gab einen erschrockenen Ton von sich, um gleich darauf neugierig an den Scherben zu schnuppern. Dixon trat ein und verhinderte eine mögliche Flucht Sinas, indem er sofort die Tür hinter sich verschloss. Mit vor der Brust verschränkten Armen stellte er sich in den Türrahmen.
„Lass mich sofort hier raus“, zischte Sina drohend zur Begrüßung. Dixon blieb gelassen.
„Guten Morgen, Misses Dixon“, erwiderte er und erinnerte sie damit an ihr Ehegelübde. Sie zog eine Grimasse, die nicht nur den immer noch höllischen Kopfschmerzen geschuldet war.
„Ich bin nicht dein braves Eheweib“, giftete sie und versuchte, sich an ihrem Gatten vorbei zu drängen, der sie ohne große Mühe zur Seite schob.
„Doch, das bist du und ich habe es hier auch schriftlich.“ Er klopfte sich auf die Brusttasche. Sina schnaubte zur Antwort.
„Es war dein Glück, sonst säßest du jetzt noch bei den Apachen fest, meine Liebe.“
Wenig damenhaft spuckte sie zu Boden, was von Dixon mit einem Grinsen quittiert wurde. Sie war einfach ein kleiner Wildfang.
„Vielen Dank für die Befreiung, aber diese Ehelüge würde ich gerne berichtigen.“
Dixons gutmütiges Lachen reizte sie noch mehr. Sie bemerkte nicht den weichen Blick, mit dem er sie betrachtete, als die Morgensonne durchs Fenster schien und ihr Haar wie Gold schimmern ließ.
Er ließ sich auf der Bettkante nieder.
„Lieber würde ich sterben, als …“, gab sie erregt zurück.
Dixon knirschte mit den Zähnen. Trotz allem war die Kleine ein undankbares Biest. „Ja, ja ich weiß“, fiel er ihr ins Wort und bezwang mit Mühe seinen Zorn. „Du, deine Freundin und dieser kleine Häuptling, ihr würdet alle lieber sterben, als von jemanden wie mir, dem Schurken, Hilfe anzunehmen.“ Er riss an seiner Schuhsohle ein Streichholz an und einen Moment später hing der schwere Geruch von Zigarren im Raum. Nachdenklich paffte Dixon.
Sina war hellhörig geworden. „Wie meinst du das?“, fragte sie. „Sakima steht vermutlich schon am Marterpfahl und …“ Sie mochte sich nicht vorstellen, was er dort zu erdulden hatte. Ihre Kehle war wie zugeschnürt. „Und Katie wird nach Roswell geschleppt und zurück nach Deutschland geschickt. Ich sollte bei ihr sein und sie trösten. Kannst du das nicht verstehen?“ Die letzten Worte schrie sie ihm entgegen.
„Nein“, gab Dixon zurück und stand auf. „Du nützt den beiden hier mehr, als wenn du ebenso gefesselt wie Katie auf deiner Stute säßest.“
„Du meinst, ich nütze dir“, konstatierte sie höhnisch. Sie saß wieder auf der Fensterbank, die Knie angezogen und die Arme darum geschlungen.
„Nein, den beiden“, wiederholte Dixon und zog sich einen der beiden grobgezimmerten Stühle herbei. Er setzte sich darauf und legte die Beine bequem auf den Tisch. „Dem kleinen Häuptling geht es gut. Er ist frei und vermutlich schon wieder bei seinem Stamm.“
Fragend schaute Sina ihn an. Dixon nickte bekräftigend. „Ich habe ihn heute Nacht befreit“, erklärte er wie beiläufig.
Misstrauisch musterte sie ihn. „Du hasst die Indianer so sehr, dass du ihnen ohne zu zögern ihr Land rauben willst. Ich werde auch das Gefühl nicht los, dass du etwas mit dem Mordversuch an Yuma zu tun hattest. Immerhin bist du erschreckend schnell aus diesem Gebüsch aufgetaucht, als Katie und ich mit diesen Kerlen fertig werden. Ich weiß nicht, wer du bist. In Roswell hast du vor meinen Augen kaltblütig einen Mann erschossen.“
„Er hat dich bedroht“, rechtfertigte sich Dixon. „Er hatte eine Waffe und wollte schießen.“
„Er hat dich mit Boss angesprochen“, erwiderte Sina. „Wenn ich genauer nachdenke, er war bei den Kerlen dabei, die Yuma aufhängen wollten.“
„Ich bin der Kopf dieser Bande“, gab Dixon zu. „Ich habe mir Gedanken gemacht.“
Sina atmete schwer.
„Bis ich dich traf“, fuhr er fort. „Es gibt einige Dinge, auf die ich nicht stolz bin und die ich gerne ungeschehen machen würde, aber das ist nicht möglich.“
Er lächelte über Sinas verwunderte Miene. Dixon wirkte plötzlich müde. „Deine Zuneigung habe ich wahrlich nicht verdient und wenn es dein Wunsch ist, kannst du zu jeder Zeit gehen. Weder ich noch einer meiner Männer werden dich daran hindern, doch wenn du deiner Freundin helfen möchtest, musst du noch eine Weile bleiben und mir vertrauen.“
Sina blieb skeptisch. Indirekt hatte er alles zugegeben, was sie ihm vorgeworfen hatte, doch sprach er in einem aufrichtigen Ton. Sie war hin-und hergerissen.
Der Welpe hatte sich auf den Boden gelegt und die Schnauze zwischen den dicken Pfoten vergraben. Seine klugen Knopfaugen wanderten zwischen den beiden Menschen hin und her, als verstünde er jedes Wort.
„Hast du einen Beweis?“, forderte Sina jetzt. Dixon seufzte schwer. Er hatte gehofft, sie würde ihm auch so glauben, doch war er vorbeireitet. Aus seiner Hosentasche zog er eine feine Kette, an der ein Kreuz aus getriebenem Gold hing. Sina sprang vom Fensterbrett und trat an den Tisch. Sie ließ die Kette durch die Finger gleiten und betrachtete sie, als sähe sie sie zum ersten Mal. Doch kannte sie das Schmuckstück ganz genau, denn Katie hatte es stets um den Hals getragen.
„Sakima trug dieses Kreuz um den Hals“, erklärte Dixon mit unbewegter Miene. „Erkennst du es wieder? Ich habe es ihm abgenommen, als ich ihn befreite.“
„Ich glaube dir“, lenkte Sina ein. „Katie hat mir erzählt, dass sie diese Kette Sakima als eine Art Liebespfand überlassen hat und der hätte sie sich vermutlich niemals freiwillig abnehmen lassen.“
„Also bekomme ich eine zweite Chance?“, fragte Dixon, Es sollte sarkastisch klingen, doch Sina blieb seine leise Hoffnungen nicht verborgen.
„Wir werden sehen“, antwortete sie so langsam, als überlege sie sich die Worte ganz genau. „Zuerst einmal müssen wir Katie befreien. Warum hast du sie eigentlich nicht gleich mitgebracht?“
Dixon schüttelte den Kopf. „Dich als meine Ehefrau konnte ich herausverlangen. Katies Vater konnte sich nicht weigern und der Häuptling auch nicht, wenn er bei Sinnen gewesen wäre. Aber Katie. Ich wäre tot gewesen, wenn ich mich ihr auch nur auf zwanzig Schritt genähert hätte. Sie wurde ebenso gut bewacht wie du und Sakima.“
„Dann reiten wir zu ihm und befreien sie mit Hilfe der Lakota“, schlug Sina vor. „Bis sie in Roswell angekommen ist, dauert es ja noch ein paar Tage und trotzdem sollten wir uns beeilen.“
„Nur langsam mit den jungen Pferden“, wehrte Dixon ab. „Das würde zu viel Aufsehen erregen.“
Er nahm die Füße von der Tischplatte und Sina setzte sich ihm gegenüber. Ein kleiner Streifen der Hoffnung zeigte sich im Dunkeln, sie hätte laut jubeln mögen. Mit Dixon Pläne auszuhecken, gab ihr eine seltsame Vertrautheit zu ihrem Ehemann. Er wünschte anscheinend kein Blutvergießen, obwohl sie eher das Gegenteil vermutet hätte oder zumindest, dass er den einfachste Weg wählte.
Mit dieser Vermutung lag sie auch nicht so falsch, wie sie feststellen musste, als er ihr seinen Plan erläuterte.
„Von Roswell aus geht eine Postkutsche nach Santa Fe. Katie wird in dieser sitzen müssen, da diese Kutsche nur einmal in der Woche fährt.. Ich werde mit meinen Männern die Kutsche überfallen, Katie befreien.“
Sina grinste zufrieden. „Einfach und genial, dein Plan. Aber denkst du, deine Männer werden ihr Leben für ein Mädchen, das einen Indianer liebt, riskieren?“
„Die Kutsche befördert auch eine Truhe voller Goldmünzen, die ich mit meinen Männern rauben werde. Sie werden glauben, es geht vornehmlich ums Gold.“
Sina sprang von ihrem Stuhl auf und maß mit langen Schritten das Zimmer. Sie verteilte das Wasser aus dem Krug über dem Boden. Abrupt drehte sie sich zu Dixon um, der sie erwartungsvoll anschaute.
„Keine Toten“, verlangte sie. „Das Gold wird wieder zurückgegeben.“
„Aber…“wandte Dixon ein. Er hatte auf den Schatz gehofft und wollte sich mit dem Gold und Sina das Leben versüßen.
Seine Frau machte eine abwehrende Handbewegung und er wusste, das Leben als rechtschaffener Mann begann steinig.
„Das Gold steht uns nicht zu“, erwiderte sie. „Wir befreien nur Katie. Wie du das anstellst, ist mir gleich. Ich bestehe darauf.“
„Sakima muss unbedingt benachrichtigt werden. Bevor er das Kriegsbeil gegen die Apachen ausgräbt“, sinnierte sie weiter.
„Der Häuptling wartet bei seinem Stamm, bis er Nachricht von uns bekommt. Ich habe ihn gebeten, alles mir zu überlassen“, antwortete Dixon.
„Er hat sich einfach so drauf eingelassen?“, rief Sina ungläubig.
„Er hat keine andere Wahl.“ Dixons Worte klangen voll Bitterkeit.
Sina trat dich hinter ihn und legte eine Hand auf seine Schulter. „Danke für alles“, hauchte sie.
Gedankenverloren tätschelte er ihre Finger. „Ich kann nicht glauben, dass ich das tue“, seufzte er theatralisch.
In Sina stieg eine warme Woge des Verständnisses auf. „Immerhin vollbringst du eine gute Tat“, lachte sie.

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



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Beitrag #2 |

RE: Könige der Prärie - 21. Teil
Huhu

Ich habe ledier nur den ersten Teil und diesen gelesen, deshalb kann es sein das der Kommentar etwas unvollständig wird, aber ich mach einfach mal.

Zitat:Der Silbermond stand fast in seiner vollen Rundung am Himmel.
Erstmal würde ich das den Silbermond nicht als etwas allzu selbstverständliches in die Geschichte einbringen, da es ja eigentlich ein Kunstwort ist.

Zitat:In zwei Tagen, zu Vollmond wäre sie Sakimas Frau geworden, sofern man Dixons Worten Glauben schenken durfte und sie wollte glauben.
das 'sofern man Dixons Worten Glauben schenken durfte' relativiert die Sache ein bisschen und nimmt ihrem Leiden dadurch etwas Intensität. Warum sollte das hier gewollt sein? Ich würds einfach weglassen.

Zitat:Sie fraß sie tief in ihrem Innersten auf. 
Haha, hatte den Satz zuerst so gelesen, das die Pein von Katie aufgefressen wird, vlt. ein bisschen missverständlich und unglücklich formuliert.

Zitat:Mit einem Pferdefuß und spitzen Hörnern zerriss er ihr das Herz.
Mit einem Pferdefuß kann man einem das Herz zerreißen? Auch nicht so glücklich formuliert.

Zitat:wartete Sakima in der letzten Nacht seines Lebens auf einen unmenschlichen Tod. 
Im Grune ist ja jeder nciht natürliche Tod unmenschlich, daher kann man das auch noch drastischer ausdrücken.

Zitat:Er sah aus wie ein junger Gott und morgen war Götterdämmerung. Adonis würde morgen für immer in die ewigen Jagdgründe eingehen.
Was eine 'Götterdämmerung' ist, ist nicht klar, wieder so ein Kunstwort das zu selbstverständlich eingesetzt wird. Ihn als Adonis zu bezeichnen find ich hier auch nicht schön, reduziert ihn irgendwie auf sein Äußeres, was der Situation unangemessen ist. 'In die ewigen Jagdgründe eingehen' ist mir auch noch zu positiv konnotiert, er soll doch auf unmenschliche Weise umgebracht werden.

Das Katie jetzt anscheinend das das Zelt verwüstet und eine Decke zerfetzt kommt mir auch ein bisschen unglaubwürdig vor und wenn das ist die Szene zu knapp beschreiben.

Zitat:Natürlich hatte man sie von Sina getrennt. Jeder wusste, dass sie beide unzertrennlich waren...
Vorsicht: Stilblüten Alarm. Also doch nicht unzertrennlich? Muss natürlich umformuliert werden.

Zitat:und seit einigen Tagen wusste Katie auch, dass Sina viel mehr als nur ihre beste Freundin war.
Der Satz lässt erwarten, Das Katie Sina nun als ihre Schwester oder Seelenverwandte oder sowas ansieht. Aber natürlich im übertragenen Sinne. Da es um die tatsächliche Schwester geht, wirkt der Satz plump.

Zitat:Als hätte der Himmel selbst ein Einsehen gehabt...
So viel Einsehen hat der Himmel nicht, morgen wird doch Katies Geliebter umgebracht, da springst Du mich dich etwas schnell in den Gefühlen... Mag ja schön sein das sie nun eine richtige Schwester hat, aber irgendwie nciht der richtige Zeitpunkt sich so daran zu freuen...

Zitat:Sie war glücklich, mit Sina jemanden gefunden zu haben, der ihr annähernd so etwas wie ein Gefühl von Familie gab.

Das 'annähernd' darf gerne weg.

Zitat:Ihren eigenen Vater mochte sie als solchen nicht mehr dazu zählen. Nicht nur, dass er sie als Kind dem Kloster überantwortet hatte. Er war ihr fremd geworden.
Zu schwache Emotionen. Der Vater behandelt sie schlechter als Hunde und, viel entscheidender, tut anscheinend alles um ihren Geliebten Sakima umbringen, da ist schon handfester Hass erlaubt.

Zitat:Ihr Vater tat, um Sakima einfach und bequem aus dem Weg zu räumen.
Den Satz meinte ich, Du meinst 'Ihr Vater tat alles'? 

Zitat:Vatermord ist eine Todsünde, hatte man sie im Kloster gelehrt
Um das zu wissen braucht es kein Kloster...

Zitat:doch einzig, dass sie ihr Zelt nicht verlassen konnte, rettete ihm sein armseliges Leben.
Siehste? Also doch Hass.

Vieles aus der nun folgenden Familiengeschichte hatte ich tatsächlich schon in Kapitel 1 gelesen, es wiederholt sich und ist also schlechter Stil.

Zitat:Ihr Vater begann mit dem Trinken, das Ergebnis war, dass er einen ganzen Goldclaim versoffen und verspielt hatte. 
Ein ganzer Goldclaim hört sich nicht gerade nach viel an, aber was ist ein Goldclaim?

Zitat:Sie selbst wurde ins Kloster gegeben, wo man sie erzog, eine junge Dame zu werden,
Wer ins Kloster geht, wird Nonne, wohl besser 'Klosterschule' oder sowas...

Zitat:Jeder hatte von ihrer ungehörigen Geburt gewusst und versucht, diesen Fehler durch Erziehung gut zu machen.
Eben nicht jeder, sondern sie wird ja ins Kloster gegeben, was nun für die Erziehung verantwortlich ist.

Zitat:Allerdings waren seine Beweggründe auch nicht ganz uneigennützig.
Sowas muss natürlich erklärt werden.

Zitat:Das Bild in ihrem Medaillon war stummer Zeuge und Katie besaß exakt das Gleiche. Die einzige Erinnerung, die ihr Vater ihr gelassen hatte.
Irgendwie ein bisschen komisch das Katie ein Medallion von ihrem Vater bekommt, und Sina das Gleiche von ihrer (beider) Mutter, aber was solls...

Zitat:Durch den Rauchfang des Zeltes sah sie den Abendstern einsam am Himmel stehen.
Ist der Rauchfang nicht nur eine kleine Öffnung ganz oben im Zelt? Gerade war noch der Mond zu sehen, jetzt der Abendstern, schöner Zufall...

Zitat:„Ich werde auf dich warten, mein Geliebter“, flüsterte sie ihre letzten Worte. 

Eine dunkle Wolke schob sich vor den Abendstern, als Katie endgültig in eine andere Welt glitt.
Katie stirbt? Sie war doch so froh nun endlich eine Schwester zu haben, und mit dern Vater ist auch noch eine Rechnung offen, klar dagegen steht das der Geliebte stirbt, trotzdem ist das alles ein bisschen halbgar und nicht gut vorbereitet...

Hier mach ich mal Ende

Insgesamt kann man zwar sagen, das jetzt auch nicht so viele Totalquerschläger in dem Stück sind, aber in der Summe doch einfach zu viele Ungereimtheiten, so das ich nicht sagen kann, das es mir gefällt. Für meinen Geschmack muss das besser nochmal überarbeitet werden.

Also bis dann


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Beitrag #3 |

RE: Könige der Prärie - 21. Teil
Hallo ReddiRoy, 

Ich freue mich ja, das von dir einmal etwas Produktives kommt, das hat ja durchaus Seltenheitswert. Es ist auch hilfreich, wenn man alle Kapitel liest, um den Zusammenhang besser zu verstehen und auch die Beweggründe der Figuren.

Zitat:Was eine 'Götterdämmerung' ist, ist nicht klar, wieder so ein Kunstwort das zu selbstverständlich eingesetzt wird. Ihn als Adonis zu bezeichnen find ich hier auch nicht schön, reduziert ihn irgendwie auf sein Äußeres, was der Situation unangemessen ist. 'In die ewigen Jagdgründe eingehen' ist mir auch noch zu positiv konnotiert, er soll doch auf unmenschliche Weise umgebracht werden.
Sakima hat etwas von einem jungen Gott, ein stolzer Indianer und bedient das volle Klischee. Katie ist nicht ungebildet und auch mit der griechischen Mythologie vertraut. Es geht hier um den Zynismus. Der junge indianische Gott stirbt, also Götterdämmerung. In der Literatur habe ich auch durchaus die Freiheit, Kunstwörter einzusetzen und vor allem so zu schreiben, dass der Leser zwischen den Zeilen lesen muss. Darum werde ich mich auch weiter bemühen, Ich mag diesen Satz und deswegen bleibt er. 

Zitat:Irgendwie ein bisschen komisch das Katie ein Medallion von ihrem Vater bekommt, und Sina das Gleiche von ihrer (beider) Mutter, aber was solls...
Sie haben die gleiche Mutter, die hat Katies Vater eins gegeben und eins hat ihr neuer Ehemann, der es seiner Tochter gegeben hat. 
Zitat:Katie stirbt? Sie war doch so froh nun endlich eine Schwester zu haben, und mit dern Vater ist auch noch eine Rechnung offen, klar dagegen steht das der Geliebte stirbt, trotzdem ist das alles ein bisschen halbgar und nicht gut vorbereitet...
Hallo?Der Mann, den sie liebt, wird zu Tode gefoltert. Hast du eine Vorstellung von Marterpfahl? Vermutlich nicht. Das war bestialisch und deswegen will sie nicht mehr leben. Da hilft auch das Schwesterlein nichts mehr.
Natürlich muss sich das alles noch einmal gründlich überarbeiten, aber wenn man etwas grundsätzlich schlecht finden will, dann sucht man eben lange. Ich kann es nicht jedem Recht machen und werde bei meiner Überarbeitung nach meinem Gutdünken vorgehen, damit es zu meinem Stil passt.
In diesem Sinne Persephone

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Beitrag #4 |

RE: Könige der Prärie - 21. Teil
Hallo Persi,
 
und weiter. Icon_jump
 
Zitat:Der Silbermond stand fast in seiner vollen Rundung am Himmel. Katie konnte seinen Lauf durch den Rauchfang ihres Zeltes sehen
 
Irks, gleich am zweiten Satz rummeckern. Icon_igitt  Aber ich bin ein wenig darüber gestolpert, dass Katie seinen Lauf sieht. Eindeutiger formuliert wäre: „hatte seinen Lauf durch den Rauchfang verfolgt“, weil: Die Wanderung des Mondes ist ja ein Prozess, den man nach und nach verfolgen kann, im Gegensatz zu der täglichen Mondphase, wo ein Blick genügt. Verstehst du, was ich meine? Ich griegs grad nicht besser ausgedrückt. Es ist halt ein Zeitfehler. Icon_ugly
 
Zitat:. Er sah aus wie ein junger Gott und morgen war Götterdämmerung. Adonis würde morgen für immer in die ewigen Jagdgründe eingehen.
 
Die Stelle gefällt mir, wie du hier Sakima mit einem Gott gleichsetzt und dann von Götterdämmerung zu Adonis kommst. Pro  Auch, weil es nochmal ihre Liebe zu ihm deutlich macht, das macht das ganze nochmal tragischer.
 
Zitat:Nicht nur, dass er sie als Kind dem Kloster überantwortet hatte. Er war ihr fremd geworden.
 
Hatte er ihr überhaupt schonmal nahe gestanden? So wie ich das verstanden habe, war er ihr schon immer fremd …
 
Zitat:Ihr Vater tat, um Sakima einfach und bequem aus dem Weg zu räumen.
 
Irgendwie fehlt hier was. Icon_wink
 
Zitat:Eine dunkle Wolke schob sich vor den Abendstern, als Katie endgültig in eine andere Welt glitt.
 
Oh nein, so ein schönes tragisches  Bild. Smiley_frown Aber warum bist du hier eigentlich zum Abendstern geschwenkt und bist nicht bei dem hübschen Silbermond geblieben?
 
Zitat:Wie ein Stück Vieh, wie eines der Pferde, die in einem mit langen Holzstangen umfriedeten Paddock standen, hatte er sie auf diese Farm gebracht.
 
Ja und ihr damit das Leben gerettet, so ein Schuft … Icon_rolleyes
 
Zitat:Die Tür war fest verschlossen, die hatte schon daran gerüttelt.
 
sie
 
Zitat:Der Mann in Schwarz, der nach dem Hund pfiff, sah sie nicht mehr.
 
Den Mann
 
Zitat:Die angejahrte Treppe
 
„angejahrt“ was für ein geniales Wort. Icon_cuinlove
 
Zitat:Die Apachen hatten ihr zwar schon sämtliche Waffen abgenommen und selbst wenn sie Dixon ausgehändigt worden waren, befanden sie sich nicht in dem Zimmer.
 
Irgendwo vorher hast du schonmal erwähnt, dass die Waffen noch bei den Apachen sind, ich würde mal sagen, einmal reicht eigentlich …
 
Zitat:der eher zwar sauber, aber eher zweckmäßig eingerichtet war.
 
Ein „eher“ ist zuviel.
 
Zitat:Sinas atmete schneller, das Herz klopfte ihr bis zum Hals
 
Sina
 
Zitat:Die rostfreien, gut geölten Angeln gaben keinen Ton.
 
keinen Ton von sich, oder vielleicht besser: „ließen keinen Ton hören“. „Die Tür öffnete sich lautlos“ wäre natürlich auch eine Alternative, aber die ist ein bisschen abgelutscht.
 
Zitat:Mit vor der Brust verschränkten Armen stellte er sich in den Türrahmen.
 
Ich glaube das ist etwas schwierig, wenn die Tür zu ist. Aber er könnte sich lässig an die Tür lehnen …
 
Zitat:. hing der schwere Geruch von Zigarren im Raum.  
 
Geruch einer Zigarre
 
Zitat:als Katie und ich mit diesen Kerlen fertig werden.
 
fertig waren
 
Zitat:„Ich bin der Kopf dieser Bande“, gab Dixon zu. „Ich habe mir Gedanken gemacht.“
 
Den zweiten Satz sagt doch auch Dixon, oder? Icon_confused Irgendwie macht das aber für mich keinen Sinn, zumal er ja dann auch mit dem „Bis ich dich traf“ anschließt. Den er ist ja immernoch der Kopf der Bande, da ändert sich ja nix dran. Ich glaube ich würde das wegkürzen und es einfach auf das: „Ja, ich bin der Boss und ja ich habe unschöne Dinge gemacht, kann die aber nicht ändern“ hinauslaufen lassen.
Oder hat sich Sina Gedanken gemacht? Dann müsstest du deutlich machen, dass sie das sagt.
 
Zitat:fragte Dixon, Es sollte sarkastisch klingen,
 
Bitte aus dem Komma einen Punkt machen.
 
Zitat:Dich als meine Ehefrau konnte ich herausverlangen.
 
Ist „herausverlangen“ ein richtiges Wort? Ich glaub, ich hab das noch nie gehört. Ich kenne nur: die Herausgabe verlangen. Im übrigen finde ich, dass Dixon hier zuviel sagt. Sina fragt nach Katie, da wäre die Erklärung, dass sie zu gut bewacht war ausreichend. Außerdem weiß Sina ja, wie er sie gerettet hat. Icon_wink
 
Ja fein. An dem Kapitel gefällt mir besonders, wie sich Sina und Dixon hier näher kommen und er noch Schwierigkeiten mit dem Leben auf der guten Seite hat. Pro Außerdem ist so ein Postkutschenüberfall immer gut und gehört in jeden Western. Es ist wirklich herrlich, wieviele tolle Ideen du hast, da bin ich ganz neidisch. Icon_smile

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #5 |

RE: Könige der Prärie - 21. Teil
Hallo Lady, 

Zitat:Irks, gleich am zweiten Satz rummeckern. [Bild: icon_igitt.gif]  Aber ich bin ein wenig darüber gestolpert, dass Katie seinen Lauf sieht. Eindeutiger formuliert wäre: „hatte seinen Lauf durch den Rauchfang verfolgt“, weil: Die Wanderung des Mondes ist ja ein Prozess, den man nach und nach verfolgen kann, im Gegensatz zu der täglichen Mondphase, wo ein Blick genügt. Verstehst du, was ich meine? Ich griegs grad nicht besser ausgedrückt. Es ist halt ein Zeitfehler. [Bild: icon_ugly.gif] 
Da musste ich direkt an eine Situation denken, als mir mein Chef erklärt hat, dass ich dem Hausmeister nicht raten darf, die Polizei zu rufen, sondern eine Anweisung gebe und er hat mir ausführlich den Unterschied erklärt, was ich hier nicht vertiefen möchte  Icon_ugly Wird abgeändert, Chefin  Mrgreen

Zitat:Die Stelle gefällt mir, wie du hier Sakima mit einem Gott gleichsetzt und dann von Götterdämmerung zu Adonis kommst. [Bild: icon_pro.gif] Auch, weil es nochmal ihre Liebe zu ihm deutlich macht, das macht das ganze nochmal tragischer.
Ich liebe diesen Satz auch, einer meiner literarischen Geistesblitze  Mrgreen Dir hat er offensichtlich so gefallen, dass du das doppelte morgen übersehen hast  Icon_lol

Zitat:Hatte er ihr überhaupt schonmal nahe gestanden? So wie ich das verstanden habe, war er ihr schon immer fremd …

 
Ich muss diesen Satz umformulieren. Bis dato hat sie immerhin noch ihren Vater in ihm gesehen, auch wenn sie sich nicht gut verstanden haben. Jetzt ist selbst das zerstört. Ich muss mir da was überlegen.

Zitat:Ja und ihr damit das Leben gerettet, so ein Schuft … 
Das Leben der Mädchen war nie in Gefahr...

Zitat:Ich glaube das ist etwas schwierig, wenn die Tür zu ist. Aber er könnte sich lässig an die Tür lehnen …
Das ist besser

Zitat:„Ja, ich bin der Boss und ja ich habe unschöne Dinge gemacht, kann die aber nicht ändern“ hinauslaufen lassen.
Ein schlechtes Gewissen hat er deswegen nicht

Zitat:Ist „herausverlangen“ ein richtiges Wort? Ich glaub, ich hab das noch nie gehört. Ich kenne nur: die Herausgabe verlangen. Im übrigen finde ich, dass Dixon hier zuviel sagt. Sina fragt nach Katie, da wäre die Erklärung, dass sie zu gut bewacht war ausreichend. Außerdem weiß Sina ja, wie er sie gerettet hat.
Zu der Zeit galt die Ehefrau noch als Eigentum des Mannes

Zitat:Es ist wirklich herrlich, wieviele tolle Ideen du hast, da bin ich ganz neidisch. [Bild: icon_smile.gif] 
Lies mal Mondalphabet  Icon_wink Icon_wink Icon_wink

Danke noch mal fürs Kommentieren

Gruß Persephone

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



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